Ein Blog über Religion und Politik

Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen

Von 13. Oktober 2010 um 10:40 Uhr

Extended version meines Leitartikels für die kommende Ausgabe:

Auch dumme Sprüche können eine Debatte weiterbringen. Horst Seehofers Behauptung, wir bräuchten »keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen« ist so ein Fall.
Das Gegenteil ist nämlich wahr, und vielleicht könnte man darüber jetzt endlich reden. Deutschland bekommt nicht die Zuwanderer aus »anderen Kulturkreisen«, die es dringend braucht. 34000 Ingenieursstellen waren im letzten Jahr offen, und doch konnte das Land im letzten Jahr nur knapp 5000 Hochqualifizierte gewinnen – die meisten von ihnen aus China und Indien, Tendenz stark rückläufig.
Aber diese besonders in Bayerns Hightechindustrie begehrten Einwanderer hat Seehofer natürlich nicht gemeint. »Andere Kulturkreise« – das ist ein politisch korrektes Codewort für »Türken, Araber, Muslime«. Hier sucht jemand offenbar Anschluss an die Debatte um Thilo Sarrazin. Leider hat auch er dessen Buch nicht gelesen. Darin wird trocken festgestellt, wer qualifiziert genug für unseren Arbeitsmarkt sei, »kann selbstverständlich auch aus einem muslimischen Land kommen«. Seehofer ist beim Versuch, Sarrazin einzuholen, weit rechts über ihn hinausgeschossen und knapp neben dem niederländischen Populisten Geert Wilders gelandet. Der will nicht einmal Christen aus dem Irak aufnehmen – wer aus dem islamischen »Kulturkreis« kommt, gilt als kontaminiert.
So weit sind wir zwar noch nicht, dass solche Hetze auch hierzulande mehrheitsfähig wäre. Doch Populismus ist auch in Deutschland eine starke Versuchung in Zeiten schwindender politischer Legitimation. Im Unterschied zum hemmungslosen Original der Rechtspopulisten sind die Erfolgsaussichten der Kopie aber wahrscheinlich begrenzt. Denn dies ist ein Populismus aus Angst vor dem Volk.
Man kann diese Angst spüren, wenn Angela Merkel Seehofers xenophobe Spielchen jetzt »verständlich« nennt. Fand sie nicht Wulffs Rede richtig und Sarrazins Buch »«nicht hilfreich«? Was denkt sie wirklich über Deutschland und den Islam - zum Beispiel wenn sie den halbnackten Özil als Matchwinner für Deutschland in der Kabine beglückwünscht? Man erfährt es nicht. Auch für Sigmar Gabriel ist das schwer zu sagen, wenn er  Sarrazin hart attackiert und dann doch wie jener gegen »Integrationverweigerer und Hassprediger« poltert. Die Integrationsbeauftrage Maria Böhmer ist vor lauter Angst seit Wochen abgetaucht. Sie scheint die wichtigste Debatte über ihr Thema im Bunker des Kanzleramts aussitzen zu wollen.

"Hallo Herr Özil, ich wollte nur noch mal klarstellen: Bei uns steht das Grundgesetz über der Scharia! Ansonsten: Weitermachen."

Sarrazins Erfolg hat die Politik in Furcht und Schrecken versetzt. Sie fürchtet, von der Welle, die er ausgelöst hat, erfasst zu werden – und versucht doch zugleich darauf zu surfen. So tritt das Paradox ein, dass heute genau jene Parolen und Denkfiguren in den Mainstream einsickern, für die man ihren Urheber doch ausgeschlossen hat.
Die derzeit so populäre Rede von der christlich-jüdischen Kultur hatte einmal einen guten Sinn. Nie wieder sollten Juden als das unintegrierbare andere schlechthin definiert werden, wie es jahrhundertlang üblich war. Doch nun geht es vor allem um die Markierung einer Differenz zu den Muslimen. Die Juden rhetorisch zu umarmen, um die Fremdheit des Islams herauszustreichen, grenzt an Geschichtklitterung.
Die kaum versteckte Botschaft an die Muslime kommt gleichwohl an: Ihr gehört hier nicht her, ihr habt nichts beizutragen, ihr werdet fremd bleiben. Fahrlässiges Geschwätz von »Kulturkreisen« unterhöhlt die Geschäftsgrundlage unseres Einwanderungslandes, das von jedermann einen Beitrag erwarten und fordern muss, unabhängig von seiner Herkunft und Prägung.  Darin lag ja die Berechtigung der Kritik am Multikulturalismus: dass er  Menschen nicht zuerst als selbstverantwortliche Individuen versteht, sondern als Gefangene starr abgegrenzter Kulturen. Wer jetzt das Einteilen  in »Kulturkreise« forciert, wiederholt disesen Fehler: Multikulti von rechts.
Mindestens in einer Hinsicht war Sarrazin doch hilfreich: Erst die Debatte um sein Buch hat gezeigt, wie groß die Themen Zuwanderung und Integration verhandelt werden müssen: Hier liegt eine politische Führungsaufgabe, die nicht kleiner ist als seinerzeit bei der Ostpolitik oder der Nachrüstung.
Den Deutschen ist viel zuzutrauen. Nach allen Umfragen steigt zwar die Skepsis gegenüber dem Islam. Aber es wäre falsch, das als Welle der Islamophobie zu deuten: Wie islamfeindlich kann ein Land sein, das in fünfzig Jahren die Entstehung von mehr als 2600 Moscheen und Gebetsräumen ohne große Konflikte ertragen hat? Ein Wort der Anerkennung von muslimischer Seite für diesen atemberaubenden Wandel wäre auch nicht verkehrt.
Es gibt nämlich keine Garantie dafür, dass dieses Land so weltoffen bleibt. Die Politik muß die Angst vor dem Volk überwindenund der  Mehrheit ebenso wie der Minderheit die Wahrheit sagen: Nein, wir werden nicht von muslimischen Horden überrannt. Mehr Abwanderer gingen im letzten Jahr in die Türkei als Einwanderer von dort zu uns kamen. Aber es sind oft die Besten, die uns verlassen. Wir fallen zurück im Wettlauf um die Elite der globalen Migranten. Und wenn wir das stoppen wollen – etwa durch ein Punktesystem für Migranten nach kanadischem Vorbild – auch dann müssen wir mehr Differenz aushalten. Und wenn das frei von Ressentiment und Kulturdünkel geschieht, kann man auch mehr Integration, ja mehr Anpassung von den Einwanderern verlangen. Der türkische Europaminister Egemen Bagis ruft den Türken zu:  »Lernt Deutsch! Passt euch den Sitten und Gebräuchen eures Gastlandes an!« Deutschland ist ein weltoffenes Land. Noch. Die Zukunftsfrage ist nicht bloß, wieviel Islam Deutschland verträgt, sondern: wieviel Engherzigkeit.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Gut gebrüllt, Löwe!

    • 13. Oktober 2010 um 11:05 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  2. 2.

    “Hallo Herr Özil, ich wollte nur noch mal klarstellen: Bei uns steht das Grundgesetz über der Scharia! Ansonsten: Weitermachen.”

    😀

    • 13. Oktober 2010 um 11:16 Uhr
    • PBUH
  3. 3.

    Hohe Intoleranz gegenüber Muslimen

    Erstmals gefragt wurde, ob die Religionsausübung für Muslime in Deutschland erheblich eingeschränkt werden sollte. 58,4 Prozent stimmten dieser Aussage zu, mit dem Grundgesetz ist sie freilich nicht vereinbar. Im Westen mit 53,9 Prozent etwas weniger, im Osten mit 75,7 Prozent deutlich mehr – obwohl dort deutlich weniger Muslime leben.

    Bemerkenswert ist, dass dieser Aussage selbst 55,5 Prozent derjenigen zustimmen, die rechtsextremen Aussagen ansonsten überwiegend ablehnend gegenüber stehen. Die Autoren der Studie sprechen deswegen von einem „modernen Rassismus“, der an kulturellen Unterschieden ansetzt und nicht an vermeintlichen genetischen Merkmalen.

    Dass „manchen Leuten Arabern unangenehm sind“, konnten 55,4 Prozent „gut verstehen“, ein Wert, der in Ost wie West etwa gleich ist. Wiederum stimmte mehr als jeder zweite derjenigen dieser Aussage zu, die sonst rechtsextreme Einstellungen überwiegend ablehnen. Rechtsextreme Parteien oder Rechtspopulisten könnten an diese Ressentiments anknüpfen, warnen die Forscher.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,722751,00.html

    • 13. Oktober 2010 um 11:18 Uhr
    • PBUH
  4. 4.

    Doch nun geht es vor allem um die Markierung einer Differenz zu den Muslimen.

    Und das macht man am besten, indem man kein Kopftuch trägt, trotzig Wein trinkt und Saumagen isst, über Gruppengrenzen hinweg heiratet, die Kairoer Erklärung ablehnt, deutsch spricht und arbeitet.

    Aber das sind hilflose Versuche einer verlorenen und dem Untergang geweihten Gruppe, die versucht, die deutsch-türkisch-islamische Synthese zu verhindern und einfach Bürger zu bleiben.

    Otto, Das Wort zum Montag: Was will uns das sagen?

    • 13. Oktober 2010 um 11:27 Uhr
    • FreeSpeech
  5. 5.

    So weit sind wir zwar noch nicht, dass solche Hetze auch hierzulande mehrheitsfähig wäre.

    @ JL – betrachten Sie mal die Umfrageergebnisse der FES aus dem Spiegelartikel den der Vorposter angegeben hat.

    Weit sind wir von der Mehrheitsfähigkeit nicht mehr entfernt. Und BILD und Broder arbeiten jeden Tag daran, dass die Hetze als legitimer Tabubruch einen Platz am Küchentisch bekommt.

    • 13. Oktober 2010 um 11:27 Uhr
    • Bounce
  6. 6.

    „Der will nicht einmal Christen aus dem Irak aufnehmen – wer aus dem islamischen »Kulturkreis« kommt, gilt als kontaminiert.“
    Begründet Wilders das tatsächlich so?
    Er meint also, Christen aus islamischen Ländern seien zu islamisch geprägt, oder wie ist das zu verstehen? Oder ist das eine Zuspitzung Ihrerseits und Wilders begründet das irgendwie anders; vielleicht weil er befürchtet, dass für eine Migration auf dem Papier dann alle Christen sind?

    Keine rethorische Frage, ich weiß es nicht und würde es gerne nachvollziehen können.

    lese mal weiter

    • 13. Oktober 2010 um 11:27 Uhr
    • Tschaeka
  7. 7.

    Ja, wir haben Bedarf an Hochqualifizierten !

    Gleichzeitig haben wir aber in Deutschland auch Millionen Arbeitslose, die anscheinend eher gering qualifiziert sind – und für Geringqualifizierte gibt es KEINEN Bedarf. Im Gegenteil – es gibt heute schon zuviele Geringqualifizierte – darum die Arbeitslosen.

    Daraus folgere ich:
    1) Wir sollten hochqualifizierte, intelligente Zuwanderer ins Land lassen
    2) Unqualifizierte sollten drausen bleiben, weil wir davon schon genug haben.

  8. 8.

    Er meint also, Christen aus islamischen Ländern seien zu islamisch geprägt, oder wie ist das zu verstehen?

    Ist so, der Chef hat den Link gepostet.

    • 13. Oktober 2010 um 11:41 Uhr
    • FreeSpeech
  9. 9.

    „Wie islamfeindlich kann ein Land sein, das in fünfzig Jahren die Entstehung von mehr als 2600 Moscheen und Gebetsräumen ohne große Konflikte ertragen hat? Ein Wort der Anerkennung von muslimischer Seite für diesen atemberaubenden Wandel wäre auch nicht verkehrt.“

    Ist es auch net. Ich breche mal eine Lanze für die deutsche Gastfreundlichkeit, die leider auch durch das zutun der Migranten selbst, mit so manchen Aktionen, die sie in ihren Heimatlaendern nicht bringen können (aber es in Deutschland tun) etwas geschmaelert wurde.

    • 13. Oktober 2010 um 11:47 Uhr
    • Mete
  10. 10.

    Nur weil Muslime behaupten, der Islam sei eine Religion, wird ständig mit dem Grundgesetz und der Religionsfreiheit herum gewunken!

    Wenn der Herr Jörg Lau den Koran und die Hadithe mal studieren würde, könnte er leicht erkennen, dass es sich bei dieser „Religion“ um puren Faschismus handelt!

    Die Forderung von Seehofer „Klasse statt Masse“ sollte auch von einem Schreiberling wie Herr Jörg Lau verstanden werden oder meinte er mit
    „dumme Sprüche“ am Ende gar sich selbst? Ich möchte es fast glauben wollen!

    • 13. Oktober 2010 um 12:00 Uhr
    • Kvrt Pavl
  11. 11.

    @Kvrt Pavl

    Das darf man so nicht sagen. Gegen den Islam zu sein oder Koran und Hadithen negativ zu sehen ist Hetze. Das spaltet die Gesellschaft, und das ist auch nicht islamkonform.

    • 13. Oktober 2010 um 12:04 Uhr
    • FreeSpeech
  12. 12.

    Migration – eine ‚Crux‘ mit 10 Hypothesen, eine Aufgabe für Politik (und Gesellschaft)

    1) Die mittel-und langfristige EU-Demografie zeigt einen Mangel an qualifizierten Arbeitern auf einer Skala, die das Wirtschaftswachstum und die Stabilität zahlreicher Industrien gefährden würde.

    2) Deutschland wird vermutlich ohne qualifizierte Einwanderung erodieren: bis 2025 wird
    • in Bayern der Anteil der Neunzehn- bis Vierundzwanzigjährigen um 14 Prozent schrumpfen,
    • im Saarland und Berlin um 27 Prozent,
    • in Mecklenburg-Vorpommern um fast 50 Prozent.

    3) Die EU befindet sich bei der Suche nach Ausgleich dieses zu erwartenden Mangels in Konkurrenz zu den Einwanderungsländern angelsächsischen/angloamerikanischen Typs (Australien, Canada, Neuseeland, USA).
    Das heißt: Möglicherweise kommt gar keiner, möglicherweise laufen die (immer weniger werdenden qualifizierten?) jungen Menschen – die Kinder von heute – dem Land (welchem auch immer) auch noch davon.

    4) Entscheidend ist, ob die EU, ob Deutschland qualifizierte Zuwanderung – naturgemäß aus vielerlei Kulturkreisen – bekommt.

    6) Entscheidend ist weiterhin, ob die heutigen Kinder in der EU, in Deutschland, in einer von finanziellen und psychologischen Belastungen – auch denen von nicht-integrierten muslimischen Parallel-Milieus – erodierenden Gesellschaft abwandern werden.

    7) Die Sorge der Bevölkerung liegt weniger in der Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, sondern eher umgekehrt darin, ob Deutschland nicht vielleicht eines Tages viel mehr zum Islam gehört als es ihm lieb sein kann.

    8) Das Bürgertum lebt davon, dass es sich ständig über die Aufstiegserfolge unterer Schichten regeneriert und im besten Fall sogar dadurch sogar wächst. Die Hebel dafür heißen Leistung und Bildung, unabhängig vom Kulturkreis.

    9) Die Punkte 1) bis 8) einer befriedigenden Lösung zuzuführen – ohne ideologische ‚Bürgerkriege‘ -, ist eine Anforderung an die Politik.

    10) Vielleicht ist das ‚Modell Kanada‘ ja da eine Hilfe.

    Zu Zahlenbasis und Hypothesen siehe
    a) Eintrag „Immigration“ – wikipedia (en)
    b) Artikel „Seehofers Stimmungspolitik“ – FAZ – 12.10.2010

  13. 13.

    die Ziffer ‚8‘ wurde aus unerfindlichen Gründen durch Icons ersetzt.

  14. 14.

    @Publicola

    In den (meisten) islamischen Staaten wird gleichzeitig das Wasser knapp und das begrenzt das Wirtschaftswachstum. Wo werden die wohl hindrängen?

    Hier in Europa haben wir gar keine andere Wahl als möglichst bald dafür zu sorgen, dass die Zuwanderer begreifen, wie es bei uns funktioniert. Und wirtschaftlich erfolgreich ist man nun mal nur ohne Scharia.

    • 13. Oktober 2010 um 12:16 Uhr
    • FreeSpeech
  15. 15.

    Jeder darf hierzulande glauben was er oder sie möchte.

    Diesen zivilisatorischen Grundwert der euorpäischen Gesellschaft möchte ich missen. Lediglich gegen Leute die aktiv kämpferisch gegen die FDGO vorgehen, ist der Einsatz der Sicherheitsbehörden legitim.

    Und da gilt auch für Muslime hoffentlich noch die Unschuldsvermutung – auch das ein zivilisatorischer Grundwert.

    Wer wie Herr Seehofer meint eine grundsätzliche kulturelle Unvereinbarkeit konstatieren zu können – unter Absehung der tatsächlich vorhandenen Qualifikation und der Unschuldsvermutung, der verläßt in meinem Augen den Boden der europäisch-zivilisatorischen Grundwerte.

    Aber Herr Seehofer dürfte in Hinsicht auf Populismus wohl sowieso schon verbrannt sein, hat er doch in der Vergangenheit schon so oft die Meinung geändert, wie andere ihr Hemd nicht.

    • 13. Oktober 2010 um 12:17 Uhr
    • Bounce
  16. 16.

    ad FS

    Alles im grünen Bereich.

    {Aber hatte ich je in meinem gesamten Leben – zumindest soweit hier thread-mäßig überprüfbar – das Rechtskonzept der Scharía vertreten ?
    – Ich bitte Sie!]

  17. 17.

    @Publicola

    Ziffer 8 mit Klammer bringt in WordPress automatisch icon cool. 8)

    • 13. Oktober 2010 um 12:21 Uhr
    • riccardo
  18. 18.

    – Zahlen –

    Die genannten Einwanderungsstaaten eher angelsächsischer Prägung benötigen,
    nur um ihre eigene Alterung zu verlangsamen,
    bis 2050 jährlich 1,68 Millionen qualifizierte Einwanderer
    – also mehr als die jährliche Zahl der Lebendgeburten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen zusammen

    Diese angelsächsischen Immigrations-Staaten befinden sich also diesbezüglich vermutlich quasi in Konkurrenz zur EU.

    http://www.faz.net/s/Rub546D91F15D9A404286667CCD54ACA9BA/Doc~ED92A7961AD4B43F493A9D2C5F794EC44~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  19. 19.

    riccardo – merci

  20. 20.

    Was denkt sie wirklich über Deutschland und den Islam – zum Beispiel wenn sie den halbnackten Özil als Matchwinner für Deutschland in der Kabine beglückwünscht?

    „Heute abend bei mir, sonst Ausweisung.“

    • 13. Oktober 2010 um 12:31 Uhr
    • Samuel
  21. 21.

    @ Samuel

    Es gibt ein Folterverbot.

    • 13. Oktober 2010 um 12:37 Uhr
    • FreeSpeech
  22. 22.

    @ Bounce

    „Wer wie Herr Seehofer meint eine grundsätzliche kulturelle Unvereinbarkeit konstatieren zu können …“

    Ist nur Wahlk(r)ampf. Ernsthaft meint der das gar nicht.

    • 13. Oktober 2010 um 12:38 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  23. 23.

    @HJS
    Ernsthaft meint der das gar nicht.

    Wie wahr. Der würde sogar seiner Schwiegermutter die Wahrheit sagen, wenns der Wiederwahl nützte.

    • 13. Oktober 2010 um 12:49 Uhr
    • riccardo
  24. 24.

    Man hofft, dass
    • aufgrund der sehr differenten Migrationsgeschichte und Migrationsstruktur (Deutschland hatte keine Kolonien – mit der Zuwanderung ins ‚Mutterland‘ nach der Dekolonisierung; Marokko als niederländisches Auswanderungsgebiet ist traditional-kulturell schon sehr verschieden von der Türkei, to say the least),
    • aufgrund eines (schneller) erwachenden Verzichts der bestimmenden ‚chattering classes‘ auf Realitätsleugnung,
    • aufgrund der Entstehung von (sich abzeichnenden) größeren Arealen einer Koalition der Vernunft zwischen den sog. „Autochthonen“ und den sog. „Allochthonen“

    dieser Realitäts-Adaptionsprozess
    nicht so lange, nicht so schmerzhaft-destruktiv, nicht so explosiv-konvulsiv
    wie in den Niederlanden verläuft.

    Dann hätte die Beobachtung des Adaptionsprozesses der Niederlande ja seinen guten Sinn für die Bundesrepublik gehabt bzw. nicht verfehlt.

  25. 25.

    Leider hat auch er dessen Buch nicht gelesen. Darin wird trocken festgestellt, wer qualifiziert genug für unseren Arbeitsmarkt sei, »kann selbstverständlich auch aus einem muslimischen Land kommen«.

    Da hat also einer doch noch seine journalistische Pflicht getan…

    • 13. Oktober 2010 um 12:50 Uhr
    • marriex
  26. 26.

    @ riccardo # 23

    Welcher?

    • 13. Oktober 2010 um 12:53 Uhr
    • marriex
  27. 27.

    ad marriex u. HJS

    [Seehofers] Wortmeldung spielt sich vor dem Hintergrund einer psychosozialen Verstörung ab,
    die durch die politisch skandalöse Behandlung des ungelesenen Buches von Thilo Sarrazin aufgebrochen ist.

    http://www.faz.net/s/Rub546D91F15D9A404286667CCD54ACA9BA/Doc~ED92A7961AD4B43F493A9D2C5F794EC44~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  28. 28.

    Den Deutschen die Wahrheit zu sagen, ist eine gute Idee. Einige Wahrheiten könnten etwa lauten:
    1. Wir brauchen qualifizierte Einwanderer, und solche werden nur in Ausnahmefällen aus dem muslimischen Raum kommen, da es dort solche nicht gibt.
    2. Die Einwanderer aus dem muslimischen Raum, die seit dem Anwerbestopp für Gastarbeiter gekommen sind, sind größtenteils in die Sozialsysteme eingewandert und kosten weit mehr als sie nutzen.
    3. All das hat nichts mit Kultur zu tun, mit Religion nur am Rande, sehr viel aber mit Qualifikation.

  29. 29.

    @riex

    Metaphorisch

    • 13. Oktober 2010 um 13:02 Uhr
    • riccardo
  30. 30.

    @ HJS

    „Ist nur Wahlk(r)ampf. Ernsthaft meint der das gar nicht.“

    Ich weiß nicht, ob man das als Wahlkampfgetöse abtun kann. Die nächste Bundestagswahl ist 2010 und die Wahl in Baden-Württemberg wird eher rund um das Thema Stuttgart21 entschieden.

    Ich sehe das eher als hilfloses Rumgerudere bei schlechten Umfragewerten. Ich hätte Seehofer aber für intelligenter eingeschätzt, als hier mit der Axt in die Schonung zu brechen und dabei auch noch die Gebote wirtschaftlicher Rationalität recht offensichtlich zu ignorieren.

    • 13. Oktober 2010 um 13:05 Uhr
    • Bounce
  31. 31.

    – Bundestagswahl 2013 – kleine Korrektur

    • 13. Oktober 2010 um 13:06 Uhr
    • Bounce
  32. 32.

    ad 20 – Samuel

    Merkel und der halbnackte Özil

    Die der Lau’schen Schilderung zugrundeliegende, illegal von JL raubkopierte, Originalszene lautet: ‚Die Schöne und das Biest‘.

  33. 33.

    @JL
    „Deutschland bekommt nicht die Zuwanderer aus »anderen Kulturkreisen«, die es dringend braucht. 34000 Ingenieursstellen waren im letzten Jahr offen, und doch konnte das Land im letzten Jahr nur knapp 5000 Hochqualifizierte gewinnen – die meisten von ihnen aus China und Indien, Tendenz stark rückläufig.“

    JL, Sie sprechen von Deutschland und meinen die deutsche Wirtschaft. Ist das neuerdings ein und dasselbe?
    Was die offenen Ingenieurstellen angeht, können sie sich im informativen Blog „Weissgarnix“ informieren.

    http://www.weissgarnix.de/2010/10/12/jammern-ist-billiger/#more-6253

    Das Jammern über fehlende Ingenieure ist fast so alt wie die BRD selber. Und da die deutsche Industrie ganze Heerscharen von professionellen Jammerlappen beschäftigt wird dieses Lamento auch nie verstummen. Genau wie unsere niedergelassenen Ärzte ja immer kurz vor dem Hungertod dahinvegetieren.

    • 13. Oktober 2010 um 13:22 Uhr
    • lebowski
  34. 34.

    @ Publicola

    Also meine Frau meint, Özil sei schwul.

    • 13. Oktober 2010 um 13:31 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  35. 35.

    @HJS

    „Also meine Frau meint, Özil sei schwul.“

    Wusst ich’s doch! Nur Schwule spielen für die deutsche Nationalmannschaft!

    • 13. Oktober 2010 um 13:33 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  36. 36.

    @32
    Die Bildunterschrift sollte besser lauten:
    „Der Schöne und das Biest“.

  37. 37.

    @Jörg Lau

    “Wie islamfeindlich kann ein Land sein, das in fünfzig Jahren die Entstehung von mehr als 2600 Moscheen und Gebetsräumen ohne große Konflikte ertragen hat? Ein Wort der Anerkennung von muslimischer Seite für diesen atemberaubenden Wandel wäre auch nicht verkehrt.”

    Seien Sie verischert, Muslim weiß das zu schätzen.

    • 13. Oktober 2010 um 13:36 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  38. 38.

    Ich schau dir in die Augen, Kleiner.

    • 13. Oktober 2010 um 13:37 Uhr
    • riccardo
  39. 39.

    @Spirit of Canakkale

    „Wusst ich’s doch! Nur Schwule spielen für die deutsche Nationalmannschaft!“

    Sie sagen es! Die Creme de la Creme des türkischen Fußballs wird von einem deutschen Tuntenballett in Grund und Boden gespielt.

    • 13. Oktober 2010 um 13:38 Uhr
    • lebowski
  40. 40.

    @lebowski

    Die Situation ist weit schlimmer als Sie beschreiben :-).

    • 13. Oktober 2010 um 13:40 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  41. 41.

    @ SoC

    Hehe, jetzt auch der kleine Bruder unter Anleitung von Berchti….

    • 13. Oktober 2010 um 13:43 Uhr
    • marriex
  42. 42.

    Also meine Frau meint, Özil sei schwul.

    Frauen sind wie Günter Grass: Von nichts ne Ahnung, zu allem eine Meinung 😉

    • 13. Oktober 2010 um 13:49 Uhr
    • Samuel
  43. 43.

    Hallo PBUH zu 3

    Dafür spricht das Grundgesetz, denn jede Religion muss in ihrer Religionsausübung und Auslegung, spätestens da gestoppt werden
    wo sie beginnt Teile des Grundgesetzes zu Übertreten bzw. dieses Übertretungen als langfristig gewünscht Propagiert…

    http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/grundgesetz/index.html

    Artikel 1

    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten
    und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

    (3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als
    unmittelbar geltendes Recht.

