Ein Blog über Religion und Politik

Von Kairo nach Buchenwald und Dresden

Von 4. Juni 2009 um 20:10 Uhr

Bei seiner großen Rede in Kairo hat Obama deutlich gemacht, warum er das KZ Buchenwald besuchen wird. Er wird in dem Lager bekräftigen, dass der Holocaust eine unleugbare Tatsache ist.
Es war atemberaubend, wie entschieden und deutlich der amerikanische Präsident sich dem Antisemitismus und der Leugnung der Shoah entgegenstellte – im Herzen der arabischen Welt, in der Judenhass – oft im Gewand der Israelkritik - leider längst Teil der offiziell geduldeten Populärkultur geworden ist.
Natürlich ist der Buchenwald-Besuch auch eine Geste gegenüber dem Iran, dessen Präsident nur einen Tag zuvor wieder einmal vom Holocaust als einem „Betrug“ gesprochen hatte.
Die fast 3000 Studenten und Würdenträger in der Kairoer Universität haben sich wohl noch nie in so klaren Worten anhören müssen, dass die Judenvernichtung durch das NS-Regime eine legitime Quelle des israelischen Wunsches nach einem jüdischen Staat darstellt. Mehr als 6 Millionen Juden wurden ermordet, führte Obama in Kairo aus – mehr Menschen als heute in Israel leben.

Obama sparte nicht mit Kritik an der israelischen Siedlungspolitik, die die Möglichkeit eines palästinensischen Staates – das Ziel des Roadmap-Prozesses – untergräbt. Und er nannte die Situation der palästinensischen Flüchtlinge „unterträglich“. Er bot sich durch die Klarheit seiner Worte zu beiden Seiten als ehrlicher Makler an, der die Parteien in ihren legitimen Ansprüchen akzeptiert.
Bei manchen Israelis löst die neue Balance der amerikanischen Nahostpolitik Ängste aus: Denn nun wird nicht nur mit den „moderaten“ Kräften in der Region verhandelt, sondern früher oder später auch mit denen, die Israels Existenzrecht bestreiten oder dem Staat seine Anerkennung verweigern wie  Hamas, Hisbollah und ihre Paten Syrien und Iran. Heißt das nicht jenen nachgeben, die Israel von der Landkarte tilgen wollen?
Nein. Obama macht in Kairo und Buchenwald klar, dass dem keineswegs so ist: Voraussetzung für solche Verhandlungen ist, dass jüdisches Leiden unter den Nazis und die Legtimität des israelischen Staates anerkannt werden. Erst dann kann man sinnvoller Weise Zugeständnisse erwarten. (Natürlich gilt die gleiche Logik auch für palästinensisches Leiden und den Wunsch nach einem palästinensischen Staat.)

In Deutschland waren im Vorfeld dieses Besuchs kleinliche Stimmen zu vernehmen, die sich darüber beklagten, dass Obama Deutschland durch diesen Besuch selektiv wahrnehme und auf die  Vergangenheit reduziere. Auch war zu hören, er komme hauptsächlich aus taktischen Überlegungen hierher. Obama besucht nämlich bei diesem Nahost-Trip Israel nicht. Und da kann es nicht schaden, so wurde insinuiert, in Buchenwald Zeugnis abzulegen, um die jüdische Öffentlichkeit zu beruhigen. Wenn schon nicht Israel, so wenigstens ein KZ – das war die zynische Logik dieser Unterstellung.
Das ist alles viel zu kurz gedacht: Denn der Präsident bezeugt in Buchenwald zwar zuerst den Opfern seinen Respekt – aber damit eben auch der deutschen Vergangenheitsbewältigung, der Basis für das wiedergewonnene Vertrauen der Welt nach dem Kriege. Dass Obama in Buchenwald – zusammen mit dem Überlebenden Elie Wiesel und der deutschen Kanzlerin – ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen will, gereicht Deutschland zur Ehre.
Und zweitens ist es mehr als bloss PR-Taktik Obamas, das KZ aufzusuchen, an dessen Befreiung sein Großonkel Charlie Payne beteiligt war. Obama zieht in Buchenwald einen geschichstpolitischen Strich und stellt seine neue Nahostpolitik auf ein festes Podest. Er sendet die Botschaft in den Nahen Osten: Dass wir jetzt mit (fast allen) reden, bedeutet nicht, dass wir uns mit Relativierern und Leugnern gemein machen werden.
Dass er – nebenher – auch noch ein wenig von Dresden zu sehen bekommen wird, passt übrigens auch in die Logik seiner Argumente, die er in Kairo ausführte. Dort riet er den Palästinensern, sich vom „gewalttätigen Extremismus“ zu distanzieren. Gewalt führe immer in die Sackgasse.
Und dann kam ein sehr geschickter und kluger Schachzug: Obama empfahl den Palästinensern den Kampf der Schwarzen in Amerika als Vorbild, den friedlichen Aufstand gegen die Apartheid, die  friedliche Revolution in Osteuropa gegen den Kommunismus. Allesamt erfolgreiche Kämpfe aus aus mindestens ebenso schwieriger Lage wie heute im Westjordanland und in Gaza.
Guter Punkt. Daran wird Obama in Dresden anknüpfen können, wenn er der Ereignisse in Ostdeutschland vor 20 Jahren gedenkt.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    „Er wird in dem Lager bekräftigen, dass der Holocaust eine unleugbare Tatsache ist.“

    Jede Tatsache kann man leugnen. Mit Holocaust-Leugnern zu reden ist genauso sinnvoll wie mit Leuten zu reden, die glauben, dass die Erde eine Scheibe ist.
    Diese Leute leugnen den Holocaust ja nicht, weil sie es nicht besser wissen, sondern weil sie es nicht besser wissen wollen.
    Die Holocaust-Leugnung ist ein wichtiger Baustein in dem arabischen Mythos, dass die arabische Welt vom Westen unterdrückt wird. Fehlt dieser Baustein, kracht das ganze Lügengebäude zusammen.

  2. 2.

    Ich dachte Obamas Großonkel hat eigentlich Auschwitz mitbefreit? (Was hätten wir bei Bush gelacht über diese Nummer…)
    Aber gut, sei es Buchenwald und um mit SPD-Karsten Voigt zu sprechen
    „Indem er selbst an diesen Ort reist, macht Obama deutlich, wie Amerika und auch seine eigene Familie gegen das Böse und für die Freiheit gekämpft haben.“
    http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/interview-karsten-voigt-obama-besuch-mm-334567.html
    Drunter tut es ein Obama-Messias-Akt nicht.

    • 4. Juni 2009 um 21:02 Uhr
    • Grummel
  3. 3.

    Ob Obama in Dresden ein paar Worte zu den zivilien Opfern von Kriegen sagen wird?

    • 4. Juni 2009 um 21:18 Uhr
    • Mattes
  4. 4.

    Lewbowski: „Die Holocaust-Leugnung ist ein wichtiger Baustein in dem arabischen Mythos, dass die arabische Welt vom Westen unterdrückt wird.

    Einer Holocaust-Leugnung bin ich nie begegnet, weder in Palästina noch den zahlreichen anderen arabischen Ländern, in denen ich war. Vielmehr ist es so, dass man als Deutscher just wegen des Holocaust „hoch“ angesehen wird. Die Achmadineschadsche Propangada ist ein exotisches Solitärparanoia.

    Auch die Islamos hier in Europa leugnen den Holocaust nicht. Auch hier sind Juden der Feind („Tötet alle Juden“ auf der ziemlich fortschrittlichen IGMG-Demo in Berlin), auch hier wir ja gerne das Surrogat „wir Moslems sind die neuen europäischen Juden“ genutzt.

    • 4. Juni 2009 um 22:09 Uhr
    • Palmolive aka Bergpalme
  5. 5.

    Nach der Rede von Obama warte ich jetzt gespannt auf eine
    Handreichung der muslimischen Welt durch Worte und Taten.

    Immerhin kam und kommt der Terror nach wie vor aus der muslimischen Welt und nicht umgekehrt – don´t forget that.

    Die westliche Welt hat sich für NICHTS zu entschuldigen, wofür sich die muslimische Seite nicht zumindest genauso entschuldigen müsste.

    • 4. Juni 2009 um 22:10 Uhr
    • tati
  6. 6.

    Propangada Propangaga? Heiße Luft? Jein, es sollte eigentlich Propaganda>/I> heißen.

    • 4. Juni 2009 um 22:12 Uhr
    • Palmolive aka Bergpalme
  7. 7.

    OT

    Geert Wilders PVV bei den Europawahlen STÄRKSTE Partei in den
    Niederlanden.

    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/eu/2004206/index.do

    http://www.elsevier.nl/web/10236211/Nieuws/Politiek/PVV-Natuurlijk-is-dit-een-afrekening-met-het-kabinet.htm

    Das nenne ich Obama´s WUNSCH und holländische WIRKLICHKEIT, werter Herr Lau.

    • 4. Juni 2009 um 22:32 Uhr
    • tati
  8. 8.

    Die islamische Holocaustleugnerei ist doch nur ein Witz. Kein Mensch denkt doch da ernsthaft, das alles eine Lüge war und in Auschwitz nur Kekse gegessen wurde. Nein, es wird in vollem Wissen um die historische Falschheit der Leugnung geleugnet — weil es die Juden und den Westen halt so schön zuverlässig provoziert. Einfach eine etwas eigenwilligere Art „F*ck you“ zu sagen.

    • 4. Juni 2009 um 22:50 Uhr
    • Frl. Mensa
  9. 9.

    @ tati: Na, herzlichen Glückwunsch auch! Sie können Ihren Herrn Wilders behalten, ich freue mich am amerikanischen Präsidenten.

  10. 10.

    @ all: Obama in Kairo: „We cannot disguise hostility towards any religion behind the pretence of liberalism.“
    Think about that for a moment.

  11. 11.

    Ist mir alles zu hochgejubelt, vor ergebnisse da sind – und ein paar nummern offen gestanden zu stereotypisch und vereinfacht – man glaubt ja glatt, ein neuer messias wär vom Himmel gesandt wordenm,. der nun alle probleme – ein einziges= – lösen würde.

    „10 @ all: Obama in Kairo: “We cannot disguise hostility towards any religion behind the pretence of liberalism.”
    Think about that for a moment.
    Kommentar von Jörg Lau | 04.06.2009 | 11:20″

    …hinter dem anspruch der freiheit… – aber das geschieht doch so gut wie nie 😛 – denn es werden nicht religionen bzl. der erscheinungsformen und konzeptionen, die konkruent sind mit lieralistischen , freiheitlichen auffassungen kritisiert von den meisten – sondern es werden die ‚angefeindet‘, die eben diesen anspruch nicht erfüllen oder erscheinungsformen zeitigen, die nahe legen, dass sie verständnisse repräsentieren, die diesen anspruch nicht erfüllen.
    –> der satz ist so eine aussage, in der man so gut wie alles hineingießen kann – jeder findet das drinnen, was er finden mag und will.

