Felix Lee über Roten Kapitalismus und chinesische Online-Phänomene
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Umwelt

Der große Wassertransfer

Von 15. Dezember 2014 um 16:48 Uhr

Der Gedanke mag vielleicht erst einmal bestechend klingen: Der gesamte Norden Chinas leidet die meiste Zeit im Jahr unter extremer Trockenheit. Weite Teile Südchinas hingegen werden jedes Jahr durch Regen mehrfach überschwemmt. Daher hatte schon Staatsgründer Mao Zedong Anfang der 1950er Jahre die Idee, einen gigantischen Kanal zu bauen, der das viele Wasser vom Süden in den Norden leitet. Mehr als ein halbes Jahrhundert später wird es nun konkret. Weiter…

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Chinas Kampf gegen die Mücke

Von 18. November 2014 um 08:50 Uhr

Derzeit ist viel von Ebola die Rede – auch in China. So warnen chinesische Behörden in den Staatsmedien vor Reisen nach West- und Zentralafrika. Und obwohl die staatliche Gesundheitsbehörde bislang nicht einen einzigen Ebola-Fall im Land verzeichnet hat, wird in Peking in Aufzügen und U-Bahn-Stationen großflächig mit Plakaten über die Symptome dieser Seuche informiert. Über eine andere, ebenfalls lebensgefährliche Krankheit wird dagegen viel weniger berichtet. Das Denguefieber, das sich längst über den gesamten Süden Chinas ausgebreitet hat. Weiter…

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China und die USA bleiben die größten Klimakiller

Von 12. November 2014 um 17:35 Uhr

Die internationalen Klimaverhandlungen kommen seit Jahren kaum voran. Zwar haben sich die EU-Staaten vor Kurzem dazu durchgerungen, ihre Emissionen von Treibhausgas bis 2030 um mindestens 40 Prozent unter das Niveau von 1990 zu drücken. Sie hätten zwar mehr tun können, aber im Vergleich zu anderen Ländern ist das Ziel der EU sehr ambitioniert. Solange aber die beiden größten Klimasünder China und die USA mauern, bleibt das Ziel eine Illusion, die globale Erwärmung bis 2100 auf zwei Grad zu begrenzen.

Mit den nun am Mittwoch zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping am Rande des Apec-Gipfels in Peking überraschend formulierten neuen Zielen könnten China und die USA den internationalen Klimaverhandlungen zu neuem Schwung verhelfen. Das ist ein Grund zur Freude, aber viel mehr ist es leider nicht. Weiter…

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Umhüllt von Dieselruß

Von 30. Oktober 2014 um 10:03 Uhr

Peking war fast den gesamten Oktober mal wieder unter einer dichten Nebeldecke verhüllt. Dieser regelmäßig wiederkehrende Smog ist unter anderem der ungünstigen geografischen Lage der chinesischen Hauptstadt geschuldet. Umringt im Norden und Westen von hohen Bergen bleibt bei Windstille und Inversionswetterlage der Feinstaub der umliegenden Industrieanlagen sowie der Ozon, das Schwefeldioxid und die Stickoxide aus den Autoabgasen im Stadtgebiet hängen. Das giftige Gemisch dringt dann durch jede Fensterritze.

Noch schlimmer ist es in den zentralchinesischen Industriestädten wie Shijiazhuang, Xi’an oder Zhengzhou. Wegen der vielen umliegenden Kohlekraftwerke sehen die Menschen in diesen Regionen inzwischen die meiste Zeit des Jahres keinen blauen Himmel mehr. In den chinesischen Küstenstädten wie Shanghai, Shenzhen oder Ningbo hingegen müsste die Luft aufgrund der frischen Meeresbrise sehr viel besser sein. Doch dem ist nicht so. Auch die Küstenmetropolen sind an vielen Tagen im Jahr verpestet. Schuld hat der wachsende Schiffsverkehr. Weiter…

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Pekings Aufruf zum autofreien Tag blieb ungehört

Von 23. September 2014 um 12:13 Uhr

Der Wille war da. Schon Tage vorher hatte Pekings Stadtregierung in Fernsehwerbespots und auf großflächigen Plakaten die Einwohner gebeten, am Montag ihre Autos stehen zu lassen und auf Busse, U-Bahnen und Fahrräder umzusteigen. Der Aufruf verhallte quasi ungehört. Am Montagmorgen war es zur Stoßzeit gegen halb neun auf Pekings Straßen wieder so voll wie eh und je – mit Autos versteht sich. Weiter…

