Ein Blog über Religion und Politik

Tod im Wal-Mart: Amerikanisches Krisentagebuch XI

Von 29. November 2008 um 03:03 Uhr

Black Friday ist der Tag nach dem großen amerikanischen Familienfest Thanksgiving. Traditionell wird dieser Tag, an dem die meisten Menschen hier frei haben, als Beginn der Weihnachtseinkaufsaison betrachtet. Die großen Ketten locken die Kunden mit starken Rabatten. Mancherorts stehen die Leute schon vor 5 Uhr morgens an, um sich die wenigen Sonderangebote nicht entgehen zu lassen.

In einem Vorort New Yorks ist ein 34 jähriger Angestellter heute morgen von einer hysterisierten Masse von Schnäppchensuchern zu Tode getrampelt worden. Jdimypai Damour, aus Jamaica, Queens, war ein Zeitarbeiter in dem dortigen Wal-Mart. Um kurz vor 5 stand er mit anderen Angestellten im Eingangsbereich des Ladens, als die ca. 2000 wartenden Verbraucher gewaltsam die Türen eindrückten. Er wurde niedergerempelt, und Hunderte stürmten über ihn hinweg zu den Sonderangeboten. Die Polizei wurde sogar noch behindert, als sie lebensrettende Massnahmen einleitete. Um kurz nach 6 wurde Damour in einem lokalen Krankenhaus für tot erklärt.

Welch eine Barbarei. Und das in einem Land, das sich in der größten Kreditkrise seiner jüngeren Geschichte befindet, ausgelöst durch einen sinnlosen Konsumrausch auf Pump.

"People did not stop to help the employee as he lay on the ground, and they pushed against other Wal-Mart workers who were trying to aid Mr. Damour. The crowd kept running into the store even after the police arrived, jostling and pushing officers who were trying to perform CPR, the police said.

“They were like a stampede,” said Nassau Det. Lt. Michael Fleming. “Hundreds of people walked past him, over him or around him.”

Es gibt für manche Leute keine Bremse mehr bei der Jagd nach dem besten Deal. Am Tag nach einem Fest, das an die beste amerikanische Tradition erinnert, an Gemeinschaftsgeist, Familienwerte, an das Teilen und das Danksagen (zueinander und zu Gott), geben sich Massen von Menschen einer gewissenlosen Gier hin.

Sind die gleichen Leute, die mit ihren ausgereizten Kreditkarten, auf Pump gekauften SUV's und haltlos finanzierten Häusern sich selbst und die Welt in den Ruin gerissen haben,  am morgen nach Thanksgiving schon wieder im Kaufrausch?

Ein unterbezahlter Teilzeitarbeiter kommt ums Leben. Und trotzdem schleppt man weiter günstige Flachbildschirme nach Hause. Unbegreiflich.

Drei weitere Kunden wurden auch verletzt. Und eine 28jährige, die im achten Monat schwanger ist, mußte unter ärztliche Beobachtung.

Im übrigen liebe ich Amerika. Aber einfach ist das derzeit oft nicht.

Kategorien: Harvard Notizen, USA
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Ist es nicht so, daß die amerikanische Gesellschaft unserer deutschen 15 Jahre voraus ist? Ich würde nicht sagen, daß Europäer so großartig anders gestrickt wären.

    Das Anheizen und die Eskalation der Gier hinkt nur eben 15 Jahre hinter der Neuen Welt her. Warten wir’s ab…

    • 29. November 2008 um 03:31 Uhr
    • Flash
  2. 2.

    @JL:
    Ich bitte Sie! So etwas kommt regelmäßig weltweit vor, auch im mutmaßlich so zivilisierten Europa bei Fußballspielen oder bei der Hajj in Mekka. Ursache sind massenpsychologische Phänomene. Würden Sie deshalb sagen, dass es Ihnen schwerfällt, Sympathie für Europa oder den Islam zu empfinden? Der Unterschied zwischen den USA und dem Rest der Welt scheint zu sein, dass solche Nachrichten aus den USA weltweit Beachtung finden.

    • 29. November 2008 um 08:01 Uhr
    • Wachtmeister
  3. 3.

    Gab es nicht Ähnliches bei der Eröffnung des Media-Marktes am Alex in Berlin? Nur ohne Tote?

    Media-Markt? Ich bin doch nicht blöd!

    • 29. November 2008 um 09:11 Uhr
    • Joachim S.
  4. 4.

    Es gibt für manche Leute keine Bremse mehr bei der Jagd nach dem besten Deal

    Sind das nicht dieselben Typen, die momentan den Managern eine grenzenlose Gier bescheinigen? Immer schön mit dem Finger auf andere zeigen, das beweist die eigene moralische Überlegenheit.

    • 29. November 2008 um 09:55 Uhr
    • riccardo
  5. 5.

    @Joachim S.

    Ja, das mit dem Media-Markt fiel mir hier auch sofort ein. In dem Fall wurde sogar die Glas-Tür eingedrückt.

    Grundsätzlich trifft die Masse bzw. den Einzelnen hier wenig Schuld. Die Leute haben einfach keine Möglichkeit mitzubekommen was sich vielleicht nur 1m vor ihnen abspielt. In Brandfällen werden Leute ja auch nicht absichtlich totgetrampelt.

    Wal-Mart wird hier sicher ne hübsche Millionensumme abdrücken müssen – und zwar völlig zu Recht.

    • 29. November 2008 um 11:32 Uhr
    • PBUH
  6. 6.

    „Grundsätzlich trifft die Masse bzw. den Einzelnen hier wenig Schuld“

    Doch: man kann solche Events meiden.

    • 29. November 2008 um 11:54 Uhr
    • Joachim S.
  7. 7.

    „Sind die gleichen Leute, die mit ihren ausgereizten Kreditkarten, auf Pump gekauften SUV’s und haltlos finanzierten Häusern sich selbst und die Welt in den Ruin gerissen haben, am morgen nach Thanksgiving schon wieder im Kaufrausch?“

    äh, muss man die argumentation jetzt nachvollziehen können?
    eben noch liegen ganze schulen von wirtschaftsredakteuren auf den knien und flehen die (amerikanischen) verbraucher an, nicht in konsumboykott zu verfallen — und wenn die dem folgen, wird das sofort als verwerfliches handeln gebrandmarkt?

    • 29. November 2008 um 12:07 Uhr
    • arne anka
  8. 8.

    >Doch: man kann solche Events meiden.

    Klar, vor allem wenn man genug Kohle hat.

    @arne anka

    Jörg Laus Kinder bekommen sicher, wie jedes Jahr, nix zu Weihnachten geschenkt.

    :-)

    • 29. November 2008 um 12:19 Uhr
    • PBUH
  9. 9.

    Stimme Wachtmeister zu. Skandalös ist dieser Beitrag – nicht „Amerika“, nicht der Kapitalismus, nicht der Materialismus, denn darum geht es im Subtext.

    > Im übrigen liebe ich Amerika. Aber einfach ist das
    > derzeit oft nicht
    Unsinn! Der übliche emphatische Hass brach sich hier Bann, C. Roth lässt grüßen. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr – lieber Genickschuss als Zuneigung dieser Sorte. Die USA Obamas, Malcolm X, Joan Baez und aller anderen, die so sind, wie man selbst oder wenigstens als verkitschte …..vorlage psychopathologischer Betroffenheit taugen, wird hier geliebt. Für den Rest des Projekts gibt es seit 200 Jahren Verachtung, der bei erst bester Gelegenheit unreflektiert durchschlägt. Deswegen zuckt Thomas Assheuer in diesem Drecksblatt ekstatisch, wenn Claude Lévi-Strauss „die zerstörerische Macht unserer Zivilisation“ beschwört, ihre götzenverehrenden „narrativen Oberfläche[n]“ dekonstruiert, ihre „kulturelle Überlegenheit“ verlieren lässt. „Was uns die Reisen zeigen, ist der Schmutz, mit dem wir das Antlitz der Menschheit besudelt haben“, jammerte er einst, und dieser Schmutz lastet jedem Zeit-Redakteur unauslöschlich und ewig auf der Seele. Kein Wunder, dass Assheuer Lévi-Strauss Rousseau „auf Händen durch sein Werk“ tragen und ihm „zu Füßen“ liegen lässt, „unser Lehrer, unser Bruder“ sei der, „dem wir nichts als Undankbarkeit erwiesen haben“ – weil wir den edlen Wilden nicht nach Gebühr wertschätzen.

