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Der Times-Square-Bomber: “a modern boy”

Von 5. Mai 2010 um 14:08 Uhr

Der Attentäter vom Times Square kommt nach einem Bericht der pakistanischen Tageszeitung Dawn aus guter Familie:

Der Vater war ein höherer Offizier der Air Force Pakistans, die Familie lebte in dem Dorf Mohib Banda bei Peschawar in einem villenartigen Anwesen. Er wurde liberal erzogen und besuchte Eliteschulen und Universitäten wie üblich im pakistanischen Establishment. Die Familie hatte angeblich keine starken religiösen Bindungen, geschweige denn Kontakte zu Militanten.

“He was clean shaven here but I now see a change. He has grown beard in the United States,” said Ahmad, the 50-year-old former mayor of Mohib Banda.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Der Attentäter vom Times Square kommt nach einem Bericht der pakistanischen Tageszeitung Dawn aus guter Familie

    Ein Argument mehr dafür, daß die Islamisten im Westen über gut ausgebaute Netzwerke zur Verbreitung ihrer Gehirnwäsche verfügen – und das Bübchen aus “guter Familie” liess sich verführen.
    Nun denn, jetzt kann sich der “modern-boy” die nächsten Jahrzehnte um seine Bartpflege kümmern.

    • 5. Mai 2010 um 14:30 Uhr
    • tati
  2. 2.

    … eine entstehende Marktlücke: der Export pfarrender Berufsschulreligionslehrer könnte solche Karrieren doch zuverlässig verhindern …

    m.

    • 5. Mai 2010 um 14:57 Uhr
    • miles
  3. 3.

    - hier liegt jetzt noch ein ‘r’ rum: sollte ‘pfarrernder’ heißen.

    m.

    • 5. Mai 2010 um 15:00 Uhr
    • miles
  4. 4.

    Hier mehr über ihn. Er hatte einen MBA und war als Finanzexperte tätig, konnte aber wohl nicht mit Geld umgehen. Letztes Jahr war er in einem Bombenbastelkurs.

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Der-laechelnde-Terrorist-der-nachts-joggen-ging/story/22021694

  5. 5.

    Offensichtlich beginnen die Massnahmen des Westens zu greifen.
    Er hat in seinem Volkshochschulkurs nichts wirklich richtig gelernt, und an die richtige Ware kam er wohl auch nicht.

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Der-Bomber-der-keine-Ahnung-von-Bomben-hat/story/24380097

    Ich freue mich auf die linken Erklärungsversuche, um die offensichtlichste abzuwedeln.

  6. 6.

    Ein Argument mehr dafür, daß die Islamisten im Westen über gut ausgebaute Netzwerke zur Verbreitung ihrer Gehirnwäsche verfügen – und das Bübchen aus “guter Familie” liess sich verführen.

    Du meintest wohl ein Hinweis mehr darauf, dass…

    Und das ist hier dem Anschein nach eben eher nicht gegeben, da der Täter offenbar allein gehandelt hat. Es sei denn, man meint mit gut ausgebaute Netzwerke eine DSL-Leitung, die es ermöglicht, auf einschlägigen Dschihad-Seiten zu surfen und mit dem einen oder anderen Gesinnungsgenossen zu chatten.

    Dabei handelt es sich aber näher betrachtet um sog. “führerlosen Widerstand” (der Begriff stammt übrigens von einem amerikanischen Rechtsextremisten, der über angewandte Militanz von Gesinnungsgeossen noch unterhalb der hierarchisch flachen und arbeitsteiligen Netzwerk-Ebene philosophierte). D.h.: Jeder einzelne Depp kann eine Bombe basteln oder es zumindest versuchen oder eine Knarre benutzen, so er sich eine besorgt. Es können auch zwei oder drei Deppen auf einmal sein – aber das macht eben noch kein Netzwerk, es braucht nur einen Internetaschluss und einen riesigen Haufen Ideologie.

    Netzwerke haben – rein technisch gesehen – den Vorteil, dass sie über mehr oder bessere Ressourcen verfügen (z.B. u.a. über jemanden, der wirklich gut Bomben basteln kann), aber aufgrund ihrer “Masse” den Nachteil, anfälliger für Enttarnung zu sein. Wenn ein Glied in der Kette bei staatlichen Sicherheitsbehörden einschlägig bekannt ist oder ihnen auffällt, steigt aus Sicht des Netzwerkes das Risiko des Misserfolges. Auch deshalb reisen wahrscheinlich deutsche Dschihadisten bislang lieber ins pakistanisch-afghanische Grenzgebiet. Hier sehen sie für sich höhere Erfolgschancen.

    Der misslungene Anschlag, über den wir hier reden, gleicht nach dem jetzigen Informationsstand vom Prinzip her der Aktion der beiden verhinderten Kofferbomber.

    Insofern kann man von Glück sagen, dass die Tötungshemmung sowie die Abneigung selber getötet zu werden bei einzelnen oder kleinen Gruppen von Dschihadisten innerhalb westlicher Friedenszonen häufiger eine gewisse bzw. größere Rolle spielt als außerhalb derselben. Die einfachste und wohl effizientere Terror-Methode besteht darin, seine blutige Botschaft, wie ein Amokläufer, mittels einer Schnellfeuerwaffe unter die Leute zu bringen. Der einzige Dschihadist, der entsprechend agiert hat, war der Attentäter von Fort Hood.

    • 5. Mai 2010 um 15:53 Uhr
    • N. Neumann
  7. 7.

    Da kommt einem sofort Atta in den Sinn.
    Der wurde auch erst in Hamburg zum Islamisten.
    Der Grund dafür war die Moschee (die immer noch
    vorhanden und sehr gut besucht ist).

    • 5. Mai 2010 um 16:02 Uhr
    • Bravoleser
  8. 8.

    So eine Biographie ist für militante Islamisten in westlichen Gesellschaften eher typisch als untypisch. Die Annahme, Terroristen seien arm und ungebildet war nie haltbar.

    • 5. Mai 2010 um 18:17 Uhr
    • Beobachter
  9. Kommentar zum Thema

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