Party

Silvester in der Astra Stube

Dieser Laden hat Stadtgeschichte geschrieben: In der Astra Stube feiern Simon Ferdinand und Co. nicht-kommerziell ins neue Jahr.

Wo seit Jahrzehnten kleine ambitionierte Rock- und Indiebands live spielen oder die legendärsten Reggae-Parties stattfinden, darf auch eine Party ins neue Jahr nicht fehlen. Auch die Astra Stube unter der Sternbrücke öffnet an Silvester ihre Pforten für alle Nachtschwärmer. Die Hamburger Nachtlebeninstanz, die seit 2009 von der Schließung bedroht ist, dreht jetzt noch einmal richtig auf. Seit Dezember betreibt der Astra Stube e.V. den Laden nonprofit. Den ganzen Monat fanden Soli-Konzerte und Partys von bekannten Musikern aus dem Dunstkreis der Betreiber statt. Herrenmagazin waren darunter oder Oliver Schrader von Silly Walks Discotheque. Zu Silvester bleibt die gute Stube weiter laut – dieses Mal elektronisch mit Simon Ferdinand und Lennie Jansen hinter den Decks. Die Zeit bis zur hoffentlich noch lange herausgezögerten Schließung muss schließlich (Achtung, Wortspiel!) in vollsten Zügen genossen werden.

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Nachtleben

Silvesterfetz

Federvieh, ein Rapper und ein kleines bisschen französische Süßigkeiten lassen uns im Uebel & Gefährlich ins neue Jahr tanzen.

Silvester schon was vor? Die Frage wird wohl jedes Jahr nerviger. Man könnte auf eine dieser vielen Privatpartys, oder man schließt sich zu Hause ein und tut so, als sei einem dieser Jahreswechsel gar nicht wichtig oder aber arbeitet sogar in dem so lala bezahlten Job, weil 2015 mal wieder nicht wie erhofft gespart wurde. Am besten nicht lang schnacken, sondern einfach ab in den Bunker zur Silvestersause. Die Vögel werden bei ihrem Heimspiel ordentlich Gas geben, jedenfalls rhetorisch, bevor Jake the Rapper (Foto) die Plattenteller mit seinem ganz eigenen Mix zum Qualmen bringt. Außerdem rocken die Jungs von Ein Mü Baiser die Tanzfläche mit fetten Housebeats, und man darf auf den angekündigten Überraschungsgast gespannt sein. Silvester schon was vor? Jetzt ja!

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Nachtleben

Moomin und Sigha & Shifted

Electro all night long: Das PAL hat zum Jahreswechsel ein richtig dickes Line-up aufgefahren – inklusive hohem Besuch aus Berlin.

Theater können die anderen, teure Silvestergalas auch. Im PAL geht’s einzig und allein um gute Musik all night long und darum, dass ihr dazu bestens ins neue Jahr tanzen könnt. Um dann auch noch zu garantieren, dass die erhoffte Partynacht des Jahres (wir reden hier schon mal prophylaktisch von 2016, denn die Tore öffnen erst ab Mitternacht) niemals endet, ist das Line-up nicht nur erlesen elektronisch, sondern besonders üppig ausgefallen. Auf Floor Nummer eins darf Moomin (Smallville) aus Berlin als Headliner ran, nebenan frickeln Sigha & Shifted ganze fünf Stunden B2B hinter den Decks. Rundherum werden sie von PAL-bekannten Gesichtern und Electrohelden namens Marc Schneider, Letoh, Epikur, Harre und Faerber unterstützt. Könnte wirklich eine dieser nicht enden wollenden Nächte werden – und das im positivsten Sinne.

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Party

Silvester in der Hasenschaukel

Musik von Der feine Herr Bergwerker, Perlen bewerfen und böllerfrei ins neue Jahr rutschen: Silvester in der Hasenschaukel kann kommen.

Jahreswechsel in Rosa-Grün gefällig? Die Hasenschaukel betört und verwundert mit den rosafarbenen Barhockern und Diner-Sitzcouchen, der grün-weißen Tapete, den filigranen Mustern auf dem Fußboden – natürlich in Rosa-Grün. Und die Hasenschaukel tut dies erst recht zu Silvester in ihren pastellig-kitschigen vier Wänden in einer Seitenstraße leicht ab vom Kiez. Ab 22 Uhr geht es los mit Der feine Herr Bergwerker an der Plattenauswahl. Der spielt gerne Tocotronic, The Jesus and Mary Chain, Widowspeak und Co. und wird sich das sicher auch 2016 nicht nehmen lassen. Wen es jetzt noch nicht auf die Tanzfläche jagt, der höre her: Als Schmankerl wird Perlen bewerfen gespielt und die Hasenschaukelianer garantieren, dass ihr sicher und böllerfrei ins neue Jahr kommt.

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Silvestershow

Zwanziger-Jahre-Party

Silvester am Pferdemarkt: Was sich nach Rumlungern zwischen Toast Bar, Grüner Jäger und Kiosk anhört, ist eigentlich stilvolles Reinrutschen im Mandalay.

Also wenn schon an Silvester ausgehen, dann doch bitte mit Stil. Die Zigarettenspitze schon poliert? Der feine Zwirn bereit und das Cocktailkleid mit Pailletten auch? Nein? Hier kommt aber die Gelegenheit: Die diesjährige Silverstershow im Mandalay steht ganz im Zeichen der Roaring Twenties gepaart mit elektronischer Musik von heute. Beim burlesquen Trubel dieser großen letzten Nacht treffen die Sets von vier ehrenwerten Herren aufeinander. Während im vorderen Salon Le Renard Rythmique sowie die Herren Bardia Salour und Jakob Seidensticker druckvolle House Beats kredenzen, lädt Swingy The Kid im Gin Palace zu überbordender Swingmusik, Begrüßungscocktails und Cognac-getränkten Zigarren. Natürlich darf auch die traditionelle Champagnerpyramide nicht fehlen. Prosit Neujahr!

