Ein Blog über Religion und Politik

Der Attentäter von Mumbai gesteht

Von 30. November 2008 um 21:26 Uhr

Nach einem Bericht der Dail Mail hat der einzige Überlebende Attentäter von Mumbai zugegeben, der Lashkar-e-Taiba anzugehören, einer Terrorgruppe aus dem pakistanisch kontrollierten Teil Kaschmirs

Azam Amir Kasab, 21 Jahre

Die Gruppe sei von den Hintermännern aufgefordert worden, "Weiße anzugreifen, bevorzugt Amerikaner und Briten". Der ursprüngliche Plan sei gewesen, 5000 Menschen zu töten.

Einige der Täter, unter ihnen auch Azam Amir Kasab, der Überlebende, seien vor einem Monat in Mumbai gewesen, wo sie sich als Studenten ausgegeben hätten, um das Gelände für ihre Aktion auszuchecken und die Angriffsziele zu filmen.

Teil des Plans sei es auch gewesen, in der Prominenten-Gegend Malabar Hill VIP's als Geiseln zu nehmen. 

Kasab habe zugegeben, dass sein Kommando in Pakistan (Kaschmirregion) trainiert worden sei. Das Training habe über 5 Monate gedauert.

Die Terroristen haben über Blackberrys miteinander kommuniziert.

Schon am 21. November sollen sie aus der Nähe von Karatschi in Pakistan aufgebrochen sein.

Unterwegs wurden sie von einem größeren Schiff mit einem Arsenal von Waffen versorgt, darunter Kalaschnikoffs und acht Handgranaten für jeden Angreifer. 

Sie entführten eine Fisch-Kutter und töteten die fünfköpfige Besatzung. Einer der Männer würde enthauptet aufgefunden.

Am 23. November wurden sie von der Küstenwache aufgegriffen, aber es gelang ihnen offenber, die beiden Beamten zu überwältigen und einen sofort zu töten,  den anderen zunächst zur Mithilfe zu erpressen und dann zu erschiessen, kurz bevor sie Mumbai erreichten.

(Was dann folgte, hier.)

"‘I have done right,’ he told investigators. ‘I have no regrets.

One police source said: ‘He [Kasab] was telling our people this in a most dispassionate way and responded to the horror their faces betrayed by shrugging his shoulders, as if it was all of no real consequence.’

Sources said tests on Kamal’s blood and urine showed he was under the influence of drugs to help keep him alert during the long battles with Indian security forces."

Leser-Kommentare
  1. 1.

    „Und lass die Ungläubigen nicht meinen,dass sie Uns entgehen könnten;sie können(Allah) nicht vereiteln.So rüstet gegen sie,soviel ihr
    vermögt an Mann und Pferd,um Allahs Feinde abzuschrecken und euren Feind und andere außer ihnen,die ihr nicht kennt,Allah aber kennt.Und was ihr auch spendet auf Allahs Weg,Er wird es euch erstatten.Und es soll euch kein Unrecht geschehen.“
    Sure 8,59-60

    Wieder wurde von islamistischen Terroristen getötet.Eine Religion die den Kampf gegen die Ungläubigen in ihrem Buch (Koran) und
    aus den Hadithen heraus zum Programm macht,stellt für mich eine
    nicht zu unterschätzende Gefahr,auch in Deutschland,dar.Der Islam ist eine ideologische Bewegung,die alle Bereiche des täglichen Lebens betrifft.Leider können sich viele unserer säkularisierten Christen,und schon garnicht die vielen Atheisten in unserer Intelligenz und Politik ,dieses Gewaltpotential in der Verbindung von
    Religion und gesellschaftlicher Frustation vorstellen.
    Stellen wir uns im Angesicht der Finanzkrise einen massiven marteriellen und wirtschaftlichen Abschwung vor.Was wird dann mit
    den vielen nichtausgebildeten jungen muslimischen Mitbürgern passieren?Wird sich dann in ähnlicher Lesart gegen die wirtschaftlich bessersituierten Ungläubigen gestellt?

    • 30. November 2008 um 22:47 Uhr
    • Ulrich Zumbrock
  2. 2.

    Hoffentlich sacken sich den die Amerikaner nicht ein. Denn lebenslang indischer Knast ist die absolut gerechte Strafe für so einen Hund. Der wird nimmer froh.

    • 30. November 2008 um 22:59 Uhr
    • Bergpalme
  3. 3.

    Der Westen in der Wahrnehmungsfalle im Kampf gegen den Terror

    So lautet die Überschrift eines widerlichen Pamphlets
    auf islam.de als Reaktion auf die jüngsten Anschläge in Indien.
    KEIN Wort des Bedauerns, daß dieser Terror von Leuten im Namen des Islam begangen wurde.
    Dafür jede Menge Angriffe auf die Berichterstattung in den Medien, die den Islam immer nur kriegerisch darstellen würden.

    http://islam.de/11222.php

    • 1. Dezember 2008 um 00:38 Uhr
    • tati
    • 1. Dezember 2008 um 01:21 Uhr
    • word
  4. 5.

    Lashkar-e-Taiba gehört zum Umkreis von Al-Kaida und dem pakistanbsichen ISI. Das passt also ziemlich gut zusammen.

    • 1. Dezember 2008 um 01:39 Uhr
    • J.S.
  5. 6.

    Wie viel Hass muss man eigentlich in sich verbergen, wenn man vor hat 5000 Menschen zu töten??

    Naja, der junge Mann ist jetzt bestarft genug; statt einige himmliche Jungfrauen, wird er sich bald mit paar knackigen indischen Jungs beschäftigen müssen!!

    • 1. Dezember 2008 um 01:50 Uhr
    • docaffi
  6. 7.

    @word

    Super interview. Die Frage ist halt, wieviel Angst Herr Khadra selbst vor den algerischen Islamisten hat. Es muss ja einen Grund geben, warum er in Frankreich lebt.

    • 1. Dezember 2008 um 01:54 Uhr
    • docaffi
  7. 8.

    In Algerien würde Herr Khadra wohl weitaus weniger Geld mit solchen Interviews verdienen.

    • 1. Dezember 2008 um 02:01 Uhr
    • J.S.
  8. 9.

    Das muß die indischen Geheimdienste aber total unvorbereitet getroffen haben. Keine Informationen über eine Gefährdungslage durchgesickert? Keine Erkenntnisse über geplante Aktionen, während der langen Anreise, während der Entwicklung des Angriffs auf dem Meer? Keine Krisenreaktionspläne für solche Fälle?

    Unglaublich, wie verwundbar demokratische Gesellschaften sind, wenn einige Fanatiker sich dies zum Ziel setzen und einige Wochen trainieren. Diese Attacken sind in jedem europäischen Land ebenso möglich, scheint mir.

    Es fragt sich, wie berechtigt und sinnvoll Schäubles Gesetzesvorhaben vor diesem Hintergrund wirklich sind. Wer hätte schon bessere Ideen zu bieten, um solche Mörderbanden zu verhindern?

    • 1. Dezember 2008 um 02:18 Uhr
    • Flash
  9. 10.

    @tati:3
    > Der Westen in der Wahrnehmungsfalle im Kampf
    > gegen den Terror
    > So lautet die Überschrift eines widerlichen
    > Pamphlets auf islam.de als Reaktion auf die
    > jüngsten Anschläge in Indien

    Wenn Typen à la Kai Hafez oder, wie hier, Sabine Schiffer ihnen nicht Formulierungshilfe geben würden, wären die Kretins, tschulligung, Herrn Laus Dialogpartner auf gleicher Augenhöhe, z.B. islam.des Chefredakteur, nicht mal dazu in der Lage. Jawohl, das ist derselbe Mazyek, der in diesem Forum – fälschlicher Weise – immer wieder gerne als Agent der Finsternis hingestellt wird (Jörg Lau, 16.06.2008).

    Hier ist ein übles shtick von Herrn Laus Leib-und-Magen-Blatt, der NYT. Der Subtext ist der gleiche wie bei Mayzeks infamen Geschreibsel, aber an Krokodilstränen und höchstpersönlicher Betroffenheit wird nicht gespart – und natürlich stellt man sich cleverer an, denn Hafez‘ und Schiffers braucht man dort nicht, die hat man inhouse. Schuld am Schlammasel sind böse Entitäten namens „terrorists“, die ein wunderprächtig multireligiöses Kleinod zerstören, das eben illiberalen Bösewichten aller Konfessionen verhasst ist.

    Kenneth Anderson (Washington College of Law, Hoover Institution/Stanford, Human Rights Foundation) schreibt auf Pajamasa Media zum Thema NYT sehr bedenkenswertes: A Requiem for My New York Times Subscription – Why pay $600 a year for home delivery for a partisan opinion magazine available free on the web?“ Indeed. In naiveren Zeiten war es zwar immer mein Traum, mal meine Wochenden in einem fashionablen Harlemer Brownstone mit der Sonntagsausgabe der Gray Lady und einer Kilopackung Brownies zu verbringen, aber dass das verratzte Drecksblatt jetzt den Weg alles Irdischen geht, ist schon recht.

    @word:4
    > Das meint der Intellektuelle
    > (interessante Kommentare)

    Für den Intellektuellendarsteller Khadra gelten auch Fouad Ajamis Worte: They flee the burning grounds of Islam, but carry the fire with them. Kadhra kann nicht anders. Westliche Annehmlichkeiten -und sogar Freiheiten- nimmt er zwar gerne in Anspruch, wenn aber seine Bezugsgruppe attackiert wird, schliesst er die Reihen seines Opferkollektives, und dann ist der Westen allemal verantwortlich. Nichts anderes tut der Mob in den ethnisch befreiten Zonen Europas: Gegen Repräsentanten der outgroup, Polizei, Feuerwehr, Justiz, Medien, younameit, heißt es zusammenstehe – Interna wird nur intern erörtert und geklärt.

  10. 11.

    „Wer hätte schon bessere Ideen zu bieten, um solche Mörderbanden zu verhindern?“
    Das ist nicht schwer.
    Man geht nach Afghanisten, Irak und bekämpft die Terrorbanden.
    Das ist gar nicht so schwer wenn man wirklich will. Unsere Politiker hingegen nutzen die Terroristen um ihren eigenen Kontrollwahn zu rechtfertigen.

    • 1. Dezember 2008 um 02:30 Uhr
    • J.S.
  11. 12.

    Den Schluss meines unsäglichen Gegeifers muss ich noch ergänzen: …Interna wird nur intern erörtert und geklärt, Sabine Schiffer leistet aktive Schützenhilfe, und Herr Lau steht unschlüssig abseits und dreht Daäumchen, denn schliesslich ist unser Lebenstil krank. Ohne Abstriche krank. Da muss man dem Muslimbruder Mayzek wenigstens zuhören, denn vielleicht, vielleicht ist sogar bei ihm und seinen Kumpels wenigstens ein Körnchen Wahrheit zu finden, ein bisschen Balsam für unsere verdorbenen Seelen.

    Die verantwortungsethisch letztlich faschistoide, linksrechte und pseudo-feministische Reaktionärin Andrea Dernbach vom Berliner Tagesspiegel hat diesen nagenden Zweifel mal auf den Punkt gebracht:

        „Ganz abgesehen davon, dass sich diese Gesellschaft, die immer noch viel zu weiß, männlich, europäisch dominiert ist, um in einer globalisierten Welt erfolgreich zu bleiben, sich mit dem Ausschluss des ‚Anderen‘, der Muslime, der Migranten, um wichtige Chancen bringt, sich zu erneuern und, ja auch, zu modernisieren.“

    Tagesspiegel, „Unser Umgang mit Muslimen bedroht die Gesellschaft“, 21.9.2008

    Edward Said, Judith Butler und Christina von Braun lassen mörderisch grüßen.

  12. 13.

    „Interna wird nur intern erörtert und geklärt.“

    Wie in jedem professionellen Fussballclub. Die Preisfrage allerdings ist wohl eher ob es intern tatsächlich zur Aussprache und Klärung kommt, oder ob es beim Abwehrreflex bleibt.

    „They flee the burning grounds of Islam, but carry the fire with them.“

    Das bezieht Ajami im Text nur auf die radical Islamists, nicht auf Leute wie Khadra. Khadra mag für Sie vielleicht Teil des Problems sein, aber ich denke er ist kein „Fackelträger“, sondern versucht eine spezifisch arabisch-muslimische Sicht einzubringen, ohne sich irgendwem anzudienen, schon gar nicht den Radikalen.

    Ich sehe sehr vieles anders als er, aber ich höre authentische Stimmen lieber als z.T. offenbar verwirrte westliche Appeaser. Wenn er schreiben kann und sich seine Bücher hier im Westen gut verkaufen, gönn ich ihm das. Allerdings sollten die Araber das auch mal lesen, denn er beschreibt die Missstände in der islamischen Welt und geht hart ins Gericht mit „seinen Leuten“.

    „Wir Araber sind Menschen, die einfach die Erniedrigung, die Beleidigung hassen. Wir können mit Wasser und trockenem Brot leben. Mit nichts. Aber wir können nicht mehr normal leben, wenn man uns erniedrigt.“

    Sowas kann man natürlich doof finden, aber er versucht eben Situationen und Befindlichkeiten zu beschreiben, sodass „der Araber“ nicht als der irrationale Getriebene dasteht.
    Ohne eine z.T. obsessive Bezugnahme auf den Westen scheint es allerdings keine kritische Selbstbetrachtung in dieser Kultur zu geben.

    Kongenial dazu, Abbas Beydoun (ziemlich alt, aber nicht verjährt):

    http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-295/_nr-8/i.html

    • 1. Dezember 2008 um 05:25 Uhr
    • word
  13. 14.

    @ Möhling: Was bitte ist an dem Stück aus der Times übel? Ein Einheimischer sagt, seine Stadt werde sich den Terroristen nicht geschlagen geben?

    Mazyeks Text ist natürlich unter aller Kanone. Die pure, gedankenfaule Apologie.

    Und Sabine Schiffer spielt ein übles Spielchen.

    Aber zum Thema „Islamophobie“ habe ich hier auch schon gesagt, was ich meine.

    Khadra haben sie total verzerrt. Der beschreibt doch auch die totale Leere im islamischen Fanatismus. Bisschen Apologie ist drin, aber meine Güte! Gibts noch irgendjemand, der nicht hundert Pro auf Pajamas Linie ist und ihre Gnade findet?

    Was den Mumbai-Text der Times angeht, spinnen sie total.
    Oder sie haben ihn nicht verstanden.

  14. 15.

    @Möhling
    Herzlichen Glückwunsch. Sie argumentieren inzwischen wie jeder Durchschnittsmoslem. Spricht man die auf Probleme in der islamischen Welt an, heißt es mit tödlicher Sicherheit: “ Ja, aber was der Westen in Palästina macht..“
    Bei denen lässt sich jedes Problem monokausal auf den Palästinakonflikt zurückführen.
    Und bei Ihnen geht jedes Problem auf den Islam zurück.
    Blöderweise ist die islamische Welt gar nicht bedeutend genug, dass man sie für jedes Problem verantwortlich machen könnte.
    Und für den totalitären Konsumismus in Amerika ist mit Sicherheit nicht der Durchschnittsmoslem verantwortlich.

    • 1. Dezember 2008 um 09:25 Uhr
    • lebowski
  15. 16.

    @lebowski

    Wow, lebowski, da fällt einem ja das Frühstücksbrötchen aus der Hand. Erst erfahre ich en passant, dass Sie JUNGE WELT- Sympathisant sind, und nun reden Sie auch noch von
    Totalitärem Konsumismus. Wenn man sich auf Ihrem Blog umtut, findet man eigentlich nur vernüftiges. Was ist passiert?

    • 1. Dezember 2008 um 10:09 Uhr
    • riccardo
  16. 17.

    „der Lashkar-e-Taiba anzugehören, einer Terrorgruppe aus dem pakistanisch kontrollierten Teil Kaschmirs.“

    Irrtum. Diese Organisation hat ihr Zentrum in Muridke, einer Stadt 40 km nördlich von Lahore.

  17. 18.

    Herr Möhling echauffiert sich. Wenn er damit fertig ist, rückt er dann auch mit Handlungsvorschlägen heraus, deren Aussichten auf Erfolg seiner Echauffage entsprechen?

    Herr Möhling, bitte: Butter => Fische!

    • 1. Dezember 2008 um 10:31 Uhr
    • xNWO
  18. 19.

    Blöderweise ist die islamische Welt gar nicht bedeutend genug, dass man sie für jedes Problem verantwortlich machen könnte.
    Kommentar von lebowski

    Bis auf die geringfügige Tatsache, das 99% des Terrors auf der Welt mit dem Islam zu tun hat
    UND
    das nahezu alle bewaffneten Konflikte auf der Welt im Dunstkreis des Islam stattfinden.
    Afghanistan, Irak, Pakistan, Palästina, Darfur
    UND
    das die Diskussionen zum Thema Gewalt in Westeuropa im wesentlichen im Kontext mit muslimisch geprägter Migration geführt werden.
    UND
    das Herr Lau deshalb einen blog zum Thema betreibt.

    • 1. Dezember 2008 um 10:37 Uhr
    • tati
  19. 20.

    @riccardo

    lebowski hatte ein Tagesgeldkonto in Island :-)

    • 1. Dezember 2008 um 11:26 Uhr
    • PBUH
  20. 21.

    Nette Info von ap
    http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5jmYQYFZDeAoSVdNlEFffh6HvOT-QD94PH2B00

    Many Muslims said they are worried such carnage is besmirching their religion. = Image des Islam wichtiger als die Toten.

    „a handful of terrorists like this bring the entire faith into disrepute.“ = Image des Islam wichtiger als die Toten.

    „I think that Muslims should raise their voice against such actions. They should forge a coalition to fight such phenomena, because it harms them and damages their image“ = Image des Islam wichtiger als die Toten.

    the violence is rooted in „unjust policies“ = Die Opfer sind die Täter, die Täter sind Opfer.

    Aber:
    „Unfortunately, we have yet to see a distinguished popular condemnation in the traditional Arab or Muslim communities that strongly rejects what is happening in the name of Islam or Arab nationalism“

    Dann warten wir mal.

    • 1. Dezember 2008 um 11:40 Uhr
    • FreeSpeech
  21. 22.

    @Martin Riexinger
    Das Lashkar-e-Taiba Hauptquartier soll sich seit 2001 in Muzaffarabad befinden. Das ist die Hauptstadt von Jammu und Kashmir.

    • 1. Dezember 2008 um 11:44 Uhr
    • J.S.
  22. 23.

    @ docaffi

    „Die Frage ist halt, wieviel Angst Herr Khadra selbst vor den algerischen Islamisten hat“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Yasmina_Khadra

    „Er wurde ein hoher Offizier in der algerischen Armee und begann dort mit dem Schreiben und Veröffentlichen von literarisch anspruchsvollen, zeitkritischen Kriminalromanen. Sie erschienen auf Französisch zunächst unter seinem eigenen Namen. Um die zu einem bestimmten Zeitpunkt verschärften strengen Zensur-Bestimmungen zu umgehen, begann er ab Morituri unter den beiden Vornamen seiner Frau (Yasmina Khadra: „grüne Jasminblüte“) zu publizieren. Nachdem er Ende 2000 mit seiner Familie nach Frankreich ins Exil geflohen war, lüftete er das Geheimnis um seine Identität. Aus Respekt vor den Leistungen seiner Ehefrau, die durch Reisen und Verhandlungen mit europäischen Behörden und Verlagen die wirtschaftliche Grundlage für den Neuanfang in Frankreich legte, beschloss er, den Nom de plume Yasmina Khadra als seinen öffentlichen Autorennamen beizubehalten (siehe Chimären-Nachwort). Er wohnt heute in Aix-en-Provence.“

    Ein Tipp: lesen Sie seine Romane! Es handelt sich um harte Kriminalromane, die schonungslos über die Zustände in Algerien berichten.

    • 1. Dezember 2008 um 12:09 Uhr
    • Joachim S.
  23. 24.

    Der Attentäter gesteht und Attentäter gab es schon immer und wird es wohl auch immer geben. Zu verhindern sind diese nicht – erst recht nicht mit Schäubles Rezepten – die deutsche Polizei arbeitet sehr gut.

    Zudem sollte man sich klar machen, dass soetwas wie 11/9, London oder jetzt Mumbai im Grunde lächerlich ist.
    Also gut, es sind ein paar verreckt – na und?
    Es mag zynisch klingen, aber die haben einfach Pech gehabt – in Indien verrecken täglich menschen wegen irgendwelchen unnötigen Unsinn und zwar weitaus mehr.
    Es hat halt welche getroffen, die an dem ort udn von ihrer sozialen Stellung her damit absolut nicht gerechnet haben.
    Man kann versuchen – und die indische Polizei hat dies sicherlich versucht – soetwas zu verhindern. Aber gleichzeitg muss man sich klar darüber sein, dass es unmöglich ist zu verhindern – man kann nur wahrscheinlchkeiten für soetwas minimieren- and that’s all.

