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Merkel drückt sich

 

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Mehr als 3000 Fragen an die Spitzenkandidaten haben Internetnutzer in den vergangenen Wochen auf der Website „Erst fragen, dann wählen“ eingereicht – einem Gemeinschaftsprojekt von ZEIT ONLINE, dem ZDF und der VZ-Gruppe (das heißt StudiVZ und meinVZ, die wie ZEIT ONLINE zur Holtzbrinck-Gruppe gehören). Am 19. und 20. September werden die Fragen, die von den den Nutzern als am wichtigsten bewertet wurden (noch kann man abstimmen), den Spitzenkandidaten der sechs Bundestagsparteien zur Beantwortung vorgelegt – live im Fernsehen (Samstag, 13 Uhr und Sonntag, 16 Uhr im ZDFinfokanal; die Höhepunkte werden Sonntagabend um 23.25 Uhr im ZDF gezeigt).

Alle Spitzenkandidaten haben die Einlandung in diese ungewöhnliche Sendung angenommen – außer eine: Angela Merkel. Offenbar ist die CDU-Chefin fest entschlossen, bis zur Wahl jeder direkten Konfrontation mit ihren Konkurrenten aus dem Weg zu gehen. Denn nicht nur die Aktion „Erst fragen, dann wählen“ wird – höchstwahrscheinlich – ohne Merkel stattfinden. Zuvor hatte die Kanzlerin schon zwei Elefantenrunden in der ARD und eine weitere im ZDF platzen lassen (wobei SPD-Kandidat Steinmeier die ARD-Runde noch vor Merkel abgesagt haben soll.) Beide Sendungen wurden gleich ganz aus dem Programm genommen.

Bild 2Das wird mit „Erst fragen, dann wählen“ nicht passieren – die Sendung wird in jedem Fall ausgestrahlt, notfalls bleibt der CDU-Stuhl eben leer. Vielleicht hilft ja aber auch die neueste Aktion auf den VZ-Netzwerken, die Kanzlerin umzustimmen (siehe Screenshot): Seit gestern können StudiVZ/meinVZ-User Merkel per Mausklick dazu auffordern, doch noch zu erscheinen. Ob sie sich überzeugen lässt? Schau‘ mer mal.

14 Kommentare

  1.   Bernhard Nowak

    Frau Merkel ist nur an Machterwerb und Machterhalt interessiert. Sie mag sympathisch wirken, inhaltlich kommt da nichts, aber auch gar nichts rüber. Und das hat der Wähler beim ersten TV-„Duell“ mit Steinmeier gemerkt. Man mag über Steinmeiers Deutschlandplan kontrovers diskutieren, aber er hat zumindest ein Konzept vorgelegt. Von Merkel kam – nichts, nur Sprechblasen. Aber in gewisser Weise hat sie sich „entlarvt“.

  2.   Scampi

    Einerseits ehrt es ja Frau Merkel, dass sie nicht penetrant die Öffentlichkeit sucht, da man ja annehmen könnte, sie arbeite lieber seriös an Plänen für die Zukunft und der nächsten G8-Runde.
    Andererseits kann man auch annehmen, dass sie der Öffentlichkeit eben jene Pläne lieber nicht präsentieren möchte, da sie den Wahlsieg kosten könnten.
    Meine Stimme jedenfalls kostet es nicht-die bekommt sie nämlich sowieso nicht.

  3.   Erik

    Ein Artikel zum Thema, der interessante fragen aufwirft findet sich hier: http://www.bleib-passiv.de/beitraege/artikel/99-kampfabsage.html


  4. Das Verhalten der Bundeskanzlerin macht einen schlechten Eindruck. Man könnte fast denken, sie befürchtet mehr Stimmen durch ihren Auftritt zu verlieren, als durch das Fernbleiben.
    Sie kann es sich wahrscheinlich leisten.