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China ist scharf auf deutsche Energie-Technologie

Von 22. April 2014 um 13:35 Uhr

Die Bundesregierung genießt in China schon seit Längerem einen exzellenten Ruf. Doch selten war das Interesse der chinesischen Regierung an Berlin so groß wie derzeit. Deshalb wird Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bei seinem Kurzbesuch in Peking auf chinesischer Seite nicht nur von einem Amtskollegen gleichen Ranges empfangen wie es das Protokoll vorsieht. Chinas Premierminister Li Keqiang höchstpersönlich hat den Bundesminister am Dienstag zu einem einstündigen Gespräch empfangen. Der Grund: Chinas Führung ist scharf auf die deutsche Energie-Technologie. Weiter…

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Auch China setzt auf Fracking

Von 4. April 2014 um 10:41 Uhr

Fracking war in China bislang nicht wirklich ein Thema. Zwar vermuten Geologen seit einiger Zeit, dass auf chinesischem Boden mehr Reserven an Gas und Öl in Schiefer und Sand stecken als in Kanada und den USA zusammen. Die chinesische Führung hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2015 mehr als 6,5 Milliarden Kubikmeter Schiefergas gefördert werden soll. Doch passiert ist bislang wenig.

Es fehlt einfach an technischem Wissen, an der nötigen Infrastruktur und vor allem an Wasser. Zumindest die ersten beiden Punkte könnten aber schon sehr bald gelöst sein. Weiter…

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Chinas grüner Premierminister

Von 6. März 2014 um 12:04 Uhr

Einen grünen Premierminister? Das hat es in China noch nicht gegeben. Und wenn man den amtierenden Ministerpräsidenten Li Keqiang fragen würde, ob er ein Öko sei, würde man ihn allenfalls verlegen machen. Er selbst würde sich sicher nicht so bezeichnen.

Und doch wird die chinesische Regierung derzeit von einem Mann geführt, der wie keiner vor ihm zuvor den Umweltschutz in den Mittelpunkt rückt. Weiter…

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Smog in China – wenig Chancen auf Besserung

Von 3. März 2014 um 08:44 Uhr

An drei Tagen schien in Peking die Sonne. Doch am Wochenende haben sich wieder die dichten Nebelschwaden über die 20-Millionen-Stadt gelegt, die bereits in der vergangenen Woche den Pekingern sieben Tage lang mit extrem hohen Feinstaubwerten den Atem geraubt haben. Der Smog ist wieder da.

Das chinesische Umweltministerium hatte bereits Anfang Januar sämtliche Provinzen und Stadtverwaltungen angewiesen, die Luftverschmutzung deutlich zu senken. Bis 2017 müssen sie den Feinstaubgehalt in der Luft zwischen fünf und 22 Prozent reduzieren. Die Stadt Peking etwa soll die Feinstaubbelastung jährlich um ein Viertel senken, die weniger vom Smog betroffene Wirtschaftsmetropole Shanghai um ein Fünftel. Sollten die Städte und Provinzen diese Vorgaben nicht erfüllen, müssen die Verantwortlichen mit harten Strafen rechnen, kündigte die Zentralregierung an.

Nun haben Ökonomen nachgerechnet und kommen zum Ergebnis, dass China selbst mit großer Anstrengung die selbst gesteckten Ziele nicht erreichen wird. Weiter…

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Selbst Hunde tragen Atemmasken

Von 25. Februar 2014 um 05:48 Uhr
Hochhäuser sind in Peking derzeit nur in Facetten zu erkennen. FOTO: FELIX LEE

Hochhäuser sind in Peking derzeit als Schemen zu erkennen. FOTO: Felix Lee

Peking verblasst im Smog. Wenn ich aus meinem Fenster schaue, kann ich die Fassaden der gerade einmal 100 Meter entfernten Hochhäuser kaum mehr erkennen. Seit einer Woche hängen dicke, rußige Nebelschwaden in der Luft. Die Luftmessungen der US-Botschaft hier vor Ort ergaben Werte von über 500 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter. Die Weltgesundheitsorganisation hält alles über 30 Mikrogramm für gesundheitsgefährdend.

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