    Was den Islam betrifft: der ist gewalttätig nunmal – nicht, weil es viele gewalttätige Moslems gibt, sondern weil er aufgrund interner Strukturen und den primären Auslegungstraditionen Leid und in Folge davon Gewalt erzeugt – und solange er nicht reformiert wird, wird sich das auch nicht ändern.
    Im Grunde relativ einfache Geschichte und es gab es auch in Europa – nämlich im Mittelalter mit seinem Christentum.
    Der ‚Gewalt-Trick‘ des Islams besteht aus dem ineinanderwirken zwei Komponenten:

    – Scharia
    – Glaubenskrieger
    – Auslegungsfreiheit & Gemeindefreiheit

    Dazu kommen noch ein paar Rahmenbedingungen:
    – Unveränderlichkeit des Korans & Idealisierung Mohammeds (–> legt eine fundamentalistische Auslegung nahe).
    – Überzeitlicher Anspruch (–> verhindert Historisierung).
    – Suprematieanspruch (–> generiert ein Überlegungenheitsanspruch)

    Der Trick funktioniert nun folgendermaßen (und hat auch so im Mittelalter bei uns funktioniert):

    Zuerst einmal gibt es einen allseitigen Anspruch von religion in allen Bereichen.
    Religion, Glaube, kann man ja verschieden zelebrieren. Wir hier in Europa beten und besuchen religiöse Veranstaltungen, wenn wir gläubig sind. Bis auf wenige regeln, die heutzutage aber nur noch wenige einhalten, h´gibt es keine unveränderlichen gesellschaftlichen Ansprüche mehr – vielleicht noch soetwas, wie Fasten in der fastenzeit oder besinnlichkeit zu Weihnachten als anspruch von religiöser Gesetzmäßigkeit.
    Im Mittelalter war das anders – christentum hat auslegungstraditionen gehabt, die unter der Zuhilfenahme der Patristik sehr wohl relativ weitgehende religiöse Regelwerke bzw. alltagsbewältigungsmöglichkeiten offerierte bis einforderte; man denke nur an die Scholastik, aber auch an den Ablass mit seinen Verrechnungstabellen.
    Diese regelwerke und deren basalen Ansprüche haben sich bei einer fundamentalistischen Lesart der Bibel nicht halten lassen – es gibt aber solche Regeln herauslesende lesarten durchaus – man siehe einfach nur in die USA zu den Evankelikalen, und man findet in einzelnen Gemeinden entsprechende Regelwerke.
    Das entscheidende dabei ist nicht, dass eine gemeinschaft solche regeln hat, sondern das sie auf ein vom Anspruch her unveränderliches und absolutes zurückgeführt werden – nämlich Gottt über ‚heilige Texte‘ (bibel heutzutage, aber oft über Interpretationshilfen ergänzt – im Mittelalter waren das die patristischen Texte u. a.).
    Im Islam gibt es das auch – und zwar in einem viel größeren Ausmaß – es ist die Scharia. Sie gibt es in 4. Varianten und stellt eiine Sammlung von Regeln dar, nach der der Gläubige sich orientieren kann, wenn er denn Gottgefällig leben möchte.
    Wieweit das der einzelne Umsetzt ist einerseits privatsache – nach seinen religiösen bedürfnissen, andererseits aber auch öffentliche Sache. Gesellschaft kontrolliert das verhalten des einzelnen und misst es dann danach, wenn in dieser gesellschaft die Scharia einen hohen stellenwert hat. Zugleich ist aber auch das rigide einhalten von regeln eine möglichkeit von einzelpersonen sich innerhalb des sozialen gefüges ideelles kapital anzusammeln und sich selbst herauszustreichen.
    Was aber passiert, wenn nun eine solche gemeinschaft ab ener bestimmten größe sich mit einer anderen Auskommen muss, die diese regelwerke weder hat noch anerkennt (–> unterwirft)?
    Naja, es gibt einzelpersonen, die irgendwelche regeln als für sich persönlich oder für die gemeinschaft religiös vderbindlich ansehen und denen nun aufgrund der anderen regeln der anderen gemeinschaft die umsetzung nicht ermöglicht wird. Es gibt ein gefälle zwischen demjenigen, was gläubige (von moderat bis extrem) haben wollen (in abhängigkeit von denjenigen, was sie theoretisch alles religiös einfordern könnten qua Scharia) und demjenigen, was innerhalb der anderen gesellschaft möglich ist, ohne das diese andere geselslchaft ihre basalen Werte und mechanismen verliert.
    Folge: Leid beim Gläubigen und dieses wird , je nach dessen forderung, auch von seiner gemeinschaft reflektiert und anerkannt –> es kommt zur Anschuldigung der religiösen Unterdrückung – was ja auch stimmt – denn irgendeine Regel, die eine kleine Menge von Gläubigen meint für ihr religiöses Bedürfnis zu benötigen, wird diesen verweigert umzusetzen.
    Das wiederum bedeutet nichts anderen, dass sich diesees leid akkumuliert, wenn es öfters zu den auslösern kommt (den verweigerungen).
    Und nun kommt das Gotteskriegertum ins Spiel – es ist anscheinend gut möglich, solch eines als berechtigt herauszulesen aus den heiligen Schriften des Korans – man muss es sicherlich nicht herauslesen, aber es geht offensichtlich.
    Man kann also davon ausgehen, dass innerhalb einer gruppe von Gläubigen, die sich religiös unterdrückt fühlt, wiedrum einige personen hervorbringt, die sich aktiv dsagegen wehren wollen udn dann auch zu einer dementsprechenden lesart kommen –> es entstehen Gotteskrieger, menschen, die mit Gewalt sich gegen die Unterdrückung ihrer religion wehren (bitte nicht vergessen: sie selbst sind es, die bestimmen, ob sie unterdrückt werden oder nicht, niemand sonst).
    Und diese haben auch einen mehr oder weniger großen Rückhalt in dieser gemeinschaft, nämlich von Leuten die sie verstehen, die es für richtig halten, die vielleicht sagen: gewalt ist schlecht, aber…
    Aber man muss sich auch klar sien, dass es dabei immer auch menschen gibt, die das umgekehrte tun – die gewalt ablehnen, weil sie diese eben nicht herauslesen, bzw. den Grund für legitime gewaltanwendung nicht anerkennen als ausreichend usw…
    Und hier kommt die Auslegungs- & Gemeinschaftsfreiheit ins spiel: es gibt keine höchste instanz oder einen zwang zu einer bestimmten Auslegung. Also gibt es viele Auslegungen, und die Menschen, die sich für sich zu einer entscheiden finden sich mit Gleichgesinnten zusammen (sicherlich auch aus anderen Gründen, wie ethnie usw…). Praktisch heisst das, was wir wohl eine verteilung nach einer gausischen Normalkurve haben – wenige an den extreme enden (also extreme moderate oder extrem gewaltbejahende und fundamentalistische).
    Die konzentration von Auslegungen in eigenen gemeinschaften hat nun zwei konsequenzen:
    – die erste ist, dass sich diese gemeinschaften gegenseitig in Ruhe lassen weitgehend; man mischt sich nicht beim anderen ein udn will nicht, dass dieser sich bei einem selbst einmischt. man hält die auslegung des anderen für problematisch, vielleicht für falsch gar, und hält die eigene für die richtige, die wahre und einzige, aber es kommt erst sehr spät dazu, dass man die des anderen aktiv angeht.
    – die zweite ist eben die Konzentration von gleichgesinnten. Darin bilden sich leicht wiederum einzelne kleingruppen, oft um eine einzelne person herum, die sich abschotten und weiter radikalisieren. Diese ‚problematischen‘ gemeinten‘ bilden die basis, das Umfeld, für solche Gruppierungen. Und manche dieser gruppierungen schlagen halt dann irgendwann zu, wenn sie radikalisiert genug sind.

    Wann gibt es Ruhe?
    Drei realistische Möglichkeiten IMHO:
    1.) Eine verbindliche Macht bestimmt, wo die Grenzen sind und setzt diese mit Gewalt zur Not durch – d. h. es wird mit gewalt bestimmte extreme Strömungen unterdrückt. Das ist nur möglich, wenn die Gewaltinstanz von eienr signifikanten Anzahl von Gläubigen anerkannt wird, also idR. wohl , wenn sie selbst eine islamsiche Gewalt ist – z. b. die Religionsbehörde eines Landes, aber auch eine art ‚Kirche‘ qua Hierarchie kann das leisten wie im grunde die Ayatollas der Schiiten über ihre hohe religiöse Authorität.
    2.) Der Islam (=die massgeblichen strömungen) reformiert sich – sprich, es werden die texte verzeitlicht und alle schariastischen elemente als auch das Gottkriegertum als zeiterscheinungen proklamiert und gemeugnet, dass diese von Gott stammen. Schwierigkeit dabei: der überzeitliche udn unveränderbarkeitsanspruch des Korans und Mohammeds idealtypische Stellung für einen Gläubigen. Reformation ist nicht damit getan, dass einer sie proklamiert, sondern erst, wenn eben breite ströungen sie anerkennen udn gegen diejenigen losgehen zur Not auch, die die gwaltschiene bejahen.
    3.) Islam ist weg – alle gläubigen, die nicht bereit sind dieser Religion abzuschwören , zumindest inder jetztigen erscheinungsform, müssen das land verlassen. Alternative wäre eine verbindliche quote von islamisch gläubigen, aber wohl unrealistisch.

    Auf der jetztigen religiosen basis und den geburtszahlen von Moslems wird es früher oder später dazu kommen, dass der Islam die macht in europa erlangt (qua anerkennung der scharia usw…).
    Der griff danach könnte sehr gut einen Bürgerkrieg unvorstellbaren ausmaßes nach sich ziehen.
    Eine reformation des islams wird es meiner Meinung nicht in Europa geben, wenn, dann mehr in Ländern wie Saudi Arabien, Iran, Pakistan – das nämlich dort aufgrund rigider tryrannsicher, aber sich selbst als islamisch bezeichnender Diktaturen die Menschen dagegen aufbegehren und vielleicht anstatt religion vollständig abzulehnen, es eine moderate reformierte Lesart aufkommt. bei uns ist dafür zu viel Konfliktpunkte da, die eine wir-ihr-konstellation konstituieren, und zwar auf der Basis des Religionsanspruches versus Säkularisierungsanspruch.

    • 1. Dezember 2008 um 12:41 Uhr
    • Zagreus
  24. 25.

    @PBUH

    lebowski hatte ein Tagesgeldkonto in Island :-)

    Die Dinger werden doch jetzt auch glattgestellt, durch den deutschen Steuerzahler!! Ich schätze mal, er ist eher der Lehman-Typ.

    • 1. Dezember 2008 um 12:44 Uhr
    • riccardo
  25. 26.

    Mal ein paar interessante Zalen:

    -India’s 150 million Muslims represent the second-largest Muslim population in the world

    -52% of Muslim men were unemployed

    -Among Muslim women, 91% were unemployed

    -While making up 11% of the population, Muslims accounted for 40% of India’s prison population.

    http://tinyurl.com/5kbnmm

    • 1. Dezember 2008 um 13:49 Uhr
    • PBUH
  26. 27.

    Mal ein paar interessante Fakten aus Indien:
    http://www.gfbv.de/pressemit.php?id=1657
    http://www.gfbv.de/report.php?id=38&PHPSESSID=f8635806de0dca53f903ed79f92eab7a
    Man muss in Indien kein gewalttätiger Moslem sein, um brutal verfolgt zu werden.

    • 1. Dezember 2008 um 13:55 Uhr
    • AM
  27. 28.

    #27 Das stimmt – und wird auch für andere Weltgegenden Stimmen.
    Wo menschen unterschiedlicher Auffassungen zusammenleben, kommt es immer wieder mehr oder weniger stark zu konflikten.
    Selbstverständlich bei den Hindus ebenfalls, z. b. hier gegenüber Christen, aber sicherlich ginge es genauso gut gegenüber andere Religionsgemeisnchaften.
    Meine Frage ist dabei: wie leicht kann es dazu kommen, was genau für ein, hmm, klima, wird durch das lesen von ‚heiligen texten‘ immer wieder erneut erzeugt unter bestimmten lesarten, die ihre gültigkeit haben und behalten.
    (bei religionen ohne solche Texte ist es viel leichter noch, dass es zu gewalttätigen auslegungen kommt, aber auch leichter, das diese religionen sich intern verändern).
    Der hintuismus scheint – den eindruck habe ich zumindest – vor allem mehr zu friedlichen problemlösungen zu tendieren, auch dort, wo es zu reibereien kommt (muss aber nicht – man denke nur an die gewalttätigen Hindus wärend der britischen Besatzungszeit vor ghandi).
    Auch ist dabei die Frage – und das ging aus ihren beiden Links nicht heraus – inwieweit wird sich auf Religion bezogen, oder dient hier der Ausdruck Hindu als eine Klassenbezeichung, ohne religiösen Anspruch.
    Sprich: werden die Christen verfolgt, weil ‚man‘ ihnen Schuld an irgednetwas gibt oder sie aus welchen Gründen auch immer ablehnt, und rechtfertigt seine handlungen daraus. Oder verfolgt man sie aus religiösen Rechtfertigungen, z. b. als Ungläubige (aus Hindusicht) und rechtfertigt die verfolgung mit dem eigenen Glauben?
    Das solte man bedenken dabei.

    • 1. Dezember 2008 um 14:07 Uhr
    • Zagreus
  28. 29.

    @ Zagreus
    „Sprich: werden die Christen verfolgt, weil ‘man’ ihnen Schuld an irgednetwas gibt“
    In dem zweiten Fall ging es darum, dass ein Hindu-Guru ermordet worden war, der seit Jahrzehnten gegen die Christen gewettert hatte. Die Christen wurden pauschal bezichtigt, dahinter zu stecken. Terrorismus heißt das Zauberwort, ganz simpel.

    • 1. Dezember 2008 um 14:14 Uhr
    • AM
  29. 30.

    @ AM

    Genau. Und die wachsende Konzentration Indiens auf Pakistan, die im Verlauf des Freitags entstand (nachdem zuvor immer wieder nach „homegrown terrorism“ gefragt wurde), soll genau von diesen Zusammenhängen ablenken.

    Indien ist eine Demokratie, aber Indien ist kein säkularer Staat. Starke politsche Kräfte sind aktiv in die fundamentalistischen Auseinandersetzungen der Region involviert. Dass die jetzigen Terroranschläge auch nur irgendwie im Zusammenhang mit den pogromartigen Verfolgungen von Muslimen und Christen (mit vielen tausend Todesopfern) stehen könnten, wird tunlichst verschwiegen.

    Die indischen Sicherheitskräfte liefern jetzt mit einer Geschwindigkeit Ergebnisse, die in diametralem Gegensatz zu dem desolaten Zustand stehen, in dem diese Sicherheitskräfte sich während der Anschläge präsentiert haben. Sie sind nur mit äußerster Vorsicht zu genießen. Ich bezweifele nicht, dass die Mumbai-Terroristen aus Pakistan kommen. Dass aber Indien an diesem Brand kräftig mit-geschürt hat, bezweifele ich ebenfalls nicht.

    • 1. Dezember 2008 um 14:37 Uhr
    • xNWO
  30. 31.

    #Of all the bodies, the Israeli victims bore the maximum torture marks. It was clear that they were killed on the 26th itself. It was obvious that they were tied up and tortured before they were killed. It was so bad that I do not want to go over the details even in my head again,”#

    http://www.rediff.com/news/2008/nov/30mumterror-doctors-shocked-at-hostagess-torture.htm

    • 1. Dezember 2008 um 15:06 Uhr
    • tati
  31. 32.

    Dass aber Indien an diesem Brand kräftig mit-geschürt hat, bezweifele ich ebenfalls nicht.
    Kommentar von xNWO

    Totaler Quatsch. Absolut garnichts rechtfertigt einen Terroranschlag wie diesen.
    Warum glauben Sie weisen die Jüdischen Opfer des Anschlags die schlimmsten Folterspuren auf – wegen dem Kaschmir-Konflikt?
    Sie haben die Intention dieser grauenhaften Tat nicht im geringsten verstanden.

    • 1. Dezember 2008 um 15:15 Uhr
    • tati
  32. 33.

    @Riccardo
    „Erst erfahre ich en passant, dass Sie JUNGE WELT- Sympathisant sind, und nun reden Sie auch noch von
    Totalitärem Konsumismus.“

    Interessant, was für einen Ruf man binnen kürzester Zeit kriegen kann. Tja, da verlinkt man einen Artikel von Telepolis von einem gewissen Tomas Konicz (den Namen habe ich vorher nie gehört, mir gefiel der Inhalt), schon erzählen einem die Blogwarte der Political Incorrectness, dass der auch für die jW schreibt, was mich umgehend zu einem jW Sympathisanten macht und in Kürze bin ich wahrscheinlich auch Antisemit wegen Werner Pirker.
    Jaja, so schnells kann gehen, wenn man sich nicht beeilt, die Leute in Schubladen zu tun.

    Was den totalitären Konsumismus angeht, müssen Sie sich nur mal einem Durchschnittsgespräch von zwei Leuten lauschen. Es geht nur noch ums Kaufen, Zulegen, Anschaffen, Erwerben, Shoppen, Schnäppchenjagen etc..

    Übrigens der zweite Teil von Konicz „Kurze Geschichte der Weltwirtschaftskrise“ ist raus.

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29235/1.html

    Sie könnens ja heimlich lesen, Riccardo, damit Sie nachher nicht als jW Sympathisant dastehen. Ist echt gut!

    • 1. Dezember 2008 um 15:29 Uhr
    • lebowski
  33. 34.

    Ich habe nichts gerechtfertigt. Ich habe lediglich gesagt, dass dieser Terrorangriff auch in der Primitiv-Logik von Schlag und Gegenschlag steht. Diese Logik ist nicht meine. Insofern kann ich mit ihr auch nichts rechtfertigen. Ich verlange politische Reaktion (und die findet eben gerade auf einer anderen „logischen“ Ebene statt).

    Dass in den Juden (in ihrer Überlebensfähigkeit in Heimatlosigkeit) im Orient wie Okzident immer auch die abgelehnte Moderne verfolgt wird, in archaischer Primitivität der Zwang zur Modernisierung an ihnen gerächt wird, ändert daran nichts. In den Juden wird der globale Mensch verfolgt, wenn sie so wollen. Der ist der Feind (beinahe) aller, wie besonders gut wir in Deutschalnd wissen.

    • 1. Dezember 2008 um 15:38 Uhr
    • xNWO
  34. 35.

    Obiges @ tati

    • 1. Dezember 2008 um 15:38 Uhr
    • xNWO
  35. 36.

    Es erstaunt mich schon, wie in einem Fall, in dem auf Briten und Amis Hatz gemacht wurde und insbesondere orthodoxe Juden gefoltert wurden, dann immer noch der Versuch von AM, xy und Co. kommt, die Tat auf die Benachteiligung von Muslimen zurückzuführen.

    Juden werden demnach gefoltert, weil die Hindus Muslime unterdrücken?

    • 1. Dezember 2008 um 15:40 Uhr
    • FreeSpeech
  36. 37.

    Was den totalitären Konsumismus angeht, müssen Sie sich nur mal einem Durchschnittsgespräch von zwei Leuten lauschen. Es geht nur noch ums Kaufen, Zulegen, Anschaffen, Erwerben, Shoppen, Schnäppchenjagen etc..
    Kommentar von lebowski

    Vielleicht sollten Sie den Ort Ihrer Lauschangriffe einfach mal wechseln – nicht immer nur vor der Eingangstür zum C&A.
    (-:)

    • 1. Dezember 2008 um 15:42 Uhr
    • tati
  37. 38.

    Mal ein paar interessante Fakten aus Indien:
    http://www.gfbv.de/pressemit.php?id=1657
    http://www.gfbv.de/report.php?id=38&PHPSESSID=f8635806de0dca53f903ed79f92eab7a
    Man muss in Indien kein gewalttätiger Moslem sein, um brutal verfolgt zu werden.

    @ AM

    Stellt sich die Frage, wieso keine Christen in Bombay eine konzertierte Metzelei veranstaltet haben, wenn doch, wie manche meinen, Verfolgung und Diskriminierung die Ursache (wenn nicht: der Grund) für Terror ist.

    Abgesehen davon möchte ich anmerken, dass es in Indien zwar zu Übergriffen auf Angehörige von Minderheiten kommt, aber dieses Faktum auch dazu geeignet ist, einen falschen, einseitig negativen Eindruck hervorzurufen. In der indischen Gesamtschau ist das Bild weniger düster. Es gibt mehrere Regionen und Bundestaaten mit stark gemischten Bevölkerungsgruppen, in denen (zumindest in religiöser Hinsicht) alle friedlich neben- und miteinander leben. Z.B. im Bundestaat Kerala.

    • 1. Dezember 2008 um 15:47 Uhr
    • N. Neumann
  38. 39.

    FreeSpeech: Juden werden demnach gefoltert, weil die Hindus Muslime unterdrücken?