    Artikel 2

    (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit…

    Artikel 3
    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt…
    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft,
    seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen
    Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.
    Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

    Gruß

    Kamill

    (Jetzt muss ich aber ersteinmal weg,
    werde heute Abend aber gerne wieder
    dazustoßen)

    • 13. Oktober 2010 um 14:45 Uhr
    • Kamill
  44. 44.

    ad riccardo: „Here’s looking at you, kid“

    Spiel’s noch einmal, riccardo !

  45. 45.

    Punkte für die neue Nation: Das Beispiel Kanada

    In der deutschen Einwanderungsdebatte wird immer wieder auf das sogenannte Punktesystem hingewiesen – insbesondere auf das, mit dem Kanada die Einwanderung von Fachkräften steuert. Derzeit ist dort die magische Zahl 67 – so viele Punkte von 100 maximal möglichen muss eine ausländische Fachkraft zusammenbekommen, um für eine Einwanderung in Betracht zu kommen. Die Schwelle kann jederzeit und ohne Begründung angehoben werden. Seit 2001 nimmt Kanada jährlich etwa 250 000 Einwanderer auf, das ist im Verhältnis zu den gut 30 Millionen Einwohnern des Landes eine der höchsten Einwanderungsquoten weltweit.

    Gut drei Fünftel der Einwanderer sind Fachkräfte, weniger als zehn Prozent kommen als Flüchtlinge mit Asylanspruch, der Rest reist auf dem Wege der Familienzusammenführung ein. Die allermeisten Einwanderer erhalten früher oder später die kanadische Staatsangehörigkeit.

    Das Punktesystem für einwanderungswillige Fachkräfte wurde 1967 eingeführt. Wer die jeweils vorgeschriebene Zahl an Punkten erreicht, kann sich um ein Einwanderungsvisum bemühen, ohne dass ein Arbeitgeber als Sponsor den Antrag unterstützen müsste.

    Insgesamt werden in den fünf Bewertungskriterien
    Bildungsstand, Sprachkenntnisse, Berufserfahrung, Lebensalter und Integrationsfähigkeit
    90 Punkte vergeben;
    wer ein festes Stellenangebot nachweisen kann, bekommt zehn Punkte zusätzlich.

    • Maximal 25 Punkte gibt es im Kriterium Ausbildung (für Doktortitel oder vergleichbaren Studienabschluss), wer nur die Schule besucht hat, bekommt lediglich fünf Punkte.

    • Wer in zwei Fremdsprachen glänzt, bekommt bis zu 24 Punkte, wer außer seiner Muttersprache nichts spricht, erhält im Sprachkriterium keinen Punkt.

    • Mindestens vier Jahre Arbeitserfahrung sind in diesem Auswahlbereich für 21 Punkte gut, ein Jahr Berufserfahrung bringt immerhin noch 15 Punkte.

    • Das ideale Zuzugsalter ist zwischen 21 und 49 Jahren, dafür gibt es in diesem Kriterium die maximale Punktzahl zehn; unter 17 und über 53 Jahre bedeutet null Punkte.

    • Wer in Kanada studiert oder dort Verwandte hat, einen ebenfalls hochqualifizierten Ehepartner vorzuweisen hat, kann beim Kriterium Integrations- oder Anpassungsfähigkeit maximal zehn Punkte erreichen.

    Jüngst wird in Kanada vermehrt eine Reduzierung der Zahl der Einwanderer und die Anhebung der erforderlichen Mindestpunktzahl gefordert; freie Stellen sollten mit arbeitslosen Einheimischen besetzt werden, statt weiter die Einwanderung zu fördern, fordern Kritiker.

    In Deutschland hatte die sogenannte Zuwanderungskommission unter der Leitung der früheren Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth 2001 ebenfalls ein Punktesystem zur Einwanderung vorgeschlagen, das qualifizierten Arbeitnehmern erlauben sollte, sich auch ohne Arbeitsvertrag in Deutschland niederzulassen. Dieser Vorschlag fand aber im sogenannten Zuwanderungsgesetz, das Anfang 2005 in Kraft trat, keine Berücksichtigung.

    FAZ – 12.10.2010
    – nicht kostenfrei online-zugänglich –

  46. 46.

    @ Hans Joachim Sauer
    Özil ist mit der 6 Jahre älteren … Schwester von Sarah Connor liiert.
    – ist natürlich kein Beweis, aber… –
    aus: [räusper..rrmmhm..] wikipedia

  47. 47.

    Herr Lau,

    “Wie islamfeindlich kann ein Land sein, das in fünfzig Jahren die Entstehung von mehr als 2600 Moscheen und Gebetsräumen ohne große Konflikte ertragen hat? Ein Wort der Anerkennung von muslimischer Seite für diesen atemberaubenden Wandel wäre auch nicht verkehrt.”

    Nunja, Dankbarkeit für die Ausübung eines Grundrechts aus dem Grundgesetz einzufordern, hat einen bitteren Beigeschmack. Wenn man bedenkt, dass die meisten Moscheen eher versteckt sind und wie die Reaktionen sich gestalten, wenn „sichtbare“ Moscheen entstehen oder entstehen sollen, dann relativiert sich Ihre Aussage noch mehr.

    Tatsache mag sein, dass Ausländerhass hier in Deutschland wegen der Historie eher unterschwellig ausgelebt wird aber auch oftmals zur Verarbeitung der Historie übertriebene Reaktionen auf vermeintlichen Ausländerhass gegeben sind.

    Tatsache ist aber auch, dass 53% der Deutschen die Religionsfreiheit von Muslimen erheblich einschränken wollen.

    http://www.spiegel.de/flash/flash-24534.html

    Da sich dieser Teil der Bevölkerung von den Werten „unseres“ Grundgesetzes anscheinend „entfremdet“ hat, und wohl viel eher einen Integrationskurs benötigt, als die Moslems, die sich in der Mehrheit zum Grundgesetz bekennen, ist die Verniedlichung „Islamskepsis“ in größerem Maße optimistisch.

    Herr Lau, Deutschland ist in vielerlei Hinsicht vorbildlich, was den Umgang mit den eigenen Ausländern betrifft. Dennoch ist hier in Deutschland eine unterschwellige Arroganz gegenüber Ausländern (im Besonderen gegenüber Moslems und Schwarzen) getragen von dümmlichster Überheblichkeit nach wie vor gegeben. Eine, die das „wir“ ablehnt, und wie man an den Reaktionen auf Wulffs Äußerung sehen kann, in den Gesellschaftsschichten verankert, die über die Aufstiegsmöglichkeiten von Migranten entscheidet.

    Es gibt Sachen, die Deutschland besser macht als die europäischen Nachbarn, aber auch etliches, wo Deutschland durch die Arroganz dümmlich überheblicher Autochoner ins hintertreffen gerät.

    Wenn man dazu noch in der verlinkten Grafik zur Umfrage noch anschaut, wie viele Deutsche Ausländer zurückschicken wollen, ist ihr schönfärbendes Bild von Deutschland erheblich verblasst.

    Deutschland ist gefordert, ein Bewusstsein für seinen Umgang mit islamischstämmigen Mitbürgern (auch Schwarzen) zu entwickeln. Dazu gehört es, sich endlich wieder mit den Problemen der Autochonen zu beschäftigen, damit erstens die benachteiligten Deutschen mehr Hilfe bekommen und zweitens den Idioten dieser Nation nicht mehr von gewissenlosen Berufshetzern eingeredet werden kann, dass die Sorgen Deutschlands gerade von einer Minderheit in einer Minderheit verantwortet werden sollen.

    • 13. Oktober 2010 um 15:16 Uhr
    • Erol Bulut
  48. 48.

    Herr Lau,

    ansonsten Zustimmung für den Artikel !

    • 13. Oktober 2010 um 15:20 Uhr
    • Erol Bulut
  49. 49.

    Vergesst die Ingenieure, D braucht neue Fußball-Kommentatoren.

    http://www.youtube.com/watch?v=m7vlaUkQ2dk

    • 13. Oktober 2010 um 15:20 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  50. 50.

    viel eher einen Integrationskurs benötigt, als die Moslems

    getragen von dümmlichster Überheblichkeit

    Arroganz dümmlich überheblicher Autochoner

    Idioten dieser Nation

    von gewissenlosen Berufshetzern

    Tja.

    • 13. Oktober 2010 um 15:29 Uhr
    • FreeSpeech
  51. 51.

    @Publicola #45

    Es wird hier niemals ein Punktesystem geben(und vor allem auch keine Nationalitätenquote wie in den USA) weil bestimmte politische Kreise sich nicht von ihrem geliebten Welt-und Menschenbild verabschieden wollen. Entgegen eigener Beteuerung gehört der Chef übrigens auch dazu.

    • 13. Oktober 2010 um 15:54 Uhr
    • riccardo
  52. 52.

    ad 51 – riccardo

    Ihre Kommentare – LOL – 1A.

  53. 53.

    @ SoC # 40

    „Die Situation ist weit schlimmer als Sie beschreiben“

    Wenn die Türkei schon gegen Azerbaycan verliert, in der Tat.

    • 13. Oktober 2010 um 16:27 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  54. 54.

    @ Samuel # 42

    Zumindest sieht er sehr weiblich aus.

    • 13. Oktober 2010 um 16:28 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  55. 55.

    @ Ritschie # 51

    „Entgegen eigener Beteuerung gehört der Chef übrigens auch dazu.“

    Klar, der betreibt Taqiyya. Schließlich ist er mit einer Frau verheiratet, die einen islamischen MiHiGru hat. Sowas ist ansteckend.

    • 13. Oktober 2010 um 16:31 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  56. 56.

    @FreeSpeech

    was kann ich dafür, dass die Islamphobiker so vertrottelt sind? Beispielsweise indem sie von Moslems einfordern, das Grundgesetz zu achten, ohne es selber zu tun. Oder wenn irgendwas zitiert wird, und nur dumme Skepsis zur Entkräftung der Feststellungen entgegengebracht wird.

    Es hat zwar lange gedauert, aber die Halbintelligenten dieser Nation bemerken langsam auch welche Gefahr für Deutschland von diesen Volltrottel ausgeht. Dementsprechend wächst das Bewusstsein für das eigene Meinungsbild und die notwendige Segregation von den Volltrotteln, deren Seite man durch Adaption ungarer Gedanken übernommen über lange Zeit gestärkt hat.

    Im Grunde bin ich mittlerweile Sarrazin dankbar, weil er mit seinem Buch und seinem Lettre Interview eine Debatte losgetreten hat, die seine wenigen halbgaren und die vielen von Dummheit geprägten Gedanken für Menschen ohne Minderwertigkeitskomplexe als ekelhaft verblödete Menschenverachtung entblößt hat.

    Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Vertrottelten merken, dass die Zustimmung Halbintelligenter für die ehemals ignoprierte Menschenverachtung allmählich verschwindet, sodass sich die reine Dummheit in diesem Gebiet wie bei den Rechtsextremen konzentriert und erheblich an Attraktivität verliert.

    • 13. Oktober 2010 um 16:35 Uhr
    • Erol Bulut
  57. 57.

    ad HJS / riccardo
    Schließlich ist er mit einer Frau verheiratet, die einen islamischen MiHiGru hat,
    und wer wagt es schon, sich mit seiner persönlichen ‚Erziehungsberechtigten‘ mittelfristig anzulegen`?

  58. 58.

    @ 49 SoC:

    Oder neue Ideen beim Torjubel. Kreative Köpfe braucht das Land!

    http://www.youtube.com/watch?v=fwqGRNtHDQg&feature=related

  59. 59.

    Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Vertrottelten merken, dass die Zustimmung Halbintelligenter für die ehemals ignoprierte Menschenverachtung allmählich verschwindet, sodass sich die reine Dummheit in diesem Gebiet wie bei den Rechtsextremen konzentriert und erheblich an Attraktivität verliert.

    Sie überschätzen meiner Meinung nach die Fähigkeit – und Bereitschaft – der Deutschen im Allgemeinen zur Reflektion. Das war einmal.

    • 13. Oktober 2010 um 17:05 Uhr
    • Bounce
  60. 60.

    @Mustermann
    „Kreative Köpfe braucht das Land!“

    Vollkommen richtig! Folgende Qualifikationen sollte man aber auch berücksichtigen:

    http://www.youtube.com/watch?v=h9jNfgjVQgg&feature=related

    • 13. Oktober 2010 um 17:23 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  61. 61.

    Über die „Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen“ bestimmt keine Debatte, sondern die Wirklichkeit.

    Im September stellten 4535 Personen einen Asylantrag (73% mehr als im September 2009)
    Der Anstieg der Anträge von Januar bis September 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum betrug 37%.
    7 der 10 Hauptherkunftsländer sind islamisch geprägt – aus 2 weiteren Staaten (Russland; Mazedonien)kommen viele Angehörige islamischer Minderheiten. (Quelle: Pressemitteilungen des BMI vom 12.10)

    Trotz angeblich hier grassierender Islamophobie ist Deutschland immmer noch – oder wieder – ein begehrtes Ziel von Asylantragstellern aus dem „islamischen Kulturkreis.“

    • 13. Oktober 2010 um 17:23 Uhr
    • Thileom
  62. 62.

    @ Thileom

    Es gab mal mehr als 450.000 Asylsuchende im Jahr in Deutschland. Zudem muss auch die Rückwanderung miteinbezogen werden (ja, die gibt es) und auch Ausweisungen (ca. 20.000 im Jahr).

    Massenzuwanderung ist ein Thema von gestern. Auch aus Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit.

    Was mich wundert ist eher die hohe Zahl an Asylsuchenden aus Serbien. Woher kommen denn die?

    http://www.bmi.bund.de/cln_165/sid_B11DFE000DE09E0FCCECE57E2BCE33F1/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2010/10/asylzahlen_september2010.html?nn=109632

    • 13. Oktober 2010 um 17:34 Uhr
    • Bounce
  63. 63.

    Visafreiheit für Serbien – und dann geht es ins Asyl

    • 13. Oktober 2010 um 17:43 Uhr
    • Thileom
  64. 64.

    @Bounce

    ich spreche nicht von großartig intellektuellen Leistungen. Die Reflektionsbereitschaft wird nunmal durch Schockeffekte wie beispielsweise die dümmlich ekelhafte Menschenverachtung Sarrazins zumindest bei denen geweckt, die dann doch noch die Werte ernst nehmen, in deren Namen sie über Menschen hergezogen haben, bevor Erkenntnis die Heuchelei darin entblößt hat.

    • 13. Oktober 2010 um 17:50 Uhr
    • Erol Bulut
  65. 65.

    Zu den Rückwanderungen von Asylbewerbern: Etwa 50% bleiben – die Anerkennungsquote liegt seit Jahren bei 1 bis 2 %.

    Zwar gibt es nicht mehr die Situation wie Anfang der 90er, allerdings wie schon erwähnt, wird „Asyl“ als Einwanderungsweg wieder attraktiver.

    • 13. Oktober 2010 um 17:52 Uhr
    • Thileom
  66. 66.

    Hajo #55

    Klar, der betreibt Taqiyya

    Ein Renegat? Wenn Sie es sagen.

    • 13. Oktober 2010 um 18:00 Uhr
    • riccardo
  67. 67.

    @ EB

    Die Reflektionsbereitschaft wird nunmal durch Schockeffekte wie beispielsweise die dümmlich ekelhafte Menschenverachtung Sarrazins zumindest bei denen geweckt, die dann doch noch die Werte ernst nehmen, in deren Namen sie über Menschen hergezogen haben, bevor Erkenntnis die Heuchelei darin entblößt hat.

    Das halte ich für zu optimistisch. Ich denke eher die Spirale wird sich weiterdrehen und für etliche Menschen muslimischen Glaubens wird es zunehmend unangenehm werden, so sie denn den Anspruch darauf erheben auch mit ihrer religiösen Zugehörigkeit Anspruch auf einen Platz in Deutschland einfordern zu können.

    Das wird zwar eher eine latenten Diskriminierung sein, formalisiert zwischen Aktendeckel gepresst, aber die Muslime insgesamt werden das unfreundliche öffentliche Klima in den nächsten Jahren kaum gefallen.

    Konverterieren Sie. Das macht es leichter. Die Muslime haben verloren.

    • 13. Oktober 2010 um 18:06 Uhr
    • Bounce
  68. 68.

    E Bulut

    was kann ich dafür, dass die Islamphobiker so vertrottelt sind?

    Da kommt mir der Autofahrer in den Sinn, der nach dem Unfall sagte, und plötzlich sprang mir ein Baum in den Weg.

    • 13. Oktober 2010 um 18:09 Uhr
    • FreeSpeech
  69. 69.

    @ E. BULUT: Danke für die Erinnerung an die Grundrechte. Ganz toll.

    Stellen Sie sich einfach den gleichen Prozess in der Türkei vor. Oder in irgendeinem der zig Herkunftsländer. Aha: Geht nicht!
    Es gibt eine Masseneinwanderung, die zu einer Veränderung der Grundstruktur der Gesellschaft führt, und eine Religion wird vom Präsidenten als Teil des Landes akzeptiert. 2600 Gebetsstätten entstehen in einer traditionell eher homogenen Gesellschaft. Und (fast) nichts passiert.
    Ist doch klasse.
    Während in weiten der Welt in den letzten Jahrzehnten Fundamentalisierungstendenzen zu spüren waren, hat sich ausgerechnet Ex-Nazi-Deutschland aufgemacht, mehr Differenz als je in unserer Geschichte zu akzeptieren. Ist das nix?
    Das einfach abzutun und auf soziale Ungerechtigkeiten zu verweisen ist genau die Blindheit der Linken, die Rechtsextremen in die Hände arbeitet.

    • 13. Oktober 2010 um 18:32 Uhr
    • Jörg Lau
  70. 70.

    @Herr Lau

    „Die derzeit so populäre Rede von der christlich-jüdischen Kultur hatte einmal einen guten Sinn. Nie wieder sollten Juden als das unintegrierbare andere schlechthin definiert werden, wie es jahrhundertlang üblich war.“

    Nebel. Die „Integration“ hatte bis zum Nationalsozialismus über ein Jahrhundert trotz und mit allem ziemlich exzellent geklappt.

    Rolande Falcinelli konnte 1940 ihren Traum nicht verwirklichen und in die Klavierklasse des Pariser Conservatoire eintreten, weil dort wie in den meisten Fächern schlicht ohne die vertriebenen Juden nichts mehr lief!
    So studierte sie als „Notnagel“ Orgel und wurde in dem Fach eine der prägenden Französinnen des 20. Jahrhunderts.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Rolande_Falcinelli

    • 13. Oktober 2010 um 18:33 Uhr
    • Leutnant Gustl
  71. 71.

    @ LG

    Volltreffer.

    • 13. Oktober 2010 um 18:39 Uhr
    • marriex
  72. 72.

    @ LG

    Naja, die jüdisch-christliche Symbiose ist doch eher eine Wunschvorstellung die sich im Nachklang nach 45 entwickelt hat.

    Davor durfte natürlich jeder Mensch jüdischen Glaubens am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Jedenfalls solange er nicht offentat, dass er jüdischen Glaubens ist.

    Alldeutscher Verband und allgemeine – auch biologstisch verbrämte- Judenfeindlichkeit war keineswegs eine Erfindung die sich nur in Kreisen der Nationalsozialisten Popularität erfreute.

    Das hat eher so etwas von sich selbst reinwaschen, indem man den ärgsten Volksschädling von Gestern zum Busenfreund von Heute macht. Heuchelei kann man alternativ auch dazu sagen.

    So ähnlich ist es heute auch wieder. Solange man integriert ist, läuft alles gut. Besteht man aber darauf auch als Muslim Teil Deutschlands zu sein, dann läuft die Volksseele Amok.

    • 13. Oktober 2010 um 18:44 Uhr
    • Bounce
  73. 73.

    @Bounce

    Ausländer werden immer „unangenehme“ Verhaltensweisen Einheimischer erfahren, auch wenn Sie unerlässich für den Wohlstand der Nation sind, selbst wenn der Nutzen so offensichtlich wie bei den Deutschen in der Schweiz ist.

    Das Klima für „Moslems“ kann sich nur verbessern, weil Jahrelang auf dümmlichste Art generalisierte und/oder verfälschte Information verbreitet werden konnte, bevor viele dann doch gemerkt haben, was das Grundgesetz hier in Deutschland mehr bedroht, als die Randgruppe extrem gläubiger in der Minderheit der Moslems. Es war wohl und ist noch für etliche schick, sich als starke Männer zu gebaren, die sagen wollen, wo es lang geht.

    Die gläubigen Moslems verlieren auch nicht, wenn das Klima so schlecht wird, wie Sie annehmen. Die Ablehnung in der Gesellschaft durch „wir“ und „ihr“, wie sie auch Merkel bzgl. Wulff Äußerungen aktuell zeigt, ist der größte Motor für den Islam. Identitätsstiftung ist immer am fruchtbarsten bei denen, die Anerkennung verweigert bekommen. So wenden sich viele dem Islam zu, die sonst kritischer mit dem dummen Zeugs wären, den der Islam abverlangt.

    Ich bin nicht gläubig und eine Konvertierung ist unsinnig für mich.

    • 13. Oktober 2010 um 19:37 Uhr
    • Erol Bulut
  74. 74.

    „Und noch was, Özil: Kein Schächten in der Umkleidekabine, und auf`m Platz wird deutsch gesprochen, alles klar?“

    Sollte so ein Punktesystem nach Qualifikation bei uns eingeführt werden, hätte sich das mit der moslemischen Einwanderung sowieso erledigt.

    • 13. Oktober 2010 um 20:00 Uhr
    • Faber
  75. 75.

    @Kamill

    Nehmen sie diese Artikel etwa ernst ?

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,722789,00.html

    • 13. Oktober 2010 um 20:05 Uhr
    • PBUH
  76. 76.

    Die Frage ist, wie paßt ein rückwärtsgewandtes islamophiles Europa in eine globalisierte Welt, die Europas einstigen Erfolg kopiert und weiterentwickelt. Während wir über Kopftuchmädchen und Koranausbildung diskutieren ersetzt Made in China das Erfolgslabel Made in Germany, werden Arbeitsplätze verlagert, und studieren Chinesen Maschinenbau und Informatik.

  77. 77.

    @Erol Bulut 47:

    Nunja, Dankbarkeit für die Ausübung eines Grundrechts aus dem Grundgesetz einzufordern, hat einen bitteren Beigeschmack.
    Deutschland hat ein Grundgesetz, worin Grundrechte festgelegt sind. Nicht nur werden diese von der Regierung meist gewahrt und von den Gerichten verteidigt, sondern es bekennen sich auch viele Einwohner, Einheimische wie Zugewanderte, ganz ungezwungen zu diesen Grundrechten als Grundwerten unserer Gesellschaft. Das ist, international gesehen, keine Selbstverständlichkeit und insofern etwas, wofür Einheimische wie Zugewanderte durchaus dankbar sein sollten – und worauf sie auch stolz sein dürfen, insofern sie von sich behaupten können, zu diesen Zuständen beizutragen. Diese Zustände einfach als selbstverständlich zu nehmen, wie Sie dies tun, hat in meinen Augen schon einen etwas arroganten Beigeschmack.

    • 13. Oktober 2010 um 20:06 Uhr
    • Arjen van Zuider
  78. 78.

    @ EB

    Das Klima für “Moslems” kann sich nur verbessern, weil Jahrelang auf dümmlichste Art generalisierte und/oder verfälschte Information verbreitet werden konnte, bevor viele dann doch gemerkt haben, was das Grundgesetz hier in Deutschland mehr bedroht, als die Randgruppe extrem gläubiger in der Minderheit der Moslems.

    Da sollten Sie sich nicht zu früh in Sicherheit wiegen. Mir kommt es eher so vor, als wenn die Vorbehalte die früher gegen die Randgruppe extrem gläubiger Muslime oder Muslime die einen aggressiv politischen Islamismus vertreten gehegt wurden nun auf alle Muslime ausgeweitet werden. Sie wissen schon: Nicht jeder Muslim ist Terrorist, aber die meisten Terroristen sind Muslime.

    Davon zeugen ja auch Umfragewerte wie in der aktuellen FES Studie, nach denen es 58% der Befragten für legitim halten einen klassischen Wert des aufgeklärten Europas mit Namen Religions- und Bekenntnisfreiheit zulasten der Muslime einzuschränken.

    http://library.fes.de/pdf-files/do/07504.pdf

    Und dagegen kann man kaum etwas tun. Die Muslime sind viel zu wenige und machtlos um dem wirkungsmächtig etwas entgegenzusetzen, die Politiker werden sich größtenteils an der Mehrheit orientieren. Die Bürger die nichts gegen Muslime haben, haben wenig Lust sich für Minderheiten zu engagieren.

    Man kann den Muslimen eigentlich nur raten mittelfristig in sicherere Drittländer umzusiedeln oder zurück in die Herkunftsländer ihrer Familie zu migrieren. So bedauerlich das auch ist – aber Deutschland hat eher fertig als offene Gesellschaft, auch deswegen will ansonsten auch kaum eine Fachkraft aus nichtmuslimischen Kulturkreisen hierher kommen.

    Die Muslime mit deutscher Staatsbürgerschaft werden sich hingegen auf eine Phase als Bürger zweiter Klasse einstellen dürfen, so sie denn nicht konvertieren möchten.

    • 13. Oktober 2010 um 20:08 Uhr
    • Bounce
  79. 79.

    >Es wird hier niemals ein Punktesystem geben(und vor allem auch keine Nationalitätenquote wie in den USA) weil bestimmte politische Kreise sich nicht von ihrem geliebten Welt-und Menschenbild verabschieden wollen. Entgegen eigener Beteuerung gehört der Chef übrigens auch dazu.

    So sieht das aus.

    Deswegen hilft auch nur Fundamentalopposition gegen jegliche Ausländerpolitik der politischen Klasse.

    • 13. Oktober 2010 um 20:11 Uhr
    • PBUH
  80. 80.

    @ LG: „Nebel. Die “Integration” hatte bis zum Nationalsozialismus über ein Jahrhundert trotz und mit allem ziemlich exzellent geklappt.“
    Juden kämpften massenhaft in WKI, wohl wahr. Georg Simmel zum Beispiel schrieb patriotische Texte, in denen er den Krieg des Kaisers guthieß. Zum Dank wurde der größte Soziologe seiner Tage (neben Weber) aus Berlin nach Straßburg verfrachtet. Einen Lehrstuhl in der Huaptstadt gab es nicht für den Juden Simmel.
    Nur so ein Beispiel für die Ambivalenz, die nie wich.
    Es gab nie eine wirkliche Gleichstellung des Judentums, was sich zum Beispiel auch in der Weigerung der christlichen Theologen äußerte, eine jüdische Theologie an deutschen Hochschulen zu akzeptieren. Die Juden mussten ihre eigenen Lehranstalten gründen.
    Hier Salomon Korn, der vorderste Kritiker des Symbiose-Mythos seit Gershom Sholem ihn in den 60er attackiert hatte:
    http://tinyurl.com/34b3x2z

    • 13. Oktober 2010 um 20:29 Uhr
    • Jörg Lau
  81. 81.

