Islamkritik nach McCarthy-Art

Von 10. Oktober 2007 um 22:23 Uhr

An amerikanischen Universitäten wirft die “Islamofascism Awareness Week” ihre Schatten voraus. Das ist eine Aktion des – wie sagt man? – ultraneokonservativen David Horowitz, der ab dem 22. Oktober an 150 Hochschulen die “Woche gegen den islamischen Faschismus” durchführen läßt.
horowitz.jpg
David Horowitz

Es ist die größte Campus-Aktion der Rechten bisher. Ein Schelm, wer etwaige Zusammenhänge mit einem drohenden Krieg gegen Iran erkennt, für den das gleiche Lager bereits heftig Werbung treibt.
Konservative Studentengruppen werden animiert, für folgende Petititon zu werben und alle zu exponieren, die sie nicht unterzeichnen. Wer nicht unterzeichnet, hat sich als nämich in der Logik der Aktivisten als “Islamofaschist” oder als nützlicher Idiot der “islamofaschistischen” Machtergreifung kenntlich gemacht.

Islamic Jihadists around the world have declared war on America, Israel and the West and have made clear that:

* The goal of the Islamo-Fascist jihad is world domination
* The Islamo-Fasacist Jihad demands the suppression of all Infidels
* The Islamo-Fascist Jihad is a war against Women
* The Islamo-Fascist Jihad is a war against Gays
* The Islamo-Fascist Jihad is a war against Christians
* The Islamo-Fascist Jihad is a war against Jews
* The Islamo-Fasacist Jihad is a war against non-religious people

In opposition to this, we affirm four key principles denied by the jihadists and threatened by them:

* The right of all people to live in freedom and dignity
* The freedom of the individual conscience: to change religions or have no religion at all
* The equality of dignity of women and men
* The right of all people to live free from violence, intimidation, and coercion

We call upon all campus political, cultural, ethnic and religious groups to stand with us in opposing all forms of religious supremacism, violence and intimidation.

Wer könnte sowas wohl nicht unterschreiben wollen? Richtig, ein Islamofaschist oder sein Dhimmi.

An der George Washington University allerdings wurden die Ritter wieder den “Islamofaschismus” Opfer eines spektakulären Gegencoups: Der Campus war mit Plakaten gepflastert, auf denen die Überschrift prangte: “Hate Muslims? So do we!” Auf dem Plakat war die Adresse der Horowitz-Gruppe verzeichnet.
0710820371_muslimposter2.jpg
Diese Satire auf die Islamofaschismuskritik wiederum konnten empörte Protestler nicht als solche erkennen. Die Uni wurde aufgefordert, etwas gegen den Rassismus und die Hate Speech des Plakates zu unternehmen (eines Plakats, das doch den Muslimhass blosstellen wollte!). Filmbericht hier.

Die beste Einschätzung dieses lachhaften Spektakels, das mich an die Dumpfbackenart mancher so genannter Islamkritiker hierzulande erinnert, steht hier.
Herrlich! Könnte glatt von Dr. Ulfkotte ausgedacht worden sein.

Leser-Kommentare
  1. 177.

    Der tägliche Wahnsinn,
    täglich täglich täglich täglich

    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/8/1072449/polizei_dueren

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    • 27. Oktober 2007 um 22:54 Uhr
    • tati
  2. 178.

    Heute abend informelle Unterhaltung mit einer Sozialpädagogin (Gutmensch) aus Phillipsburg in Baden.
    Sie sagt, Phillipsburg wird derzeit von ca. 30% Muslimen bewohnt. Diese community hat in dieser Kleinstadt ein völlig abgeschlossenes “Paralleluniversum” errichtet.
    Alles brüht im eigenen Saft. Muslimische Ärzte, muslimische Geschäfte, muslimischer way of life.
    Fazit: INTEGRATION PUR.
    Ein Vorgeschmack auf die nächsten Jahre.
    In der 2. und 3.Einwanderergeneration ist es usus, deutsche Frauen als Schlampen und deutsche Männer als Schlappschwänze zu bezeichnen, letztere weil sie Konflikte nicht üblicherweise mit Messern austragen.
    Das ist der O-Ton der Sozialpädagogin.

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    • 27. Oktober 2007 um 23:22 Uhr
    • tati
  3. 179.

    Wer US-Soldaten angreift um die Demokratie abzuschaffen und ein Kalifat zu errichten ist ein Faschist.
    Bei Terroranschlägen auf Zivilisten ist es sowieso eindeutig ein Kriegsverbrechen.

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    • 28. Oktober 2007 um 00:07 Uhr
    • J.S.
  4. 180.

    “eines Plakats, das doch den Muslimhass blosstellen wollte!”

    Wollte es das. Herr Lau, sagen sie doch konkret, wo in der Aktion ein Fehler begraben liegt. Besser als das basse Schweigen in Deutschlands Universitäten zum Islamismus ist es allemal. Und weitaus sympathischer als die hierzulande an jeder Universität vertretenen Islamisten-Profs, die beispielsweise in Marburg durchaus die Mehrheit ausmachen. Da darf man sich dann in Seminaren anhören, dass die Hamas ja eine demokratische Partei ist und dass Ahmadinedschad ein legitimer Vertreter des iranischen Volkes ist.

    Das Plakat wollte propagandistisch eine dringendst angebrachte Kritik am Islamismus mit Rassismus in eins setzen und ist daher zuvörderst verhetzend. Die Absicht ist, Kritik am Islam zu unterbinden. Dass man damit noch bei Herrn Lau goutiert wird, sollte zu fürchten geben.

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  5. 181.

    Verschwiegen wird überdies, dass in den USA anders als das in Deutschland gerne halluziniert wird, Demokraten und Linke durchaus nicht immer in eins zu setzen sind und die Eindeutigkeit der Parteien nicht gegeben ist. Von daher sind die “Neokons” kaum als “Rechte” im Deutschen Sinne einzugemeinden. Ein solches Vorgehen zeugt nur von einem verzweifelten Verhaftetsein im identitären Abwehrkampf. Sobald man also Horowitz als “rechts” gestempelt hat, entledigt man sich des kritischen Bewusstseins.
    Lau braucht daher gar keine Konsistenz im Bruch in der Mitte des Artikels zu heucheln.
    “Wer könnte sowas wohl nicht unterschreiben wollen? Richtig, ein Islamofaschist oder sein Dhimmi.”

    Dem zuzustimmen wäre also anscheinend geboten. Was hindert Lau also daran? Dass er Horowitz als “Ultrarechten” stempelte. Und weil es also gegen jene “Rechten” gehen muss, braucht man auch nicht zu begründen, warum man sich mit wehenden Fahnen und argumentfrei auf die Seite der im Raum stehenden Dhimmies schlägt und im nächsten Satz schon mit einer islamofaschistischen Plakat-Aktion augenzwinkernd sympathisiert.

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  6. Kommentar zum Thema

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