    Sie halten das für unglaubwürdig bzw. unwahrscheinlich?Was glauben Sie denn, warum wir das gemacht haben? Wir hatten vernünftige Gründe, wollen Sie sagen?

    • 1. Dezember 2008 um 15:55 Uhr
    • xNWO
  39. 40.

    @ FreeSpeech
    „dann immer noch der Versuch von AM, xy und Co. kommt, die Tat auf die Benachteiligung von Muslimen zurückzuführen.“
    Diese Behauptung muss ich ganz entschieden zurückweisen. Ich habe mich nie und nirgendwo mit keiner Silbe zum Terror von Bombay geäußert und die Tat auf nichts zurückgeführt. Ich wollte nur das Märchen vom Toleranzparadies Indien zurechtrücken, in dem allein die Moslems für Ärger und Gewalt sorgen.

    • 1. Dezember 2008 um 15:56 Uhr
    • AM
  40. 41.

    Ich habe nichts gerechtfertigt. Ich habe lediglich gesagt, dass dieser Terrorangriff auch in der Primitiv-Logik von Schlag und Gegenschlag steht.
    Kommentar von xNWO

    Nein, dieser Terrorangriff ist eben nicht mit dieser Logik begründbar. Sie irren sich schon wieder oder immer noch.

    Die Terroristen haben mit einer eindeutigen Symbolik alles angegriffen, was ihrer indoktrinierten Weltsicht missfiel.
    Allein der status quo und die gesellschaftlichen Werte der demokratischen Staaten waren Grund genug, um den Terror anzuzetteln. Deshalb ist dieser Anschlag auch kein Gegenschlag, für den sie ihn fälschlicherweise halten.
    Dann müssten Sie konsequenterweise bereits die Existenz der Demokratien mit ihren Freiheiten als „Schlag“ definieren.

    • 1. Dezember 2008 um 16:00 Uhr
    • tati
  41. 42.

    N. Neumann: Stellt sich die Frage, wieso keine Christen in Bombay eine konzertierte Metzelei veranstaltet haben, wenn doch, wie manche meinen, Verfolgung und Diskriminierung die Ursache (wenn nicht: der Grund) für Terror ist.

    Vielleicht, weil sie wissen, dass es der sichere Selbstmord wäre. Vielleicht aber auch, weil sie wissen, dass das nur eine endlose Kette von Gewalt und Gegengewalt auslösen würde. Vielleicht setzen sie auf Politik. Vielleicht sind sie nicht so primitiv wie ihre pogromwütigen muslimischen und hinduistischen Nachbarn.

    • 1. Dezember 2008 um 16:00 Uhr
    • xNWO
    • 1. Dezember 2008 um 16:16 Uhr
    • Bergpalme
  42. 44.

    tati Dann müssten Sie konsequenterweise bereits die Existenz der Demokratien mit ihren Freiheiten als “Schlag” definieren.

    Ja. Das wird sicher so empfunden und ist der Grund für Antisemitismus (nicht nur muslimischen). Dafür sind die Juden in Mumbai gefoltert worden, für die Komplexität der freien Welt.

    • 1. Dezember 2008 um 16:20 Uhr
    • xNWO
  43. 45.

    Durch eine Inderin auf BBC bin ich auf den da gestossen.

    Bitte mehr als einen Eintrag lesen.

    http://www.anindianmuslim.com/

    • 1. Dezember 2008 um 16:30 Uhr
    • FreeSpeech
  44. 46.

    AM

    Sie verdrehen wieder mal fleissig. Keiner hat vom Toleranzparadies geschrieben. Es wurde bloss die modische Erklärung zurückgewiesen, dass die sozialen Unterschiede zum Massaker führten, dass „Menschen durch einen lauten Knall auf sich aufmerksam machen wollen“, wie Yasmina Khadra sich auszudrücken geruht.

    • 1. Dezember 2008 um 16:34 Uhr
    • FreeSpeech
  45. 47.

    I am from South Bombay and I have felt sick to my stomach watching this siege in a neighbourhood where i was born, and where I studied. To all those who insist this is some kind of retribution for the perceived oppression of Muslims in India, I suggest you read a blog post by an Indian Muslim. He writes today that he has had nothing but the best education and a great job, and his name is Mohammed. He interrogates the claim of widespread discrimination of Muslims in India. He talks of the enormous opprotunities he’s had and he also accepts instances of discrimination. India is not perfect, he says, but any protests that have to be made he’ll do it himself, within our great democratic system, and without the help of foreign terrorists who have NO IDEA about the ground reality in India. His last sentence: if you want to blow yourself up , do it in your country, and stay out of mine.

    Quelle: http://tinyurl.com/5elguh (BBC)

    • 1. Dezember 2008 um 16:38 Uhr
    • FreeSpeech
  46. 48.

    @lebowski

    Danke für den Link. Der Artikel ist gut gemacht, inhaltlich eher enttäuschend, ein Kompendium lange bekannter Krisenursachen. Heimlich braucht man den nicht zu lesen. Und wen interessiert das überhaupt noch? Den Verbraucher scheinbar nicht, der gibt sich lieber dem Powershopping hin, wie ich vorgestern in Hamburg besichtigen konnte. Ob das jetzt totalitär ist? Ich weiss nicht recht.

    Der kleine Scherz mit der JW hatte natürlich nichts mit Ihrer Integrität zu tun. Trotzdem muss man leider sagen , dass dieses Schundblatt nur Sachen veröffentlicht, die dem eigenen, miesen Weltbild entsprechen.

    • 1. Dezember 2008 um 17:08 Uhr
    • riccardo
  47. 49.

    Ich wollte nur das Märchen vom Toleranzparadies Indien zurechtrücken, in dem allein die Moslems für Ärger und Gewalt sorgen.

    @ AM

    Das Gegenteil ist/wäre aber genauso falsch: Das multireligiöse und multiethnische Indien ist kein einziger Clash unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen. Und aller ethnischen, regionalen und religiösen Diversität zum Trotz verstehen sich unterm Strich die meisten der Angehörigen politisch an erster Stelle als Inder. Indien ist nicht der Irak oder Schwarzafrika, wo das stark dominierende politische Identitätsmerkmal die ethnische (und nicht die nationalstaatliche) Zugehörigkeit ist.

    Das erklärt sich nicht nur aus der bloßen Prägekraft des Nationalstaats Indien (respektive des gemeinsamen Widerstands gegen die Briten), sondern zum Teil auch aus vorgängigen Traditionen. So haben ein Hindu und ein Moslem aus einem südindischen Bundestaat Sprache, Musik und Essen gemeinsam, die sie mit Nordindern (gleich welcher religiösen Zugehörigkeit) nicht gemeinsam haben.

    Abgesehen davon verlaufen die politischen Trennlinien zwischen den Parteien (dazu gehören auch Regionalparteien) nicht allein durch die Religionsgruppen, sondern sind zumeist originär politisch.

    • 1. Dezember 2008 um 17:54 Uhr
    • N. Neumann
  48. 50.

    @ Neumann

    „Abgesehen davon verlaufen die politischen Trennlinien zwischen den Parteien (dazu gehören auch Regionalparteien) nicht allein durch die Religionsgruppen, sondern sind zumeist originär politisch.“

    Das trifft auf die Kongresspartei zu, auch auf die Kommunisten, die in manchen Bundesstaaten regieren sowie auf einige andere Parteien.
    Eine Ausnahme unter den großen Parteien bildet die BJP, die den Hinduismus zur Staatsreligion machen möchte.

    Generell stehen sich die großen Religionen des Landes sehr respektvoll gegenüber – von den radikalen Rändern mal abgesehen.
    Aus meinem Erlebnisschatz:

    In Delhi besichtigten wir mit einem Privatführer, einem Hindu, Ruinen aus dem islamischen Mittelalter. Als wir die Ruine einer Moschee betraten – niemand sonst war in der Nähe, forderte uns der Mann auf, die Schuhe auszuziehen.

    Oder folgendes: kein Inder köme auf die Idee, in Gegenwart eines Sikhs (die sind ja unschwer als solche zu identifizieren), zu rauchen oder Alkohol zu trinken. Es gibt z.B. auch nirgendwo (mit Ausnahme von Goa) Rind- oder Schweinefleisch offen zu kaufen.

    Einige hier würden das unter Appeasement subsumieren, aber in einer so religiösen Gesellschaft wie der indischen wäre sonst Mord und Totschlag Dauerzustand.

    • 1. Dezember 2008 um 18:24 Uhr
    • Joachim S.
  49. 51.

    Joachim S

    Mit dem letzten Abschnitt haben Sie sich auf das rassistische Eis des Kolonialisten begeben.

  50. 52.

    Wie meinen?

    • 1. Dezember 2008 um 18:56 Uhr
    • Joachim S.
  51. 53.

    @ Joachim S

    Tatsächlich nehmen die Hindus mit einem gewissen Sinne zurecht die Toleranz schlechthin für sich in Anspruch: Ob der eine Gott oder der andere Gott, ob die eine Religion oder die andere kann den Hindus im Prinzip schnuppe sein – auch all das ist noch von der kosmischen Ordnung umschlossen, in die die Hindus eingeweiht sind. Dementsprechend verlangen sie ja auch nicht, dass Muslime oder Christen ihrem Gott abschwören. Beide, Muslime und Christen, sollen sich nur, samt Gott, in den hinduistisch verwalteten Hindu-Kosmos einfügen.

    • 1. Dezember 2008 um 18:56 Uhr
    • xNWO
  52. 54.

    Wie meinen?

    Sie sprechen den Indern die Fähigkeit zur Toleranz ab.

  53. 55.

    @ FreeSpeech

    „Sie sprechen den Indern die Fähigkeit zur Toleranz ab.“

    Nein, im Gegenteil: ich lobe ihre Toleranz.

    • 1. Dezember 2008 um 19:20 Uhr
    • Joachim S.
  54. 56.

    Kommentar von xNWO | 01.12.2008 | 6:56

    Da sollte man nicht vergessen, dass The Intelligent Deceiver allen Menschen die Vorstellung gibt, sie hätten die Einzige Ordnung begriffen.
    Und dass The Intelligent Deceiver die Illusion hat, dass er die oberste Instanz sei – wo das doch Der Kleine Grüne Steinfresser ist, der keltische Gott des Biers, der gerne seine practical jokes mit den Menschen und insbesondere mit den Göttern macht.

    Ach ja, und über all dem stehe natürlich Ich. Aber sagt das nicht weiter.

    Liebe Grüsse
    Gott

  55. 57.

    Nein, im Gegenteil: ich lobe ihre Toleranz.

    insbesondere damit:

    Oder folgendes: kein Inder köme auf die Idee, in Gegenwart eines Sikhs (die sind ja unschwer als solche zu identifizieren), zu rauchen oder Alkohol zu trinken. Es gibt z.B. auch nirgendwo (mit Ausnahme von Goa) Rind- oder Schweinefleisch offen zu kaufen.
    Einige hier würden das unter Appeasement subsumieren, aber in einer so religiösen Gesellschaft wie der indischen wäre sonst Mord und Totschlag Dauerzustand.

    Toleranz ist das Dulden von Dingen, die man ablehnt.

  56. 58.

    FreeSpeech Ach ja, und über all dem stehe natürlich Ich. Aber sagt das nicht weiter. Liebe Grüsse
    Gott

    Naja, Sie sind eben kleinkariert exklusiv monotheistisch, Christ oder Muslim – würde der Hindu jetzt sagen 😉

    • 1. Dezember 2008 um 19:32 Uhr
    • xNWO
  57. 59.

    # 57

    „Dementsprechend verlangen sie ja auch nicht, dass Muslime oder Christen ihrem Gott abschwören. Beide, Muslime und Christen, sollen sich nur, samt Gott, in den hinduistisch verwalteten Hindu-Kosmos einfügen.
    Kommentar von xNWO | 01.12.2008 | 6:56 “

    Hört sich sehr Römisch an – die assoziation hatte ich unwillkührlich. Auch die Römer wollten zuerst nur, dass sich das Judentum und später dann das Christentum eingliedert.
    Erst als klar wurde, dass da nichts läuft (vor allem im Zusammenhang mit der formalen Anbetung des amtierenden Kaisers). kam es dann zu Verfolgungen, die immer wieder mehr oder wenig häftig ausbrachen.
    Unter Konstantin den Großen kam es dann zur ‚Aussöhnung‘.
    Keine 200 jahre später gab es keinen einzigen dere antiken kulte mehr auf reichsgebiet – die guten christen haben scheiß intolerant losgelegt, soblad sie selbst an der macht waren, denn es ging ja ums seelenheil der Menschen :P.
    Im großen und Ganzen ging es friedlich aber von der Bühne. Fasst alle Gebiete Nordafrikas und des forderen orients warend Christlich (neben großen jüdischen Gemeinden udn Zoroastern) – und zwar weit über das römische/byzantinische Herrschaftsgebiet hinaus (die Byzantiner haben sich selbst als romae, als römer gesehen).
    FDie christianisierung nötrdmich der Alben war aber durchaus auch von Gewalt geprägt – ja, die missionare und Märtxyrer gab es, aber auch zwangschristianisierung, z. b. der Sachsen, nachdem sie von Karl den großen erobert worden waren…
    Religion, gerae auch Monotheismus, war und ist wohl bis heute ein extrem gutes Herrschaftsmittel (ähnlich wie Ideologie) und dazu gehört oft eine zwangsbekehrung oder eine abwertung der besiegten/unterworfenen bevölkerung.
    Der Islam wurde primär im vorderorientalischen und nordafrikanischen Bereich mit gewalt durchgesetzt – religionsfreiheit gab es zum teil, zumindest, wenn sich die bevölkerung einer Stadt freiwillig unterwarf, aber nur unter starken einschränkungen und verminderten rechtsstatus – und begründbar war das u. a. eben durch den Koran & die Hadithen. Wer was werden wolte, wer nicht als minderwertig gelten wollte, wer sich nicht ausbeuten lassen wolte oder wer einer der immer wieder aufkommenden Progrome entkommen wollte, der musste zum Islam konvertieren.
    Darum gibt es nur noch diese kleinen kirchen udn gemeinden in den Islamischen Ländern – so gut wie alle menschen dort waren einmal Christen, Juden oder Zoroaster gewesen. Erstaunlich ist dabei, dass es in völlig unterscheidlichen gesellschaften rund ums Mittelmeer und bis nach Indien hinüber alle gleichermaßen mehr oder wenig fast ausschließlich nur noch von Moslems bewohnt werden – das ist das ergebnis einer Islamisierung letztendlich.
    Und der Islam ist einfach noch nicht reformiert – das ist alles unbebrochen in ihm noch enthalten. Man kann eben nicht sagen: das ist geschichte, das war einmal, heutzutage würden die das nicht mehr tun -. denn es gibt keinen Grund, warum sie es nicht wieder geschehen soll – ein verändrtes Leseverhalten ist nicht da, und auch nicht eine theologische abtrennung von Kirche und Staat, auch fand keine historisierung statt…
    Wenn man sagen will, dass es heutzutage, also auch in den nächsten paar generationen unwahrschweinlich ist, dass es dazu kommt, von dem Moslems selbst aus gesehen, dann muss man auch einen hinlänglichen grund, nämlich etwas, was eine fundamentale veränderung der religiösen auffassungen darstellt, angeben können und nicht darauf verweisen, dass die meisten Moslems friedlich sind (logo – sie leben auch meistens unter sich und die meisten wollen auch nur einfach leben).
    Auch Saudi Arabien ist ein sehr friedliches Land, und auch im Iran herrscht friede – dumm dass das auch für die Nazisdiktatur 32-38 gilt – die hatten auch keinen Bürgerkrieg und die meisten lebten intern friedlich vor sich hin auf all ihren Dörfern und Kleinstädten…

    • 1. Dezember 2008 um 19:37 Uhr
    • Zagreus
  58. 60.

    Toleranz ist das Dulden von Dingen, die man ablehnt.
    Kommentar von FreeSpeech

    Sehe ich nicht so.

    Toleranz bedeutet, das man Anderen Dinge zugesteht, die man selber nicht haben oder tun will.
    Wenn ich dagegen etwas ablehne, kann ich es nicht tolerieren.

    Das ist der kleine aber feine Unterschied.
    Etwas nicht wollen bedeutet nicht, etwas abzulehnen.

    Wenn ich sage „Ich will kein Bier trinken“
    dann hat das eine andere Bedeutung als „Ich lehne Bier ab“

    • 1. Dezember 2008 um 19:43 Uhr
    • tati
  59. 61.

    @ Zagreus

    Ich weiß nicht genau, was Sie mir sagen wollten. Aber Sie sind durch ziemlich viele offen stehende Türen gegangen.

    Was Ihre Zukunftsprognose betrifft – meine Fausregel: Je heftiger die Muslime sich selbst terrorisieren (sich selbst terrorisieren, das tun sie hauptsächlich), desto schneller kommen sie in der Moderne an. Die terroristische „Orthodoxie“ (tatsächlich ja eine modern zusammengebastelte Scheintradition) ist nicht lebbar, mit ihr werden auch die echten Traditionen über Bord geworfen.

    • 1. Dezember 2008 um 20:58 Uhr
    • xNWO
  60. 62.

    xNWO

    Ich akzeptiere Sie als Gott neben mir. Prosit!

  61. 63.

    @ FreeSpeech

    Prosit!

    Was ha’m S’e denn da Hochwirksames im Glas?

    • 1. Dezember 2008 um 21:44 Uhr
    • xNWO
  62. 64.

    @xNWO:61
    > mit ihr werden auch die echten
    > Traditionen über Bord geworfen
    Genau, unsere ästimierten feudale Tribalismen kommen am Ende noch unter die Räder. Noch schlimmer: Diese Rabauken lesen doch alle nur noch Maududi und Qutb, und nicht mehr den Koran! Wie soll unser kranker Lebenstil denn dann genesen? Gott bewahre.

  63. 65.

    M.Möhling unsere ästimierten feudale Tribalismen kommen am Ende noch unter die Räder …

    Exakt. Was da läuft, ist ein Aufstand u.a. gegen die traditionellen Eliten. Sie werden entmachtet, weil sie der Moderne nichts entgegen zu setzen haben, sich von ihr korrumpieren lassen. Ziel der Entmachtung ist die Rückkehr zur Tradition, die Mittel sind aber hoch moderne – was etwa mit „totalitär“ bzw. „faschistisch“ umschrieben werden soll.

    • 1. Dezember 2008 um 22:07 Uhr
    • xNWO
  64. 66.

    xNWO

    Oh, nur, dass so eine ihrer beschreibung ähnliche struktur (politheisten, die monotheistische Götter versuchen in ihre struktur einzugliedern und sie so zu ‚bewältigen‘, es) schon einmal gab – siehe eben die alten Römer mit ihrem pantheon aus erstmal latinisch-etruskischen und dann Griechischen Gottheiten – zu denen im laufe der zeit alles mögliche an anderen Göttern noch hinzukam oder als ‚erscheinungsform‘ angegliedert wurde an bestehende Gottheiten.

    • 1. Dezember 2008 um 23:45 Uhr
    • Zagreus
  65. 67.

    Herr Lau,

    Gedankenfaul ist eher Ihr Kommentar zu dem Artikel von Mayzek, und Schiffer spielt möglicherweise ein Spielchen, aber sicher kein übles.

    Letztere entlarvt nur die Motivation, die bei sehr vielen für die hier pathologisch vorgetragenen Relexe verantwortlich ist. Gedankenfreie Kommentare die eben in ihrer Hilflosigkeit zu den Verstörungen a la Möhling führen.

    Inhaltlich Auseiunandersetzung?

    Nicht die Spur einer Chance.

    Das Sie mit Kommentaren wie den obigen genau auf dieser Welle mitreiten, sollte Ihnen bewusst werden. Wenn Sie eigene Befremdlichkeit in dem von Mayzek beschriebenen Zusammenhang spüren würden, wenn beispielsweise rechtsradikale Straftaten hier in Deutschland nicht mehr als solche beschrieben werden würden, sondern stets von „Arischen“ Straftaten und Verbrechern die Rede wäre, würde das eventuell helfen, die fahrlässigkeit und Gedankenlosigkeit Ihrer Aussage zu verstehen.

    Ich bin wahrlich kein Freund von islamischer Religion, aber die in diesem in Islam.de veröffentlichten Artikel vorgeführten Zusammenhänge sind schwerlich zu ignorieren. Wann haben Sie eigentlich mal eine Empörung des Zentarlrates öffenflich „Gedankenlos“ genannt? Das nochmal zu Schiffer und Ihrem „üblen“ Spiel.

    • 2. Dezember 2008 um 01:42 Uhr
    • Erol Bulut
  66. 68.

    @ xNWO
    „Primitiv-Logik von Schlag und Gegenschlag“
    So einfach sind Konflikte nur auf dem Schulhof oder bei Wirtshausschlägerreien.
    Im vorliegenden Fall wollen Terroristen den Konflikt zwischen Pakistan und Indien schüren. Die Lashkar-e-Taiba lebt von diesem Konflikt besonders von Konflikt um Kaschmir.
    Da geht es auch ganz konkret um Geld. Die LeT Führung bekommt Geld um diesen Konflikt zu führen. Die Annäherung zwischen Pakistan und Indien in letzter Zeit ist also eine direkte existenzielle Bedrohung für Gruppen wie die LeT bzw. deren Führung.

