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Schmauch mir einen, Kleiner!

 

Über diese neue Antirauch-Kampagne für Junge wird übrigens gerade Frankreich heftig diskutiert. Und zu was? Zu Recht.

Die Unterzeile lautet „Rauchen bedeutet, sich zum Sklaven des Tabak zu machen“. Das ist nicht nur drei Mal ums Eck an den Haaren herbeigezogen. Das Bild drängt eine Assoziation zum Kindesmissbrauch geradezu auf.

Die Kampagne stammt von der Association Droits des non-fumeurs, einer Vereinigung zum Schutz der Rechte von Nichtrauchern. Und die Bilder sollen die Unterwerfung symbolisieren.

Ja, eh. Fragt sich nur, wem sich hier unterworfen wird.

8 Kommentare

  1.   Samjam

    Genauso geschmacklos wie diese nervigen Antialkohol-Plakate mit denen man derzeit überall zugepflaster wird. Anstatt dass die Leute heutzutage erwachsen werden, versucht man sie als Ersatz bis ins Erwachsenenalter hinein zu gängeln.

  2.   egal

    Bei mir drängt sich eher der Eindruck einer knieenden, zur Fellatio willigen Frau auf. Was das mit „Kindesmissbrauch“ zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

    Natürlich kann man jetzt jegliche Sexualität mit Kindesmissbrauch bringen. Viel Sinn würde sowas aber nicht machen…

  3.   Khorne

    Ja also irgendwie *kopfzurseiteneig* ich weiß nicht *zuranderenseiteneig* irgendwie versteh ich das dort abgebildete nicht. Ich kann erkennen, was da abgebildet ist aber einige Dinge kann ich nicht wirklich deuten. Soll die Zigarette in den Bilder als Penis dienen oder geht es einfach um die kniende Haltung und der Hand auf dem Kopf? Den Fellatio hat macht einen ja nicht zum Sklaven, auch nicht wenn mans mit ne Zigarette treibt oder? *konfus*
    Ich dachte erst es wär ein Suchbild á la finde 5 Fehler und ruf an und da fiel mir zuerst auf dass der Mensch dem die Zigarette da aus dem Schritt zu entwachsen scheint einmal ein Sakko anhat und einmal nicht.^^ Also ich versteh es echt nicht, stehe also auf dem Schlauch ich bitte um Erklärung 😉

  4.   sinimo

    @egal

    Ähm, hallo, geht’s noch? Wo siehst Du denn auf dem Bild eine FRAU und vor allem eine’willige‘? Da stellen sich mir ja die Nackenhaare hoch, bei so einer Aussage!
    Natürlich muss man nicht überall einen Zusammenhang zum Missbrauch herstellen, aber mal ganz ehrlich, wenn Männer tatsächlich so wenig in der Lage sind, Mimik und Gestik zu interpretieren, bekomme ich echt Angst.

    Ändert übrigens aber nichts an der Tatsache, dass diese einer der miesesten Werbungen ist, die ich seit langem gesehen habe.

  5.   Baselweich

    Die Werbung trifft den Punkt („Tabakindustrie demütigt dich“) genaustens. Das Drastische ist ein Element der Werbung. Alles andere, was hier geschrieben wird, ist absolut irrelevant. „An den Haaren herbeigezogen“ deutet nur daraufhin, an der Sache so scharf wie möglich vorbeizudenken.

  6.   Briefkasten

    @Baselweich: Das sehe ich genauso.
    Allerdings ist die Botschaft nicht auf den ersten Blick zu erkennen – eine eher wenig gelungene Kampagne.
    „Zum Sklaven zu machen“ = Abhängig werden
    Jeder, der dem widerspricht, dass Nikotin den Suchtfaktor Nr. 1 bei Drogen hat, der v.a. bei jungen Menschen absolut verniedlicht wird, sieht der Realität nicht ins Gesicht.
    Anstatt dass die Leute heutzutage eine Kindheit und Jugend genießen können, werden sie schon im frühen Alter und als leicht zu manipulierende Opfer missbraucht.
    Rauchen hat nichts mit Erwachsenwerden zu tun. Das muss vielleicht mal in die Köpfe hinein.

  7.   Mawo

    Die beiden abgebildeten Menschen, die knien, sehen zwar jung aus, nicht unbedingt wie Kinder, eher wie so genannte Heranwachsende, 18, 19 Jahre vielleicht. Mir drängt sich da nicht unbedingt die Assoziation „Kindesmissbrauch auf.
    Hier wird sich m.E. mehr der Bildsprache aus der SM-Szenme bedient.
    Dazu passen auch besser die Aussage „Sklaven (!) des Tabak“und „Unterwerfung“.
    Insofern denke ich, falsche Bild-/Textinterpretation
    Passt auch besser – SM – beides hat essentielle Komponenten, die „Nichtpraktizierer“ nicht oder nnur sehr schwer nachvollziehen können.
    SM-Praktiken tun „weh“ und doch gibt es einen Lustfaktor, der manche dazu treibt, solche Praktiken zu tun, über sich ergehen zu lassen.
    Kippen Rauchen führt irgendwann zu ätzendem Husten, Lungenschmerzen, u.U. Lungenkrebs. Jeder Rauscher weiß das und raucht doch wweiter.
    Es gibt Raucher, denen wurde ihr Raucherbein abgenommen und das erste, was sie verlangen, ist eine Kippe.
    Beides mal geht es auch um eine Art Masochismus, Selbstverletzung und – verstümmelung im schlöimmsten Fall.
    Krass, aber nicht unbedingt falsch. Man muss es nur verstehen 😉

  8.   abeillle

    Ich finde die Kampagne leider nicht sonderlich gelungen.

    Sie erinnerte mich aber aufgrund der Pose an ein – meiner Ansicht nach hervorragendes – Plakat einer Kampagne der Michael-Stich-Stiftung für den Schutz vor AIDS, das deutlich und unmissverständlich zeigt, wie man sich bei ungeschütztem Sex in Lebensgefahr bringt:

    http://www.michael-stich-stiftung.org/uploads/tx_wtgallery/popup/3101f2e34ec71de36c18c1664b0ed300.jpg

 

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