    @ Bounce: „Man kann den Muslimen eigentlich nur raten mittelfristig in sicherere Drittländer umzusiedeln oder zurück in die Herkunftsländer ihrer Familie zu migrieren. So bedauerlich das auch ist – aber Deutschland hat eher fertig als offene Gesellschaft, auch deswegen will ansonsten auch kaum eine Fachkraft aus nichtmuslimischen Kulturkreisen hierher kommen.“
    Sie meinen das ja wohl hoffentlich nicht ernst?
    Sie können doch nicht aus Momentaufnahmen von Stimmungen eine solche Folgerung ziehen?
    Was reitet überhaupt die Ebert-Stiftung, durch die Lande zu ziehen und die Leute zu fragen, ob sie lieber keine Moslems hätten…

    • 13. Oktober 2010 um 20:32 Uhr
    • Jörg Lau
  82. 82.

    @bounce
    Deutet sich hier nicht ein Unbehagen einer weitgehend säkularen Gesellschaft an, welche Religiöses eher einem symbolischen Charakter beimisst und nun auf eine Gruppe trifft, die eine inzwischen fast unbekannte religiösität auch in der Öffentlichkeit pflegt? Heute konnte in der FR ein interessanter Beitrag von Berger auf dem Soziologentag in Frankfurt gelesen werden, der eben dieses Unbehagen thematisiert. Das Erstaunen der Gesellschaft, dass nicht nur aus Gewohnheit eine religiöse Stätte aufgesucht wird und Ereignisse dieser Art folkloristischen-symbolischen Charakter haben, sondern dass eine Gruppe vorhanden ist, die wohl tatsächlich daran glaubt, was sie vorgibt zu glauben. Ernsthaftigkeit der Einzelnen und Vehemenz der Verbände sowie das Stillschweigen der Mitglieder zu Aussagen der Verbände (eine Diskussionskultur wie sie gegenüber dem Papst und dessen Meinung öffentlich geführt wird, ist aus muslimischen Kreisen unbekannt) stoßen auf eine Kultur, die öffentliche Religiösität nicht mit Modernisierung in Verbindung bringt.

    • 13. Oktober 2010 um 20:38 Uhr
    • Volker
  83. 83.

    @ JL

    Sie kapieren nicht, worum es LG geht. Die Juden waren Vorreiter in Sachen Modernisierung, die anderen Europäer Nachzügler. Vor diesem Hintergrund ist der Vergleich, zwischen der Situation westeuropäischer Juden vor 1933 und Muslimen in der Gegenwart problematisch (to say the least). Hierzu auch Frank A. Meyer. Dort auch der schöne Satz:

    In Anne Wills sonntäglicher TV-Talk-Kulisse steht unterhalb des Podiums ein Sofa, weggerückt von der hochmögenden Gästerunde, extra hingestellt für den einfachen Bürger, mit dem die Salondame jeweils huldvoll-mitfühlend einige Worte wechselt. Dann richtet sie ihr bezauberndes Lächeln an die Causeure der Berliner Republik – die Gesellschaft von Politik und Publizistik ist wieder in Ordnung, weil geschlossen wie eh und je.

    Diese Herabstufung, bei Anne Will nur besonders augenfällig zelebriert, will sich der Bürger, will sich die Bürgerin nicht länger gefallen lassen.

    Hat Foroutan wieder gerechnet?

    • 13. Oktober 2010 um 20:50 Uhr
    • marriex
  84. 84.

    @ JL

    Sie meinen das ja wohl hoffentlich nicht ernst?
    Sie können doch nicht aus Momentaufnahmen von Stimmungen eine solche Folgerung ziehen?

    Sicherlich meine ich das ernst, auch wenn ich mögliche Handlungsoptionen zuspitze. Aber wie sollen Menschen in diesem Land leben können, wenn ihnen grundsätzliche Rechte von der Mehrheit abgesprochen werden? Da ist es doch besser, wenn man einen Schlußstrich zieht.

    Die Momentaufnahme ist im übrigen eingebettet in eine Langzeitaufnahme. Danach hat sich das Verhältnis seit 2002 von 44% auf 58% verändert. Nicht wirklich beruhigend wie ich finde.

    Als nächstes dürfen dann Schwarzafrikaner verschwinden (geringes Qualifizierungsniveau) und dann Zuwanderer aus Osteuropa (überproportionale Kriminalitätsraten). Vielleicht gibt dann die liebe Volksseele Ruhe. Was ich allerdings bewzeifle.

    • 13. Oktober 2010 um 20:52 Uhr
    • Bounce
  85. 85.

    Deutet sich hier nicht ein Unbehagen einer weitgehend säkularen Gesellschaft an, welche Religiöses eher einem symbolischen Charakter beimisst und nun auf eine Gruppe trifft, die eine inzwischen fast unbekannte religiösität auch in der Öffentlichkeit pflegt?

    Ich weiß wirklich nicht, ob man bei unserer Gesellschaftsform von einer weitgehend säkularen Gesellschaft reden kann. Ich konstatiere eher eine Rückkehr des Religiösen in den gesellschaftlichen Bereich, der weit über den Einfluss des Islams hinausgeht. Das ist zwar im Fall des Christentums nicht verbunden mit einem Zuwachs bei den gro0en Amtskirchen, aber über Evangelikale, Pfingstkirchler, Heiden, Neo-Buddhisten, radikale Tierschützer, fundamentalistische Nichtraucher und gläubige Klimaskeptiker entsteht doch eine Vielfalt an religiösen Gruppen, die Einfluss ihrer Werte auf das Gesellschaftsleben einfordern.

    Dass Berger dies aus ausgewiesener Institutionalist nicht zu erkennen vermag ist wenig verwunderlich, steht doch anderes auf seiner Agenda.

    • 13. Oktober 2010 um 21:01 Uhr
    • Bounce
  86. 86.

    Wenn Einschränkung der Religionsfreiheit heisst, dass der Muezzin bitte nicht rufen soll, das es ein Verschleierungsverbot gibt, dass in Schulen und in öffentlichen Funktionen kein Kopftuch getragen werden soll, dass Mädchen schwimmen lernen, dass die Frau gleichberechtigt ist, dass deutsche Kinder nicht halal essen müssen, das der Tierschutz für alle gilt, dass ein Nichtmuslim während des Ramadan essen darf, und dass grundsätzlich die Scharia nicht über dem GG steht sondern umgekehrt – wo ist dann das Problem?

    Soll mir erst mal einer zeigen, dass etwas anderes gemeint war.

    • 13. Oktober 2010 um 21:12 Uhr
    • FreeSpeech
  87. 87.

    dass der Muezzin bitte nicht rufen soll, das es ein Verschleierungsverbot gibt, dass in Schulen und in öffentlichen Funktionen kein Kopftuch getragen werden soll, dass Mädchen schwimmen lernen, dass die Frau gleichberechtigt ist, dass deutsche Kinder nicht halal essen müssen, das der Tierschutz für alle gilt, dass ein Nichtmuslim während des Ramadan essen darf, und dass grundsätzlich die Scharia nicht über dem GG steht sondern umgekehrt – wo ist dann das Problem?

    Bis auf den letzten Punkt* ist dies zu 92% gesellschaftliche Realität. Wo ist also das Problem, dass 58% einer weitergehenden Einschränkung der Religionsfreiheit zustimmen? Insbesondere explizit bezüglich des Islams? Als wenn die Piätisten ihre Mädels mit Jungs in den Schwimmunterricht schicken würden. Von andere Verirrungen von religiösen und weltanschaulichen Gruppen mal abgesehen.

    Wenn schon bitte – weniger Einfluss von religiös abgeleiteten Werten auf die Gesellschaft generell. Das wäre fair – oder in anderen Worten: politisch korrekt. Und Fairness sollte auch ein Wert bleiben.

    * Der letzte Punkt betrifft eher die Beobachtung, dass für den wahrhaft Gläubigen Gottes Wort immer die letztgültige Antwort darstellt – Grundgesetz hin oder her – Gottes Wort zählt. Das hat aber nicht mit dem Islam zu tun.

    • 13. Oktober 2010 um 21:32 Uhr
    • Bounce
  88. 88.

    @ Volker

    Danke im übrigen für den Hinweis auf den Soziologentag.

    Nach einigem Suchen habe ich das Programm gefunden: http://dgs2010.de/wp-content/uploads/file/Programm_DGS_2010.pdf

    Schaue ich mir das Programm an, würde ich umgehend 80% der Mittel zur Forschungsförderung für diese Disziplin streichen. Selten so ein esoterisches Sammelsurium von Randthemen („Transnationalität und Toruismus“, der Ethnohiphop des Sports u.ä.) gesehen wie hier. Bis auf den empirischen Teil und Theorien mittlerer Reichweite kann man die Soziologie weitgehend einstampfen. Ansonsten gesellschaftliche Relevanz ~15%

    Na wenigstens konnte man sich von der Systemtheorie lösen und Referenten aus Bielefeld (gibt es eh nicht) sind weitgehend die Ausnahme.

    • 13. Oktober 2010 um 21:39 Uhr
    • Bounce
  89. 89.

    Das z.B. finde ich zumnidest als Thema nicht uninteressante:

    ADHOCGRUPPE
    ETHNOZENTRISMUS, ANTISEMITISMUS UND RECHTSEXTRE
    MISMUS BEI JUGENDLICHEN IN DER EINWANDERUNGS
    GESELLSCHAFT
    ORGANISATION: MICHAELA GLASER / FRANK GREUEL /
    ANNA VERENA MÜNCH HALLE
    Kurt Möller (Esslingen): Ethnozentrismus bei Jugendlichen mit muslimischem
    Migrationshintergrund – Zwischenergebnisse eines Forschungsprojekts
    zu Entwicklungs- und Entstehungsbedingungen gruppenbezogener
    Menschenfeindlichkeit bei Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund
    Frank Greuel (Halle): Ethnozentrismus bei Aussiedlerjugendlichen
    Jürgen Mansel / Viktoria Spaiser (Bielefeld): Antisemitische Einstellungen
    bei Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund
    Anke Schu (Frankfurt): Versuch der Einordnung antisemitischer Einstellungen
    männlicher, muslimischer Jugendlicher
    Oktay Aktan (Berlin): Amateurfußballspieler türkischer Herkunft: Rekonstruktion
    ihrer Selbst- und Fremddarstellung im Fußballkontext
    Heike Radvan (Berlin): Das Problem des Antisemitismus aus Sicht von
    Jugendpädagog(inn)en

    • 13. Oktober 2010 um 21:47 Uhr
    • marriex
  90. 90.

    Wer die Massenzuwanderung von Muslimen als Indikator für die Offemheit einer Gesellschaft nimmt ist nicht ganz dicht.

    • 13. Oktober 2010 um 22:06 Uhr
    • riccardo
    • 13. Oktober 2010 um 22:10 Uhr
    • marriex
  91. 92.

    Lieber undicht, als verstopft.

    Und die Offenheit einer Gesellschaft richtet sich danach, dass sie universell gültige Grenzen kennt. Nicht danach, ob die eine oder andere religiöse Zugehörigkeit der Diskriminierung dient.

    Das unterscheidet uns von Saudi-Arabien. Und darüber bin ich sehr froh.

    • 13. Oktober 2010 um 22:12 Uhr
    • Bounce
  92. 93.

    Ironischerweise bilden bedeutende Teile der zugewanderten Muslime eine perfekte geschlossene Gesellschaft.
    Man könnte auch sagen: Durch die Duldung der Immigration von Intoleranz schafft sich die offene Gesellschaft früher oder später selbst ab.

    • 13. Oktober 2010 um 22:28 Uhr
    • Thileom
  93. 94.

    @ FS

    Ihren Kommentar:

    Wenn Einschränkung der Religionsfreiheit heisst, dass der Muezzin bitte nicht rufen soll, das es ein Verschleierungsverbot gibt, dass in Schulen und in öffentlichen Funktionen kein Kopftuch getragen werden soll, dass Mädchen schwimmen lernen, dass die Frau gleichberechtigt ist, dass deutsche Kinder nicht halal essen müssen, das der Tierschutz für alle gilt, dass ein Nichtmuslim während des Ramadan essen darf, und dass grundsätzlich die Scharia nicht über dem GG steht sondern umgekehrt – wo ist dann das Problem?

    habe ich wortgleich auch in anderen Blogs gefunden. Posten Sie unter verschiedenen Nicks identische Kommentare in unterschiedlichen Kommentarsektionen? Oder gibt es da eine Zentralstelle, die die Kommentare ausgibt und Sie und andere willige Helfer tragen diese dann weiter?

    Ich hätte mehr von Ihnen erwartet, als dass Sie sich als Agitationsmaschine verwirklichen wollen.

    • 13. Oktober 2010 um 22:33 Uhr
    • Bounce
  94. 95.

    >Die Momentaufnahme ist im übrigen eingebettet in eine Langzeitaufnahme. Danach hat sich das Verhältnis seit 2002 von 44% auf 58% verändert. Nicht wirklich beruhigend wie ich finde.

    The trend is your friend:

    http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/10/acta2010_600.jpg

    😉

    • 13. Oktober 2010 um 22:44 Uhr
    • PBUH
  95. 96.

    @Bounce/Limited

    Quatsch, hier wird keiner diskriminiert, dass GG verlangt ja nicht, dass man Zuwanderer und deren Religionen lieben muss. Das Problem ist, daß man muslimische Massenzuwanderung hingenommen hat, mittlerweile 8%. Jedes bedeutende Einwanderungsland dieser Welt hat aber nur maximal 2% Muslime reingelassen. Und wissen sie warum das so ist? Weil Gesellschaften wie Australien die USA und Kanada grundsätzlich rassistisch, unsolidarisch und egoistisch und außerdem ressentimentgeladen und diskriminierend sind. Das ist der Preis, den man für Multikulturalität zahlen muss und deswegen muss man eine genaue Abwägung der einwandernden Ethnien und Religionen vornehmen.

    Alle wissen also was aus soziokulturellen Gründen zu tun ist,nur Deutschland nicht. Hier (gaben)geben Leute den Ton an, die (wie oben geschrieben)Einwanderung nach Sympathie und Großherzigkeit zuließen. Das ist unser jetziges Problem, nichts anderes.Ihre Unkenrufe können Sie sich abschminken.

    • 13. Oktober 2010 um 22:47 Uhr
    • riccardo
  96. 97.

    Türken bei deutschen Jugendlichen unbeliebt

    Umfrage bestätigt Deutschen-Feindlichkeit

    Türken sind für deutsche Jugendliche die unbeliebtesten Ausländer. Nur 9,2 Prozent der jungen Deutschen fände einen türkischen Nachbarn „sehr angenehm“, ergab eine Studie des Kriminologischen Instituts Niedersachsen. Türken rangieren damit auf dem letzten Platz der Beliebtheits-Skala.

    38 Prozent der deutschen Jugendlichen fänden türkische Nachbarn demnach unangenehm. Grund sei, neben auch vorhandenen Vorurteilen, „negative Erfahrungen mit Machoverhalten von Türken,“ sagt Instituts-Chef Christian Pfeiffer.

    Die Untersuchung bestätigt außerdem Diskussionen über Deutschenfeindlichkeit unter ausländischen Jugendlichen. 23,7 Prozent der ausländischen Jugendlichen in Westdeutschland haben demnach bereits einen Deutschen beschimpft, 4,7 Prozent absichtlich Gewalt gegen einen Deutschen ausgeübt. Weitere 2,1 Prozent gaben an, das Haus eines Deutschen beschädigt zu haben.

    • 13. Oktober 2010 um 22:50 Uhr
    • PBUH
  97. 98.

    So sehen die Nachbarn Deutschland:

    http://www.nzz.ch/nachrichten/international/deutschland_driftet_nach_rechts_1.7985717.html

    Dazu Herr Lau:
    „Aber es wäre falsch, das als Welle der Islamophobie zu deuten (…)“

    Ich hatte schon vormals Herrn Lau zugestimmt, dass Deutschland über jahrzehnte ein Einwanderungsfreundliches Land war, nun sollte jemand mal sich auch die Zeichen der Zeit realistisch vergaegenwaertigen.

    Die Hetze, die von Medien seit 2001 ausgeht, traegt allmaehnlich seine Früchte.

    Obwohl, wenn ich mal so recht überlege…
    Ich erinnere mich noch an den Mete, der 1996 seine erste Wohnung anmieten wollte und mehrmals (vielleicht mehr als 50%) abgewiesen wurde, als er seinen Namen preisgab zum Schluss des Telefonats…

    Naja…

    • 13. Oktober 2010 um 22:54 Uhr
    • Mete
  98. 99.

    @PBUH

    Schalten Sie mal Ihre überlegenen Gene ein und versuchen Sie Ihre Statistik nochmal zu interpretieren.

    • 13. Oktober 2010 um 23:00 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  99. 100.

    @ Mete

    Die Hetze, die von Medien seit 2001 ausgeht, traegt allmaehnlich seine Früchte.

    Entsprechende Agitation gibt es von Seiten der konservativen und konservativ-nationalistischen Presse seit Gründung der BRD. Allenfalls der Fokua, Zielgruppen und die Relevanz wird je nach Situation unterschiedlich wahrgenommen.

    Es kommen aber auch wieder bessere Zeiten. Irgendwann.

    • 13. Oktober 2010 um 23:01 Uhr
    • Bounce
  100. 101.

    So sehen die Nachbarn Deutschland

    Quatsch. So sieht der Deutsche Depeschendienst Deutschland. Eine Agenturmeldung vom heutigen Tage, wortgleich und dutzendfach abgedruckt.

    • 13. Oktober 2010 um 23:04 Uhr
    • riccardo
  101. 102.

    @ Bounce: „Aber wie sollen Menschen in diesem Land leben können, wenn ihnen grundsätzliche Rechte von der Mehrheit abgesprochen werden?“
    Was meinen Sie?
    In Deutschland gibt es einen generellen Rechtsanspruch auf Einbürgerung – das ist ja wohl ziemlich singulär.

    • 13. Oktober 2010 um 23:20 Uhr
    • Jörg Lau
  102. 103.

    Was reitet überhaupt die Ebert-Stiftung, durch die Lande zu ziehen und die Leute zu fragen, ob sie lieber keine Moslems hätten…

    @ Jörg Lau

    Genauer: Die Studie ist von Brähler/Decker. Und die reitet so einiges. Bis vor einigen Jahren hat die beiden die Idee geritten, dass die Wessis durchschnittlich eigentlich rechtsextremer drauf sein müssten als die Ossis, was sie dann tatsächlich auch herausgefunden haben. Auf die Frage, wie sich dieser Befund mit dem vergleichsweise deutlich höheren Anteil von rechtsextremen Straftaten im Osten vetragen würde, antwortete einer von beiden sinngemäß, dass sie schließlich nach Einstellungen und nicht nach Handlungsbereitschaft gefragt hätten.

    Die Lösung des Rätsels war eine nicht repräsentative Stichprobe, die sich offenbar kaum jemand mal näher angeguckt hat. Es wurden im Osten fast doppelt soviel Akademiker befragt wie im Westen. Daneben wurde die eine oder andere ilibelare Antwort, die genauso gut auch von einem strammen Linken hätte kommen können, als mehr oder minder rechtsextreme Antwort gewertet.

    Wenn ich nichts überlesen habe, ist die Stichprobe nun nicht mehr einsehbar.

    Wobei unterm Strich nichts Neues rauskommt: Knapp 10% der Bevölkerung haben ein geschlossen rechtsextremes Weltbild, weitere 10% sind latent rechtsradikal. Das wiederum wurde in etwa über die Jahre von verschiedenen Sozialforschern gemessen, die weniger Alarm schlagen als Decker/Brähler. Soviel ich weiß, handelt es sich bei diesem Ergebnis im europäischen Vergleich um keinen besonders hohen Wert.

    • 13. Oktober 2010 um 23:29 Uhr
    • N. Neumann
  103. 104.

    >und finanziell großzügig geförderte Rückmigrationsprogramme

    Da haben sie mit „Bounce“ ja schon einen Mitstreiter von unerwarteter Seite bekommen :-)

    • 13. Oktober 2010 um 23:29 Uhr
    • PBUH
  104. 105.

    Ja, aber der will bar nichts rausrücken. Nur einen guten Rat. Der ist bekanntlich umsonst.

    • 13. Oktober 2010 um 23:38 Uhr
    • riccardo
  105. 106.

    Was reitet überhaupt die Ebert-Stiftung, durch die Lande zu ziehen und die Leute zu fragen, ob sie lieber keine Moslems hätten…

    Es bedarf keiner großen Umfragekunst, um herauszufinden, dass in Deutschland in wirtschaftlich, echt oder gefühlt, schlechten Zeiten irgendein „hässlicher Ausländer“ an der ganzen Sache Schuld ist und ausgewiesen werden soll. In letzter Zeit schießt man sich da halt auf „die Moslems“ ein (die es so als geschlossene Größe bekanntlich nicht gibt). Chinesen und Inder haben einfach Glück, dass sei derzeit nicht im Focus sind. Im alten Rom waren es mal „die Christen“, von denen auch jeder wusste, dass sie in ihren Messen Sexorgien durchzogen und kleine Kinder fraßen. Dieser Mechanismus ist uralt und immer der gleiche. Wahrscheinlich könnte man das auch ohne Umfrage einfach vorausberechnen. Es ist auch bekannt, dass man, je nach Propagandamöglichkeiten, auf diese Weise sogar Mehrheiten gewinnen kann. Das Barbarische liegt ja in jeder Gesellschaft unter der Oberfläche und kann geweckt werden. Selbst der in vieler Beziehung positiv wahrgenommene Martin Luther wollte in seinen altersstarrsinnigen Spätphase mal „den Juden ihre Gebetbücher wegnehmen.“ Also ob man nun Kopftücher trägt oder Kaftane oder Schläfenlocken, who cares, Hauptsache man bietet ein schön deutliches Stigma. Und da machen auch Intellektuelle oder Gebildete jedesmal wieder mit. Das erstaunt mich eigentlich, weil man doch erwarten müsste, dass da eine gewisse Immunität gegen supereinfache Welt- und Feindbilder erwarten sollte, aber es tut wahrscheinlich einfach so gut, wenn man irgendjemanden hat auf den man immer wieder und sei es verbal in irgendeinem Blogg in den Weiten des WWW eindreschen kann. Man fühlt sich womöglich für den Moment besser in diesen unsicheren Zeiten und ist bereit, dafür ein Teil seiner Intellektualität mal eben an den Nagel zu hängen. Die dazu passenden mit der Axt designten Zahlenwerke liefert immer irgendjemand und wirft sie der geifernden Meute hin.

    • 14. Oktober 2010 um 00:08 Uhr
    • cwspeer
  106. 107.

    Alles was wir zur Lösung des Problems brauchen ist eine vernünftige Einwanderungspolitik, die gezielt Qualifizierte, d.h. Leute mit Grips und Können (ob Christ, Jude, Hindu, Schiit oder Deobandi ist egal) ins Land holt und gleichzeitig Einwanderung in die Sozialsysteme unterbindet.
    Dann brauchts auch keine Diskussion um Integration und Islam, das gibts nämlich nur, weil unerfolgreiche oder ländlich-traditionell, um nicht zu sagen hinterwäldlerisch-archaisch eingestellte Einwanderer oder deren oberfächlich integrierte Kinder massive Identitätsprobleme in einer weitgehend säkularen und individualisierten Lebenswelt haben. Und sich dann mit dem Islam oder jeweiligem Nationalismus einen Ersatz besorgen.
    Deshalb: Schluss mit dem Zuzug aus Ostanatolien und anderen rückständigen Gegenden, auf möglichst Null fahren, die meisten kommen hier nur schwer klar, das kostet jedes Jahr hohe Summen, das ist es insgesamt dann einfach nicht wert.
    Eine gewisse „Einwanderungsdepression“ kann es aus vielen Gründen übrigens bei allen Menschen geben, spätestens bei den Kindern, der ersten Generation, die hier geboren ist hat sich das dann erledigt.

    Wichtig ist, dass Einwanderung und Etablierung insgesamt leichter gemacht werden muss, denen die wir brauchen werden zuviele Steine in den Weg gelegt, kleinlich und korinthenkackerisch (Verzeihung) gibt sich die Bundesrepublik hier und vergrätzt die Menschen. In Dänemark z.B. soll es noch extremer sein wir sollten uns kein Beispiel daran nehmen.

    • 14. Oktober 2010 um 00:43 Uhr
    • Herr Gilbert
  107. 108.

    an cwspeer

    Zitat: „Es bedarf keiner großen Umfragekunst, um herauszufinden, dass in Deutschland in wirtschaftlich, echt oder gefühlt, schlechten Zeiten irgendein „hässlicher Ausländer“ an
    der ganzen Sache Schuld ist und ausgewiesen werden soll“

    Also die Mehrheit der Deutschen Bevölkerung benennt wenn überhaupt Jemand als Schuldigen der Wirtschaftskrise die Banker und deren Helfershelfer also die Politiker die das System geschaffen haben, mehr Geld auszugeben als eingenommen wird
    (seit der Regierung Willy Brandt unter den nie bewiesenen Vorwand das es Investitionen in die Zukunft seien) und erlauben das sich die Banken dummm und Dusselig verdienen. Das da ab und zu ein Köfferchen für die Politiker abfällt, sei es als Reguläre Wahlkampfspende oder Schwarz, ein Schelm wer dabei Böses denkt…

    Das einige Zuwanderer in diesem Land nicht allen gefallen
    geschieht Mehrheitlich sicher aufgrund eigener Erfahrungen oder Erfahrungen der eigenen Kinder wie sogar Herr Lau sie jetzt zur Kenntniss genommen hat,und bestimmt eher selten weil man auf Rechtspoulisten Hereinfällt.

    Das eine Gruppe besonders negativ auffällt, die Muslime*
    hat schon zuallererst einmal mit deren Verhalten zu tun…
    Siehe zb.Kriminalstatistk

    (* Und ja es ist mir bewusst das es auch ganz Normale also gesetzestreue arbeitende Muslime gibt und diese eindeutig
    die Mehrheit bilden, und es ist sicherlich Bitter mit denen
    die negativ auffallen in einen Topf geworfen zu werden.)

    Aber, immer gibt es ein aber.

    Das OHRENBETÄUBENDE SCHWEIGEN* zu Ehrenmorden**, Muslimischen Terror wie 9/11, London, Madrid, Sauerland und Köln, zu Doppelt so hoher Selbstmordrate Muslimischer Frauen usw. usw.

    **Und dazu nochmal an alle die Frage wie schätzt ihr das Verhältnisszwischen einen Ehrenmord und dazu wieviel Jugen Mädchen und Frauen die sich in ihr Schicksal ergeben 10,
    oder 100 vielleicht sogar 1000 ???