    • 2. Dezember 2008 um 02:01 Uhr
    • J.S.
  67. 69.

    @ E. Bulut: Das mit dem „arisch“ verstehe ich nicht. Es geht doch um die Frage, ob man von islamistischem Terror reden darf, oder ob man nur von Terror redet.
    Ich fände es haarsträubend, wenn man sich da herumdrücken würde: Diese Täter sehen sich als wahre Muslime.
    So wie die RAF glaubte, aus den Lehren von Marx und Lenin etc. die richtige Konsequenz zu ziehen. Weder konnte man es damals den Linken ersparen, sich damit zu befassen und zu klären, wie sie sich davon unterscheiden, noch heute den Muslimen.
    Aiman Mazyek war schon mal weiter. Er hat mir versprochen, eine Auseinandersetzung mit Sayid Qutb zu schreiben. Die steht noch aus.
    Stattdessen kommt jetzt wieder die Opferpose: Das ist mir zu billig.
    Ich bin ja nicht der Meinung, dass Islam notgedrungen zum Islamismus führt (oder das eh dasselbe ist). Aber manche Muslime sehen es so. Und die, die es nicht so sehen, sollen gefälligst den (theologischen, ideologischen) Kampf mit denen aufnehmen!

  68. 70.

    Apropos RAF. Bei Anne Will ist Gerhard Baum etwas über eine Reise von RAF Terroristen nach Bagdad heraus gerutscht.
    Saddam Hussein war damals schon Vize im Irak. „Mogadschu“ war überhaupt ein interessanter Tehmenabend.
    Tja, irgendwann werden die Verbindungen zwischen Saddam Hussein und Terroristen heraus kommen, auch wenn man sich nach Kräften bemüht das unter der Decke zu halten.

    • 2. Dezember 2008 um 03:16 Uhr
    • J.S.
    • 2. Dezember 2008 um 03:51 Uhr
    • J.S.
  69. 72.

    Zagreus: ihrer beschreibung ähnliche struktur

    Ah, ja. Klar. Missverständnis meinerseits: Ich hatte mit Prügel gerechnet und wusste dann nicht, wo in Ihrem Text ich sie mir abholen sollte.

    • 2. Dezember 2008 um 09:31 Uhr
    • xNWO
  70. 73.

    J.S.: Im vorliegenden Fall wollen Terroristen den Konflikt zwischen Pakistan und Indien schüren.

    Und was ist anderes als die Fortsetzung der Geschichte von Schlag und Gegenschlag, insbesondere dann, wenn Indien keinen Unterschied zwischen pakistanischen Terroristen und Pakistan machen will?

    Welche Macht wird den Terroristen in dieser Logik eigentlich gegeben? Zehn Männlein (gern samt Hintermännern) sind in der Lage, Staaten mit Milliardenbevölkerungen wie Marionetten zu bewegen.

    • 2. Dezember 2008 um 09:32 Uhr
    • xNWO
  71. 74.

    Off topic:
    Mal ne Frage bzw. Bitte: Mein ältester Sohn hat die Nachricht bekommen, dass er nicht zur Bundeswehr muss. Er würde die gewonnene Zeit nach dem Abitur im nächsten Jahr gern für einen Auslandspraktikum (o.ä.) bei einer EU- oder sonstigen international arbeitenden Behörde/ Einrichtung nutzen. Leider spricht er nur englisch, das allerdings ziemlich gut. (Seit einen halben Jahr lernt er auch Spanisch.)

    Hat jemand einen Tipp (der seine/ meine Recherchen abkürzen könnte)? Gern auch als private E-Mail: x[dot]nwo[at]t-online[dot]de

    • 2. Dezember 2008 um 09:34 Uhr
    • xNWO
  72. 75.

    @xNWO
    „Und was ist anderes als die Fortsetzung der Geschichte von Schlag und Gegenschlag“
    Das ist der falsche Denkansatz!
    Nach Ihrer Logik müssten die Terroristen aufhören wenn man nicht zurück schlägt. Das tun die Terroristen aber nicht!
    Die Terroristen schlagen das nächste mal umso härter zu weil sei ein Ziel verfolgen, nämlich den Konflikt zwischen Indien und Pakistan zu schüren.
    Und das schlimmste ist, das die meisten Leute nach der „Schlag und Gegenschlag“ Logik denken würden das die Inder doch irgendwas angestellt haben müssten mit dem sie so einen Terroranschlag provoziert hätten, auch wenn dies gar nicht der Fall war.
    Die „Schlag und Gegenschlag“ Logik ist also irreführend, und das wird von den Terroristen ausgenützt.

    • 2. Dezember 2008 um 10:09 Uhr
    • J.S.
  73. 76.

    JS.: Nach Ihrer Logik müssten die Terroristen aufhören wenn man nicht zurück schlägt. Das tun die Terroristen aber nicht!

    Nach meiner Logik würden die Terroristen zunächst mal ihre politische Bedeutung verlieren.

    Und das schlimmste ist, das die meisten Leute nach der “Schlag und Gegenschlag” Logik denken würden das die Inder doch irgendwas angestellt haben müssten mit dem sie so einen Terroranschlag provoziert hätten, auch wenn dies gar nicht der Fall war.

    Genau richtig. Aber diese Terrorlegitimation fängt schon mit Ihrem Kashmir-Konflikt in Ihrem vorletzten Kommentar an.

    Indem wir den Terroristen politische Bedeutung geben, sie in politische Kontexte (z.B. in den Kaschmir-Konflikt) einpassen, geben wir ihnen genau das, was sie haben wollen. Und machen uns damit zu Terroropfern – weit über die Zahl der unmittelbaren Terroropfer hinaus.

    Das war schon unser Fehler zu RAF-Zeiten. Bader war ein Kleingangster, Meinhof eine arme Irre, aber wir bzw. die Politik haben sie, statt zu menschenverachtenden Kriminellen, zu einem (bis heute wirksamen) Mythos gemacht.

    Wir müssen aufhören, den Terrorismus politisch aufzuladen und politisch aufgeladen zurück (und ins Leere) zu schlagen. Selbstverständlich ist Terrorismus zu verfolgen – als Kriminalität.

    Wie ich hier oder anderswo lese, sind wir jedoch genau davon so weit entfernt, wie nur irgend möglich. Wir tragen auch noch dem kleinsten, obskursten, selbstgebasteltsten Terroristen seine – nach Möglichkeit: weltpolitische – Bedeutung regelrecht nach, drängen ihm die gleiche Augenhöhe regelrecht auf, machen jeden Terroranschlag zu einem politischen Erfolg der anderen Seite.

    (Was unser westliches Selbstbewusstsein betrifft – ich setze die Hauptsache mal vorsichtshalber in Klammern – lässt das tief blicken. So ganz viel ist da offenbar nicht. Und war auch schon zu RAF-Zeiten nicht. Seit 9/11 ist der Westen der Tanzbär des Terrorismus. – Was für eine Mickerigkeit!)

    • 2. Dezember 2008 um 11:39 Uhr
    • xNWO
  74. 77.

    @Erol Bulut

    Sie sind genauso dumm wie Aiman Mazyek, wenn sie immer noch glauben sie könnten sich weiter vor ihrer Verantwortung drücken.

    Ob Muslim oder „nur“ Kulturmuslim, sie haben uns diese ganze Suppe eingebrockt.

    Entweder helfen sie mit das Problem zu lösen oder sie werden bald selber als Problem betrachtet.

    • 2. Dezember 2008 um 11:51 Uhr
    • PBUH
  75. 78.

    @ xNWO

    „Wir müssen aufhören, den Terrorismus politisch aufzuladen und politisch aufgeladen zurück (und ins Leere) zu schlagen. Selbstverständlich ist Terrorismus zu verfolgen – als Kriminalität.“

    Sage ich schon lange.

    • 2. Dezember 2008 um 12:03 Uhr
    • Joachim S.
  76. 79.

    @ Joachim S., xNWO
    „Selbstverständlich ist Terrorismus zu verfolgen – als Kriminalität.”
    Da stimme ich auch zu. Es ist fatal, wenn man krampfhaft versucht, aus Terrorismus einen zwischenstaatlichen oder kulturellen Konflikt zu machen, in dem dann völlig Unbeteiligte zu Schaden kommen. Die unbeteiligten Opfer des Gegenschlags werden damit fast mutwillig zu Parteigängern der Terrors gemacht.
    Gegen den Terror von Leuten, die selbst nicht überleben wollen, kann es nur Abwehr, aber kaum kurzfristige Gegenschläge geben. Gegenschläge, die nicht kontraproduktiv sein sollen, brauchen sehr viel Aufklärung und Vorbereitung, damit gezielt die richtigen ausgeschaltet werden.

    • 2. Dezember 2008 um 13:00 Uhr
    • AM
  77. 80.

    Das mit der beurteilung von Terroristen ist ein extrem schweres Thema.
    Sie einfach zu Kriminellen zu machen dürfte genauso ein reduktionistischer Fehlschluss sein wie zu der Spruch „Schlag und Gegenschlag“ (der auf jeden Konflikt anwendbar ist, vom Familienstreit bis hin zum Weltkrieg, und damit im grunde wiederum nichts aussagt).

    Die erste Schwierigkeit dürfte schon darin bestehen teroristen zu definieren – also: „Wer ist wann und warum ein Terrorist?“ – im gegensatz zum ‚Widerstandskämpfer‘.
    Terroristen sehen zumindest sich selbst als Widerstandskämpfer, und werden von all denen, die ihre Ziele als legitim betrachten bzw. die die gründe, die sie für ihre Taten angeben, positiv konnotieren, ebenfalls dafür gehalten.
    Das ist schonmal ein Thema , dass nun schon über mehrere jahrzehnte diskutiert wird, und immer noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen ist – wird es wohl auch nicht kommen.

    Was man meiner Meinung nach zumindest sagen kann ist, dass Terroristen im Gegensatz zu Kriminellen Ziele primär verfolgen, die nicht einen unmittelbaren Nutzen für sie selbst darstellen – zumindest kommunizieren sie dies.
    Ein weiterer Unterschied dürfte sein, dass diese Ziele ihre Begründungen, ihre Rechtmäßigkeit(-sanspruch) meist aus einem mehr oder weniger ausgeprägte weltanschaulichen Korsett von Aussagen herleiten.

    Dieses Korsett kann aus einer verbreiteten Weltanschauung entlehnt sein, muss es aber nicht. Und es kann von einer breiten Schicht akzeptiert werden, muss es aber auch nicht – es gibt durchaus Terroristen, die aus einzelnen Sekten entstammen, die sich abgeschlossen haben im Zuge ihrer Radikalisierung.

    Falls diese menschen sich auf eine breitere weltanschaulichen Basis stellen, fangen bestimmte probelem der differenzierung an.
    @ 69 Jörg Lau hat es da eine wichtige Komponente angesprochen:
    „Ich fände es haarsträubend, wenn man sich da herumdrücken würde: Diese Täter sehen sich als wahre Muslime.
    So wie die RAF glaubte, aus den Lehren von Marx und Lenin etc. die richtige Konsequenz zu ziehen. Weder konnte man es damals den Linken ersparen, sich damit zu befassen und zu klären, wie sie sich davon unterscheiden, noch heute den Muslimen.“

    Bleiben wir bei der RAF einfach einmal. Baader, Enslin & Mohnhaupt mag man vielleicht als Kriminelle oder Spinner abtun, aber, sie waren einer der Spitzen auch einer breit angelegten bewegung, die wir 68er nennen und die sich nach 68 zersplitterte in verschiedenste Gruppierungen und Bewegungen, ob Ökologen, politische Gruppierungen, aus denen die Grünen hervorgingen, Friedensbewegung, Anti-Atomkraftbewegung usw…, und halt auch radikale Gruppierungen wie eben die APO in Form von Spontis, MLPD, Studentischen Gruppen wie eben der SDS.
    Viele menschen aus diesen Bereich haben zumindest anfänglich – einschließlich der ersten Morde – eine ähnliche Idelogie mit der RAF geteilt, wohl primär auf Moa (nicht so sehr auf Marx und Lenin – aber nccht wirklich wichtig), Stichwort Mao-bibel, zurückgehend.
    Auch wurde dabei die Sichtweise auf die Gesellschaft zumindest partiell ebenfalls geteilt: es ging gegen das ‚Schweinesystem‘, gegen die Diktatur der kapitalisten und Imperialisten, eine hohe symbolische Ausbeutung des Vietnam-Krieges, an dem der BRD-Regierung eine Art Mitschuld gegeben wurde und überhaupt ein versuch,die Gesellschaft grundlegend zu verändern. Verändrn bedeutete bei vielen der radikaleren gruppierungen nicht reform, sondern umstutz und abschaffung aller staatlichen Instanzen hin zur klassenlosen Gesellschaft.
    Viele von diesen Menschen haben erst einmal in der RAF eine Widerstandstruppe gesehen, etwas positives. Die Wende kam da erst durch die Morde der zweiten generation (der RAF), die nicht mehr den ‚bewaffneten Kampf‘ als Hauptziel hatte, sondern die Befreiung der u. a. in Stammheim einsitzenden ersten Generation – Stichwort: Schleyer-Entführung und die Landshut.
    So – und nun die preisfrage: was genau hat die RAF & co. von Links (also den kommunistischen lehren) unterschieden, inwieweit kann man sagen: die haben Marx &Co. falsch oder nicht verstanden (wobei das noch relativ einfach sein könnte, da die wirklich ideologisch nicht besonders gut befestigt waren – es waren ja keine theoretiker)?
    Wodurch grenzte sich die Linke der BRD (von der der DDR bräuchen wir wohl erst gar nicht zu reden) ab von der RAF? Ideologisch irgendwie nicht – zumindest ist mir da wenig bekannt.
    Ist es dann nicht konsequent zu schlußfolgern:
    Wenn es keine Abgrenzung gab, dann war die Behauptung Marx &Co. richtig auszulegen der RAF nicht falsch, da es unter den möglichen Auslegungen von Marx & Co. eine theoretisch akzeptable war qua damaligen Marx&Co.-Verständnis.
    Wenn wir nun für heutzutage sagen: heute wären die Auslegungen der RAF von Marx&Co. falsch, dann muss man auch einen grund angeben können, der darin besteht, dass man aufweisen kann, was sich (grundlegend) verändert hat vom damaligen Marx&Co.-Verständnis zum heutigen.
    Einfach zu sagen, dass es heutzutage als falsch angesehen würde von zumindest fast allen, die sich selbst als irgendwie weltanschauliche Nachfolger von Marx&Co. bezeichnen, langt nicht.

    Das gilt aber genauso auch hier:
    „Ich bin ja nicht der Meinung, dass Islam notgedrungen zum Islamismus führt (oder das eh dasselbe ist). Aber manche Muslime sehen es so. Und die, die es nicht so sehen, sollen gefälligst den (theologischen, ideologischen) Kampf mit denen aufnehmen!“ (wieder Lau # 69)

    Bestimmen wir einfach einmal:
    Islamismus = Auch politisch-gesellschaftlicher Anspruch des Islams (inc. entsprechende Lesarten).
    Islam = nur spiritueller Anspruch (inc. entsprechende Lesarten).

    Ist das dasselbe oder ncith?
    Die Definitionen sind verscheiden – werden sie aber als zwingend verschieden kommuniziert unter Muslimen?
    Und wenn ja, wie wird die richtigkeit der eigenen Position unter aberkennung (!) der Gültigkeit der anderen gerechtfertigt von ihnen?
    Aberkennung ist deshalb wichtig, weil man sonst das hat, was zumindest ich schon ein paarmal als ‚positive‘ eigenschaft von Muslimen erzählt bekommen habe: toleranz untereinander. D. H. aber: man ist gegenseitig tolerant in dem, was man als richig ansieht jeweils – und da fallen eben auch die Islamistischen lesarten drunter.
    ‚Toleranz‘ heisst hier dann: der moderate, der Islam-Muslim schreibt dem fundamentalistischen, dem Islamistischen Muslem nicht vor, dass seine ansicht falsch ist und duldet sie als gleichberechtigt neben sich.
    Und damit haben wir einer der hauptprobleme und auch der grudn,warum ich z. B. sage: Islam ist dassselbe wie Islamismus – weil eben die spannbreite der möglichen akzeptablen lesarten unter Muslimen sowohl moderate als auch fundamentalistische lesarten zuläßt.
    Es erfolgt also keine interne Abgrenzung mehr die über: naja, ich halte das für falsch, das ist nicht der wahre Islam usw…, gespeist aus den jeweils eigenen Glaubensverständnissen heraus – erfolgt.
    Wenn es aber keine internen abgrenzungskriterien mehr gibt, dann hebt sich auch die Unterscheidungskriterien auf der praktischen Ebene auf.
    Es wird unwichtig, ob jemand einmal diese oder jene Sichtweise einnimmt – er kann wechseln intern.

    Und das könnte mit einer der hauptgründe auch sein, wieso es nicht zu einem „(theologischen, ideologischen) Kampf “ kommt.
    Auch wäre zu klären, wie groß die Islamistenfraktion ist. damit meine ich nciht, wieviele den Terroranschlägen zustimmen oder sie ablehnen. Sondern: wie groß ist die menge der gläubigen Muslems, die die Scharia als gottgegebenes gesetz und ideale gesetzgebung für eine gemeinschaft, ansehen.
    Den dies ist bereits nach der obrigen Definition politisch-gesellschaftlicher Anspruch, also Islamismus (an dem auch gemessen wird inwieweit er umgesetzt ist oder nicht etc….).
    Auch sollte man schauen, wie groß die Menge derer ist, die der ansicht sicht, dass es gerechtfertigt ist den Islam auch mit Gewalt zu verteiligen.
    Es mag sein, dass es viele Moslems gibt, die die Handlungen von AlQuida ablehnen – nur ist damit noch nicht gesagt, ob sie diese prinzipiell ablehnen oder nur diese konkrete Umsetzung oder nur diesen konkreten Grund für den griff zur Gewalt.
    Ich persönlich denke, dass das alles wichtige fragen sidn, die zu klären sind, um ein halbwegs vollständiges Bild über das Problem zu bekommen.
    Terroristen einfach nur als Kriminelle abzutun, dürfte dabei nicht allzuviel bringen – man mag sie vor gericht wie einfache Kriminelle nach ihren Taten aburteilen – aber das wäre nur die rein juristische Ebene und trägt wenig zur klärung und beseitigung des Ursprungspunktes der terroristen bei.

    • 2. Dezember 2008 um 13:58 Uhr
    • Zagreus
  78. 81.

    @ Zagreus

    Indem man Terroristen wie gewöhnliche Kriminelle behandelt, nimmt man ihnen ein Gutteil ihrer Selbstrechtfertigung. Wie Sie einen Terroristen definieren oder wie sein ideologischer Hintergrund ist, wird damit weitgehend hinfällig.

    • 2. Dezember 2008 um 15:11 Uhr
    • Joachim S.
  79. 82.

    @ xNWO

    “Wir müssen aufhören, den Terrorismus politisch aufzuladen und politisch aufgeladen zurück (und ins Leere) zu schlagen. Selbstverständlich ist Terrorismus zu verfolgen – als Kriminalität.”

    Sage ich schon lange.

    @ XfürU, Joachim S.

    So ist das Quatsch. „Wir“ laden den Terrorismus nicht politisch auf, er beruht wesentlich auf Ideologie und Ideologie ist politisch.

    Terrororganisationen bzw. Terrornetzwerke (egal welcher Couleur) verfolgen ein „höheres“, übergeordnetes Ziel, und gerade das ist es, was sie sie so gefährlich macht. Rigide Moralvorstellungen (und seien sie in demokratischen Augen noch so abstrus oder abartig) sind ihnen inhärent.

    Kriminelle hingegen gehen zwar im Vergleich zu gewöhnlichen Erwerbspersonen zwar höhere persönliche Risiken ein, aber verüben, anders als Terroristen, eben keine Selbstmordattentate oder suchen Feuergefechte, bei denen es so gut wie sicher ist, dass sie dort nicht mehr rauskommen.

    Kriminalität beruht nicht auf Gesinnung, sondern auf bloßem Eigennutz, sie parasitiert die Gesellschaft und/oder nach Möglichkeit (zumindest in Regionen mit mehr oder weniger funktionierender Staatlichkeit) den Staat, sie stellt keine Systemfragen und will die Gesellschaft nicht völlig umkrempeln oder den Staat durch einen ganz anderen Staat ersetzen (oder den Kapitalismus abschaffen).

