Ein Blog über Religion und Politik

Was Sarrazins Interview bedeutet

Von 7. Oktober 2009 um 14:40 Uhr

Mein Leitartikel aus der ZEIT von morgen, Nr .42, S.1.:

Erst hat er gepoltert, dann hat er sich entschuldigt: Thilo Sarrazin, der Haifisch im Karpfenteich der Berliner Politik, hat wieder eines seiner berüchtigten Krawall-Interviews gegeben. In schnoddrigem Ton dozierte er über die Missstände des Einwanderungslandes Deutschland, wie sie sich in Neukölln und Berlin-Mitte verdichten: Schulversagen, Importbräute, aggressiver Machismo und das Versacken auch der dritten Generation – vor allem von Mi­gran­ten türkischer und arabischer Herkunft – in staatlich alimentierten Parallelgesellschaften.
Es ist eine Errungenschaft, über diese Dinge unverklemmt und ohne Hass debattieren zu können. Deutschland übt erst seit ein paar Jahren den freieren, konfliktfreudigen Blick auf die selbst verschuldeten Folgen fehlgesteuerter Einwanderung und verweigerter Integration: Ja, es muss möglich sein, über die unterschiedlichen Integrationserfolge verschiedener Gruppen zu reden, über Geschlechterrollen, Familienstrukturen und religiöse Prägungen, die dabei den Ausschlag geben.
Falls Thilo Sarrazin, in den Vorstand der Bundesbank gewechselter ehemaliger Berliner Finanzsenator, dazu einen Beitrag leisten wollte, ist er allerdings spektakulär gescheitert. Mit maßlosen Zuspitzungen hat er der Integrationsdebatte – und sich selbst – einen Tort angetan. Eine »große Zahl von Arabern und Türken in dieser Stadt« habe, meint Sarrazin, »keine produktive Funktion außer für den Obst- und Gemüsehandel«. Was soll dieser Hohn über kleine Selbstständige, die schuften, damit die Kinder es einmal besser haben? Wir sollten feiern – wie man es im Einwanderungsland USA tut –, dass diese Menschen lieber arbeiten, als von Transferleistungen zu leben. Sarrazin räumt ein, dass »nicht jede Formulierung in diesem Interview gelungen war«. Mehr als das: Er kokettiert auch mit rechtsradikalen Denkfiguren: »Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.« Nun wird sein Rücktritt aus dem Bundesbank-Vorstand gefordert. Zurücktreten muss er nicht. Aber es sollte ihm zu denken geben, dass die NPD in Sachsen ihm höhnisch das Amt des Ausländerbeauftragten anträgt.
Sarrazin hat mit seinem Interview das Dokument einer gesellschaftspolitischen Wasserscheide vorgelegt. Wer die fünf eng bedruckten Seiten in Lettre International liest und zugleich die Regierungsbildung verfolgt, steht verblüfft vor der Tatsache, dass ein prominenter SPD-Mann am rechten Rand entlanggrantelt, während die konservativ-liberalen Koalitionäre über einer modernen Integrationspolitik brüten. Das ist die eigentliche Bedeutung des Sarrazin-Interviews: Die Sozialdemokratie hat das Zukunftsthema Integration an die ideologisch flexiblere andere Seite abgegeben. Sarrazin war sieben Jahre lang in einer Regierung, die beinahe nichts gegen die weitere Verwahrlosung und ethnische Se­gre­ga­tion in der Hauptstadt getan hat. Und nun bramarbasiert er apokalyptisch über »Unterschichtgeburten« und die »kleinen Kopftuchmädchen«, wie es früher die Rechte getan hat.
Währenddessen haben die Konservativen ihren Frieden mit dem Einwanderungsland gemacht, ohne die Augen vor den Problemen zu verschließen – und denken schon ganz pragmatisch über ein Integrationsministerium auf Bundesebene nach. Sie wollen Deutschland nicht mehr abschotten, sondern zu einer »Auf­stei­ger­repu­blik« umbauen – so der CDU-Politiker Armin Laschet –, in der Chancengerechtigkeit und Leistungswille vor Herkunft gehen.

Das ist das integrationspolitische Motto der ­Mitte-rechts-Koalition für das Einwanderungsland Deutschland. Die CDU kann dabei glaubwürdig führen, gerade weil sie früher die Partei des Leugnens und Verdrängens war. Sie kann all jene mitnehmen, denen der Wandel zu schnell geht. Die wirtschaftsnahe FDP kann, getrieben vom wachsenden Fachkräftemangel, den Bewusstseinswandel befördern: Wir brauchen eine gestaltende Einwanderungspolitik. Die Konsequenzen der verfehlten Gastarbeiterpolitik früherer Jahrzehnte gilt es jetzt anzupacken.
Und dazu wird es eines veritablen New Deal mit den Migranten bedürfen. Man könnte es auf diese Formel bringen: größere Aufnahmewilligkeit gegen mehr Engagement und Eigenverantwortung. Also: Wir werden euch schneller als Teil dieses Landes akzeptieren, wenn ihr euch mehr reinhängt. Was die türkische Gemeinschaft angeht, läuft es auf Fragen dieser Art hinaus: Statt es zur Ehrensache zu machen, gegen Sprachnachweise beim Ehegattennachzug zu streiten – wie wäre es mit einem Kampf für besseren Deutschunterricht? Wann fangt ihr an, nicht vor allem durch Moscheeneubauten und den Kampf für Gebetsräume in Schulen, sondern durch Leistung auf euch aufmerksam zu machen?
Wir müssen Einwanderer künftig aussuchen: Ein Punktesystem muss her, das formuliert, wen wir brauchen. Die Einbürgerung aber muss erleichtert werden, und zwar abhängig von Fortschritten bei der Integration: Warum sollen erfolgreiche Migranten acht Jahre lang auf ihren Pass warten? Die sogenannte Mehrheitsgesellschaft muss sich fragen lassen, warum es so verteufelt schwer ist, hierzulande dazuzugehören – selbst wenn man erfolgreich ist. Wie hieß es doch im Wahlkampf: Leistung muss sich lohnen.
Schwarz-Gelb sucht ein Projekt. Unbescheidener Vorschlag: nach Eingliederung der Vertriebenen und Wiedervereinigung nun die Integration der Neudeutschen – eine »dritte deutsche Einheit« (Laschet), das wäre doch was.

Kategorien: Integration
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Schöner Text, den ich so voll unterschreiben kann. Danke dafür!

    Wir brauchen in der Tat eine offene und und vor allem ergebnisorientierte Debatte und kein rassistisches Rumgepolter.

    • 7. Oktober 2009 um 14:57 Uhr
    • Hein_W
  2. 2.

    Yep, ich finde Ihren Artikel auch klasse.

    • 7. Oktober 2009 um 15:00 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  3. 3.

    Sehr schön auf den Punkt gebracht!
    Auch wenn Sie in gewisser Weise das Ressentiment durch „Moscheeneubauten und den Kampf für Gebetsräume in Schulen“ bedienen mussten.

    • 7. Oktober 2009 um 15:00 Uhr
    • emcee
  4. 4.

    Eigentlich hat Sarrazin über Berlin geredet, aber Berliner Bürger übersehen das gerne :-)

    • 7. Oktober 2009 um 15:09 Uhr
    • PBUH
  5. 5.

    >Warum sollen erfolgreiche Migranten acht Jahre lang auf ihren Pass warten?

    Was ist daran eigentlich so schlimm? 8 Jahre sind ja keine lange Zeit und es ist ja nicht so als könne man in Deutschland ohne deutschen Pass nicht gut leben.

    • 7. Oktober 2009 um 15:34 Uhr
    • PBUH
  6. 6.

    Erfolgreiche Migranten kommen sicherlich nicht wegen des deutschen Passes zu uns.

    • 7. Oktober 2009 um 15:46 Uhr
    • emcee
  7. 7.

    „Was soll dieser Hohn über kleine Selbstständige, die schuften, damit die Kinder es einmal besser haben?“
    Guter Punkt. Da treffen sich eben der Etatismus, der Elitismus und das nationale Ressentiment und reichen sich die Hände zur Verbrüderung.

    • 7. Oktober 2009 um 15:59 Uhr
    • AM
  8. 8.

    Sarrazin sollte sich mal mit den Deutschen Staat Kümmern und sich an seine eigene Nase fassen dass sind Argumente aus der alten zeit aber die Amerikaner haben ja auch im 2 Weltrieg Gesagt es darf keinen Sozialen und keinen Demokratischen Land wie deutschland mer geben sollte . Von daher lass mal die kirche im Dorf Junge und mach deine arbeit die du Kannst aber Politik Kannst du nicht

    • 7. Oktober 2009 um 16:08 Uhr
    • Bad Boy
  9. 9.

    Das ist auch ein Stück Realitätsverlust: Zu glauben, man könnte in diesem Land ein Einwanderungsgesetz installieren, das die Vorschläge des Blogmeisters aufgreift. Mal abgesehen davon, dass deutsches GG und europäisches Recht das überhaupt nicht zulassen, muss man, wenn man wie JL eine weichgespülte Variante des amerikanischen Einwanderungrechts haben will das gesellschaftliche Umfeld verändern. Viel Spass dabei. Auch ein Qualitätsjournalist darf sich nicht in Utopien verlieren.

    • 7. Oktober 2009 um 16:15 Uhr
    • riccardo
  10. 10.

    Letztendlich wird es absehbar nicht mehr wesentlich sein, ob irgendwer sich im Ton vergreift oder eine „gutmensch_manipulierte Medienlandschaft“ dazu empört aufstöhnt. Schon längst sind die Würfel in Richtung absehbarer Konfrontation gefallen. In meinem Berliner Kiez klappt es durchaus gut mit dem türkischen Getränkehandel nebenan oder der Ndrangheta-Pizzeria um die Ecke. Diese hartz 4 gepflegten Jungs und Mädels agieren tatsächlich charmanter als der frustrierte Deutsche in seinem Konkurrenzladen gegenüber. Man braucht nicht mehr über deutsche Geburtenraten, 68er, spätes Nachkriegstrauma, Realitätsverlust oder Islam-Unterricht an deutschen Schulen diskutieren. Die Bedingungen werden sich weiter verschärfen und „GEWALTige“ sich potenzierende Konsequenzen warten dann nur noch auf geeigneten Anlaß.

  11. 11.

    Da liegt er aber auch daneben. Vor allem vergreift er sich im Ton. „Sein Rot-Roter Senat“ tritt doch hier seit Jahren auf der Stelle und Probleme werden totgeschwiegen. Wenn ich „vom Platz“ gegangen bin, kann ich leicht poltern. Seine Sprache, auch wenn es um positiv diskriminierte, „15% intelligentere Ostjuden“(Zitat Sarrazin im Interview) denen er die türkischen und arabischen Gemüsehändler gegenüberstellt, geht, qaualifiziert ihn eher als rechtes Eckfähnchen, denn als Vorstandsmitglied der international hochangesehenen Deutschen Bundesbank.

    • 7. Oktober 2009 um 16:25 Uhr
    • Christoph Bräutigam
  12. 12.

    Man sollte das Interview komplett gelesen haben, anstatt einzelne Satzfragmente zu sezieren. Er hat teilweise überspitzt. Aber um den Leuten klar zu machen, was man meint, muß man auch manchmal eine etwas direktere Ausdrucksweise verwenden. Anstatt sich über einzelne Worte aufzuregen, sollte man über die Gesamtaussage reden. Und da zeigt er die reale Situation auf.

    • 7. Oktober 2009 um 16:28 Uhr
    • Peter
  13. 13.

    Hallo

    Es gibt zu wenig Sarrazin’s und es gibt noch sehr viel unausgesprochene Wahrheiten in Deutschland.

    mit gruß
    punga

  14. 14.

    Hallo Riccardo,

    lustig, mit exakt identischer Klickzeit. finde deinen text knapper und treffender…

    …letztendlich sind es die ILussionen
    auf denen wir mit Verlogenheit thronen

    normalerweise keine postings. aber dieser thread checkt fair.

    vor ein paar tagen „talsperren“ aufgeschrieben. psst glaube ich ganz gut:

    Talsperren
    Gewaltig wie Talsperren können Sie werden
    als mächtigste Bauwerke ewig auf Erden
    Mit glatten Mauern für grünendes Land
    und wilder Natur in den Stausee gebannt
    Bei Kindes Geburt, Turbinen längst heulen
    Erst Technik schenkt Zukunft verlässliche Säulen
    Doch Frühlingsflut fordert stets neu Ihre Auen
    Nur Technik vermag uns mit Schutz zu umbauen
    Noch stärkere Mauern für sicheren Weg
    Statt Lebenstanz quält sich Balance auf dem Steg
    Ob Krieg oder Zahn der Zeit weiß sich noch nicht
    Jedoch irgendwann auch der stärkste Damm bricht
    Nun Technik so winzig vor Macht der Natur
    vergangene Jugend fühlt spät falschen Schwur
    Denn Wassers Gewalt hat nur Luxus zerstört
    Manch Dummkopf noch dieser Natur sich empört
    Zum Start dieser Zeilen fällt schließlich noch ein
    Auch Lügen können wie Talsperren sein.
    German 10/09
    Gedichte-gedanken-geschichten.net/gedichte/talsperren

  15. 15.

