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Vom Pukyrad zum Teenie-Bike

Von 23. April 2014 um 11:40 Uhr
Glückliche Jungs, Oskar (links) und Moritz mit ihren coolen Rädern © overnighter.de

Glückliche Jungs: Oskar (links) und Moritz mit ihren coolen Rädern © overnighter.de

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, heißt es immer. Im Fall von Fahrradfreak und Fachjournalist Gunnar Fehlau trifft das zu. Seine Söhne Moritz (11) und Oskar (12) brauchten neue Räder, und sie wussten genau, was sie wollten: Mountainbikes für den Wald und für den Schulweg. Dass Fehlau nicht vier neue Räder kaufte, versteht sich von selbst.

“Ich wollte Funktion und Sicherheit – die Jungs Coolness und Sport“, erklärt Fehlau die Positionen der Verhandlungspartner. Dass man diese Gegensätze harmonisch zusammenführen kann, wusste er. Schließlich sind in seinem Fuhrpark Rennrad, Mountainbike und Fatbike ebenfalls mit hochwertigen Lichtanlagen und Nabendynamos ausgestattet. Das Problem ist eher der verhältnismäßig hohe Preis für eine qualitativ gute Lösung. Eine solche zu finden, die ebenso chic wie clever die Wünsche seiner Söhne erfüllt, war für den Radfan Ehrensache. Weiter…

Wo man in Kopenhagen an Leihbikes kommt

Von 21. April 2014 um 08:35 Uhr
© Gobike

© GoBike

Kopenhagen hat zwei neue Fahrradverleihsysteme – eines für moderne Pedelecs und eines für aufgearbeitete Fundräder.

Seit Anfang April kann man nun die GoBike-Cityräder mieten. Sie sind mit Tablets ausgerüstet und können auf Wunsch einen Motor zuschalten (mehr dazu hier im Blog). Die Räder sollen mehrere Aufgaben übernehmen: Erstens sollen Touristen mit ihnen die Stadt erradeln, zweitens sollen sie die Mobilitätslücke der Pendler zwischen Bahn und Zielort schließen.

Nach der ersten Woche ist GoBike-Geschäftsführer Torben Aagaard zufrieden. Das Feedback der Kunden sei positiv, sagt er. Die Tablets seien einfach und logisch zu bedienen und das elektrische Fahren mache Spaß. Das war zu erwarten. Jeder, der zum ersten Mal auf einem Pedelec sitzt, steigt mit einem Grinsen wieder ab. Und viele der Dänen, die das GoBike ausprobierten, waren laut Aasgaard erstmals per Pedelec unterwegs. Im Schnitt mieteten sie die Räder für eine Stunde und fuhren etwa fünf Kilometer weit.

Neben dem modernen System gibt es einen weiteren kostenfreien Fahrradverleih, der noch einfacher funktioniert als die Methode von Bikesurfing Berlin. Man muss nur den Zeitraum und die Anzahl der Räder, die man benötigt, auf der Webseite von Copenhagen Free Bike Rental eintragen, Mailadresse und Telefonnummer hinterlassen und erhält dann eine Nachricht, ob die Räder verfügbar sind.

Vier junge Studenten aus Kopenhagen haben Copenhagen Free Bike Rental als Nonprofit-Organisation gegründet. Sie verleihen Fundräder oder recycelte entsorgte Räder, um sie Touristen zur Verfügung zu stellen – entweder kostenlos oder gegen eine Spende. Die Räder werden abends um sechs Uhr an einem festgelegten Standort in der Nähe des Rathauses ausgegeben und auch wieder in Empfang genommen.

Hip, hipper, Bambus

Von 7. April 2014 um 12:17 Uhr
© myBoo

© myBoo

Fahrräder aus dem schnell wachsenden Gras werden immer ein Nischenprodukt bleiben. Doch die Zahl ihrer Anbieter nimmt stetig zu. Zwei Aussteller waren mit Bambus-Rädern zur VELOBerlin gereist.

Tobias Meyer baut in seiner Werkstatt Faserwerk in Bremen sehr schöne City- und Sporträder aus Bambus, Hanf und Kunstharz. Einen Singlespeed-Renner und ein Laufrad für Kleinkinder hat er mit zur Messe gebracht, ein Lastenrad aus dem Material hat er in Bremen zurückgelassen. Mit ihm kutschiert er seine Kinder regelmäßig durch die Hansestadt. Das Laufrad mit dem Ledersattel ist mit seinem Preis von 299 Euro (Messe ansonsten 349 Euro ), jedoch eindeutig ein Liebhaberstück.

Bambuki-Laufrad © Faserwerk

Bambuki-Laufrad © Faserwerk

Bambus-Singlespeed © Faserwerk

Bambus-Singlespeed © Faserwerk

Eher robust wirken dagegen die Räder von Jonas Stolzke und Maximilian Schay mit dem Namen myBoo. Die Rahmen ihrer beiden Räder stammen aus Ghana. Dort werden sie von Mitarbeitern der sozialen Einrichtung Yonso Project gefertigt. In Deutschland werden sie dann mit den weiteren Komponenten versehen.

Mit ihrem Startup myBoo wollen die beiden BWL-Studenten nach eigener Aussage soziale Verantwortung übernehmen. “Mit jedem verkauften Rahmen wird ein Schulstipendium in Ghana finanziert”, sagen die Gründer. Zwischen 2.000 und 2.500 Euro kostet ein Rad. Momentan haben sie fast 20 Vorbestellungen.

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