    „Gibt es einen Trost im Herzen der Finsternis? Es gibt ihn. ‚Die Welt hat ohne den Menschen begonnen, und sie wird auch ohne ihn enden.'“ Das ist nicht nur das nihilistische Fazit, sondern auch das tiefe mörderische Sehnen der linken Reaktionäre, von Attac zu Greenpeace, von Roth zu Jessen, dieser ganzen dekadenten, neurotischen, destruktiven, autoaggressiven, stumpfen und gottverdammten Bagage, die Feld, Wald und Wiese, Tiere, Tibet, Makramee, Yoga, edle -vorzugsweise religiös enragierte- Wilde und andere Marginalisierte liebt, aber nicht sich selbst. Kein Maskottchen kann sie so gut ficken wie sie sich selber, weder Massiv, Muhabbet noch Serkan, Spyros noch der ZMD.

  10. 10.

    „…oder der ZMD“, soviel Ordnung muss sein – und bei „Materialismus“ fehlen die Anführungszeichen.

  11. 11.

    @JL
    Auch ich stimme Wachtmeister #2 zu, wenngleich man das besagte Verhalten auch ohne Rückgriff auf die Massenpsychologie z.B. Le Bons erklären kann. Vgl.:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Reaktanz_(Psychologie)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Regression_(Psychologie)

    • 29. November 2008 um 14:29 Uhr
    • Miriam
  12. 12.

    @ M. Möhling: Geht’s jetzt besser?
    Amerika ist gar nicht so materialistisch wie Sie glauben. (Siehe unter „Transzendentalisten“, in dieser Gegend hier eine wichtige Tradition.)
    Und es läßt sich auch nicht auf den Kapitalismus verkürzen.
    Ich habe 2002 eine Verteidigung des „pursuit of happiness“ geschrieben, angesichts der Kulturkritik an Amerika nach 9/11. Im Merkur, leider nicht online verfügbar. Vielleicht interessiert Sie das ja.
    Obama ist kein „Wilder“, sondern ein Junge aus Kansas, der ein bißchen anders aussieht, weil er einen Vater aus Kenia hatte.
    Im übrigen: Amerika nimmt sich selbst die Freiheit, solche entsetzlichen Dinge wie diesen Tod auch abscheulich zu nennen. Anders als Sie glauben, muss man nicht das ganze Paket kaufen. Selbstkritik ist Teil des amerikanischen Projekts.
    Nur falsche Freunde wie Sie fangen dann gleich an zu schäumen. Das ist hier ein freies Land, in dem auch immer wieder ohne Angst die barbarischen Möglichkeiten des eigenen Systems thematisiert werden.
    Habe ich gesagt, das wäre bei uns nicht möglich? Gibt es bei uns nicht eigene, besondere Formen der Barbarei wie etwa den Antisemitismus und die Xenophobie unserer Neonazis?
    Das war aber nicht Thema.

  13. 13.

    Wer mal gesehen hat, wie Notausgänge von Flugzeugen aussehen, wenn Studenten zur Motivation bei einer Evakuierungsübung 5 Pfund versprochen bekommen, so sie den zu den ersten die die Maschine verlassen gehören, wundert sich über solche Szenen nicht. Wenn das Kleinhirn die Steuerung übernimmt, gibt es keine Moral.

    • 29. November 2008 um 15:17 Uhr
    • Neonjaeger
  14. 14.

    @Möling

    Ich bin ein Fan von Greenpeace, Attac, Obama und Yoga.

    Und ohne die Initiative der Grünen, hätte ich meinen Beruf hier gar nicht ausüben können.

    F…. Sie sich selbst!!!

    • 29. November 2008 um 16:15 Uhr
    • docaffi
  15. 15.

    @ Miriam: Ja, Psychologie und Massenpsychologie können vieles erklären. Und natürlich ist das eine Art „Unfall“.
    Aber es ist auch eine Form des Bösen, wenn Sie mir die biblische Redensweise gestatten. Und da ist mir die Psychologie zu dünn.
    Über solche Dinge muss eine Gesellschaft sich entsetzen, und die amerikanische tut das zum Glück auch.

  16. 16.

    @JL

    Ach was, keine Ausrede, diese kleine Walmart- Stampede ist doch nur ein Vorwand für Sie, sich dem Ekel über das amerikanische Proletariat hinzugeben. Dabei hat sich das in dieser Situation nur insofern unamerikanisch verhalten, als Unstimmigkeiten im Shoppingverhalten üblicherweise so gelöst werden:

    http://www.stern.de/panorama/:Kalifornien-Zwei-Tote-Schie%DFerei-Spielzeugladen/647451.html

    Das ist ehrliches Amerika, weit weg vom eliteschweren Harvard-Campus.

    • 29. November 2008 um 17:38 Uhr
    • riccardo
  17. 17.

    Das war aber nicht das Thema.

    @ Jörg Lau

    Was ist denn genau das Thema?

    Sie deuten, wenn ich Sie richtig verstehe, das von Ihnen angeführte Unglück als Symptom der Wirtschaftskrise in den USA. Anstatt weniger Gier, noch mehr Gier oder zumindest gleichbleibende Gier.

    Die kausale Verknüpfung, die Sie hier anstellen, ist jedoch zweifelhaft. Man kann zwar mit einiger Plausibilität vermuten, dass ohne Wirtschaftskrise die Masse der Schnäppchenjäger vor dem Wal Mart kleiner gewesen wäre, es kann aber nicht als gesichert gelten, dass die fatale Kombination aus nach vorne drängender Menschenmasse, schlechter Organisation des Veranstalters und möglicherweise mangelnder Risikoeinschätzung des Opfers bei (vermutet) 1000 anstatt 2000 wild entschlossenen Jägern und Sammlern keinen Toten gegeben hätte.

    Darüber hinaus kam es vor gut einem Jahr, zu einer Zeit, als von weltweiter Wirtschaftskrise noch nicht die Rede sein konnte, bei der Eröffnung eines Supermarkts in China zu einem (verglichen mit den von Wachtmeistern angeführten Beispielen) noch ähnlicheren Unglück:

    Chinesen in Supermarkt zu Tode getrampelt

    10.11.2007 | 12:04 | (APA)

    Beim Verkauf von vergünstigtem Rapsöl ist es im Südwesten Chinas zu einer Katastrophe gekommen. In einem Supermarkt wurden am Samstag mindestens drei Kunden zu Tode getrampelt und 31 weitere verletzt. Die Menschen hatten zum Teil seit Stunden auf die Öffnung der Carrefour-Filiale in Chongqing gewartet, wo ein Sonderverkauf von Rapsöl zu reduzierten Preisen stattfinden sollte.

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/342330/index.do

    Sie könnten jetzt einwenden, dass Sie von Gier getriebenes Verhalten in Amerika kritisieren wollten und natürlich die ungeistige Begeisterung bei der Hadsch, bei einem hindustischen Fest oder auch jene bei einem Rockkonzert ebenso wenig ein legitimes Motiv für das zu Tode Trampeln von Menschen abgibt, aber die Gier der Masse vor dem Wal Mart dadurch nicht besser wird.

    Insofern würde ich Ihnen im Moralschema ein Stück weit Recht geben, zumal es sich, Krise hin, Krise her, beim buchstäblichen Run auf eine Wal-Mart-Fililale in New York eben nicht um einen Run auf eine Ausgabestelle von Lebensmitteln in einer von Bürgerkrieg und Hungersnot gebeutelten Region irgendwo in Zentralafrika handelt, in der jede Form von Sparfüchsigkeit ausgeschlossen werden kann. Der besagte Run bleibt auch dann bescheuert, wenn der Veranstalter eine Mitverantwortung für das Unglück trägt.

    Im Kausalschema haben Sie jedoch größtenteils Unrecht: Ebenso wenig wie das Fehlverhalten von ohne Not getriebenen „kritischen Massen“ an ein spezifisches Motiv geknüpft ist (was Sie nicht behaupten), kann sie in irgendeiner Weise von übergeordneten Ereignissen wie der momentanen Wirtschaftskrise abhängig sein.

    Die Gier (oder aber auch ihr Bruder: Der Geiz) von manchen Menschen ist konstant, dabei spielt es keine Rolle, ob gerade Hochkonjunktur, Normalkonjunktur oder Flaute herrscht. Ihre Begrenzung durch pädagogische Vorsorge ist limitiert. Wenn man keinen neuen Menschen erschaffen will, kommt es in erster Linie darauf an, Vorkehrungen zu ihrer Einhegung zu treffen. Sei es, indem Supermärkte Rabattverkäufe besser organisieren, sei es indem Staaten Finanzmärkte besser regulieren.

    • 29. November 2008 um 17:45 Uhr
    • N. Neumann
  18. 18.

    Eher OT (weil wohl kein Krisenphänomen – wäre aber, wenn eins, ein höchst interessantes) : „More Americans are questioning the role of religion in politics
    Kann der Blogbetreiber bei Gelegenheit was dazu sagen?

    • 29. November 2008 um 18:38 Uhr
    • xNWO
  19. 19.