    Herr Lau, ich muss schmunzeln.

    Sie schreiben:

    Mit maßlosen Zuspitzungen hat er der Integrationsdebatte – und sich selbst – einen Tort angetan.

    Ganz im GEGENTEIL – NUR durch die drastische Wortwahl Sarrazin´s ist nun endlich richtig Bewegung in die Integrationsdebatte gekommen.
    Hätte Herr Sarrazin in seinem Interview die PC-Regeln beachtet, dann stünde heute kein Artikel von Ihnen im blog und in der ZEIT.
    Also Herr Lau, Danken Sie Herrn Sarrazin für den Anstoß – der plötzlich sogar Sie Herr Lau, zum PUNKTEVERTEILER an mögliche Einwanderer macht.

    So, und für alle die es noch immer nicht gemerkt haben.
    Wir haben bereits lange eine gut funktionierende Migration – das Problem sind eben fast ausschliesslich muslimisch kulturalisierte Zuwanderer – besser gesagt ein nicht unerheblicher Teil von ihnen.
    Gott sei´s gedankt haben wir auch eine Menge docaffi´s und selbstverständlich auch eine Menge Türken und Araber, bei denen das „Ankommen“ klappt.

    • 7. Oktober 2009 um 16:44 Uhr
    • christian aka tati
  16. 16.

    so ein dumme mensche wie der Sarrazin hab noch nie gesehen,er soll ein mal die Geschichte von Kosovo lesen und so ein Kommentar geben… das Kosovo hat immer zu denn Albaner gehörte und es wird auch immer gehören..
    der mann ist einfach Nazi…mir fehlen die Wörter das es immer noch heute so Leute ergibt…

  17. 17.

    bwtreff kosovari

    Ich wusste gar nicht, daß Bill Gates Albaner ist.
    Sein Englisch ist jedenfalls besser als sein Deutsch.

    • 7. Oktober 2009 um 16:56 Uhr
    • christian aka tati
  18. 18.

    Ich liebe Sarrazin für seine politisch inkorrekten Kommentare. Diskussionen leben doch gerade davon, dass jemand pointiert seine Meinung sagt. Sonst haben wir doch nur diesen schwafeligen Einheitsbrei in den Fernsehdiskussionen mit ihrem Herumgeseiere: Bloß nicht anecken, sondern lieber in aller Langeweile herumseiern. Sonst könnte man ja Ärger bekommen.
    Kein Wunder, dass wir alle politikmüde sind, es fehlen die Politiker, die mal geradeheraus sagen, was sie denken und was Sache ist.
    Was ist das für eine Kultur, in der jemand in der Position Sarrazins nicht mal etwas pointiert Wahrheiten aussprechen kann.

    • 7. Oktober 2009 um 16:57 Uhr
    • Ernmu
  19. 19.

    @Emmu

    Diese Kultur nennt man Heuchelkultur.

    • 7. Oktober 2009 um 17:00 Uhr
    • christian aka tati
  20. 20.

    »keine produktive Funktion außer für den Obst- und Gemüsehandel«

    Ich bin mir nicht ganz über die produktive Funktion von Sarrazin im Klaren. Ist ein Ruhestandspöstchen in der Bundesbank, auf das man weggelobt wurde, weil man Wowereit lästig fiel, wirklich Grund genug, mit dem Finger auf Leute zu zeigen, die mit ehrlichem Kleingewerbe ihr Brot verdienen. Es ist eine unangenehme Herrereitermentalität, die Sarrazin verbreitet. Sarrazin reduziert Menschen alleine auf ihren ökonomischen Nutzen.

    • 7. Oktober 2009 um 17:19 Uhr
    • lebowski
  21. 21.

    @christian aka tati

    Und deinen Dummfung nennt man Rassismus.

    • 7. Oktober 2009 um 17:21 Uhr
    • Hein_W
  22. 22.

    Bloß nicht anecken, sondern lieber in aller Langeweile herumseiern.

    Ja, aber echt! Immer diese sachlichen Diskussionen. Pfui! Lieber mal ordentlich mit ner Flasche Hansa Pils in der Hand „Kanacken raus!“ grölen.

    • 7. Oktober 2009 um 17:27 Uhr
    • Hein_W
  23. 23.

    Wen ich diese Satz lese dan ich weis warum hat die Sarrazin rech.

    • 7. Oktober 2009 um 17:29 Uhr
    • Fred Wilfing
  24. 24.

    Kreuzberg ?

    • 7. Oktober 2009 um 17:30 Uhr
    • Fred Wilfing
  25. 25.

    Der Kommentar ist weltläufig, mit genügend Seitenhiebe auf Sarrazin versehen und fordert, was vermutlich gar nicht mehr in zu großen Bereichen mit dem vorhandenen Instrumentarium korrigiert werden kann.

    Dass wir nun eine „Mitte-rechts-Koalition“ haben, kann man wohl nur erkennen, wenn man über ein vergleichbares Koordinatensystem verfügt. Dass die NPD etwas hämisch kommentiert, sollte genauso viel Eindruck hinterlassen, wie wenn sich eine Wutz an einer Eiche scheuert.

    Herrn S. sei gedankt, dass er – zugegebenerweise überspitzt – auf eine Problematik aufmerksam macht, die weiten Teilen der bürgerlichen Gesellschaft in besseren Wohngebieten noch verschlossen ist, da sie bisher wenig mit Fakten und Problemen durch eigene Erfahrungen oder kritischen Berichten in Massenmedien behelligt wurden und noch immer voller Toleranz wegschauen können.

    Ich würde mich freuen, wenn wir eine offenere Debatte bekämen, die keine Angst vor NPD-Kommentatoren hat – und auch nicht jeden in eine rechtsextreme Schmuddelecke abschiebt, der sich mit Themen in reichlich verminten Gebieten befasst. Vielleicht können sich dann noch die Eltern bei ihren Kindern entschuldigen, die ihnen die Probleme hinterlassen haben.

    Dass wir eine Einwanderungsland sind ist keine politische Errungenschaft – es ist eine Binsenweisheit, übrigens auch dass wir ein Auswanderungsland sind. Die Frage bleibt, wer wandert zu uns ein – und da steht Deutschland hinsichtlich der Erwartungen an Einwanderern im Vergleich zu Einwanderungsländern wie Kanada oder Australien immer noch sehr bescheiden da.

    • 7. Oktober 2009 um 17:31 Uhr
    • Krähling
  26. 26.

    >so ein dumme mensche wie der Sarrazin hab noch nie gesehen,er soll ein mal die Geschichte von Kosovo lesen und so ein Kommentar geben… das Kosovo hat immer zu denn Albaner gehörte und es wird auch immer gehören..
    der mann ist einfach Nazi…mir fehlen die Wörter das es immer noch heute so Leute ergibt…<

    So viel zur Integration (Su fil zu Intergration lan)

    • 7. Oktober 2009 um 17:33 Uhr
    • Fred Wilfing
  27. 27.

    Ich danke Ihnen für diesen Artikel, der die Sache auf den Punkt bringt, zurecht alle in die Verantwortung nimmt und ihre Aufgaben für die Zukunft aufzeigt.

    • 7. Oktober 2009 um 17:43 Uhr
    • Fächer
  28. 28.

    Lebowski: ein Ruhestandspöstchen in der Bundesbank

    Genau.

    Die da oben arbeiten kaum.

    Und wer finanziert das Ganze? – Der kleine Mann!

    • 7. Oktober 2009 um 17:46 Uhr
    • N. Neumann
  29. 29.

    Komischerweise beschweren sich hier nur diejenigen, die direkt angesprochen worden sind. Das sieht man an den grammatisch
    gut ausgearbeiteten Texten.
    Es beschwert sich kein Vietnamese, Russe oder Chinese.
    Vielleicht sieht man es aber nur nicht, weil sie mittlerweile schon
    so gut Deutsch können.

    Es wird endlich Zeit, daß jemand dieses Problem anspricht und somit einem Großteil der Bevölkerung aus der Seele spricht.
    Und Herr Sarrazin sollte sich nicht dafür entschuldigen, sondern
    weiter machen. Es hat überhaupt nichts mit Rasissmus zu tun, was der
    Mann sagt. Nur diejenigen Damen und Herren Politiker, die sich über
    seine Aussagen aufregen haben doch mit den alltäglichen Problemen
    im Umgang mit Türken und Arabern überhaupt nichts am Hut.
    Diese Menschen halten, bis vielleicht auf eine Handvoll, überhaupt
    nichts von Deutschland, unseren Gesetzen und Sitten.
    Keine Generation hat es bis jetzt geschafft sich einigermaßen anzupassen, und es ist keine in Sicht, die es schafft.

    Vielleicht passen wir uns ja irgendwann an.

    • 7. Oktober 2009 um 17:52 Uhr
    • Don
  30. 30.

    Wir sind ja nicht das einzige europäische Land das massive Probleme mit nicht integrierbaren Einwanderern aus muslimischen Ländern hat. Die Niederlande galten einst als Vorzeigeprojekt liberaler Multikulti-Politik, deren Errungenschaften in Form verwahrloster Stadtteile, Rekordarbeitslosigkeit bei türkischen/arabischen Migranten und gewaltätiger Jugendbanden die die Straßen unsicher machen jedoch dazu geführt haben, dass ein gewaltiger Rechtsruck durchs Land ging. Ob man nun mit Geert Wilders sympathisiert oder nicht, zumindest muss man attestieren dass die Niederländer das Problem erkannt und die Politik reagiert hat.

    Aus diesem Grund ist es zutiefst bedenklich, dass in Deutschland erst ein Herr Sarrazin von der Bundesbank dieses heisse Eisen anfassen muss, bevor überhaupt eine Debatte über die augenscheinlichen Fehlentwicklungen in Gang kommt. Der enorme Zuspruch aus der Bevölkerung zeigt, dass die etablierten Parteien die Bevölkerung mit ihren Ängsten komplett allein gelassen haben. Und wenn das so weitergeht, und die Denk- und Sprechverbote jener linken Multikulti-Idealisten, die dieses Einwanderungs-Desaster zu verantworten haben, in Zukunft auch noch greifen und die Diskussion erfolgreich abwürgen, dann steht uns in einigen Jahren ein GEWALTiger Rechtsruck bevor der mit einer angemessenen, rationalen Reaktion nichts mehr zu tun haben wird. Es sind die Rechtsradikalen, die von der politisch korrekt verordneten Schweigsamkeit und der Feigheit der etablierten Politiker profitieren. Entweder die Politik stellt sich dem Problem endlich und löst es, oder die Neonazis werden es in einigen Jahren „lösen“ indem sie mit dem Baseballschläger durch die Straßen ziehen. Dann werden auch unsere linken Gutmenschen kapieren müssen, dass man mit Denk- und Redeverboten der Demokratie keinen Gefallen tut, auch wenn sie zeitweise für die eigene politische Machterhaltung noch so nützlich sein mögen. Extreme neigen dazu, irgendwann in gegensätzliche Extreme umzuschlagen, das liegt in der menschlichen Natur. Wir steuern mit unserer desaströsen Einwanderungspolitik geradewegs auf ein solches Extrem zu.

    • 7. Oktober 2009 um 17:54 Uhr
    • Gordon
  31. 31.

    Aus diesem Grund ist es zutiefst bedenklich, dass in Deutschland erst ein Herr Sarrazin von der Bundesbank dieses heisse Eisen anfassen muss, bevor überhaupt eine Debatte über die augenscheinlichen Fehlentwicklungen in Gang kommt.

    Richtig.

    Thilo Sarrazin sollte auf das Thematisieren von Integrationsdefiziten unter Türken und Arabern ein Patent anmelden. Jörg Lau sollte entsprechend Lizenzgebühren entrichten.

    • 7. Oktober 2009 um 18:00 Uhr
    • N. Neumann
  32. 32.

    @Krähling

    1. Deutschland ist mitnichten ein Einwanderungsland. Wenn es eins wäre hätte man Einwanderungsgesetze und man würde Einwanderer nicht als Last sehen. Man kann auch die Akzeptanz der Einwanderung nicht durch das gebetsmühlenartige Vortragen einer gefühlten, kulturellen Bereicherung erzwingen.

    2. Sarrazin wäre vorzuwerfen, dass er die Falschen prügelt. Wenn die Gesellschaft meint, Immigration ohne wenn und aber zulassen zu können, ist das ein Problem derselben.Gleiches gilt für das sozialhilfebehaftete Prekariat.Beide Gruppen dafür verantwortlich zu machen, dass sie die bereitgestellte, soziale Hängematte dankend annehmen, ist lächerlich. Die Leute verhalten sich einfach streng ökonomisch.

    • 7. Oktober 2009 um 18:01 Uhr
    • riccardo
  33. 33.

    O weh, die Pipifanten-Fraktion schlägt wieder zu!

