Felix Lee über Roten Kapitalismus und chinesische Online-Phänomene
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Umwelt

China ist scharf auf deutsche Energie-Technologie

Von 22. April 2014 um 13:35 Uhr

Die Bundesregierung genießt in China schon seit Längerem einen exzellenten Ruf. Doch selten war das Interesse der chinesischen Regierung an Berlin so groß wie derzeit. Deshalb wird Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bei seinem Kurzbesuch in Peking auf chinesischer Seite nicht nur von einem Amtskollegen gleichen Ranges empfangen wie es das Protokoll vorsieht. Chinas Premierminister Li Keqiang höchstpersönlich hat den Bundesminister am Dienstag zu einem einstündigen Gespräch empfangen. Der Grund: Chinas Führung ist scharf auf die deutsche Energie-Technologie. Weiter…

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Auch China setzt auf Fracking

Von 4. April 2014 um 10:41 Uhr

Fracking war in China bislang nicht wirklich ein Thema. Zwar vermuten Geologen seit einiger Zeit, dass auf chinesischem Boden mehr Reserven an Gas und Öl in Schiefer und Sand stecken als in Kanada und den USA zusammen. Die chinesische Führung hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2015 mehr als 6,5 Milliarden Kubikmeter Schiefergas gefördert werden soll. Doch passiert ist bislang wenig.

Es fehlt einfach an technischem Wissen, an der nötigen Infrastruktur und vor allem an Wasser. Zumindest die ersten beiden Punkte könnten aber schon sehr bald gelöst sein. Weiter…

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Chinas grüner Premierminister

Von 6. März 2014 um 12:04 Uhr

Einen grünen Premierminister? Das hat es in China noch nicht gegeben. Und wenn man den amtierenden Ministerpräsidenten Li Keqiang fragen würde, ob er ein Öko sei, würde man ihn allenfalls verlegen machen. Er selbst würde sich sicher nicht so bezeichnen.

Und doch wird die chinesische Regierung derzeit von einem Mann geführt, der wie keiner vor ihm zuvor den Umweltschutz in den Mittelpunkt rückt. Weiter…

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Smog in China – wenig Chancen auf Besserung

Von 3. März 2014 um 08:44 Uhr

An drei Tagen schien in Peking die Sonne. Doch am Wochenende haben sich wieder die dichten Nebelschwaden über die 20-Millionen-Stadt gelegt, die bereits in der vergangenen Woche den Pekingern sieben Tage lang mit extrem hohen Feinstaubwerten den Atem geraubt haben. Der Smog ist wieder da.

Das chinesische Umweltministerium hatte bereits Anfang Januar sämtliche Provinzen und Stadtverwaltungen angewiesen, die Luftverschmutzung deutlich zu senken. Bis 2017 müssen sie den Feinstaubgehalt in der Luft zwischen fünf und 22 Prozent reduzieren. Die Stadt Peking etwa soll die Feinstaubbelastung jährlich um ein Viertel senken, die weniger vom Smog betroffene Wirtschaftsmetropole Shanghai um ein Fünftel. Sollten die Städte und Provinzen diese Vorgaben nicht erfüllen, müssen die Verantwortlichen mit harten Strafen rechnen, kündigte die Zentralregierung an.

Nun haben Ökonomen nachgerechnet und kommen zum Ergebnis, dass China selbst mit großer Anstrengung die selbst gesteckten Ziele nicht erreichen wird. Weiter…

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Selbst Hunde tragen Atemmasken

Von 25. Februar 2014 um 05:48 Uhr
Hochhäuser sind in Peking derzeit nur in Facetten zu erkennen. FOTO: FELIX LEE

Hochhäuser sind in Peking derzeit als Schemen zu erkennen. FOTO: Felix Lee

Peking verblasst im Smog. Wenn ich aus meinem Fenster schaue, kann ich die Fassaden der gerade einmal 100 Meter entfernten Hochhäuser kaum mehr erkennen. Seit einer Woche hängen dicke, rußige Nebelschwaden in der Luft. Die Luftmessungen der US-Botschaft hier vor Ort ergaben Werte von über 500 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter. Die Weltgesundheitsorganisation hält alles über 30 Mikrogramm für gesundheitsgefährdend.

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Chinas Staatsmedien reden den Smog schön

Von 10. Dezember 2013 um 16:25 Uhr

Chinesen sagen westlichen Medien gerne nach, sie würden stets das Haar in der Suppe suchen. Die Berichterstattung erscheint ihnen oft zu kritisch, zu negativ. In China ist es umgekehrt: Die chinesischen Staatsmedien sind dazu angehalten, aus jedem Ereignis eine positive Erkenntnis zu ziehen. Ihren Auftrag haben sie in diesen Tagen mal wieder mehr als erfüllt.