    äh … unter „More Americans are questioning the role of religion in politics“ liegt ein Link!

    • 29. November 2008 um 18:39 Uhr
    • xNWO
  20. 20.

    Unsere Landsleute sehen vielleicht einfach nicht ein, das sie nicht so toll selbstkritisch sind wie der Amerikaner, obwohl sie genau das nachplappern was die Amerikaner so an Selbstkritischem sagen.

    • 29. November 2008 um 18:59 Uhr
    • J.S.
  21. 21.

    @ N. Neumann: Es geht mir nicht um eine Kausalität. Es ist ja gerade die Abwesenheit einer kausalen Kette, die das so erschreckend und emblematisch macht.
    Emblematisch für etwas an unserem Lebensstil, das krank ist. Da mache ich keinen Abstrich. Krank.
    Ich will da gar nicht zu viel hineinlesen. Es ist nur eines dieser Ereignisse, das einen traurig und irgendwie beschämt zurückläßt. Und so geht es den amerikanischen Lesern auch. Keine Geschichte aus der NYT wurde öfter per mail verschickt als diese.

    Ein Detail:

    „Some shoppers who had seen the stampede said they were shocked. One of them, Kimberly Cribbs of Queens, said the crowd had acted like “savages.” Shoppers behaved badly even as the store was being cleared, she recalled.

    “When they were saying they had to leave, that an employee got killed, people were yelling, ‘I’ve been on line since yesterday morning,’ ” Ms. Cribbs told The Associated Press. “They kept shopping.”

  22. 22.

    Weihnachten abschaffen.

    • 29. November 2008 um 20:18 Uhr
    • J.S.
  23. 23.

    > Emblematisch für etwas an unserem Lebensstil,
    > das krank ist

    Kein Jota kränker als der Tanz ums Goldene Kalb in vorkapitalistischen orientalischen Feudalgesellschaften schon vor x-Tausend Jahren. Auch Gier und Geiz sind -nebst edleren Trieben- Teil der conditio humana: Die unheilbare Autoimmunerkrankung linker Reaktion ist das Leiden am Menschen.* Wer die Theodizee nur als ewige Kränkung begreifen kann, landet unweigerlich in den Killing Fields, im mildesten Fall beim Dialog auf gleicher Augenhöhe mit denjenigen, die einen ebenso herzlich verachten wie man selbst – a match made in hell.

    > Ich will da gar nicht zu viel hineinlesen.
    > Es ist nur eines dieser Ereignisse, das
    > einen traurig und irgendwie beschämt zurückläßt

    Humbug! Der übliche Rekurs auf die alles legitimierende Betroffenheit. Sie wollen da durchaus nicht nur zu viel hineinlesen, ausweislich Ihres Beitrags haben Sie es auch ausführlich getan. Aber hey: „Keine Geschichte aus der NYT wurde öfter per mail verschickt als diese.“ Can’t argue with that.

    * die bürgerliche Mitte dackelt nach, die extrem Rechte hängt sich erfreut an, denn sie hasst den Menschen und weiß, dass linkes Leiden zum gleichen nihilistischen Ergebnis führt.

  24. 24.

    „Black Friday“
    Folgende Theorie gefällt mir am besten: Der Name könnte daher rühren das die Schnäppchenjäger-Masse vor den Kaufhäusern genauso aussieht wie die Massen die am Schwarzer Freitag die Banken stürmten in der Hoffnung doch noch etwas von den Ersparnissen retten zu können.

    • 29. November 2008 um 20:54 Uhr
    • J.S.
  25. 25.

    Gibt es eigentlich ein Äquivalent für „stampede“ in der deutschen Sprache? Es stammt doch aus der Biologie und ist m. E. durch die Westernfilme in unserem Sprachraum bekannt geworden, bzw. man assoziiert damit fliehende Bisonherden.

    Massenpanik trifft es eher nicht. Gibt es historische Massenpanikphänomene in Deutschland oder dem deutschsprachigen Raum?
    ____________________________________________

    Ad Möhling: Auch eine 69er Neurose? Da dürften Sie mit dem Mühlenkämpfer und PUPS dem Erwinfreund aus Köln auf einer Linie liegen.

    Mal ehrlich, es interessiert niemanden, wenn Sie mit der Entwicklung der Zeit nicht zurecht kommen. Die Probleme sind nicht Greenpeace, Tibet oder Verlustängste der Konservativen, sondern ein neuer West-Ost Konflikt, diesmal mit der Schwertidelogie, der die letzten Jahre heraufzieht und Ihren Lebensstil mehr prägen wird, als jegliche Ihrer Gestalt gewordenen Alpträume álá Roth, Makramée oder Chi Gong im Englischen Garten.

    • 29. November 2008 um 21:30 Uhr
    • Bergpalme
  26. 26.

    Pardon, 68er Neurose. Obwohl, Erstere trifft es auch ganz gut.

    • 29. November 2008 um 21:31 Uhr
    • Bergpalme
  27. 27.

    Mühlenkämper: „Ab in den Iran!

    Ich glaub, bei Ihnen ist eine Schraube locker.

    • 29. November 2008 um 21:34 Uhr
    • Bergpalme
  28. 28.

    @ M. Möhling: Was wollen Sie eigentlich hier, wenn Sie glauben, ich propagiere irgendetwas zwischen Pol Pot und Rechtsradikalismus?
    Wenn Sie sich nicht mässigen, fliegen Sie raus. Das ist mein kleiner Flüsterkeller hier, und bestimmte Dinge muss ich mir nicht sagen lassen.

  29. 29.

    @ J.S.: es heißt Black Friday, weil das früher der Tag im Jahr war, an dem der Einzelhandel schwarze zahlen zu schreiben begann. Gilt so nicht mehr in diesem Jahr.

  30. 30.

    Schade, leider habe ich den Beitrag von der paranoiden Pseudo-Ritterin gar nicht lesen können!

    Ist Molino wieder fresch geworden??

    • 29. November 2008 um 21:57 Uhr
    • docaffi
  31. 31.

    Emblematisch für etwas an unserem Lebensstil, das krank ist. Da mache ich keinen Abstrich. Krank.

    @ Jörg Lau

    Sie können Gier (oder Geiz) als menschliche Krankheit begreifen, aber diese Eigenschaft ist nicht spezifisch für irgendeinen Lebensstil. Und für meinen schon gar nicht.

    Materielles Gierverhalten wird seit schon Jahrtausenden in moralphilosophischen und moraltheologischen Literatur verschiedener Kulturkreise abgehandelt.

    Spezifisch kapitalistisch ist die im gegeben Fall fatale und schlecht organisierte Rahmenbedingung „Rabattverkauf im Massenkaufhaus“.

    Falls überhaupt: Wahrscheinlich wurde auch etwa in einem Dnipropetrowsker Warenhaus anno ’67 ein Mensch zu Tode getrampelt, als es mal etwas anderes geben sollte.

    • 29. November 2008 um 22:34 Uhr
    • N. Neumann
  32. 32.

    Wie ich bereits vor einigen Tagen gepostet habe.
    Gier und Geiz sind die Manifestationen für die menschliche Vorstellung, von einer Sache gäbe es zu wenig für Alle.
    Beides sind archaische, vielleicht sogar prähumane Relikte aus einer Zeit, in der Beute gejagt wurde und die Aufteilung der Beute das existenzielle Dasein sicherte und auch bereits Hierarchien formte.
    Diese archaischen Muster, gepaart mit Rücksichtslosigkeit, führen zu solch tragischen Geschehnissen wie hier beschrieben.
    Der Vergleich mit einer Krankheit, wie es Herr Lau vermitteln will, trifft meines Erachtens nicht den Kern.
    Das ist nichts pathologisches – es ist vielmehr triebhaft.

    Das zivile Mäntelchen des menschlichen Wesens ist nur mit dünnem Stoff gewebt.

    • 29. November 2008 um 22:56 Uhr
    • tati
  33. 33.

    @Jörg Lau:30
    > Was wollen Sie eigentlich hier, wenn Sie
    > glauben, ich propagiere irgendetwas zwischen
    > Pol Pot und Rechtsradikalismus?
    Sie meinen es nur gut, das ist ja das Schlimme. Wie wäre es, Sie würden Wachtmeister antworten, der weiß sich ja zu benehmen und fasst sich erfreulich kurz – dann müssen Sie sich mit Pöbelanten wie mir nicht rumschlagen.