    • 7. Oktober 2009 um 18:03 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  34. 34.

    Wenn ich diese Aussage des Redakteurs lese, geht mir die Hutkrempe hoch.
    Er schreibt: „Was soll dieser Hohn über kleine Selbstständige, die schuften, damit die Kinder es einmal besser haben? Wir sollten feiern – wie man es im Einwanderungsland USA tut –, dass diese Menschen lieber arbeiten, als von Transferleistungen zu leben.“
    Wo lebt der Mann? Sicher hier, aber wie hier soziale Geldbeschaffungen funktioniern seitens der funktionierenden ausländischen Familien funktioniert im deutschen Sozialstaat weiss er nicht. Um zu beschreiben,w ie toll Ausländer sind, stellt er sogar die USA und Deutschland auf die gleiche Stufe.
    Fakt ist: Diese Geschäfte gehören im allgemeinen 1 oder 2 Mitgliedern einer Familie, oder Sippe. Sie beziehen keine Sozialleistungen. Wohl aber die anderen Mitglieder der Familie. Gearbeitet wird. In den Geschäften ihrer Verwandten. So kommt man schnell zu was in Deutschland. Nur 5 x ALG2 am Monatsende auf dem Konto. Für diese Summe muss sich eine deutsche Familie lange abrackern. Und so was ist kein Einzelfall.

    • 7. Oktober 2009 um 18:17 Uhr
    • etw30t
  35. 35.

    @HJS

    Verfolgungswahn ist heilbar.

    Allerdings gibt es auch austherapierte Leute wie Hein.

    • 7. Oktober 2009 um 18:21 Uhr
    • christian aka tati
  36. 36.

    @tati

    Verfolgungswahn ist heilbar.

    Genau. Einfach mal die Maultaschen absetzen.:-)

    • 7. Oktober 2009 um 18:26 Uhr
    • riccardo
  37. 37.

    @ riccardo

    Maultaschen helfen gegen den Bulettenwahnsinn.

    • 7. Oktober 2009 um 18:28 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  38. 38.

    @tati

    Verfolgungswahn? War da nicht was mit „Islamisierung“ und Untergang des christlichen Abendlandes?
    Der Mann, den du morgens im Badezimmer triffst könnte dein Spiegelbild sein.Solltest du mal überprüfen. 😉

    • 7. Oktober 2009 um 18:32 Uhr
    • Hein_W
  39. 39.

    Interessant finde ich die Verkürzung auf die Integration von Ausländern:
    Was ist denn mit der Integration der DEUTSCHEN im Lebensumfeld der Migranten? Wenn die Einwanderer sich die deutsche Assi-Szene, in deren Nachbarschaft sie leben müssen, zum Vorbild nähmen – DANN hätten wir ein wirkliches Problem, gekennzeichnet durch Alkoholismus und Gewalttätigkeit, ergänzt durch versiertes Ausnutzen der sozialen Hängematte.

    • 7. Oktober 2009 um 18:45 Uhr
    • Roland Becker
  40. 40.

    Wer schreibt, 90% einer Gruppe seien x, der meint alle. Und wer alle Mitglieder einer Gruppe diffamiert und es sich bei dieser Gruppe um eine Ethnie y handelt, der ist ein Rassist.
    Bei Herrn Sarrazin ist x integrationsunwillig und y Türken/Araber.

    Natürlich kann man mit rassistischen Kommentaren eine Diskussion lostreten und wenn das die BILD macht ist es schlimm genug. Ein Bundesbanker beschädigt sein Amt und gehört gegangen.

    Offene Diskussionen (die gerade zu dem Thema nötig sind) werden durch diese Art der Miskommunikation eben nicht gestartet – es erleichtert vielmehr der Gegenseite, sie als Verleumdung zu betrachten und zu ignorieren.

    • 7. Oktober 2009 um 18:45 Uhr
    • Jens
  41. 41.

    @ J. Lau

    „Was die türkische Gemeinschaft angeht, läuft es auf Fragen dieser Art hinaus: Statt es zur Ehrensache zu machen, gegen Sprachnachweise beim Ehegattennachzug zu streiten – wie wäre es mit einem Kampf für besseren Deutschunterricht?“

    Meinen Sie die TGD? Warum sollte die Lobbygruppe um Kenan Kolat den Ast abschneiden auf dem Sie sitzt? Je mehr die Differenz zwischen den Türkischstämmigen und dem Rest verschwimmt desto schneller verliert die TGD ihre Daseinsberechtigung. Sie lebt davon völkische Partikularinteressen durchzusetzen.

    Die TGD, die „Nationale Sicht“ (sic!) und die radikalen Islamverbände sind die Böcke, die in punkto Integration regelmässig zum Gärtner gemacht werden. Man muss Lösungen anstreben, bei denen diese Profiteure der Abschottung möglichst umschifft und langfristig überflüssig gemacht werden!

    • 7. Oktober 2009 um 18:54 Uhr
    • Frankyboy
  42. 42.

    @Jens

    Wer schreibt, 90% einer Gruppe seien x, der meint alle. Und wer alle Mitglieder einer Gruppe diffamiert und es sich bei dieser Gruppe um eine Ethnie y handelt, der ist ein Rassist.

    Wie sollte man den Sachverhalt denn benennen, um in Ihren Augen kein Rassist zu sein?

    • 7. Oktober 2009 um 18:55 Uhr
    • christian aka tati
  43. 43.

    „Es ist eine Errungenschaft, über diese Dinge unverklemmt und ohne Hass debattieren zu können. Deutschland übt erst seit ein paar Jahren den freieren, konfliktfreudigen Blick auf die selbst verschuldeten Folgen fehlgesteuerter Einwanderung und verweigerter Integration: Ja, es muss möglich sein, über die unterschiedlichen Integrationserfolge verschiedener Gruppen zu reden, über Geschlechterrollen, Familienstrukturen und religiöse Prägungen, die dabei den Ausschlag geben.“

    Warum das, was in einer freiheitlichen Demokratie selbstverständlich sein sollte, eine Errungenschaft genannt wird, erschließt sich mir nicht. Auch der Passus „selbst verschuldet“ ist diskussionwürdig. Ja, die Politik hat sich der Thematik verweigert. Aber die gleichen Leute, die heute der deutschen Seite die Schuld an der fehlgesteuerten Einwanderung und möglichst noch an der Integrationsverweigerung zuschieben, damit das eigene Weltbild wieder stimmt, sind haargenau die Gleichen, die damals nicht laut genug über „Zwangsgermanisierung“ und „Rassismus“ wie auch über fehlenden Humanismus zetern konnten, wenn ein Politiker mal Vorschläge wagte, wie der unkontrollierten Einwanderung von Unterschichten aus muslimischen Ländern begegnet werden könnte. Die selben Leute übrigens, die Sarrazin heute Rassismus vorwerfen.

    „Er kokettiert auch mit rechtsradikalen Denkfiguren: »Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.« Nun wird sein Rücktritt aus dem Bundesbank-Vorstand gefordert. Zurücktreten muss er nicht. Aber es sollte ihm zu denken geben, dass die NPD in Sachsen ihm höhnisch das Amt des Ausländerbeauftragten anträgt.“

    Auch die Nazikeule bleibt in Griffweite.

    „Wann fangt ihr an, nicht vor allem durch Moscheeneubauten und den Kampf für Gebetsräume in Schulen, sondern durch Leistung auf euch aufmerksam zu machen?“

    Wenn Leute nicht mehr in die Sozialsysteme einwandern können, sondern sich ihren Unterhalt durch eigene Hände Arbeit verdienen müssen.

    „Wir müssen Einwanderer künftig aussuchen: Ein Punktesystem muss her, das formuliert, wen wir brauchen.“

    Und vor allem auch, was wir nicht brauchen.

  44. 44.

    „Eine »große Zahl von Arabern und Türken in dieser Stadt« habe, meint Sarrazin, »keine produktive Funktion außer für den Obst- und Gemüsehandel«. Was soll dieser Hohn über kleine Selbstständige, die schuften, damit die Kinder es einmal besser haben?“ (JL)

    Kleine Logikanmerkung: das „außer“ in Sarrazins Satz scheint mir ein klares Indiz dafür, daß er Obst- und Gemüsehandel durchaus für eine produktive Funktion hält.

    Davon abgesehen: das Quasimonopol der Berliner Türken in der Branche (im Osten machen das auch ein paar Vietnamesen) beruht ja nicht auf deren überlegenem Verständnis der für Gemüse, sondern einfach darauf, daß da praktisch flächendeckend kostenminimierend schwarzgearbeitet wird und man die schulpflichtige Verwandschaft und Nachkommenschaft gern um 4 Uhr morgens mit auf den Fruchthof Moabit zum Kartonschleppen nimmt. Die sitzen dann wie Leichen im Unterricht. Jahrelang im Halbschlaf. Soviel zur Zukunft der Kinder.

    • 7. Oktober 2009 um 19:28 Uhr
    • Frl. Mensa
  45. 45.

    Frl Mensa: So hat man harte Arbeit wieder umdefiniert in einen Mangel der bösen Moslems. Glückwunsch!

    • 7. Oktober 2009 um 19:37 Uhr
    • Jörg Lau
  46. 46.

    So hat man harte Arbeit wieder umdefiniert in einen Mangel der bösen Moslems. Glückwunsch!

    Warum immer wieder diese Reflexe?

    Finden Sie Kinderarbeit und Schwarzarbeit denn ok, weil es Türken sind – oder was ?

    • 7. Oktober 2009 um 19:44 Uhr
    • christian aka tati
  47. 47.

    @ FM, JL, tati

    Fragen wir am besten mal stimmt das überhaupt? FM, wollen Sie behaupten, dies sei allgemein bekannt, aber gererbeaufsichtsamt etc. greifen nicht ein?

    Ich kann mir das kaum vorstellen, lasse mich über Balliner Verhältnisse aber gerne belehren. Damit wären wir bei eigentlichen Thema von Sarrazins Interview.

  48. 48.

    @tati, fr. mensa, usw.

    zum Ausmass von Kinder- und Schwarzarbeit gibt es sicherlich auch etwas empirisch handfestes, oder?

    • 7. Oktober 2009 um 19:55 Uhr
    • Andreas Wetter
  49. 49.

    @M. Riexinger

    „Ich kann mir das kaum vorstellen, lasse mich über Balliner Verhältnisse aber gerne belehren. Damit wären wir bei eigentlichen Thema von Sarrazins Interview.“

    Dem möchte ich mich anschliessen!

    @ Jens

    Sarrazin sagte:

    „Jemanden, der nichts tut, muß ich auch nicht anerkennen. Ich muß niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für siebzig Prozent der türkischen und für neunzig Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin. Viele von ihnen wollen keine Integration, sondern ihren Stiefel leben.“

    Darauf Sie:

    „Wer schreibt, 90% einer Gruppe seien x, der meint alle. Und wer alle Mitglieder einer Gruppe diffamiert und es sich bei dieser Gruppe um eine Ethnie y handelt, der ist ein Rassist.
    Bei Herrn Sarrazin ist x integrationsunwillig und y Türken/Araber.“

    Das haben Sie sich jetzt ausgedacht, weil Sie das Interview nicht gelesen haben. Es nicht um „den“ Araber an sich, sondern es geht um Berlin. Er bezieht 90% nur auf Araber und nur in Berlin, aber würden Sie sagen ,dass mit 70% auch schon „alle“ Türken in Berlin gemeint sind?
    Sie wollen nicht differenzieren: Sarrazin hat sich zwar durch andere Aussagen eindeutig als Rassist geoutet, aber weite Teile des Interviews kommen auch sehr differenziert rüber.
    Vielleicht hat Sarrazin in diesem Punkt ja recht. Da Sie unterstellen seine Angaben seien aus der Luft gegriffen, frage ich mich, ob Sie die 70 oder 90% mit Fakten statt mit wohlfeiler Gesinnung widerlegen können. Sind Sie aus Berlin? Haben Sie entsprechendes Zahlenmaterial? Was, wenn es in der Realität „nur“ 50% aller Araber sind? Dann liegt Sarrazin zwar außerordentlich falsch, aber ist es bei solch massiven Defiziten ein Grund zu jubeln und sich beruhigt zurückzulehnen?

    Warum starten Leute wie Sie und Hein W. nicht z.B. genau JETZT die nicht-rassistische „Offene Diskussionen (die gerade zu dem Thema nötig sind)“, da darf man wohl lange warten. Da kommt nix. Sie reden immer nur drüber, dass man mal sachlich drüber reden sollte. Ihr Interesse zielt nur darauf ab Sarrazin Rassismus nachzuweisen -was bei bestimmten Aussagen ein absolutes Kinderspiel ist- und dann verschwinden Sie schon wieder selbstgerecht im Orkus. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Das Böse ist besiegt. Thema wieder mal erledigt. Dumpfbackig-rassistische Äußerungen wie „Kopftuchmädchen produzieren“ sind doch nur die Symptome und nicht die Ursache der Integrationsmisere.

    • 7. Oktober 2009 um 20:02 Uhr
    • Frankyboy
  50. 50.

