Es kommt ja selten vor, dass gleich drei Frauen einer Familie synchron schwanger sind. Diese Situation trat bei uns 1999 ein und wurde von mir auf dem linken Foto dokumentiert. Das rechte Bild zeigt die Beteiligten (und die Insassen der Bäuche) 16 Jahre später.
Am Ende unseres Abendgebetes frage ich meine Tochter (drei Jahre): »Für wen möchtest du noch beten?« Sonst kommt an dieser Stelle meist »für Oma und Opa« oder »für meine Cousine«, doch diesmal nicht: »Darth Vader«, sagt sie, »der soll auch gut schlafen.«
Auf dem alten Göttinger Stadtfriedhof steht diese Zierkirschen-Allee, die zu einem Brunnen führt. Das steinerne Denkmal in seiner Mitte zeigt die drei Nornen (Schicksalsfrauen), die den Lebensfaden in Händen halten und schließlich abschneiden. Im Frühling erblüht diese Allee jedes Jahr aufs Neue und setzt damit zu dem grauen Denkmal einen farbigen Kontrapunkt, der erwachendes Leben und damit Hoffnung symbolisiert.
Im Schwarzwald traf ich an einem Bach auf drei junge Frauen. Sie stellten sich ans plätschernde Wasser und sangen Schuberts Forellenlied: »An einem Bächlein helle.«
Hans Jürgen Schmidt, Germersheim, Rheinland-Pfalz
Ein Schmierzettel. Vor dem Wegwerfen schnell noch ein Fantasiekonterfei auf die unbeschriebene Rückseite gekritzelt. Irgendwie ähnelt es dem Gesicht Heinrich Heines. Hat das vielleicht mit dem Frühlingsgedicht zu tun, das ich kürzlich von ihm gelesen habe?
Eine E-Mail von einem hundertjährigen Freund, der sich vor ein paar Monaten einen Tablet-Computer gekauft hat und neulich fragte: »Sag, bist du bei Whats-App?«
Das Lachen, Gekreisch und Geplapper aus dem Garten der benachbarten Kita. Wie viel Lebensfreude doch in diesen kleinen Menschen steckt! Interessant auch, den Diskussionen der »Fachleute« zu lauschen: über Müllautos, Straßenkehrmaschinen, Umzugswagen oder ein Feuerwehrfahrzeug draußen auf der Straße. Punkt 11 Uhr ist allerdings Ruhe, da geht’s zum Mittagessen.