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Nieder mit der Ersatzflüssigkeit!

 

Sie kennen die weichgezeichneten Tampon-Werbespots aus dem Fernsehen? Die, wo alle Frauen weiß tragen, damit man auch ja kapiert, dass die jeweiligen Tampons und Binden „sicher“ sind? Die, wo alles immer wunderbar ist?

Dann viel Spaß mit diesem hier:

(Ganz zum Schluss sagt sie: „Die TV-Werbespots sind wirklich hilfreich. Sie verwenden diese blaue Flüssigkeit und ich denke mir dann: Ach, so sollte das in Wirklichkeit aussehen!“ – Der Slogan lautet: Warum ist Tampon-Werbung so lächerlich?)

Der Hersteller Kotex hat seine gesamte Kampagne auf dieser bislang überall üblichen, hm, sehr zurückhaltenden Art, für Tampons zu werben, aufgebaut. Angeblich nehmen sie dabei ihre eigenen Spots aus früheren Jahren aufs Korn, die ebenso weichgezeichnet waren.

„Ich habe einen Tampon an meinem Schlüsselbund befestigt, damit mein Bruder sich nicht mein Auto ausborgt. – Es hat funktioniert.“

Das einzige Problem: die amerikanischen Moralhüter. Der TV-Spot wurde, als er noch das Wort „Vagina“ enthielt, von drei Sendern abgelehnt. Als man die Schauspielerin stattdessen „Untenrum“ sagen ließ, wollten ihn immer noch zwei der Sender nicht zeigen.

8 Kommentare

  1.   Ludwig

    Kotex ist aber auch kein besonders smarter Name für einen Tamponhersteller, besonders nicht im deutschsprachigen Raum.


  2. Komisch, dabei sagt man den amerikanischen Medien doch immer so viel Blutrünstigkeit nach. Alles Show.
    Wie war das eigentlich da, wo es keine Werbung gab ?
    Im roten Reich der Gesellschaftsverplanung und der always ultra Gleichheit der Geschlechter, hatten da Männer auch eine Periode ?
    Nein, ganz ernst, wer hatte die Planung zur Abhilfe der monatlichen Planstörung sowie geimbiologisch bedingten Textilverunreinigung in Händen. Gab es da ein Hygieneamt ?

  3.   Lotte

    Ohoh: Drei und dann immerhin noch zwei ganze amerkanische Sender haben den Werbespot abgelehnt. Ich bin entsetzt — über so wenig Prüderie?

  4.   Punainen

    Haha, ich finde dieses romantische Binden/Tampongeschwafel auch dämlich. Aber: Welche Farbe sollte man sonst nehmen?
    Gelb sieht nach Inkontinenz aus,
    Grün nach gestresstem Fruchtwasser,
    Pink wäre auch nicht gerade unalbern…
    Möchte man wirklich eine dickflüssige, bräunlich-rote Farbe in einem Werbespot sehebn?
    Das würde mich jedenfalls nicht mehr überzeugen als die Ersatzflüssigkeit 😉

    Das Gerede von Sicherheit ist allerdings wirklich lustig. Aber man könnte eine Binde oder einen Tampon vielleicht wirklich als Waffe benutzen. Einfach dem Angreifer einen Tampon (unbenutzt!) an die Stirn halten. Falls er nicht pariert, je einen Tampon in die Nasenlöcher und dann mit einer Nachtbinde den Mund verkleben. Schon lässt der Typ von Ihnen ab…
    Höhö. Ok. Dummer Scherz.

    Am besten fand ich immer die OB-Werbung, wo der Tampon die Regel dort auffängt, wo sie passiert: In der Hand von der Frau im Spot…

  5.   abeillle

    HACH, dieses Video tut richtig gut bei all den unsäglich absurden Binden- und Tamponwerbungen, die mensch über sich ergehen lassen muss…

    @Punainen: Ja, die Monatsblutung in der Hand war schon was… oh je…

    Wenn man jedoch davon ausgeht, dass die Werbespots etwas darüber aussagen, welche noch so absurden Produkte die Verbraucherinnen und Verbraucher sich generell so aufschwatzen lassen (obwohl sie vorher gar nicht wussten, dass sie sowas UUUUNBEDINGT brauchen), bin ich fast noch erleichtert, dass wir noch nicht zu 100% (sondern nur zu 99%) verdummt sind: Man erinnere sich an den Versuch, schwarze (!!) Binden und Slipeinlagen zu vermarkten… scheint aber fehlgeschlagen zu sein, hab sie nie mehr im Supermarkt gesehen. Dafür haben wir jetzt die ultimativen Tampons mit geschwungenen Rillen sowie Flexiform-Slipeinlagen, die auch auf Strings passen… (da Strings ja, wie jeder weiß, außerordentlich bequem und insbesondere während der Monatsblutung superpraktisch sind.)

    Wie sagte ein deutscher Komiker so schön und richtig? „Und wenn es Mode wär zu färben sich den Bauch – sie täten’s auch, sie täten’s auch!“

  6.   Tony

    Ohman diese prüden Ammis -.-

  7.   Chili

    Zu abeilles

    „Dafür haben wir jetzt die ultimativen […] Flexiform-Slipeinlagen, die auch auf Strings passen… (da Strings ja, wie jeder weiß, außerordentlich bequem und insbesondere während der Monatsblutung superpraktisch sind.)“

    muss ich doch als Benutzerin dieser Dinge mal was sagen: Ich trage sehr selten Strings, nur wenn ich vermeiden möchte, dass sich der Bund abzeichnet. Bei manch einer Frau fließen manchmal noch andere Dinge als Blut, außerhalb der Menses. Und die will man auch nicht immer den ganzen Abend im Höschen haben. Auch Strings nicht, erst recht nicht beim Tanzen oder im Restaurant oder ähnlichem.

    Zum Thema: Sehr erfrischender Werbespot. Schade, dass das noch nicht in Deutschland angekommen ist.

  8.   Petra Füchsel

    was hab ich mich immer über die rosanen Tamponverpackungen aufgeregt. Ich hab schlechte Laune, Bauchweh und alles ist doof und was lacht mich an? So ne rosa schachtel mit weißer Feder drauf. Oder ne hellblaue. Sowas von albern. Das mag ich ja nicht mal, wenn ich gut drauf bin.

    Aber wenn das so weitergeht muss ich die irgendwann nciht mehr selbst umgestallten (War mal echt kreativ und hab sie schwarz beklebt, mit roten Vampir, der anstadt beißzähne Tampons hatte, hab das ganze dann „blutsauger“ genannt 🙂 )

    yay!

 

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