    Abwarten , leute, wir abr eh hier als die, die hier diskutieren, auf diese ereignisse so gut wie keinen einfluss – wir sind in eienr sehr guten position um einfach ruhig abzuwarden und zu schauen, was genau da gemeint ist und was umgesetzt war & wird.
    Hier eine kleine bewegung zu starten geht mir zu weit – obama als die Lichtgestalt, als die er hier gerade bejubelt und verkauft wird, wird nicht hinhauen und der katzenjammer wird um so größer sein, desto mehr erwartungen jemanden da infestiert hat.

    • 5. Juni 2009 um 00:09 Uhr
    • Zagreus
  12. 12.

    @Frl. Mensa

    Man leugnet nicht (mehr), man behauptet die Juden hätten den Holocaust selbst geplant und durchgeführt um Israel gründen zu können.

    >Und dann kam ein sehr geschickter und kluger Schachzug: Obama empfahl den Palästinensern den friedlichen Aufstand

    Ja, sehr gut und eine direkte Kritik am Islam und der islamischen Gewaltkultur.

    Die Mehrheit der Araber/Muslime kann das aber leider nicht verstehen.

    Obama hat unterm Strich gute Arbei geleistet, wie erwartet. Ein guter Kommunikator sollte sein Talent auch nutzen, Schröder hat das z.B. viel zu selten gemacht.

    • 5. Juni 2009 um 00:11 Uhr
    • PBUH
  13. 13.

    Ich halte Obamas Rede für hochriskant. Ich kann keinen „Plan B“ erkennen.
    Was macht er, wenn er seine weitreichenden Versprechen nicht halten kann?
    Nur ein Beispiel unter vielen: Wie stellt er sich das beim Irak vor? Da droht immer noch ein Bürgerkrieg und Obama verspricht einen Abzug mit Zeitplan. Will er das Land im Bürgerkrieg versinken lassen um seine Glaubwürdigkeit zu retten?

    • 5. Juni 2009 um 02:38 Uhr
    • J.S.
  14. 14.

    Tja, und wenn er nun von den Muslimen deutliche Taten in Richtung Demokratie, Religionsfreiheit und Frauenrechte fordert, hat er direkt die Ulemas, die islamischen Rechtsgelehrten herausgefordert und für diese dogmatischen, schariaorientierten Typen die ultimative Machtfrage gestellt.

    Das werden die NIE zulassen, dass ihnen direkt die rechtliche Macht über die Muslime und ihr Leben genommen wird. Dann sind die Muslime nämlich frei und ich möchte nicht wissen, wer dieser Religion des Mittelalters noch folgen wird.

    Übrigens JL:
    Im Gegensatz zu dem janusköpfigen Mufti von Bosnien-Herzegowina Ceric und dem verlogenen Prof. Matthias Rohe, der ja wohl am 3.6.09 bei der Veranstaltung der katholischen Akademie in Berlin, für die Sie, JL, sich als Moderator hergegeben haben – haben Sie denn gar keine ethischen Grundsätze! – die Existenz der Scharia leugnete (nicht zum ersten Mal!).
    Auf dieser Veranstaltung über die Scharia, die JL moderierte, sagte der Rechtswissenschaftler Rohe , „die Scharia“ gibt es „SO“ eigentlich gar nicht, sie ist nicht kodifiziert etc, und Ceric meinte, die Scharia wäre ja gar nicht so schlimm, wie sollten doch keine Angst haben!! Wir kleinen armen irren Kinderlein.
    Das ist Irsinn und Unlogik im Quadrat.

    In Ägypten steht die Scharia, die es angeblich gar nicht geben soll, weil sie angeblich nicht kodifiziert ist, alles so wahnsinnig unterschiedlich in den vielen verschiedenen Auslegungen (noch so eine Standardlüge!) ist:

    PDF Text:
    http://www.shoura.gov.eg/shoura_en/const_pdf/eng_const.pdf
    Artikel 2 Schari’a Hauptquelle der Gesetzgebung
    Verfassung vom 11. September 1971, Änderungen 22. Mai 1980, 25. Mai 2005 und am 26. März 2007.

    Tja, da fällt dann das Lügengebäude zusammen:
    Der Vergleich der Rechtsgrundlagen der musl. Ländern in den Verfassungen zeigt:
    Alles, was in der Verfassung steht, steht unter Schariavorbehalt: Sogar im sog. „sozialistischen“ Syrien steht die Scharia in Art. 3 der Verfassung.
    Ich spare mir jetzt die anderen Verfassungen, derer über 50 ähnlich sind. Ich werde mal eine Übersicht der Artikel der Scharia pro Land machen.

    Was wir durch Obamas Erwartungen an die Muslime nun an Fortschritte erwarten, um islam. Staaten zur Trennung von Religion und Staat zu bewegen, und weitere demokratische Grundrechte wie Religionsfreiheit oder Frauengleichberechtigung einfordern, dann ist es zu Ende mit dem Islamsystem.
    Denn es lebt davon, die Muslime per Gesetz zu traktieren, von Nichtmuslimen gar nicht zu sprechen.

    DAS werden die Machthaber der religiösen Elite nie zulassen. Und deren „Parteiversammlung“ ist das Freitagsgebet, da werden die Gläubigen Männer wieder auf „LInie“ gebracht.
    Ich warte mal darauf, was jetzt die Muftis, Ulemas dieser Welt, die Alte-Männer-mit Bärten-Riege, sich wieder einfallen lassen, um alles, was O. als Angebot offeriert hat, in Grund und Boden stampfen.
    Und: Es ist alles eine Verschwörung, ganz sicher!

    Denn darin sind sie Meister.
    NICHTS selbst verändern, sondern jetzt FORDERUNGEN in Lexikonquantität aufstellen: Und wehe, wir im Westen folgen nicht:
    Dann sind deren Vorurteile und Denkdogmen wieder in Ordnung und: Man hat bei sich nichts verändern müssen.
    Sondern wartet NUR, was der Westen an Leistungen des musl. Forderungskatalogs abliefert.

    Wir können die Rede historisch finden (zu Recht), Muslime sind viel zu dogmatisch, um jetzt selbst bei sich etwas zu ändern. Die kritische Methode als Werkzeug der Veränderungen ist doch „haram“, ganz schlecht und man kommt nicht ins Paradies. Das werden alle Diktatoren im Staat sowie jeder kleine Familienpatriarch aus „echtem“ muslimischen Schrot und Korn (oder Messer und Pistole) nicht zulassen. Wir können da ganz sicher sein.

    • 5. Juni 2009 um 02:48 Uhr
    • Jochen M.
  15. 15.

    „Geert Wilders PVV bei den Europawahlen STÄRKSTE Partei in den
    Niederlanden.“

    Ohh, da bekommt tati eine feuchte Unterhose. Der Benzinkanister ist sicher auch schon bereitgestellt, damit Deutschland bald wieder Moscheefrei ist.

    • 5. Juni 2009 um 06:06 Uhr
    • Hein
  16. 16.

    Vielleicht hat der US-Präsident ja auch ein wenig Zeit, um selbstkritisch darauf hinzuweisen, dass möglicherweise auch die USA in Evian und bei den weiteren Konferenzen versagt haben und vielleicht einen Grund nennen, warum um Auschwitz nicht bombardiert wurde.

    • 5. Juni 2009 um 08:11 Uhr
    • Krähling
  17. 17.

    Tja. Müssen einige Leute doch ganz schön kämpfen, um nach der Obama-Rede ihre Orientierung nicht zu verlieren. Der islamische Fundamentalismus bzw. Islamismus bedient eben nicht nur in der islamischen Welt ein starkes Bedürfnis.

    Universalismus predigen, aber vor Globalisierung Angst haben – das führt zu Verdauungsbeschwerden und – wer hätte das gedacht: hier wie dort – zu arg braunen Streifen in der Wäsche.

    Blonde Jungs und Mädels, tröstet Euch! Wilders et al. werden Euch in ihrer braunen Brühe wieder weiß waschen.

    • 5. Juni 2009 um 08:13 Uhr
    • xNWO
  18. 18.

    @JL
    “We cannot disguise hostility towards any religion behind the pretence of liberalism.”

    Wie wäre es mit:

    “We cannot disguise hostility towards liberalism behind
    the pretence of religious feelings.”

    Würde mir besser gefallen.

  19. 19.

    Clemens Wergin, den ehemaligen Bush-Trommler, schätze ich nicht besonders. Trotzdem sei auf seine heutige Warnung zu Obamas Deutschlandbesuch hingewiesen. Sie ist berechtigt: Europa riskiert, eine historische Chance zu verspielen (Link!)

    • 5. Juni 2009 um 09:15 Uhr
    • xNWO
  20. 20.

    Blonde Jungs und Mädels, tröstet Euch! Wilders et al. werden Euch in ihrer braunen Brühe wieder weiß waschen.
    Kommentar von xNWO

    VOLLIDIOT !!!!

    • 5. Juni 2009 um 09:37 Uhr
    • tati
  21. 21.

    Ohh, da bekommt tati eine feuchte Unterhose. Der Benzinkanister ist sicher auch schon bereitgestellt, damit Deutschland bald wieder Moscheefrei ist.
    Kommentar von Hein

    VOLLIDIOT !!!

    • 5. Juni 2009 um 09:37 Uhr
    • tati
  22. 22.

    >Europa riskiert, eine historische Chance zu verspielen

    Warum sollte sich mit der Wahl eines neuen US-Präsidenten etwas an der Feigheit und Führungsschwäche Europas geändert haben ?

    Gerade der deutsche Afghanistan-Einsatz war doch von Anfang an nur als Alibiaktion ausgelegt.

    • 5. Juni 2009 um 09:43 Uhr
    • PBUH
  23. 23.

    @tati

    Diese Frechheiten zeigen nur wie hart sich manche getroffen fühlen.

    Der Spitzenkandidat der SPD für die Europawahl, Martin Schulz hat Strache gestern sogar als „Nazi“ bezeichnet.

    Die Leute sehen ihre Felle davonschwimmen und werden aggressiv.

    • 5. Juni 2009 um 09:50 Uhr
    • PBUH
  24. 24.

    @xNWO
    zu Clemens Wergin:
    „Aber die Skepsis gegenüber der Fähigkeit Europas, sich substanziell bei der Lösung von Weltproblemen einzubringen, wächst. Nicht mal den Balkan vor der eigenen Haustüre bekommt Europa geregelt, weshalb Obama gerade den Vizepräsidenten dorthin entsandt hat. Als ob es nicht genug andere Krisenorte auf der Welt gäbe, um die sich Joe Biden kümmern müsste, hört man hinter vorgehaltener Hand.“

    Obama hätte mal den Ehegatten seiner Außenministerin fragen sollen. Der hätte ihm etwas über Europas Krisenmanagementfähigkeiten erzählen können. Dann wäre Obama eine Enttäuschung erspart geblieben.
    Naja, aber jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Bush Verachtung für Europa kommt ja nicht von ungefähr, egal was man von diesem Mann sonst halten kann.