    Die Motive bzw. Ziele divergieren also deutlich. Aber auch im Rahmen der Wahl des identischen Mittels Gewalt offenbaren sich die Unterschiede zwischen Terrorismus und Kriminalität: Wenngleich auch Kriminalität zuweilen Kollateralschäden produziert, fokussiert sie sich doch, ganz zweckrational, darauf, jemanden zu berauben, kriminelle Konkurrenz auszuschalten oder sich (meistens unter Druck) gegen staatliche Sicherheitsorgane zu Wehr zu setzen. Terrorismus hingegen zielt meistens nicht auf bestimmte Personen, sondern auf Unbeteiligte oder nimmt sie ohne Not (wie ein Bankräuber, der nicht schnell genug wieder raus kommt) als Geisel und konkurriert nicht mit anderen Terrororganisationen; vielmehr sind diese untereinander häufig hilfsbereit, völlig anders als mafiöse Organisationen, die sich untereinander häufig bekämpfen.

    Kurz und knapp: Terrorismus ist politisch und außerordentlich wertgeladen. Kriminalität ist ökonomisch, nur sich selbst Zweck und kümmert sich nicht um übergeordnete Werte. Daraus folgt auch: Selbst wenn Terrorismus seine materiellen Ressourcen nicht nur aus Spenden, sondern auch aus profanen kriminellen Aktivitäten (wie etwa Drogenhandel oder Schutzgeldern) generiert, so sind diese ihm doch nicht Selbstzweck.

    All das sollte man schon berücksichtigen, wenn man darauf besteht, Terrorismus sei als Kriminalität zu verfolgen. Der Staat erachtet Kriminalität als illegitimen und illegalen Erwerb. Entsprechend lässt sich sagen, dass Terrorismus, analog zur Kriminalität, illegitime und illegale Politik ist und daher nicht mit dem Staat auf Augenhöhe stehen soll, wie es nur verfeindete Staaten können.

    Wenn jedoch sämtliche staatliche Sicherheitsorgane so tun würden, als ob es sich bei Terrorismus um landläufige Gewaltkriminalität handeln würde, könnten sie einpacken. So müsste etwa der deutsche Verfassungsschutz konsequenterweise aufgelöst, die entsprechenden Strafvorschriften gegen Terrorismus gestrichen und militärische Antworten auf Terrorismus (die man im Einzelnen kritisieren kann) grundsätzlich verboten werden.

    Glücklicherweise fordern das nur wenige Spinner.

    • 2. Dezember 2008 um 17:37 Uhr
    • N. Neumann
  80. 83.

    @ N.Neumann
    „So müsste etwa der deutsche Verfassungsschutz konsequenterweise aufgelöst…werden“
    Das wäre kein großer Verlust für die Bekämpfung des Terrors. Der deutsche Verfassungsschutz ist ja hauptsächlich damit beschäftigt, den Besitzstandsparteien Argumente zu liefern, mit denen sie aufkeimende parlamentarische Konkurrenz ausschalten können.

    „und militärische Antworten auf Terrorismus (die man im Einzelnen kritisieren kann)…“
    Vielen Dank für die großzügige Genehmigung.

    • 2. Dezember 2008 um 17:53 Uhr
    • AM
  81. 84.

    N.Neumann: Terrorismus nicht politisch auf, er beruht wesentlich auf Ideologie und Ideologie ist politisch

    Und?

    Leider, Herr Neumann, erschließt sich mir nicht, warum Sie den Bankraub und den Schleier-Mord und den Mord an beliebigen Fahrern und Personenschützern nicht als solchen nehmen können, sondern als politische Kritik am Kapitalismus, der faschistischen Bundesrepublik etc. pp.

    Dass die RAF so verstanden sein wollte – klar. Wenn Sie ihr den Gefallen tun, ihre Taten ebenfalls so zu verstehen – Ihre Sache. Ich sehe mich dazu aber nicht gezwungen. Schon gar nicht sehe ich mich dazu gezwungen, ihr, weil sie irgendwelche politischen Gründe zu haben behauptet, irgendeinen Sonderstatus (jenseits der Kriminalität) einzuräumen.

    Klar nehme ich die vorgeblichen oder tatsächlichen politischen Ziele irgendwelcher Terroristen im Hinblick darauf zur Kenntnis, dass mögliche Unterstützer sich davon ködern lassen. Aber ich werde mich hüten, sie meinerseits zum Diskussionsgegenstand zu machen.

    Eben weil das geschah, weil nicht nur in der Unterstützer-, sondern – qua Schuldkomplex – auch in der „bürgerlichen“, „bürgerlich-intellektuellen“ sogenannten Sympathisantenszene die Bundesrepublik als faschistischer/ faschistoider Staat zum ernstgenommen Diskussionsgegenstand wurde, konnte die RAF sich überhaupt über so lange Zeit selbst ernst nehmen und sich so lange halten.

    Das ist – mutatis mutandis – durchaus z.B. auf bin Laden und Al-Qaida etc. pp. übertragbar.

    PS: Was Ihren Verfassungsschutz als Beweis für den politischen Charakter des Terrorismus betrifft – Sie machen den Verfassungsschutz geradezu zur Bedingung der Möglichkeit von Terrorismus – albern.

    • 2. Dezember 2008 um 18:43 Uhr
    • xNWO
  82. 85.

    Vielleicht werden hier zwei verschieden bereiche durcheinandergemischt bzw. verwechselt.

    1.) ursache für etwas.

    2.) Umgang mit ergebnissen.

    Wärend bei 1.) man nach den Gründen fragt und durch das nachvollziehen derselbigen – auch derer, die z. b. Täter für ihre Handlungen als Grund angeben – sich mögliche Lösungswege oder preventive Massnahmen eröffnet, ist bei 2.) die Frage mit den Umgang – z. b. wie gestrafe ich jemand für einen Mord. Behandele ich ihn wie einen gewöhnlichen Verbrecher (was z. b. bei der RAF geschahzumindest in den gerichtsurteilen) oder bestrafe bzw. mildere ich Strafen extra deswegen, weil sie unter ‚gesinnnungstat‘ im weitesten Sinne fallen. Etwas, was man z. b. der momentanen Rechtsprechungspraxis vorwirft, wenn man beklagt, dass verbrechen, die von Migranten verübt wurden, milder bestraft als bei Autochthoen, weil man deren Kulutrellen Hintergrund mildern berücksichtigt (z. b. bei sog. Ehr-delikten – wie Ehrenmord, Schlagen der Frau, Straftatebn aus Eifersucht etc…).
    Möglicherweise würde das positiv der Diskussion weiterhelfen.

    • 2. Dezember 2008 um 22:57 Uhr
    • Zagreus
  83. 86.

    Herr Lau,

    >>>
    Es geht doch um die Frage, ob man von islamistischem Terror reden darf, oder ob man nur von Terror redet.
    Ich fände es haarsträubend, wenn man sich da herumdrücken würde: Diese Täter sehen sich als wahre Muslime.
    >>>

    Es geht nicht um die Frage, ob man von islamistischem Terror reden darf, sondern warum man es in dieser Art tut. Seriösere Autoren reden in diesem Zusammenhang von „radikalislamischen“ Terror, um doch noch eine Abgrenzung zu dem von Mayzek beschriebenen Mechanismen der Ressentimentsbedienung finden. Es sind Mechanismen, die im Senols Blog

    http://www.jurblog.de/2008/11/27/yes-we-cem-von-wegen/

    in einem anderen Beispiel dargebracht werden.

    Warum die Presse in der Lage ist, mit Nachrichten dieser Art einfache Reiz Reaktions Schemen anzusprechen, liegt an einer geistigen Schlichtheit, die blindes Lagerdenken in allen Lagern fördert. So ist auch hier die Zahl derer hier in Deutschland gewachsen, die Mayzeks Warnung des Niveauverlustet legitimiert. Dies anzusprechen, ist keinesfalls das schlüpfen in eine Opferrolle, sondern bei bestimmten Ansprüchen gegebene Pflicht derartige Zusammenhänge zu dokumentieren. Wenn Sie für sich entscheiden, solche Mechanismen zu bagatellisieren, ändert das an der gegebenen Situation nichts. Mayzeks Bewusstsein für solche Vorgänge von Ressentimentsbedienung, sehe ausgeprägter als Ihres, weil er doch näher an den tatsächlichen Opfern die Wirkung solcher Presse erlebt haben dürfte. Deshalb habe ich, um Ihnen diesen Umstand anzudeuten, unverständlich mein Beispiel mit den Ariern dargelegt. Wenn Gruppierungen aufgrund der Zugehörigkeit sich nicht von mit gezielter Wortwahl ausgeübten Diffamierung abgrenzen können, steigt das Bewusstsein für solche Umstände. Arier war unglücklich gewählt. Nehmen Sie einfach die verunglimpfung von „Deutsch“ und Ihre Empörung bei bestimmten Deutschsein verunglimpfenden Artikeln. Wäre bestimmt sehr niveauvoll Ihnen dann den Vorwurf um die Ohren zu hauen, nicht das Opfer zu spielen?

    Frau Schirrmacher geht auf hier angesprochene Wahrnehmungsirritationen ein, und das ist gewiss kein übles Spiel.

    • 3. Dezember 2008 um 01:42 Uhr
    • Erol Bulut
  84. 87.

    @pbuhh

    Ich entziehe mich meiner Verantwortung gewiss nicht. Ich dokumentiere nach meinen Möglichkeiten die Schlichtheit, die aus einer eindimensionalen Wahrnehmung ergibt. Das mich manch Fallbeispiel mit notorisch unbefriedigten Machtgelüsten dabei als „Problem“ sieht, ist für mich nicht überraschend.

    • 3. Dezember 2008 um 02:18 Uhr
    • Erol Bulut
  85. 88.

    @EB
    „Es sind Mechanismen, die im Senols Blog

    http://www.jurblog.de/2008/11/27/yes-we-cem-von-wegen/

    in einem anderen Beispiel dargebracht werden.“

    Ich weiß ja nicht, seit wann Senol die Bildzeitung liest, aber ausgerechnet von der „Bild“ journalistische Sorgfalt zu erwarten, ist doch wohl reichlich naiv.

    Und dass Özdemir die Medienmechanismen nicht kennt, will ich auch nicht glauben. Es nützt ihm gar nichts, die Themen Integration und Migration geflissentlich zu meiden. Er wird als Politiker immer vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass er einen Migrationshintergrund hat, genau wie bei Obama immer seine Hautfarbe Thema sein wird, obwohl er eigentlich das Gegenteil will.

    • 3. Dezember 2008 um 09:17 Uhr
    • lebowski
  86. 89.

    So, jetzt wissen wir’s: Es waren Zionisten!

    http://timesofindia.indiatimes.com/India/Pak_TV_channel_says_2611_hatched_by_Hindu_Zionists/articleshow/3785654.cms

    Wie sagte ein Jude in Zürich kürzlich? „Es würde mich wundern, wenn wir nicht auch daran noch schuld wären.“

    (Und an Joachim S.: Schalten Sie den Ironie-Radar ein)

    • 3. Dezember 2008 um 09:50 Uhr
    • FreeSpeech
  87. 90.

    # 88 lebowski

    Sicherlich wird der Hintergrund dabei geachtet.

    Reden wir doch einmal von einem anderen Aspekt.
    Zuerst: auffallend an ‚den Migranten‘ ist, dass es fast ausschließlich nur Migranten aus dem islamischen Kulturkreis sind, die eine antideutsche bzw. antiwestliche Haltung einnehmen. Bei all den Intellektuellen aus dem Kreis der ‚Migranten‘ – wer davon ist ein aus dem nicht-islamischen Kulturkreis stammender Migrant, der wie z. b. dieser Senol fleissig auf der angeblichen schlechtigkeit, rassismus und Migranten unterdrückenden Anpassungsdruck herumjammert? Ich kenne keinen; mag es doch den ein oder anderen sogar geben, es ist eine verschwindende Menge anscheinend im vergleich zu der masse derjenigen aus dem moslimischen Kulturkreis.

    Schaut man sich diese Grupppe an, so fällt auf, dass man sie grob in zwei teile wohl teilen kann:
    a.) konservativere, die zugleich einen hohen religiösen bezug haben. IdR. die (medienwirksamen) Verbandvertreter religiös motivirter Verbände und Vereine.
    b.) Intellektuelle aus dem Linken spektrum. Meist sselbst von ihrer Vita her nicht gläubig oder zumindest strenggläubig, aber sehr kritisch dem westen und auch der BRD gegenüber eingestellt. Diese wittern überall gleich diskriminierung und rassismus nur allzuoft.

    Nun gehe ich persönlich nicht davon aus, dass das so sein muss. Ich glaube – und das setze ich hier auch als prämisse – dass es genauso auch intellektuelle aus dem islamischen kulturkreis gibt, die eigentlich relativ zufrieden sind in der BRD und die nicht glauben, dass Migranten, = Türken/Araber bzw. Moslems, groß diskriminiert werden, sondern die relativ zufrieden mit den zuständen sind.
    Selten erscheint einmal in den Medien ein Artikel von solch einer Person.

    Nun. beim ersten fall – den verbandsvertretern dürfte es relativ klar sein, aus welcher Motivation heruas ein teil zumindest ihrer klagen stammen könnten – nämlich aus eigeninteresse und versuch die verbandsziele umzusetzen heraus und weniger aus echter diskriminierung.

    Der zweite fall erscheint mir besonders interessant.
    Wenn meine Prämiisse stimmt, dann stellt sich die Frage: warum sind es genau diese Leute (und nicht andere), die primär in den Fordergrund treten?
    Möglicherweise liegt ene Antwort in einer Art scham-/Schuldkultur, die sich in der (West-)deutschen Linken und alternativen Szene im Zuge der Auseinandersetzung mit den verbrechen wärend der Nazizeit herausgebildet hat und eine denkfigur des permamenten ‚Eigenverdachtes‘, der permanenten Schuldhaftigkeit geführt hat bei allem, was als ‚Deutsch‘ zeigt.
    Es ist der deutsche selbst, der für diese Leute unter einem permanenten rechtfertigungsduktus steht – er ist permanent in verdacht und gehört überwunden, ja im grunde abgeschafft (man denke bitte an den wahlslogen der ‚Grünen‘ vor ein paar Jahren: „Liebe Ausländer, last uns nicht mit den Deutschen alleine.“ oder an den Vorfall, bei dem hohe vertreter der grünen Jugend auf eine deutschlandfahne pissten). Diese generalisierter, ja mythologisierte Dauerverdacht, findet seine Berechtigung, und damit auch der Nachweis der Richtigkeit desselbigen für all die, die ihn haben, eben genau auch dann, wenn eine anklage erfolgt. Insoweit liefern Migranten als ‚Opfer der Deutschen‘ und als ‚bessere Menschen per se‘ (da ja die deutschen unter generalverdacht stehen), die das bedienen, diesen Menschen wiederum die rechtfertigung für ihre Ansichten. Von daher nimmt es im Grunde auch kein Wunder, dass gerade auch diese besonders gehör finden udn sich gegenüber denen, die sagen, dass im Grunde alles in ordnung sei, sich durchsetzen.
    Der, der nichts zum aussetzen hat, ist uninteressant – der, der die Figur der „Abgrundtiefen Bösartigkeit des Deutschen“ bestätigt, und somit die Schuldkultur bedient, ist interessant. Über ihn läuft die Katharsis, die Seelenreinigung, ab – denn er bestätigt, dass die verbrechen der Naziszeit als auch die Verbrechen des Westens, des kapitalismus & Imperialismus, im Grunde wesensmerkmale des Deutschen (und des ‚westlers‘) ‚nur‘ sind – die Schuldkollektivierung wird belegt und der Warner, der selbsternannte Wächter über seine Mitmenschen sieht sich in seinem Amt als Warner und Wächter bestätigt.

    Dies könnte mit ein Grund sein, wieso gerade im Grunde ‚linke‘ Intellektuelle aus dem islamischen Kulturkreis so dezitiert anti-westlich eingestellt sind von denen, die vor allem in den medien präsent sind und warum sie zum teil so fehement alles türkische bzw. arabische und/oder islamische verteidigen und schönreden.
    Im ersten Moment würde man doch eigentlich denekn, dass aufgeklärte, gebildete linke Intellektuelle GEGEN religion, religiöse ausweitung und religiöse herrschaftsansprucheeingestellt sein müßten – gehören sie doch meist zu den ersten Opfer der fundamentalisten. Eigentlich müssten sie doch für Säkularisierung sein – aber, die die medial primär präsent sind, kämpfen zum teil ziemlich deutlich genau für Religion.

    • 3. Dezember 2008 um 11:32 Uhr
    • Zagreus
  88. 91.

    Zagreus: „Bei all den Intellektuellen aus dem Kreis der ‘Migranten’ – wer davon ist ein aus dem nicht-islamischen Kulturkreis stammender Migrant, der wie z. b. dieser Senol fleissig auf der angeblichen schlechtigkeit, rassismus und Migranten unterdrückenden Anpassungsdruck herumjammert? Ich kenne keinen; mag es doch den ein oder anderen sogar geben, es ist eine verschwindende Menge anscheinend im vergleich zu der masse derjenigen aus dem moslimischen Kulturkreis.

    Mal abgesehen davon, dass es irgendwo auch vorbildlich ist, wenn ein Autor der faschistischen Milli Görüs, Ekrem Senol, sich bei den Grünen einnistet, können wir doch etwas davon lernen: Das Ziel ist der Weg. Solche wie die lunale Mühlingmaschine, die noch immer im Kalten Krieg verharren, verstehen nicht, dass das Migratenmilieu a priori sowas wie identitätsstiftende Solidarität erzeugt, wo es den Islamisten leicht gemacht wird, in nicht moslemischen Zirkeln zu rekrutieren. Seien Sie gewiss, dass es reichlich nicht moslemische Krieger gibt, die sich für das Blutbuch interessieren. Ich selbst kenne Spätaussiedler, Griechen, Italiener und alle möglichen, die sich dem Schwerverbrecher Mohammed verschrieben haben. Selbst christliche Araber, die dem Islamfaschismus nicht abgeneigt sind.

    Das Verharren in alten Blockbildern, wie es Mühling die Kalte Wurst macht, ist neurotisch, nicht hilfreich.

    Möhling ist der Spiegel des Islam.

    • 3. Dezember 2008 um 12:08 Uhr
    • Bergpalme
  89. 92.

    Bulut, da sind Sie ja wieder. Schön. Senol, der schon vom BVerfG zitiert wurde, entspricht so richtig Ihrer Linie, oder? Milli Faschistös ist eh nicht weit.

    • 3. Dezember 2008 um 12:14 Uhr
    • Bergpalme
  90. 93.

    @lebowski

    bei dem Thema geht es mitnichten nur um die BILD. Weder in dem Artikel von Senol, noch wenn man in der Lage ist, Medienbewusstsein zu entwickeln. Das die US Wahl und die Finanzkrise den Redaktionen etwas Sinnstiftung gegeben hat und gibt, dürfte nichts daran ändern, dass bei nächster Kreativlosigkeit wieder Migranten in gewohnter Diffamierungsabsicht in die erste Reihe gerückt werden. Wie sollte die Presse auch anders handeln, wenn so viele in geifernde und von Schlichtheit beseelte Menschen darauf warten, dass man ihnen vermeintliche Bösmenschen zum Fraß vorwirft.

    Es gibt so viele derer, die in verächtlicher Debilität den Starken „Mann“ miemen wollen, oder „weibischer“ Gehässigkeit bedürfen, um in der Erniedrigung anderer Selbswertgefühl zu entwickeln.

    Özdemir ist clever genug, um mit solcher Medienberichterstattung, die auf Menschenjagdt zielt, umzugehen. Er ist ja nicht alleine, und es ist ja keinesfalls so, dass nur Migranten dies erdulden müssen. Aber beim Bedienen von geistesbefreiten Ressentiments müssen die am häufigsten herhalten. Ist ja nicht immer so, dass die SPD sich über Mandatsaufträger aufregen muss, die es für wichtiger halten, den Oberlügner Koch wieder mit einer Mehrheit auszustatten, anstatt SPD Politik zu verwirklichen. Das Dummheit dieses Verhalten zum Heldentum erklärt, und die Empörung darüber ausreichend findet, geifernde Befriedigung zu finden (die bei manch Irren mit Vergleichen mit stalinistischer „Empörung“ über „Abweichler“ endet), spielt sich auf dem gleichem Niveau ab, mit denen Migranten immer wieder besudelt werden.

    Wenn man Menschen, die sich inhaltlich mit solcher Problematik auseinandersetzen, als „Gedankenfaul“ bezeichnet, oder ein „übles“ Spiel unterstellt, reitet man nur auf einer Welle mit.

    @Bergpalme

    Ich lese, dass Sie endlich ein Bewusstsein entwickeln, wessen Meinung Sie teilen, und das eine Abgrenzung Not getan hat. Das hilft aber leider noch nicht, sich von den angewöhnten Attituden zu loszulösen, und mehr als nur die vermeintlich „Mitgliedschaft“ in einem Verein anzubieten. Senol mag zwar in seiner zwiespältigen nationalistischen Natur für etliche befremdlich wirken, aber Ihre Verläumdungsabsichten sind immer noch geprägt von inhaltlicher Leere. Wenn Sie sich wirklich Abgrenzen wollen, müssen Sie dies überwinden. Sonst bleibt das Niveau auf dem gleichen Level „mühlenkampscher“ Verstörung.