    > Über solche Dinge muss eine Gesellschaft
    > sich entsetzen, und die amerikanische
    > tut das zum Glück auch
    Die amerikanische Gesellschaft *und* Jörg Lau, und zwar ostentativ. Glauben Sie etwa, irgendwer hier fände den Vorgang weniger deprimierend als Sie?! Aber Sie sind es, der das mit den Leuten in Verbindung bringt, „die mit ihren ausgereizten Kreditkarten, auf Pump gekauften SUV’s und haltlos finanzierten Häusern sich selbst und die Welt in den Ruin gerissen haben“!! Das könnte Werner Pirker auch nicht schlechter, mal abgesehen davon, dass mit „haltlos finanzierten Häusern“ in erster Linie Demokraten und Republikaner unter einkommensschwachen non-Asian minorities nach Wählern fischten.

    > Gibt es bei uns nicht eigene, besondere Formen
    > der Barbarei wie etwa den Antisemitismus
    > und die Xenophobie unserer Neonazis?
    Laut Verfassungsschutzbericht 2005 gab es 10.400 gewaltbereite Rechtsextremisten, dass sind wenige Promille der Jugendlichen der Residenzgesellschaft. Nach der bis dato einzig statistisch relevanten Studie von Heitmeyer (Verlockender Fundamentalismus. Türkische Jugendliche in Deutschland, 1997) neigt ein Drittel der Jugendlichen türkischer Herkunft in D zu einem „gewaltzentriertem islamischen Fundamentalismus und ethnischen Nationalismus“, das ergibt für 2005 ca. 200.000 Jugendliche. Ein *Drittel* im Gegensatz zu wenigen Promille – get it? von den absoluten Zahlen ganz zu schweigen – und die Kriminalstatistik, derzufolge die meisten der weit überproportional begangenen Gewaltverbrechen migrantischer Jugendlicher gegenüber der outgroup begangen werden, zeigt, dass diese Einstellung nicht folgenlos bleibt.

    Abgesehen davon: Was wollte uns der Künstler eigentlich sagen? Dass unserer antisemitischen und xenophoben Barbarei die materialistische der Amis gegenübersteht. Es ist diese selbstgerechte infame Emphase, die mich jedesmal erneut auf die Palme bringt.

    @Bergpalme:27
    > sondern ein neuer West-Ost Konflikt,
    > diesmal mit der Schwertidelogie
    Sehe ich nicht anders, allerdings halte ich diese Ideologie für vergleichsweise impotent – wenn wir nicht die fünfte Kolonne, die Appeaser und Konformisten hätten, und die wurde nun mal 68 ff sozialisiert.

  34. 34.

    @ Möhling:

    Über 140 Tote durch Neonazi-Gewalt seit 1990: http://tinyurl.com/4oza7h

  35. 35.

    @JL

    keine Sorge – dies ist meine letzte Meldung hier –

    aber Ihre knappe, wie so oft bewußt in die Irre zielende Antwort auf möhling kann nicht einfach hingenommen werden

    – allen Ernstes also: 140 Tote seit 1990?! durch rechtsextreme Gewalt?

    Hört sich viel an, betrachtet man aber den angesprochenen Zeitraum von 20 Jahren ist das (Achtung Sarkasmus!)

    lächerlich wenig –

    140 Tote? Soviel produziert die von möhling (statistisch beleg -und belastbar) angeführte Gewalt durch Jugendliche mit „Migrationshintergrund“ JEDES Jahr an Toten.

    Aber locker. Keine Woche mehr ohne Ehrenmord. Keine Woche ohne Messerstechereien mit Todesfolge. Keine Woche mehr ohne daß Menschen von eben jener (immer noch MINORITÄREN!) Gruppe totgeschlagen, krankenhausreif geprügelt, drangsaliert werden.
    Allein in Berlin dürften im vergangenen Jahr mindestens ein Dutzend Menschen „in diesem Zusammenhang“ ums Leben gekommen sein.

    Ihr trauriges Blättchen, das ich wegen seiner links-reaktionären Gesinnung in einem vorigen Post mit der
    Preußischen Kreuzzeitung zu vergleichen wagte, müsste nur einmal sich der Mühe unterziehen, und anstelle von Ideologie zu produzieren, die vorhandenen und erreichbaren Polizeistatistiken auswerten.

    DAS ist mit Möhlings „fünfter Kolonne“ der Appeaser und Konformisten gemeint

    Tschüss und Tschau

    • 30. November 2008 um 01:34 Uhr
    • DonQuixote
  36. 36.

    @tati
    „Wie ich bereits vor einigen Tagen gepostet habe.
    Gier und Geiz sind die Manifestationen für die menschliche Vorstellung, von einer Sache gäbe es zu wenig für Alle.“

    Bloß die Sache, um die es sich handelt, sind irgendwelche Konsumgüter wie Flachbildschirme. Wenn Menschen verhungern und bei einer Lebensmittellieferung übereinander herfallen, kann man das verstehen, aber wenn sie sich bei dem Versuch, irgendwelchen nutzlosen Plunder zu erwerben, über den Haufen rennen, sieht die Sache schon anders aus.

    • 30. November 2008 um 03:17 Uhr
    • lebowski
  37. 37.

    >Über 140 Tote durch Neonazi-Gewalt seit 1990:

    Herr Lau, machen sie es nicht noch schlimmer.

    Man könnte ruhig mal zugeben, aus der Hüfte geschossen zu haben.

    Bloggen verleitet zum Unsinn schreiben, wissen wir doch alle.

    • 30. November 2008 um 03:35 Uhr
    • PBUH
  38. 38.

    @JL
    „Über 140 Tote durch Neonazi-Gewalt seit 1990″

    Die statistik geht bis 2004. Bis 2008 dürften es noch mehr sein.

    @don molino

    „140 Tote? Soviel produziert die von möhling (statistisch beleg -und belastbar) angeführte Gewalt durch Jugendliche mit “Migrationshintergrund” JEDES Jahr an Toten.“

    Das ist eine Propagndalüge. Wo bleibt die Statistik??

    • 30. November 2008 um 05:01 Uhr
    • docaffi
  39. 39.

    Für 2005

    „Mindestens 28 rechtsextreme Straftaten am Tag…“

    http://archiv.mut-gegen-rechte-gewalt.de/druckartikel.php?id=3&kat=10&artikelid=2037

    • 30. November 2008 um 05:06 Uhr
    • docaffi
  40. 40.

    @docaffi

    Wenn Sie schon ANTIFA Quellen verlinken, dann bitte auch sinngemäß.

    #Mindestens 28 rechtsextreme Straftaten am Tag…
    …darunter zwei Gewalttaten täglich#

    Das heisst im Klartext:
    20 mal Hakenkreuz Schmierereien auf die Mülltonne, 3 mal alte Postkarten mit Hitlerphoto auf dem Flohmarkt verkauft und 3 mal im Vollrausch den Hitlergruss gezeigt.
    WOBEI dann noch nicht geklärt wäre, wieviel Prozent der rechtsradikalen „Straftäter“ einen Migrationshintergrund haben.

    Glauben Sie mir, wir hätten goldene Zeiten, wenn der Kampf gegen Rechts unser Hauptproblem wäre.

    • 30. November 2008 um 09:45 Uhr
    • tati
  41. 41.

    @Jörg Lau

    Thema Gewalt:
    Grösste Probleme sind der Linksextremismus und die Gewalt der „Südländer“ – Herr Lau – Sie wissen das, jeder weiss das.

    Während die Gewalt der „Südländer“ mittlerweile thematisiert wird, warte ich immer noch auf den Kampf gegen Links.
    Bis dato hat es bei der linksextremen Gewalt leider nur zu einer halbherzigen Distanzierung gereicht.

    P.S.:
    Stellen Sie sich einmal vor, eine Demo „rechter“ Studenten gegen Studiengebühren hätte sich unlängst genau so verhalten, wie der linke Mob an der Uni in Berlin – und die dortige Ausstellung zur Enteignung der jüdischen Unternehmer im III.Reich demoliert.
    NOCH FRAGEN?

    • 30. November 2008 um 10:09 Uhr
    • tati
  42. 42.

    @Jörg Lau
    > Über 140 Tote durch Neonazi-Gewalt seit 1990:
    > http://tinyurl.com/4oza7h

    Zum Thema die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig


        „Bei Delikten der Gewaltkriminalität ist auf der Täterseite die Anzahl junger Männer nicht deutscher Herkunft – es muss hier vorrangig von türkischstämmigen, aber noch deutlicher von arabischstämmigen Tätern die Rede sein – dreimal höher als bei deutschen Jugendlichen und Heranwachsenden.“

        „Hinzu kommt nach meinen langjährigen Erfahrungen als Richterin mit derartigen Verfahren, dass bei Gewalttaten, bei denen die Täter Migranten sind, auf der Opferseite zu etwa einem Dreiviertel Personen ohne den auf Täterseite erwähnten Migrationshintergrund stehen.“

        „Die Senatsverwaltung für Inneres in Berlin hat in der „Landeskommission gegen Gewalt“ eine Studie zu dem Thema ‚Gewalt von Jungen, männlichen Jugendlichen und jungen Männern mit Migrationshintergrund‘ durch eine Arbeitsgemeinschaft anfertigen lassen. Auch hier wird völlig offen mit der Tatsache umgegangen, dass jugendliche Migranten deutlich mehr Gewaltdelikte begehen als gleichaltrige Deutsche.“

        Von der Gesamtheit der Intensivtäter haben 80 Prozent einen Migrationshintergund. Davon fallen 45 Prozent auf arabische Täter – die einen ganz geringen Teil der Berliner Gesamtbevölkerung ausmachen – und 34 Prozent auf türkischstämmige Täter.