    (* Und ja ich weiß das auch hier und da andere Meinungen
    von Muslimen in Deutschland dazu gibt)

    Lässt zusammen mit den Blick auf den Zustand der Menschenrechte
    in allen Muslimischen Länder leider Zweifel daran, ob ausgerechnet
    die Muslime in Deutschland sich langfristig anders verhalten werden als dort überall…

    Gruß

    Kamill

    Ps
    Und meiner Meinung nach gibt es auch da nichts zu Synthesieren.

    Ich möchte gerne auch langfristig meine Rechte aus Grundgesetz
    und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte behalten.

    • 14. Oktober 2010 um 00:58 Uhr
    • Kamill
  108. 109.

    @bounce

    in anderen Ländern geht es Moslems nicht unbedingt besser. Außerdem ist Deutschland immer noch ein Land mit vielen Möglichkeiten, die durch die Demoskopie letztendlich auch für Moslems erhalten bleiben und sich bessern werden.

    Also kein Grund zur schwarzmalerei, zumal die dümmliche Islamophobenfront durch die Huldigung ihrer peinlichen geistigen Führer für intelligente Menschen immer noch Abschreckung bedeutet.

    • 14. Oktober 2010 um 01:15 Uhr
    • Erol Bulut
  109. 110.

    @ Kamill

    „Und ja es ist mir bewusst das es auch ganz normale also gesetzestreue arbeitende Muslime gibt und diese eindeutig
    die Mehrheit bilden, und es ist sicherlich Bitter mit denen
    die negativ auffallen in einen Topf geworfen zu werden“.

    Das Entscheidende setzen sie in Klammern, aber genau DAS ist doch das Problem! Was soll denn dann das Herumgehacke auf „den Muslimen“, wenn die genannten Probleme eine Minderheit unter ihnen betrifft? Das ist nicht nur bitter, es ist ungerecht und unangemessen und schürt diese ganze unappetitliche rechte „Pro“-Szenerie mit ihren seltsam überlegen grinsenden Anwälten!
    Von „ohrenbetäubendem Schweigen“ ist mir bislang auch noch nichts aufgefallen, eher dieses ständige Pauschalisieren, das Minderheiten in allen Ländern mit Neigung zur Intoleranz das Leben schwer macht oder solche total überzogenen Angstsätze wie Ihr letzter. Wer will Ihnen denn derzeit die Menschenrechte streitig machen?

    • 14. Oktober 2010 um 01:28 Uhr
    • cwspeer
  110. 111.

    cwspeer

    Wer will Ihnen denn „derzeit“ die Menschenrechte streitig machen?

    Ich wär beruhigter wenn sie es ohne die eingrenzung auf derzeit
    geschrieben hätten…

    Und es würde mich freuen ihre plausibelen Argumente zu hören warum die Muslime in Deutschland langfristig anders handeln
    werden als überall sonst in der Welt ?

    Gruß

    Kamill

    • 14. Oktober 2010 um 01:42 Uhr
    • Kamill
  111. 112.

    Einfach auf die Qualifikation achten und schon gibt es keine Probleme mehr…war da nicht noch was?
    Kleiner Tipp, es kam aus Hamburg, hieß Mohammed Atta und ist ein Hinweis darauf das Kultur etwas konkretes ist.

    • 14. Oktober 2010 um 04:39 Uhr
    • Mates
  112. 113.

    Oh. Islammitläufer Lau löscht wieder. Obwohl er doch gerade wieder inständig zum großen Dialog ausgerufen hat. Islammitläufer Lau bekommt offenbar so wie seine Kollegen die Panik im Hühnerhaufen.

    Ich sitze hier gemütlich am Fluß, und warte bis die Leichen der Islammitläufer vorbeigeschwommen kommen. Viel Geduld werde ich nicht haben müssen. IslammitläuferIn Merkelchen wird’s ja auch nicht mehr lange geben.

    @Herr Gilbert

    Es geht um den Familiennachzug. Punkt. Das ganze Gerede von wegen Punktesystem für Zuwanderer oder „nur noch qualifizierte Einwanderer“ läuft ins Leere, wenn man den Familiennachzug nicht unterbindet. Die türkische Zuwanderer im letzen Jahr war nur zu 3% Arbeitsmigration. Punktesysteme usw brächten bestenfalls MEHR Einwanderung, ohne die offenbar unerwünschte Einwanderung zu unterbinden.

    • 14. Oktober 2010 um 08:58 Uhr
    • Black
  113. 114.

    @ NN # 103

    Ist mein Eindruck, dass solch eine Vorgehensweise in der politknah-linken Sozia“forschung“ üblich ist, korrekt?

    • 14. Oktober 2010 um 09:08 Uhr
    • marriex
  114. 115.

    @ Bounce

    Nö, dort ist nur der Nick bei einer Migration ins halbe Nirwana verschwunden. Die Betreiber haben das nicht wieder hingekrigt, und da musste ich einen neuen nehmen. Sie können die Verschwörungstheorie begraben.

    • 14. Oktober 2010 um 09:08 Uhr
    • FreeSpeech
  115. 116.

    @NN 104:
    Daneben wurde die eine oder andere illiberale Antwort, die genauso gut auch von einem strammen Linken hätte kommen können, als mehr oder minder rechtsextreme Antwort gewertet.

    Ist diesmal genauso. Eine Frage – die dann als „Zustimmung zu einer rechtsautoritären (!) Diktatur“ gewertet wird – lautet z.B. „Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei, welche die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert“. Gut, das Reizwort „Volksgemeinschaft“ dürfte wohl als Signal an Linke gedacht sein, dass mit dieser „einzigen starken Partei“ die NSDAP gemeint ist und nicht die SED, aber grundsätzlich ist die Ablehnung der Parteienvielfalt keine rein rechte Angelegenheit.

    Zudem sind die Fragen oft derart tendenziös formuliert, dass ich mich frage, wieviele Leute im Sinne der sozialen Erwünschtheit geantwortet haben – und wieviele gerade aus Trotz, dass man sie hier für dumm verkaufen will, auch extremen Aussagen zugestimmt haben. Insofern ist die Aussagekraft der Umfrage als nahe null zu bewerten.

    Dass die Forderung, die Religionsfreiheit für eine bestimmte Religion einzuschränken, soviel Zustimmung genießt, finde ich auch schockierend – manche Leute verstehen offenbar die Bedeutung des Wortes „Grundrecht“ nicht. Andererseits bestärkt es mich in meiner Ansicht, dass die Religionsfreiheit in der Rechtspraxis, die sich in der religiös ziemlich homogenen Nachkriegszeit entwickelt hat, für eine derart pluralistische Gesellschaft, wie sie heute existiert, nicht mehr angemessen ist und etwas stärker auf den Kern des privaten religiösen Bekenntnisses anstelle der öffentlichen Ausübung auch umstrittener Praktiken zurückgeführt werden muss, um universell allen denkbaren Religionen gewährt werden zu können (und nicht nur jenen, die in Deutschland zur Zeit anwesend sind), ohne das Rechtsempfinden der Bevölkerung zu verletzen.

    • 14. Oktober 2010 um 11:10 Uhr
    • Arjen van Zuider
  116. 117.

    Ein meines Erachtens gutes Interview in der SZ mit Friedrich Wilhelm Graf: „Wir sollten das Grundgesetz nicht taufen“

    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/512648

    Auszug:

    SZ: In der Reaktion auf Christian Wulffs Bemerkungen zum Islam spricht jetzt Volker Kauder, Fraktionschef der CDU/CSU, mit manchen anderen vom ‚Grundgesetz, das auf unserem christlich-jüdischen Erbe beruht‘. Was ist damit gemeint?

    Friedrich Wilhelm Graf: Zunächst muss man sagen, dass die Behauptung einfach falsch ist. Der moderne Verfassungsstaat, und speziell der Rechtsstaat in Deutschland, ist weithin gegen die Kirchen durchgesetzt worden. So wurde etwa noch weit bis in die fünfziger Jahre in den Diskursen beider großen Kirchen der Begriff ‚Menschenrechte‘ eher kritisch gesehen, als liberalistische Verirrung des modernen Menschen. Später, im Zusammenhang mit der Diskussion um die Menschenwürde, wurde stärker über religiöse Wurzeln nachgedacht. Der Begriff ‚Menschenwürde‘ kommt von den antiken Stoikern, ist dann von den christlichen Kirchenvätern aufgenommen und in der christlichen Renaissance-Philosophie modelliert worden. Aber der enge Zusammenhang von Menschenwürde und Ebenbild-Vorstellungen ist erst ein Konstrukt des 20. Jahrhunderts.

    SZ: Und was bedeutet der Begriff ‚christlich-jüdisch‘, der ja mit politischen Absichten verwendet wird?

    Graf: Diese Formel ist wenig hilfreich, da sie fundamentale Differenzen zwischen Christentum und Judentum ausblendet. Es handelt sich um eine vor allem nach 1945 geprägte Wendung, die dann auch politische Korrektheit signalisierte. Gewiss wurde mit dem alttestamentlichen oder hebräisch-jüdischen Prophetismus eine universalistische Ethik institutionalisiert, das ist richtig, und diese hat auch das Christentum geprägt. Doch ist die Formel ‚christlich-jüdisch‘ in der aktuellen Verwendungsweise gefährlich, weil sie die Unterscheidung von Recht und Religion relativiert.

    SZ: Inwiefern gefährlich?

    Graf: Der freiheitliche Verfassungsstaat lebt doch gerade davon, dass er religiös neutral ist und dass zwischen moralischen, religiösen und rechtlichen Fragen prägnant unterschieden wird.

    SZ: In Reaktion auf den Bundespräsidenten wird teils von christlich-jüdischen ‚Wurzeln‘ oder ‚Erbe‘ der Verfassung gesprochen, teils aber von ebensolchen ‚Werten‘. Was wäre denn der Unterschied?

    Graf: Die Verfassung ist ein Produkt von Aufklärungsdenken. Und die ganze Werte-Rhetorik ist hoch ambivalent, weil sie ihrerseits die Unterscheidung von Moral und Recht unterläuft. Man hat als Staatsbürger eine Pflicht, und das gilt unabhängig von Religion, zum Rechtsgehorsam. Man hat aber nicht die Pflicht, irgendwelchen ‚Werten‘ zuzustimmen. Es ist nicht so, dass ein zugewanderter Muslim, der in diesem Land Staatsbürger ist, eine Werteordnung zu akzeptieren hätte, sondern eine Rechtsordnung.

    SZ: Man sagt: Es möge ja sein, dass der Islam zu Deutschland gehöre, er trage aber nichts zu unseren Werten bei. Gibt es denn nicht einen Unterschied zwischen den normativen ‚Beiträgen‘ der einheimischen und der zugewanderten Religion?

    Graf: Nein. Spannungen zwischen religiösem Recht und staatlichem Recht etwa gibt es in allen Religionskulturen. Auch das katholische Kirchenrecht ist nicht voll kompatibel mit dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Deshalb sagt aber niemand, die Katholiken seien keine Staatsbürger. Der Grund für auftretende Spannungen ist in beiden Fällen, dass moralische, kultische Vorstellungen und rituelle Regeln mit anderen Regeln wie etwa zum Familienrecht in Verbindung treten. Der Islam nun muss deshalb nicht zu den Werten der Bundesrepublik beitragen, weil die Rede von den Werten der Bundesrepublik schon falsch ist. Muslime können sich in ihrem Privatleben durchaus an Regeln der Scharia orientieren, aber klar muss allen sein, dass die verbindliche staatliche Rechtsordnung das Grundgesetz ist.

    SZ: Woran liegt es, dass die Formulierung ‚Der Islam gehört zu Deutschland‘ so starke Reaktionen hervorruft?

    Graf: Ich verstehe es nicht – der Satz ist ja wenig originell. Wolfgang Schäuble hat Ähnliches schon vor Jahren gesagt. Der Satz ist auch nicht besonders intelligent, weil er zwischen Empirie und positiver Bewertung schwankt.

    SZ: Die Aufheizung durch die Debatte um Thilo Sarrazin ist gewaltig. Was haben denn die realen Probleme der Integration von Einwanderern, über die man jetzt redet, mit Religion zu tun?

    Graf: Nun, viele Einwanderer definieren sich selbst nicht in erster Linie über ihre Religion. Sie werden vielmehr von der Mehrheitsgesellschaft oder von politischen Akteuren religiös definiert. Viele der hiesigen Muslime sind aber religiös nicht besonders aktiv. Aus diesem Widerspruch erwachsen Spannungen. Umgekehrt kann auch Christsein sehr Unterschiedliches bedeuten: Kirchenmitgliedschaft, aktive religiöse Praxis … Ein ähnlich diffuses, vieldeutiges Bild geben islamische Gemeinschaften in der Bundesrepublik ab. Es bringt wenig, einen ägyptischen Arzt, einen iranischen Physikstudenten und einen Analphabeten unter demselben Begriff ‚Muslim‘ zu rubrizieren.“

  117. 118.

    @ PBUH 97:

    Was Sie und Konsorten natürlich geflissentlich unterschlagen ist, dass sich laut Umfrage die große Mehrheit der türkischstämmigen Jugendlichen (ich meine es waren über 70%) mehr Kontakt zu ihren deutschen Altersgenossen oder Nachbarn wünschen. Ich kann die genaue Quelle gerade leider nicht finden, wenn ich es schaffe, liefere ich es noch nach.

  118. 119.

    @ MMu # 117

    Zunächst muss man sagen, dass die Behauptung einfach falsch ist. Der moderne Verfassungsstaat, und speziell der Rechtsstaat in Deutschland, ist weithin gegen die Kirchen durchgesetzt worden. So wurde etwa noch weit bis in die fünfziger Jahre in den Diskursen beider großen Kirchen der Begriff ‘Menschenrechte’ eher kritisch gesehen, als liberalistische Verirrung des modernen Menschen.

    Hierzu hat FWG kürzlich hier in Århus einen sehr interessanten Vortrag gehalten. Seine Behauptung der Laizismus sei gescheitert, halte ich allerdings für voreilig.

    • 14. Oktober 2010 um 11:45 Uhr
    • marriex
  119. 120.

    Der Satz ist auch nicht besonders intelligent, …

    Hat er das etwa erwartet?

    • 14. Oktober 2010 um 11:50 Uhr
    • marriex
  120. 121.

    @ Kamill 108:

    cwspeer (danke für den guten Beitrag #106!) hat es schon richtig erkannt. Das Entscheidende setzen Sie in Klammer; und mich beschleicht das Gefühl, dass Sie diese Passagen auch nur schreiben, weil Sie das Gefühl haben, es nunmal irgendwie schreiben zu müssen…

    Das Perverse an der ganzen Sache ist doch gerade, dass Nachbarn, Arbeitskollegen etc.pp in diesem Land auf einmal das Gefühl haben, sich für ihre Religion rechtfertigen und sich von Terror und Gewalt distanzieren zu müssen.

    Dieser Erfahrungsbericht sollte ein bisschen illustrieren können, was ich meine:

    „Gestern war ich mit einer Freundin unterwegs, die demnächst umziehen will. Ich habe mit ihr die neue Wohnung angesehen, und die Küche ausgemessen, damit die anzuschaffende Einrichtung nachher auch passt.

    Die Wohnung ist in einem typischen Reihenhaus. Gut gepflegt, in dem kleinen, aber hübschen Garten des Hauses blühen die letzten Rosen des Jahres, Weinlaub rankt sich über dem Sitzplatz im Innenhof.

    Der Vermieter ist ein Herr mittleren Alters, der uns freundlich begrüßt. Er lebt mit seiner Familie in der oberen Wohnung des Hauses, erzählt, dass er 3 Kinder hat (weshalb es manchmal ein bischen lauter sein kann, das störe doch hoffentlich nicht?), und dass er Ingenieur ist. Eine typische deutsche Mittelstandsfamilie eben, auch wenn sie einen türkisch klingenden Nachnamen hat.

    Wir messen die Wohnung aus, und klären Formalien. Meine Freundin freut sich über die Wohnung. Als wir uns verabschieden fällt unser Blick auf ein kleines Bild über der Eingangstür. Es zeigt mehrere arabische Schriftzeichen in zwei leicht überlappenden goldenen Kreisen. Der Vermieter erklärt uns, dies sei ein Segenswunsch, den man in vielen arabischen Ländern, und auch in der Türkei, gern über dem Eingang aufhängt, der Spruch wünsche dem Haus und seinen Besuchern Gottes Segen. Ich fühle mich irgendwie an den extrem häßlichen Engel erinnert, den meine Nachbarn, zum selben Zweck, über ihrer Tür hängen haben. Den finde ich sogar noch eine Nummer kitschiger als diesen Schriftzug.

    Dann beeilt sich der Vermieter uns zu versicheren, dass er und seine Familie ja mit irgendwelchem Islamismus nichts zu tun hätten, und sie -obwohl sie Moslems seien- natürlich nichts von Al-Kaida und Co. halten. Ich höre ihm zu. Und ich schäme mich. Da steht dieser Mann in seinem eigenen Haus, und rechtfertigt sich bei mir, einem Fremden, für seine Religion.
    (…)“

    http://evildaystar.de/2010/10/scham/

    Klingelts?

  121. 122.

    @Arjen van Zuider

    Dass die Forderung, die Religionsfreiheit für eine bestimmte Religion einzuschränken, soviel Zustimmung genießt, finde ich auch schockierend

    Wie schon früher formuliert:

    Wenn Einschränkung der Religionsfreiheit heisst, dass der Muezzin bitte nicht rufen soll, das es ein Verschleierungsverbot gibt, dass in Schulen und in öffentlichen Funktionen kein Kopftuch getragen werden soll, dass Mädchen schwimmen lernen, dass die Frau gleichberechtigt ist, dass deutsche Kinder nicht halal essen müssen, das der Tierschutz für alle gilt, dass ein Nichtmuslim während des Ramadan essen darf, und dass grundsätzlich die Scharia nicht über dem GG steht sondern umgekehrt – wo ist dann das Problem?

    • 14. Oktober 2010 um 12:15 Uhr
    • FreeSpeech
  122. 123.

    @Manfred Mustermann

    Na und? Als Schweizer bin ich auch regelmässig verantwortlich für Geldwäscherei. Jeder hat so seine von anderen aufgedrängte Erbsünde.

    • 14. Oktober 2010 um 12:17 Uhr
    • FreeSpeech
  123. 124.

    @FreeSpeech:
    Wenn Einschränkung der Religionsfreiheit heisst, dass der Muezzin bitte nicht rufen soll

    Die Frage ist, wie man mit der Religionsfreiheit allgemein umgeht. Wenn der Muezzin nicht rufen darf, aber gleichzeitig Beschwerden gegen Kirchengeläut mit Verweis auf die Religionsfreiheit abgeschmettert werden, dann können sich die Moslems mit Recht beschweren, dass ihnen aufgrund ihrer Religion Grundrechte verweigert werden. Wenn hingegen die Lärmschutzbestimmungen für alle genau gleich gelten und die Religionsfreiheit in diesem Punkt für alle beschnitten würde, wäre das Prinzip der Gerechtigkeit gewahrt. In solchen Fällen halte ich es auch für unangebracht, solche allgemeingültigen Einschränkungen der Religionsfreiheit in Punkten, welche nun mal vor allem den Islam betreffen, als „islamfeindlich“ zu bezeichnen.

    @Mustermann: Sie haben recht, das ist durchaus beschämend. Aber leider ein allgemeines Problem der heutigen Gesellschaft und längst nicht nur auf Moslems beschränkt. Deutsche, die sich eine Flagge vors Haus hängen, müssen sich auch dauernd rechtfertigen, dass sie deswegen noch lange nichts mit dem Adolf am Hut haben.

    • 14. Oktober 2010 um 13:27 Uhr
    • Arjen van Zuider
  124. 125.

    Hallo Herr Mustermann,

    und das zeigt sich durch: Was kuckst du, dem Abziehen,
    dem Beleidigen als Kartoffel oder Schlimmeren…
    und dem wie sogar Herr Lau bemerkt hat, allerdings mit nem Jahr Verspätung Verhalten bei eigener Mehrheit an den Schulen.

    Aha

    SEHHHHHHHHHHHR Überzeugend

    Umfragen bilden die Tatsachen besser ab,
    als das Tatsächliche Verhalten, wirklich ?

    Gruß

    Kamill

    Ps ist es schon soweit ?
    Ich meine das der Iran eine Demokratie geworden ist, welche Fortschritte gab es dahingehend in den letzten sechs Monaten ?

    • 14. Oktober 2010 um 13:54 Uhr
    • Kamill
  125. 126.

    @Kamill

    es ist das Schicksal von Menschen mit schwachem Intellekt, dass sie Umfragen und deren Erhebung nicht zu verwerten vermögen. Schämen Sie sich nicht für diese Minderleistung und ziehen Sie sich ruhig zurück in Ihre Welt, die aus unreflektierten Momentaufnahmen Weisheit zu extrahieren glaubt. Es gibt genug Trottel, bei denen Sie Bestätigung finden, was Ihnen genügen sollte. Das Pendant gibt es ja auch gleichermaßen unter den extremen Moslems, die mit vorhandener Kinderschändung genauso schwachsinnig Generalisierungen zu begründen versuchen, dass Deutsche notorische Kinderschänder sind.

    Wenn Sie Anerkennung bei denen zu suchen, die etwas mehr Einblick in Zusammenhänge und deren Nachweise haben, ist das ein Kampf gegen Windmühlen, aber Ihnen bleiben ja noch die ganzen PI Deppen, die im Verstehen absolute Versager sind. Vielleicht gibt es noch ein paar halbintellektuelle Neurotiker, die Fourutan vorwerfen, falsch zu rechnen, aber den falschen Rechnungen einer Kelek nie einen Vorwurf entgegnen würden. Von denen können Sie unter Umständen auch Anerkennung ernten.

    • 14. Oktober 2010 um 14:23 Uhr
    • Erol Bulut
  126. 127.

    Hallo Herr Mustermann

    Intressant finde ich dagegen das sie zu diesen drei Punkten
    die ich geschrieben habe nichts äußern ?!

    Das OHRENBETÄUBENDE SCHWEIGEN* zu Ehrenmorden**, Muslimischen Terror wie 9/11, London, Madrid, Sauerland und Köln, zu Doppelt so hoher Selbstmordrate Muslimischer Frauen usw. usw.

    **Und dazu nochmal an alle die Frage wie schätzt Sie persönlich das Verhältniss zwischen einen Ehrenmord und dazu wieviel Junge Mädchen und Frauen die sich in ihr Schicksal ergeben
    mal 10, oder mal 100 vielleicht sogar mal 1000 ???

    Lässt zusammen mit den Blick auf den Zustand der Menschenrechte
    in allen Muslimischen Länder leider Zweifel daran, ob ausgerechnet
    die Muslime in Deutschland sich langfristig anders verhalten werden als dort überall ???

    Und das ich die Normalen Muslime in Klammern erwähne tue ich tatsächlich nur der Vollständigkeithalber, denn zu erwähnen
    das sich jemand Normal verhält (aus meiner Sicht beinhaltet
    dieses Gesetzestreue und Höflichkeit) tue ich doch sonst auch nicht insbesondere wenn über Probleme gesprochen wird.

    Ich muss doch auch nicht erwähnen das Oma Kruse von neben an heute niecht negativ aufgefallen ist, wie auch gestern nicht,
    wie auch den Tag davor nicht…

    Und ich würde mich Interessieren was sie zu meine drei obigen Zeilen für eine Meinung haben ?

    Gruß

    Kamill

    Ps.
    da sie persönliche Erfahrung einbringen, tue ich da auch mal
    die S-Bahn Station bei ist nur über eine Lange Treppe und noch eine kürzere zu erreichen. Im Laufe der letzten vielleicht anderthalb Jahre begab es sich das 8 bis 9 mal ein Frau mit Kinderwagen hilfe beim tragen diesens gut gebrauchen konnte.
    Jahrgang 62 also tendenziel zur Hilfsbereitschaft und Höfflichkeit erzogen, half ich was für mich auch ganz normal ist. Sechs dieser Frauen hatten offensichtlich Migrationhintergrund. Was mich aber schon entäuscht und letztlich auch ärgert ist das viermal kein Danke oder vergleichbares sondern überhaupt ein Wort kam, noch nicht mal ein Nicken oder Lächeln…

    Das emfinde ich als Unhöflich.

    Von den Erfahrungen mit Türkischen Jugendlichen und Jungen Erwachsenen von man schon mal angerempelt wird ind der U-Bahn
    etc. garnicht erst zu sprechen…

    • 14. Oktober 2010 um 14:29 Uhr
    • Kamill
  127. 128.

    an Erol Bulut,

    Umfragen, wie alle Worte auf Papier sind geduldig,
    ja ich halte das tatsächliche Verhalten für Aussagekräftiger…

    Gruß

    Kamill

    • 14. Oktober 2010 um 14:33 Uhr
    • Kamill
  128. 129.

    @Arjen van Zuider

    Einig zur Frage der Religionsfreiheit. Dazu zwei Anmerkungen, eine spezifisch, eine allgemein:

    1. Der Muezzinruf ist abzulehnen wegen des politischen Inhaltes – es ist ein Aufruf zur Unterwerfung.
    http://minarett.blogspot.com/2009/11/aufruf-zur-unterwerfung.html

    2. Religiöse Begründungen für irgendwas sind abzulehnen, weil Religion auf behaupteten Bestimmungen eines behaupteten Gottes beruhen, meist in die Welt gesetzt, indem jemand erzählt, er kenne jemanden, der behaupte, dass er eine Offenbarung bekommen habe. Nichts davon ist belegbar – Religion beruht sogar darauf, dass das Zeug nicht belegbar ist.

    Die Religionsfreiheit geht genau so weit, dass jeder glauben darf, was er will, und tun darf, was er darum will, solange das niemandem auf die Nerven geht.

    Für Sonderrechte reicht das alles nicht.

    • 14. Oktober 2010 um 14:42 Uhr
    • FreeSpeech
  129. 130.

    @Kamill

    Ich dachte, dass EB über sich selber redete.

    • 14. Oktober 2010 um 14:47 Uhr
    • FreeSpeech
  130. 131.

    an FreeSpeech

    :)

    • 14. Oktober 2010 um 14:51 Uhr
    • Kamill
  131. 132.

    Der methodologischen Kritik an der aktuellen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung „Die Mitte in der Krise – Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010″
    http://library.fes.de/pdf-files/do/07504.pdf
    durch
    • Jörg Lau (Nr. 81),
    • N. Neumann (Nr. 103),
    • cwspeer (Nr. 106)
    • Arjen van Zuider (Nr. 116)
    ist zuzustimmen.

    Beispielhaft zwei Exemplare eines Thesen-Automatismus, der die gewünschten Tendenzen zwingend erzeugt:

    a) Die These
    „Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert“
    ergab eine Zustimmung von ca. 13 %.

