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Mit Keith machste Schotter

 

Die Helden der Rockgeschichte sitzen nicht mehr im Studio, sondern vorm Computer: Memoiren aufschreiben! Keith Richards hat vorgemacht, wie gut das funktionieren kann.

© Dave Hogan/Getty Images

Der gealterte Rockstar im 21. Jahrhundert hat schwer mit den Spätfolgen des Drogenkonsums zu kämpfen. Wer heute noch Geld verdienen will, muss vorzeigbar sein, auch wenn damals in den heißen Jahren das Gegenteil als Maxime galt.

Sind Körper und Geist in shape, klappt’s auch mit der Rente. Fingerübungen sind angesagt: Erstens steht im Spätsommer die einhundertdrölfste Re-Reunion-Tour mit dem Rest der Gang an und zweitens müssen schnell die Memoiren zu Papier gebracht werden! Wenn schon keiner mehr die Musik hören will – an den Geschichten aus den goldenen Zeiten der Musikbranche wärmen alle gern ihr Herz.

Knitter-Keith hat im vergangenen Jahr vorgemacht, wie es geht. Mehr als sieben Millionen US-Dollar hat er mit seiner Autobiografie verdient, wie die New York Times berichtet. Die Verleger seien ganz wild auf alte Rocker, die ihre noch verbliebenen Erinnerungen aufschreiben wollten. Patti Smith, Ozzy Osbourne, Steven Tyler – sie alle feierten kürzlich große Erfolge auf dem Buchmarkt. Im kommenden Jahr folgen ihnen Billy Idol und Gregg Allman.

„Offenbar sitzt die gesamte Rock’n’Roll Hall of Fame gerade vor dem Computer“, sagt der amerikanische Literaturagent David Hirshey im Artikel. Elton John, Paul McCartney, Bruce Springsteen oder David Bowie haben sich allerdings noch nicht dazu durchgerungen, die schwarz-weiße gegen die QWERTY-Tastatur zu tauschen. Sie kennen wohl den Spruch: Wer sich an die Siebziger erinnern kann, der war nicht dabei.


9 Kommentare

  1.   mickz

    Es ist Sommer – und die ZEIT weiss auch nicht mehr, wie sie ihre Seiten vollkriegen soll.

    Das, was hier bemängelt wird, ist wohl allemal besser als dieser völlig überflüssige Artikel.

  2.   Shape

    Nur kein Neid, Frau Sowieso.

  3.   Hans-Werner Rust

    nun ja, auf jedenfall besser zu lesen als die fernsehsch…. zu sehen.
    es ist auch war, das die zeit das niveau der 8zieger und neunzieger
    verschrieben hat und doch denke ich das ihre leser nicht die sind die die bz lesen, aber bei vielen ist die gleiche intoleranz festzustellen,
    schade eigentlich.
    auch ich bin intolerant von CSUbis rechtsaussen, die sind nicht zu tolerieren,so ist das wenn „der kleinBuerger“ auf „grossbuerger“ machen
    will.
    hansito

  4.   Werner Berghofer

    „Wer heute noch Geld verdienen will, muss vorzeigbar sein, auch wenn damals in den heißen Jahren das Gegenteil als Maxime galt.“

    Rockstars mussten schon immer vorzeigbar sein, um wahrgenommen zu werden. Wie kommt Rabea Weihser auf die Idee, daß das jemals anders gewesen sein könnte?

  5.   Mojo

    Hab den Wälzer von Keith bei mir liegen, nach 50 Seiten wurde es so langweilig, dass ich ihn weggelegt habe. Die deren Biografien interessant zu lesen wäre sind alle jung gestorben.

  6.   Rabea Weihser

    @Werner Berghofer: Ich meinte damit, dass Rockstars in den Hochzeiten, den Sechzigern und Siebzigern, Eskapaden zur Imagebildung nutzen konnten, für die viele ihrer jüngeren Kollegen heute in den Medien zerrissen würden. Echte Unangepasstheit verkauft sich nicht mehr so gut.

  7.   halben

    Zumindestens ist die Überschrift gelungen….

    …und das man mit Memoiren richtig viel Schotter machen kann,weiß nicht nur der Keith sondern wusste auch schon der $ Cash $

  8.   jazzer

    Mein Gott, die Rechtschreibung!!! Das und daß! Man hält’s nicht aus!

  9.   Rainer Kraus

    Ich habe das Hörbuch, vorgelesen u.a. von Johnny Depp. Ich habe jede CD mindestens 3x gehört und auf langen Autofahrten genossen. Die alten Songs höre ich jetzt teilweise mit „anderen“ Ohren

 

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