    @ Tati: Ach Gottchen, Kinderarbeit. Bin in einer Bäckerei aufgewachsen, habe auch helfen müssen. Hat meistens Spass gemacht.

    • 7. Oktober 2009 um 20:07 Uhr
    • Jörg Lau
  51. 51.

    Na also, es geht doch.

    Sarrazin hat mit seinem Beitrag der Integrationsdebatte sicher keinen Tort angetan. Durch ihn und sein Gepoltere ist die Integrationsdebatte überhaupt erst wieder auf der Tagesordnung.

    Ohne Sarrazin wäre das Thema in der Zeit auch nicht von der kleinen Blogecke auf die erste Seite katapultiert worden, hätte Jörg Lau diesen exzellenten Artikel nicht an der journalistischen Pole Position der Republik platziert.

    Nur ein kleines dummes Geplappere von Thilo Sarrazin, aber ein großer Diskussionsfortschritt für die Gesellschaft!

    • 7. Oktober 2009 um 20:10 Uhr
    • Rafael
  52. 52.

    @ JL

    Bin in einer Bäckerei aufgewachsen, habe auch helfen müssen.

    Ja, ja, die Rucksackdeutschen.

  53. 53.

    “ Was soll dieser Hohn über kleine Selbstständige, die schuften, damit die Kinder es einmal besser haben? “

    Er nimmt die aus von seiner Kritik, die was leisten. Au weia.

    • 7. Oktober 2009 um 20:13 Uhr
    • FreeSpeech
    • 7. Oktober 2009 um 20:14 Uhr
    • AM
  54. 55.

    vor sarrazin ziehe ich den hut dieser mann hat den mut gehabt zu sagen was millionen von -echten- deutschen sowieso denken sagen dürfen sie es ja in dieser scheinheiligen demokratie eh nicht

    • 7. Oktober 2009 um 20:16 Uhr
    • ranello
  55. 56.

    Es hat Ihnen Spaß gemacht morgens um 4 aufzustehen und danach zur Schule zu gehen? Das ist echter Masochismus — erklärt vielleicht einiges hier. Zur Empirie: Ich finde bestimmt was in ein paar Stunden. Ersatzweise können sie sich morgens auf die Fruchthofabfahrt in der Beusselstarße stellen und in die Kleintransporter reinschielen. Haufenweise 13-16jährige, manche davon sogar auf dem linken Sitz.

    • 7. Oktober 2009 um 20:18 Uhr
    • Frl. Mensa
  56. 57.

    @ FM

    Da müssen Sie aber mit Ihrer Digitalkamera früh aufstehen!

    Sie schildern zustände, bei denen der Berliner Senate mit Hilfe von Strafmandaten den Haushalt sanieren könnte.

  57. 58.

    zum Ausmass von Kinder- und Schwarzarbeit gibt es sicherlich auch etwas empirisch handfestes, oder?

    Viele Türken arbeiten schwarz

    Die Hälfte der arbeitslosen Deutschtürken in Berlin ist in der Schattenwirtschaft beschäftigt

    http://www.zeit.de/online/2008/36/tuerken-schwarzarbeit

    • 7. Oktober 2009 um 20:39 Uhr
    • christian aka tati
  58. 59.

    Ich verstehe die ganze Aufregung über die rechtspopulistische Ausfälle Sarrazins nicht. Der Mann langweilt sich bei der Bundesbank und möchte rausgeschmiessen werden, damit er die Abfindung kassieren kann. Glaubt wirklich jemand, dass die erbärmliche Zustände der Migranten in Berlin würden ihn interessieren. Da hat er doch in den frühreren Jahren etwas dagegen machen oder sagen können.

    • 7. Oktober 2009 um 20:50 Uhr
    • docaffi
  59. 60.

    @Tati

    „Sie können davon ausgehen, dass die Hälfte schwarz arbeitet“

    Eine sehr empirische und handfeste Aussage!!

    • 7. Oktober 2009 um 20:53 Uhr
    • docaffi
  60. 61.

    Ich verstehe manche Denkfiguren in dem Artikel nicht.
    „Was soll dieser Hohn über kleine Selbstständige, die schuften, damit die Kinder es einmal besser haben?“
    Ein Punkt in Sarazzins Schilderungen war doch gerade dass es bei den Kindern von Vietnamesen, Osteuropäern ect. gut klappt, auch wenn die Eltern kleine Brötchen backen.

    Einbürgerungsregelungen hin oder her, Leistung lohnt sich jetzt schon.

    Der Punkt ist Nichtleistung und die bittere Frage der Gesellschaftsfeindlichkeit.
    Seids doch ehrlich.

    • 7. Oktober 2009 um 21:13 Uhr
    • Sebastian Ryll
  61. 62.

    @docaffi

    Ha ha, docaffi, Sie Witzbold.

    EMPIRIE??

    Glauben Sie etwa, das Finanzamt verschickt Fragebogen, auf denen man ankreuzen kann, ob man Schwarzarbeit betreibt !!

    • 7. Oktober 2009 um 21:13 Uhr
    • christian aka tati
  62. 63.

    Der Artikel von Jörg Lau kann nur begrüßt werden, es muß aber auch gesagt werden, dass Sarrazin Wahrheiten gesagt hat. Es stimmt schon wenn man sieht, dass auch in der dritten Generation unserer türkischen Mitbürger die Kenntnisse der deutschen Sprache mehr als magelhaft sind. In meiner Nachbarschaft wird bei den Muslimen mehr auf das Tragen eines Kopftuches bei Mädchen wert gelegt als das erlernen der deutschen Sprache.

    Einwanderung selbst ist notwendig und begrüßenswert. Es entsteht nur die Frage wer sollte zu uns kommen. Die Menschen aus islamischen Staaten sollten bei uns keine Aufnahme finden. Solange der Islam an dem Primat der Gewalt festhält und dies tut er in allen religiösen Bereichen, sollten wir auf eine Einwanderung von Muslimen verzichten. Nur ein Beispiel: Wenn die religiösen Führer des Islams das „Massaker von Medina“ aufarbeiten, dann würden sie den Weg in Richtung der Respektierung der Menschenrechte beschreiten. Aber soweit ist die islamische Welt noch lange nicht.

    • 7. Oktober 2009 um 21:24 Uhr
    • Hanko Hoffmann
  63. 64.

    @SR

    Die Vietnamesen hier haben sich sehr gut integriert:

    http://www.spiegel.de/video/video-1025388.html

    • 7. Oktober 2009 um 21:27 Uhr
    • docaffi
  64. 65.

    @tati

    Dann sollte man bitteschön kleine Brötchen backen.

    • 7. Oktober 2009 um 21:29 Uhr
    • docaffi
  65. 66.

    @docaffi

    Seien Sie nachsichtig. Unser tati ist ein Getriebener seines Hasses. Das kann man nicht einfach so ablegen.

    • 7. Oktober 2009 um 21:40 Uhr
    • Hein_W
  66. 67.

    @docaffi

    Lass mal. Dass Sie anscheinend irgendwo schwer verzeihen können, dass Europa einen besseren Weg geht als der Iran ist mir schon klar geworden.

    • 7. Oktober 2009 um 21:53 Uhr
    • Sebastian Ryll
  67. 68.

    @Hein

    Ihre Rumschimpfereien sind aber auch reichlich kontraproduktiv!!

    • 7. Oktober 2009 um 21:56 Uhr
    • docaffi
  68. 69.

    @Ryll

    Was haben Sie denn? Ich bin doch Europäer; hab sogar vor 10 Tagen hier Deutschland`s „besseren“ Weg gewählt! Außerdem ist Sarrazin bestimmt Stolz auf mich, bei der Steuer, die ich jährlich zahle.

    • 7. Oktober 2009 um 22:02 Uhr
    • docaffi
  69. 70.

    Ich kenne die Situation in den Berliner Jobcentern. Es gibt dort auch genug türkisch-, arabisch-, oder russischstämmige Akademiker unter den Langzeitarbeitslosen. Oft ist die Qualifikation gut, Studium an deutschen Hochschulen, etc.- aber das Deutsch hat „Erkan und Stefan“- Niveau. Auf den bestimmten Artikel wird gerne verzichtet, wie es in Berlin im alltäglichen Umgang im Migrantenumfeld schon fast üblich geworden ist. Natürlich haben sie auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Chancen. Wie sind sie durch ein Studium in Deutschland gekommen? Wie haben sie Hausarbeiten, Prüfungen und Referate geschrieben? Da haben die Prüfer ein Auge zugedrückt. Aber die eigentliche Frage ist doch: Wäre es uns denn lieber, wenn die muslimischen Migranten erfolgreicher wären? Ich als z. zt. arbeitsloser deutscher Ingenieur muß sagen: Nicht wirklich. Im Einzelfall freue ich mich natürlich für jeden, der einen Job bekommt, es waren durchweg nette Menschen, allein schon deswegen, weil sie meist – im Gegensatz zu den Deutschen – über eine großen Familienzusammenhang verfügen, so daß die Arbeitslosigkeit einen geringeren Stellenwert in ihrem Leben einnimmt, sie sind dadurch lockerer und selbstbewußter. Besser als in den Herkunftsländern ihrer Eltern geht es ihnen hier allemal. Aber gesamtgesellschaftlich: Was ist gewonnen, wenn wir die wenigen in Deutschland vorhandenen qualifizierten Arbeitsplätze an mehr Zugewanderte vergeben? Ich glaube nicht an das Märchen, daß die Einwandererkinder „unsere Rente bezahlen“, wie uns immer eingeredet wird. Der zunehmend kleine Kuchen „Arbeit“ kann eben nicht auf beliebig viele Menschen verteilt werden.

    • 7. Oktober 2009 um 22:17 Uhr
    • jmb
  70. 71.

    „Mit 155 Beamten ging die Polizei gegen eine Gruppe von 15 Islamisten vor. Sie stehen im Verdacht, einen Anschlag in Russland geplant zu haben.“

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-653803,00.html

    • 7. Oktober 2009 um 22:50 Uhr
    • J.S.
  71. 72.

    Wenn eine Mehrheit diesen reaktionärem Schwachsinn Sarazzins, für einen guten Diskussionsbeitrag hält, tut mir dieses Land wirklich nur noch Leid. Als Ökonom müsste er eigentlich wissen, dass die größte Gruppe Einwanderer im Verbund von mittelständischen Unternehmen verschiedenster Art bis hin zu den verächtlich von ihm bewerteten Gemüsehändlern bzw. Kleinunternehmern Steuereinnahmen in Milliardenhöhe erwirtschaftet, was sich relativ leicht statistisch nachweisen lässt – soviel zur fehlenden Leistungsbereitschaft!

    Es ist mehr als nur traurig, dass es scheinbar nur wenigen Menschen auffällt, dass je nach Stimmungslage, Meinungsmacher und Demagogen in den verschiedensten Institutionen, die eine oder andere Gruppe zwecks Alibi zum Sündenbock abstempeln darf – Rechtspopulismus ist längst gesellschaftsfähig in trauter Einigkeit mit neoliberalem Unsinn in der bürgerlichen Mitte angekommen. Es begann mit dem Kohl’schen Freizeitpark, ging über die unselige Asylrechtsdebatte bis hin zu Hartz IV & Co. und den schon routinierten Versuchen eines Roland Kochs mittels der Themen „Ausländer und Kriminalität“ Stimmvieh einzusammeln. Das dies alles dazu dient die eigentlichen Ursachen zu verwischen wie auch korrupte politische und ökonomische Eliten zu schützen, die zu einem großen Teil für die größte sozialökonomische und letztendlich auch kulturelle Misere des Landes mitverantwortlich sind, sollte so langsam auch dem naivsten Bürger des Landes klar werden!
    WACHT ENDLICH AUF!

  72. 73.

    P.S.: Es muss natürlich „reaktionären“ heissen…

  73. 74.

    @E p i k u r

    Ihrer Auffordung WACHT ENDLICH AUF kann ich nur erwidern:

    Ich SCHLAFE lieber weiter.

    Sie haben sich vermutich hierher verlaufen – hier ist Jörg Lau blog – nicht die JUNGE WELT.

    • 7. Oktober 2009 um 23:40 Uhr
    • christian aka tati
  74. 75.

    Wer von Euch(Ihnen) hat sich eigentlich die Mühe gemacht, das Original-Interview nachzulesen? Und nicht nur nur das übliche Nachplappern, was im Internet steht? *frage da nur mal nach* :-)

    • 7. Oktober 2009 um 23:47 Uhr
    • Miststueck
  75. 76.

    qMiststueck

    Ich habe den Teil des Interviews, der sich um die Migrationsproblematik in Berlin dreht, KOMPLETT gelesen.

    • 7. Oktober 2009 um 23:55 Uhr
    • christian aka tati
  76. 77.

    Gratuliere. Hast Du das komplette Interview von Lettre International gelesen? Und nicht nur einen Teil?

    • 8. Oktober 2009 um 00:01 Uhr
    • Miststueck
  77. 78.