  5. MERKEL drückt sich auch beim Abgeordneten-Watching

    Jeder-mann/frau kann im WEB die 35ste Frage an Frau Merkel lesen, die über abgeordnetenwatch.de an sie von mir gestellt worden ist; 54 Fragen wurden bis zum 19.09. an sie gestellt; keine Antwort wurde gegeben. Meine Frage lautet zum Thema „Bildung und Kultur“:

    Sehr geehrte Frau Dr. Merkel:

    Nur die Unionsparteien seien momentan gegen eine Grundgesetz-Verankerung Kultur als Staatsziel. Ermittelt hat dies der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände. In Berlin wurden die Antworten der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien auf seine Fragen zur Bundestagswahl 2009 vorgestellt. Fragen zu den kulturpolitischen Vorhaben und Planungen der Politiker. Alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien hätten die Fragen mit (angeblich) großer Ernsthaftigkeit und Sachkenntnis beantwortet, liest man. Deutschlandradio Kultur stellte fest, dass die Kultur heute im Wahlkampf bisher „überhaupt keine Rolle gespielt hat, auch in den Reden der Spitzenpolitiker Kultur selten bis gar nicht vorkommt“. Dass in der nächsten Legislaturperiode das Staatsziel Kultur im Grundgesetz verankert wird, wolle nur die Union nicht. Fragen: Sind sie dafür, dass man ein eigenes Bundeskultur-Ministerium schafft? Sollte Bernd NEUMANN (CDU) sein Amt verlieren? Was haben Sie persönlich kulturpolitisch geplant? Ich erwarte eine documenta-Reform in Hessen. Wie kann die FDP – mit Dr. Westerwelle, möglicher Koalitionspartner – Sie persönlich samt CDU/CSU davon überzeugen, dass Kultur als Staatsziel ins GG gehört?
    Schöne Grüße
    Werner Hahn

  6.   azra

    Frau Merkel weigert sich jungen Mensche Rede und Antwort zu stellen das sagt mehr als tausend Worte!

  7.   von Kersten

    Frau Merkel ist wirklich nur an persönlichem Machterhalt interessiert.
    Aus ihrem Mund kommen nur noch Allgemeinplätze und Sprechblasen.

    Von ALLEN Spitzenpolitikern das am wenigsten Konkrete!

  8.   von Kersten

    Ergänzung:

    Ich war CDU- (und damit Merkel- ) Wähler.
    Diesmal, und wohl auch in Zukunft, nicht mehr.
    Dto. alle meine Bekannten und Freunde.

  9.   dfsfsdfsdf

    Also dass sich Frau Merkel nicht für diesen VZ-Mist hergibt, spricht eher für Sie (sonst allerdings nicht viel).

    Dass Holtzbrinck versucht die VZs nach der Firmenübernahme irgendwie aufzuwerten ist zwar nachvollziehbar, aber dass die ZEIT-Webseite dann missbraucht wird, um an den Personen, die sich dabei verweigern, Rache zu nehmen (anders ist dieser Blog-Eintrag nicht zu deuten), entspricht nicht gerade dem seriösen Bild, das ich bisher von der ZEIT hatte.

  10.   wahlwecker

    Nur nochmal zur Erinnerung:

    Merkel hat das Ende der Demokratie eingeläutet:

    „Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf
    Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.“
    (OriginalZitat A. Merkel CDU)

    … als Zugabe hat Westerwelle (FDP) heute auch
    noch absolut allem Sozialen abgesagt!

    … da wird Deutschland was erleben!!!

    Informiert Euch einfach mal z.B. über google.de
    gebt einfach mal
    „Merkel Stasi Umfeld“
    oder
    „Merkel Demokratie“
    ein
    und dann sucht mal wieviel Stasi sie um sich
    integriert hat und, und, und …

    Was soll’s, ich werde sowieso gewählt???
    Mich lieben och alle, alle Menschen???
    Ich bin die mächtigste Frau der Welt (s.Bild)???

    … über 500 000 Jugentliche haben sich
    für Fragen an Frau Merkel angemeldet – wer kam nicht?
    Merkel (Mein ist das Reich und die Kraft …)

    WACHT AUF!

 

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