  25. 25.

    @PBUH
    „Der Spitzenkandidat der SPD für die Europawahl, Martin Schulz hat Strache gestern sogar als “Nazi” bezeichnet.“

    Das hängt damit zusammen, dass Strache ein Nazi ist.
    Oder wieso schaltet er großflächig Anzeigen, wo er sein Veto gegen die Aufnahme von der Türkei und Israel in die EU ankündigt, obwohl Israel nie einen Aufnahmeantrag gestellt hat. Die FPÖ ist ein übler Antisemitenverein und mit Sicherheit kein Verbündeter im Kampf gegen Islamismus und dem politischen Islam.

  26. 26.

    „Das hängt damit zusammen, dass Strache ein Nazi ist.“

    So ein Satz zeugt von extremer Unkenntnis in Geschichte; die Höflichkeit verbietet eine drastischere Formulierung.

    • 5. Juni 2009 um 10:19 Uhr
    • Krähling
  27. 27.

    @Krähling
    Ich wäre froh, wenn Strache „Geschichte“ wäre: Blöderweise ist der Mann unangenehm aktuell.

  28. 28.

    @Tati, Hein und xNWO
    zu Wilders Erfolg bei der Europawahl

    Um (wieder) mit Karl-Otto Hondrich zu sprechen, „Empörte Mehrheiten reden nicht selbst, aber schwitzen radikale Minderheiten aus, die grob artikulieren, was der politisch korrekte Diskurs unter den Teppich kehrt.“

    An Ihrem an Tati gerichteten Beitrag, Hein, und auch an Ihrem Beitra,g xNWO erkennt man, wie Menschen zum Schweigen gebracht werden: Tati, der Hondrichs „empörte Mehrheit“ in diesem Blog vertritt, wird von Ihnen Hein mit „feuchter Unterhose“ und „Benzinkanister“ bei Fuß übelst karikiert. Sie, xNWO hauen in die gleiche Kerbe mit Ihren „braunen Streifen in der Unterwäsche“ und Ihren „blonden Jungs und Mädels“, die „in Wilders braunen Brühe weiß gewaschen werden“. So bringen Sie Menschen, die mitnichten faschistisch eingestellt sind, sondern aus soziologischer Sicht nachvollziehbare Ängste und Ressentiments hegen, zum Schweigen und tragen dazu bei, dass radikale Minderheiten ausgeschwitzt werden.

    Es sei erinnert an die Rede, die Obama im März 2008 gehalten hat, und die Jörg Lau dazu bewog, eine Wette abzugeben, dass der Mann die Wahl gewinnen wurde.

    Bemerkenswert an der Rede war auch, dass Obama nicht nur über die Benachteiligung und die Wut der Schwarzen sprach, sondern auch die Probleme der weißen Amerikaner der Arbeiter- und Mittelschicht thematisierte, die ebenfalls von der Globalisierung negativ betroffen seien, die ebenfals Zukunftsängste hätten. Er stellte fest:

    „(…) when they’re told that their fears about crime in urban neighborhoods are somehow prejudiced, resentment builds over time.
    Like the anger within the black community, these resentments aren’t always expressed in polite company. But they have helped shape the political landscape for at least a generation.“
    http://blog.zeit.de/joerglau/2008/03/19

    • 5. Juni 2009 um 10:40 Uhr
    • Miriam
  29. 29.

    @lebowski

    Ist man jetzt „Nazi“ wenn man einen (potentiellen) EU-Beitritt Israels ablehnt ?

    Die FPÖ hat die Politik in Österreich total verändert und beeinflusst mit ihren Positionen ca. 80% aller Parteien und Medien.

    Ein Mittel dabei ist natürlich ein rücksichtsloser Populismus, nix für Feingeister aber ein Zeichen lebendiger Demokratie.

    Die FPÖ ist dabei Österreich zum Bollwerk gegen den Islam zu machen und selbst politische Gegner erwarten das Strache früher oder später Regierungschef wird.

    • 5. Juni 2009 um 10:44 Uhr
    • PBUH
  30. 30.

    @ Miriam

    „sondern auch die Probleme der weißen Amerikaner der Arbeiter- und Mittelschicht thematisierte“

    Man könnte jetzt mal nach „Ricci vs. DeStefano“ googlen, das ist für die zukunft von Obama vielleicht wichtiger.

  31. 31.

    @ Lebowsi

    @ lebowsi

    Ich trete dafür ein, dass Menschen ihre politische Auffassung öffentlich darstellen können und sich auch zur Wahl stellen, unabhängig davon, ob ich deren Meinung teile oder nicht. Es ist ein Symptom linksfaschistischer Gesinnung, alle anderen schamlos als „Nazis“ zu beschimpfen.

    Es gehörte in den 50ern einmal zum liberalen Grundton: „Ich teile zwar nicht ihre Meinung, werde aber alles tun, damit sie diese äußern dürfen“.

    Das ständige herumwerfen mit pejorativen Begriffen dient nicht einer demokratischen Kultur auch wenn man der Auffassung ist, seinen Beitrag im K(r)ampf gegen Rechts bringen zu müssen.

    • 5. Juni 2009 um 10:56 Uhr
    • Krähling
  32. 32.

    @PBUH
    „Ist man jetzt “Nazi” wenn man einen (potentiellen) EU-Beitritt Israels ablehnt ?“

    Zuallererst ist man ein Schwachkopf, wenn man den EU-Beitritt eines Landes ablehnt, dass nie einen Aufnahmeantrag gestellt hat.
    Aber mit seiner Hetze gegen Israel bedient Strache natürlich das antisemitische Ressentiment innerhalb seiner Partei und Wählerschaft.

  33. 33.

    Obama: „The Arab-Israeli conflict should no longer be used to distract the people of Arab nations from other problems. Instead, it must be a cause for action to help the Palestinian people develop the institutions that will sustain their state; to recognize Israel’s legitimacy; and to choose progress over a self-defeating focus on the past.“

    Das hat gesessen! Guter Mann, der Obama.

    • 5. Juni 2009 um 11:07 Uhr
    • PBUH
  34. 34.

    @Krähling
    „Ich trete dafür ein, dass Menschen ihre politische Auffassung öffentlich darstellen können und sich auch zur Wahl stellen, unabhängig davon, ob ich deren Meinung teile oder nicht.“

    Danke dafür! Und meine politische Auffassung ist es, dass Strache ein Nazi ist. Und mit dem Begriff „Nazi“ gehe ich nicht gerade verschwenderisch um.

  35. 35.

    @hein

    Auch wenn ich tatis Meinungen selten teile – Ihre Reaktion auf tati ist schlicht und ergreifend unverschämt und unter aller Sau.

    • 5. Juni 2009 um 11:12 Uhr
    • Hakan
  36. 36.

    @lebowski

    >Aber mit seiner Hetze gegen Israel bedient Strache natürlich das antisemitische Ressentiment innerhalb seiner Partei und Wählerschaft.

    Antisemiten gibt es überall, die meisten „Antisemiten“ in Ösiland und Deutschland sind aber lediglich „(unfundierte) Israelkritiker“, hier sollte man die Kirche im Dorf lassen.

    Und warum soll es ein Privileg der populistischen Linken bleiben, anti-israelische Stimmungen zu integrieren.

    Zumal die Ösis wirklich echte Gründe haben auf Israel sauer zu sein.

    • 5. Juni 2009 um 11:20 Uhr
    • PBUH
  37. 37.

    „Zumal die Ösis wirklich echte Gründe haben auf Israel sauer zu sein.“

    Die da wären?

  38. 38.

    @Martin Riexinger

    Ricci v. DeStefano

    Danke für den Hinweis. Affirmative action gone mad!

    • 5. Juni 2009 um 11:26 Uhr
    • Miriam
  39. 39.

    Hein scheint „tati“ für eine Frau zu halten. Von seiner Bemerkung distanziere ich mich, sofern sie sexistisch ist. Und bleibe bei meiner braun-geschlechtsneutralen.

    @ Miriam Menschen, die mitnichten faschistisch eingestellt sind, sondern aus soziologischer Sicht nachvollziehbare Ängste und Ressentiments hegen

    Ich sehe keinen zwingenden Unterschied zwischen „faschistisch eingestellt“ und „aus soziologischer Sicht nachvollziehbaren Ängsten und Ressentiments“. Im Gegenteil. Aller Erfahrung nach führen die einen zum anderen.

    Mit der FPÖ in Österreich und Wilders in Holland rückt die faschistische Einstellung in die „bürgerliche“ Mitte, so sehr die zugrunde liegenden Ängste und Ressentiments aus soziologischer Sicht nachvollziehbar sein mögen. Und hier auf dem Blog ist die faschistische Einstellung zu mindestens 50 Prozent vertreten.

    Ich bin der Erste der Verständnis für Globalisierungsängste hat. Äußerungen, wörtlich oder dem Tenor nach, wie: ‚Islam ist Mord‘ oder ‚Islam ist Scheiße‘ sind – und das ist noch freundlich ausgedrückt – nichts anderes als Faschismus.

    • 5. Juni 2009 um 11:41 Uhr
    • xNWO
  40. 40.

    @ lebowski

    Sie können gern Ihre schamlosen Beleidigungen hier loswerden, soweit es JL toleriert. Irgendetwas ist in ihrer Kinderstube offensichtlich schief gelaufen.

    • 5. Juni 2009 um 11:44 Uhr
    • Krähling
  41. 41.

    @ PBUH

    a) Wenn Strache österreichischer Bundeskanzler wird (was ich für extrem unwahlrscheinlich halte), wird das Land zu Recht aus der EU ausgeschlossen.

    b) Soso, die Österreicher haben Ihrer Meinung nach Gründe, auf Israel sauer zu sein.
    Vielleicht den, dass in Österreich die nationalsozialistische Vergangenheit nie aufgearbeitet wurde? Und den, dass Antisemitismus in Österreich nach wie vor hoffähig ist?
    In dem Zusammenhang erinnere ich mich wieder daran, dass mein Wiener Großonkel noch in den 80er-Jahren ein Hitler-Bild in der Wohnung hängen hatte.

    • 5. Juni 2009 um 11:47 Uhr
    • Joachim S.
  42. 42.

    @Krähling
    Heul doch!

  43. 43.

    @Joachim S.

    Die EU wird die Fehler aus 2000 nicht wiederholen.

    • 5. Juni 2009 um 12:22 Uhr
    • PBUH
  44. 44.

    @lebowski

    Google ist dein Freund!

    • 5. Juni 2009 um 12:24 Uhr
    • PBUH
    • 5. Juni 2009 um 12:48 Uhr
    • Joachim S.
  45. 46.