    @Miststueck

    Gelesen habe ich es
    von hier:

    Die alte Berliner Subventionswirtschaft ist eigentlich beendet. Berlin ist heute Element des normalen Finanzausgleichsystems und wird über drei Quellen subventioniert.(…)

    bis hier:

    (…)So kann man keine nachhaltige Gesellschaft bauen, das geht für ein, zwei, drei Generationen gut, dann nicht mehr. Das klingt sehr stammtischnah, aber man kann das empirisch sehr sorgfältig nachzeichnen.

    • 8. Oktober 2009 um 00:09 Uhr
    • christian aka tati
  78. 79.

    Das lässt sich ja schon mal gut an. Da hste bestimmt schon mal mehr gelesen als der Rest, wenn ich den Einlassungen hier folgen kann.
    Wobei der Original Artikel im Heft etwas länger ist. Der lohnt sich auch. Finde ich.
    Und nun frage ich mal provokativ:
    Wer sieht ein Problem mit dem Artikel und warum?
    Liegt es an der Wortwahl?

    • 8. Oktober 2009 um 00:31 Uhr
    • Miststueck
  79. 80.

    @Miststueck

    Ich würde sagen, Sie haben Herr Laus Ausführung nicht gelesen. Da steht Ihre Antwort.

    • 8. Oktober 2009 um 00:34 Uhr
    • docaffi
  80. 81.

    „maßlosen Zuspitzungen“ und „Eine »große Zahl von Arabern und Türken in dieser Stadt« habe, meint Sarrazin, »keine produktive Funktion außer für den Obst- und Gemüsehandel«. “

    Was bitte schön ist daran „Hohn“ und „Zuspitzung“?
    Sarazzin sagt, dass die meisten der ghettoisierten Türken eben nicht arbeiten in dieser Gesellschaft. Dafür gibt es Ursachen. Eine davon ist: Kein Integrationswille der gesamten Familie – und davon gibt es viele. Darüber hinaus gibt es aber durchaus auch Türken bzw. türkische Mitbürger, die sehr wohl arbeiten – z.B. und zumeist eben als Obst- und Gemüsehändler. Das kritisiert er nicht – im Gegenteil: Er stellt es als positiv heraus. Das Problem: Was ist mit denen, die das nicht tun?!

    Und das Wort „produktive Funktion“? Ein Analysewort! Ich habe als Doktor in der Medizin, als Mensch, als Bürger selbstverständlich auch Funktionen in der Gesellschaft – sogar mehrere. Die übe ich jeden Tag aus, sonst würde sich mancher tatsächlich darüber aufregen. Nur unsere infantile Presse und Gesellschaft des Fernsehens regt sich darüber auf und versucht ihre Einschaltquoten hochzujubeln. Meist auf Kosten von Menschen. Wie menschenunwürdig! Das ist unser vermutlich größtes Problem! Diejenigen Presse- und Fernsehleute, die immer ganz schnell die Pressefreiheit einklagen, sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass es in unserer Republik bald keine Meinungsfreiheit mehr gibt. Unterstützt werden sie davon von den 68er und Grünen!

    • 8. Oktober 2009 um 00:42 Uhr
    • Maxibon
  81. 82.

    Ich habe ihn sehr ausfürlich gelesen aber ich sehe das Problem noch nicht?

    • 8. Oktober 2009 um 00:45 Uhr
    • Miststueck
  82. 83.

    Von welcher Demo kommen Sie denn gerade zurück?
    Das ist ja unerträglich!
    Solche Wortmeldungen sind mir nur aus „Atze“, „Junge Welt“, „ND“ und anderen so genannten Zeitungen des DDR-Kommunismus bekannt, die das Papier nicht wert waren!
    Arme ewig Gestrige! Ihr wollt doch alles kaputt machen!

    • 8. Oktober 2009 um 00:46 Uhr
    • Maxibon
  83. 84.

    Meinste jetzt mich? Mein Beitrag bezog sich auf docafi

    • 8. Oktober 2009 um 00:51 Uhr
    • Miststueck
  84. 85.

    DumDiDum. Alle schreiben was aber keiner hat den Artikel wirklich gelesen. Bis auf den Autor. :-)

    • 8. Oktober 2009 um 01:08 Uhr
    • Miststueck
  85. 86.

    @Miststueck

    Ich vermute der Beitrag von E p i k u r war gemeint.

    • 8. Oktober 2009 um 01:08 Uhr
    • christian aka tati
  86. 87.

    >Kleine Logikanmerkung: das “außer” in Sarrazins Satz scheint mir ein klares Indiz dafür, daß er Obst- und Gemüsehandel durchaus für eine produktive Funktion hält.

    :-)

    • 8. Oktober 2009 um 01:36 Uhr
    • PBUH
  87. 88.

    Sarrazin sagt:

    „In den USA müssen
    Einwanderer arbeiten, weil sie kein Geld bekommen, und werden deshalb viel besser
    integriert. Man hat Studien zu arabischen Ausländergruppen aus demselben Clan
    gemacht; ein Teil geht nach Schweden mit unserem Sozialsystem, ein anderer Teil geht
    nach Chicago. Dieselbe Sippe ist nach zwanzig Jahren in Schweden immer noch
    frustriert und arbeitslos, in Chicago hingegen integriert. Der Druck des Arbeitsmarktes,
    der Zwang des Broterwerbs sorgen dafür. Das sind Dinge, die man nur durch
    Bundesrecht ändern kann.“

    Äusserst vernünftig und absolut überfällig!! Wer das für Rassismus hält ist gehirnamputiert.

    • 8. Oktober 2009 um 01:48 Uhr
    • Frankyboy
  88. 89.

    BTW: Gruss an alle neuen „Blogteilnehmer“

    @E p i k u r

    Ich muss tati zustimmen, sie sind hier nicht am denkbefreiten Antifa-Stammtisch. Sie müssen schon Argumente und belastbare Fakten bringen.

    „Bauchgefühle“ darf nur der Blogmaster selbst äussern, natürlich auch nicht ungestraft :-)

    @Miststueck

    Ich habe es gelesen ohne die 17 Euro auszugeben.

    • 8. Oktober 2009 um 01:59 Uhr
    • PBUH
  89. 90.

    „Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Abzocker produziert. Das gilt für 70 Prozent der Manager und für 90 Prozent der Banker.“

    • 8. Oktober 2009 um 08:01 Uhr
    • Hans Müller
  90. 91.

    @ ranello

    „was millionen von -echten- deutschen sowieso denken“

    Haben alle echten Deutschen Probleme mit der Rechtschreibung?
    Grüße von einem unechten Deutschen! (der alles kann außer Hochdeutsch.)

    • 8. Oktober 2009 um 09:25 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  91. 92.

    @ Frl. Mensa

    „Haufenweise 13-16jährige, manche davon sogar auf dem linken Sitz.“

    Mir kommen die Tränen. Meine Großeltern hatten eine kleine Landwirtschaft (Nebenerwerb, mein Großvater arbeitete ganztägig in der Fabrik), da musste ich als 8jähriger bei der Heu- und Kartoffelernte mithelfen. Hat mir nicht geschadet.

    • 8. Oktober 2009 um 09:27 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  92. 93.

    @ tati

    „Glauben Sie etwa, das Finanzamt verschickt Fragebogen, auf denen man ankreuzen kann, ob man Schwarzarbeit betreibt !!“

    Nein, aber der Zoll kontrolliert regelmäßig verdächtige Betriebe. Darüber gibt es sicher Statistiken.

    • 8. Oktober 2009 um 09:31 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  93. 94.

    Ich halte neben einigen Formulierungen (”Produktion von Kopftuchmädchen”) vor allem Sarrazins Lösungsansätze für vollkommen unakzeptabel. Letzteres kommt leider in der öffentlichen Debatte kaum vor.

    Der Rest, gemeint sind die von Transferleistungen abhängigen Araber und Türken, solle sehen wo er hingeht. Pespektivisch sollen keine Transferzahlungen mehr an Einwanderer erfolgen (gemeint sind natürlich auch die hier geborenen und in 2.3.4 Generation lebenden “Einwanderer”) Zuwanderung sollte gestoppt werden, Heiraten (gemeint ist natürlich der türkische Familiennachzug) sollten nur noch im Ausland möglich sein.
    Klar, dass die NPD Herrn Sarrazin als Ausländerbeauftragter vorschlägt, damit die “Rückführung” in Angriff genommen werden könne.

    • 8. Oktober 2009 um 09:35 Uhr
    • Udo
  94. 95.

    „Statt es zur Ehrensache zu machen, gegen Sprachnachweise beim Ehegattennachzug zu streiten….“

    Es geht nicht um den Sprachnachweis A1 als solches und auch nicht um den verpflichtenden Kurs dazu. Es geht alleine um die Pflicht diesen Kurs vor dem Nachzug im Ausland zu belegen. Diese Vorschrift trifft ja nicht nur Türken, sondern alle neuen Ehen zwischen in Deutschland lebenden Menschen (auch Deutschen) und deren Partnern aus vielen Staaten Asiens, Afrikas, Südamerikas.

    Frisch verheiratete Paare werden für mindestens 4 Monate zwangsgetrennt und zur Kasse gebeten. Die bestandene Prüfung ist die Bedingung für das Liebesglück. Das ist eine unnötige Schikane, die Beziehungen belastet und nicht gerade zum ruhigen, konzentrierten Deutsch lernen führt

    Man könnte auch eine befristete Aufenthaltsgenehmigung mit einer Kursverpflichtung verbinden und vorschreiben die A1 Prüfung innerhalb eines Jahres zu bestehen, das können auch ungebildete schaffen, zumal mit der Hilfe des Partners und ohne die nervliche Belastung einer Zwangstrennung.

    Hinzu kommt die Ungleichbehandlung: zb. Ehepartner Koreaner, keine Pflicht, Ehepartner Vietnamese Pflicht. Oder: hier lebender Partner Deutscher >Pflicht, hier lebender Partner Japaner (Italiener, Canadier) > keine Pflicht. Hier wird der eigene Bürger gegen den hier lebenden EU-Ausländer, Nordamerikaner, Japaner, Australier benachteiligt.

    Es ist vollkommen ok, dass die türkischen Migrantenverbände das Thema ansprechen, auch für die betroffenen Afrikaner, Südamerikaner, Asiaten und DEUTSCHE, die von diesen Regelungen betroffen sind, die im 2007 von CDU und SPD verabschiedet wurden.

    • 8. Oktober 2009 um 09:59 Uhr
    • Udo
  95. 96.

    „… Und so wirkt der Jude weiter. Für ihn gibt es kein seelisches Empfinden, und wie der Erzvater Abraham schon sein Weib verkuppelt, so findet er nichts besonderes daran, wenn er auch heute Mädchen verkuppelt, und wir können ihn antreffen überall, in Nordamerika wie in Deutschland, Österreich Ungarn und im ganzen Orient durch die Jahrhunderte als den Händler der Menschenware, und es kann nicht weggeleugnet werden, das kann der größte Judenverteidiger nicht wegleugnen, daß alle diese Mädchenhändler nur Hebräer sind. Man kann hier mit Material aufwarten, das grauenhaft ist. Dem germanischen Empfinden gäbe es hier nur eine einzige Strafe: die Strafe wäre Tod: für Menschen, die Schindluder mit dem treiben, als Geschäft auffassen, als Ware, was Millionen anderen höchstes Glück oder größtes Unglück bedeutet. Jenen aber ist Liebe weiter nichts als ein Geschäft, mit dem sie Geld verdienen. Sie sind jederzeit bereit, das Glück irgend einer Ehe zu zerreißen, wenn nur 30 Silberlinge herauszubringen sind (stürmisches Bravo und Händeklatschen).“
    „Warum sind wir Antisemiten?“ Rede auf einer NSDAP-Versammlung‘ im Festsaal des Hofbräuhauses am 13. August 1920 von 19.30-23.00 Uhr. Bericht des Politischen Nachrichten Dienstes des Münchner Polizeipräsidiums. Mehrere Quellen und auch Berichte, so im Völkischen Beobachter vom 22.8.1920 und in der Münchner Post (SPD nahe) vom 15.8.1920.
    Das stürmische Bravo ist schon mal- so fängt es an und wie es ausgegangen ist, nun ja… das scheint wohl in Vergessenheit geraten zu sein. Es sei denn diese kranken, und menschenverachtenden Zitate hatten damals Ihre Gültigkeit und wurden mit Fakten belegt. In diesem Falle gibt es keinen Grund von einer Entgleisung zu sprechen. Ach ja, für all die, die auf das Recht der Meinungsfreihet sich berufen und unsere Verfassung zitiern. Interessant finde ich auch die ersten beiden Artikel dieses Werks. Aber wenn ich hier die Volksmeinung höre, es ist es bedauerlich, dass die Nürnberger Gesetze nicht mehr anwendbar sind, um die notwenidigen Korrekturen an der Verfassung vorzunehmen, denn es reicht nicht aus „Menschen“ durch „Deutschen“ zu ersetzen, sondern man sollte genaustens definiere, was Deutsch ist. Ich glaube inziwschen unter Tränen, dass ich es wohl nicht sein darf, wenn ich der falschen ehtnischen Gruppe angehöre. Hätte ich bloß die richtigen Gene, weil an meinem Verhalten kann man nichts finden.