    Gottseidank hatten solche Umstände republikweit weder vor noch nach 1990 je Todesfälle zur Folge – auf jeden Fall keine statistisch erfassten. Mal im Ernst: Geht’s hilfloser? Ihre Zahlen sind hier sattsam bekannt, Ihre Intervention nicht informativ, sondern performativ – seht her, meine peers, ich schreibe, was als Cordhosen-Antifa zu schreiben ist, auch wenn ich weiß, dass entsprechende Vergleichsdaten nicht erhoben werden, da die Folgen für den sozialen Frieden katastrophal wären – mal abgesehen davon, dass meine Antipathien gegen Rechtsextreme gut antirassistisch nach Hautfarbe, Herkunft und Opportunität gestaffelt sind.

  43. 43.

    An Tati und den Rest der Rechtsfraktion: Das Problem Ihrer Polemik ist Ausdruck Ihrer Hilflosigkeit und Frustration. Es geht einfach nicht so weiter, nicht wahr? Also was tun, die Knarre aus’m Schrank holen, heimliche Sympathie für sowas hier

    http://www.jungewelt.de/2008/11-20/012.php

    oder lieber mal wieder ein Asylheim abfackeln? Lichtenhagen ist ja schon so lange her. Könnte mal wieder ein Revival folgen. Die Rechtsextreme ist wenigstens konsequent, ein Fünkchen heimlicher Freude darüber darf es dann doch sein, oder?

    Also, was wollen Sie? Den neuen starken Mann? Den Blog zur Balint-Gruppe für 68-Neurotiker transformieren? Oder einfach mal Lau für seine differenzierte Arbeit die virtuelle Meinung sagen?

    Wie auch immer, die Rechte hat seit 68 viele Jahre Zeit gehabt, das Gewalt- und Islamproblem in den Griff zu kriegen. Ich erinnere mich lebhaft, dass es selbst 16 Jahre Regierung unter dem Dicken es nicht fertig brachten, auch nur einen Jota der Umsturzphantasien der Friedensreligion zu realisieren. Eine Lösung bietet die Konservative nicht, nur schräge Propekte álá Schäuble, der schon einen Türkkanzler heraufziehen sieht. Dem ist wohl eher die Obamawelle in die Gyri gestiegen, als dass es sich um ernsthafte Analyse handelt. Der Rest der Konservativfraktionen tut sich auch nicht durch besondere Schlauheiten hervor.

    Also, Butter bei die Fische, Ihre Lösungen?

    • 30. November 2008 um 11:53 Uhr
    • Bergpalme
  44. 44.

    LOL – noch ein Fan der linksextremen Stasi-Postille

    • 30. November 2008 um 12:02 Uhr
    • PBUH
  45. 45.

    @tati
    „20 mal Hakenkreuz Schmierereien auf die Mülltonne, 3 mal alte Postkarten mit Hitlerphoto auf dem Flohmarkt verkauft und 3 mal im Vollrausch den Hitlergruss gezeigt.“

    bla bla bla, erst Mal Augen auf machen. Im Gegensatz zu Ihnen und Ihren Propagandalügen (besonders von Möhling) präsentiere ich Zahlen:

    http://www.petra-pau.de/16_bundestag/dok/down/2005_zf-rechtsextreme-straftaten.pdf

    • 30. November 2008 um 12:31 Uhr
    • docaffi
  46. 46.

    @docaffi

    Danke für die Klarstellung:

    Rechtsextreme und fremdenfeindliche Straftaten 2005

    Vers.Töt. : 0

    Vollend. Tötung : 1

    ——————-

    In Deutschland gibt es wirklich andere Probleme, jeder hier weiss das auch.

    • 30. November 2008 um 12:45 Uhr
    • PBUH
  47. 47.

    @Bergpalme

    Der erste Schritt zur Lösung eines Problems ist die Benennung des Problems.
    Dies geschieht in Deutschland aber nicht mit der nötigen Sorgfalt.
    Die durchaus vorhandenen rechtsextremen Straftaten werden überhöht, die linksextremen Straftaten werden relativiert und schöngeredet, die Straftaten mit Migrationsbezug wurden bis vor kurzem generell verschleiert, neuerdings – nachdem sie nicht mehr zu verschleiern sind, wird aus gewissen Kreisen der Versuch unternommen. die Mehrheitsgesellschaft dafür verantwortlich zu machen.
    Seltsamerweise wird von dieser Seite die Mehrheitsgesellschft nie für die Entstehung von rechtsradikaler Gewalt belangt.

    • 30. November 2008 um 12:55 Uhr
    • tati
  48. 48.

    Zahlen aus der Bundeskriminalstatistik:

    Im Abschnitt „Nichtdeutsche Tatverdächtige nach Staatsangehörigkeit“ finden wir die Aussage „Im Vergleich zu ihren Tatverdächtigenanteilen bei den Straftaten insgesamt (siehe Seite 112) sind vor allem
    Tatverdächtige mit türkischer und vietnamesischer Staatsangehörigkeit bei den vorsätzlichen Tötungen
    überdurchschnittlich vertreten.“

    Das bedeutet im Jahr 2007 reden wir bei insgesamt 947 Mordfällen über 268 nichtdeutsche Täter und davon bei 35% über Türken.
    Wohlgemerkt, das sind Mordfälle, keine Totschläge, die kommen extra.

    Die Statistik ist etwas länglich, wer Lust hat sie mal durchzuarbeiten: „http://www.bka.de/pks/“

    • 30. November 2008 um 13:02 Uhr
    • Mattes
  49. 49.

    @docaffi

    In Ihrem link steht genau das drin, was ich gesagt habe.
    Danke.

    588 rechtsextreme Gewaltdelikte
    7625 rechtsextreme Propaganda-Delikte

    Gruss an die Hammer & Sichel, Che Guevara und Fidel Castro T-Shirt Fraktion.

    • 30. November 2008 um 13:05 Uhr
    • tati
  50. 50.

    @tati

    Ja das ist wirklich merkwürdig. Man entschuldigt Ausländerkriminalität mit der angeblich desolaten sozialen Lage dieser Leute. Die Ursache rechtsradikaler Inländerkriminalität ist dagegen offenkundig in einer genetischen Disposition der Deutschen zu finden. Nur so macht ja auch dieser eigenartige Satz von JL Sinn:

    Gibt es bei uns nicht eigene, besondere Formen der Barbarei wie etwa den Antisemitismus und die Xenophobie unserer Neonazis?

    Dazu passt dann auch die estaunliche Vorliebe für das neobolschewistische Erbauungsblättchen Junge Welt. Da sind übrigens die härtesten Antisemiten zu fingen.

    • 30. November 2008 um 13:17 Uhr
    • riccardo
  51. 51.

    Tati, die Benennung der Probleme ist weder ein spezifisch linkes noch rechtes Problem. Ein Beispiel aus eigener Anschauung, das ich mit einem guten Freund, OB einer dt. Großstadt, und seiner CDU gemacht habe: Dort wird unter vorgehaltener Hand das Szenario „in 20 Jahren hat der Islam die Mehrheit“ propagiert, im realen Kontext aber nichts unternommen, bzw. öffentlich benannt. Also nochmal, da Sie überhaupt keine Lösungen in Ihrer Antwort angeboten haben und wiederum das Islamproblem als spezifisch links darstellen, wie sehen Ihre Lösungen aus?

    Unterm Strich bleibt ein Problem bei der Bekämpfung (!) des Islam, dass immer noch alte politische Muster herangezogen werden und der politische Gegner im jeweils anderen Lager gesucht wird. Warum wohl meidet die CDU offene Diskussionen? Weil es vom Gegner ausgenutzt würde. Warum wohl solidarisiert sich die Linke mit der Islamideologie (einer durch und durch faschistischen Weltanschauung)? Weil es Wählerstimmen sind. Glauben Sie ernsthaft, wenn Sie hier Ihre 68er Neurose dauernd rezitieren, ändern Sie etwas daran? Im Gegenteil, Sie lenken mal wieder vom Thema ab, um politisch Ihr Lager zu profilieren. Antiislamistisch gebären Sie und die Rechtsfraktion sich hier nicht.