    Nochmal zu Obama…

    Kommentar von A. Mazyek zur Rede:

    „Ab heute müssen die Extremisten wirklich fürchten, dass ihre Ideologie des Hasses am Ende ist. Es war der entscheidende Schlag gegen al-Qaida.“

    Bin gespannt, wieviele Beulen al-Qaida und Umfeld davortragen werden, und was dem folgt…

    Obama hat nicht nur einen Paradigmenwechsel der amerikanischen Außenpolitik eingeläutet, sondern auch einen neuen Umgangston bei heiklen Themen zwischen „Westen“ und „Islam“ definiert. Von allen Seiten wird sein differenzierter und respektvoller Ton als neu und originell gefeiert. Das Beschämende dabei ist wohl: Sind Respekt und Differenzierungsfähigkeit wirklich so seltene Güter, dass man so erstaunt darüber sein muss, wenn jemand (Wichtiges) sie „endlich“ mal authentisch vorweisen kann? Wenn dem so ist, dann sollte jeder mal darüber nachdenken, ob er sein Maß an Respekt und Differenzierungsfähigkeit für ausreichend hält, sprich, ob er seinem Gesprächspartner ebensoviel davon vorweisen kann, was er auch selbst von ihm verlangt (Goldene Regel, siehe Obama, Küng, oder sonst wo…). Vielleicht wird es dann leichter auch die als unaussprechbar geltenden Vorbehalte (im entsprechenden Rahmen) auszusprechen und zu darüber zu diskutieren, ohne, dass es gleich eskaliert… Und vielleicht kann man dann auch nachvollziehen, warum der Rechtspopulismus Zulauf hat, was den rationalen Umgang damit und seine Mäßigung wiederum erleichtern könnte…

    Ich stimme da also Miriams comment ganz und gar zu, wobei ich aber auch daran erinnern möchte, dass der empörten Mehrheit stets auch eine karikierte Minderheit gegenübersteht, deren Frust man ebenso Gehör schenken muss… Und eine Voraussetzung dafür ist nun mal Respekt in einem angemessenen Rahmen…

    • 5. Juni 2009 um 13:01 Uhr
    • Hakan
  46. 47.

    Und vielleicht kann man dann auch nachvollziehen, warum der Rechtspopulismus Zulauf hat, was den rationalen Umgang damit und seine Mäßigung wiederum erleichtern könnte…

    Nachdem der Rhein mindestens sechs Jahre lang nach recht geflossen ist (und weit nach rechts geflossen ist), werden Sie damit einverstanden sein, dass wir, bevor er über die nächsten Jahre nach links fließt, die Richtungsänderung erstmal gebührend zu Kenntnis nehmen. Solche Kenntnisnahme dürfte Voraussetzung des von Ihnen gewünschten „rationalen Umgangs“ sein (und vorschnelle, verharmlosende Zukleisterung ausschließen).

    • 5. Juni 2009 um 13:19 Uhr
    • xNWO
  47. 48.

    @PBUH
    „Google ist dein Freund!“

    Tolles Argument.

  48. 49.

    @lebowski

    Sorry, bin einfach zu faul hier alles Aufzudröseln. Bei den unrühmlichen Sanktionen gegen Österreich hat Israel keine gute Rolle gespielt und die Regierung später mehr oder weniger erpresst.

    OT – „Qualität“ a la Di Lorenzo ->

    Rechtsextreme drängen nach Brüssel

    http://www.zeit.de/online/2009/23/eu-rechte-parteien

    • 5. Juni 2009 um 13:59 Uhr
    • PBUH
  49. 50.

    So Deutschlandfreundlich wie Bush ist Obama jedenfalls nicht. Das dürfte nun wohl jedem klar geworden sein.

    • 5. Juni 2009 um 15:12 Uhr
    • J.S.
  50. 51.

    @Hakan

    Nunja, plädieren nicht gerade Menschen wie tati, J.S., PBUH et. al. dafür, dass unangenehme Wahrheiten ausgesprochen werden sollen?
    Insofern kann ich da keine Verfehlung meinerseits erkennen.

    Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn einige Leute wenigstens offen zu ihrer Gesinnung stehen würden.

    • 5. Juni 2009 um 15:26 Uhr
    • Hein
  51. 52.

    Hein provoziert mit Verleumdungen damit dieser Blog kaputt geht.

    Das Jörg Lau diesen Blog schliessen soll, hat Hein ja schon mehrfach gefordert.

    • 5. Juni 2009 um 15:47 Uhr
    • J.S.
  52. 53.

    Muslimischer Prediger fordert die Auspeitschung von Wilders.

    „Für einen muslimischen Prediger ist der Fall klar: Er fordert die „Auspeitschung“ des Abgeordneten.“

    http://www.welt.de/politik/article3091330/Prozess-gegen-Islamkritiker-spaltet-Niederlande.html

    • 5. Juni 2009 um 15:51 Uhr
    • J.S.
  53. 54.

    Die Rechte gibt auf. Selbst Daniel Pipes fällt nicht mehr ein. Man schaue sich sein „Assessing Obama’s Cairo [„complex six-thousand-word“(!)] Speech“ an: deutsch – hier (Link!), englisch – hier (Link!). Der Offenbarungseid. Die Pleite. Pipes‘ „Ich habe fertig!“ Da ist nichts mehr.

    • 5. Juni 2009 um 16:17 Uhr
    • xNWO
  54. 55.

    „Das Jörg Lau diesen Blog schliessen soll, hat Hein ja schon mehrfach gefordert.“

    Ach Kamerad, J.S., gehts auch mal ohne Lügen? Wenn ich mich für etwas ausgesprochen hab, dann wars die Schließung des Kommentarbereichs. Einzig und allein aus dem Grund, damit ihr Faschos eure braune Gülle nicht mehr hier abladen könnt. Das zieht nämlich diesen Blog ordentlich runter.

    Und btw.: Hast du eigentlich meinen Rat befolgt und warst noch auf dem Anti-Islamisierungs-Kongresse in Köln? Wenn ja, warst du sicher der mit dem „Eure Galgen sind schon gezimmert“-Shirt, oder?

    • 5. Juni 2009 um 16:55 Uhr
    • Hein
  55. 56.

    Und warum soll es ein Privileg der populistischen Linken bleiben, anti-israelische Stimmungen zu integrieren.

    @ PBUH

    Ein starkes Argument: Wenn antisemitisch gestimmte Politiker ein Bestandteil der Partei die Linke sind, dann ist es nicht so schlimm, wenn die FPÖ „anti-israelische Stimmungen“ integriert.

    Sorry, bin einfach zu faul hier alles Aufzudröseln.

    Das glaube ich Ihnen gerne. Sie müssten dabei ständig aufpassen, dass Sie nicht ausrutschen. Derlei Verrenkungen sind anstrengend.

    Bei den unrühmlichen Sanktionen gegen Österreich hat Israel keine gute Rolle gespielt und die Regierung später mehr oder weniger erpresst.

    Wenn dem genau so sein sollte, wie Sie sagen, woher käme es denn bloß?

    http://www.amazon.de/Gast-bei-Saddam-Reich-B%C3%B6sen/dp/3850521605/ref=sr_1_1?
    ie=UTF8&s=books&qid=1244210778&sr=8-1

    http://www.amazon.de/Staatsmord-Bagdad-Heinz-Magenheimer/dp/3935962061/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1244210778&sr=8-2

    Ebenfalls für ein Interview zur Verfügung stand der DMZ Imad Alawa, der Hisbollah-Sprecher im Libanon. Auf den Seiten zuvor findet sich ein Reisebericht vom DMZ-Chefredakteur Manuel Ochsenreiter (* 1976). Dieses Interview entstand im Zusammenhang mit Ochsenreiters Reise in den Libanon. Dabei hatte Ochsenreiter bestimmte Reiseziele, die er ansteuerte. Er selbst schreibt, dass er während seines Aufenthaltes “die Schlachtfelder des Sommerkrieges 2006″ besichtigte. Der Reisebericht von Ochsenreiter in der aktuellen DMZ-Ausgabe (Seite 26-31) strotzt vor unverhohlener Bewunderung für die theokratische Fundamentalisten-Truppe: “Noch nie wurde der modernsten und hochgerüstetsten [sic!] Armee des Nahen Ostens, den israelischen Streitkräften, so erfolgreich die Stirn geboten.”

    Fotos und Text zeigen, dass Ochsenreiter das Kriegsmuseum der Hisbollah, eine martialische Waffenschau, besichtigte und sich auf einem erbeuteten israelischen T-55-Panzer ablichten ließ. Hintergründe zu der Eskalation des Konfliktes gibt es in dem Text kaum. Dass die Hisbollah die Nordgrenze Israels auch noch nach dem israelischen Rückzug aus dem Libanon unablässig attackierte, erfährt man beispielsweise nicht.

    […]

    Dass Manuel Ochsenreiter der Hisbollah einen Besuch abstattete, ist bei genauerer Betrachtung kein Zufall. Ochsenreiters Fable für arabische Autokraten und Islamisten ist nämlich älter als seine Libanon-Reise. Als Buchautor versuchte sich Ochsenreiter bereits mit dem Buch “Staatsmord in Bagdad”, das unter der Herausgeberschaft Ochsenreiters 2007 im rechten “Bonus-Verlag” erschien und die Hinrichtung des Ex-Diktators Saddam Hussein apologetisch verteidigt. Als Interviewpartner stand er nicht nur dem Nazi-Traditionsmagazin “Nation & Europa” (11-12/2007) Rede und Antwort, sondern auch der Online-Plattform, “Muslim-Markt”[iii].

    • 5. Juni 2009 um 17:53 Uhr
    • N. Neumann
  56. 57.

    „Obama empfahl den Palästinensern den Kampf der Schwarzen in Amerika als Vorbild, den friedlichen Aufstand gegen die Apartheid, die friedliche Revolution in Osteuropa gegen den Kommunismus. Allesamt erfolgreiche Kämpfe aus aus mindestens ebenso schwieriger Lage wie heute im Westjordanland und in Gaza.“

    Was für ein frecher Vergleich.

    • 5. Juni 2009 um 17:55 Uhr
    • Samuel
    • 5. Juni 2009 um 17:56 Uhr
    • N. Neumann
  57. 59.

    Würde Wilders über das Christentum so reden wie über den Islam, wäre ein ein mutiger Kritiker des religiösen Fundamentalismus. So ist er aber lediglich „rechtsextrem“. Irre diese Welt.

    • 5. Juni 2009 um 18:38 Uhr
    • Samuel
  58. 60.

    @N. Neumann

    Sie immer mit ihren Vorurteilen

    • 5. Juni 2009 um 18:40 Uhr
    • PBUH
  59. 61.

    Noch mehr „Qualität“ zu Wilders

    http://www.tagesschau.de/kommentar/niederlande134.html

    Die deutschen Medien zeigen ihre Klasse.

    • 5. Juni 2009 um 18:50 Uhr
    • PBUH
  60. 62.

    Der Tagesschau kommt nicht mal in den Sinn, warum die einst so liberalen, toleranten Niederländer jemanden wählen, dessen Programmpunkt die Antipathie gegenüber dem Islam ist.

    Wilders ist da noch ein Glücksfall. Auf andere europäische Länder werden weitaus rechtere Verhältnisse zukommen, wenn die Ängste vor dem Islam nicht endlich ernst genommen werden.