    • 8. Oktober 2009 um 10:34 Uhr
    • NAD
  96. 97.

    @ all

    Ich habe das Gefühl, dass VIELLEICHT einige der Kommentatoren hier das Interview mit Herrn Sarrazin gelesen haben, aber: in deutschem Recht scheint sich keiner auszukennen. Ich habe das Problem der Integration (Einbürgerung) schon mal recht ausführlich hier dargelegt. Das ist völlig unabhängig von 8 Jahren in Deutschland leben oder nicht, hier geboren sein oder nicht, deutsche Sprachkenntnisse haben oder nicht (na ja, davon zum Glück nicht ganz unabhängig) usw.. Deutschlands bürokratische Mühlen mahlen SEEEHR langsam – und sind teuer.
    Nun also Lektion 2 in deutschem Ausländerrecht 😉
    Sehr vereinfacht dargestellt: Man DARF als Ausländer in Deutschland gar nicht arbeiten!
    Und jetzt etwas differenzierter: Natürlich darf man als Ausländer in Deutschland arbeiten, aber nur unter bestimmten Bedingungen, z.B. wenn man aus einem EU-Land stammt. In Deutschland wird zwischen zustimmungspflichtiger und nicht zustimmungspflichtiger Beschäftigung unterschieden. Nicht zustimmungspflichtig sind z.B. Praktika, Beschäftigung von bestimmten Führungskräften, Berufssportlern, Künstlern usw.. Zustimmungspflichtig sind z.B. Saisonbeschäftigungen (Stichwort polnische Erntehelfer), Au pairs, Lehrkräfte usw.. Bitte hier nachlesen: http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/MB7-Beschaeftigung-ausl-AN.pdf (bitte dabei das kleine aber SEHR entscheidende Wörtchen „kann“ beachten!)
    Bei der aktuellen Diskussion geht es allerdings um „Ausländer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben“ (Beamtendeutsch). Dabei ist folgender Satz ganz, ganz wichtig:
    „Auch hier lebenden Ausländern kann die Ausübung einer Beschäftigung grundsätzlich nur erlaubt werden, wenn die Agentur für Arbeit zugestimmt hat.“
    Das bedeutet in der Praxis: Man kann als in Deutschland lebender Ausländer noch so arbeitswillig sein, ohne Zustimmung vom Arbeitsamt DARF man gar nicht arbeiten. Und nun ein lustiges Ratespiel: Wie wird ein zuständiges Arbeitsamt wohl entscheiden?
    Die Lösung des Rätsels steht im Gesetz:
    „Der Erteilung eines Aufenthaltstitels zur Ausübung einer Beschäftigung darf nur zugestimmt werden, wenn
    – sich durch die Beschäftigung des Ausländers keine nachteiligen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt ergeben
    – für die Beschäftigung deutsche Arbeitnehmer, Staatsangehörige aus EWR-Ländern, der Schweiz sowie Ausländer, die deutschen Arbeitnehmern hinsichtlich der Arbeitsaufnahme rechtlich gleichgestellt sind, nicht zur Verfügung stehen (Vorrangprüfung)…“
    Weitere Hürde: „Der Arbeitgeber, bei dem ein Ausländer beschäftig werden soll, ist verpflichtet, der Dienststelle der Bundesagentur für Arbeit Auskunft über das Arbeitsentgelt, die Arbeitszeiten und sonstige Arbeitsbedingungen zu erteilen.“ – Frage: Welcher Arbeitgeber tut sich freiwillig zusätzlichen Stress an? Mit Bürokratie hat jeder so schon genug zu kämpfen.
    Einziger Ausweg: zustimmungsfreie Beschäftigung. Dazu das Gesetz: „… sind zustimmungsfrei: Beschäftigungen von Familienangehörigen eines Arbeitgebers in dessen Betrieb, wenn sie in häuslicher Gemeinschaft mit ihm leben. Familienangehörige in vorgenanntem Sinne sind Ehegatten, Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz, Eltern und Kinder des Arbeitgebers und seines Ehegatten.“
    Das ist die per Gesetz gesteuerte Begründung dafür, dass EIN Mitglied einer ausländischen Familie Arbeitgeber ist (z.B. weil er einen deutschen Pass hat) und alle anderen Familienmitglieder sich um ihn gruppieren.
    Weitere gesetzliche Besonderheiten: (Nur) geduldete Ausländer und Asylbewerber DÜRFEN im ersten Jahr ihres Aufenthalts in Deutschland NICHT arbeiten, d.h. die (generell immer gültige) Kann-Bestimmung wird frühestens ab dem zweiten Aufenthaltsjahr angewendet. Diese Ausländer sind also vom Gesetz dazu verpflichtet, nicht zu ihrem Lebensunterhalt beizutragen.

    @ Dokaffi

    „Der Mann langweilt sich bei der Bundesbank und möchte rausgeschmissen werden, damit er die Abfindung kassieren kann.“

    :-) Hartz IV für Besserverdienende …

    @ Jörg Lau

    Sehr guter Beitrag!

    „wie wäre es mit einem Kampf für besseren Deutschunterricht?“

    Meinten Sie so was hier ? 😉

    „aber wie hier soziale Geldbeschaffungen funktioniern seitens der funktionierenden ausländischen Familien funktioniert im deutschen Sozialstaat weiss er nicht.“

    • 8. Oktober 2009 um 11:13 Uhr
    • Yasmin
  97. 98.

    @ NAD: Das ist nun wirklich Blödsinn! Die „Rassegesetze“ haben nichts zu tun mit unserer Debatte über Einwanderung. Frechheit, sowas!
    Jeder kann hier die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben, es gibt einen R E C H T S A N S P R U C H darauf!
    Der deutsche Staat kann Ihnen also nicht verweigern, sie einzubürgern, wenn Sie die Kriterien erfüllen. Und Sie kommen mit Hitler! Unverantwortliches, dummes Zeug!

    • 8. Oktober 2009 um 11:29 Uhr
    • Jörg Lau
  98. 99.

    @ Jörg Lau
    Mir geht es um die genaue Definition von Deutsch und Nicht-Deutsch. Denn die Diskussion (nicht nur hier) und der „mutige“ Herr Sarrazin machen sehr deutlich, dass ein Stück Papier noch lange kein Schutz ist und das hat eine historische Vergangenheit. Und wenn Sie mein Kommentar als Blödsinn abtun, o.k.! Die Rassengesetze haben damit angefangen, dass man akribisch definiert hat, wer Voll-, Halb, Viertel, Achtel-Jude ist. Bei uns heißt es jetzt „Migrationshintergund“. Schauen Sie mal auf Wikipedia, wie der Begriff definiert ist und dann fragen Sie sich auf wem diser überhaupt angewendet wird. Herr Sarrazin zielt genau auf eine einzige Gruppe, nämlich die der Moslems. Daher wenn es so genau geht, kann wohl einige Vergleiche ziehen. Mir geht es auch gar nicht um Herrn Sarrazin, mir geht es um die Bereitschaft zu klatschen. Unter normalen Umständen würde ich das Einzelmeinung ad acta legen, aber dieser tosender Applaus und diese mediale Salonfähigmachung stimmt mich ängstlich.

    • 8. Oktober 2009 um 11:59 Uhr
    • NAD
  99. 100.

    @NAD

    >Herr Sarrazin zielt genau auf eine einzige Gruppe, nämlich die der Moslems

    Richtig, Herr Sarrazin zielt auf die Problemgruppe.

    • 8. Oktober 2009 um 12:06 Uhr
    • PBUH
  100. 101.

    @ NAD, PBUH: Sarrazin redet nicht über Moslems. Sondern über Türken und Araber. Das ist kein religiöses Kriterium, sondern ein nationales, ethnisch-kulturelles! Und darin hat er ja sehr wohl ein Thema am Wickel.
    Auch die Sache mit dem Migrationshintergrund ist eben nicht rassistisch, auch wenn Sie die Rede davon problematisch finden mögen: Es wird das Nachwirken eines gesellschaftlichen Tatbestands thematisiert: der Immigration.
    Meine Kinder haben einen Migrationshintergrund. Noch ist niemandem eingefallen, daraus ein Thema zu machen, weil sie gut zurecht kommen.
    Wo Sie wiederum einen guten Punkt haben: Wie lang wollen wir eigentlich von diesem Hintergrund reden? Bis in die 4. Generation?

    Trauriges Faktum: Ja, wenn in der 4. Generation immer noch kein Deutsch da ist und man am Transfer hängt, dann wird weiter vom „Migrationshintergrund“ gesprochen werden…

    • 8. Oktober 2009 um 12:17 Uhr
    • Jörg Lau
  101. 102.

    @ JL

    Die offizielle Definition von Personen mit MiHiGru ist ziemlich willkürlich.

    • 8. Oktober 2009 um 12:27 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  102. 103.

    Sarazzin hat „Kopftuchmädchen“ gesagt.

    • 8. Oktober 2009 um 12:31 Uhr
    • Sebastian Ryll
  103. 104.

    @JL

    Herr Sarrazin zielt auf die Problemgruppe.

    Die zunehmende analytische Isolation dieser Problemgruppen passt der Türkenlobby natürlich nicht ins Konzept, war/ist aber in einer aufgeklärten Gesellschaft zwangsläufig.

    Diese Entwicklung ist sehr positiv, denn es zwingt die (Vertreter der) Problemgruppen sich nicht nur oberflächlich mit dem Verhalten „ihrer“ Leute auseinanderzusetzen.

    • 8. Oktober 2009 um 13:08 Uhr
    • PBUH
  104. 105.

    Mir geht es auch nicht um unseren Rechtstaat oder um welche Definition man ringen muss und wie man sie korrekt ausspricht. Es ist leider nur so, dass all die unter viel Schutt und Blut, vom Mittelalter bis heute, erworbenen Werte, sehr schnell drohen verspielt zu werden und zwar von allen Seiten (Das schließt auch die sog. ethnisch-kulturell-religiöse Gruppe mit ein). Ich kann mir nicht helfen, außer sehr drastisch zu werden, dass unsere Grundwerte und unsere Verfassung, nicht nur für bestimmte ethnische Gruppen gelten dürfen. Mir geht es um die grundsätzliche Haltung, beim kleinsten Funken, auf so vielen Menschen los zugehen. Das wiederspricht meinem christlichen Weltbild und wer meint, dass man nur Mehrheiten braucht, um das Gute mit Bösen zu vermischen, der wird bei mir nicht fündig werden. Gewisse Sachen sind und bleiben falsch und bösartig, und mir ist es egal, ob 80% 99% dafür sind oder nicht. Genau auf diesem Moment haben die Grundungsväter unserer Verfassung hingearbeitet, mit dem klaren Wissen, wie manches so angefangen hat.

    • 8. Oktober 2009 um 13:56 Uhr
    • NAD
  105. 106.

    @ PBUH

    „Die zunehmende analytische Isolation dieser Problemgruppen passt der Türkenlobby natürlich nicht ins Konzept, war/ist aber in einer aufgeklärten Gesellschaft zwangsläufig.“

    Bestechende Logik!

    • 8. Oktober 2009 um 14:23 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  106. 107.

    @ NAD

    Dunkel ist Ihrer Worte Sinn! Geht’s auch allgemeinverständlich?

    • 8. Oktober 2009 um 14:25 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  107. 108.

    @Hans Joachim Sauer
    Sorry, ich vertippe mich sehr häufig und sehr gerne… aber ich lobe Besserung :-)
    Von einem Herrn Dr. Sarazzin könnte man mehr Diplomatie bei der Wortwahl verlangen. Aber weil er nicht dumm ist, und mit über 60 Jahren einiges an Lebenserfahrung hat, wusste er genau welche Begriffe er verwenden muss, um den größten Applaus zu ernten. Was er gesagt hat wissen wir inzwischen. Und wie die aufgeklärte Gesellschaft reagiert hat, wissen wir inzwischen auch.

    • 8. Oktober 2009 um 15:03 Uhr
    • NAD
  108. 109.

    Sarazzin hat doch Recht. Warum wird den in einem Land das die Meinungsfreiheit im Grundgesetz garantiert so eine Hetze veranstaltet, wobei er doch nur die Warheit sagt und die Probleme beim Namen nennt. In Deutschland haben die Deutschen werte zu gelten und keine anderen Basta.

    • 8. Oktober 2009 um 17:28 Uhr
    • Mark Werger
  109. 110.

    @Mark Werger
    Sehr richtig! Und eben diese Werte sollten es doch verbieten andere Menschen so massiv und rassistisch zu beleidigen. Ich reg‘ mich nicht wegen Gemüse und Kopftücher auf, aber Berlin mit dem Kosovo zu vergleichen und darauf anzuspielen, dass der Böse Moslem uns bald unser Land wegnehmen wird, ist schlicht und einfach nicht hinzunehmen. Meinungsfreiheit (Artikel 5, Grundgesetz) ist ein Gut, das Gut der Wahrung der Menschwürde (Artikel 1) liegt vier Artikel drüber.