    • 4. Dezember 2008 um 00:08 Uhr
    • Erol Bulut
  91. 94.

    @Erol Bulut

    Ihren Ärger über die gerechte Quittung an die Wählerbelügnerin Ypsilanti sollten Sie besser in einem der diversen SED-blogs ablassen.
    Vielleicht bekommen Sie da wenigstens ein bißchen Beifall.

    Ansonsten – Ihre Sprache ist nach wie vor ein kompensatorischer Versuch, Argumente durch emotionsschwere Worthülsen zu ersetzen.
    Im Grunde genommen haben Sie nichts Neues zu sagen, schwadronieren Sie doch lieber nachhaltig über Ihr Lieblingsthema Migrantendiffamierung, die ausser in Ihrer Phantasie definitiv nicht stattfindet.
    Dann noch dieser ständige nebuläre Unterton einer gleichermassen unangemessenen wie selbstüberschätzenden Attitüde des Moralwächtertums.
    Einfach nur langweilig.

    • 4. Dezember 2008 um 01:13 Uhr
    • tati
  92. 95.

    @ lieber tati

    „Im Grunde genommen haben Sie nichts Neues zu sagen“

    Das trifft eigentlich für viele Kommentare in diesem Blog zu.

    • 4. Dezember 2008 um 02:01 Uhr
    • Driss
  93. 96.

    @tati
    Was die Wahlbelügnerin Ypsilanti angeht, bin ich voll auf Buluts Seite, denn verglichen mit Koch ist die Frau ein Ausbund an Ehrlichkeit.
    Und Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass sie alles glauben, was Politiker Ihnen vor der Wahl erzählen.

    • 4. Dezember 2008 um 09:10 Uhr
    • lebowski
  94. 97.

    Was die Wahlbelügnerin Ypsilanti angeht, bin ich voll auf Buluts Seite, denn verglichen mit Koch ist die Frau ein Ausbund an Ehrlichkeit.
    Kommentar von lebowski

    Selten habe ich so einen Unsinn gelesen.
    Die Frau hat ein elementares Wahlversprechen gebrochen – nämlich die Fahrtrichtung der Politik.
    Die bewusste Inkaufnahme einer Abhängigkeit von durch alte SED-Kader durchsetzten Partei.

    Das ist eine völlig andere Dimension, als nicht eingelöste Wahlversprechen über die Höhe der Mehrwertsteuer, Kindergeld oder Pendlerpauschalen.

    Schlimm genug, das die große Mehrheit der SPD Parlamentarier in Hessen eher in OPD umbenannt werden müssten. OpportunistenParteiDeutschlands.

    Die SPD wird in Hessen ihre Quittung von den Wählern bekommen.

    • 4. Dezember 2008 um 13:03 Uhr
    • tati
  95. 98.

    Bulut, danke für Ihr Mitgefühl. Sie sehen es aber falsch, dass ich die Meinung mit windigen Kakophonen wie Mühlenkamp, Mühling oder Don Blech teile. Es ist genau anders herum. Diese kopromorphen Nimmersatte teilen meine Meinung in Bezug auf die Machenschaften des Islam. Dass sie es tun, ist nicht zu vermeiden. Und dass sie der 33er Würstchengemeinde im Geheimen frönen ist schlimm.

    Dabei sind es aber nur die selben kulturellen Ängste, die solche Würstchen zur Xenophobie treiben, wie es diese auf der turkrassistischen Seite der IGMG und Co. gibt.

    • 4. Dezember 2008 um 13:41 Uhr
    • Bergpalme
  96. 99.

    Ah, unser Generalverschiss ist ja wieder unter den Lebenden, nachdem er sich beifällig an den Liebkosungen in Bombay labte und daher keine Zeit fand, seine Meinung zu den Anschlägen der Nicht-Moslems dort zu äußern. Helau.

    • 4. Dezember 2008 um 13:45 Uhr
    • Bergpalme
  97. 100.

    @ bp

    Depp

    • 4. Dezember 2008 um 15:13 Uhr
    • Andreas aka Driss
  98. 101.

    @Möhling und Bergpalme

    Was ist denn in Euch gefahren?

    Dass der „Feind links steht“ ist so verdrallert, wie der Schluss „dass sie der 33er Würstchengemeinde im Geheimen frönen“.

    Unnötige und unsinnige Fronten…

    • 4. Dezember 2008 um 17:54 Uhr
    • Gelincek
    • 4. Dezember 2008 um 18:11 Uhr
    • N. Neumann
  99. 103.

    Koch ist ehrlich brutalstmöglich.

    • 4. Dezember 2008 um 19:29 Uhr
    • Rafael
    • 4. Dezember 2008 um 19:52 Uhr
    • Andreas aka Driss
  100. 105.

    Gelincek, die intellektuellen oder agitatorischen Stichwortgeber der islamischen Reaktion wie Hafez, Schiffer, Schiffauer, C. von Braun, Edward Said, Judith Butler, Ulla Jelpke oder Norman Paech verorten sich selbst links. Die grundlegend reaktionäre Zivilisationsfeindlichkeit von (nicht nur) Rousseau und Lévi-Strauss* war schon immer ein Teil des linken Projekts. Es gibt auch andere, progressivere Strömungen. Marx z.B. hielt sowohl Bürgertum als auch die von diesem vorangetriebene Globalisierung und das dazugehörende kapitalistische System für unverzichtbare Schritte auf dem Weg zum Fortschritt – letztendlich müssten auch diese überwunden werden, aber das ist eine andere Geschichte.

    Letztlich ist die Linke heutzutage eine Spielart der Reaktion und somit Teil einer Querfront. Das die PFLP die RAF und Neonazis ausbildete (und Palis ganz rechts und ganz links als Helden gelten) ist ebenso wenig Zufall wie der mörderische Antisemitismus einer Jelpke und des nächstbesten NPDlers. Wer als Linker im Islam progressive, revolutionäre oder emanzipatorische Elemente entdeckt, verrät eben dies alles, auch, wer als vermeintlich bürgerlicher in der Armutsmigration aus islamischen Ländern partout eine Bereicherung entdecken möchte.** Meine mehr oder minder linksliberalen Ansichten von vor 30 Jahren haben sich nicht geändert, die Linke aber ist nur noch ein Sauhaufen – die bürgerliche Mitte hat sich kastriert und dackelt hinterher, die bürgerliche Rechte hat sich weitgehend aufgelöst – ansonsten ist sie bekloppt wie Stadtkewitz, dumpf wie die xenophoben Ostalgiker von der IPAHB oder widerlich wie Koch, der zu feige ist, zw. Ausländern einerseits und Islam und Namus andererseits zu unterscheiden.

     
     
     
     
     
      * Hier werden sie vollkommen unreflektiert und kritiklos von einem sich sicher linksliberal dünkendem Zeit-Zombie gepriesen.
      ** Das Zitat einer Tagesspiegel-Redakteurin als Illustration. Die Trulla argumentiert post-kolonial und gendermainstreamig, publiziert aber in der Mitte. Was glaubst Du – wählt die Dame rechts?

  101. 106.

    @Palmolive:92
    > [die lunale Mühlingmaschine] versteh[t] nicht, dass das
    > Migratenmilieu a priori sowas wie identitätsstiftende
    > Solidarität erzeugt
    Sehe ich auch so – weiß nicht, was Sie treibt. „Migranten“ sind meist problematisch, „Expats“ oder „foreign residents“ nicht. Die linke Reaktion ist nicht mein einziger Feind, sie hat intellektuell nur die meiste Potenz. Die Political Correctness ist eine enorm wirksames Instrument, und nicht auf rechtem Mist gewachsen.

  102. 107.

    Gelincek, sicherlich haben Sie Recht, dieses nervende Rechts-Links-Katastertum bringt nichts, nur Schadenfreude auf der Islamseite.

    Es sind gewisse Schwingungen gewesen, die diesmal nicht zu überhören waren. Das erste Mal, seitdem ich in diesem Blog lese/schreibe.

    Islam ist Frieden.

    • 4. Dezember 2008 um 23:05 Uhr
    • Palmolive aka Bergpalme
  103. 108.

    Ach Tati,

    immer wieder niedlich: „Migrantendiffamierung gibt es nicht“

    Kein Wunder, dass Sie Demokratie nicht verstehen. Es ist elementar in einer Demokratie, dass ein Abgeordneter seinen Wählern das Versprechen gibt, die von ihm beworbene Politik zu verwirklichen. Es stimmt zwar, dass Ypsilanti dümmlich versprochen hat, die Verwirklichung von SPD Politik mit der Verweigerung der Annahme von LINKEN Stimmen abzulehnen. Somit hat Sie sich in eine Situation begeben, wo Sie irgendein Versprechen brechen musste. Das gleiche Problem hatten auch die übrigen Abgeordneten der SPD.

    Das Sie in Ihrer Schlichtheit nicht zu erkennen vermögen, dass die Alternativen SPD Politik zu verwirklichen, oder brutalolügner Koch weiterhin sabotierend regieren zu lassen, nur eine vernünftige Lösung zulassen, kann man Ihnen leicht nachsehen. Irgendwo ist es je niedlich. Das aber die Nation nahezu unosono in Debilität verfällt, ist für mich erschreckend. Die vier Abgeordneten waren bisher nicht in der Lage, anhand des existierenden Koalitionsvertrages darzulegen, wo denn der Einfluss der LINKEN gewesen sein soll, der doch die Gewissensentscheidung bedingt haben soll. Wieder mal war auch die SPD war in der Lage sich aus dieser Debilität zu lösen, und den wahlauftragsverweigernden Abgeordneten dies Abzuverlangen. Ach Tati, trösten Sie sich doch lieber damit, mir inhaltsleere Worte nachzusagen, als dies verstehen zu wollen.

    .

    @Bergpalme

    Sie sind nicht nur respektlos gegenüber der islamischen Religion, was ich grundsätzlich sympathisch finde, Sie sind auch respektlos gegenüber Menschen. Darunter gibt es sicher viele, die keinen Respekt verdienen, aber der wesentliche Punkt, auch sehr viele, die auch „nichtislamischer Leensart“ Respekt zollen. Sozusagen ihre Religion für sich leben. Sie säen auch diesen Menschen Hass entgegen, zumindest hier im Forum. Privat dürften Sie wesentlich defensiver sein, sonst müssten Sie in Foren nicht soviel kompensieren. Das es „nur“ im INternet geschieht, macht die Sache nicht besser. Sie säen Hass gegen Menschen, deren Selbsverständnis es ist Moslem zu sein. Unabhängig davon, wie diese Menschen wirklich ihre Religiön leben, Somit teilen Sie und Möhling nicht nur die Meinung, sondern gelangen auch zu dieser Selbstgefälligkeit, indem Sie die gleichen auf Rücksichtlosigkeit und Unsozialität aufgebauten Denkmuster benutzen. So bilden Sie sich beide auch scheinbar edle Motive zur legitimation der eigenen Radikalität ein. Und es schert Sie beide einen Dreck, ob ihre Agitation ihren angeblich edlen Motiven Hilfe bringt. Als ob Sie nicht in der Lage wären, zu wissen, dass solche Menschenverachtung gegen jene, die es nicht verdient haben, nur Spannungen fördert.

    Es sollte Sie eigentlich erschrecken, dass Sie genauso wie Möhling ticken. Eitelkeit hat was damit zu tun, warum es nicht so ist.

    • 5. Dezember 2008 um 01:46 Uhr
    • Erol Bulut
  104. 109.

    @ Möhling

    „…die intellektuellen oder agitatorischen Stichwortgeber der islamischen Reaktion wie Hafez, Schiffer, Schiffauer, C. von Braun, Edward Said, Judith Butler, Ulla Jelpke oder Norman Paech…“

    Merken Sie eigentlich noch, welchen Unsinn Sie permanent ablassen?

    • 5. Dezember 2008 um 11:47 Uhr
    • Joachim S.
  105. 110.

    @ Joachim S. – wenn sie der Meinung sind, dass @ Möhling unsinn ablässt – warum erklären sie nicht einfach, worin der ihrer meinung nach besteht?
    Einfach zu behaupten, dass jemand unsinn ablassen würde, ist etwas arg mager.

    • 5. Dezember 2008 um 15:40 Uhr
    • Zagreus
  106. 111.

    @ Zagreus

    „Einfach zu behaupten, dass jemand unsinn ablassen würde, ist etwas arg mager.“

    Im Prinzip ja. Aber es gibt auch Dinge, die evident sind, wie z.B. 1+1=2.

    • 5. Dezember 2008 um 17:33 Uhr
    • Joachim S.
  107. 112.

    @Möhling

    Eben, die Feigheit der Konservativen ist ebenso fatal, wie das aktive Verharmlosen und Relativieren vieler Linken. Bergpalme wollte nix anderes sagen, hab ich den Eindruck…

    Die Hysterisierung des Tonfalls – bei Dir gegen die angeblich verräterischen Linken, die Bürgerlichen: die „Reaktion“, bei Don Q gegen Frauen, stört mich ebenfalls.

    Was hat das Begriffspaar reaktionär/progressiv in der Islamdebatte verloren und welch analytischer Mehrwert ergibt sich überhaupt daraus?
    Ich seh darin nur mehr linke Nostalgie.

    Der vermittelte Eindruck, „böse Machenschaften“, d.h. „Reaktionäre“ seien Strippenzieher der Islamisierung, ist in meinen Augen irreführend.
    Oder als Poesiealbenweisheit: „das Schicksal wird in den Herzen der Menschen entschieden“ und nicht „oben“, „links“ oder „rechts“.

    Wenn der Islam offene Türen einrennt oder auf eine feig-defensive Haltung trifft, dann ist das so, weil er den Menschen etwas bietet, dass sie sich wünschen. Nicht weil sie manipuliert und getäuscht werden, obwohl das auch der Fall ist. Das sollte man ganz sachlich und nüchtern sehen.

    • 5. Dezember 2008 um 17:58 Uhr
    • Gelincek
  108. 113.

    @Geli:112
    > Der vermittelte Eindruck, “böse Machenschaften”, d.h.
    > “Reaktionäre” seien Strippenzieher der Islamisierung,
    > ist in meinen Augen irreführend
    Jetzt platzt mir aber der Kargen – das legst Du mir in den Mund – habe mich vorgestern noch darüber lustig gemacht, nicht zum erstenmal.

    > reaktionär/progressiv
    Wer mit Rousseau jegliche Zivilisation als Sündenfall betrachtet, und deswegen den Status quo auf einen idealisierten Status quo ante zurückführen möchte, ist reaktionär. Egal, ob er nun ein kommunitaristisches Paradies oder eine durch islamische Ordnungsvorstellungen „humanisierte“ Gesellschaft im Auge hat – von den Freunden der Umma Anno 650 ganz zu schweigen.

    > Wenn der Islam offene Türen einrennt oder auf eine
    > feig-defensive Haltung trifft, dann ist das so,
    > weil er den Menschen etwas bietet, dass sie sich
    > wünschen
    Dass der Islam ein verbreitetes Unbehagen bedient, weil die Welt nach dem Austritt aus selbstverschuldeter Unmündigkeit, vulgo Aufklärung, nun mal kälter geworden ist, habe ich noch und nöcher zur Sprache gebracht. Eine Welt, in der Gott laut Nietzsche tot ist, oder aber das Verhältnis zumindest protestantisch abgekühlt und zunehmend abstrakter vermittelt ist, überfordert viele. Die mittelalterliche Unmittelbarkeit des Verhältnisses des Einzelnen zu Gott, Obrigkeit und Mitmensch bleibt für viele ein Traum, und der Islam bedient dieses Ressentiment, ebenso wie „globalisierungskritischer“ Kommunitarismus oder die Wunderwelt der ökologistisch verkitschten Natur. Den Sermon haben Molino und ich x-fach zum besten gegeben.

    Der Islam ist per se friedlich, der Koran ist kein Hassbuch, wird im Gespräch des Deutschlandfunks mit Prof. Benz vom infamen Zentrum für Antisemitismus-Forschung zwar als Zitat aufgeführt, aber als affirmiertes, es dient beiden Gesprächsteilnehmern als Prämisse, die keiner näheren Begründung mehr Bedarf. „To see what is in front of one’s nose needs a constant struggle.“ – George Orwell. Dass dieser Kampf erfolglos bleibt, ist selbstgewählte Aufgabe sich als links, als „progressiv“ verstehender Obskurantisten, Ideologen und Parawissenschaftler wie Benz (nein, Miriam: Benz mag schon mal was Vernünftiges abgeliefert haben, dass ändert nichts an der wiss. Unseriosität seiner Arbeit am Zentrum für A-F).

    Die heutige Linke ist keine, a), und bleibt b) der ideologische und propagandistische Stichwortgeber all jener, die aus unterschiedlichsten Gründen den Islam und die Gesellschaftsordnung und Traditionen vieler Armutsmigranten aus islamischen Ländern als Chance, nicht als Gefahr sehen wollen – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sie ist ein Teil des Problems, aber nicht sein Urheber. Ich kann aber nicht den entfremdeten, vereinzelt leidenden Menschen Mut machen, ich bin kein Menschenfischer, und ich kann Laschet nicht, wie es sich für ihn gehören würde, konservative, oder wenigstens originär liberale Einsichten in den Schädel prügeln. Ich kann mich aber dem Sprachrohr der Benze, Terkessidis, Schiffers und Lévi-Sträusse (Aves Infames Struthioniformes) widmen, das ihn mit Worthülsen versorgt – da bin ich hier gerade richtig.

    Geli, Du hast meine Position falsch dargestellt – ich kann doch nicht jedesmal erneut ein 1000 Zeilen Referat mit stets den gleichen Punkten abliefern, um gewollte oder fahrlässige Missverständnisse auszuschliessen.

    • 5. Dezember 2008 um 22:32 Uhr
    • Andreas aka Driss
  109. 115.

    @Möhling

    Wer mit Rousseau jegliche Zivilisation als Sündenfall betrachtet, und deswegen den Status quo auf einen idealisierten Status quo ante zurückführen möchte, ist reaktionär.

    Warum ist das reaktionär? Wenn es keine religiöses Bekenntnis zur „Zivilisation“ bleiben soll, müssen sie es schon begründen.
    Die Kritik der „Zivilisation“ führt ja nicht automatisch zum Status Quo Ante, auch wenn das einige so sehen.

    • 6. Dezember 2008 um 02:15 Uhr
    • Serdar
  110. 116.

    Lieber Möhling,

    reg Dich bitte nicht so auf. Wenn ich Dich falsch auffasse, dann sicher nicht absichtlich.

    „Wer mit Rousseau jegliche Zivilisation als Sündenfall betrachtet, und deswegen den Status quo auf einen idealisierten Status quo ante zurückführen möchte, ist reaktionär. Egal, ob er nun ein kommunitaristisches Paradies oder eine durch islamische Ordnungsvorstellungen “humanisierte” Gesellschaft im Auge hat – von den Freunden der Umma Anno 650 ganz zu schweigen.“

    Ich meine ja zu verstehen, was Du vor Augen hast, finde die Begriffe aber sehr leer inzwischen. Die Gleichmacher und Bekämpfer der „Entfremdung“ führen sie ebenfalls im Munde, halt umgekehrt.

    http://lexikon.meyers.de/wissen/Reaktion%C3%A4r

    „Dass der Islam ein verbreitetes Unbehagen bedient, weil die Welt nach dem Austritt aus selbstverschuldeter Unmündigkeit, vulgo Aufklärung, nun mal kälter geworden ist, habe ich noch und nöcher zur Sprache gebracht. Eine Welt, in der Gott laut Nietzsche tot ist, oder aber das Verhältnis zumindest protestantisch abgekühlt und zunehmend abstrakter vermittelt ist, überfordert viele. Die mittelalterliche Unmittelbarkeit des Verhältnisses des Einzelnen zu Gott, Obrigkeit und Mitmensch bleibt für viele ein Traum, und der Islam bedient dieses Ressentiment, ebenso wie “globalisierungskritischer” Kommunitarismus oder die Wunderwelt der ökologistisch verkitschten Natur.“

    Und, soll man diese Bedürfnisse nun aus den Menschen herausprügeln? Sollen wir „Verräter“ deswegen mit Hass und Häme überziehen?
    Ist ein unmittelbares Gottesverhältnis automatisch mittelalterlich, reaktionär und zu brandmarken? Waren wir unmündig und sind es nun nicht mehr? Ist das überhaupt eine angemessene Einschätzung oder antichristlicher Geschichtsmythos?

    „Die heutige Linke ist keine, a), und bleibt b) der ideologische und propagandistische Stichwortgeber all jener, die aus unterschiedlichsten Gründen den Islam und die Gesellschaftsordnung und Traditionen vieler Armutsmigranten aus islamischen Ländern als Chance, nicht als Gefahr sehen wollen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.“

    Was denn die „wahre Linke“ ist – diese Diskussion nervt mich fast schon so an wie das Verschleierungsgeschwätz um den „wahren Islam“ ist. Parallel daran ist der Standpunkt, dass alles schlechte, falsch verstandener oder missbräuchlicher Islam/Linksliberalismus sei usw.