    • 5. Juni 2009 um 18:54 Uhr
    • Samuel
  61. 63.

    Auf andere europäische Länder werden weitaus rechtere Verhältnisse zukommen, wenn die Ängste vor dem Islam nicht endlich ernst genommen werden.

    Heißt: Entweder rechts. Oder rechts

    Sterben aus Angst vorm Tode (à la Osama)? – Warum ist Ihnen die intelligentere (i.e. westliche) Auswegsuche (à la Obama) so unzugänglich?

    • 5. Juni 2009 um 19:18 Uhr
    • xNWO
  62. 64.

    @ xNWO

    „Warum ist Ihnen die intelligentere (i.e. westliche) Auswegsuche (à la Obama) so unzugänglich?“

    Wer sagt denn, dass sie mir unzugänglich ist? Ich glaube eben nur, dass es eine Kindergartenübung ist, die Hand auszustrecken gegenüber Despoten und einer Religion die – sagen wir es mal vorsichtig – massiv Terror und Menschenrechtsverletzungen sanktioniert.

    Ein Ausweg wäre dann aufgezeigt, wennd er Islam dem Westen die Hand ausstreckt, nicht umgekehrt.

    • 5. Juni 2009 um 19:22 Uhr
    • Samuel
  63. 65.

    @N. Neumann

    Sie immer mit ihren Vorurteilen

    Sischer dat. Denn:

    die meisten “Antisemiten” in Ösiland und Deutschland sind aber lediglich “(unfundierte) Israelkritiker”, hier sollte man die Kirche im Dorf lassen. (PBUH)

    • 5. Juni 2009 um 19:27 Uhr
    • N. Neumann
  64. 66.

    Samuel Ein Ausweg wäre dann aufgezeigt, wenn der Islam dem Westen die Hand ausstreckt, nicht umgekehrt.

    Ich nehme an, Sie meinen das Handausstrecken „archaisch“, im Sinne von Versöhnung. Handausstrecken im Sinne moderner Begehrlichkeit genügt jedoch schon. Und zur Hälfte, materiell, streckt „der“ Islam die Hand bereits in Richtung Westen aus.

    Auch wenn [Kalauer:] gewisse westliche Gewissheiten in der gegenwärtigen Krise einen gewissen Dämpfer bekommen haben – als moderne Westler wissen wir: Das scheinbar nur materielle Begehren muss keineswegs ohne Geist sein. – Zu dreivierteln haben wir es also schon geschafft.

    Und das letzte Viertel schaffen wir auch noch – vorausgesetzt die Geist-Applikation erfolgt, wie bei uns selbst, subkutan, per Entwicklung. Und nicht à la Sloterdijk, „Du mußt dein Leben ändern“, vormodern und Widerspruch herausfordernd.

    Heißt: Ich plädiere für Attraktivität. Wir können das! Obama hat den Anfang gemacht. Er vertraut wieder in die Westlichkeit des Westens, in seine spezifische, unvergleichliche Attraktivität Demontieren wir ihn/ sie (durch Rückfall in Archaismen) nicht! Mit geringeren Kosten können wir unser Ziel nicht erreichen.

    • 5. Juni 2009 um 20:39 Uhr
    • xNWO
  65. 67.

    „Ich plädiere für Attraktivität. Wir können das!“

    Natürlich könne wir das. Hilft bloß nichts, wenn andere unsere Attraktivität zum Kotzen finden, weil sie nicht mit „I“ anfängt und mit „slam“ aufhört.

    • 5. Juni 2009 um 20:46 Uhr
    • Samuel
  66. 68.

    @ Samuel

    Ähm .. ja. Eigentlich wollte ich auch noch etwas über unsere (westliche) Überlegenheit sagen. Gut, dass ich das nicht getan habe. Wer möchte schon so prompt widerlegt werden.

    • 5. Juni 2009 um 21:16 Uhr
    • xNWO
  67. 69.

    […] Pakistan hält sich das Interesse an der vielbejubelten “Rede” von Barack Obama eher in Grenzen. Die säkulare “Dawn” äußert sich […]

  68. 70.

    @miriam

    Danke für Deine Solidaritätsadresse in 28.
    Mein Tagesablauf liess es heute morgen nur en passant zu, den blog aufzumachen.
    Deshalb habe ich die Weisheiten von Hein und xNWO möglichst knapp kommentiert. Mit einem Wort.

    Abgesehen von der persönlichen Ebene, die bei Hein sogar den Tatbestand der Beleidigung bzw. der üblen Nachrede erfüllt, ist es mir beim besten Willen nicht nachvollziehbar, wie jemand Geert Wilders einen braunen Faschisten titulieren kann.
    Man muss den Herrn Wilders nicht mögen und man muss seine Ansichten nicht teilen – für Unterstellungen sollte man aber wenigstens die passenden Argumente liefern – und die gibt es für einen derartigen Vorwurf nicht.

    Geert Wilders hat einen Film über die Gewalt im Namen des Islam erstellt – Fitna. Dieser Film reiht authentische Geschehnisse aneinander, er reiht O-Töne der Gewaltprediger
    aneinander. Der Film dokumentiert und verdichtet – nichts
    wird kommentiert. Der Film zeigt die Quintessenz islamischer Gewalt – die Reaktion darauf führt nicht etwa zu einer Besinnung und der nötigen Nabelschau der islamischen Welt,
    sondern der Überbringer der Botschaft wird zum Übeltäter.
    Das ist pervers – und genauso pervers ist das Verständnis
    der Islamapologeten gegenüber diesen Reaktionen.

    Um es noch drastischer auszudrücken.
    Man stelle sich vor, jemand hätte vor 64 Jahren einen
    Film über die Todeslager und KZ der Nazis erstellt – mit all den Schrecklichkeiten des Holocaust.
    Daraufhin hätte man den Film der Bevölkerung in den Ländern
    vorgeführt, aus deren Reihen die Vernichtungsmaschinerie
    hervorgegangen ist.
    Würden wir auch nur eine Stimme aus der Bevölkerung dulden, die diesen Vorgang relativiert oder sich gar von diesem Film angegriffen fühlt?
    Genau das dulden wir bei der Gewalt im Namen des Islam – und genau das zeigt Wilders auf.
    Wir dulden beim Islam ein Verhalten, das wir sonst niemandem zugestehen.
    Oder sollten wir in Zukunft Rücksicht auf die guten Nazis von nebenan nehmen, weil sie unschuldig daran sind, daß die bösen Nazitisten den Nationalsozialismus für ihre Ziele mißbraucht haben.

    • 5. Juni 2009 um 23:32 Uhr
    • tati
  69. 71.

    OT – „Qualität“ auch in den Ostzeitungen

    http://tinyurl.com/qhlfev

    „Nur knapp über einem Drittel lag die Beteiligung in den Niederlanden. Mit der Folge, dass ein Rechtspopulist nur noch einen Platz weniger im Europaparlament besetzt als die regierenden Christdemokraten. Das gefiel einem Gesinnungsfreund in den Behörden so sehr, dass er gegen alle europäischen Absprachen das Resultat vom Donnerstag bereits ausposaunte, um auch bei den Nachbarn die Extremen zu motivieren.“

    und es geht weiter wie zu besten DDR Zeiten

    „Gewöhnlich geht der Esel aufs Eis tanzen, wenn es ihm zu gut geht. Doch in der Folge einer weltweiten Finanzkrise stehen reihenweise Giganten der Wirtschaft vor dem Ruin. Dass nicht schon längst im Domino-Effekt einer den anderen mit sich reißt, liegt an der in Europa vereinten Widerstandskraft.“

    Die Wählerbeleidigung muss natürlich auch noch folgen:

    „Während US-Präsident Obama die moslemische Welt zur Zusammenarbeit auffordert, werden in Europas politisches Zentrum solche Wirrköpfe wie der Extremist Wilders delegiert. Wo bleibt hier die Weisheit des Volkes?“

    • 6. Juni 2009 um 00:20 Uhr
    • PBUH
  70. 72.

    und auch die Osnabrücker Zeitung leistet ihre Beitrag zur Volkserziehung

    http://www.ad-hoc-news.de/neue-oz-kommentar-zu-wahlen-europawahl–/de/Politik/20260662

    „Qualitäts-Journalismus“ !

    • 6. Juni 2009 um 00:24 Uhr
    • PBUH
  71. 73.

    @Jörg Lau
    Stellen Sie bitte diesen Hein ab! Der macht Ihnen Ihren Blog kaputt.
    Ganz abgesehen davon das diese inflationären Nazi-Vorwürfe gegen beinahe jeden ganz sicher nicht sinnvoll sind.

    • 6. Juni 2009 um 00:49 Uhr
    • J.S.
  72. 74.

    OT: EU-Stuss

    Illner: Ekrem Senol holt sich ein blaues Auge

    „Allein der deutsch-türkische Jura-Student Ekrem Sanol holte sich mit seinem Werben für einen EU-Beitritt der Türkei ein blaues Auge. Den lehnten die Politiker aller Parteien zum heutigen Zeitpunkt ab. Nur die Spitzenkandidatin der FDP, Silvana Koch-Mehrin, zeigte sich für Verhandlungen mit dem Land am Bosporus offen – über einen Beitritt müsse dann in zehn oder 15 Jahren entschieden werden. Noch großzügiger gab sich nur Lothar Bisky, Spitzenkandidat der Linkspartei, der sich direkt für einen Beitritt aussprach. Das sei doch gut für die vielen Millionen Muslime, die in der Europäischen Union wohnen, sagte er.

    Die Verletzung der Grundrechte in der Türkei, die Diskriminierung religiöser Minderheiten wischte der Linke somit mit einer Handbewegung vom Tisch.“

    http://www.welt.de/fernsehen/article3863553/Bei-der-Tuerkei-hoerte-das-Illner-Wunschkonzert-auf.html

    • 6. Juni 2009 um 01:29 Uhr
    • word
  73. 75.

    Henryk M. Broder

    Am 7. Mai 1945 kapitulierten die deutschen Truppen in Holland, einen Tag vor der Großen Kapitulation in Karlshorst. Nur einer hat es bis heute nicht mitbekommen und kämpft immer noch an der Nordwestfront: Ludger Kazmierczak, der Hörfunkkorrespondent des WDR für die Niederlande.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_spatz/

    :-)

    • 6. Juni 2009 um 01:59 Uhr
    • PBUH
  74. 76.

    Anti-/Islamismus ist Angst. Und gegen die Logik der Angst ist kaum ein Kraut gewachsen. Sind beide Seiten so selbstverteidigungsbereit wie sie vor der anderen Seite Schiss haben, kann es kaum anders kommen als sie fürchten. Alles hängt davon ab, ob und wie weit aus dem Tunnel der wechselseitig fixierten Blicke noch die Wahrnehmung der Welt außerhalb möglich ist.