    Der Islam ist nur vom demokratischen Standpunkt aus zu bekämpfen, nicht aus einem politischen Lager heraus.

    • 30. November 2008 um 13:25 Uhr
    • Bergpalme
  52. 52.

    @Lebowski #36
    „Wenn Menschen verhungern und bei einer Lebensmittellieferung übereinander herfallen, kann man das verstehen, aber wenn sie sich bei dem Versuch, irgendwelchen nutzlosen Plunder zu erwerben, über den Haufen rennen, sieht die Sache schon anders aus.“

    Was nicht anders aussieht ist die Physiologie der Stressreaktion: egal ob es sich um hungernde Flüchtlinge in Goma handelt, die über andere trampeln, um an Lebensmittel zu kommen, oder um Schnäppchenjäger, die einen Wal-Mart-Angestellten zu Tode trampeln. Phylogenetisch betrachet handelt es sich bei dieser Stressreaktion um ein uraltes Antwortmuster, das auch noch unspezifisch ist und eben nicht unterscheidet zwischen einer Lebensmittellieferung in Goma und nutzlosem Plunder bei Wal-Mart.

    Wie Tati treffend feststellte: „Das zivile Mäntelchen des menschlichen Wesens ist nur mit dünnem Stoff gewebt“. Nichts anderes sagte und zeigte Freud, auch indem er darauf hinweis, welche im wahrsten Sinne unwahrscheinliche Verdrängungsleistung zivilisiertes Verhalten darstellt. Dass der Mensch in der Lage ist, diese Verdrängungsleistung zu vollbringen ist an sich ein Wunder. Kein Wunder ist jedoch, dass es viele Ausrutscher gibt, sowohl auf der kollektiven als auch auf der individuellen Ebene.

    Wie dünn das Mäntelchen tatsächlich ist, haben Forscher wie Zimbardo gezeigt, denen es überraschend schnell „gelungen“ ist, den Stoff unter experimentellen Bedingungen zum Reißen zu bringen. Zimbardos Ausführungen dazu sind lesenswert:

    http://www.prisonexp.org/german/indexg.htm

    @ JL
    So dünn wie das zivile Mäntelchen ist die Psychologie jedenfalls nicht.

    • 30. November 2008 um 13:49 Uhr
    • Miriam
  53. 53.

    @Bergpalme

    Die CDU ist nicht unbedingt der Prototyp einer konservativen Partei, eher im Gegenteil.

    >Der Islam ist nur vom demokratischen Standpunkt aus zu bekämpfen, nicht aus einem politischen Lager heraus.

    Richtig, aus einem FREIHEITLICHEN demokratischen Standpunkt !

    Das Problem ist nur, die Linke steht in den meisten westlichen Ländern nicht mehr für Freiheitlichkeit.

    • 30. November 2008 um 13:57 Uhr
    • PBUH
  54. 54.

    Ach so, und Ihr Freund Erwin war nicht bei der CDU, oder wie? Und der stand für Freiheitlichkeit? Es gibt wirklich keinen besseren Brüller am Sonntagmorgen. Machen Sie sich also nicht lächerlich.

    PBUH, Sie haben nichts, aber auch garnichts verstanden von dem, was ich schrieb, sonst würden Sie nicht schon wieder das nervende Lied der bösen Linken anstimmen. Lassen Sie’s gut sein und suchen sich einen Blog „wie-werde-ich-mit-meiner-Linksparanoia-fertig.de“ oder so.

    • 30. November 2008 um 14:06 Uhr
    • Bergpalme
  55. 55.

    @ PBUH

    „Die CDU ist nicht unbedingt der Prototyp einer konservativen Partei, eher im Gegenteil.“

    Wieso im Gegenteil?

    • 30. November 2008 um 14:09 Uhr
    • Joachim_S
  56. 56.

    @Bergpalme

    Der grosse Herr Erwin war immer ein totaler Aussenseiter in der CDU, seine „Parteifreunde“ kamen erst angekrochen als seine Erfolge über alle Grenzen sichtbar wurden und sie etwas abhaben wollten, vom Glanz der Sonne des Erfolgs.

    Und natürlich stand Erwin für Freiheitlichkeit, der Mann hat von Steuersenkung nicht nur geredet sondern sie zig mal realisiert.

    • 30. November 2008 um 14:38 Uhr
    • PBUH
  57. 57.

    @tati
    „588 rechtsextreme Gewaltdelikte“ im Jahr 2005.

    Sind nicht viel?? Insbes. in einem Land mit solch einer Geschichte.

    Schande!

    • 30. November 2008 um 14:46 Uhr
    • docaffi
  58. 58.

    Hm…

    Freiheitlichkeit = Steuersenkungen?

    • 30. November 2008 um 14:47 Uhr
    • Joachim_S
  59. 59.

    @Joachim_S

    Die CDU war die Partei der unkontrollierten Masseneinwanderung, der ungezügelten Asylgewährung, der unverantwortlichen Ausweitung der Sozialversicherungen, der Bundeswehrverkleinerung, der Steuererhöhungen,…

    Konservative Politik sieht einfach anders aus.

    • 30. November 2008 um 14:50 Uhr
    • PBUH
  60. 60.

    Ja, ja, Erwin die Sonne, der Märchenprinz, der große Retter. Komisch nur, dass nach seinem biologischen Abdanken niemand mehr mit dem Größenwahnsinnigen in Verbindung gebracht werden will. Das wissen Sie doch als exzellenter Kenner der Lokalpolitik bestimmt.

    • 30. November 2008 um 14:59 Uhr
    • Bergpalme
  61. 61.

    @Bergpalme

    Ich weiss vor allem, dass den Menschen jeden Tag mehr auffällt, gerade jetzt nach der Wahl des neuen OBs, wie viel und wie unglaublich hart Erwin für die Stadt gearbeitet hat.

    Der Mann war eine absolute Ausnahmeerscheinung und seine Leistung wird unvergessen bleiben.

    Sie sind leider ein Hater

    • 30. November 2008 um 15:21 Uhr
    • PBUH
  62. 62.

    @Mattea
    1. Rechtsradikale Straftaten sind meistens politisch-ideologisch motivierte Straftaten. Welche Motive stecken denn hinter den Straftaten, die die Türken begehen?

    Lassen sich die Zahlen denn so überhaupt vergleichen?

    2. Bei den Zahlen der BKA handelt sich um Tatverdächtige.

    • 30. November 2008 um 16:08 Uhr
    • docaffi
  63. 63.

    @Miriam
    Das Prison Experiment gibt es auch als Film: „Das Experiment“ -einer der wenigen wirklich guten deutschen Filme, die ich in den letzten Jahre gesehen habe.

    Das ist aber eine ganz andere Kiste. Niemand kann sagen wie er in einer Stressituation, die er nie zuvor erlebt hat, reagieren wird.
    Ganz anders bei einem Einkauf: man kann erstens selber bestimmen wie stressig es wird und zweitens ist das keine unbekannte Situation.

    „Nichts anderes sagte und zeigte Freud, auch indem er darauf hinweis, welche im wahrsten Sinne unwahrscheinliche Verdrängungsleistung zivilisiertes Verhalten darstellt. Dass der Mensch in der Lage ist, diese Verdrängungsleistung zu vollbringen ist an sich ein Wunder. “

    Seit Jahrhunderten mühen sich Religionen -insbesondere asiatische- ab, dieses Verhalten abzustellen. Insbesondere Japaner und Chinesen haben auf diesem Gebiet einige Fortschritte zu verzeichnen.
    Das ausgerechnet die „Gier“, die im Buddhismus als Ursache allen Leidens und im Christentum als Todsünde firmiert, in der Marktwirtschaft alsn Tugend wieder auftaucht, das ist schon sehr erstaunlich.

    • 30. November 2008 um 16:08 Uhr
    • lebowski
  64. 64.

    “588 rechtsextreme Gewaltdelikte” im Jahr 2005.

    Sind nicht viel?? Insbes. in einem Land mit solch einer Geschichte.

    Schande!
    Kommentar von docaffi

    Docaffi, JEDE Gewalttat ist zuviel, ganz gleich welcher Ursache.
    Sie haben die Statistik verlinkt – jetzt beschweren Sie sich, daß ich die Zahlen benutze.

    Und seien Sie bitte mit Ihren moralischen Ergüssen über die Geschichte von Ländern etwas zurückhaltender. Mit Ihrem Heimatland gewinnen Sie keinen Blumentopf.

    • 30. November 2008 um 16:43 Uhr
    • tati
  65. 65.

