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Hurensöhne bei Karstadt

 

Man eiert so durch die Gegend und wird vom allgemeinen Fußgängerstrom in die Karstadt-Filiale am Herrmannplatz gespült. Im Foyer, zwischen den Doppelglastüren, steht ein Promotion-Stand für eine Billig-Telefonfirma, betreut von einem sehr gut gekleideten und schnittigen Araber Anfang zwanzig. In perfektem Deutsch spricht er mich an und versorgt mich mit einem Prospekt. Ich mache meinen Einkauf bei Karstadt, gehe wieder heraus – und sehe vor dem Karstadt, wild auf und ab laufend, jenen Araber in sein Handy fluchen: „DU ARSCHLOCH! DU HURENSOHN! WENN DU NISCH BEZAHLST SCHLAG ISCH DISCH FRESSE EIN UND ZIEH DISCH VON HASENHEIDE BIS HERRMANNPLATZ AN DEINE EIER DU VERFICKTER HURENSOHN“.

Wenig später verteilte er wieder höflich lächelnd Prospekte. Die Wandlungsfähigkeit der Menschen ist immer wieder erstaunlich.

14 Kommentare


  1. Aah, Hermannplatz wie wir ihn lieben!

  2.   bov

    von hasenheide bis hermannplatz ist ja nicht so weit.


  3. trotzdem – auch eine solche kurzstrecke möchte ich ungern an meinen testikeln als sollbruchstelle transportiert werden.

  4.   till

    „Hurensohn“ scheint mir ein Lieblingsschimpfwort in Neukölln zu sein. Hör‘ ich dort auf der Straße so oft wie nirgendwo anders in Berlin.


  5. @ till: Sie scheinen nicht viel rum zu kommen.

  6.   Claudia Rot

    tja das nennt man Multikultur…

  7.   nic

    hatte ich noch nicht, mich wollte nur einer mit einem säbel lynchen nur weil ich ein foto von einem hatte wie er da schön ihn seiner obstbude steht. Der Typ war nicht zu sehen auf dem Bild ist mir aber gleich hinterher.

  8.   Andra

    Lustig wird es wenn sich zwei geschwister so beschimpfen. auch schon erlebt. das wort ist übrigens auch in wien gerade in

  9.   Rosi

    auch promoter sind nur menschen

  10.   Karina

    Wie hat die Welt sich verändert ! Schade ! Nicht nur der ehenmals schöne Hermannplatz.
    Karina

 

Kommentare sind geschlossen.