Am vergangenen Wochenende versank eine Reihe von chinesischen Großstädten zum wiederholten Mal unter einer dichten Smogdecke. Die Feinstaubwerte in der Luft lagen vielerorts bei dem 30- und 40-fachen des Grenzwerts, den die Weltgesundheitsorganisation für unbedenklich hält. In einigen Städten war die Sicht so schlecht, dass Flüge gestrichen und Schulen geschlossen werden mussten. Die Zahl der Menschen mit Atemwegserkrankungen stieg in Shanghai, Nanjing und Peking. Trotz der “Airpokalypse” fanden die regierungseigenen Zeitungen und Sendern dennoch jede Menge Gründe, dem Smog auch etwas Positives abzuringen. Weiter…

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Die Autobranche kommt in China zu gut davon

Von 17. September 2013 um 11:05 Uhr

Der Schrecken vieler Pekinger sitzt noch immer tief. Anfang des Jahres hatte die Luftverschmutzung in der chinesischen Hauptstadt neue Spitzenwerte von 800 Mikrogramm Feinstaub (Partikelgröße 2,5 Mikrometer) pro Kubikmeter Luft und mehr erreicht. Dabei warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits ab Werten von 30 Mikrogramm vor gesundheitlichen Folgen. Peking und eine Reihe weiterer chinesischer Millionenstädte verschwanden zeitweise über mehrere Wochen hinweg unter einer dichten Smogdecke.

Nun wird die chinesische Regierung im Kampf gegen die dramatische Luftverschmutzung aktiv. Sie hat vergangene Woche einen Aktionsplan verabschiedet, mit dem Ziel, den hohen Feinstaubgehalt bis 2017 um mindestens 30 Prozent zu verringern. So soll der Anteil von Kohle an der im ganzen Land verbrauchten Energie von 70 Prozent um fünf Prozentpunkte sinken.

Besonders betroffen sind Industrieanlagen, die älter als 20 Jahre sind. So sehr sich die chinesische Führung aber darum bemüht, dieser Luftverschmutzung Herr zu werden, und gegen Energiewirtschaft und Industrie entschlossen vorgeht: Die Automobilindustrie bleibt weitgehend verschont. Weiter…

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Europäer flüchten vor schlechter Luft in China

Von 2. August 2013 um 16:13 Uhr
Fußgänger mit Atemmaske in Haozhou, Provinz Anhui © STR/AFP/Getty Images

Fußgänger mit Atemmaske in Haozhou, Provinz Anhui © STR/AFP/Getty Images

 

 

 

 

 

 

 

 

Wegen Smog und Umweltbelastungen in China wollen offenbar die ersten Europäer aus China wegziehen, zeigt eine Umfrage des Stellenportals SinoJobs. Danach erwägt fast die Hälfte der in China arbeitenden Europäer, wegen des Smogs den Aufenthalt zu verkürzen. 13 Prozent der Befragten planten einen Umzug in eine andere Region in China. 42 Prozent der Befragten gaben an, dass sich die Luftverschmutzung nicht auf ihre Arbeits- und Lebensplanung auswirke. Insgesamt nahmen rund 2.400 Nutzer an der Onlineumfrage teil.

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China wird weltgrößte Atomkraftnation

Von 26. Juli 2013 um 11:54 Uhr

Es war ein Irrglaube. Er sorgte dafür, dass Chinas Pläne zum Ausbau der Atomkraft für einen kurzen Moment ins Wanken gerieten. Im März 2011, kurz nach dem Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima, war Salz in chinesischen Supermärkten ausverkauft. Die Chinesen meinten, man könne sich mit dem erhofften Jod im Salz vor radioaktiver Strahlung schützen.

Die Panikkäufe machten der chinesischen Regierung klar: Sie kann die Katastrophe von Fukushima im Nachbarland nicht einfach ignorieren. Wie die meisten Länder legte China deshalb den Bau all seiner vorgesehenen Atomkraftwerke für kurze Zeit auf Eis.

Heute ist von dieser Vorsicht nichts mehr übrig. Bereits im vergangenen Jahr hat die chinesische Regierung den Baustopp aufgehoben. Mitte Februar ging mit Hongyanhe in der nordöstlichen Provinz Liaoning der erste neue Meiler ans Netz – und das war erst der Anfang. Weiter…

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Chinas legt radikalen Umweltplan vor

Von 18. Juni 2013 um 09:41 Uhr
Skyline von Hongkong, im Smog © Philippe Lopez/AFP/Getty Images

Skyline von Hongkong, im Smog © Philippe Lopez/AFP/Getty Images

Chinas Führung reagiert endlich auf die schweren Smogprobleme des Landes. Es will bis zum Jahr 2017 den Schadstoffausstoß in der Schwerindustrie um mindestens ein Drittel senken. Das hat die Regierung in einem Zehn-Punkte-Programm Ende vergangener Woche angekündigt. Vor allem die Eisen-, Stahl-, Erdöl- und Zementindustrie müssen mit sehr viel strengeren Vorgaben rechnen. Wenn Unternehmen sich um Lizenzen bewerben, etwa für die Rohstoffförderung, sollen die neuen Umweltauflagen sogar ab sofort gelten.

Der radikale Eingriff ins Wirtschaftsleben ist ein weiterer Schritt der Regierung, die schwere Smogproblematik des Landes in den Griff zu bekommen. Er passt in die aktuelle Stimmung in der Politik.

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