    Wie hoch wäre denn die Zustimmung gewesen, wenn statt dessen die These – entsprechend der historischen Wahrheit – gelautet hätte:
    „Wir sollten einen Führer haben, der mit seiner Partei und den Parteimilizen SA und SS die übrigen Bürger terrorisiert“?

    b) Was sagt der FES-Satz aus
    „Hervorzuheben ist insbesondere die große Integrationskraft der sogenannten Volksparteien für rechtsextreme Einstellungen. Darüber hinaus zieht die Partei „Die Linke“ – von ihrem Selbstverständnis her – überraschend viele Personen mit ausländerfeindlicher Einstellung an und auch die als eher „liberal“ geltenden Grünen und die FDP sind keineswegs frei von rechtsextremen Anhänger/innen.“

    Wieso werden die diesbezüglichen betreffenden Auswüchse bei den Parteien CDU, SPD, Grünen und Linkspartei,

    unter Rubriken katalogisiert wie
    „Anteil von Personen mit rechtsextremen Einstellungspotenzial unter den Parteianhänger/innen in Westdeutschland“
    (zwischen 12 bis 20%)
    und
    „Ausländerfeindlichkeit“
    (zwischen 16 bis 37%),

    als „rechtsextrem“, nicht als „linksextrem“ festgelegt?

  132. 133.

    @ Kamill 127:

    Die Mär vom Schweigen „der Muslime“ ist hundertfach widerlegt worden und ödet inzwischen schlichtweg nur noch an. Man kann diese Behauptung mit Fakten widerlegen und 24 Stunden später kommt der nächste (manchmal sogar die gleiche Person) und haut sie einem wieder um die Ohren.

    Der Witz ist, dass Sie es eigentlich selber erkannt haben (Oma Kruse ist keine Schlagzeile wert), und trotzdem nicht in der Lage sind, Ihr falsches Bild zu korrigieren.
    Wie ich Ihre Frage lese, kommt mir ein Abschnitt eines Buches in den Sinn, das ich gerade lese – John Esposito: The Future of Islam – in den Sinn, ich zitiere:

    „Guided by a principle (…) called „no fight, no story“, the goal is not to balance coverage an adjudicate fact from exaggeration or misinformation but rather to focus on confrontation and conflict, violence and terrorism, crises and tragedy. A small but vocal minority that celebrated the attacks as „payback time“ [9/11 Anm. MM] for failed American foreign policies in the Middle East enjoyed widespread media coverage. Some Palestinians celebrating in the streets were featured over and over again on major stations.

    Overshadowed were the shock and concern of many mainstream Muslims. The Gallup World Poll found that 91 percent of Muslims interviewed believed the attacks were morally unjustified. (…) Few media outlets, then as now, covered the statements of Muslim leaders and organizations that did speak out, quickly issuing public statements, denouncing the terrorist attacks and expressing their condolences. Why were these voices not heard?

    The statements and positions of the mainstream Muslim majority are not headline news, often not even regarded as newsworthy. Preachers of peace or conflict resolution might, if lucky, get a little coverage buried somewhere in the back pages. Nowhere is the result of this more evident than in the persistent belief that Muslims have not spoken out against violence and terrorism.

    The lack of coverage of Muslims‘ public pronouncements and major statements condemning religious extremism and terrorism has allowed the persistence of „Why don’t more Muslims speak out?“ Thus the actions of a dangerous minority of Muslim extremists and terrorists become the distorting prism through which all Muslims and their religion are seen and understood. (…)

    The media’s failure to provide balanced coverage, thus compounding the problem, included even informed political commentators like Thomas Friedman, currently foreign affairs columnist for the New York Times, who for six years had covered the Middle East. Astonishingly, the day after the London bombings he charged: „To this day – to this day – no major Muslim cleric or religious body has ever issued a fatwa condemning Osama bin Laden“.
    My initial shock that Friedman, who ought to know better, would make such a statement made me think of my father’s exasperated response in heated discussions with his well educated sons: „You’re too bright to be that stupid“. Friedman’s assertion seemed all the more ironic since his own newspaper had published in October 17, 2001, a full-page ad from the Becket Fund for Religious Liberty proclaiming, „Osama bin Laden hijacked four airplanes and a religion“, with published statements by some of the world’s most prominent Muslim leaders condemning the attacks. Among those who signed were Sheikh Abdulaziz al-Shaikh (Grand Mufti of Saudi Arabia and chairman of the Ulama), Zaki Badawi (principal of the Muslim College in London), Mufti Nizamuddin Shamzai of Pakistan, King Abdullah II of Jordan, and the Organisation of the Islamic Conference.

    The published declaration was only the tip of the iceberg. (…) Sheikh Muhammad Sayyid Tantawi, the Grand Sheikh of Cairo’s Al-Azhar University and Grand Imam of the al-Azhar Mosque (viewed by many as one of the highest authorities in Sunni Islam), Ayatollah Kashani in Iran (…) Mustafa Mashhur (general Guide, Muslim Brotherhood, Egypt), Qazi Hussain Ahmed (Ameer, Jammaat-e-Islami Pakistan, Pakistan) Muti Rahman Nizami (Ameer, Jamaat-e-Islami Bangladesh, Bangladesh, (…), Rashid Gannouchi (president, Nahda Renaissance Movement, Tunisia), Fazil Nour (president, PAS, Malaysia) and fourty other Muslim scholars and politicians were equally strong in their condemnations:

    The undersigned, leaders of Islamic movements, are horrified

  133. 134.

    @ P # 132

    Umso übler ist, dass derartiger Linksfug von der gesamten Presse unreflektiert wiedergekäut wird.

    • 14. Oktober 2010 um 16:07 Uhr
    • marriex
  134. 135.

    @ kamill

    Teil II:

    The undersigned, leaders of Islamic movements, are horrified by the events of Tuesday 11 September 2001 in the United states which resulted in massive killin, destruction and attack on innocent lives. We express our deepest sympathies and sorrow. We condemn, in the strongest terms, the incidents, which are against all human and Islamic norms. This is grounded in the Noble Laws of Islam which forbid all forms of attacks on innocents. God Almighty says in the Holy Qur’an: „No bearer of burdens can bear the burden of another“ (Surah al Isra 17:15).“

    (…)

    One of the clearest denunciations of terrorism and mindless anti-Westernism appeared in the ‚Arab News‘, a leading Saudi newspaper, shortly after bombings that had targeted Americans in saudi Arabia in May 2003:

    „Words are inadequate to express the shock, the revulsion, the outrage at the suicide bombings in Riyadh. Are expatriates working here an army of occupation, to be slaughtered and terrorized into leaving?…We cannot say that suicide bombings in Israel and Russia are acceptable but not in Saudi Arabia. The cult of suicide bombings has to stop! So too has the chattering, malicious, vindictive hate propaganda. It has provided a fertile ground for ignorance and hatred to grow. (…) Anti-Westernism and Anti-Americanism for their own sake are crude, ignorant and destructive. They create hate. They must end. Otherwise there will be more barbarities.“

    Many major Muslim leaders and organizations continued to respond to every major terrorost attack. Thus, for example, after the terrorist attacks in London 2005, in Glasgow 2007, and in Mumbai in 2008, Muslim leaders and organizations globally issued statements condemning the terrorists and their actions.

    More than five hundred British Muslim religious leaders and scholars issued a fatwa in response to the London bombings (…) stating that suicide bombings are „vehemently prohibited“. Al-Azhar’s Tantawi also spoke out against the London attacks, saying they were the work of „criminals who do not represent Islam or even truly understand (its message)“. Aayatollah Mohammed Hussein Fadlallah, a prominent Shiite scholar, asserted: „These crimes are not accepted by any religion. It is a barbarism wholly rejected by Islam“. (…)

    Yet the conventional wisdom that Muslims do not condemn terrorism dies hard. To this day, American Audiences stil raise this charge despite the fact that Muslim scholars‘ and organizations‘ extensive condemnations (including fatwas) of the 9/11 attacks and subsequent acts of terrorism, issued in countries from Saudi Arabia to Malaysia to the United States, can be readily found in the international press and the Internet“.

    Esposito, John: The future of Islam. (p. 30-33.)

    Islamic Statements Against Terrorism

    http://www.unc.edu/~kurzman/terror.htm

  135. 136.

    @ Kamill

    Fatwa Against Terrorism and Suicide Bombing (1/8) by Dr. Tahir-ul-Qadri:

    http://www.youtube.com/watch?v=jE-mVEPGWgo

  136. 137.

    @ Kamill

    Muss ich tatsächlich schon solch kitschige Videos wie das folgende bemühen, um Sie zumindest etwas zum Nachdenken zu bringen?

    http://www.youtube.com/watch?v=-NYzs8IjxhY

  137. 138.

    Um aufs Thema zurückzukommen: Schluss jetzt! Wir führen gerade eine Integrationsdebatte!

    http://www.harmbengen.de/toonpool/2010%2010%2013%20heisser_herbst_1008285.jpg

  138. 139.

    @ Kamill

    Von den Erfahrungen mit Türkischen Jugendlichen und Jungen Erwachsenen von man schon mal angerempelt wird ind der U-Bahn
    etc. garnicht erst zu sprechen…

    Ich habe hierzu mal Studien über das Verhalten Jugendlicher im Ruhrgebiet vor dem ersten Weltkrieg gelesen. Damals konnte man hier wahrscheinlich einen Türken mit der Lupe suchen. Es gab zu der Zeit regelmäßig Kirmesprügeleien mit Toten. Fast jedes Wochenende. Wehe Sie waren aus Hamborn und baggerten ´versehentlich ne Lady aus Meiderich an. Da konnten Sie aber was erleben! Die sind mit den großen Schraubenschlüsseln von Krupp und Thyssen aufeinander losgegangen. Das war ein Bericht von 1911. So ist das Leben in einem Ballungsgebiet nun mal. Das war nie anders und hat mit dem Islam so was von gar nix zu tun.
    Ich ernte übrigens laufend Dankeschöns mit Lächeln unter dem Kopftuch hervor für´s Türenaufhalten. Keine Ahnung, was mit den Kinderwagenladys bei Ihnen los ist. Aber das kann man auch unter keinen Umständen verallgemeinern.
    Konzentrieren wir uns doch mal auf das wirkliche Problem, die ausbleibende Bildungsinitiave, die wirklich durchschlägt. Kita mit Deutsch üben und Nachmittagsunterricht für alle Migranten, damit sie auf Ingenieurniveau kommen. Die haben nämlich durchaus was auf dem Kasten (doch, doch, Herr Sarrazin!). Herumgenöle hilft genausowenig wie peinliche Studien, die besagen, dass man hierzulande gerne wieder vom großen Diktator geführt werden möchte. (Auweia!)

    • 14. Oktober 2010 um 16:28 Uhr
    • cwspeer
  139. 140.

    Sollte so ein Punktesystem nach Qualifikation bei uns eingeführt werden, hätte sich das mit der moslemischen Einwanderung sowieso erledigt.

    Woher weiß man das so genau ?

    Dank robuster Binnennachfrage, einem anhaltend tiefen Zinsniveau und einer international zusehends besser diversifizierten Exportstruktur rechnet Ankara mit einer deutlich rascheren Expansion. So wird die Schätzung für das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) für 2010 von 3,5% auf 6,8% fast verdoppelt und für 2011 von 4% auf 4,5% erhöht. Im Vergleich mit den noch optimistischeren Schätzungen unabhängiger Ökonomen muten dabei die Regierungsprognosen eher konservativ an.

    An den Finanzmärkten hat der Wirtschaftsplan, der eine Stabilisierung des Wachstums, einen Abbau der Arbeitslosigkeit und eine Verbesserung der öffentlichen Finanzlage anstrebt, die türkische Lira zu Wochenbeginn auf den höchsten Stand gegenüber dem Dollar seit zwei Jahren klettern lassen. … Positiv aufgenommen wird am Kapitalmarkt vor allem die im Plan skizzierte Konsolidierung des Staatshaushalts.
    http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/dynamische_tuerkei_1.7961164.html

  140. 141.

    Hallo Herr Mustermann,

    eine Zeitungsanzeige vom Becket Fund for Religious Liberty
    (protecting the free expression of ALL religious traditions)
    also noch nicht einml ein Muslimischer Verband ist jetzt der
    beweis das die Mehrheit der Muslime Terror verurteilt,
    das finde ich persönlich schon etwas wenig…

    Sie fragen warum diese Stimmen nicht gehört werden, das die Medien sich meistens auf das Aufregende beschränken
    wg. Auflagen usw. ist mir natürlich bewußt,

    aber trotzdem wo bleiben denn die großen Demonstrationen der Muslime in Deutschland oder sonstwo in der Welt gegen Terror ?
    Wo nur ? Wenn in Berlin wo ich momentan lebe eine Große Demo von Muslimen gegen Terror oder Ehrenmorde stattfinden würde, bin ich überzeugt
    das a) die Medien durchaus darüber berichten würden
    und b) falls nicht,
    ich durch andere Quellen davon mitbekommen würde

    Bei Unliebsamen Büchern, Beim Karrikaturen Streit oder bei angekündigten Koran Verbrennungen, toben regelmäßig zahlreiche Mulime durch die Straßen. Es werden eiligst Fatwas geschrieben,

    Dagegen die FATWA ON SUICIDE BOMBINGS AND TERRORISM wie zb von SHAYKH-UL-ISLAM DR MUHAMMAD TAHIR-UL-QADRI dagegen SCHON NACH NEUN JAHREN geschrieben und veröffentlicht…

    http://www.minhaj.org/english/tid/9959/Historical-Launching-of-Fatwa-Against-Terrerism-leading-Islamic-authority-launches-fatwa-against-terrorism-and-denounces-suicide-bombers-as-disbelievers-Anti-terror-Fatwa-launched.htm

    hier gehts zu 90 seitigen kurzfassung in English
    http://www.minhaj.org/images-db2/fatwa-eng.pdf

    Besser spät als nie…

    Genug um mich zu Überzeugen, nein.

    Gruß

    Kamill

    • 14. Oktober 2010 um 16:42 Uhr
    • Kamill
  141. 142.

    Hallo Herr Mustermann,

    eine Zeitungsanzeige vom Becket Fund for Religious Liberty
    (protecting the free expression of ALL religious traditions)
    also noch nicht einml ein Muslimischer Verband ist jetzt der
    beweis das die Mehrheit der Muslime Terror verurteilt,
    das finde ich persönlich schon etwas wenig…

    Sie fragen warum diese Stimmen nicht gehört werden, das die Medien sich meistens auf das Aufregende beschränken
    wg. Auflagen usw. ist mir natürlich bewußt,

    aber trotzdem wo bleiben denn die großen Demonstrationen der Muslime in Deutschland oder sonstwo in der Welt gegen Terror ?
    Wo nur ? Wenn in Berlin wo ich momentan lebe eine Große Demo von Muslimen gegen Terror oder Ehrenmorde stattfinden würde, bin ich überzeugt
    das a) die Medien durchaus darüber berichten würden
    und b) falls nicht,
    ich durch andere Quellen davon mitbekommen würde

    Bei Unliebsamen Büchern, Beim Karrikaturen Streit oder bei angekündigten Koran Verbrennungen, toben regelmäßig zahlreiche Mulime durch die Straßen. Es werden eiligst Fatwas geschrieben,

    Dagegen die FATWA ON SUICIDE BOMBINGS AND TERRORISM wie zb von SHAYKH-UL-ISLAM DR MUHAMMAD TAHIR-UL-QADRI dagegen SCHON NACH NEUN JAHREN geschrieben und veröffentlicht…

    hier gehts zu 90 seitigen kurzfassung in English
    http://www.minhaj.org/images-db2/fatwa-eng.pdf

    Besser spät als nie…

    Genug um mich zu Überzeugen, nein.

    Gruß

    Kamill

    • 14. Oktober 2010 um 16:43 Uhr
    • Kamill
  142. 143.

    @ cwspeer

    Kita mit Deutsch üben und Nachmittagsunterricht für alle Migranten, damit sie auf Ingenieurniveau kommen. Die haben nämlich durchaus was auf dem Kasten (doch, doch, Herr Sarrazin!).

    ***gääääähn***

    Böses Buch, S. 232, 328.

    • 14. Oktober 2010 um 16:45 Uhr
    • marriex
  143. 144.

    @ cwspeer

    JL hats ja inzwischen gelesen…

    • 14. Oktober 2010 um 16:54 Uhr
    • marriex
  144. 145.

    Anteil von Muslimen an der Gesamtbevölkerung

    1. Frankreich – 8 %
    2. Belgien – 6 %
    3. Niederlande – 5%
    4. Deutschland – 5 %
    5. Großbritannien – 4%
    6. Dänemark – 3 %
    7. Spanien – 3 %
    8. Luxemburg – 2 %
    9. Italien – 2 %
    10. Australien, USA, Kanada – jeweils 2% Muslime (Zahlenangaben zu 10.- siehe riccardo Nr. 96)

  145. 146.

    an cwspeer

    Zitat:
    Ich habe hierzu mal Studien über das Verhalten Jugendlicher im Ruhrgebiet vor dem ersten Weltkrieg gelesen. Damals konnte man hier wahrscheinlich einen Türken mit der Lupe suchen.
    Es gab zu der Zeit regelmäßig Kirmesprügeleien mit Toten.

    Und das es früher schlechtes verhalten gab ist das gegenwärtige Rüpelhafte Verhalten entschuldigend, genau wie ???

    Zitat:
    Keine Ahnung, was mit den Kinderwagenladys bei Ihnen
    los ist. Aber das kann man auch unter keinen Umständen verallgemeinern.

    Ich wüsste nicht wo ich verallgemeinert haben soll ?

    Zitat:
    Konzentrieren wir uns doch mal auf das wirkliche Problem,
    die ausbleibende Bildungsinitiave, die wirklich durchschlägt.
    Kita mit Deutsch üben und Nachmittagsunterricht für alle Migranten, damit sie auf Ingenieurniveau kommen.

    Dazu fällt mir ebenfalls eine zunehmend häufige Beobachtung
    aus meiner Umgebung ein, wenn die nahegelegene Grundschule
    Unterichtsschluss hat, holen auch Eltern oder Geschwister
    mit Migrationshintergrund ihre Kinder ab.
    Sehr oft hört man dann das in der jeweiligen Herkunftssprache gesprochen wird. Glauben sie das die Kinder dadurch Gut deutsch lernen ? Oder vielleicht doch das gefühl bekommen das sie Deutsch nur für die Schule lernen müssen, könnte ich mir nicht so sehr Motivierend vorstellen.

    Gruß

    Kamill

    Ps. Zu mehr und besserer Bildung generell ist dieses zu begrüßen.

    • 14. Oktober 2010 um 17:16 Uhr
    • Kamill
  146. 147.

    @ NN # 103

    Ist mein Eindruck, dass solch eine Vorgehensweise in der politknah-linken Sozia”forschung” üblich ist, korrekt?

    @ MR

    Das kann ich nicht exakt ermessen. Ich habe jedenfalls Studien/Untersuchungen über Ausländerfeindlichkeit/Rechtsradikalismus/Rechtsextremismus von politisch mehr oder weniger linken empirischen Sozialforschern gelesen oder zur Kenntnis genommen, deren Stichproben völlig in Ordnung sind und die normativ deutlich nüchterner und distanzierter zu Werke gehen als Decker/Brähler. Manche davon hatten oder haben etwas mit der FES zu tun.

    Auf diesem Hintergrund würde ich deine Frage mit eher nein beantworten.

    Hinzu kommt, dass manche dieser Studien mithin noch journalistisch hochgejazzt und weiter zugespitzt werden. Sonst gäbe es auch weniger darüber zu schreiben. Wobei es die vergleichsweise trockeneren eher seltener in die Medien geschafft haben oder schaffen. Es wäre z.B. ein eher langweiliger Befund, zu sagen, dass seit Beginn der 90er die meisten (nüchternen und teilweise auch weniger nüchternen) Studien den Schluss nahe legen, dass knapp 10% der Gesamtbevölkerung ein geschlossen rechtsextremes und weitere 10% ein latent rechtsextremes / rechtsradikales Weltbild haben. Unterm Strich hat sich daran nicht viel geändert und die Schwankungsbreite ist nicht sehr hoch. Auch ist das im europäischen Vergleich – sofern verglichen werden kann – kein besonders hoher Wert.

    Des weiteren wurde und wird immer wieder bestätigt, dass a) Ossis durchschnittlich signifikant häufiger rechtsextrem oder rechtsradikal bzw. klar ausländerfeindlich gesinnt als Wessis und b) mithin auch unabhängig davon eine veritable rechtsradikale Gesinnung dort vergleichsweise häufiger auftritt, wo es keine oder nur wenige Ausländer oder Menschen mit Migrationshintergrund gibt. Hinzu kommt c), dass Rechtsextremismus mit steigendem Bildungs- und/oder Einkommensgrad durchschnittlich sinkt und tendenziell ein Unterschichts- und unteres Mittelschichtsphänomen ist. Woran auch ein paar Tausend echt fiese Burschenschaftler, ein paar NPD-Funktionäre mit Abitur und/oder Berufen wie Uhrmacher nichts ändern.

    Von ziemlich weit links ist es in diesem Zusammenhang in Mode gekommen, Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit vor allem in der Mitte der Gesellschaft zu verorten. Das mag insoweit noch statthaft sein, als z.B. die Mehrheit der NPD-Wähler im Osten eben nicht arbeitslos ist, sondern einen Job hat. Die Abiturientenquote ist hier jedoch sehr niedrig und es überwiegen deutlich Haupt- sowie Realschulabschlüsse, das Einkommen ist hier überwiegend eher unterdurchschnittlich als durchschnittlich. Mit anderen Worten: Neben der Unterschicht gibt es im Unterschied zu den Schichten darüber auch eine signifikante Häufung von Rechtsextremismus in der unteren Mittelschicht – eine Schicht, die man früher Kleinbürgertum nannte. Wenn man also bei Mittelschichten nicht differenziert, handelt es sich doch um die gemäß Bildung und Einkommen größte Schicht, und noch die Bezieher von unterdurschnittlichen Arbeitseinkommen großzügig dazu rechnet, kann man locker die Mitte der Gesellschaft als den Hort von Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit anbräunen.

    Denn man hat eben mit der deutschen Gesellschaft noch eine Rechnung offen, und da macht es sich am besten, wenn man tendenziell entgegen anderen ansonsten üblichen sozioökonomischen Gepflogenheiten (Stichworte: Bezieher von Sozialtransfers, niedriges Einkommen, eher unterdurchschnittliche Bildung = überproportional viel Frust) mit voller Breitseite den Durchschnitt aufs Korn nimmt, anstatt genauer zu sagen, dass es neben der deutschen Unterschicht der untere deutsche Durchschnitt ist, der vergleichsweise häufig für mehr oder weniger braune Einstellungen anfällig ist.

    Zur Bestätigung des besagten Mitte-Befunds kann es z.B. auch ein probates Mittel sein, etwas weniger Abiturienten in die Stichprobe aufzunehmen, als es das richtige Bemühen um Repräsentativität erfordern würde, und schon kommen ein paar braune Fieslinge mehr bei hinten raus. Ich habe mir mal mit Blick auf eine Jugendstudie, deren Befunde mir im Gegensatz zu anderen aus mehreren Gründen fragwürdig erschienen, die statistisch-rechnerische Mühe gemacht, das repräsentives Verhältnis zwischen Abiturienten und Haupt- und Realschülern zu bestimmen – und siehe da, in der Stichprobe befanden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas wenige Abiturienten und etwas zuviel Schüler anderer Schulformen. Blöderweise habe ich das nicht abgespeichert. Wobei nicht immer Absicht hinter solchen kleinen Fehlern stecken muss. Wenn aber Decker und Brähler mit einer Stichprobe gearbeitet haben, die deutlich relativ mehr Ost-Akademiker als West-Akademiker enthält, kann es als wahrscheinlich gelten, dass sie hier ein Auge zugedrückt haben.)

    • 14. Oktober 2010 um 17:23 Uhr
    • N. Neumann
  147. 148.

    @Publicola

    Sie lassen sich von unschlauem Linken-Soziologenbashing der hiesigen Möchtegernhardlinern blenden.

    http://www.spiegel.de/flash/flash-24534.html

    Wenn man fragt, ob man eine Diktatur will, in der Moslems genauso rechtlos beherscht werden dürfen, wie die entrechteten Palästinenser in Gaza, bekommt man ebenfalls andere Werte, als wenn man fragt, ob man wie in der Nazidiktatur einen Völkermord anstreben möchte. Wie Sinnvoll die Frage nach einem Führer ist, der zum Wohle aller regieren soll, mag für sich nicht Sinnvoll erscheinen, im Fragenkomplex ist dies schon sinnvoll. Besonders, wenn man ein wenig politische Bildung mitbringt

    • 14. Oktober 2010 um 17:35 Uhr
    • Erol Bulut
  148. 149.

    @cwspeer: Ja, die Deutschen waren früher (ich nehme an, auch noch einige Zeit nach 1911) nicht besser, als es die Türken heute sind. Insofern ist es natürlich Schwachsinn, die Gewaltbereitschaft auf „türkische Gene“ oder theologische Inhalte des Islam zu schieben – es ist bloß gute alte zivilisatorische Rückständigkeit, wie wir sie bis vor wenigen Jahrzehnten hier auch noch hatten. Das ist allerdings noch lange kein Grund, das überwunden geglaubte finstere Mittelalter nun aus dem Ausland zu importieren.

    • 14. Oktober 2010 um 17:41 Uhr
    • Arjen van Zuider
  149. 150.

    Dass die Forderung, die Religionsfreiheit für eine bestimmte Religion einzuschränken, soviel Zustimmung genießt, finde ich auch schockierend – manche Leute verstehen offenbar die Bedeutung des Wortes “Grundrecht” nicht. Andererseits bestärkt es mich in meiner Ansicht, dass die Religionsfreiheit in der Rechtspraxis, die sich in der religiös ziemlich homogenen Nachkriegszeit entwickelt hat, für eine derart pluralistische Gesellschaft, wie sie heute existiert, nicht mehr angemessen ist und etwas stärker auf den Kern des privaten religiösen Bekenntnisses anstelle der öffentlichen Ausübung auch umstrittener Praktiken zurückgeführt werden muss, um universell allen denkbaren Religionen gewährt werden zu können (und nicht nur jenen, die in Deutschland zur Zeit anwesend sind), ohne das Rechtsempfinden der Bevölkerung zu verletzen.

    @ AvZ (auch: @ Bounce)

    In Kurzform und ohne der hier von Freespeech geposteten Generaleuphemisierung in Bezug auf die Zustimmung der von Ihnen oben erwähnten Frage das Wort zu reden: Unter den Befragten, die der Frage zugestimmt haben, werden sich zumindest teilweise Leute befinden, die z.B. im Verbot des Kopftuches für Lehrerinnen eine Einschränkung der Religionsfreiheit für Muslime erkennen, diese aber befürworten. Es kann als sehr wahrscheinlich gelten, dass, wenn Decker/Brähler den Befragten die Frage in Form eines abgestuften Einschränungskatalogs vorgelegt hätten, die Antworten unterm Strich mindestens etwas weniger iliberal und besorgniserregend ausgefallen wären.