    Ein mir gut bekannter Kinderarzt und Kinderpsychotherapeut beklagte sich einmal mir: Für viele psychische Defekte seiner kleinen Patienten sei nicht eigentlich eine Heilung, sondern nur die Defekt-Kompensation möglich sei – durch Intelligenz. Ohne hinreichende Intelligenz, keine Defekt-Kompensation und keine Behandlungschance.

    • 6. Juni 2009 um 07:23 Uhr
    • xNWO
  75. 77.

    @ xNWO

    *gg*

    Bei einigen hier ist auch aus konderpsychologischer Sicht Hopfen und Malz verloren.
    Wer einen Wilders für den Retter des Abendlands hält, hat sie definitiv nicht mehr alle.

    • 6. Juni 2009 um 07:49 Uhr
    • Joachim S.
  76. 78.

    Im Ernst: Ich frage mich, woher diese millenarische Angst vor dem Islam kommt. Allein von den Terroristen? Die bedrohen die Länder und Menschen in Nahost weit mehr als die im Westen.

    Schließlich krempelt der Westen infolge seiner politischen und wirtschaftlichen Macht die islamische Welt seit 200 Jahren weit mehr um, als umgekehrt jemals zu erwarten ist. Die Angst ist wechselseitig.

    Obama versucht, diese Angstpsychose zu lösen. Ich wünsche ihm Erfolg! Wohl auch aufgrund seiner Zeit in der islamischen Welt hat er die richtige Symbolsprache gefunden, für die die meisten Leute im Westen kein Gespür haben. Gerade in der arabischen Welt zählen Symbole mehr als Tatsachen.

    Wenn beckmessernd verlangt wird, die Moslems (wer? alle? oder was? es gibt schließlich keinen Welt-Obermufti!) hätten zuerst die Hand auszustrecken, dann wird das nie was. Das ist dann so wie bei den Verhandlungen zwischen NATO und Warschauer Pakt während des Kalten Krieges, als sich keine Seite bewegen wollte und es eines Gorbatschow bedurfte, Dinge ins Rollen zu bringen, die sich dann mehr und mehr verselbständigten.

    • 6. Juni 2009 um 08:00 Uhr
    • Joachim S.
  77. 79.

    xNWO

    „[Anti-/Islamismus] Anti-/Nationalsozialismus ist Angst. Und gegen die Logik der Angst ist kaum ein Kraut gewachsen. Sind beide Seiten so selbstverteidigungsbereit wie sie vor der anderen Seite Schiss haben, kann es kaum anders kommen als sie fürchten. Alles hängt davon ab, ob und wie weit aus dem Tunnel der wechselseitig fixierten Blicke noch die Wahrnehmung der Welt außerhalb möglich ist.

    Anti-/Nationalsozialismus ist auch ersetzbar durch jedes andere (weltanschauliche) Paar – wie wäre es mit Anti-/Kommunismus, oder wie waär es mit Anti-/Katholizismus . vielleicht sogar sowas wie Anti-/amerikanismus oder Anti-/Chinesismus ):xD) ?

    Es wird nach keinen berechtigungen oder sonst etwas gefragt, sondern einfach gesetzt, dass diese Angst als ein (irrationale ??) sychischer Zustand einer Krankheit entspricht, einer Störung quasi, die man medizinisch beseitigen müsse und dann wäre ein idealisierter ‚Gesundheitszustand‘, zu beschreiben hier als: Angstfreiheit – gegeben.

    „Kinderpsychotherapeut beklagte sich einmal mir: Für viele psychische Defekte seiner kleinen Patienten sei nicht eigentlich eine Heilung, sondern nur die Defekt-Kompensation möglich sei – durch Intelligenz. Ohne hinreichende Intelligenz, keine Defekt-Kompensation und keine Behandlungschance.“

    als Behandlungsvorazussetzung wird hier ‚IntelligenZ‘ gesetzt – der Zustand und das zu erreichende Ziel sind ebenfalls von vorn herein gegeben – ergo ist hier ‚Intelligent‘ jede Auffassung, die den Angstzustand, wie er sich z. b. in einer negativen kritik an der weltanschauung (religion ? – praktisch nicht nur) Islam , sich äußert , zu negieren versucht. Im Grunde ist alles Gut, wenn denn die Angstzustände denn weg wären – und jede der beiden Seiten könnte sich vorbehaltslos akzeotieren udn es gäbe keine Probleme.
    Diese sind letztendlich den psychischen Abirrungen geschuldet – die Systeme als Denksysteme, wie sie sich über diverse weltanschauungen artikulieren und in den diversen handlungen und begründungen dieser handlungen ihre repräsentationen finden, also auch wahrnehmung steuern sind nicht einerseits in kultureller – hier in einem allumfassenden Sinnen für Menschliches agieren und deuten – zu verstehen, siondern nur Schein, der im Grunde nichts erreicht außer eben angstzustände – das wahre sein als natürlicher angstgfreier zustand wird dabei gesetzt.
    Die Welt als eine große Psychotherapeutische Anstalt – in der letztendlich das heil, die Heilung, erstrebt wird durch die beseitigung der psychotischen Störungen – Angstzustände.
    Die Ärzte sind dabei die ‚Intelligenten‘ Psychoanalythen, die ihre befähigung und intelligenz dadurch beweisen, indem sie aufzeigen, dass es keine notwendigkeit für die jeweiligen gegenseitigen Angstzustände gibt – in letzter Konsequenz, dass jedes Kulturelle system nur Schein ist (denn es erweist sich ja als Schein bereits im erzeugen der psychotischen Zustände: Angst) – und die wahrheit das psychisch beruhigte und angstfreie Subjekt ist. Subjekt nicht einfach nur als Individuum, sondern auch als ‚Kultur‘ und als ‚Volk‘. Anti-/Islamismus ist so eingeordnet auch durch jedes andere gegenseitige angsterzeugende (denn es wurde ja nur danach gefragt) System austauschbar – eben wie Anti-/Nationalsozialismus, anti-/kommunismus etc…
    Der mensch, das gute Wesen, dessen natur das gute zusammenleben eigentlich sei.

    Nebst den Wahnsinn, der darin besteht, einen medizinisch-psychologischen Ansatz auf politisch-gesellschaftliche problemkreise zu übertragen, ohne dabei entsprechende wissenschaftlich fundierten begründungen liefern zu können, wiesdo dies möglich sein sollte (also wer ist patient, und wenn es eine ‚bevölkerung‘ ist statt ein einzelnes Subjekt, warum die gleichsetzung möglich wäre etc….), besteht das hauptproblem in einer undifferenziertheit gegenüber den einzelnen begriffen auch.
    Angst wird hier als schlecht verstanden – aber ‚angst‘ ist nicht schlecht, sondern sogar etqwas extrem gutes.
    Angstzustände, die in ihrer stärke störungen für das einzelne SDubjekt derartig erzeugen, dass dieses innerhlab seiner normalen Umwelt nicht mehr ausreichend funktionieren bzw. glücklich sein kann – ist eines, aber das sind vor allem erst einmal quantitativ andere – und somit neue qualität setztende – zustände zu einer normalen ‚Angst‘ – der gegensatz ist nämlich nicht angstfrei.
    *Angst* ist einer der notwendigsten Mechanismen zum überleben eines organismus in seiner Umwelt – denn *Angst* ist nichts anderes als ein Alarmsystem, dass bestimmten erscheinungen bestimmte beurteilungen namens ‚Gefahr‘ und damit bestimmte reaktionen (z. B. ‚Angriff‘ / ‚Flucht‘ /’Vorsicht / Misstrauen etc…) zuordnet.
    Tut man aber ‚Angst‘ schlechthin als negativ einordnen, dann wird es eine katastrophe. Nun kann man sagen – ja, gesunde angst ist gut, irrationale, übersteigerte ist schlecht. Nur wer beurteilt dies wiederum für ein einzelnes subjekt? Im normalen gesellschaftlichen Umgang die Mitmenschen und partiell der einzelne – und sucht sich vielleicht entsprechende hilfe.
    Und wie sieht es bei politischen – weltanschaulichen beurteilungen aus? Wer urteilt hier – für andere?
    Oder was wird aus der Metapher – Angst als Psycho-medizinische Erscheiung – im politisch-gesellschaftlichen Kommunikationen?
    Hier wird es zu einem Instrument der abwiegelung – du hast angst, weil du die weltanschauung X für gefährlich hälst – du hast also (wenn ich deine argumente nicht anerkenne, wenn ich sage: es gibt keinen grund) eine psychotische Störung und gehörst behandelt (medizinisch). Ich bin der arzt, du der patient, ich höre zu und beurteile, ob das was du sagst als ‚Angst‘ einzuordnen sei und klassifiziere dich danach – nämlich nach der unterscheidung Krank/gesund.
    Soll so diskurs aussehen oder bringt ein diskurs auf so einer Basis irgendetwas außer machtspielchen?

    • 6. Juni 2009 um 08:13 Uhr
    • Zagreus
  78. 80.

    OK. Ich sehe gerade: Obiger Text (76.) kann als persönliche Beleidigung (der Anti-/Islamisten) aufgefasst werden. So ist er nicht gemeint.

    Es geht um die Beschreibung einer Problemstruktur:

    Es gibt ein Problem (Defekt) und den Versuch, es im unvermittelten Zugriff zu lösen.

    Und es gibt die Meta-Ebene des Problems (Intelligenz) und die Möglichkeit, das Problem von dort aus zu „lösen“. Wobei „lösen“ im letzteren Fall nicht notwendig bedeuten muss, dass man das Problem beseitigt. Es nimmt lediglich keine lebensbeherrschende Stellung mehr ein. Das Problem wird – durch Distanznahme – von außen handhabbar gemacht.

    @ Joachim S. Ich frage mich, woher diese millenarische Angst vor dem Islam kommt. Allein von den Terroristen?

    Ich hoffe. Und ich hoffe es, weil: Das wäre nämlich das kleinste Problem.

    Allerdings spricht manches dafür, dass es nicht nur die Terroristen sind. Nach dem Untergang des Kommunismus steht der Westen in einem hoch ideologisierten, nahezu völlig unkritischen Verhältnis zu sich selbst („Neoliberalismus“, Neocons, Post-Bewegungen, Ende der Geschichte …). Das ist – allzu erkennbar – keine tragfähige Grundlage.

    • 6. Juni 2009 um 08:20 Uhr
    • xNWO
  79. 81.

    @tati

    „Abgesehen von der persönlichen Ebene, die bei Hein sogar den Tatbestand der Beleidigung bzw. der üblen Nachrede erfüllt,“

    Hihi, ja sowas ist typische Neonazi-Strategie. Sie und Ihre Kameraden von PI ergehen sich in Mord- und Genozidfantasien, versuchen aber gleichzeitig sich als das arme Opfer darzustellen. Fehlt eigentlich nur noch der Spruch von der Systempresse.

    Aber mal davon abgesehen: Sie glauben wirklich, dass man
    mit der wilderschen, undifferenzierten Hau-Drauf-Methode etwas erreichen kann?

    Lesen und verstehen Sie den Kommentar #78 von Joachim S., wäre mein Rat.

