Ein freier Kopf
Neidvoll blicken wir heute auf die Kollegen der WELT, die einen sehr bewegenden und erhellenden Text von Emel Abidin-Algan, der Tochter des Gründers von Milli-Görüs Deutschland, dokumentieren. Frau Abidin Algan schildert ihre Erfahrungen mit dem Ablegen des Kopftuchs und mit der Entwicklung eines neuen, innerlich freien Gottesbezugs.

Emel Abidin-Algan
Das Ablegen des zur Selbstverständlichkeit gewordenen Kopftuchs war nicht einfach, weil ich damit ein Selbstbild entwickelt hatte, das mit moralischen Werten verknüpft war. Es hat mich zwei Jahre des Forschens und Experimentierens gekostet, bevor ich mich davon trennen konnte, weil ich jemand bin, der keine halben Sachen macht. Mein Leben ohne das Kopftuch ist jetzt nicht etwa besser geworden, weil es schon immer gut war, es ist vielmehr ganz anders geworden, aufregender und vielseitiger. Die Freiheiten, die ich jetzt habe, denen bin ich auch jetzt erst gewachsen. Vor allem hat sich meine Wahrnehmung meinen Mitmenschen gegenüber verändert. Kein Kopftuch mehr zu tragen bedeutet in der Praxis für mich zunächst: nicht mehr aufzufallen und keinem Verhaltensdruck mehr ausgesetzt zu sein, mehr Bewegungsfreiheit im Kennenlernen der Welt von Männern zu haben und keinen möglichen Einschränkungen mehr auf dem Arbeitsmarkt ausgeliefert zu sein.
Sie beharrt aber darauf, dass dies ein freiwilliger Prozess ohne Druck sein muss. Ihre Tochter, sagt sie, fühle sich derzeit mit der Verhüllung wohl.
Zugleich bestreitet sie, dass die religiöse Begründung des Kopftuchs heute noch Bestand habe:
Eine wichtige Erfahrung war festzustellen, dass der Koran im historischen Kontext verstanden werden kann. Heute zum Beispiel, im Gegensatz zur damaligen Zeit des Propheten, braucht kein Mann mehr ein Unterscheidungsmerkmal wie eine Verhüllung, um Frauen nicht zu belästigen. Interessanterweise war gerade das einer der Gründe für die Bedeckungsverse im Koran. Das Problem mit der Verhüllung heute wäre auch einfach gelöst, wenn Männer über ihre Wahrnehmungen reden würden. Denn um die Männer geht es ja, wenn sich eine Frau verhüllt.
#9 Zahiruddin!
Sie haben noch ein paar Sachen vergessen, die Voraussetzungen für wahre Religionsfreiheit von Muslimen sind.
Erst wenn man Ehebrecherinnen steinigen darf, wenn man Dieben die Hände abhacken darf, wenn man Ungläubigen Kopfsteuern abpressen kann, wenn man Juden straflos töten kann, haben hier Muslime die wahre Religionsfreiheit.
Ihre Religionsfreiheit hört genau da auf, wo die Rechte anderer anfangen. Schnallen Sie es endlich!
Sie hatten in einen Ihrer letzten Beiträge davon gesprochen, dass Sie ans Auswandern denken, weil Sie hier Ihre Religion nicht frei ausleben können. Tun Sie uns den Gefallen! Gehn Sie zurück zu Ihren saudi-arabischen Freunden. Da haben Sie wahre Religionsfreiheit für Muslime.
Leute Ihrer Sorte gibt es in Deutschland genug.
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@lebowski
Ich schliesse mich ihrer Meinung an.
Bis jetzt hat sich Europa nicht sonderlich wehrhaft gezeigt, in einem liberalen Rechtsstaat dauert es halt immer ein wenig bis man auf Bedrohungen reagiert.
Nur eine Sache ist völlig klar lieber zahiruddin, am Ende wird man die Islamisten rausschmeissen oder eben einknasten, die Vorbeter selbst bestimmen/kontrollieren und auch die Moslemkinder zu aufgeklärten und freien Menschen erziehen – es ist daher eine gute Idee wenn sie nun freiwillig gehen.
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@ tuotrams, lebowski: Ich finde es nicht gut, wenn wir hier anfangen zu dekretieren, wer das Land verlassen soll, bloss weil uns seine meinung nicht passt. Das sollte hier nicht der Stil sein.
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Vielleicht ist rechtzeitig gehen besser, wer weiss wann die Deutschen wieder durchknallen, der Trend , auch in diesem Blog geht leider wieder in diese Richtung. Viele Juden die Geflüchtet waren kamen ja später als Befreier mit den Allierten wieder zurück nachdem Stalin die Nazis niedergerungen hatte. Es ist wohl so eine Art Erbsünde dass Deutsche und abendländische Europäer aus eigener Kraft sich nie in die Menschheit richtig werden integrieren können und wollen.
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Die willigen Vollstrecker.
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@Jörg Lau
Ich will zahiruddin mit Sicherheit nicht aus diesem Land herausdekretieren, sondern beziehe mich auf eine Aussage zahiruddins in einem anderen Beitrag von Ihnen.
“Ich halte mich an die hier geltenden Gesetze, suche aber nach einer Möglichkeit, aus Deutschland auszuwandern, weil ich beim Praktizieren des Islam zunehmend eingeschränkt werde. Ich empfehle dies auch allen Muslimen. Es gibt einige Länder, die Globalisierung auch als Chance begreifen und sich nicht nur als Verlierer sehen (Malaysia, Singapur und evtl. die Golfstaaten).”
aus “Zentralrat der Muslime: Schwimm- und Sportunterricht ist notwendig”
Da wollte ich ihn nur mal ermuntern, in dieser Richtung weiter zu denken.
Im übrigen bin ich der festen Überzeugung, dass ich mit zahiruddin in Deutschland alt werde.
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@Joerg Lau
zahiruddin steht hier doch nur stellvertretend für die unzähligen Dummschwätzer die bei jeder Gelegenheit ihren Hass auf D-Land und die westliche Gesellschaft los werden müssen.
Wer dann auch noch über einen fremden Pass verfügt muss sich schon die Frage gefallen lassen, warum er nicht geht.
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Im übrigen kam ich aus dem Staunen nicht heraus, als ich heute den Artikel “Judaphobie ” von Jürgen Krönig las. Was ist los mit der “Zeit”. Ich dachte immer, um so ehrliche Analysen zu lesen, muss man auf Weblogs gehen.
Ach ja, und willkommen zurück FritzFernando. Toller Trick, der neue Alias mit dem angehängtem s. So viel Fantasie häte ich Ihnen gar nicht zugetraut.
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