    Die CDU war die Partei der unkontrollierten Masseneinwanderung,

    @ PBUH

    Die CDU hat nur bis 1969 (mit)regiert und Helmut Schmidts Anwerbestopp mitgetragen.

    der ungezügelten Asylgewährung,

    Die Reform der Asylgesetzgebung geht wesentlich auf die CDU zurück.

    der unverantwortlichen Ausweitung der Sozialversicherungen, der Bundeswehrverkleinerung,

    Es macht(e) militärstrategisch keinen Sinn, nach dem Ende des Kalten Kriegs die Mannstärke der Bundeswehr aus dem Kalten Krieg aufrechtzuerhalten. Und es offenbart ein sehr merkwürdiges Verständnis von Konservativismus und militärischer Stärke, die Konservativität einer Partei an der bloßen Mannstärke einer Armee zu messen.

    der Steuererhöhungen,…

    Welche Steuererhöhungen meinen Sie? Fußt Ihr Konservativismus darauf, dass man sich die Finanzierung der deutschen Einheit aus den Rippen hätte schneiden sollen?

    • 30. November 2008 um 16:51 Uhr
    • N. Neumann
  66. 66.

    @tati

    „Und seien Sie bitte mit Ihren moralischen Ergüssen über die Geschichte von Ländern etwas zurückhaltender. Mit Ihrem Heimatland gewinnen Sie keinen Blumentopf.“

    Was denn? Völkermord?

    Übrigens hier ist auch mein Heimatland :)

    • 30. November 2008 um 16:53 Uhr
    • docaffi
  67. 67.

    Der Islam ist nur vom demokratischen Standpunkt aus zu bekämpfen, nicht aus einem politischen Lager heraus.
    Kommentar von Bergpalme

    Bergpalme, ich bin in keinem politischen Lager.
    Meine Interessen und Ansichten zu verschiedenen Themen sind zu unterschiedlich, um sie in ein Lager zu pressen.
    Ich verstehe mich als Beobachter, in manchen Bereichen bin ich aktiv, soweit es meine Freizeit erlaubt.

    • 30. November 2008 um 16:53 Uhr
    • tati
  68. 68.

    @Lebowski
    „Ganz anders bei einem Einkauf: man kann erstens selber bestimmen wie stressig es wird und zweitens ist das keine unbekannte Situation.“
    Die Situation bei Wal-Mart am Freitag war
    alles andere als eine normale, kontrollierbare Einkaufssituation. Der einzige Weg, um selber zu bestimmen, wie stressig es werden würde, wäre das Wegbleiben gewesen. Wer sich in der Menge befand, dürfte hochgradig aktiviert und verunsichert gewesen sein und bemüht, die Kontrolle wiederzugewinnen: „Verstärkte Unsicherheit führt zu vermehrten (unproduktiven) Kontrollhandlungen. Der Zielbezug verkürzt sich, man hat nur noch das wichtige Ziel vor Augen und ist dabei nicht mehr in der Lage, notwendige Umwege zum Ziel zu planen und zu gehen. Die Sportspieler kennen dies als Primitivierung der Taktik unter dem Einfluss hoher psychischer Belastung.“ (Nitsch 1981, Stresstheoretische Modellvorstellungen, in Nitsch: Stress, S. 113.)

    • 30. November 2008 um 17:03 Uhr
    • Miriam
  69. 69.

    @docaffi

    Zu beantworten ob die Auswirkungen einer Straftat von der Motivation abhängen überlasse ich gerne den Medizinern.

    Ich kann übrigens auch diagnostizieren und bei Ihnen stelle ich ein „not born here“ Syndrom fest.

    • 30. November 2008 um 17:12 Uhr
    • Mattes
  70. 70.

    @Mattes

    Danke, bitte verraten Sie es nicht meiner Versicherung.

    Und solange Sie mich deswegen nicht verhaften, ist alles in Ordnung!!

    • 30. November 2008 um 17:20 Uhr
    • docaffi
  71. 71.

    @Mattes

    Übrigens, bei Ihnen liegt das „born here, but …“ Syndrom vor!!

    • 30. November 2008 um 17:22 Uhr
    • docaffi
  72. 72.

    @ All: Interessant, was ein wütender Kommentar über eine hässliche Seite unseres eigenen Systems auslöst.
    Sehr lehrreich.
    Ich hätte das vielleicht mit etwas Abstand nicht in diesem donnernden Prophetenton geschrieben.
    Was ich sagen wollte, hat ein Kollege bei der Times heute besser gesagt: http://tinyurl.com/5kzzgq

    It was a tragedy, yet it did not feel like an accident. All those people were there, lined up in the cold and darkness, because of sophisticated marketing forces that have produced this day now called Black Friday. They were engaging in early-morning shopping as contact sport. American business has long excelled at creating a sense of shortage amid abundance, an anxiety that one must act now or miss out.

    This year, that anxiety comes with special intensity for everyone involved — for shoppers, fully cognizant of the immense strains on the economy, which has made bargains more crucial than ever; for the stores, now grappling with what could be among the weakest holiday seasons on record; and for policy makers around the planet, grappling with how to substitute for the suddenly beleaguered American consumer, whose proclivities for new gadgets and clothing has long been the engine of economic growth from Guangzhou to Guatemala City.

    For decades, Americans have been effectively programmed to shop. China, Japan and other foreign powers have provided the wherewithal to purchase their goods by buying staggering quantities of American debt. Financial institutions have scattered credit card offers as if they were takeout menus and turned our houses into A.T.M.’s. Hollywood and Madison Avenue have excelled at persuading us that the holiday season is a time to spend lavishly or risk being found insufficiently appreciative of our loved ones.

    After 9/11, President Bush dispatched Americans to the malls as a patriotic act. When the economy faltered early this year, the government gave out tax rebate checks and told people to spend. In a sense, those Chinese-made flat-screen televisions sitting inside Wal-Mart have become American comfort food.

    And yet the ability to spend is constricting rapidly. Credit card limits are getting cut. Millions of Americans now owe the bank more than the value of their homes, making further borrowing impossible. The banks themselves are hunkered down, just hoping to survive.

    Live within our means and save: This new commandment has entered the conversation, colliding with the deeply embedded imperative to spend. And yet much of the distress is less the product of extravagance than the result of the fact that in many households the means are nowhere near enough for traditional middle-class lives.

    Wages for most Americans have fallen in real terms over the last eight years. Pensions have been turned into 401(k) plans that have just relinquished half their value to an angry market. Health benefits have been downgraded or eliminated altogether. Working hours are being slashed, and full-time workers are having to settle for jobs through temp agencies.

    Indeed, this was the situation for the unfortunate man who found himself working at the Valley Stream Wal-Mart at 5 a.m. Friday, a temp at a company emblematic of low wages and weak benefits, earning his dollars by trying to police an unruly crowd worried about missing out.

    In a sense, the American economy has become a kind of piñata — lots of treats in there, but no guarantee that you will get any, making people prone to frenzy and sending some home bruised.

    It seemed fitting then, in a tragic way, that the holiday season began with violence fueled by desperation; with a mob making a frantic reach for things they wanted badly, knowing they might go home empty-handed.

  73. 73.

    Also mal eine rein technische Frage: Wie gross sind die Türen, und wie gross ist der Platz davor? Wenn das amerikanische Dimensionen sind, dann erklärt das die Stampede besser als jede Mentalitätsüberlegung.

    • 30. November 2008 um 18:09 Uhr
    • FreeSpeech
  74. 74.

    Die Medien greifen sich auch gerne solche Exzesse heraus, um dann eine kollektive moralische Reinwaschung zu zelebrieren. Das Beispiel Sebnitz hat gezeigt, dass für das Ritual noch nicht einmal der konkrete einzelne Exzess unbedingt Realität sein muss. Es reicht völlig, dass der Einzelne die Möglichkeit des Exzesses IN SICH spürt, fürchtet und dann bei den anderen austreibt.
    Mag sein, dass es in den USA jetzt zu einer ganzen Reihe von Ritualen und Knäckebrot-Messen kommen wird, bei denen symbolisch die Gier ausgetrieben wird. Wer sich abgewandt hat, als die Gier gefeiert wurde, muss auch bei ihrer Austreibung nicht unbedingt dabei sein. Dann doch lieber Fischen gehen.

    • 1. Dezember 2008 um 12:15 Uhr
    • AM
  75. 75.

    ich liebe die Kommentare hier.

    Eigentlich lese ich hier nur wegen der Kommentare mit…..

    @ M.Möhling, ihre Kommentare landen bei mir in einem Ordner mit Argumentationshilfen.
    @ DonQuixote, Tati und Co.
    Euere auch !

    Hier wird wenigstens Information und Meinung transportiert.

    (ob man Meinungen teilt bleibt jedem selbst überlassen)

    Meine tägliche Zeitung (Badische Zeitung) hat es doch glatt fertiggebracht in einem ganzseitigen Artikel über die Anschläge von Mumbai nicht einmal das Wort „islamistisch“ unterzubringen…….

    Dafür soll ich Geld bezahlen ?