    • 6. Juni 2009 um 08:32 Uhr
    • Hein
  80. 82.

    80

    Keine, zeit, muss los zur Arbeit. Darum kurz nur_:

    „@ Joachim S. Ich frage mich, woher diese millenarische Angst vor dem Islam kommt. Allein von den Terroristen?

    Ich hoffe. Und ich hoffe es, weil: Das wäre nämlich das kleinste Problem. “

    Nein – für mich zumindest ist die terrorisaten nur eine relativ unbedeutende nebensächlichkeit, eine relativ unbedeutende erscheinungsform.
    Koran als Muster und seine gelebten Erscheiungsformen, frömmigkeit in hinblick auf askese und hinwendung an idealisierten angeblichen Idealzuständen usw… – das sind die probleme.
    Islamische Menschen , die in masse (!) mit entsprechenden internen kommunikationen dann politisch zustände wie eben in sehr vielen islamischen Staaten (~mit moslimischen Mehrheiten) erzeugen – und ich denke dabei nicht einmal an die extremfälle wie Iran und Saudi arabien. Und das kombiniert mit der behauptung, dass dies alles keine bedeutung für uns in europa hätte und zugleich die radikalisierungstentenzen unter jugendlichen und abschottungstentenzen islamischer mirganten (umfragen und persönliche erfahrungen).

    DA sehe ich die probleme, und nicht in al quida & Co – das sind nur speerspitzen.

    • 6. Juni 2009 um 08:40 Uhr
    • Zagreus
  81. 83.

    @ Zagreus

    Ich denke doch, dass es die Terroristen sind.
    Die meisten Islamophobiker geben an, durch den 9.11., spätestens jedoch durch den Mord an van Gogh, „bekehrt“ worden zu sein. Alles andere sind Rationalisierungen im psychologischen Sinn. Das sieht man schon daran, dass praktisch alle „Islamkritiker“ von der Materie nur wenig Ahnung haben und permanent darauf aus sind, sich von Gleichgesinnten bestätigen zu lassen.

    • 6. Juni 2009 um 09:39 Uhr
    • Joachim S.
  82. 84.

    „Die meisten Islamophobiker geben an, durch den 9.11., spätestens jedoch durch den Mord an van Gogh, “bekehrt” worden zu sein.“

    Zusätzlich durch die Anschläge in London, Istanbul, Madrid und Mumbai etc., Daniel Pearl, die Wahlerfolge von Hamas, die Umtriebe der Hisbollah, diverse Ehrenmorde in westlichen Ländern, den Karikaturenstreit und allgemein den Zustand in den Ländern, in denen der Islam das Sagen hat.

    Zum „Islamophobiker“ wird man übrigens auch, wenn man sich die Aktionen der „Muslim Council of Britain“,
    http://www.mcb.org.uk/
    und die Rechtsgutachten (Fatwas) verschiedener „Gelehrter“ der islamischen Welt zu Gemüte führt.

    Daneben sei noch die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ zu erwähnen.

    Was vergessen? Bestimmt, denn der Islam ist in all seinem Irrsinn äußerst vielfältig.

    • 6. Juni 2009 um 09:48 Uhr
    • Samuel
  83. 85.

    Samuel, Sie bestätigen meine These:

    Erst seit dem 9.11. wird alles Schlimme, das in irgendeinem Zusammenhang mit dem Orient steht, unter dem Stichwort „Islam“ zusammengefasst. Was vorher Türken, Kurden, Araber, Afghanen waren, sind seither durch die Bank „Muslime“.
    Dass Daniel Pearl in Ihrer Aufzählung auftaucht, ist ebenso symptomatisch: man richtet sich nach bewunderten Autoritäten und alle, die diese Autoritäten in Zweifel ziehen, werden als Feinde wahrgenommen.

    • 6. Juni 2009 um 10:27 Uhr
    • Joachim S.
  84. 86.

    @ Joachim S.

    Sie irren sich. Ich fand den Islam schon vor dem 11. September doof. Seit 9/11 ist es nur offensichtlich geworden, was für eine Spackenreligion das ist.

    „man richtet sich nach bewunderten Autoritäten und alle, die diese Autoritäten in Zweifel ziehen, werden als Feinde wahrgenommen.“

    Hä?

    • 6. Juni 2009 um 10:40 Uhr
    • Samuel
  85. 87.

    Noch was.

    „Was vorher Türken, Kurden, Araber, Afghanen waren, sind seither durch die Bank “Muslime”.“

    Ja, so ist das eben. Ich finde Afghanistan ja auch nicht beunruhigend, weil da Afghanen wohnen, sondern weil da viele Anhänger dieser komischen Religion residieren.

    • 6. Juni 2009 um 10:43 Uhr
    • Samuel
  86. 88.

    Die olle Kassandra Peter Scholl-Latour zur Obama-Rede:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/976409/

    Der Journalist Peter Scholl-Latour hat die Ansprache von US-Präsident Barack Obama an die muslimische Welt als „grandios“ und „mutig“ bezeichnet. Obama sei den Muslimen „sentimental entgegengekommen“. Der Präsident habe keines der schwierigen Themen, wie Nahost-Konflikt oder Afghanistan, ausgelassen und sei dabei „weit über das hinausgegangen, was man aus Amerika jemals gehört hat“, betonte Scholl-Latour.

    • 6. Juni 2009 um 10:48 Uhr
    • Joachim S.
  87. 89.

    @Joachim S. @xNWO

    Moin. Wie ich sehe wird hier mangels argumentativer Masse wieder die Psychologie bemüht. Islamkritik wird pathologisiert – fehlt lediglich die Eingabe, das sie als anerkannte Krankheit krankenkassenrelevant wird.

    Weitere Kandidaten für eine Therapie fallen mir ein.
    Rechtsophobe, Leidtragende einer weit verbreiteten Krankheit,
    die sich in anfallsartigen Halluzinationen über Millionenheere marschierender Braunhemden äussert.
    Auslöser dieser Halluzinationen sind Deutschlandfahnen,
    Kleidungsstücke mit Schriftzechen, die der Keilschrift ähneln
    und Fotos von Autobahnen.
    Merkwürdigerweise tritt die Rechtsophobie oft in Kombination
    mit einer Krankheit auf, die man Israelophobie nennt.

    Ja, leider bestimmen diese „irrealen“ Ängste unser tägliches
    Leben. Dabei könnten wir uns doch alle so leicht davon befreien, wenn wir xNWO´s Ratschlag:

    #Und es gibt die Meta-Ebene des Problems (Intelligenz) und die Möglichkeit, das Problem von dort aus zu “lösen”.

    befolgen würden.

    Wir lösen die Probleme intelligent. Wer braucht schon Verkehrsschilder, Jugendschutzgesetz, Betäubungsmittelgesetz und die ganzen EU-Vorschriften
    über Gurken und Büroklammern.
    Alles Ängste – alles Phobien.

    • 6. Juni 2009 um 10:48 Uhr
    • tati
  88. 90.

    Hein, xNWO und Joachim bekommen genau das geliefert, was sie wollen:
    Eine gaaanz grundsätzliche Diskussion über Nebensächliches.

    Jaja, „die Meta-Ebene des Problems (Intelligenz)“….wirklich ein Problem.

    • 6. Juni 2009 um 11:06 Uhr
    • Sebastian Ryll
  89. 91.

    Lieber Tati, setzen Sie sich hin, beruhigen Sie sich und überlegen Sie, was an Ihrem Beitrag besonders intelligent war.

    • 6. Juni 2009 um 11:43 Uhr
    • Joachim S.
  90. 92.

    @ Ryll

    Ich kann mich nicht erinnern, von Ihnen jemals Substantielles gelesen zu haben.

    • 6. Juni 2009 um 11:44 Uhr
    • Joachim S.
  91. 93.

    @ Samuel # 86

    Ich habe Daniel Pearl (r.i.p.) mit Daniel Pipes verwechselt, pardon!

    Der Unterschied zwischen Ihrer und meiner Sichtweise ist u.a. der, dass ich al-Qaida und die anderen Terroristen niemals als wirklich „islamisch“ empfunden habe, genauso wenig wie die IRA „katholisch“ oder die RAF „anarchistisch“.

    • 7. Juni 2009 um 06:54 Uhr
    • Joachim_S
  92. 94.

    @ Martin Riexinger

    Sie dokumentieren auf Ihrem Blog das Desinteresse von Pakistanern und indischen Moslems und die kritische Haltung türkischer Kommentatoren zu Obamas Rede.

    Ist es nicht so, dass es sich nicht um eine Rede an die Muslime dieser Welt, sondern um eine an die Araber – genauer die Araber in Nahost (Ägypten + Groß-Syrien) gehandelt hat?

    • 7. Juni 2009 um 07:23 Uhr
    • Joachim_S
  93. 95.

    >Der Unterschied zwischen Ihrer und meiner Sichtweise ist u.a. der, dass ich al-Qaida und die anderen Terroristen niemals als wirklich “islamisch” empfunden habe

    Mit der Meinung stehen sie gerade unter Muslimen ziemlich alleine da.

    Wenn al-Qaida kritisiert wird, dann lediglich weil man der Ansicht ist „al-Qaida schadet den Muslimen“ (hier und jetzt), als unislamisch empfindet sie kaum einer.

    Al-Qaida hat ja bis heute auch nix getan was der Regligionsstifter zu seinen Lebzeiten nicht auch getan hat.

    • 7. Juni 2009 um 11:36 Uhr
    • PBUH
  94. 96.

    Es scheint zwei große Lager in Europa zu geben: die Linksliberalen und die „die rechte Pest, die in Europa beginnt, sich wieder breitzumachen“ (Münte, SZ, 7.6.09). Na, da weiß man doch, wo man hingehört, wenn man nicht für die Einwanderung bildungsferner Schichten, nicht für eine Islamisierung Deutschlands, nicht für den Afghanistan-Einsatz deutscher Soldaten und nicht für den EU-Beitritt der Türkei ist – trotz Buchenwald.

    Hoffentlich schaffen die linksliberalen Koalitionäre den Weg aus der Krise und erhalten den Wohlstand nicht nur auf Pump.

    Das Pendel könnte sonst tatsächlich umschlagen – und bekanntlich kommt ein Unglück selten allein, dann wird auch mal wieder aufzuräumen sein, was seit langem unter dem Teppich fault.

    • 7. Juni 2009 um 12:38 Uhr
    • Krähling
  95. 97.

    Ja der Münte, der fühlt auch schon die Hitze.

    • 7. Juni 2009 um 13:35 Uhr
    • PBUH
  96. 98.

    @96 Krähling

    Der Sichtweise kann ich nur zustimmen, ich habe aber noch keine vernünftige Erklärung für die Motivation gefunden.

    Exemplarisch dafür ist der EU-Beitritt der Türkei.
    Würde es nach dem Wählerwillen gehen würden sämtliche Beitrittsverhandlungen wohl sofort abgebrochen werden. Trotzdem halten bestimmte politische und intellektuelle Eliten verbissen daran fest.