    „Sie ist ein Teil des Problems, aber nicht sein Urheber.“

    Ja, richtig.

    „Ich kann mich aber dem Sprachrohr der Benze, Terkessidis, Schiffers und Lévi-Sträusse (Aves Infames Struthioniformes) widmen, das ihn mit Worthülsen versorgt – da bin ich hier gerade richtig.“

    Das ist zweifellos notwendig und verdienstvoll. Ich glaube nicht mehr, dass diese Herangehensweise die tieferliegenden Probleme überhaupt berührt, auch nicht überzeugt durch die Verpflichtung auf und die Ermahnung zu irgendeiner „wahren Aufklärung/irgendeines wahren emanzipativen Linkssseins“.

    • 6. Dezember 2008 um 15:37 Uhr
    • Gelincek
  111. 117.

    Korrigiere: Ich glaube allerdings nicht mehr….

    • 6. Dezember 2008 um 15:39 Uhr
    • Gelincek
  112. 118.

    Lech Walesa honours Saudi King

    #The Saudi Arabian king, Abdullah bin Abdulaziz Al Saud, has received the first Lech Walesa Award from the ‘Lech Walesa Institute’ Foundation, a non-governmental organization founded by the namessake.

    The prize was awarded in recognition of services towards interreligious dialogue, promotion of tolerance, cultures and civilisations understanding, and international cooperation to bring peace.#

    http://www.polskieradio.pl/thenews/foreign-affairs/?id=97331

    Trotz aller Bemühungen verschiedenster Islamkonferenzen, trotz der nicht enden wollenden interreligiösen Dialoge mit den Muslimen quer durch ganz Europa.
    Der Sieger beim Wettsreit um interreligiösen Dialog, religiöser Toleranz, multikulturellem Verständnis und internationaler kultureller Zusammenarbeit steht fest.

    THE WINNER IS:

    Abdullah bin Abdulaziz Al Saud

    Wir müssen ab heute alle den Begriff SATIRE neu definieren.

    • 6. Dezember 2008 um 22:49 Uhr
    • tati
  113. 119.

    Vergiss es – schau doch einfach mal hinein, wer denn dort drinnen sitzt und den guten gewählt hat.

    Übrigens hat sich Saudi Arabien schon beschwert -über die islamophobie in der BRD (ernsthaft :P) und war auch massgeblich mit beim erstellen der Lisaboner Verträge beteiligt (obwohl nun wirklich es nichts mit der EU zu tun hat).

    Die Habne Geld und Öl – und da macht doch soetwas wie religiöse intoleranz und mittelalterliches Rechtssystem nichts aus – da hört man doch nur zu gerne sich die ‚klagen‘ an 😛

    • 7. Dezember 2008 um 00:41 Uhr
    • Zagreus
  114. 120.

    @Jörg Lau:14, I

    > Khadra haben sie total verzerrt. Der
    > beschreibt doch auch die totale Leere
    > im islamischen Fanatismus.
    Ja, Verdammung von Islamismus und Terror gibt’s im Dutzend billiger, Krokodilstränen laufen Bax bis Zaimoglu über die Backen, Pirker bis Marx21 – von der Qualitätspresse ganz zu schweigen.

    > Bisschen Apologie ist drin, aber meine
    > Güte! Gibts noch irgendjemand, der nicht
    > hundert Pro auf Pajamas Linie ist und
    > ihre Gnade findet?

    Ein bisschen?!!! E.v.e.r.y friggin‘ line!

    > Die Gründe für den Terror sieht er in
    > der Ohnmacht nachkolonialer Gesellschaften
    > – und in der Selbstgefälligkeit des Westens
    reported speech, but fine for starters: 1:1, Konto ausgeglichen, bitte nicht mit dem Finger zeigen. Ihr nämlich. Auf uns. Die Opfer.

    > Auf der einen Seite haben wir den Westen,
    > der nur auf seinen Bauchnabel schaut …
    > Auf der anderen Seite, was dem Westen
    > gegenübersteht: Gesellschaften, die völlig
    > auf sich selbst gestellt sind und in ihrer
    > Verzweiflung Hand an sich legen
    1:1, OPFER!!! Noch ein Tor!

    > Das sind getrennte Welten: westliche
    > Kompromisslosigkeit hier, orientalische
    > Gleichgültigkeit da
    1:1, hier und dort, hart und weich – OPFER!!! Gummipunkt! Leuchtkeks!

    > Die Menschheit hat einen solchen Grad
    > von Dummheit erreicht, dass sie nicht
    > mehr zwischen Gut und Böse zu unterscheiden
    > weiss. Was in Mumbai geschehen ist,
    > überrascht mich nicht.
    Ganze Menschheit:Mumbaikiller : 1:1. Bingo! Chapeau!

    > Der Terror ist das logische Ergebnis eines
    > gesellschaftlichen Nervenzusammenbruchs. Der
    > Westen, der sich immer nur für Abweichler
    > interessiert, ist übrigens nicht unschuldig
    > daran, dass Menschen durch einen lauten Knall
    > auf sich aufmerksam machen wollen
    1:1, zack! Doppelpack!

    > Die Kultur bietet heute nicht mehr denselben
    > Zusammenhalt wie früher. Der Stoffwechsel mit
    > den alten Werten, die uns zu kulturellen Wesen
    > machten, ist gestört. Wir sind zu Zombies
    > geworden, die nicht mehr wissen, wo sie ihr
    > Heil finden können. Wir sind überzeugt,
    > dass die Jagd nach Profit die einzige Form
    > des Überlebens ist, und fallen zurück in
    > tierische Verhaltensweisen. Kultur? Die Kultur
    > gibt es nicht mehr, nur noch ein Zerrbild davon
    > Sogar die Philosophen sind aus intellektueller
    > Faulheit in das Spektakel ausgewichen. Die Welt
    > denkt nicht mehr nach, sie setzt sich bloss
    > noch möglichst provokative in Szene
    Die Kultur, der Stoffwechsel, uns, Wir, Wir, nochmal die Kultur, die Philosophen, Die Welt. Alle doof. Und gemein. Verkommen sowieso. Aber kommt da auch mal ein Terrorist vor? Oder ein islamischer Ideologe? Minchionata, sciocchezze, quale idea di pazzo – no!

    > allumfassendes Abdriften
    > Skrupel sind passé
    > Grundwerte aus der Mode gekommen
    > Stereotypen
    > Kurzschlüsse
    > oberflächliche Urteile
    > Die Menschen versuchen nicht mehr
    > zu begreifen, bevor sie urteilen…
    Ja, diese Welt ist böse, in toto, FUBAR! Der Apologet seines Opferkollektivs und dessen ideologischen Schwundstufen als Schopenhauer für Arme ohne Nachbrenner. Dafür gibt’s in seiner Klitsche Klischees mit Hoch-, Tief- und Nachdruck. Ein einziger Saftladen.

    > Keiner versucht, die Wurzel des Übels
    > aufzuspüren. Das ist tragisch
    „Tragisch“ – get it? It’s the cue card for what’s coming, hold your breath.

    > Die rechtskräftige Scheidung zwischen dem
    > Westen und dem Rest der Welt. Der Graben
    > wird immer tiefer: Auf der einen Seite ihr
    > Westler, die ihr überzeugt seid, dass ihr
    > die Aufklärung auf eurer Seite habt, auf
    > der anderen der Orient in der Finsternis
    Ihr/Wir -> 1:1 -> gemein. Ihr natürlich.

    > Wenn ein Kleinkind auf einen Treppenabsatz
    > zukrabbelt, dann wissen Sie ganz genau,
    > dass es hinunterfallen wird, wenn Sie
    > nichts dagegen unternehmen…
    Da kann Mumbai strampeln und jippern – wenn Frau Fata fatal wird, ist halt sense.

    > …Das ist alles.
    > Der Westen sieht immer nur, was ihm passt
    …nicht, was er anrichtet. Die Sau. Strengt sich nicht an. Sich zu Schämen.

    > Gilt das nicht auch umgekehrt?
    > Ja, aber das Gegenüber ist entschuldbar.
    > Diese Gesellschaften sind in der Regel noch
    > ganz benommen von einer langen kolonialen
    > Dunkelheit.
    Haha! Von wegen 1:1!! Das „Gegenüber“ ist entschuldbar, „ihr“ nicht!!! 1:0!! Übrigens, das „Gegenüber“ ist natürlich nicht das „Andere“, wir betreiben nämlich kein „Othering„! Es sei denn, wir lassen Fünfe mal grade sein lassen. Man muss auch gönnen können.

    > Während der ausländischen Besatzungszeit haben
    > sie die alten Massstäbe, die ihre Kraft und
    > Weisheit darstellten, verloren. Das hindert
    > sie daran, die Verantwortung für sich selbst
    > zu übernehmen
    Wie können für nix! Name Hase! Capito – stupido, cafone?!

    > In dieser Leere setzt eine Fäulnis ein, die
    > das Fundament des Fanatismus bildet.
    > Gleichzeitig sind die nachkolonialen Regime
    > so antisozial, dass man sich fragt, ob sie
    > nicht mit ihren eigenen Völkern verfeindet
    > sind. Sie verhindern das Aufkeimen neuer
    > Gedanken und Initiativen. Die Menschen
    > vegetieren dahin – bis zu dem Tag, da jemand
    > kommt und sagt, ihr seid nicht zur Untätigkeit
    > verdammt, wenn ihr uns folgt
    Ja, die Fäulnis nachkolonialen Regime. Da muß jetzt halt mal jemand kommen – wir können das nicht selber, nicht mal im Ansatz. Wir Opfer. Wer soll kommen? Wer besorgt den Laden, sofern man ihm nur folgt? Wer hat den Führerschein? König, Chef, großer Bruder, weiser Anführer? Gute Idee, kommt gleich, siehe unten.

    > Was kann der Westen tun… Zwei Dinge muss er
    > einstellen: Manipulation und Desinformation.
    1:0, nebbich.

    > Der Westen neigt dazu, in diesen gefährlichen
    > Ländern Marionetten an die Macht zu
    > katapultieren.
    1:0. Festzustellen, dass wir hinterlistig und abgefeimt sind, ist zwar eigentlich das Privileg des Islamisten, aber der post-Kolonialist lässt sich auch nicht die Butter vom Brot nehmen. Autoritäre Regierungen als zwingender Ausdruck ebensolcher Gesellschaften? Gibt’s in diesem Universum nicht.

    > Warum hat man zum Beispiel in Afghanistan nicht
    > einfach den König wieder eingesetzt?
    So sind’wa eben, autoritär, liegt in der Familie, nicht böse sein.

    > Das wäre die beste Lösung gewesen. Afghanistan
    > ist eine Nation, die auf Stammesstrukturen
    > aufbaut. Jeder Stamm hat zu seinem Oberhaupt
    > ein Verhältnis wie zu einem König.
    Bin zwar ein westlicher Intelleler, lass‘ es mir hier gut gehen -und mich vor tribalen Rankünen schützen!-, aber wenn’s ans Eingemachte geht: Tribal, feudal, loyal, personal gebunden. Kein individualistischer Firlefanz, ok? Ist nämlich euer Firlefanz. Hey, Ihr Germanen, hattet ihr doch auch mal, remember? Sippe? Agnaten, Kognaten? Schwertmagen? Saumagen? Und eine Ehre, die Treue hieß? Tribal, feudal, personal? Jau. Schreib zwar Krimis und bin nahe am Wasser gebaut -wie’s grad kommt-, aber wat mutt, dat mutt am Ende doch. Hey, Blut ist dicker als Cola!

    > Anstelle des Königs hat der Westen aber eine
    > Marionette zum Staatschef gemacht. «Dieser
    > Karzai, das ist nicht unser Chef und Bruder,
    > der ist nur da, um den Interessen des Westens
    > zu dienen», sagen die Leute in Kabul
    …et son excellence, le penseur et écrivain: M. Khadra – den es auch zum Chef und Bruder zieht. Und wen nicht ihn, dann wenigstens seine minderen Brüder, die so was sicher brauchen. Ist aber kein Paternalismus, denn wenn der Khadra und seine Kumpels das regeln würden, so als Chef und Bruder, dann bliebe es ja in der Familie.

    > Schluss mit den Zerrbildern. Islam gleich
    > Terrorismus? Nein. Der Islam ist keine
    > kriegerische Ideologie
    Dazu mal Herr Riexinger vom Transatlantic Forum in einem Moment der Wahrheit, dem trauen Sie doch sicher mehr als mir:
    > M.M: Zweifelhaft ist mindestens die Haltung
    > des MCI, diese Terroristen seien keine
    > Muslime, ihre Taten hätten keinen Bezug
    > zum Islam

    > M.R: Wenn die Muslime in ihrer Mehrheit so
    > dächten, wäre das zwar zugegebenermaßen
    > historisch schräg, aber praktisch segensreich…
    „historisch schräg“, Khadra et tutti quanti. When (male) Muslim damsels are in distress… y’know? All’s fair in love and war. (Herr Riexinger, nicht böse sein. When the going gets tough, the tough get going…)

    Und hier geht die Mär weiter:
    > sondern eine vierzehn Jahrhunderte alte
    > Religion, die je nach Intelligenz und
    > Intensität des Glaubens praktiziert wird.
    > Die arabische Welt, die muslimische Welt
    > an sich ist keine Bedrohung für den Westen.
    FRONTEX, anyone? Sogar die zertifiziert guten Menschen ziehen hier Kontrolle dem Vertrauen vor. Das Lachen überlassen sie den Hühnern – nicht dass les jeunes wieder Sachen anzünden. Müssen.

    > Ihre Völker haben viel zu viele eigene Probleme,
    > als dass sie sich mit Angriffsstrategien gegen
    > den Westen beschäftigen würden. Heute wird im
    > Westen selbst mit der Angst regiert. Man
    > beschwört eine enorme Bedrohung herauf, die den
    > Verstand der Wähler im entscheidenden Augenblick
    > lähmt, damit sie für einen Beschützer stimmen
    > und nicht für einen weisen Anführer. Hier denke
    > ich auch an Frankreich.
    „Weiser Anführer“?!! Will it get anymore ridiculous? And revealing?? Abgesehen davon: Wir haben Probleme (an denen ihr Schuld seid – und wir keine Verantwortung tragen, s.o. qed), und ihr habt Angst. 1:1. Klappe zu, Affe tot.

    > Die Schutzmassnahmen gegen mögliche Anschläge
    > haben den Boden für eine Tyrannei bereitet.
    > Wo Sie gehen und stehen, werden Sie überwacht.
    > Man weiss, mit wem Sie wie lange reden. Die
    > Freiheit ist im Namen der Bedrohung abgeschafft –
    > und die Leute sind nicht einmal schockiert
    > darüber. Sie gleichen einer Schafherde, mit
    > der man anstellen kann, was man will
    Ok, wir haben Tyrannen – und ihr ‚ne Tyrannei. 1:1. Seit ihr sogar selbst dran schuld, ihr Schafe ohne Hirten, während wir für nix können. Wir hatten ja mal Hirten, habta uns aber weggenommen. Hamwa schon mal nachgewiesen, deswegen ist das 1:0 eigentlich understood.

    > Die Wahl von Barack Obama ist ein kultureller,
    > kein politischer Sieg. Es ist ein Sieg über
    > die Mentalitäten. In Amerika ist es den
    > Intellektuellen gelungen, Einfluss zu nehmen
    > auf das Volk
    Ist nämlich Käse, wenn das Volk selber denkt. Braucht nämlich „weise Anführer“, remember?

    > Das hat aber lange gedauert. Nach und nach
    > hat die Bevölkerung begriffen, dass Schwarze
    > genauso viel Wert sind wie Weisse – und das
    > in einem Land, in dem sie weniger Wert waren
    > als das Vieh!
    Eben. Übel war das! Kein Vegleich zum Sklavenmarkt in Nouakchott oder al-Qadarif. Da wird die Ware fair gehandelt, ansonsten setzt’s ‚ne Fatwa. Ach was, Fatawas.

    > Ich bin als Algerier zutiefst in meinem Land
    > verwurzelt. Von Frankreich bin ich sehr
    > enttäuscht. Hier wird es nie einen Obama
    > geben. Ich dachte immer, dass es zwei Pole
    > gibt auf der Welt: die Kultur in Frankreich,
    > die Ideologie in Amerika. Aber ich habe
    > mich geirrt, heute ist es genau umgekehrt!
    > Ich erinnere mich an den Aufruhr der
    > französischen Intellektuellen, als ein
    > Schwarzer vor ein paar Jahren in den
    > Sommerferien aushilfsweise die wichtigste
    > Nachrichtensendung präsentierte. Nicht zu
    > fassen!
    Genau. Ob bei mir nun die FIS massakrierte oder die Militärs, zuhause ist’s am schönsten. Bei uns gibt’s nämlich keine Rassisten. Die Bimbos, die zu euch wollen, lassen wir halt durch (dass lohnt sich)! …oder verrecken. Auf jeden Fall hamse bei uns nich lang zu leiden. Wir sind als Araber eine alte Kulturnation mit traditionell weisen Anführern (s.o., hey!), und somit keine Rassisten. Und wenn, dann nicht so ecklig doll wir ihr. Außerdem betreibt ihr Othering. An uns. Hab ich mich schon beschwert? Egal, kann man gar nicht oft genug erwähnen. Durch die Blume, durchs Auge, durch die Brust, egal.

    > Die Helden des Befreiungskriegs waren nicht
    > auf die Aufgabe vorbereitet, die vor ihnen
    > stand
    Die Sorbonne hat halt alles mögliche angeboten, Mathe, Verwaltungswissenschaften, Biologie und so’n Kram, aber Marxismus und Revolution in Theorie & Praxis, das war in den 50ern alles noch verboten, wie konnten wir uns da vorbereiten? Ok, Genosse Pol Pot hat Radioelektronik studiert, Khieu Samphan Ökonomie und Politik, und dann hamse in Kamputschea mal so richtig nativ für Ordnung gesorgt, aber hey! – wir Araber mussten immer hinten sitzen – ces connard racistes!

    > Ein Land ist kein Bataillon, das auf Kommando
    > gehorcht und funktioniert. Die Städte sind
    > verkommen. Wir haben uns das Land niemals
    > richtig angeeignet
    Genau! Wir Araber leben da zwar seit seit 1400 Jahren, aber das reicht halt nicht. Außerdem habt ihr uns unseren „weisen Anführern“, unseren „Chefs und Brüdern“ entfremdet, und die brauchen wir doch so! Na gut, die Berber sind noch länger da, aber die haben wir doch seit 1400 Jahren kolonisiert, und gerade ihr solltet doch wissen, wie fatal das die Seele eines Volkes bricht!

    > Wir haben es von innen heraus zerstört wie
    > die Termiten. Irgendetwas fehlt uns
    Wir sind nämlich noch immer „ganz benommen von einer langen kolonialen Dunkelheit“. Dazu kommt eure ewige „Manipulation und Desinformation“, remember?

    > Die Leute haben nichts zu tun. Es gibt keine
    > Kinos, keine Theater, keine Arbeit, keine
    > Wohnungen
    Sind wir aber nicht schuld. „westliche Kompromisslosigkeit“ macht uns krank.

    > Sie können nicht einfach eine Frau lieben oder
    > sich ins Café setzen
    Sind wir aber nicht schuld, s.o. Hat nix mit unseren patriarchalen, regressiven, repressiven Traditionen zu tun, die sind knorke, und der Mufti sieht’s mit vorehelichem Geschlechtsverkehr ganz locker. Wenn keine Frauen involviert sind.

    > Kein Wunder, wenn sie durchdrehen!
    Pardauz, da ist das „Kleinkind“ „den Treppenabsatz“ „hinuntergefallen“. New York, Madrid, London, Mumbai, Kopfnüsse und Massaker für Bahais, Juden, Jesiden, Aleviten, Christen daheim, Schiit haut Sunni, der haut zurück – alles -pardon!-, Samenstau! Wegen euch! Ihr steht auf unser Leitung!

    > Aber wenn man den jungen Leuten in meinem Land
    > die Chance eröffnet hätte, ihre eigenen Träume
    > auszuleben, hätten sie sich niemals verleiten
    > lassen
    Wie nennt der Dramaturg den Helden, der eh keine Chance hatte? Tragisch, isser, der arabische Held! Niemals hätten wir uns -Obacht!- verleiten(!) lassen, niemals!

    So, Herr Lau, weil Sie’s sind, habe ich mir den Text jetzt gründlicher durchgelesen, als ich das jemals vorhatte – und man hätte sogar jeden Halbsatz einzeln auf strunz & dumm durchseihen können. Darf ich jetzt mal verzweifelt brüllen?

