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Muslima fast nackt – auch wieder nicht recht

Von 18. Mai 2010 um 14:04 Uhr

Der amerikanische Blogger Daniel Pipes hat einen klaren Beleg für die unfaire Bevorzugung von Muslimen durch die Dhimmi-Mentalität ausgemacht: Sie gewinnen einfach zu viele Schönheitswettbewerbe!

Der Hintergrund: Erstmals hat eine arabischstämmige Frau – Rima Fakih – den Titel der Miss USA gewonnen. Fakih entstammt einer libanesischen Familie. Sie war Miss Michigan geworden und hatte dann den von Donald Trump gesponsterten Miss USA-Wettbewerb in Las Vegas gewonnen.

Komisch: Sonst macht Pipes sich gerne Sorgen darüber, dass zuviele Muslimas in Europa die Burka tragen. Nun hat eine im Bikini die nichtmuslimische Konkurrenz hinter sich gelassen – und es ist auch wieder nicht recht.

So schreibt er über die angeblich starke Frequenz muslimischer Beauty Queens: “They are all attractive, but this surprising frequency of Muslims winning beauty pageants makes me suspect an odd form of affirmative action.”

Wenn aber selbst die nahezu vollkommen entblößte Araberin den gleichen Argwohn auf sich zieht wie die vollkommen verhüllte, dann stimmt wohl etwas nicht. Islamophobie? Arabophobie? Lubnanphobie? Whatever.

Pipes – Betreiber eines gut gehenden Liefergeschäfts für nahöstliche Angstpropaganda – hat sich hier einmal sehr schön selbst demontiert.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Israel, Libanon, Iran. Dort gibt es zweifellos die schönsten Menschen. Sogar Frauen aus diesen Regionen können mich sprachlos machen ;-)

    • 18. Mai 2010 um 14:49 Uhr
    • Samuel
  2. 2.

    “Islamophobie? Arabophobie? Lubnanphobie?”

    Vielleicht ist Daniel Pipes eher Männern zugetan, und hat es darum nicht so mit Misswahlen. Das wäre doch mal eine Erklärung. LOL

    • 18. Mai 2010 um 14:59 Uhr
    • Samuel
  3. 3.

    Wieder ein schöner Beweis dafür, dass man sich nicht mit tumben Islamhassern gemein machen sollte. Das Erste, das man dabei nämlich verliert ist die Glaubwürdigkeit.

    • 18. Mai 2010 um 17:25 Uhr
    • Hein_W
  4. 4.

    Die Dame sieht so aus, als hätte sie den Titel völlig zu Recht gewonnen.
    Und ist das nicht ein schönes Beispiel für gelungene Integration, wenn man bei den Fleischbeschauen des sabbernden Geldgesindels mitmacht.

    • 18. Mai 2010 um 17:25 Uhr
    • lebowski
  5. 5.

    Diesbezüglich schreibt Pipes in der Tat nur Mist: Die von ihm angeführten Beispiele legen mitnichten den Schluss nahe, dass die Vergabe der entsprechenden Titel eine Art “affirmative action” gewesen ist. Vielmehr gibt es eben auch unter Arabischstämmigen sehr hübsche Frauen, also müssen sie von Zeit zu Zeit gewinnen.

    Selbst wenn es sich im Übrigen um eine Form der “positiven Diskriminierung” handelte, müsste das doch eigentlich ganz im Sinne von Pipes sein. Immerhin haben wir es z.B. hier mit einer bildhübschen jungen arabischstämmigen Frau zu tun, die für sich das Recht beansprucht, einen durch und durch westlichen Lebensstil zu pflegen, die ferner eine katholische High School besucht hat und sich – im Wesentlichen – überhaupt nicht von christlichen Frauen in ihrem Alter unterscheidet.

    Ob diese Einlassungen von Pipes nun bereits zwingend nahe legen, dass er ein Rassist ist, kann ich nicht sagen. Möglich ist es jedenfalls. Möglicherweise ist Pipes aber auch nur zu ideologisiert und kann deshalb gar nicht anders kann, als beständig nach “positiver Diskriminierung” zu fahnden, die Musime oder arabischstämmige Personen begünstigt. In jedem Fall halte ich Pipes angesichts dieser Ausführungen für einen ignoranten Idioten.

    • 18. Mai 2010 um 17:49 Uhr
    • NKB
  6. 6.

    Pipes kritisiert ja nicht die Schönheiten, sondern eine politisch gewünschte und forcierte “positive Diskriminierung”.

    Ich weiss allerdings auch nicht was daran so schlimm sein sollte, insbesondere im Kampf gegen den Islamismus.

    Die Schönheit (so) einer Frau ist der direkte Beweis für die Existenz Gottes. Und hier wird für jeden Menschen eindeutig klar, verhüllen wäre eine schlimme Sünde.

    • 18. Mai 2010 um 18:30 Uhr
    • PBUH
  7. 7.

    Ich weiss allerdings auch nicht was daran so schlimm sein sollte, insbesondere im Kampf gegen den Islamismus.

    Die Schönheit (so) einer Frau ist der direkte Beweis für die Existenz Gottes. Und hier wird für jeden Menschen eindeutig klar, verhüllen wäre eine schlimme Sünde.

    @ PUBS

    Insofern dürfte Pipes die von ihm suggerierte positive Diskriminierung nicht kritisieren.

    So gesehen schreibt er also gleich doppelten Stuss.

    • 18. Mai 2010 um 19:06 Uhr
    • N. Neumann
  8. 8.

    @PBUH
    >>Die Schönheit (so) einer Frau ist der direkte Beweis für die Existenz Gottes. Und hier wird für jeden Menschen eindeutig klar, verhüllen wäre eine schlimme Sünde.>>

    PBUH, das haben Sie sehr schön ausgedrückt!

  9. Kommentar zum Thema

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