    Ich z.B. weiß als Abiturient und Akadamiker ganz klar, dass die Religionsfreiheit kein uneingeschränktes und uneinschränkbares Grundrecht ist und mit anderen (Grund)Rechten kollidieren kann. Einige werden das aber (so) nicht wissen. Entsprechend werden manche der von Decker und Brähler Befragten, die annehmen, dass das Kopftuchverbot für Lehrerinnen an Schulen in staatlicher Trägerschaft eine massive Einschränkung des Religionsfreiheit darstelle, die Frage ihrem Kenntnisstand getreu einfach mit Ja beantwortet haben. Zumal eben in der Medienöffentlichkeit dieses Kopftuchverbot sowohl von Muslimen als auch Nicht-Muslimen mithin als (massive) Einschränkung der Religionsfreiheit für Muslime bzw. Musliminnen bezeichnet worden ist.

    Deckers/Brählers Frage ist in dieser Form eine sozialwissenschaftliche Frechheit.

    • 14. Oktober 2010 um 17:53 Uhr
    • N. Neumann
  150. 151.

    @Publicola

    Sie lassen sich von unschlauem Linken-Soziologenbashing der hiesigen Möchtegernhardlinern blenden.

    http://www.spiegel.de/flash/flash-24534.html

    Wenn man fragt, ob man eine Diktatur will, in der Moslems genauso rechtlos beherscht werden dürfen, wie die entrechteten Palästinenser in Gaza, bekommt man ebenfalls andere Werte, als wenn man fragt, ob man wie in der Nazidiktatur einen Völkermord anstreben möchte. Wie Sinnvoll die Frage nach einem Führer ist, der zum Wohle aller mit starker Hand regieren soll, mag für sich nicht sinnvoll erscheinen, im Fragenkomplex der drei Fragen ist dies schon sinnvoll (sinvoller fände ich „… zum Wohle aller Deutschen mit…“ und weniger sinnvoll ist eher die zweite, die auch eine Kommunistische Einheitspartei nicht ausschließt). Besonders, wenn man ein wenig politische Bildung mitbringt und die Taten von Diktaturen insofern auszublenden vermag, dass die Entstehungbedindungen von Diktaruren im Vordergrund stehen. Was ein Diktator dann tut, wenn er die Macht hat, unterliegt ohnehin keinem Volkswillen.

    Natürlich sind auch Fragen wichtig, ob Deutsche neben Moslems oder Juden wohnen wollen, genauso wie es umgekehrt wichtig ist. Wollen Sie nicht wissen, wie ein gesellschaftlicher Vorwurf der Segregation zu werten ist? Kann man denn solchen allgegenwärtigen Vorwurf denn überhaupt werten, wenn man nicht weiß welche gesellschaftlichen Stimmungen solche Segregation mit trägt? Muss man nicht Herrn Lau in diesem Punkt entgegen halten, dass wenn man Zweibahnstruktur von Integration erkannt hat, das Interesse für Information auch auf zwei Bahnen befriedigt werden muss?

    Und Ihnen muss ich entgegnen, dass im Linksextremismus der Feind nunmal der „Klassenfeind“ ist und im Rechtsextremismus derjenige, der die Reinheit der Nation besudeln will.

    Im großen und ganzen finde ich die Fragestellung aber ausreichend, um die Ergebnisse im Komplex betrachtend für mich Information extrahieren zu können. Und wenn man sich wie Sie an der einen Frage über den „Führer“ aufreiben will (wobei die Terminologie eigentlich ausreichend Bezug zu Hitler hat), dann empfehle ich Ihnen an der Frage „Ohne Judenvernichtung würde man Hitler als einen großen Staatsmann ansehen“ (10,7% Zustimmung) die von Ihnen kritisierte Frage anhand des Ergebnisses auf Sinngehalt zu überprüfen.

    • 14. Oktober 2010 um 18:03 Uhr
    • Erol Bulut
  151. 152.

    @ AvZ

    Das Verhalten Jugendlicher in Kombination mit hoher Arbeitslosigkeit ist in Ballungsräumen immer und überall auf der Welt kritisch. Das hängt auch nicht mit rückständig oder Mittelalter zusammen, sondern mit überschüssigen Energien, für die die jeweilige Gesellschaft kein sinnvolles Ventil bietet. Die Migrationsproblematik kommt natürlich erschwerend hinzu, aber wer da etwas ändern möchte, soll an der Wurzel des Problems ansetzen, dass diese Jungs herumhängen und nichts Sinnvolles zu tun haben. Möglicherweise hat ja der ein oder andere Blogger auch in seiner Jugend nicht nur brav dagesessen, Karl May gelesen und gelegentlich gefragt, ob er seiner Mutter einen Gefallen tun kann????

    • 14. Oktober 2010 um 18:07 Uhr
    • cwspeer
  152. 153.

    “Ohne Judenvernichtung würde man Hitler als einen großen Staatsmann ansehen”

    Ohne Erhebung wären berge Flachland.

    • 14. Oktober 2010 um 18:09 Uhr
    • marriex
  153. 154.

    ad Eroö Bulut

    Es ist in der Tat schwierig, sich auf kurzem Raum differenziert-korrekt auszudrücken.

    Bei den Fragen zu rechtsextremistischen Tendenzen der Parteien weist z.B. die Linkspartei oft höhere, eigentlich recht hohe Werte auf. Das Ganze firmiertals ‚Rechtsextremismus‘. Dass die politische Position ‚links‘ für höchst unerfreuliche Auswüchse verantwortlich sein könnte, wird durch eine derartige Wortwahl ausgeblendet.

    Im Gebiet der ehemaligen (kommunistischen) DDR ist die Ausländerfeindlichkeit vermutlich recht hoch.

    Ebenfalls ist erinnerlich, dass die polnische Regierung in kommunistischer Zeit über einen längern Zeitraum starke Pressionen (vorsichtig ausgedrückt) auf polnische Juden ausgeübt hat,
    ähnlich die sowjetische Regierung, die unter allerlei Vorwänden mit etlichen nichtrussischen Ethnien nicht zimperlich umgegangen sind (auch hier milde formuliert),
    dito die chinesische Regierung mit nichtchinesischen Ethnien.

    Derartige Einstellungen und Aktionen firmieren aber im deutschen Sprachraum als ‚rechtsextrem‘ und werden so völlig aus der Verantwortlichkeit ‚linker‘ politischer Akteure, Parteien, Regierungen gelöst.

    Damit liegen Einstellungen und Handlungen, wie von mir hier gerade skizziert, in dem nicht erfassbaren Gesichtskreis des politisch ‚blinden Flecks‘.
    Derartige Überlegungen bringen mich nun dazu, in diesem Zusammenhang die Anwendung des Adjektivs ‚unseriös‘ zu wagen, auch in Bezug auf die genannte FES.

  154. 155.

    Korrektur (Pardon!) – Erol Bulut

  155. 156.

    @ EB

    Wie Sinnvoll die Frage nach einem Führer ist, der zum Wohle aller regieren soll..

    Hat das schon mal einer geschafft? Meine politische Bildung besagt, dass da immer irgendjemand im dunklen Keller landet, speziell, wenn er nicht der Meinung ist, dass der Führer zum Wohle aller regiert. Das wird einem doch dann in aller Regel mit Daumenschräubchen oder anderem Zubehör freundlich erläutert, oder?

    • 14. Oktober 2010 um 18:16 Uhr
    • cwspeer
  156. 157.

    Deckers/Brählers Frage ist in dieser Form eine sozialwissenschaftliche Frechheit.

    Na so eine normative Feststellung ist auch nicht unbedingt die Krönung akademischer Argumentation.

    Es kann sich ja jeder selbst sein Urteil bilden. Es sind nur etwas mehr als 150 Seiten.

    http://library.fes.de/pdf-files/do/07504.pdf

    Ich für meinen Teil halte die Kategorienbildung für nachvollziehbar, die Erhebungsmethode für angemessen und die Ergebnisse durchaus für schlüssig, insbesondere da man nicht wie bei Sarrazin in den Gruben deskriptiver Statistik steckengeblieben ist, sondern mithilfe von Verfahren der analytischen Statistik (Regressionsanalyse u.a.) verschieden zu gewichtende Schlüsselfaktoren benennen kann.

    Insgesamt ist das eine der besseren quantitativen empirischen Einstellungsuntersuchungen.

    • 14. Oktober 2010 um 18:18 Uhr
    • Bounce
  157. 158.

    “Ohne Judenvernichtung würde man Hitler als einen großen Staatsmann ansehen”

    Ohne Erhebung wären berge Flachland.

    @ MR

    Hitler würde ohne Judenvernichtung heute zumindest häufiger als großer Staatsmann angesehen. <- Selbst Antifaschisten könnten diese Aussage bejahen.

    Korrekt hätte die Frage lauten müssen: "Ohne Judenvernichtung würde ich Hitler als einen großen Staatsmann ansehen."

    Dann wäre sie aber weniger häufig bejaht worden.

    • 14. Oktober 2010 um 18:19 Uhr
    • N. Neumann
  158. 159.

    Ich für meinen Teil halte die Kategorienbildung für nachvollziehbar, die Erhebungsmethode für angemessen und die Ergebnisse durchaus für schlüssig, insbesondere da man nicht wie bei Sarrazin in den Gruben deskriptiver Statistik

    @ Bounce

    Sarrazins Mist macht Decker/Brähler nicht besser.

    Wenn Sie etwas an meinen oder AvZs Ausführungen zu Decker/Brähler zu bemängeln haben, dann begründen Sie das bitte und kommen nicht mit einem Vergleich zu Sarrazin und ein paar Allgemeinplätzen.

    • 14. Oktober 2010 um 18:26 Uhr
    • N. Neumann
  159. 160.

    @ Neumann

    Hitler würde ohne Judenvernichtung heute zumindest häufiger als großer Staatsmann angesehen. <- Selbst Antifaschisten könnten diese Aussage bejahen.

    neumann, falls sie etwas Zeit und Lust, ein gutes (Sach-)buch zu lesen, haben, dann möchte ich eine empfehlung aussprechen:

    Ludolf Herbst; Hitlers Charisma. Die Erfindung eines deutschen Messias; Frankfurt/M. 2010.

    Es werden unter dem Begriff des weberischen „Charisma“ bzw. „charismatischen Herrschaftsform“ die zeit von 1918 – 1923 hitlers betrachtet und wie er da u. a. auch zum Antisemiten wurde. Hochinteressant udn gut zu lesendes Buch – sehr zu empfehlen mMn.!

    • 14. Oktober 2010 um 18:27 Uhr
    • Zagreus
  160. 161.

    @Neumann:
    Entsprechend werden manche der von Decker und Brähler Befragten, die annehmen, dass das Kopftuchverbot für Lehrerinnen an Schulen in staatlicher Trägerschaft eine massive Einschränkung des Religionsfreiheit darstelle, die Frage ihrem Kenntnisstand getreu einfach mit Ja beantwortet haben. Zumal eben in der Medienöffentlichkeit dieses Kopftuchverbot sowohl von Muslimen als auch Nicht-Muslimen mithin als (massive) Einschränkung der Religionsfreiheit für Muslime bzw. Musliminnen bezeichnet worden ist.
    Stimmt. Ich finde es aber irgendwo schon bedenklich, wenn die Leute anfangen zu sagen „wenn Kopftuchtragen ein Menschenrecht ist – dann bin ich eben gegen Menschenrechte“. Dieser andauernde Overkill, alle gesellschaftlichen Fragen gleich mit dem Rückgriff auf die unveräußerlichsten Grundrechte zu beantworten, gefährdet die Akzeptanz der Menschenrechte.

    Deckers/Brählers Frage ist in dieser Form eine sozialwissenschaftliche Frechheit.
    !!

    @cwspeer:
    Natürlich löst es das Problem nicht, wenn man schlicht sagt „die sind halt rückständig“. Aber es ist eben auch nicht hilfreich, wenn man bloß sagt „so sind junge Leute halt“ (und diesen Eindruck hat Ihr Post bei mir gemacht). Nein, so sind sie nicht, so waren zwar auch die einheimischen Jugendlichen früher mal, aber das hat sich bei ihnen gebessert und die Anpassung an dieses Niveau des gewaltfreien Zusammenlebens kann man in meinen Augen auch den Einwanderern abverlangen.

    @marriex:
    Diese Frage ist ja auch ein Paradebeispiel für zweideutige Fragestellung. Ein „Ja“ kann nämlich sowohl bedeuten „Ja, das mit den Juden war schon scheiße, aber sonst war er echt ein toller Kerl, an dem heutige Politiker sich ein Vorbild nehmen sollten“ oder es kann bedeuten „Ja, der Judenmord ist wohl das einzige, was Hitler daran hindert, einen gleich großen Fanclub unter den heutigen Intellektuellen zu haben wie Stalin und Mao“.

    • 14. Oktober 2010 um 18:30 Uhr
    • Arjen van Zuider
  161. 162.

    @Publicola

    Zum einen war das eine Studie über den Rechtsextremismus, wie man dem Titel entnehmen kann, und nicht allgemein über Extremismus. Es gibt auch sicher Studien zum Linksextremismus. Zum anderen sind die Verfehlungen der kommunistischen Ostblockdiktatoren weitestgehend bewusst und in Studien zum Linksextremismus sicher auch als Frage formuliert.

    Was Sie mit der Linkspartei wollen, die sich zur Demokratie und dem Volk als Souverän bekennt, kann ich so nicht nachvollziehen. Wollen Sie auf eine Linksextremistische Gefahr hindeuten, weil nun viele Parteien sich der Programmatik der Linkspartei annähern, beispielsweise im Bereich Mindestlohn oder Finanzmarktkontrolle?

    Worauf die Studienautoren in dem von Ihnen zitierten Teil wohl hinweisen wollten, ist, dass in einer Linkspartei wohl eher mit einer internationalen Solidarität im Kampf gegen den Klassenfeind gerechnet werden sollte, als ein national belasteter Wertekanon.

    • 14. Oktober 2010 um 18:30 Uhr
    • Erol Bulut
  162. 163.

    @ NN

    Wenn Sie etwas an meinen oder AvZs Ausführungen zu Decker/Brähler zu bemängeln haben, dann begründen Sie das bitte und kommen nicht mit einem Vergleich zu Sarrazin und ein paar Allgemeinplätzen.

    Nö. Ist mir zu blöde.

    • 14. Oktober 2010 um 18:31 Uhr
    • Bounce
  163. 164.

    @ NN

    Ich wollte damit zum Asudruck bringen, dass eine derartige Fragestellung völliger Humbug ist.

    • 14. Oktober 2010 um 18:31 Uhr
    • marriex
  164. 165.

    @cwspeer

    Wie ich schon sagte, ist die Frage anhand des Ergebnisses anderer Fragen auf Sinnhaltigkeit überprüfbar. So schlecht kann sie nicht gestellt sein, wie behauptet wird. Und wie Sie auch bestätigen, bei Diktaturen gibt es immer welche, die leiden.

    • 14. Oktober 2010 um 18:35 Uhr
    • Erol Bulut
  165. 166.

    @Erol Bulut:
    Zum einen war das eine Studie über den Rechtsextremismus, wie man dem Titel entnehmen kann, und nicht allgemein über Extremismus. Es gibt auch sicher Studien zum Linksextremismus.

    Das macht es nicht minder fragwürdig, die Verherrlichung autoritärer Staatsführung und fremdenfeindliche Einstellungen pauschal als „rechts“ zu klassifizieren. Insbesondere nicht, wenn linke Parteien, unter deren Anhängern solches Gedankengut ebenfalls weit verbreitet ist, sich dann unter Berufung auf diese Studie als Bollwerk im „Kampf gegen rechts“ profilieren. Da wird dann der Bock zum Gärtner.

    • 14. Oktober 2010 um 18:38 Uhr
    • Arjen van Zuider
  166. 167.

    @Neumann

    Wenn Sie meinen, die Fragestellung, ob Hitler ohne Judenvernichtung als großer Staatsmann angesehen werden kann, würde nicht auf eine relativierung des Nationalsozialismus hindeuten, so passt das zu der Methode, wie Sie diese Studie zu entwerten gesucht haben (nicht an der Studie).

    Ich für meinen Teil kann was mit der Information anfangen, ob der Mann, der Deutschland mit einem Terrorregime in einen Weltkrieg geführt hat und Deutschland dabei fast völlig zerstört hat und es ganz zu zerstören bereit war, als großer Staatsmann ausgeschlossen wird, oder nicht.

    • 14. Oktober 2010 um 18:41 Uhr
    • Erol Bulut
  167. 168.

    @Arjen van Zuider

    Mag ja sein, dass viele Menschen von einer Linksparteiwahnbild zerfressen sind, aber Ihr Einwand wird erst interessant, wenn irgendwelche Ausländerfeindlichen Äußerungen aus der Linkspartei zu entnehmen sind. Solange dies nicht stattfindet, ist es alles andere als redlich oder interligent der Bewegung/Partei Ausländerfeindlichkeit zu unterstellen.

    Es mag ja sein, dass Ausländerfeindlichkeit unter Mitgliedern der Linkspartei gegeben ist, aber sie wird zumindest nicht in der Partei ausgelebt.

    • 14. Oktober 2010 um 18:45 Uhr
    • Erol Bulut
  168. 169.

    ad Erol Bulut

    Es geht mir nicht um eine Kritik an einer Linkspartei oder irgendeiner anderen politische Partei.

    Ich halte lediglich ie in FES (und vermutlich auch sonst oft) angewandte soziologisch-politische (oder wie soll man es sonst nennen) Terminologie für nicht zutreffend bzw. für nicht differenziert genug. Die FES hält so natürlich für den Normal-Leser die Botschaft bereit, das Deutschland kurz vor der Gefahr einer (Total-)Nazifizierung steht, etwas übertrieben ausgedrückt.
    Der wirklichen ideologisch-politischen Realsituation wird man aber so m.E. in der Tat nicht gerecht.

    Ein anderes Beispiel:
    Wenn man das ganz ‚Bohei‘ um, d.h. das sehr große Interesse an, Sarrazin als ‚rechtsextrem‘ bewertet, wie durch den ersten JL-Blog-Text zu Sarrazin hier kürzlich geschehen, sieht man Deutschland natürlich kurz vor einer sehr starken, gefährlichen untergründigen Strömung einer möglichen Faschisierung.

    Ich bitte jedoch um die Erlaubnis, da ganz anderer Meinung sein zu dürfen.
    Hier wurde seitens der politischen Klasse jahrzehntelang nicht berücksichtigt, dass Einwanderung eine Verpflichtung für die Politik mit sich bringt, nämlich sich darum in geeigneter Weise zu kümmern.
    Man hat das schlimmerweise abgelehnt und Leute, die diese Pflicht anmahnten, in die ‚rechte‘ Ecke gestellt. Die realitätsdistanzierte Schulpolitik in etlichen Bundesländern ist hier nicht aus der Verantwortung zu entlassen.

    Jetzt ist es soweit, dass diverse Dinge hier in gewisser Weise ‚um die Ohren fliegen‘.
    Eine explosiv-konvulsivische Entwicklung wie in den NL oder in Frankreich sollte und kann hier sicherlich vermieden werden. Voraussetzung dazu ist allerdings die seriöse Zurkenntnisnahme von Realitäten.

  169. 170.

    Korrektur
    …Ich halte lediglich die in FES..angewandte …Terminologie..

  170. 171.

    Wie der Autor sich immer aufregt^^. Viel geschrieben, nichts Inhaltliches, alle blöd die Deutschen ^^

    • 14. Oktober 2010 um 18:54 Uhr
    • svenben
  171. 172.

    @Neumann

    Wenn Sie meinen, die Fragestellung, ob Hitler ohne Judenvernichtung als großer Staatsmann angesehen werden kann, würde nicht auf eine relativierung des Nationalsozialismus hindeuten

    @ EB

    Nein, das meine ich nicht. Lesen Sie meine Bemerkung dazu noch mal, vielleicht wissen Sie dann, was ich genau meine.

    • 14. Oktober 2010 um 18:55 Uhr
    • N. Neumann
  172. 173.

    @Neumann

    Was Sie wollen ist unklar.

    “Ohne Judenvernichtung würde man Hitler als einen großen Staatsmann ansehen”

    falsch?

    „Ohne Judenvernichtung würde ich Hitler als einen großen Staatsmann ansehen.“

    richtig?

    weil ….heute zumindest „häufiger“ als großer…. eine Begründung dafür sein soll?

    Nach „häufiger“ ist nicht gefragt. Abgesehen davon bringt es in der Soziologie nunmal genauere Ergebnisse, wenn in der dritten Person gefragt wird.

    • 14. Oktober 2010 um 19:05 Uhr
    • Erol Bulut
  173. 174.

    Trottel.

    • 14. Oktober 2010 um 19:07 Uhr
    • N. Neumann
  174. 175.

    @ Publicola

    …Ich halte lediglich die in FES..angewandte …Terminologie..

    Das macht es auch nicht besser. Die dort verwandte Terminologie ist die auf dem gegenwärtigen Stand der Forschung. Und dies ist die auch im internationalen Kontext vergleichend erstellte Terminologie zur Einstellungsforschung (wer verlangt man sollte mit der Selbstattibuierung „ich“ im Fragekanon eine Erhebung durchführen, um so zu realtitätsgerechteren Ergebnissen zu kommen, hat von diesem Bereich keinerlei Ahnung).

    Wenn Ihnen eine andere Terminologie vorschwebt, dürfen Sie sich gerne an die relevanten Lehrstuhlinhaber und deren Mitarbeiter wenden. Die haben allerdings – auch wenn Sie das vermutlich nicht gerne hören – für jeden Ihrer Änderungswünsche 10 methodisch und inhaltlich gut begründete Gegenargumente.

    Mal die Hand hoch, wer kann hier eine Ausbildung in Methoden der quantiativen empirischen Sozialforschung vorweisen?

    • 14. Oktober 2010 um 19:07 Uhr
    • Bounce
  175. 176.

    @ Erol

    „“Ohne Judenvernichtung würde man Hitler als einen großen Staatsmann ansehen”

    falsch?

    “Ohne Judenvernichtung würde ich Hitler als einen großen Staatsmann ansehen.”

    richtig?“

    Weder das eine noch das andere – da ihre fragen auf eine nichtexistente *realität* abzielen (was wäre gewesen, wenn…) kann man sie auch prinzipiell nicht beantworten – sondern nur immer sagen, was man unter den heutigen eindruücken und geschichtlichen prozessen bzl. dieses *möglichkeitsraums* sagen würde. Ist genauso sinnlos wie die frage danach, was man denn heute machen würde, wäre man als millionär geboren oder ähnlichem.
    lassen sie doch einfach solchen unsinn – da hat marriex und neumann durchaus recht – das bringt nichts außer das es die leute aufregt.

    • 14. Oktober 2010 um 19:26 Uhr
    • Zagreus
  176. 177.

    ad Bounce

    langer Rede kurzer Sinn:

    ich bleibe dabei, dass bestimmte (Suggestiv-)Fragen bestimmte (erwartete bzw. gewünschte) Antworten erbringen und würde in solchen Fällen die Benutzung des Adjektivs ‚unseriös‘ wagen.

    In der FES zu bewertende Thesen wie

    Ohne Judenvernichtung würde man Hitler heute als großen Staatsmann ansehen“

    oder

    „Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert“

    haben m.E. wohl kaum einen Wert als seriöses Mess-Kriterium zur Ermittlung eines wie auch immer gearteten Ausmaßes an Rechtsextremismus.

  177. 178.

    @ Publicola

    haben m.E. wohl kaum einen Wert als seriöses Mess-Kriterium zur Ermittlung eines wie auch immer gearteten Ausmaßes an Rechtsextremismus

    Dann sollten Sie sich vielleicht an einer Universität einschreiben und dort lernen wie man möglichst wertneutral Fragen im Feld der politischen Einstellungen erhebt. Insbesondere unter Vermeidung des Faktors des subjektiv als „sozial wünschenswert“ Antizipierten und den Faktoren des typischen Antwortverhaltens (Mittelschichtbias, Unterschichtbias) gibt es da einiges zu lernen.

    • 14. Oktober 2010 um 19:39 Uhr
    • Bounce
  178. 179.

    EB hat’s einfach erfasst:

    Zum einen war das eine Studie über den Rechtsextremismus, wie man dem Titel entnehmen kann, und nicht allgemein über Extremismus.

    Wenn’s eine Studie über Rechtsextremismus ist, dann kommt eben Rechtsextremismus heraus. So einfach ist das. :-)

    • 14. Oktober 2010 um 19:41 Uhr
    • FreeSpeech
  179. 180.

    @ Bounce

    Die dort verwandte Terminologie ist die auf dem gegenwärtigen Stand der Forschung […]

    Und der gegenwärtigen stand der forschung ist, gerade bei den sozial- & geisteswissenschaften wiederum ausdruck der weltanschaulichen präferenzen der forschungsgemeinschaft.
    Es ist in der wissenschfatsgeschichte – z. b. bzl. fragen wie vergabe nach promotionsstipendien oder dfg-forschungsgeldern – hinlänglich nachgewiesen, daß die jeweiligen vergaben sich auch nach den (auch weltanschaulichen) präferenzen derer, die die vergaben dieser gelder bestimmen, ausrichten.
    Nicht nur, daß bei anträgen es usus ist, bestimmte Schlüsselworte einfließen zu lassen oder unter bestimmten geichtspuinkten sein forschungsthema zu formulieren (z. b. in hinblick auf nachhaltigkeit, oder in geschichte war es lange zeit eine sozialgeschichtliche fragestellung zu stellen, wenn man denn wirklich die forschungsgelter erhalten wollte).
    Forscher sind auch nur menschen udn diese haben wie alle menschen nunmal auch politische-und gesellschaftliche vorstellungen. Und sie wählen unter diesen gesichtspunkten eben auch aus, wen sie fördern oder wen nicht – udn icht nur alleine nach einer fachlichen qualifikation.
    Das geschieht auch aber bzl. ihrer eigenen fragestellungen udn forschungsansätzen – die ebenfalls nicht rein nur wissenshcfatlich erklärbar sind, sondern gerade in den geistes- und gesellschfatswissenschfaten eben auch auf persönliche präferenzen abspielen.
    Forschung findet nicht im luftleeren raum der reinen wissenschaft statt udn vor allem: forschungsgelter bestimmen, wer demnächst wissenschftler sein wird und wer nicht –> übert die vergabe von Mitteln und Stellen wird damit die forschungsrichtungen bestimmt – u. a. aber auch: wer passt da von seinem lebenlauf und seinen bisherigen veröffentlichen und ansätzen/fragestellungen hinein.
    Lesen sie doch einfach mal die Bücher der „Studien zur geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft“ – die reichen von ihrem *zeitstrahl über die jeweiligen fachspezifischen Wissenschaftshistorie über das 3. Reich hinaus , idR. bis in die 70er und 80er jahre – da fidnen sie einene ganz guten eindruck davon wie ‚politisch‘ und ‚gesellschfasabhängig‘ wissenschaft, auch naturwissenschaft, sein können – und wie wenig ‚reine objektive Lehre‘ da oft dabei ist.

    • 14. Oktober 2010 um 19:44 Uhr
    • Zagreus
  180. 181.