    • 8. Oktober 2009 um 17:52 Uhr
    • NAD
  110. 111.

    @NAD,

    der Eindruck, dass Sarrazin großen Applaus erhalten hätte, kann ich irgendwie nicht teilen. Immerhin will die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermitteln, sein Chef legt ihm nahe, die Schnauze zu halten (obwohl das Thema mit seinem Job ca. 0.0 zu tun hat), Muslimische Verbände und linke Parteien erklären ihn zum Nazi und fordern ihn zum Rücktritt auf, ein Großteil der Presse, u.a. der Artikel, den Sie kommentiern, verwirft den Text in Bausch und Bogen.

    Begeisterte Zustimmung stelle ich mir anders vor.

    • 8. Oktober 2009 um 18:59 Uhr
    • Saki
  111. 112.

    @Saki
    „der Eindruck, dass Sarrazin großen Applaus erhalten hätte, kann ich irgendwie nicht teilen“

    Lesen Sie mal die Leserkommentare zu den folgenden verlinkten Beiträgen:
    http://schmid.welt.de/frischluft-oder-waermestube/20091002
    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/%5Cwelt%5C-chef-verteidigt-sarrazin/

    • 8. Oktober 2009 um 19:40 Uhr
    • Miriam
  112. 113.

    Nein, ich bin kein „Junge Welt“ – Leser und auch militant Linksradikaler!

  113. 114.

    @NAD – Sie haben es erkannt! Berlusconien läßt grüßen!

  114. 115.

    „Auch Jörg Lau badet gerne lau!

    In der ZEIT, die als ehemaliges liberales Blatt in der heutigen Ausgabe weiter hinten ein Plädoyer für Rotrot hält, darf natürlich ein gleichgeschalteter Kommentar auf Seite 1 zu Sarrazin auch nicht fehlen. Einstimmende Stichworte: törichte Worte, Haifisch, gepoltert, Krawall-Interview… Ausführender Warmduscher: Jörg Lau, Jahrgang 1964, früher taz“

    http://fact-fiction.net/?p=3032

    Ich sach dazu mal nix.

    • 9. Oktober 2009 um 00:48 Uhr
    • PBUH
  115. 116.

    @ PBUH: Ich auch nicht.

    • 9. Oktober 2009 um 00:53 Uhr
    • Jörg Lau
  116. 117.

    @ Saki

    „der Artikel, den Sie kommentiern, verwirft den Text in Bausch und Bogen.“

    Herr Laus Artikel geht sehr differenziert mit Sarrazins Äußerungen um. Bitte noch einmal lesen!

    • 9. Oktober 2009 um 09:25 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  117. 118.

    Wenigstens kommt der Artikel. Mehr kann man wohl nicht erwarten.

    • 9. Oktober 2009 um 09:50 Uhr
    • Black
  118. 119.

    Und die Diskussion geht weiter…
    Es wird viel über Integration geredet und über die Defizite der anderen Seite.
    Mir kommt es so vor, als würde man sehr genau hinschauen, um dann anschließend mit Zweierleimaß zu bewerten. Da man inzwischen drastische Worte bevorzugt, gehe ich auch sehr deutlich vor, um meine Beispiele zu formulieren, dabei ist mir die Perversion meiner Gedanken sehr bewusst.
    Einfache Beispiel: Tötet ein Deutscher (ohne Migrationshintergrund) seine Frau oder Freundin aus Eifersucht, heißt das Familien- oder Beziehungsdrama. Begeht ein Arabisch- oder Türkischstämmiger die gleiche Tat, ist dann von einem Ehrenmord auszugehen.
    Und ja, die viel zitierten Sprachdefizite…. Schauen wir mal nach Frankreich: dort können die Immigranten aus dem Maghreb oder aus Afrika im Allgemeinen, vom Opa bis zum Kleinkind, perfekt Französisch. Leider erfahren diese Menschen dort die gleiche rassistische Benachteiligung wie hier. Viele Afrikaner sind sogar Christen. Oder ist hier keine Parallelität zu sehen?
    Natürlich beurteilen wir nach den Äußerlichkeiten und natürlich machen uns andere aussehende Menschen Angst. Das ist ein genetischer Imperativ, sprich alles was Fremd ist, betrachten wir im besten Falle als Konkurrenz, im Allgemeinen als Gefahr. Der Evolution sein Dank. Das sollte in der vordergründigen Integrationsdiskussion auch eine Rolle spielen. Klare Aussprachen. Man kann nicht die Assimilation verlangen, aber diese nicht beim Namen nennen. Wenn wir andere Menschen und Kulturen ablehnen, dann sollten wir es ehrlicher Weise auch zugeben. Es gibt immer was zu bemängeln, in jeder Kultur. Gerechter Weise sollten wir gleichzeitig aber von unserem hegemonialen Zivilisationsführungsanspruch runter kommen. Denn nur Grundwerte aufzuschreiben, aber diese nicht konsequent leben, ist nur Augenwischerei. Diese „Problem“-Menschen werden in ihrer Mehrzahl sich nie so verhalten, wie wir uns das vorstellen. Das wissen wir ganz genau, aber trotzdem stellen wir ihnen Bedingungen, die sie nicht erfüllen können, um dann am Ende als moralischen Sieger dazustehen. Nach dem Motto: „ wir haben euch ja gesagt, was wir wollen, aber ihr habt es nicht umgesetzt“. Das gleiche Spiel wird bei den EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei getrieben. Absolut unehrlich!

    • 9. Oktober 2009 um 11:17 Uhr
    • NAD
  119. 120.

    Es ist auch ganz klar, dass das Bewerten nur unser Privileg ist.

    • 9. Oktober 2009 um 11:34 Uhr
    • NAD
  120. 121.

    @ NAD

    „Natürlich beurteilen wir nach den Äußerlichkeiten und natürlich machen uns andere aussehende Menschen Angst.“

    Fremd klingende Namen (neben typischen Unterschicht-Vornamen wie Mandy oder Mike/Maik) wirken sich ebenfalls nachteilig aus.

    Was u.a. dazu führt, dass sich gestern bei mir telefonisch eine angebliche Frau Schulze mit breitestem türkischen Akzent meldete und mir im Namen einer Firma mit englischem Namen eine dubiose Geldanlage andrehen wollte.

    • 9. Oktober 2009 um 11:34 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  121. 122.

    Friedensnobelpreis geht an Barak Obama; Schade ich hätte es Sarrazin gewünscht, für die Förderung des interkulturellen Dialogs.

    • 9. Oktober 2009 um 13:53 Uhr
    • docaffi
  122. 123.

    @ NAD

    „Absolut unehrlich!“

    Das ist die Quintessenz aus Ihrem Beitrag: Wir fordern zuviel und selbst wenn es erreicht wird ist es nie genug.
    Eine mögliche Konsequenz, die man als Betroffener daraus ziehen kann ist in ein Land zu gehen in dem man all die Ablehnung nicht erfährt, am naheliegendsten das Land der Herkunft. Die andere wird von Islamlobbyisten durchgezogen: „Grundrechte erstreiten“.Das wirkt im islamischen Kontext aber total unglaubwürdig und unsymphatisch, weil die, die es tun sehr wahrscheinlich nicht gerade ein Islamverständnis haben, das mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Diese Typen würden selber anderen keine, oder höchstens eingeschränkte „Grundrechte“ vergeben,auf welcher Grundlage denn bitte? Ich sag nur: Dhimma. Das rückt die ganze Religion in ein schlechtes Licht,was wiederum gerne auf die westlichen, von Juden gesteuerten Medien zurückgeführt wird, anstatt sich an die eigene Nase zu fassen. Eklig.
    Ehrlich gesagt, wenn ich in der Situation wäre wie Sie sie schildern,ich würde auf Deutschland pfeifen und wär schon die längste Zeit weg. Das passiert aber nicht!
    Natürlich deshalb, weil es eben doch nicht so übel hier ist und die Deutschen, Franzosen, Italiener und Dänen eben doch nicht rassistisch sind. Wären Sie es wirklich, wie würde es denn in Europa aussehen??
    Außerdem unterschlagen Sie damit in Bausch und Bogen die positiven Beispiele der Integration, die es ja nach Ihren Ausführungen fast gar nicht geben kann. Man kann sich einen Platz hier erkämpfen, man muss aber bereit sein viel zugeben, für die meisten türkischen Betonköpfe ist Assimilation zuviel, Pech gehabt.
    Sie haben aber recht, man sollte es offen aussprechen: In der 4. Generation wird eine erkennbare Assimilation schlicht erwartet. Wer das nicht hinbekommt und sich darüberhinaus nicht benehmen kann wird als Fremdkörper wahrgenommen und zwar überall auf der Welt. Wenn das in deutlicher Zahlenstärke vorkommt zieht es die ganze Gruppe mit in die Kritik rein, das ist gemein, aber ein völlig normaler Mechanismus.
    Man sollte bitte auch nicht glauben ein Deutscher sei z.B. in Frankreich immer und überall gerngesehen und herzlich Willkommen. Fragen Sie mal was manchen deutschen Gastarbeitern in der Schweiz z.T. für ein kalter Wind entgegenbläst. Von Ihren Tagträumen sollten Sie sich verabschieden.

    „Tötet ein Deutscher (ohne Migrationshintergrund) seine Frau oder Freundin aus Eifersucht, heißt das Familien- oder Beziehungsdrama. Begeht ein Arabisch- oder Türkischstämmiger die gleiche Tat, ist dann von einem Ehrenmord auszugehen.“

    Auch das ist völlig normal: Wenn Sie in den Nachrichten hören, dass in -sagen wir mal- Frankfurt/Oder „mehrere Jugendliche einen bolivianischen Studenten zusammengeschlagen haben“, woran denken Sie: An einen Streit unter Schüler, an einen gemeinen Straßenraub oder an Rechtsradikale?
    Sie vermengen hier übrigens zwei Begriffe: Beziehungstaten sind tatsächlich in allen Kulturen sehr ähnlich, ob sie bei manchen häufiger vorkommen als bei anderen weiss ich nicht,würde das aber vermuten.
    Ehrenmorde, bei denen der Familienclan den Tod eines Verwandten beschliesst und Minderjährige dazu anstiftet ist weitgehend ein Spezifikum des südeuropäisch-orientalischen Raumes und fügt sich prima in die dortige patriarchalisch-religiöse Kultur ein. Oft wird dem in islamischen Ländern strafrechtlich nur lasch oder gar nicht nachgegangen, denn es ist ja islamkompatibel und eine „Familienangelegenheit“. Eine scheiss Mafiakultur.
    Die Opfer sind in den allermeisten Fällen junge Frauen. Geben Sie’s zu, den Quatsch haben Sie von Hagen „Mohammed“ Rether unrefektiert übernommen, weils so griffig ist.

    „Es ist auch ganz klar, dass das Bewerten nur unser Privileg ist.“

    Was denn sonst? Sollen wir die Deutungshoheit jetzt an anti-intellektuelle Dorfmullahs oder Schmierenkomödianten wie T. Ramadan abtreten? In unserem eigenen Land? Bei der westlichen Wissenschaft ist sie sehr gut aufgehoben.
    Da haben Sie Saids Schundliteratur „Orientalismus“ gelesen und wollen uns jetzt die Welt erklären. So klingt es jedenfalls.
    Ich weiss, das Privileg zwischen Gut und Falsch zu unterscheiden ist das gottgegeben Recht der Muslime, aber dort wo die das Sagen haben läuft es eher suboptimal, deswegen würden wir gern weiter selber über uns bestimmen.

    • 9. Oktober 2009 um 14:17 Uhr
    • Frankyboy
  123. 124.

    @ docaffi

    Nunja, es wurde Sarrazin angetragen. Er hat abgelehnt, weil er als Mann der leisen Töne sich nicht gerne in den Vordergrund drängt.

    • 9. Oktober 2009 um 14:17 Uhr
    • Frankyboy
  124. 125.

    @Frankyboy

    Ja, Sie haben Recht; so ähnlich wie Silvio Berlusconi, der für mich zum engen Kreis der Favoriten gehörte.

    • 9. Oktober 2009 um 14:29 Uhr
    • docaffi
  125. 126.

    Einmal eine andere Stimme:

    http://gffstream-7.vo.llnwd.net/c1/m/1254833969/radio/tischgespraech/wdr5_tischgespraech_20091007_2100.mp3

    man sollte sehr gut einmal sich das anhören.

    • 9. Oktober 2009 um 14:30 Uhr
    • Zagreus
  126. 127.