    @Jörg Lau.
    Ihre Beiträge lese ich auch 😉

    (danke für den Blog !!)

    • 2. Dezember 2008 um 13:58 Uhr
    • raphael
  76. 76.

    „@ M.Möhling, ihre Kommentare landen bei mir in einem Ordner mit Argumentationshilfen.“

    Möhling und Argumente? Mir ist er bisher nur durch Gegeifer aufgefallen.

    • 2. Dezember 2008 um 15:12 Uhr
    • Joachim S.
  77. 77.

    Bergpalme, regen Sie sich ab, Schäuble, Laschet oder Süßmuth sind mir auch nicht lieber als Frau Roth. Letztlich ist es *alles* gute, feige, konformistische Wohlfühl-Sozialdemokratie, was heutzutage als (ex)Volkspartei parlamentarisch oder kommunal noch so kreucht und fleucht. Das Problem: Sozialdemokraten lassen sich von links treiben. Die lesen alle SZ und Zeit und plapperns halt nach – wer ausschert, kommt in Generalverschiss. Und die SZler und Zeitis lassen sich von Schiffauer, Hafez, taz und Bax die Welt erklären. (Vorausgesetzt, Hafez muß gerade nicht direkt bei Schäuble vortragen und kann sich freimachen) Die Säcke wiederum gehen noch ganz woanders zur Tränke, Schiffi beispielsweise läßt sich bei seinen Genossen von marx21.de duzen. Und beim Goethe Institut schließt sich der Kreis wieder. Da dürfen Schiffi und seine Multituden erklären, dass Aufklärung „Kolonialismus“ und den „Genozid“ herbeigeführt hätten, außerdem sei die Islamkonferenz gemein, weil man eigentlich nur „Muslime an die Leitkultur“ heran führen möchte. Und natürlich: „Historisch gesehen ist der Anti-Islamismus eine Form europäischen Rassismus“. Dazu gab’s Schnittchen auf Steuerzahlers Kosten. Halal, klaro. Danach Disko mit Massiv.

  78. 78.

    Hier noch der Link zum Blog des Goethe-Instituts, hatte ich ganz vergessen.

    Und hier noch was zur Gesprächsreihe „No integration?!“ des, äh, Instituts. Man klicke sich mal durch die Referentenliste: Schiffauer, Terkessidis, alles was Rang und Namen hat. Man überfliege mal die Inhalte – alles durch die Bank der übliche post-koloniale Seim:

    „Politik … muss dem legitimen Bedürfnis nach dem Recht auf Differenz Rechnung tragen“, „rassistische[s] Wissen“, „Intercultural Mainstreaming“, „Integrationsleistungen sind von den Organisationen des Aufnahmelandes zu erbringen“, „demokratische Werte, wie Meinungsfreiheit, freie demokratische Wahlen und demokratische Ordnung, [die] zum Symbol moralischer Überlegenheit [werden], die man als Waffen gegen den ‚Anderen‘, den Barbaren verwendet“, „Integration ist Exklusion“, „Hybridität als spätkapitalistische Logik der kulturellen Übersetzung“, „Ethnizität, Differenz und Hybridität in der Migration. Eine postkoloniale Perspektive“, „eurozentristischen Dominanzkultur“, „Der selektive Sprachnachweis etwa für Einwanderungswillige aus der Türkei … [ist] kontraproduktiv und diskriminatorisch … verallgemeiner[t] … das Bild des rückständigen und fundamentalistischen Ausländers, der im Gegensatz zu den aufgeklärten Deutschen und EU-Bürger/-innen Nachhilfeunterricht in Demokratie und Frauenrechte bedarf“, „Der kosmopolitische Blick erkennt Andersheit an, Unterschiede werden hier als solche akzeptiert und nicht bewertet … In der Differenz liegt die Lösung“. Das Zahlen alles wir! Und Angie Merkel und Co. lassen den Käse organisieren.

  79. 79.

    Mist, schon wieder einen Link vergessen, den zur Gesprächsreihe „No integration?!“

  80. 80.

    >Danach Disko mit Massiv.

    Wobei die naive taz mal wieder nichts durchschaut hat.

    Noch führt eine Pro-Terror Position gegen Israel in Deutschland unweigerlich ins Abseits, zum Glück, im Gegensatz zu GB.

    • 2. Dezember 2008 um 18:47 Uhr
    • PBUH
  81. 81.

    Möhling, das einzige, was mir an Ihrem Füllhorn platter Lyrik gefallen hat, ist „wer ausschert, kommt in Generalverschiss„. Schönes Wortspiel.

    Ansonsten nichts Neues im Neurosengeschäft.

    Schiffauer? Ist das die, die für den zerebral dauertraumatisierten Konvertiten aus der Faschisten-Riege schreibt?

    • 2. Dezember 2008 um 19:19 Uhr
    • Bergpalme
  82. 82.

    @Bergpalme #81

    Werner Schiffauer ist Kultur- und Sozialanthropologe. Hier ein sehr lesenswerter Vortrag von ihm:

    http://www.lptw.de/archiv/vortrag/2002/schiffauer.pdf

    Im Netz kann man viele weitere Beiträge finden.

    • 2. Dezember 2008 um 20:17 Uhr
    • Miriam
  83. 83.

    Miriam, hatten wir doch schon mal :-) – als Wissenschaftler ist er brauchbar, politisch wohnt er aber in der Fehlhalde, der Speivogel – Potz Blut, Strahl, Fickerment und hundert Gift! Residiert übrigens bei mir in der Nähe, in der idyllischen Fontenepromenade im bürgerlichen SO61, versteht sich. Bevor er dem Kapital mit frommen Hilfstruppen den Garaus macht, setzt der Wendenschimpf noch ordentlich die Kegel auf.

    @Bergpalme
    > Schiffauer? Ist das die, die…
    Nein, das ist die Schiffer, Sabine, die in ihrer Wohnküche ein zweieinhalb-Frauen Institut für Völkerverständigung und Medienvergewaltigung betreibt – you get her drift. Schiffer und Schiffauer sollte man aber schon auseinanderhalten können, Palmfrüchtchen, Sie Schmalspur-Islamoklast.

    Worauf wollen Sie eigentlich hinaus? Soll ich etwa mit Schnittmengen-Lafo und Ulla Jelpke gegen die Hisbollah ziehen? Das geht doch nicht (Ulla is inner Mitte, Nasrallah prangt hinter ihr). Sagense mal, wo’s lang gehen soll. Wer ist denn alles ‚n Demokrat? Ströbele, der Gas-Scuds gen Engeland Tel Aviv irgendwie schon verstehen kann? Wohl nicht. Wer also in der Linken ist den derzeit kein identitärer polymorph-kultureller Linksreaktionär?

  84. 84.

    @M. Möhling

    Sie haben ein wirklich unglaublich gutes Gedächnis.

    • 2. Dezember 2008 um 22:30 Uhr
    • PBUH
  85. 85.

    Nicht nur das, ich bin auch recht albern: Hisbulla Jelpke klingt doch schmuck… Ich glaube, das zweitverwerte ich bei Gelegenheit auf meinem kargen Blöglein :-))

  86. 86.

    @Jörg Lau:passim
    raphael dankt für den Blog. Hm… na gut, ich auch. Jetzt ist es raus. War gar nicht so schwer. Lassen Sie’s sich nicht verdrießen. Sollte auch nicht schwer fallen, Sie haben ja Brownies satt on a daily basis. And more librulz top, bottom, left, right, and center than you can shake a stick at. Must be great. For some.

    Hier übrigens mal ganz was Neues: Echter Mehrwert für die community zum Thema Mumbai. (wenn auch mit Tippfehler und Gemeinheiten – can’t teach an old dog new tricks…)

  87. 87.

    Miriam, danke für die Erhellung.

    Möhling, auch Manien sind therapierbar, Sie virtuelles Würstchen.

    • 3. Dezember 2008 um 00:33 Uhr
    • Bergpalme
  88. 88.

    Palmström, Sie blassrosa Morgenstern – etwa hoffnungslos verliebt in Hisbulla, der Heroine mit dem knochigen Dekolleté? Die sollte mal mit Sahra W. auf die Fettweide getrieben werden. Zwei Wochen Hummer satt, dann können wir drüber reden.

    Aber jut, jetzt lassen wir Ihr prekäres Liebesleben mal beiseite und kommen zur Gretchenfrage: is there, is there balm in Gilead? Gibt’s noch Linke, die nicht linken? Helden, die nicht hinken? Rote Socken, die wo nicht stinken? Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Ersatzweise das ZK einer Kaderpartei Ihrer Wahl.

  89. 89.

    Ähm, ick entschullige mir bei die Damen. Aber bei Islamofaschotrulla Jelpke is sense.

  90. Kommentar zum Thema

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