    Als Kontrast zu dem Geschwätz über „Kulturkreise“ hier der Hinweis auf einen Artikel von Eberhard Seidel in der TAZ:

    Der Historiker Golo Mann hat 1961 in seinem Buch „Über Antisemitismus“ treffend beschrieben, worum es beim Antisemitismusstreit ging: „Zugleich mit der Judenemanzipation, der neuen bürgerlichen Angleichung im 19. Jahrhundert, erscheint der neue Antisemitismus. Aber er ist zunächst nicht das, was wir uns darunter vorstellen; er verlangt nicht Ausschließung, sondern völlige Angleichung und Bescheidenheit in der Angleichung; er verlangt Ausschließung nur derer, die sich nicht angleichen wollen.“

    Vollständige Assimilation einer religiösen Minderheit, das war die Forderung im Jahre 1879. 130 Jahre später geht es im Islamstreit um Ähnliches. Die Mehrheit der Bürger wünscht eine vollständige Assimilation der Muslime und ein Verschwinden des Islam aus öffentlichen Räumen. „Wer sich nicht bescheidet und anpasst, der soll gehen“ – diese verbreitete Haltung ignoriert, dass spätestens mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechtes im Jahr 2000 die Würfel gefallen sind. Millionen Muslime sind Deutsche, der Islam ist organischer Bestandteil der Republik. Dies zu leugnen, ist töricht. Dies ändern geht nur mit Gewalt.

    Die hysterischen Bezichtigungen, für die Namen wie Henryk M. Broder, Necla Kelek, Udo Ulfkotte und Thilo Sarrazin stehen, sind keine Diskurse der Befreiung und Emanzipation. Es sind Rüpeleien, Erzählungen des Verdachts und der Denunziation. Ihre Thesen stoßen in der Bevölkerung nicht wegen der Qualität der Texte und der Analyse auf Begeisterung, sondern weil sie ein tiefer sitzendes Bedürfnis vieler Deutscher befriedigen. Der Islamstreit erlaubt, all die rassistischen Emotionen ungehindert auszuleben, denen beim Antisemitismus und Rechtsextremismus inzwischen recht enge Grenzen gesetzt werden.

    http://www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/die-neuen-scharfmacher/

    Ich halte die Formulierung im Einzelnen zwar für zu überzogen und man liefert damit auch nur der Hysterisierung weiteren Zündstoff, die Analyse halte ich allerdings für stimmig.

    • 14. Oktober 2010 um 19:52 Uhr
    • Bounce
  181. 182.

    @ Zagreus

    Es ist in der wissenschfatsgeschichte – z. b. bzl. fragen wie vergabe nach promotionsstipendien oder dfg-forschungsgeldern – hinlänglich nachgewiesen, daß die jeweiligen vergaben sich auch nach den (auch weltanschaulichen) präferenzen derer, die die vergaben dieser gelder bestimmen, ausrichten.

    Als ehemals langjähriger Koordinator eines von der DFG geförderten interdiszipöinären Graduiertenkollegs kann ich Ihnen mitteilen, dass Ihre Befürchtungen substanzlos sind. Es sind mit Sicherheit nicht ausschließlich rationale Kriterien, die hier eine Rolle spielen. Die von Ihnen erhobenen Befürchtungen spielen aber nur eine sehr untergeordnete Rolle.

    • 14. Oktober 2010 um 19:56 Uhr
    • Bounce
  182. 183.

    @ Bounce

    “ Die hysterischen Bezichtigungen, für die Namen wie Henryk M. Broder, Necla Kelek, Udo Ulfkotte und Thilo Sarrazin stehen, sind keine Diskurse der Befreiung und Emanzipation. Es sind Rüpeleien, Erzählungen des Verdachts und der Denunziation. Ihre Thesen stoßen in der Bevölkerung nicht wegen der Qualität der Texte und der Analyse auf Begeisterung, sondern weil sie ein tiefer sitzendes Bedürfnis vieler Deutscher befriedigen. Der Islamstreit erlaubt, all die rassistischen Emotionen ungehindert auszuleben, denen beim Antisemitismus und Rechtsextremismus inzwischen recht enge Grenzen gesetzt werden.

    […]

    Ich halte die Formulierung im Einzelnen zwar für zu überzogen und man liefert damit auch nur der Hysterisierung weiteren Zündstoff, die Analyse halte ich allerdings für stimmig.“

    Na, ich würde das ein typisch linken diskursbeitrag nennen, denn auch nur linke für intelligent halten.
    Mit diskutieren hatte es die linke ja noch nie, mehr mit öffentlicher diffamieren, mord und totschlagen – was man an all den linken vollzogenen diktaturen sehen kann.
    Daher können auch sarazin, kelec, broder usw… – keinen diskursbeitrag halten, von befreiend oder gar emanzipatorisch ganzb abgesehen – das kann nur ein linker machen und alles andere ist unwichtig, unrealistisch oder halt: pöbeleien. Halt Linke diskussionskultur life – ähnlich gestricht wie völkisch nationale und ähnlich intelligent.

    • 14. Oktober 2010 um 19:59 Uhr
    • Zagreus
  183. 184.

    @ Bounce

    „Als ehemals langjähriger Koordinator eines von der DFG geförderten interdiszipöinären Graduiertenkollegs kann ich Ihnen mitteilen, dass Ihre Befürchtungen substanzlos sind.“

    Ihr persönlicher erlebnishorizont interessiert mich eigentlich herzlich wenig dabei – was mich interessiert sind auf forschungen basierende auswertungen, z. b. über Seilschaften – und auf die hab ich verwiesen auch.
    Wie kommen sie eigentlich darauf, daß sie rein nur nach wissenschfatlichen kriterien ausgewählt worden wären udn icht auch nach weltanschaulichen udn persönlichen referenzen – z. b. über ihre empfehlungen oder ihrem prof?

    • 14. Oktober 2010 um 20:02 Uhr
    • Zagreus
  184. 185.

    @ Bounce

    Schauen Sie scih die Daten zur Sozialstruktur der Juden in Weimarer Republick und Kaiserreich an. Dann erkennen Sie, was für ein Humbug dieser Vergleich ist.

    • 14. Oktober 2010 um 20:07 Uhr
    • marriex
  185. 186.

    @ Zagreus

    Mit diskutieren hatte es die linke ja noch nie, mehr mit öffentlicher diffamieren, mord und totschlagen – was man an all den linken vollzogenen diktaturen sehen kann.

    Wie dieser Satz zeigt, kennen Sie sich offenbar im Bereich Diffamierung bestens aus. Oder halten Sie Ihr Gestammel für einen logisch und/oder empirisch nachvollziehbaren Hinweis auf einen Sinnzusammenhang?

    Halt Linke diskussionskultur life – ähnlich gestricht wie völkisch nationale und ähnlich intelligent.

    Ich halte es da mit einem Hinweis auf Realitätsgestörte, den einmal eine Kommentatorin hier gebracht hat. Sie sollten vielleicht mal in den Schritt fassen und riechen, ob es nach Scheiße stinkt. Wenn Sie das feststellen, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

    • 14. Oktober 2010 um 20:08 Uhr
    • Bounce
  186. 187.

    @ Bounce

    sorrxy, kleine verwechslung – sie bezeichnen sich slebst als Koordinator – sind also selbst im auswahlprozess involviert.
    und sie wollen mir also nun sagen, daß sie leute nicht nach fragestellungen und forschungsansätzen ausgewählt haben, die ihren eigenen fragestellungen udn forschungsansätzen nahe lagen, sondern sie auch leute gleichberechtigt mitausgewählt haben, deren ansätze sie als ‚falsch‘, ‚veraltert‘, ‚substanzlos‘ oder wie man auch imemr einen ansatz bezeichnen will, den man *nicht mag* oder als *unergiebig* ansieht?
    Und sie haben nicht dabei geschaut, von wem jemand kam, welcher prof usw….?
    Schwer zu glauben. Zumindest die literatur, auf die ich sie verwiesen habe, erzählt da eine andere sprache, um es mal so zu sagen – nämlich wie ganz bestimmte forschungsrichtugnen unter auch der DFG präferiert und andere ausgeschlossen wurde – udn wie das teilweise wiederum mit dpolitisch-geselslchaftlich bzw. weltanschaulichen konnotationen der jeweiligen ‚entscheidungsfinder‘ zusammen hing.

    • 14. Oktober 2010 um 20:10 Uhr
    • Zagreus
  187. 188.

    Sie sollten vielleicht mal in den Schritt fassen und riechen, ob es nach Scheiße stinkt. Wenn Sie das feststellen, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

    Ich gehe davon aus, dass Zagreus sich wäscht. Damit fällt Ihre Theorie zusammen.

    • 14. Oktober 2010 um 20:11 Uhr
    • marriex
  188. 189.

    @ mx

    Schauen Sie scih die Daten zur Sozialstruktur der Juden in Weimarer Republick und Kaiserreich an. Dann erkennen Sie, was für ein Humbug dieser Vergleich ist.

    Kaufen Sie sich lieber die ZEIT 😉

    Da finden Sie entsprechende Zusammenfassungen. Auch in der aktuellen Ausgabe wird Ihnen da entschieden widersprochen.

    • 14. Oktober 2010 um 20:13 Uhr
    • Bounce
  189. 190.

    @ Bounce

    Die hysterischen Bezichtigungen, für die Namen wie Henryk M. Broder, Necla Kelek, Udo Ulfkotte und Thilo Sarrazin stehen, sind keine Diskurse der Befreiung und Emanzipation. Es sind Rüpeleien, Erzählungen des Verdachts und der Denunziation. Ihre Thesen stoßen in der Bevölkerung nicht wegen der Qualität der Texte und der Analyse auf Begeisterung, sondern weil sie ein tiefer sitzendes Bedürfnis vieler Deutscher befriedigen. Der Islamstreit erlaubt, all die rassistischen Emotionen ungehindert auszuleben, denen beim Antisemitismus und Rechtsextremismus inzwischen recht enge Grenzen gesetzt werden.

    na, dann fangen sie dich mal bei sich zuallererst an mit:
    Sie sollten vielleicht mal in den Schritt fassen und riechen, ob es nach Scheiße stinkt. Wenn Sie das feststellen, dann sind Sie auf der sicheren Seite.
    Denn das haben sie hineingestellt mit grundsätzlicher zustimmung ihrerseits. Ergo geb ich mal ihre frage zurück:
    Oder halten Sie [dieses] Gestammel für einen logisch und/oder empirisch nachvollziehbaren Hinweis auf einen Sinnzusammenhang?
    Denn falls es ihnen da nicht aufgefallen sein sollte – das von ihnen zitierte schließt andere, conträre positionen erst einmal unter * Rüpeleien, Erzählungen des Verdachts und der Denunziation* aus – man muss quasi darüber nicht diskutieren – und erklärt es dann mal unter einen generallverdacht, nämlich unter einem ‚bevölkerungspsychologischen‘ diffamierung: es sind so viele irgendwie tief in ihrem herzen ganz arge rassisten und nun haben sie die gelegenheit, endlich!: hetzen:
    […] tiefer sitzendes Bedürfnis vieler Deutscher befriedigen. Der Islamstreit erlaubt, all die rassistischen Emotionen ungehindert auszuleben, denen beim Antisemitismus und Rechtsextremismus inzwischen recht enge Grenzen gesetzt werden […]
    Das nennen sie einen ernsthaften diskussionsbeitrag? Schämen sie sich.

    • 14. Oktober 2010 um 20:17 Uhr
    • Zagreus
  190. 191.

    @ mx

    Ich gehe davon aus, dass Zagreus sich wäscht. Damit fällt Ihre Theorie zusammen.

    Woher wollen Sie das wissen? Kennen Sie den User persönlich? Vielleicht ist er Anhänger eines Sangitariuskultes, der das Waschen ablehnt und stinkt wie 6 Wochen Manöver?

    Vielleicht kennen Sie ihn auch und leiden unter olfaktorischen Wahrnehmungsstörungen und könnten den entsprechenden Geruch nicht wahrnehmen auch wenn man seine Unterhosen vor Ihrem Gesicht zur Parade führt?

    Oder Sie sind Mitglied der gleichen Sekte wie er und nehmen ihn in Schutz, obwohl er stinkt wie die Besatzung der Santa Maria bei der Entdeckung Amerikas?

    Geben Sie es zu – Sie sind ein Doppelagent.

    • 14. Oktober 2010 um 20:19 Uhr
    • Bounce
  191. 192.

    „Oder Sie sind Mitglied der gleichen Sekte wie er und nehmen ihn in Schutz, obwohl er stinkt wie die Besatzung der Santa Maria bei der Entdeckung Amerikas?“

    Getroffene Hunde bellen – und sie, Bounce, bellen sehr laut.
    Ihn nehme an: überzeugter und bekennender Linker – der schwierigkeiten damit hat andere betrachtungen als linke von sachverhalten, z. b. in sozialen bereich, überhaupt als anerkennenswürtig gelten zu lassen (was selbstverständlich an allen anderen, nur nicht an ihm liegt – seine *kollegen* bestätigen das auch immer genau so).
    Ich würde mal vermuten, bereits wärend in der schulzeit bei der antifa gewesen und wärend des studiums für sowas wie die Trotzkisten oder Maoisten in der asta – studiengang wird wohl gender-studies sein oder politologie-soziologie, oder doch erziehungswissenschaften?

    • 14. Oktober 2010 um 20:32 Uhr
    • Zagreus
  192. 193.

    @ Bc

    Kaufen Sie sich lieber die ZEIT 😉

    Wegen Björn Lomborg?

    Da finden Sie entsprechende Zusammenfassungen. Auch in der aktuellen Ausgabe wird Ihnen da entschieden widersprochen.

    von Aiman Mazyek?

    • 14. Oktober 2010 um 20:33 Uhr
    • marriex
  193. 194.

    @ Zagreus

    Getroffene Hunde bellen – und sie, Bounce, bellen sehr laut.

    Wenn Sie meinen und danach besser schlafen können, tue ich Ihnen den Gefallen: Wau Wau.

    Aber das Sie so empfindlich in Hinsicht auf die Frage Ihrer Körerhygiene reagieren, lässt auf einiges schließen. Man könnte Vergleiche zu Ihren Analysen zur Gesellschaft ziehen, was allerdings etwas unlauter wäre.

    • 14. Oktober 2010 um 20:39 Uhr
    • Bounce
  194. 195.

    @ Bounce

    anstatt sich über meine *Körperhygiene* auszulassen sollten sie lieber mal nachdenken, inwieweit das TAZ-Gewäsche da nicht wirklich im grunde eine absage an einen diskurs ist, indem nämlich jede (nicht-linkes — oder nicht-TAZ-mäßige) Position als Gehetze abgetan wird – udn wad denn so eine ‚gesamtbevölkerungspsychonanalytische‘ Erklärungsmotell (na, sehr viele deutsche sind halt heimliche rassisten und das erklärt deren zustimmung zu kelek usw…) wirklich ‚taugt‘. Und was finden sie daran grundsätzlich zustimmungswürtig?
    Das diskurs und diskursbeiträge die absegnung der TAZ benötigen oder von den grünen/Linken oder das irgendwie die meisten deutschen rassisten sind – man hat es ja schon immer gewußt.
    Wissen sie was mir am ende ihres TAZ-Zitats eingefallen ist:
    wo ist der spruch: „Bitte, liebe Ausländer, laßt uns nicht mit den deutschen alleine!“ – wie ihn die grünen vor ein paar jahren auf ihren wahlplakaten hatten.
    Lesen sie doch mal diesen abschnitt – und sagen sie mal offen udn ehrlich: empfinden sie denn nicht ebenfalls eigentlich als peinlich?

    • 14. Oktober 2010 um 20:46 Uhr
    • Zagreus
  195. 196.

    @ Zagreus

    Nein, Gedanken mache ich mir lieber über Ihre nichtexistente Körperhygiene. Wie Kommentator marriex schon mutmaßt, weiß man da wenig.

    Wie der Name „zagreus“ schon nahelegt, stammen Sie nicht aus unserem Kulturkreis, sondern sind Angehöriger eines kulturell nicht mit unserem Land vereinbarbaren Volkes.

    Woher können wir daher wissen, ob Sie nicht stinken wie ein seit zwei Wochen stillgelegter Transporter mit Fischabfällen an einer Raststätte der A5?

    Erklären Sie sich, ansonsten könnte jedes Ihrer wenig eingängigen Statements nur ein Mittel der Heucheleit sein.

    • 14. Oktober 2010 um 20:53 Uhr
    • Bounce
  196. 197.

    @ Bounce

    Sie sind offensichtlich von Scheisse fasziniert und vermuten sie daher überall.

    • 14. Oktober 2010 um 20:58 Uhr
    • FreeSpeech
  197. 198.

    Nur nicht bei sich.

    • 14. Oktober 2010 um 20:58 Uhr
    • FreeSpeech
  198. 199.

    @ Bounce

    Nein, Gedanken mache ich mir lieber über Ihre nichtexistente Körperhygiene. Wie Kommentator marriex schon mutmaßt, weiß man da wenig

    Da haben sie recht, man weis eigentluch recht wenig über meine Körperhygiene hier in dem forum – und da ihhnen die frage sowichtig ist, scheinen sie da ja mit der körperhygiene einige recht negative erfahrungen gesammmelt zu haben. Sie scheinen da ja einen richtigen kleinen tick zu habenn – aber haben wir den nicht alle. Sie müssen sich nicht dafür schämen und auch wenn sie des öfteren schon als kind dafür gehänselt wurden, daß sie stinken würden und ihre mutter einfach zu wenig zeit hatte, zu schauen, ob der kleine bounce schon wieder vollgesxchissen durch die welt rennt, so wird ihnen hier im forum niemand irgendwelche vorwürfe wegen ihres etwas eigenen körpergeruchs machen. Sie können also ganz beruht sein und sich nicht fragen, ob sie noch leidensgenossen haben – niemand wird ein böses wort sagen, weil sie schon wieder die welt vollscheissen – über die leitungen tringt ihr mordsgestank ja nicht und wir alle akzeptieren sie auch ganz unabhängig davon, daß sie etwas leicht inkontinent sind. es stört udn nicht und sie können doch auch nichts dafür – ist echt ok für uns.

    • 14. Oktober 2010 um 21:00 Uhr
    • Zagreus
  199. 200.

    @ FS

    Ach, Sie auch da. Haben Sie Ihre Runde mit Agitationsbausteinen in den entsprechenden Blogs achon abgearbeit?

    @ Zagreus

    Warum sollte ich Ihnen trauen? Vermutlich wollen Sie mich nur bescheißen und ruhig stellen. Dem einen sein Tayidingsda, dem anderen seine Heuchelei.

    Vermutlich stinken Sie wie ein seit 6 Wochen vermisster Tanklaster mit Eidotter und wollen es nur nicht zugeben.

    Beweisen Sie das Gegenteil, bevor Sie hier als Kommentator mit angemaßter Reputation auftreten. Dann können Sie sich en passant auch überlegen, wie Muslime mit derartigen Tretminen auf der ‚Basis von Unterstellungen umgehehn können.

    Sie Ferkel. Duschen Sie gefälligst mal. Mehr als zweimal im Jahr kann man in Mitteleuropa schon erwarten.

    • 14. Oktober 2010 um 21:13 Uhr
    • Bounce
  200. 201.

    @ Bounce

    Vermutlich wollen Sie mich nur bescheißen

    Eindeutig ein Tick – eine fixierung auf Fäkalien, nun soll ich ihn auch noch *bescheissen* – naja, manche sexuelle präferenzen sind da ja nun wirklich etwas eigen. Nein nichts sekt udn kaviar für sie oder sonstwen.
    Spielen sie mal schon mit ihren eigen dünnschiss – das will hier niemand so genau wissen und wenn sie das bedürfnis haben „beschiessen“ zu werden, interessiert es auch niemand.

    • 14. Oktober 2010 um 21:21 Uhr
    • Zagreus
  201. 202.

    @ Zagreus

    Spielen sie mal schon mit ihren eigen dünnschiss – das will hier niemand so genau wissen und wenn sie das bedürfnis haben “beschiessen” zu werden, interessiert es auch niemand.

    Na Sie immerhin interessiert es ausreichend, um darauf zu antworten. Wahrscheinlich um mit Nebelkerzen von Ihrem penetranten Körpergestank abzulenken.

    Ich kann ja verstehen, wenn das unangenehm ist. Aber Duschen und Deos können da helfen.

    Sie sollten da dringend was machen oder in einen Kulturkreis auswandern, in dem man das toleriert. Für uns Mitteleuropäer ist ihr Fluidum unerträglich. Da müssen Sie eindeutig noch an sich arbeiten.

    • 14. Oktober 2010 um 21:31 Uhr
    • Bounce
  202. 203.

    @MR

    Wegen Björn Lomborg?

    Ansonsten wird die alte Tante ihrem Ruf aber derzeit gerechter.

    @NN/Bounce

    Da ich ein soziologischer Volldepp bin, hätte ich da eine Bitte, bevor der Fred wieder explodiert. Soweit ich das sehe, habt ihr euch schon Gute Nacht gesagt, allerdings fand ich eure Unterhaltung ziemlich interessant. Vielleicht könntet ihr einfach mal weitermachen, und mir bzw. anderen dabei nahebringen, wie denn nun die Sozialwissenschaft die Selbsattributierung in einem solchen Fragekomplex bewertet. Ich habe den Eindruck, der eine meint, es wäre akademischer Standard, der andere verneint dies, beides kann ja eigentlich sein, zumindest wenn man ein minderbemittelter Inschenör ist. Der Punkt scheint mir für die Interpretation wichtig.

    • 14. Oktober 2010 um 21:34 Uhr
    • Boothby
  203. 204.

    …eigentlich nicht sein…

    (tschulligung)

    • 14. Oktober 2010 um 21:37 Uhr
    • Boothby
  204. 205.

    @ By

    Aus der allgmeinen Lebenserfahrung heraus würde man schließlich meinen, dass die Frage ob man oder ich täte durchaus unterschiedlich beantwortet wird. Ob das allerdings ein Kriterium für Sozialwissenschaftler ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.

    • 14. Oktober 2010 um 21:41 Uhr
    • marriex
  205. 206.

    ad 177 – Bounce

    a) Meine Einschätzung der FES geschieht nicht aus der Sicht eines Experten (d.h. Soziologen), der ich nicht bin. Mein normaler Bürgerverstand verleitet mich lediglich zu der Aussage, dass in meinen kühn(st)en Träumen die von mir zwei zitierten Frage-Thesen der FES

    “Ohne Judenvernichtung würde man Hitler heute als großen Staatsmann ansehen”

    oder

    “Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert”

    oder zusätzlich eine dritte Frage-These

    „Wir sollten endlich wieder Mut zu einem starken Nationalgefühl haben“

    glaubhaft-seriöse Kriterien sind, die eine rechtsextreme Haltung charakterisieren könnten. – Ich stelle mir der Einfachheit halber vor, diese Fragen würden – vernünftig, also gut, übersetzt – in irgendeinem westeuropäischen oder westlichen Land (USA, Australien etc.) gestellt werden, wobei der Begriff ‚Deutschland‘ durch die jeweilige Staats-/Landes-bezeichnung ersetzt würde. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Fragen mehrheitlich Zustimmung finden würden. Nicht vorstellbar wäre für mich dann die Ableitung einer rechtsextremen Haltung der betreffenden Nation.
    Eine andere Sache ist, wie ich die betreffenden Thesen in einer Umfrage bewertet bzw. beantwortet hätte, davon können Sie ausgehen.

    b) Nicht in Zusammenhang mit den unter a) erörterten Dingen steht die Äußerung des TAZ-Autors, die ich daher auch aus ganz anderen Gründen für nicht sinnvoll halten kann, genauer gesagt, die Aneinanderreihung und Gleichsetzung der Namen und der Inhalte, für die diese Namen stehen: „Henryk M. Broder, Necla Kelek, Udo Ulfkotte und Thilo Sarrazin“.
    b1) Persönlich, auch wenn das nicht von Bedeutung ist, halte ich die Vorgehensweise von H.M. Broder für fragwürdig und rüpelhaft, muss aber eingestehen, dass die in einem Beitrag der Kommentators NDM vertretene Vermutung

    auf der anderen Seite sehe ich jedoch einen anderen “Broder-Effekt”, der bisher, zumindest nach meiner Kenntnis, kaum beleuchtet war. In der Vergangenheit hatte eine Truppe aus Köln mit Wurzeln in der NPD versucht, sich als “politische Speerspitze” der Islamfeinde zu gerieren … Zur Kölner Truppe kommt hinzu, dass ihr eine charismatische Persönlichkeit als Leitfigur fehlt. In gewisser Hinsicht nimmt Broder diesen Raum für einen Teil der potenziellen Anhänger ein
    http://blog.zeit.de/joerglau/2010/09/28/warum-henryk-broder-persilscheine-ausstellt_4186/comment-page-52#comments

    bei mir zu einer nachsichtigeren Bewertung des ‚Schaffens‘ von H.M. Broder führen könnte oder führt;

    b2) Udo Ulfkotte, früher verdienstvoller Rechercheur im Dienste der FAZ, halte ich inzwischen für eine Art von Phantasten, wie durch Googeln und wikipedia-Lektüre feststellbar ist

    b3) Sarrazin halte ich für einen Autor, der
    – trotz der mir nicht zusagenden provozierend-provokanten Art und der unsinnig-kontraproduktiven Herumreiterei auf irgendwelche Gen-Hypothesen, die stimmen mögen oder nicht –
    dringende, real existierende Probleme und mögliche rationale diskussionswürdige Lösungen vorschlägt,
    (und der übrigens auch bereit ist, für seine Meinung beruflich und persönlich einzustehen)

    b4) Wieso Necla Kelek, die in vorbildlicher Weise den philosophischen und politischen Idealen der Aufklärung verbunden ist, in diese Negativ-Serie eingereiht wurde, ist ein Rätsel,
    das ich nur durch eine Negativbewertung des TAZ-Autoren als Gegner der Aufklärung schlüssig zu lösen vermag.

    Selbstredend steht es jedem frei, völlig anderer Meinung als meine Wenigkeit zu sein.
    Meine Sache ist es nicht, im Besitz der einzigen Wahrheit zu sein
    – zumal m.E. die Realität oft mehrere Wahrheiten bzw. mehrere Seiten aufweist.

    Nichts für ungut.
    Grüße
    P.

  206. 207.

    @ BB

    Nein, dazu habe ich keine Lust. Für derartige Tätigkeiten bin ich an diversen Universitäten schon dürfig mit einer schmalen Form des Schmerzensgeldes entlohnt wurde, wenn ich sozialpychologischen Volldeppen mit Perlen kommen wollte.

    Dazu gibt es einschlägige Literatur. Aber Sie können ja ein kleines ethnomethodologisches Experiment machen.

    Fragen Sie mal Leute, deren politischen Einstellungen Sie halbwegs kennen, zu politischen Bewertungen einmal in der Form der Selbstattribuierung und einmal in der dritten Person.

    Und dann vergleichen Sie die Antworten.

    • 14. Oktober 2010 um 21:48 Uhr
    • Bounce
  207. 208.