    DIESER TEXT IST DAS WERK EINER KRETINESKEN, KRANKEN, KRUMMEN KRÖTE! EINE EINZIGE STUMPFE, SEIERNDE, VERHARKTE, VOLLKOMEN UNREFLEKTIERTE …APPY POLLY LOGGY, SHOOT! BOLSHY GREAT YARBLOCKOS TO HIM AND HIS! KISS MY SHARRIES–E.V.E.R.Y S.E.C.O.N.D C.R.E.E.C.H.I.N.G SLOVO IS GLOOPY, GRAHZNY, AND GRAZZY. TALK ABOUT ONE BEZOOMNY, BOLNOY, BOLSHY, AND BRATCHNY SOD!!

    Gut, danke, jetzt geht’s wieder. Also ganz ruhig: Der Text ist auf das übelste -und wie üblich!- hundsordinär, weinerlich, infantil, regressiv und infam. Sprach ich schon mal vom Intellektuellendarsteller? Weil die Sorte eigentlich reflektieren und differenzieren können sollte? Und das hier nicht ansatzweise geschieht? Nicht ansatzweise?! Weil hier *jedes* Schuldeingeständnis auch Anklage ist? Verheult, verhagelt, verpeilt, verpisst, passiv-aggressiv?!!

    Herr Khadra hat ausweislich seiner sich durchaus verkaufenden Werke anscheinend auch mal lichte Momente. Leider geht vorhersehbar die Lampe aus, sobald’s umme Umma geht. Wie bei 99% von der Sorte, mit denen ich persönlich* oder unpersönlich das Vergnügen hatte – letztens mit Cem Ö. höchstpersönlich, wohnt um die Ecke. Nähe schützt vor Vorurteilen, sagt der Migrationsgewinnerprofiteurwissenschaftler. So so. Noch mal da capo, weil’s so deprimierend schön ist:
    > Bisschen Apologie ist drin, aber meine
    > Güte! Gibts noch irgendjemand, der nicht
    > hundert Pro auf Pajamas Linie ist und
    > ihre Gnade findet?
    Nein. Und Khadra ist nicht mein Problem, dem ist offenkundig nicht zu helfen. Sie sind das.
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
      * remember? bin fromm versippt und leb‘ mittendrin – hättnwa nich jedacht, wa, xNWO?

  115. 121.

    @Jörg Lau:14, II
    > Was den Mumbai-Text der Times angeht,
    > spinnen sie total. Oder sie haben ihn
    > nicht verstanden

    Mehat heult sich gründlich die Augen aus, aber in dem ganzen Salm kommt das Abstraktum „Islam“ nicht einmal vor – nur gefühlig personal wird das Thema angegangen, von „Muslimen“ ist die Rede – aber nur als Opfer oder Mitleidende: Die Textstellen mit „Muslim*“ illustrieren bis auf eine Nennung Humanität, Normalität, Apologie oder Relativierung. Ansonsten schiebt Mehta alles „Hindu and Muslim demagogues“ in die Schuhe. Demagogues, get it? Sie wussten nicht, was sie taten, die armen verhetzten Hascherl, „these young Muslim men“. Es gibt hier keinen Islamic terror, keine Muslim terrorists, keine djihadi ideology, überhaupt keine ideology, geschweige denn, dass dies ihm so an die Nieren gehende, für ihn offenkundig rein schicksalhafte Ereignis in eine weltweiten Kontext eingebunden wird. In den letzten Jahren häufen sich Terrorakte von „young Muslim men“ in allen Kontinenten, aber nicht hier, nicht bei Herrn Mehta. Hier leiden alle, und zwar klinisch sauber und neutral unter „terrorists“:

    Alle Textstellen mit „terrorist*“
    > The terrorists want to kill
    > the latest terrorists
    > The terrorists’ message
    > the best answer to the terrorists is to dream bigger,

    Alle Textstellen mit „Muslim*“
    > There’s something about this island-state that
    > appalls religious extremists, Hindus and Muslims
    > alike

    > I once asked a Muslim man living in a shack
    > without indoor plumbing what kept him in the
    > city. “Mumbai is a golden songbird”

    > Hindu and Muslim demagogues want the mobs to
    > come out again in the streets, and slaughter
    > one another in the name of God

    > They want Indian Muslims to be expelled

    > In 1993, Hindu mobs burned people alive
    > in the streets — for the crime of being
    > Muslim in Mumbai

    Hier der *einzige*, äußerst dezente Hinweis auf Ursachen:
    > Now these young Muslim men murdered people…

    Diese armen jungen Muslim men. Nest-ce pas? Islamist terrorists, wie uncool ist das denn? Und einfach nur Islamists? Nein, Mehta möchte nicht geteert und gefedert werden, außerdem gibt’s ja auch Islamisten, die nur geifern, aber nicht hauen, die sind schwer ok. Und was würde der Presserat dazu sagen? Und der Chefredakteur? Und dann die soziale Bezugsgruppe? Wer will denn bei Pajamas Media landen? Räudig hin und her hüpfen wie Bruce Bawer? Selbstverlag macht keinen Spaß.

    Ok, es gibt überall ‚ne Planstelle für je einen Spaßvogel, -Feigenblatt muss sein-, aber es ist nicht jeder ein Broder mit dem dicken Fell eines See-Elefanten. Im Gegenteil, Mehta ist eine Tränendrüse, und wenn der CvD drückt, weil man angesichts der, nun, tragischen Ereignisse irgend etwas braucht, aber keinen objektiven, gar ehrlichen Journalismus, dann quillt’s halt höchstspersonal heraus. Füllt die Zeilen, und man kann länger damit warten, über extra aufgestöberte Ausländer und gefolterte Juden zu schreiben, das würde zeitnah doch nur Ressentiments wecken, und z.B. der von unserem Innenminister angemahnten Verantwortung der Presse nicht gerecht. Und dann die wichtige Rolle, welche die Presse für die Integration spielen soll – das gäbe ja am Ende eine Rolle rückwärts. Erst mal abwarten, bis sich die Gemüter abgekühlt haben, dann kann man die teils grauslichen, teils doch recht beunruhigenden Details auf Seite 20 klären.

  116. 122.

    Gelincek:116
    Geli, im Zeitalter durchgehend sozialdemokratisch formierter Gesellschaft und Medien war der Begriff Reaktion tatsächlich kaum noch „actionable“, aber seit Islam, Namus etc. pp. Anspruch auf Mitgestaltung der Gesellschaft erheben, ist er so aktuell wie nie – so drastisch, wie das in der Nachkriegszeit lange unvorstellbar schien. Ich halte religiöse Menschen nicht per se für reaktionär. Es war Hayek, glaube ich, der für die Offenen Gesellschaft eine gemäßigt konservative und religiöse Bevölkerung als am meisten förderlich einschätzte – da mag was dran sein; sofern der Gläubige ihre Prämissen teilt, weil gerade sie ihm das Maximum an Freiheit und Entfaltung bietet, und nicht nur duldet, ist alles im -auweia!- grünen Bereich. Nicht, dass man die Offene Gesellschaft nicht ablehnen dürfte, aber sie muss ihre Feinde kennen und benennen, sonst klappt’s nicht mit dem Nachbarn, sonst ist am Ersten fix Ultimo.

    > Waren wir unmündig und sind es nun nicht mehr?
    Auf jeden Fall weniger, sonst würden unsere maßgeblichen Theologen auch noch Prophetenurin filtrieren – tun sie aber nicht. Von friedensbewegten ev. Pfarrern mag man diverses halten, aber ihre Ausbildung ist in der Regel erträglich und ihr Diskurs kein debiles Geschwätz wie in der al-Azhar, in Medina oder Ghom – unser heimischer Antizionismus hat vergleichsweise Hand und Fuß und kommt elegant hintenrum. Die Erwiderung islamischer Würdenträger auf Benedikts „Frechheiten“ war intellektuell erbärmlich, die Nullsummen waren schlicht nicht in der Lage, ihn zu verstehen. Das traut sich hier nur keiner auszusprechen, weil es sonst gleich wieder Mord und Totschlag geben würde. Any takers, Mr Lau? Hat Harvard dafür keine Bude frei? Zwei Stunden, fertig ist die Laube. Könnte jeder, aber von uns Wichten will’s ja keiner lesen. Machen Sie sich doch mal unbeliebt – gelobt werden Sie doch genug. Oder dürfen Sie etwa in Harvard Brownies futtern, weil Sie keiner mag?

    > Was denn die “wahre Linke” ist …
    > Verpflichtung auf und die Ermahnung zu irgendeiner
    > “wahren Aufklärung/irgendeines wahren emanzipativen
    > Linkssseins”
    Juckt mich doch auch nicht mehr groß. Der Seeheimer Kreis ist was anderes als Schiffauers Marx21, schon wahr, aber Bartel holt seinen Most nun mal parteiübergreifend bei ihm und Schiffers Institut für Medienvergewaltigung, äh, -verantwortung. Wer glaubt, dass Propaganda wirkunsglos ist, hat des studierten Germanisten Dr. Goebbels Wirken nicht richtig mitbekommen. Hey – Geistesblitz: Das war ja auch ein …Dr. phil, wie Eddy Said und C. von Braun. Jupp musste auch nie strenge Beweise für seine Prosasülze führen, begründetet damit aber stringent, wo’s für die Gesellschaft lang gehen soll. Und noch was: Schleierfreundin von Braun ist Vize des Präsidiums des Goethe-Instituts – kein Wunder, dass Massiv sich mal vom öden (Residenz-)Gesellschaftsficken erholen, und in Palästina dem Frieden dienen durfte. Wir ollen Verschwörungstheoriker haben’s gut!

    Geli, es ist wirkungsvoll und nötig, sich in Kirchenkreisen und vor Ort um desorientierte Schäfchen zu kümmern, denen sozialer Stress in den ethnisch befreiten Zonen zusetzt, und die frösteln bei der üblichen Betriebstemperatur des kapitalistischen Universums (tschulligung), aber unsere Eliten haben andere Bedürfnisse. Gefüllte Giraffenhälse, in Auerochsfett gebratene Schweinskaldauen (mit Honig!), grünes Makeup zum verwüsten, Orgien, Orgien, Orgien! Schläge mit der Peitsche und dann in den See mit einem Gewicht am Bein. Remember? Haben Goscinny und Uderzo doch alles analysiert. Denen kann man mit Wärme und Verständnis nicht kommen, die brauchen stärkeren Tobak. Anspruchsvoll – aber von hinten durch die Brust unter die Gürtellinie, so hamses gern, so brauchen die das. Trifft sich gut: Hamwa allet im Anjebot.
     
     
     
     
     
     
     
     
    …Herr Lau: Sie werfen jetzt noch ‚n Brownie ein und bringen Ihrem bis dato schreibfaulen Kumpel Aiman ein Paar mit. Dann setzense sich mal zusammen und geben Qutb vereint Saures. Auerochsfett und Schweinskaldaunen sind nicht sein Ding, also machenses mit ‚ner Runde Wärme und Verständnis. Soll ich vorbeikommen?
     
     
     
     
     
    @word:13
    > Das bezieht Ajami im Text nur auf die
    > radical Islamists, nicht auf Leute wie Khadra
    Ja, ich weiß, ich bin mir oft selbst genug mit meinen Schlüssen.

  117. 123.

    > Herr Lau: Sie werfen jetzt noch ‘n Brownie ein…
    Damit’s auch für nicht-Eingeweihte verständlich wird: Das mit dem schriftlichen Islamistenbraten hat der Aiman dem Jörg mal versprochen. Aber es gilt eben: Muslimbrüderherzen sind trügerisch. Schnöde Bescherung.

  118. 124.

    @Jörg Lau:14, III
    Das Wall Street Journal hat eine ganz gute Übersicht zum, nun, interessanten Presseecho.

    War aber alles nur ein Missverständnis: Iowahawk klärt’s auf. Mark Steyn mag die NYT auch nicht so richtig, war ja klar:
      Tom Gross produced a jaw-dropping round-up of Bombay media coverage: The discovery that, for the first time in an Indian terrorist atrocity, Jews had been attacked, tortured, and killed produced from the New York Times a serene befuddlement: “It is not known if the Jewish center was strategically chosen, or if it was an accidental hostage scene.”

      Hmm. Greater Bombay forms one of the world’s five biggest cities. It has a population of nearly 20 million. But only one Jewish center, located in a building that gives no external clue as to the bounty waiting therein. An “accidental hostage scene” that one of the “practitioners” just happened to stumble upon? “I must be the luckiest jihadist in town. What are the odds?”

  119. 125.

    @Jörg Lau:14, IIII
    Hier noch der Artikel der NYT vom 27ten Novemeber, auf den sich das WSJ und Steyn beziehen. Tja, nicht näher spezifizierte „terrorist gunmen“ tauchen auf einmal auf, das I-Wort fällt nicht, das M-Wort auch nicht, dafür wird man ausführlichst gefühlig. Eine Runde Trauer und Empathie, it’s on the house. Wenn man infam fragt: „It is not known if the Jewish center was strategically chosen, or if it was an accidental hostage scene“, obwohl das „Allahu Akbar“ der gunmen flugs bekannt wurde, und das zufällige Auffinden *eines* Hauses in einer Stadt von 20 Millionen mit bemerkenswert vielen Häusern recht unwahrscheinlich ist, wenn einem so viel Gutes wird beschert, dann ist das einen Asbach Uralt wert. Den kann man dem Leser nicht direkt einflößen, soweit sind wir noch nicht, also gibt’s ein cover-up – schön ausführlich, damit Fehlendes nicht auffällt. Die arme Lubavitch community, all of a sudden „caught in attacks“. In Brooklyn ist man traurig, die Krokodile von der NYT sind dabei und leistet zeilenschindend Trauerarbeit im Akkord, Ehrensache.

    Am 3ten Dezember gibt’s dann noch ein Update, und sieh an, es sind immer noch „terrorist gunmen“. Obszön, pervers, infam. Smash this system!

  120. 126.

    o.k. Möhling. Und nun noch einmal auf Deutsch!

    • 7. Dezember 2008 um 18:01 Uhr
    • Joachim_S
  121. 127.

    Terror in Mumbay

    Über die Beziehungen zwischen einem der Theoretiker des Jihads und dem Terroranschlag in Bombay:

    „The publication of Imam’s new book and what happened in Mumbai both push us to reconsider what has become of the “Jihadi condition” around the world and to read its new coordinates. Here are five things to consider:

    1. These are not classical Jihadi operations like those carried out throughout the 1980s in service of a just cause, like expelling an occupier or returning the rights of the country’s inhabitants. These are operations undertaken by organizations and groups of mercenaries trying to implement crosscutting political and ideological agendas.

    2. The new groups do not hesitate to distort jihad with their corrupt ideas, as Imam has said. He has pointed out a number of ways they do this and you can see them clearly underpinning their operations.

    3. The common trend in most of these organizations is that they are made up of very young boys, not over 20.

    4. Britain has become a breeding ground for the “new Jihadis,” a phenomenon that has increased steadily over the past three years. This means we need to study the relationship between these Jihadis and their home countries.

    5. The Mumbai attacks herald the end of the al-Qaeda stage and its monopoly over suicide operations around the world. This launches a new phase of “Jihadi” action, the most important features of which are the globalization of planning and training and the localization of goals and implementation.“

    http://www.jihadica.com/the-connection-between-sayyid-imam-and-the-mumbai-attacks/

    • 7. Dezember 2008 um 18:22 Uhr
    • Andreas
  122. 128.

    @Möhling

    [Möhling:]Wer mit Rousseau jegliche Zivilisation als Sündenfall betrachtet, und deswegen den Status quo auf einen idealisierten Status quo ante zurückführen möchte, ist reaktionär.

    [Serdar:]Warum ist das reaktionär? Wenn es keine religiöses Bekenntnis zur “Zivilisation” bleiben soll, müssen sie es schon begründen.

    @ Serdar

    Zunächst: Anstatt reaktionär, wäre an dieser Stelle regressiv genauer. Der Reaktionär möchte auf Teufel komm raus den status quo bzw. Traditionen erhalten oder am liebsten einen (häufig idealisierten) status quo ante wieder haben, der noch nicht allzu lange zurückliegt. Doch klassische Reaktionäre wie z.B. Donoso Cortez, Joseph de Maistre und später Carl Schmitt oder Davila hatten eben nichts mit irgendeiner paradiesischen Ursprünglichkeit am Hut. (Woraus übrigens nicht folgt, dass es keine linken Reaktionäre gibt. Wer etwa meint, man könne den westdeutschen Sozialstaat der 70er und 80er unter zeitgenössischen Bedingungen wiederherstellen/reastaurieren, der denkt im Prinzip reaktionär.)

    Sie kennen Rousseaus Vorstellung vom Naturzustand? Dieser ist bei ihm, ganz anders als bei Hobbes, ziemlich paradiesisch, wenn man so will theologisches Kondensat. Und man muss keine modernistischen Ressentiments haben, um in Rousseau einen regressiven Utopisten zu nennen und zu erkennen, dass er in diesem Punkt, Salafisten und Vertretern völkischer Ideologien, die eine idealisierte Ur-Gemeinschaft in der Zukunft wiedererschaffen wollen, sehr ähnelt.

    Die Kritik der “Zivilisation” führt ja nicht automatisch zum Status Quo Ante, auch wenn das einige so sehen.

    Mir scheint, Sie lesen den Namen Rousseau, denken hier aber an die Frankfurter. Die betrieben eine Kritik des Ganzen, ohne sich dabei große Gedanken über ihre normativen Maßstäbe zu machen.

    Im gegebenen Zusammenhang, gegenüber Rousseau, könnte man das nicht als ihre Schwäche, sondern als Stärke deuten. Holistische Verstiegenheit ja, regressiver Maßstab nein.

    • 7. Dezember 2008 um 19:14 Uhr
    • N. Neumann
  123. 129.

    @ Möhling: Sie hyperventilieren. Die New York Times macht eine exzellente Detailberichterstattung über die Attacken. Es wurde gestern berichtet, dass einer der indischen Mitverschwörer in Saudi-Arabien radikalisiert wurde, von einem Imam, der für den Dschihad warb. Die pakistanischen Spuren wurden ausführlich beleuchtet. Und Friedman hat die Tatsache gegeißelt, daß es überhaupt keine islamischen Würdenträger in Pakistan gab, die sich öffentlich gegen diese mörderischen Barbaren gestellt haben. Wegen dänischer Karikaturen steht ein ganzes Land Kopf, wegen Massenmördern im Namen des Islam rührt niemand einen Finger. So stand es in der NYT. Lesen Sie nicht immer diesen ressentimentgeladenen Steyn, der sich nie auch nur einen zweiten Gedanken zum Irakkrieg erlaubt hat, für den er getrommelt hat.

  124. 130.

    Lau: „@ Möhling: Sie hyperventilieren.

    Onomatomanie? Gibt’s wirklich

    Schöner wäre allerdings gewesen: „wenn einem so viel Gutes wird beschert, dann ist das einen Allah U Akhbar wert„.

    Allah U hat Durchfall.

    • 7. Dezember 2008 um 22:00 Uhr
    • Palmolive aka Bergpalme
  125. 131.

    @xNWO
    „Bader war ein Kleingangster, Meinhof eine arme Irre“
    Ja, aber hinter denen stand sogar die DDR, wenn nicht gar der ganze Ost-Block bi hin zu palästinenschen Extremisten.
    „Wir müssen aufhören, den Terrorismus politisch aufzuladen“
    Der ist politisch aufgeladen. Der Islamismus existerit genauso wie der Kommunimsmus.
    „Selbstverständlich ist Terrorismus zu verfolgen – als Kriminalität.“
    Wie soll ich das verstehen? Ein paar berliner Streifenpolizisten die mal eben in der Tora Bora Straße vorbei fahren und einen gewissen Herrn Bin Laden verhaften? Oder wie stellen Sie sich die Verhaftung der in der DDR untergetauchen RAF Terroristen vor der Wende vor?

    • 8. Dezember 2008 um 12:33 Uhr
    • J.S.
  126. 132.

    „Oder wie stellen Sie sich die Verhaftung der in der DDR untergetauchen RAF Terroristen vor der Wende vor?“

    Witzbold!
    Immerhin hat man diejenigen hinter Gitter gebracht, derer man habhaft werden konnte. Und das waren nicht wenige. Letztlich hat das konsequent rechtsstaatliche Vorgehen gegen die Terroristen deren Sympathisantenkreis nach und nach ausgetrocknet.

    • 8. Dezember 2008 um 13:00 Uhr
    • Joachim S.
  127. 133.

    Nachtrag:

    „Der Islamismus existerit genauso wie der Kommunimsmus.“

    Selbstverständlich. Man wertet diese Ideologien jedoch auf, indem man denen, die in deren Namen Gewalttaten verüben, einen Sonderstatus zuerkennt, anstatt sie wie gewöhnliche Verbrecher zu behandeln.

    • 8. Dezember 2008 um 13:06 Uhr
    • Joachim S.
  128. 134.

    […] wollen wir mal hinwegsehen. Alle anderen Täter stammen aus dem Punjab. In dieser Provinz, und nicht in Kaschmir rekrutiert das Lashkar-i Tayyiba seine Kämpfer vornehmlich! Bookmark […]

  129. Kommentar zum Thema

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