    Warum? Ich finde keinen überzeugenden Grund.

    • 7. Juni 2009 um 13:36 Uhr
    • Mattes
  97. 99.

    Ja der Münte, der fühlt auch schon die Hitze.
    Kommentar von PBUH

    Die Rhetorik von Müntefering unterscheidet sich
    in Nichts von den Rambo Kommentaren auf PI.

    Der einzige Unterschied, seine Hetzerei wird in der SZ gedruckt.

    • 7. Juni 2009 um 13:49 Uhr
    • tati
  98. 100.

    Übrigens J.L.:
    “We cannot disguise hostility towards any religion behind the pretence of liberalism.”

    Kann es sein, dass Sie dieses Zitat etwas aus dem Zusammenhang gerissen haben?

    „westliche Länder [müssen] aufhören, ihre muslimischen Bürger dabei zu behindern, ihre Religion auszuüben, wie sie möchten – beispielsweise, indem muslimischen Frauen vorgeschrieben wird, welche Kleidung sie zu tragen haben. Wir können Feindseligkeit gegenüber einer Religion nicht unter dem Deckmantel des Liberalismus verstecken.“

    Denn, ob muslimische Frauen ihre Schleier freiwillig tragen, ist die große Frage. Frauenorganisationen in Frankreich haben auf Obamas Redes jedenfalls empört reagiert.

  99. 101.

    Frauenorganisationen in Frankreich haben auf Obamas Redes jedenfalls empört reagiert.
    Kommentar von lebowski

    Obama´s Rede kann man lediglich unter dem Gesichtspunkt
    der Deeskalation gutheissen.
    Inhaltlich war die Rede so angelegt, möglichst wenig Reibung
    zu erzeugen – ob diese Taktik aufgeht oder ob das gar Obama´s tatsächliche Ansichten sind, bleibt dahingestellt.

    Eine grosse inhaltliche Rede war es meiner Ansicht nach nicht.

    Die Lobhudelei auf die angeblichen Errungenschaften der Menschheit durch den Islam wurde vielleicht dem Kairoer Auditorium gerecht, jedoch nicht der Wahrheit.

    • 7. Juni 2009 um 14:59 Uhr
    • tati
  100. 102.

    „indem muslimischen Frauen vorgeschrieben wird, welche Kleidung sie zu tragen haben.“

    In welchem westlichen Land wäre dies denn überhaupt der Fall?

    • 7. Juni 2009 um 15:34 Uhr
    • J.S.
  101. 103.

    @ Joachim S #94

    Jein. Einerseits richtete sie sich an die Muslime insgesamt. Obama nimmt ja auch auf Pakistan, Afghanistan, Indonesien bezug. Effektiv dominiert aber wieder der Nahostbezug, und dementsprechend der das geringe Interesse (z.B. auch in Marokko).

    Die reaktion der Muslimbrüder entsprach übrigens in etwa dem, was die türkischen Islamisten sagen. Das kommt heute im Laufe des Nachmittags.

  102. 104.

    Der Unterschied zwischen Ihrer und meiner Sichtweise ist u.a. der, dass ich al-Qaida und die anderen Terroristen niemals als wirklich “islamisch” empfunden habe, genauso wenig wie die IRA “katholisch” oder die RAF “anarchistisch”.

    @ Joachim S.

    Dass die al Kaida nicht wirklich islamisch ist, träfe dann zu, wenn man sie als islamistisch, radikalislamisch und islamisch fundametalistisch bezeichnet. Eine Einheit der Differenz zwischen islamischen Lehren (Wahhabismus, Salafismus) und al Kaida ist jedoch allemal mehr gegeben als die zwischen Katholizismus und IRA, die zumal nicht aus Akteuren bestand bzw. besteht, die ihre Frömmigkeit hochhalten oder ihre Lebenspraxis nach Kathechismen ausrichten. Katholisch sein war/ist bei der nationalistischen IRA wesentlich Ausweis der nationalen, irischen Identität. Sie hat mit christlichen Fundamentalisten, die einen politischen Anspruch haben, wenig ideologischen Gemeinsamkeiten.

    Abgesehen hat sich die RAF nie als anarchistisch verstanden. Das war vielmehr eine unzutreffende Fremdbeschreibung von Leuten, die von linksradikalen Ideologien keine Ahnung hatten und mit RAF bzw. Anarchismus einfach Chaos assoziierten. Das Konzept der Stadtguerilla war (in dieser Reihenfolge) ein Mischmasch aus Maoismus und Marxismus-Leninismus.

    Politische Selbstbeschreibungen extremistischer Gruppen sollte man, so sehr man sie normativ ablehnt, von einer analytischen Warte aus betrachtet bis zu einem gewissen Grad schon ernst nehmen.

    • 7. Juni 2009 um 15:51 Uhr
    • N. Neumann
  103. 105.

    Obama findet übrigens Zakat gut:

    “For instance, in the United States, rules on charitable giving have made it harder for Muslims to fulfill their religious obligation. That is why I am committed to working with American Muslims to ensure that they can fulfill zakat. ”

    Das Scharia-Kompendium „Reliance of the Traveller“, von der al-Azhar – „Universität“ zertifiziert, nennt im Kapitel zum Zakat als Empfänger erst mal Arme, dann diejenigen, die vom Imam zum Einziehen der Zakat ausgeschickt werden, weiter Leute, die dem Islam gewogen gestimmt werden sollten, ausserdem Sklaven, die man freikaufen will, dann Leute, die vorübergehend blank sind, und schliesslich Personen, die den Islam mit Gewalt ausbreiten wollen:

    .. diejeinigen die für Allah kämpfen, das heisst Leute, die in islamischen militärischen Aktionen engagiert sind. [..] Sie erhalten ausreichend für die Operationen, auch wenn sie reich sind – Waffen, Ausrüstung, Bekleidung und Spesen.

    Ausgerechnet Al-Azhar….

    Auch Yusuf al-Qaradawi, der Prediger und Experte auf Al-Jazeera, von der NZZ als „moderat“ bezeichnet, referiert die Sache in seinem Werk über Zakat (Fiqh az-Zakat), und er referiert die Meinungen der verschiedenen Rechtsschulen. Am deutlichsten formuliert er den Sachverhalt bei der Besprechung der Ausführungen von Jamal al-Din al Qasimi, einem Rechtsgelehrten des Islams in Syrien (1866-1914). Nach Al-Qaradawi erklärt Al-Qasimi

    .. die Sache Allahs deckt alle legitimen öffentlichen Interessen, mit denen Religion und Staat aufrecht erhalten werden. Zweifellos sind Waffenkauf und Ausgaben für Soldaten zuoberst auf der Liste. Der Kampf der hier gemeint ist, ist derjenige, der gefochten wird, um Allahs Wort in der Welt zur Herrschaft über alles zu bringen.

    Obama findet das gut.

    • 7. Juni 2009 um 17:10 Uhr
    • FreeSpeech
  104. 106.

    LOL, die SPD lässt sich mit standing ovations feiern, minutenlanger Beifall.

    • 7. Juni 2009 um 18:20 Uhr
    • PBUH
  105. 107.

    @ PBUH # 95

    „>Der Unterschied zwischen Ihrer und meiner Sichtweise ist u.a. der, dass ich al-Qaida und die anderen Terroristen niemals als wirklich “islamisch” empfunden habe

    Mit der Meinung stehen sie gerade unter Muslimen ziemlich alleine da.“

    Nein, keineswegs. Die meisten Moslems, die ich kannte, waren vor allem deshalb nicht bereit, sich von al-Qaida zu distanzieren, weil sie deren Taten als zutiefst unislamisch empfanden.

    • 7. Juni 2009 um 19:13 Uhr
    • Joachim_S
  106. 108.

    @ Neumann # 104

    Sie haben recht. Nur: Sowohl von liberalen/säkularen wie von konservativen Moslems werden sowohl die Wahhabiten als auch erst recht die Qaida-Terroristen als Leute angesehen, die den Islam zutiefst pervertieren. Daher betrachtet man sie zumindest als Irregeleitete.

    • 7. Juni 2009 um 19:19 Uhr
    • Joachim_S
  107. 109.

    Nein, keineswegs. Die meisten Moslems, die ich kannte, waren vor allem deshalb nicht bereit, sich von al-Qaida zu distanzieren, weil sie deren Taten als zutiefst unislamisch empfanden.

    Na und?
    Der Punkt ist doch wirklich nicht: die moslime, die sie kennen – wir sprechen hier doch wiedermal von 1.3 milliarden menschen, die unter ‚muslime‘ gezählt werden.

    Schauen sie – das spiel geht so:

    a-b
    b-c
    c-d
    d-e

    a findet die position von e völlig gaga , lehnt sie absolut ab und schämd sich vielleicht auch noch dafür, dass es e überhaupt gibt…
    a versteht sich als X
    a aber stimmt b zu, aner nicht in allem, aber grundsätzlich, wenn b sagt: ich bin ebenfalls X.
    b wiederum stimmt c zu, wiederum nicht in allem, aber grundsätzlich, wenn c sagt, ich bin wie du X.
    Und so geht es fort, außer, es gibt eine grunsätzliche abgrenzung.
    Im islam heisst das: gehört in bestimmten bereichen einer anderen – auch namendlich genau abgetrennten gruppe an – wie z. b. Sunnithen und alevithen oder schiiten…
    oder: es ist keine grenze da.
    nur weil ein sehr friedfertiger a die aus seinen augen radikale und im grunde unislamische position von einem e ablehnt, heisst es eben nicht, dass er die orthodoxere position eines b ablehnt, der hat einfach strenger seinen glauben lebt . und b wiederum eines c….
    Das problem heisst: fundamentalistische Position wie sie al quida unter anderen vertreten sind nur magrinal verschieden, wie die von den Talibans, und diese wiederum von orthodoxen afganischen oder pakistanischen oder saudi-arabischen positionen, was die weltliche geltung des islams, z. b. in form der scharia, anbelangt.
    Es ist keine systematische trennung da, die allsetig anerkannt wird – und das ist auch der große hacken an der sache.
    Schauen sie: die meisten evangelische religiöse Positionen unterscheiden sich nur marginal hier in deutschland von den von katholiken.
    Trotzdem würde niemand katholiken und prodestanten in einem topf werfen.
    Aber man wirft ine inen topf positionen von aufgeklärten katholiken und denen von ultraorthodoxen wie der der pius-gemeinschaft – beides läuft unter katholisch.
    Da ist keine systematische trennung dabei, obwohl die gegensätze viel, viel größer sogar sind von vielen UNS wichtigen bereichen.

    • 7. Juni 2009 um 19:27 Uhr
    • Zagreus
  108. 110.

    *nixversteh*

    • 8. Juni 2009 um 11:13 Uhr
    • Joachim S.
  109. 111.

    […] in der Kairoer Rede fällt Muravchik besonders stark die merkwürdige Betonung des Kopftuchs […]

  110. Kommentar zum Thema

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