Wählt “den da”!

Von 8. Oktober 2008 um 22:24 Uhr

Gestern hat John McCain seinen Gegner in einem verbitterten Moment als “den da” bezeichnet (that one). Dabei sah er Obama nicht einmal an, sondern zeigte nur wegwerfend mit dem Finger auf ihn. Solche Momente sind bei Debatten oft entscheidend – sie verraten etwas über die innere Dynamik der Konkurrenz, über die Haltung der Kandidaten. (So wie etwa Reagans “There you go again” gegenüber Jimmy Carter oder Dan Quayles beleidigtes Gesicht gegenüber Lloyd Bentsen.)

John McCains “That one”-Moment wird bleiben. Im Internet entsteht schon eine kleine Bewegung, die aus einer Beleidigung ein fröhliches Markenzeichen macht: That One 08!

Hier das Video mit McCains Äusserung:

Und hier das Logo:

obama-is-that-one-logo.jpg

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Wäre schön, wenn Sie noch ein paar Details zu der Abstimmung im Senat hätten, bei der Obama für die Halunken um Bush, Cheney und die Ölindustrie stimmte und der wackere McCain dagegen. Ist doch lustig, wie normal es für Amerikaner und sogar Republikaner geworden ist, diese Namen mit Naserümpfen zu nennen, um den Gegner anzuschwärzen.
    Dabei sind das doch die Leute, die als einzige den Mumm in den Knochen hatten für das Wahre und Gute und die Ideale alter Linksliberaler überall in der Welt in den Krieg zu ziehen. Wir sind es, die den größten Mummenschanz aller Zeiten erleben durften und weiter dürfen, während das morsche Narrenschiff immer zügiger im Finanztsunami versinkt.

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    • 9. Oktober 2008 um 14:06 Uhr
    • AM
  2. 2.

    Gestern hat John McCain seinen Gegner in einem verbitterten Moment als “den da” bezeichnet (that one). Dabei sah er Obama nicht einmal an, sondern zeigte nur wegwerfend mit dem Finger auf ihn.

    Werter Herr Lau, jetzt fehlen nur noch tiefenpsychologisch fundierte Aufsätze als Leitartikel zu McCains seelischer Verfassung – am besten auf Seite 1 in den 10 Top Printmedien der Welt.
    Was für ein journalistisches Kasperletheater – na ja, ich würde vielleicht auch mitmachen, wenn man mich dafür bezahlt (-:)

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    • 9. Oktober 2008 um 17:14 Uhr
    • tati
  3. 3.

    @tati
    Was glauben Sie, was alles “tiefenpsychologisch” bei so einer Debatte abläuft?
    Bei Nixon vs Kennedy haben paar Schweißtropfen auf der Stirn von Nixon gereicht, um als Schwächling gesehen zu werden und später die Wahlen zu verlieren.

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    • 9. Oktober 2008 um 18:40 Uhr
    • docaffi
  4. 4.

    Und das da quaifiziert oder disqualifiziert nun für die Präsidentschaft?

    Antworten

    • 9. Oktober 2008 um 18:56 Uhr
    • Rafael
  5. 5.

    Die linken (gelle Her Lau) hätten natürlich gerne, das diese (eigentlich triviale) Sache entscheidend gegen McCain wäre.

    Ich finde, es gibt wesentlich wichtigere Kriterien, warum McCain der bessere Präsident wäre:

    - Ayers
    - Wright
    - Sub-Prime Mortgage Krise (http://minx.cc/?post=275005)
    - Surge Erfolg nicht erkannt oder Anerkannt
    - Anti-Semitische Berater (http://hotair.com/archives/2008/10/05/video-former-obama-adviser-on-invading-israel/)

    PS. Von den 28 politischen Blogs, die ich täglich lese, ist Ihrer der, den ich am ehesten aus meiner Liste entfernen will.

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  6. 6.

    @Peter Reaper

    Von den 28 politischen Blogs, die ich täglich lese…

    Machen Sie auch noch was anderes (:-)

    Ich dachte eigentlich, bei mir selbst wärs schon schlimm.
    Aber wenn ich sowas lese, bin ich beruhigt….

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    • 9. Oktober 2008 um 19:22 Uhr
    • tati
  7. 7.

    @docaffi

    Da muss ich doch glatt das nächste mal den Achmachmirdendschihad beobachten, ob er schwitzt, wenn er den Holocaust leugnet…

    Antworten

    • 9. Oktober 2008 um 19:24 Uhr
    • tati
  8. 8.

    @Peter Reaper
    Hinzuzufuegen waere noch, dass McCain an der Seite Israels zu finden waere, sich nicht von Ahmadinejad an der Nase rumfuehren lassen wuerde und den UN keine Milliarden in den Rachen schmeissen wuerde.

    Bei Townhall.com schreibt Thomas Sowell zur Zeit ueber Obama, unaufgeregt und fundiert. In Part III erfaehrt man etwas ueber die “Erfolge” der Schulpolitik in Chicago, am Geld liegt es nicht…

    Larry Elder beschreibt dort, welche Bevoelkerungsschichten wieviel Steuern bezahlen, auch sehr aufschlussreich. 30% naemlich gar keine.

    Ich haette auch nicht gedacht, dass die boesen Republikaner erheblich mehr spenden als die compassionate Demokraten. Bush z.B. 18% seines Einkommens, Biden 0,8%. Obamas Appell an die ‘neighborliness’ war dann wohl eher an seine demokratischen Kollegen und Waehler gerichtet.

    Er selbst hat ja schon von der ‘neighborliness’ Rezkos profitiert.

    Allerdings war McCains abfaellige Adressierung “that one” eine ueble Entgleisung, die er sich haette sparen sollen.

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    • 9. Oktober 2008 um 20:08 Uhr
    • Vanfontheweg
  9. Kommentar zum Thema

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