    Diese Bücher die Sie nennen, kenne ich nicht. Daher sollte meine Meinung mit jemand andrem kompatibel sein, und sei er noch so fanatisch und rückständig sein, werde ich trotzdem nicht weichen, weil ich von den Sachen, die ich geschrieben habe, absolut überzeugt bin. Daher verstehe ich nicht, warum Sie mir Unehrlichkeit unterstellen? Wie sich ein Deutscher in Frankreich oder in der Schweiz fühlt weiß ich auch, weil ich selber einer bin. Von einer Juden gesteuerte Medienlandschaft weiß ich allerdings nichts, daher finde ich dies absolut unpassend und fördere Sie auf diesen Satz zurück zunehmen. Was wir hier kontrovers diskutieren hat mit dem Judentum gar nichts zu tun.
    Ich habe nicht behauptet, dass wir immer nur fordern. Ich habe gesagt, dass wir bewusst überfordern, um Recht zu behalten.
    „Wenn Sie in den Nachrichten hören, dass in -sagen wir mal- Frankfurt/Oder mehrere Jugendliche einen bolivianischen Studenten zusammengeschlagen haben”, woran denken Sie: An einen Streit unter Schüler, an einen gemeinen Straßenraub oder an Rechtsradikale?“
    Ich denke dann gehören ein paar Mistkerle hinter Gittern und verlange nicht, dass man Frankfurt/Oder aus BRD abtrennt.
    Ich will keinem Mullah dieser Welt das Recht einräumen unsere Gesellschaft zu bewerten, aber genau so wenig kann ich es gut heißen, dass alles in einer Richtung interpretiert wird.
    Es kann nicht sein, dass man jede Kritik mit „ Mein Land, Basta! Und wenn es Dir nicht gefällt, kannst du gehen“ und jede eigene Verfehlung mit „das ist normal“ begegnenen. Grundsätzlich verharmlosen Sie jegliche eigene Verfehlung mit:“ mit Pech… ist so!!“.
    Man gewinnt den Eindruck, als würde Sie sagen, so schlimm ist es doch nicht, und solange diese Menschen noch hier sind, können wir weiter drauf hauen. Wäre der Schmerz groß genug, wären die schon längst weg. Woher holen Sie sich das Recht über andere Mitmenschen so zu reden, ohne jeglichen moralischen Anspruch zu verspielen. Ich sage nicht, dass wir von irgendeinem Mufti was lernen könne, aber es sind doch unsere eigenen Werte, die es verbieten sollten dem Herrn Sarrazin Beifall zu gewähren.
    Ich sehe es nicht als normal an, dass man Millionen von Menschen, bei der Verfehlung Einzelner, kollektiv bestraft. Das ist keine Gemeinheit, das ist rassistisch und rechtswiedrig! Basta (so ein Basta raus zu schreinen tut echt gut! Ich sollte es öfters machen :-)

    • 9. Oktober 2009 um 16:05 Uhr
    • NAD
  127. 128.

    @Frankyboy
    Diese Bücher die Sie nennen, kenne ich nicht. Daher sollte meine Meinung mit jemand andrem kompatibel sein, und sei er noch so fanatisch und rückständig sein, werde ich trotzdem nicht weichen, weil ich von den Sachen, die ich geschrieben habe, absolut überzeugt bin. Daher verstehe ich nicht, warum Sie mir Unehrlichkeit unterstellen? Wie sich ein Deutscher in Frankreich oder in der Schweiz fühlt weiß ich auch, weil ich selber einer bin. Von einer Juden gesteuerte Medienlandschaft weiß ich allerdings nichts, daher finde ich dies absolut unpassend und fördere Sie auf diesen Satz zurück zunehmen. Was wir hier kontrovers diskutieren hat mit dem Judentum gar nichts zu tun.
    Ich habe nicht behauptet, dass wir immer nur fordern. Ich habe gesagt, dass wir bewusst überfordern, um Recht zu behalten.
    „Wenn Sie in den Nachrichten hören, dass in -sagen wir mal- Frankfurt/Oder mehrere Jugendliche einen bolivianischen Studenten zusammengeschlagen haben”, woran denken Sie: An einen Streit unter Schüler, an einen gemeinen Straßenraub oder an Rechtsradikale?“
    Ich denke dann gehören ein paar Mistkerle hinter Gittern und verlange nicht, dass man Frankfurt/Oder aus BRD abtrennt.
    Ich will keinem Mullah dieser Welt das Recht einräumen unsere Gesellschaft zu bewerten, aber genau so wenig kann ich es gut heißen, dass alles in einer Richtung interpretiert wird.
    Es kann nicht sein, dass man jede Kritik mit „ Mein Land, Basta! Und wenn es Dir nicht gefällt, kannst du gehen“ und jede eigene Verfehlung mit „das ist normal“ begegnenen. Grundsätzlich verharmlosen Sie jegliche eigene Verfehlung mit:“ mit Pech… ist so!!“.
    Man gewinnt den Eindruck, als würde Sie sagen, so schlimm ist es doch nicht, und solange diese Menschen noch hier sind, können wir weiter drauf hauen. Wäre der Schmerz groß genug, wären die schon längst weg. Woher holen Sie sich das Recht über andere Mitmenschen so zu reden, ohne jeglichen moralischen Anspruch zu verspielen. Ich sage nicht, dass wir von irgendeinem Mufti was lernen könne, aber es sind doch unsere eigenen Werte, die es verbieten sollten dem Herrn Sarrazin Beifall zu gewähren.
    Ich sehe es nicht als normal an, dass man Millionen von Menschen, bei der Verfehlung Einzelner, kollektiv bestraft. Das ist keine Gemeinheit, das ist rassistisch und rechtswiedrig! Basta (so ein Basta raus zu schreinen tut echt gut! Ich sollte es öfters machen

    • 9. Oktober 2009 um 16:06 Uhr
    • NAD
  128. 129.

    @Frankyboy

    Sorry, Sie müssen nichts zurück nehmen, denn Sie haben mich perösnlich gar nicht gmeint. Daher streichen Sie den Satz mit dem „Judentum“ einfach aus Ihrer Wahrnehmung. Danke!

    • 9. Oktober 2009 um 16:27 Uhr
    • NAD
  129. 130.

    Sarrazin polarisiert wie man auch an den vielen Beiträgen und Kommentaren da sehen kann..
    Ich halte es trotz vieler Pauschalierungen die da getroffen werden für gut, dass hier eine Diskussion losgetreten wird die hoffentlich auch weitergeführt wird.
    Ich glaube, dass es neben dieser derzeitigen “Ausländerdiskussion” auch durchaus mal eine Diskussion über “Leistungsträger” geben sollte – die ja eigentlich auch von Sarrazin angesprichen werden. Der Begriff wird derzeit unverhältnismäßig oft verwendet und eigentlich wird nie definiert was er umfasst.
    Für mich ist ein Leistungsträger jemand der eigentlich genau im Wortsinn etwas “postives leistet”. Und in dem Sinn ist die Putzfrau die das WC sauber macht für mich eine Leistungsträgerein – der Manager der gerade mal wieder ein paar 100 Millionen vernichtet hat ist eigentlich KEIN Leistungsträger.
    Sarrazin hält jemanden der sich in Harz “ausruht” für faul – kann ich mal fürs Erste zustimmen. Aber welche Chancen hat ein Harz Empfänger in der derzeitigen politisch gewollten Wirtschaftssituation? Manager mit Millonenbonus wird er kaum werden. Also wird wahrscheinlich in den meisten Fällen ein “Jobangebot” auf ihn warten bei dem er nach Abzug der dann selbst zu zahlenden Krankenkasse und Wohnungskosten froh sein kann wenn er nicht deutlich weniger in der Tasche hat als er bei Harz IV hätte.
    War das so gedacht als man Harz IV als Chance für den Einstieg in der ersten Arbeitsmarkt eingeführt hat?
    ich halte jemanden, der lieber einen Billigjob ausführt als vom Staat zu leben für moralisch hochanständig – aber leider bleibt auch das Gefühl, dass ich ihn auch für etwas “doof” halte.
    Entschuldigung nun an alle die nun wirklich eben für wenig Geld arbeiten – und nicht dem Staat auf der Tasche liegen – der Ausdruck “doof” ist nicht böse oder abwertend gemeint – es fällt mir nur kein besserer Ausdruck ein.
    Also ich bleibe dabei, das ich Sarrazin als guten “Auslöser” einen Diskussion halte – und hoffe, dass nach einen Phase der Polarisierung die wirklichen (oder vermeintlichen) Probleme, wenn schon nicht gelöst so doch zumindest aufgezeigt werden und Lösungsmöglichkeiten wenigstens diskutiert werden.

    • 18. Oktober 2009 um 18:01 Uhr
    • Bernd
  130. 132.

    marriex

    Eine türkische Wärmestube tut sich hier auf für alle Kunden, die Tante Emma vermissen. Sie vertrauen Onkel Mehmet.

    Vorbildlich paternalistisch. Der ganze Mumpitz liest sich wie eine Sequenz aus Onkel Tom´s Hütte.

    • 19. Oktober 2009 um 09:30 Uhr
    • riccardo
  131. 133.

    @ riccardo
    „Der ganze Mumpitz liest sich wie eine Sequenz aus Onkel Tom´s Hütte.“
    Und wenn schon. Es herrscht Gewerbefreiheit. Der Kunde ist wichtiger als der Herr Oberstaatsrat Sarrazin. Ausserdem hat der vergessen zu erwähnen, dass die Änderungsschneiderei und Flickschusterei in Deutschland über weite Strecken in türkischer Hand ist.

    @ marriex
    Die FAZ macht sich seit einiger Zeit einen Mordsspass daraus, von konservativem Grund aus immer wieder der Neuen Rechten ans Bein zu pinkeln. Entsprechend allergisch reagiert diese inzwischen darauf.

    • 19. Oktober 2009 um 09:59 Uhr
    • AM
  132. 134.

    >Der ganze Mumpitz liest sich wie eine Sequenz aus Onkel Tom´s Hütte.

    „Diverse juristische Praktika führten sie zunächst in die Irre. Doch ein Jahr auf der Deutschen Journalistenschule in München und Hospitanzen beim Bonner „General-Anzeiger“, bei „sueddeutsche.de“, der „Financial Times Deutschland“, der F.A.Z. und ihrer Sonntagszeitung gaben den Ausschlag für den Journalismus.“

    :-)

    • 19. Oktober 2009 um 10:14 Uhr
    • PBUH
    • 12. Januar 2010 um 20:29 Uhr
    • M. Riexinger
  133. 136.

    Der Typ scheffelt damit doch nur Geld!

    Je mehr darüber diskutiert wird, um so mehr verkauft sich sein armseliges Buch!

    Ich denke gar nicht, dass er wirklich so extremistisch denkt. Denn wer in die SPD eintritt wird wohl kaum faschistoides Denken praktizieren. Es scheint ihm nur darum zu gehen dieses Buch zu verkaufen!

  134. 137.

    „Schmierenkomödie in Deutschland anno 2010

    Merkel ans Volk: Wir finden Ausländer toll!
    Sarrazin ergänzt: Im Ausland!
    Merkel zu Sarrazin: Du solltest das doch nicht verraten!
    Schweigende Mehrheit: Sarrazin, wir finden dich toll!
    Merkel zu Putin: Was macht man mit Leuten, die nicht spuren?
    Putin: Rausschmeißen!
    Merkel zu Wulff: Schmeiß Sarrazin raus aus der Bundesbank!
    Özdemir an seine Landsleute: Keine Angst, niemand will, dass ihr euch anpasst.
    3 Monate später – Wulff nun Klartext ans Volk: Ja, liebe anpassungsunwillige Türken, Transferleistungen werden gestrichen. Bedankt euch dafür bei Erdogan.

    Moral von der Geschichte: Politik wird auf den Finanzmärkten entschieden.

    Anmerkung der Autorin: Personen sind nicht erfunden, entstehende Ähnlichkeiten bei der Handlung aber rein zufällig.“

    gefunden auf
    http://morganetarot.blogspot.com/2010/09/schmierenkomodie.html

    • 3. September 2010 um 11:19 Uhr
    • Emma
  135. 138.

    Sarrazin ist ein durchschnittlicher Rassist der nicht nur am rechten Rand unterwegs ist. Man kann Sarazzin getrost als Neofaschist bezeichnen. Die bildungsbürgerliche Debatte läuft ins Leere und negiert systemimanente Faktoren. Mehr gibt es nicht zu sagen.

    Grüße

    Frank

    • 4. September 2010 um 15:43 Uhr
    • Thomas
  136. 139.

    Sehr geehrter Herr Lau

    Unten finden Sie den Wortlaut eines Leserbriefes eines Migranten der sich immerhin versucht auf Deutsch auszudruecken:

    „so ein dumme mensche wie der Sarrazin hab noch nie gesehen,er soll ein mal die Geschichte von Kosovo lesen und so ein Kommentar geben… das Kosovo hat immer zu denn Albaner gehörte und es wird auch immer gehören..
    der mann ist einfach Nazi…mir fehlen die Wörter das es immer noch heute so Leute ergibt…“

    Immerhin finde ich es toll dass dieser Mensch die ZEIT und nicht die BILD liest und eine Meinung artikuliert auch wenn ich diese nicht teile.

    Peter Weissdorn

    • 7. September 2010 um 16:17 Uhr
    • Peter Weissdorn
  137. Kommentar zum Thema

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