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Kino

„Ironie des Schicksals“

Das Metropolis zeigt den russischen Kultfilm, der jede Menge Lust auf Silvester macht, auch (oder gerade weil) er ganz neue Maßstäbe für den Alkoholkonsum setzt.

Was für uns Dinner for One ist, ist den Russen Ironie des Schicksals. Eldar Rjasanows Film aus dem Jahre 1975 ist in Russland längst zum Kultklassiker geworden, der dort jährlich zu Silvester gesehen wird, obwohl ihn natürlich jeder bereits mitsprechen kann. Und genauso wie in Dinner for One ist auch in diesem Film jede Menge Alkohol im Spiel:

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Theater

„Srebrenica“

Keine leichte Kost: Das Thalia bringt ein dokumentarisches Kriegsstück im Spannungsfeld von Tätern, Opfern und ohnmächtigen Zeugen auf die Bühne.

Foto: Armin Smailovic

Kaum ein anderer Ortsname steht so sehr für die Verbrechen des Jugoslawienkrieges wie dieser: Srebrenica. Im Jahr 1995 gehörte die Stadt in Bosnien-Herzegowina zur Schutzzone der Vereinten Nationen; trotzdem wurden dort innerhalb weniger Tage 8.000 muslimische Jungen und Männer ermordet.

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Café

Playground Coffee

Veljko Tatalovićs neues Café am Grindelberg ist ein geeigneter Ort, um sich in aller Ruhe bei einem Tässchen Kaffee vom vergangenen Jahr zu verabschieden.

„Kaffee ist Wasser mit Auslandserfahrung.“ Mit dieser Grundeinstellung zu seinem Lieblingsprodukt hat es sich Barista Veljko Tatalović seit Kurzem in Otto’s Burger bequem gemacht. Sein Playground Coffee ist sowohl Café als auch Spielplatz – für Ideen, wie er sagt; für Kaffeespielereien, könnte man ergänzen: Zitrusnoten, Beerennuancen, Schokolade und viele andere, unerwartete Geschmacksrichtungen bieten seine Kaffeesorten, die er aus aller Welt bezieht und dann in Hamburg selbst schonend röstet. Bevor es Silvester dann die große Sause gibt, ist Tatalovićs Café am Grindelberg sicherlich ein geeigneter Ort, um sich in aller Ruhe bei einem Tässchen Auslandserfahrung vom vergangenen Jahr zu verabschieden.

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Konzert

Bernd Begemann

Der Hamburger Kultmusiker fordert, dass die Hamburger Subkultur wieder attraktiv werden muss, auch in seinen Songs – und live im Knust.

Der Sänger und Entertainer Bernd Begemann veröffentlicht sein neues Album Eine kurze Liste mit Forderungen. Einige davon richten sich direkt an seine Stadt. „Eine Freundin und ich haben lange in St. Pauli gelebt, auch sehr gerne. Mittlerweile ist das aber nicht mehr der magische Stadtteil für uns, der es mal war. Wir finden, St. Pauli ist entzaubert“, erklärt Begemann seinen innerstädtischen Umzug nach Stellingen, den er in St. Pauli hat uns ausgespuckt, der ersten Single aus seinem Album thematisiert. Begemann weiter: „Ich meine: Wenn die Leute während des Schlager-Moves am helllichten Tag vor deine Haustür kacken, ist doch irgendwas gründlich schiefgelaufen.“ Auch Songwriting-Kollege Olli Schulz, der inzwischen in die Hauptstadt umgesiedelt ist, wird ein Lied auf der „Forderungsliste“ gewidmet: Komm zurück, Olli Schulz. „Wenn Hamburg jemanden wie Olli Schulz an Berlin verliert“, so Begemann, „dann ist das eine Scheißtragödie!“
Überhaupt: Hamburg würden zunehmend die Typen weglaufen, meint Begemann, zumindest in Sachen Musik. Die Stadt setze schlichtweg zu sehr auf massentaugliche Projekte wie „Das Wunder von Bern“, anstatt sich auf Konzerte wie die im Molotow und dem Komet zu konzentrieren. Der gleichen Meinung? Dann solltet ihr euch auf sein Konzert im Knust konzentrieren.

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Theater

„Ende einer Liebe“

Dieses Stück im Thalia geht durch Mark und Bein: Eine Frau und ein Mann stehen vor den Trümmern ihrer Beziehung – und sehen die gemeinsame Zeit mit ganz anderen Augen.

„Puh, so eine Wirkung hätte ich mir nicht vorstellen können. Ich habe schon so einige extreme Monologe im Theater erlebt, aber hier stülpen beide nacheinander ihr Innerstes, ihre Gefühle, ihren Hass und ihre Leidenschaften mit einer solchen Wucht nach außen, dass einem der Atem stockt. Man erlebt zwei völlig differierende Charaktere mit vollkommen konträren Einschätzungen der gleichen Beziehung. Anstrengend, aber einmalig!“, kommentiert ein Besucher auf der Homepage vom Thalia. Das Stück, von dem er redet, heißt Ende einer Liebe, wurde von Pascal Rampert geschrieben und inszeniert und ist ein Abgesang auf das Auseinandergehen eines einst festen Paares. Jeder von ihnen steckt ein letztes Mal sein Territorium ab. Die Trennung ist endgültig und ihre Vergangenheit liegt offen vor ihnen – in Trümmern. Das intensive Spiel wird seit April 2014 erfolgreich im Thalia gezeigt und geht am Dienstag in die nächste Runde.

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