    @Boothby

    Wenn ich in Zukunft in zwei verschiedenen Blogs etwas posten will, was in den jeweiligen Threads passt, werde ich zuerst bei Ihnen im Politbüro um Erlaubnis bitten. Versprochen, Genosse.

    • 14. Oktober 2010 um 21:50 Uhr
    • FreeSpeech
  208. 209.

    Ich kenne meine politische Einstellung und würde die frage ob ich an denKlimawandel glaube und ob man daran glaube, durchaus unterschiedlich beantworten.

    • 14. Oktober 2010 um 21:51 Uhr
    • marriex
  209. 210.

    @ Bounce

    Wenn Sie Leute fragen, die per politischer Ausrichtung die richtigen Antworten kennen, dann wird mit „ich“ und mit „man“ natürlich dasselbe herauskommen.

    Wenn Sie Leute fragen, die selber zu denken pflegen, dann nicht unbedingt.

    • 14. Oktober 2010 um 21:51 Uhr
    • FreeSpeech
  210. 211.

    Gerade lese ich die Beiträge, die nach Nr. 177 verfasst wurden.
    Das ‚nackte‘ Entsetzen packt einen (mich), die Sache gerät ja wohl „out of ‚bounce'“ (so to speak) oder?
    Ich bitte flehentlich um Mäßigung und Distanz (das gilt natürlich und insbesondere auch für mich)!

  211. 212.

    @ Publicola

    dass die in einem Beitrag der Kommentators NDM vertretene Vermutung

    Ohne für NDM sprechen zu können, denke ich Sie liegen zumindest hier falsch. NDM wird meines Erachtens nach eher noch eine etwas verurteilendere Formulierung finden.

    Im Zweifel einfach fragen. Er/sie hat einen eigenes Blog:
    http://kruppzeuch.wordpress.com/

    • 14. Oktober 2010 um 21:56 Uhr
    • Bounce
  212. 213.

    @ FS

    Wenn Sie Leute fragen, die per politischer Ausrichtung die richtigen Antworten kennen, dann wird mit “ich” und mit “man” natürlich dasselbe herauskommen.

    Wenn Sie Leute fragen, die selber zu denken pflegen, dann nicht unbedingt.

    Wenn Sie meinen. Ich bin da eher Statistiker und verlasse mich auf das Gesetz der großen Zahl und erprobte Verfahren der analytischen Statistik.

    • 14. Oktober 2010 um 21:59 Uhr
    • Bounce
  213. 214.

    Wahrscheinlich um mit Nebelkerzen von Ihrem penetranten Körpergestank abzulenken.

    Das kann doch kein sachlich-distanziert wissenschaftlicher Standard sein?

    Oder wurde hier über die Wirkung oder Nichtwirkung von Produkten des Schweizer Großkonzern ‚Douglas‘ erbittert gestritten und die betreffenden Beiträge erscheinen wegen eines Computerproblems nicht bei mir auf dem Bildschirm?

    Aber selbst dann – die Lexik ist schon erheblich gewöhnungsbedürftig.

  214. 215.

    Ich glaube, da ist ein Hochstapler aufgeflogen…

    • 14. Oktober 2010 um 22:02 Uhr
    • marriex
  215. 216.

    BTW – wer wissen möchte, wie die subjektive Selbstwahrnehmung Einstellungen und Verhaltensweisen prägt, dem sei ein Klassiker empfohlen:

    Die Arbeitslosen von Marienthal. Lazersfeld/Jahoda/Zeisel. Das ist eine Grundlagenstudie, mit der jeder Student im ersten Semester beginnt.

    http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Jahoda,_Marie

    Das ist ein Klassiker. Inzwischen ist man 70 Jahre weiter.

    Davon gibt es glaube ich auch eine Filmdokumentation irgendwo im Netz.

    • 14. Oktober 2010 um 22:04 Uhr
    • Bounce
  216. 217.

    @ Publicola

    Das kann doch kein sachlich-distanziert wissenschaftlicher Standard sein?

    Vermutlich ließe sich eine Wissenschaft begründen, die derartiges als Standard auflistet. Muss meiner Meinung nach aber nicht sein.

    Es macht macht manchmal einfach auch nur Spaß die Leute auf den Arm zu nehmen und zu sehen, wie verbissen sie reagieren. Etwas pubertär, ich lache trotzdem.

    Nehmen Sie es nicht so ernst 😉

    • 14. Oktober 2010 um 22:08 Uhr
    • Bounce
  217. 218.

    @MR

    Aus der allgmeinen Lebenserfahrung heraus würde man schließlich meinen, dass die Frage ob man oder ich täte durchaus unterschiedlich beantwortet wird. Ob das allerdings ein Kriterium für Sozialwissenschaftler ist, wage ich allerdings zu bezweifeln

    Wobei das Pendel auch in die andere Richtung schwingen kann, und vermutlich auch tut. Zumindest weißich nicht, wie in der Wissenschaft mit Hemmungen gegenüber dem Fragesteller umgegangen wird. Aber meine Frage war ernst gemeint, und der gesunde Menschenverstand ersetzt eben nicht die Expertise. Meiner sagt mir eh was völlig anderes: Nämlich, das sich ein Großteil der „rechten Tendenzen“ i.d.T. nicht aus dem Substrat irgendwelcher Altnaziträume heraus bedienen, sondern tatsächlich signifikant anders sind. Und wirklich, es gibt sie auch bei „Linken“, und es gibt auch noch ganz harte „Liberale“. Ich steige da nicht mehr durch. Insofern ist der hier debattierte Fragenkatalog möglicherweise tatsächlich nicht so das wahre: Manch einer, der auf Suggestivfragen hereinfällt, ist nur ein unterbelichteter Tropf, und manch einer, der mit wütendem Gezeter jede Nähe zum rechten Rand ablehnt, ist wohlmöglich schon fixierter, als er denkt. Ein bischen Differenzierung wäre da nicht schlecht. Die Kandidaten machen beide einen qualifizierten Eindruck, also kostet fragen nix.

    • 14. Oktober 2010 um 22:13 Uhr
    • Boothby
  218. 219.

    ad marriex

    Man kommt sich vor,

    als ob man unfreiwillig Sprechblasen vernehmen würde,

    die aus dem Zusammentreffen einer Gruppe voll mit Drogen vollgepumpten Anhänger deutscher Volksmusik (Marianne und Michael, Cindy und Bert, Original Naabtal Duo)
    mit einer Gruppe vollalkoholisierter Anhänger eines religiösen Geheimkultes (Satan oder so)
    resultieren,
    wobei man prügelnd die Frage zu verhandeln scheint,
    ob beim Singen von Volksliedern Kieselsteine leicht oder nur schwer verdaulich seien.

    rat- und fassungslose Grüße
    P.

  219. 220.

    @FS

    Wenn ich in Zukunft in zwei verschiedenen Blogs etwas posten will, was in den jeweiligen Threads passt, werde ich zuerst bei Ihnen im Politbüro um Erlaubnis bitten. Versprochen, Genosse.

    Helfen sie mir auf die Sprünge. Ich verstehe es ehrlich nicht.

    • 14. Oktober 2010 um 22:18 Uhr
    • Boothby
  220. 221.

    @ PB

    einer Gruppe voll mit Drogen vollgepumpten Anhänger deutscher Volksmusik (Marianne und Michael, Cindy und Bert, Original Naabtal Duo)

    da bestehe ich aber darauf, dass das Napalm Duo und die Zillertaler Türkenjäger auch aufgenommen werden. Die haben ja in einschlägigen Kreisen auch den Status als Volksmusiker, vielleicht sogar eher als Cindy und Bert.

    • 14. Oktober 2010 um 22:20 Uhr
    • Bounce
  221. 222.

    ad Boothby

    Ich vermute, es liegt eine Verwechslung vor.
    Kürzlich wurde bei FS angefragt, ob, warum und wieso er identische Postings auf verschiedenen Blogs oder Threads verfassen würde / verfasst hätte … und so weiter und so fort …

    FS hat vermutlich seine Brille verlegt.

  222. 223.

    Das kann doch kein sachlich-distanziert wissenschaftlicher Standard sein?

    @P.

    Das hat niemand gefordert, erst recht nicht Zaggy. Letztens nannte Neumann Freespech einen Wichser, und irgendwo ist ja mal gut. Bounce schlicht unter Linkenvorbehalt zu stellen, dann von Mord und Totschlag zu faseln und im Anschluss zu meinen, Bounce hätte sich erstmal zu erklären, halte ich schon für vermessen. Oder mit den Zwölfendern gesprochen: Doublespeech.

    @MR

    Ich glaube, da ist ein Hochstapler aufgeflogen…

    Bis jetzt noch nicht. Für die Anonymität hier gibt es viele gute Gründe.

    • 14. Oktober 2010 um 22:27 Uhr
    • Boothby
  223. 224.

    @P. wg. 221

    Ach so, Danke.

    • 14. Oktober 2010 um 22:29 Uhr
    • Boothby
  224. 225.

    Hier ist übrigens unbedingt eine Lanze für den Foristen Zagreus zu brechen, den ich als im Grunde sehr freundlichen, hochmotivierten ‚long-term‘-Kommentator kennengelernt habe,
    der engagiert-impulsiv mit äußerst informativen Beiträgen reagiert.

  225. 226.

    ad 222 Boothby

    Vermutlich – und das meine ich ernst – haben Sie den ‚Argumentenaustausch‘ genauer beobachtet. Da vertraue ich Ihnen.

    – Übrigens werden Sie sich vielleicht erinnern, dass ich bescheiden-skeptische Bedenken eher grundsätzlicher Art hinsichtlich der sorgfältig-bevorzugenden Pflege anzumelden wagte, die einige Foristen einer jeder Bändigung abholden kräftig-germanisch verstandenen prollige Ausdruckweise angedeihen lassen bzw. ließen.

  226. 227.

    Korrektur … prolligen …

  227. 228.

    @ PB

    Hier ist übrigens unbedingt eine Lanze für den Foristen Zagreus zu brechen

    Brechen Sie ruhig. Ich breche daneben.

    • 14. Oktober 2010 um 22:39 Uhr
    • Bounce
  228. 229.

    @ FS

    Wenn ich in Zukunft in zwei verschiedenen Blogs etwas posten will, was in den jeweiligen Threads passt, werde ich zuerst bei Ihnen im Politbüro um Erlaubnis bitten. Versprochen, Genosse.

    Sie können von mir aus machen, was Sie wollen (ich nehme mal den Faden auf, auch wenn ich nicht das Booh bin).

    Es war einfach eine Frage von mir. Und ich denke, wenn ich nach der Äußerung suchen würde, würde ich sie noch in mehr als einem anderen Blog finden.

    Wie kommt man darauf? Einfach nur Agitationsbausteine in die Landschaft zu pflanzen? Hat FreeSpeech nicht auch etwas mit FreeMind zu tun?

    Also ich komme mir da mehr verarscht vor, als wenn sich ein User über den Körpergeruch von Zagreus amüsiert. Und ich hätte wirklich mehr Freiheit im Geist von Ihnen erwartet.

    Ich bin enttäuscht :-(

    • 14. Oktober 2010 um 22:48 Uhr
    • Bounce
  229. 230.

    @ Boothby

    Meiner sagt mir eh was völlig anderes: Nämlich, das sich ein Großteil der “rechten Tendenzen” i.d.T. nicht aus dem Substrat irgendwelcher Altnaziträume heraus bedienen, sondern tatsächlich signifikant anders sind. Und wirklich, es gibt sie auch bei “Linken”, und es gibt auch noch ganz harte “Liberale”. Ich steige da nicht mehr durch. Insofern ist der hier debattierte Fragenkatalog möglicherweise tatsächlich nicht so das wahre […]

    Zumindest partiell scheint der fragekatalog selbst fraglich zu sein – z. b. bei der Frage, ob man einen *führer* gerne politisch haben würde – und wer diese frage positiv beantwortet ist darum dann *rechts*.
    Das ist so unsinn einfach.
    Das hat mit rechts und links im grunde nichts zu tun – denn wenn sie sich einmal die geschichte der ersten hälfte des 20. jh. ansehen, finden sie nicht nur einen Mussolini und einen Hitler, sodnern sie finden auch einen Lenin, Stalin oder Mao, oder gar einen Roosvill.
    Also *Führer* finden sie in fast jeder gesellschaft zumindest partiell als ideal propagiert und meist damit verbudnen eine absage an demokratie (ob von links oder rechts sei egal).
    Was sie finden ist neben so einen Führer auch eine bewegung, oder besser_: eine anhängerchaft, die um ihn einen art Führerkult aufrichtet – teilweise geschieht das auch über die grenzen der jeweiligen gesellschaft hinaus – z. b. hitler, mussolini, aber auch Lenin und gar stalin (internationale!) sind beispiele dafür.
    Schaut man noch eine schicht tiefer, so fällt einen zwei *dinge* auf:
    a.) eine „Führer“-verehrung war zur wende des 19. zum 20. jh. relativ weit verbreitet in den Köpfen vieler gesellschfaten – und zwar alleine schon dadurch, daß man glaubte, dass weltgeschihte – ob einfach historie oder ob aktuelle politik oder auch wissenschaft(en) bzw. Kunst von *gwenies*, von aus der masse herausragenden, mit besonderen , außeralltäglichen begabungen ausgestatteten personen (idR. männern) vollzogen wurde – ob irgendwelche antiken Heldengestalten da herangezogen wurden, oder ob sich ein künstler mit einer entsprechenden anzahl von verehrern des meisters umgab oder gar ein wissenschfatler mit an den lippen des meisters hängten assistenten – der große mann richtet es. Und in ihm bzw. in seinem erscheinen hin zu einer besseren welt, lagen dann auch die hoffnungen vieler menschen – auch in den verschiedenen politikrichtungen.
    Herrschaft, und zwar um mit weber zu sprechen: charismatische herrschaft wurde zelebriert, gerade dann auch im 20. jh. durch das aufkommen neuer massenmedien wie rundfunk und film.
    Wer wurde dann angesprochen?
    Also zumidnest für Hitler kann man sagen, daß da hauptsächlich in der zeit zwischen 1919-23 sich die NSdAP von eienr ursprünglichen arbeiterpartei wandelte zu eienr Partei die das vom abstieg bedrohte kleinbürgertum versuchte anzusprechen – und zwar in konkurrenz zu solch anderen parteien, die im prinzip genauso völkisch-antisemitisch-und antikapitalistisch argumentierten (die verbindung funktionierte darum auch, weil der feind dieser kleinen müncher ladenbesitzer, handwerker und krämer z. b. auch neuartige *wirtschaftsformen*, wie z. b. kaufhäuser waren – welche in den augen dieser leute hauptsächlich von juden betrieben wurde und sie vom markt verdrängen sollte).
    Der antisemitismus – inc. auch seiner akademisch-großbürgerlichen vertreter (z. b. in form der Thule-gesellschaft) – hat zwingend zu diesem, nach scheitern der müncher räterepublik unter den augen der reichswehr (hitler war nach dem WKI als schulungssoldat bei einer propagandaabteilung der bayrischen reichswehr unter karl mayr eingesetzt, die von ihm entsprechende lehrinhalte (inc. völkischen antisemitismus verlangten bis er dann als V-mann [der reichswehr] zum DAP ging), erzreaktionären müncher völkischen milieu gehört.
    Die NSDAP/DAP ragte dort zuerst nicht besonders heraus – auch nicht mit ihren mördersischen Antisemitismus. Ihr b*besonderes* war Hitler selbst, der einerseits ein immer sich ausprägteres rednertalent hatte und so diverse Bierkeller in der Lage war zu füllen mit eienr zuhörerschaft und anhänger erfolgreich für seine partei werben konnte, und andererseits, weil diese partei von der reichswehr bzw. von der Brigade Epp ideell und materiell massiv unterstützt wurde (von soldaten zu veranstaltungen schicken, über die übername von kosten wie z. b. druckkosten, bis hin zur massiven darlehensbeteilung beim kauf des völkischen beobachters als zukünftige Parteizeitung).)
    Dieses von abstieg bedrohte Milieu, aus der die ersten größeren gruppen der NSDAP sich zusammensetzten udn die bewußt einer antidemokratischen Führerpartei (deren ideal der italienische Mussolini erst einmal war – hitler hat sich selbst bis 23 primär als „Trommler“ für einen zukünftigen führer verstanden und nicht als dieser führer selbst, wie ab seiner festungshaft) war vor allem desillosioniert von der aktuellen politik, vor allem den demokraten – das parlament haben sie als eine „schwatzbude“ angesehen – und ihr politisches lebensgefühl scheint zumindest teilweise darin bestanden zu haben, daß sie glaubten, daß die politische führer sich nicht um ihre probleme kümmern würden, sondern denen gleichgültig gegenüberständen. Und das von einer demokratie – also einer auf konsens beruhenden politikform mit vielen akteuren keine *errettung*, keine besserung ihrer (wirtschaftlichen) prekären lage zu erwarten wäre, sondern nur über einen starken mann, einem Führer eben – oder anders ausgedrückt: einem Er-Löser – nämlich jemand, der als ihre stimme für sie diese ihre probleme löst und sie in eine bessere welt (gesellschaft – hier: volksgemeinschaft) führen würde.

    • 14. Oktober 2010 um 23:00 Uhr
    • Zagreus
  230. 231.

    @ Zagreus

    Das Führerprinzip ist originär rechts. Auf der linken Seite wurde ideologisch immer von Räten, Partizipation ausgegangen.

    Die Resultate waren teilweise ähnlich. Ideologisch gesehen ist aber die Sehnsucht nach einem Führer, die Eloge an die Unterordnung unter eine personalisierte Autorität, rechts. Deswegen auch der Schmus mit den Brüdervölkern etc. Das hätte Adolf nie anerkannt.

    Aber das Sie das nicht verstehen, liegt wohl an Ihrem Körpergeruch und Ihrer Ahstammung aus einem nichtwestlichen Kulturkreis wie es aus Ihrem Nichname hervorgeht.

    • 14. Oktober 2010 um 23:14 Uhr
    • Bounce
  231. 232.

    Was gibs’n bei FreeSpeech enttäuscht zu sein?! Der ist doch dumm wie Brot!

    • 14. Oktober 2010 um 23:18 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  232. 233.

    @ Bounce

    Das Führerprinzip ist originär rechts. Auf der linken Seite wurde ideologisch immer von Räten, Partizipation ausgegangen.

    Ja, genau – darum sind auch Karl Marx; lenin, Stalin, Mao ; pol Pot eigentlich rechte und ihre politische anhängerschaft waren auch alles rechte – die linken sind sauber udn waren schon immer die edeldemokraten, die auch nie einen politischen mord verübten – und wenn, dann waren das getarnte rechte, die sich da eingeschlichen haben um die guten linken zu diffamieren.

    • 14. Oktober 2010 um 23:20 Uhr
    • Zagreus
  233. 234.

    @ Zagreus

    Ja, genau – darum sind auch Karl Marx; lenin, Stalin, Mao ; pol Pot eigentlich rechte und ihre politische anhängerschaft waren auch alles rechte – die linken sind sauber udn waren schon immer die edeldemokraten, die auch nie einen politischen mord verübten – und wenn, dann waren das getarnte rechte, die sich da eingeschlichen haben um die guten linken zu diffamieren.

    Wenn Sie das so sehen, dann muss das wohl so sein. Wer würde jemand mit Ihrem Körpergeruch widersprechen, wenn die Aussicht besteht bald weit weg zu sein?

    • 14. Oktober 2010 um 23:25 Uhr
    • Bounce
  234. 235.

    @Z.

    Ich gehe morgen darauf ein, und schließe für heute, closing time. Ich meine schon (ganz unwissenchaftlich), das ihr Comment was hergibt, und versuche es morgen vertieft.

    • 14. Oktober 2010 um 23:31 Uhr
    • Boothby
  235. 236.

    @ bounce

    sie zeigen das regelrecht *Typische* erscheinugnsbiold eines *Gläubigen* – egal ob nun irgendeiner religion oder einer politischen richtung. Die jeweils eigene überzeugung ist lupenrein – ohne fehl udn tadel – udn wenn doch einmal in ihren namen etwas #hässliches‘ geschieht – sei es in namen der jeweiligen religion, ob christentum oder islam, sei es im namen der jeweiligen poltiischen Weltanschauung – dann wurde da der glaube,missbraucht, dann wurde da von denen etwas missverstanden – die eigene überzeung von dem, was denn der eigene glaube/weltanschunng sei, dass ist das immer rein und unfehlbar bleibende.
    Im namen des Kommunismus führerprinzip? geht nicht – auch wenn marx von einer „Diktatur des proletariats“ gesprochen hat – dann kann man diese diktatur nur als ein rätesystem verstehen, und wer sie als ein führersystem verstand, vielleicht mit gewahlt auch den neuen menschen schaffen wollte hin zur vollkommenen gesellschaft – nun, der hat missbraucht – aus den ideen der jeeweiligen weltanschauung unmöglich herauslesbar, wenn man nicht bösen willens ist!
    Darum: lenin und stalin, mao und Pol Pot – alles recxhte, böse missbraucher, haben den sozialismus-kommunismus nicht verstanden, denn sie verstehen ihn ja nicht so, wie ich ihn verstehe, so blütenrein udn sauber – alles braune rechte nur.
    Genauso wie irghendwelche christen leugnen, dass es millionenfachen mord im namen des christentums gab (man denke nur an den missionierungsbefehl gegebnüber den amerikanischen ländern an spanien und portugal) – missbrauch. das chrstentum ist blütenrein und eine heere idee – all diese menshen haben nichts verstanden, ich verstehe!
    oder der islam, genau daasselbe lied im prinzipe – islamisten, orthodoxe, fundamendalisten – alle haben den wahren islam nicht verstanden, all die länder, die die shatria als gesetzesgrundlage in ihren verfassungen festschrieben – alle den islam oder die wahre sharia nicht verstanden.
    nazis sind da genauso – holocaustleugnung ist dasseelbe im prinzip – dwer NS, der Führer, niemals nie hätten die sowas gemacht – darum muss auswitz eine lüge ja sein….
    Auf die idee dabei zu kommen, daß man selbst nur eine vorstellung, ein verständnis hat, udn andere aufgrund desselben ‚materials‘ 8z. b. irgendwelche texte) andere schlüsse ziehen könnten und das genauso konsitent wie man selbst, darauf kommen gläubige nie – denn das hiesse, sie müßten leute als zu ihrer *glaubensgemeinschaft*, die für sie die hoffnung der werlt allzuoft bedeutet, hinzuzählen, mit denen sie lieber nichts zu tun hätten.
    Eine weltanschauung, ob religion oder ein Ideologie, ist erst einmal das, was menschen daraus machen – und nicht einfach das, was einzelne, gerade selbst involvierte, da gerne drin sehen würden und darum all das, was im namen derselben ausgeübt wurde und wird, gerne mal ableugnen.

    Gute nacht herr fäkalienfreak

    • 14. Oktober 2010 um 23:39 Uhr
    • Zagreus
  236. 237.

    Auf der linken Seite wurde ideologisch immer von Räten, Partizipation ausgegangen

    So hat man das den Anhängern und Parteigängern verkauft, die dumm genug waren, das auch zu glauben. Faktisch jedoch haben sich die KPs, insbesondere wenn es ihnen gelang, die Regierung zu erringen, als eine Art Parteiung im Dienste der absoluten Monarchie erwiesen.

    Es scheint müßig, Beispiele anzuführen für das Prinzip: einmal Parteivorsitzender – immer Parteivorsitzender, einmal Regierungschef – immer Regierungschef – wobei einige wenige Ausnahmen, meist infolge intrigenbedingten politischen Sturzes (Lenin, Stalin, Mao Tse Tung, Ulbricht, Ceausescu, Tito, Schiwkow, Castro, Gomulka, Novotny – Husak, Enver Hoxha, Kim Il Sung)

  237. 238.

    @ Zagreus

    Mit Ihrer Einschätzung kann ich leben.

    • 14. Oktober 2010 um 23:43 Uhr
    • Bounce
  238. 239.

    Korrektur … wobei einige wenige Ausnahmen … die Regel bestätigen

  239. 240.

    @ Publicola

    <

    Es scheint müßig, Beispiele anzuführen für das Prinzip:

    Beispiele können nur zur Generalisierung dienen, wenn dahinter ein logisch nachvollziehbares Kausalmodell vorhanden ist, das beweiswürdig überprüfbar ist (an jedem Ort, zu jeder Zeit unter identischen Bedingungen mit demselben Ergebnis). Deshalb haben Beweise und auch Beispiele in der Geschichte der Gesellschaft immer nur eine zeitlich und räumlich begrenzte Gültigkeit.

    Ansonsten sprechen Beispiele nur für sich.

    • 14. Oktober 2010 um 23:49 Uhr
    • Bounce
  240. 241.

    Ansonsten sprechen Beispiele nur für sich

    Berechtigterweise ergibt sich aus den Beispielen, auch wenn diese sämtliche Länder kommunistischen Anspruchs umfassen, die Frage „Warum?“, die Frage nach einer einigermaßen plausiblen Systematisierung.

    Aus meiner Sicht ist an ein Multi-Faktoren-Bündel zu denken.

    Einige Faktoren dieses Komplexes – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – dürften sein

    a) siehe Zagreus‘ Hinweis auf die Verwurzelung der meisten kommunistischen Regierungen/Parteien in die Epoche des Jahrhundertwechsels inklusive künstlicher Konservierung aller möglichen Ideologien durch den 2. Weltkrieg:

    eine “Führer”-Verehrung war zur Wende des 19. zum 20. Jh. relativ weit verbreitet in den Köpfen vieler Gesellschaften – und zwar alleine schon dadurch, dass man glaubte, dass Weltgeschichte – ob einfach Historie oder ob aktuelle Politik oder auch Wissenschaft(en) bzw. Kunst von „Genies“, von aus der Masse herausragenden, mit besonderen , außeralltäglichen Begabungen ausgestatteten Personen (i.d.R. Männern) vollzogen wurde

    Erwähnt wurden schon auf nichtkommunistischer Seite neben Adolf auch Mussolini (der als glühender Sozialist begann).
    Zu erwähnen sind politische Führer wie Franco, Salazar, Peron.

    Alle natürlich nicht ‚über einen Kamm zu scheren‘,
    es sei denn ‚über den‘ von Zagreus genannten ‚Kamm‘ des ‚vom Schicksal mit einer Mission der Rettung beauftragten Gesandten‘, des Polit-‚Genies‘ des jeweiligen Landes.
    Franco u. Salazar würde man also in der Nomenklatur eher rechts einordnen, Peron eher links.

    b) Die über eine Kommunistische Partei an die Regierung gekommenen ‚Monarchen‘ verdanken ihre i.d.R. meist erst mit dem Tode endende Herrschaftszeit der Parteiideologie, die ja – wie von Ihnen richtgerweise benannt – als offizielle Ziele Rätedemokratie, Herrschaft (Diktatur) der Arbeiter etc. wie eine Monstranz vor sich hertrugen, die Einkommenssituation in der Tat ja auch ‚verflachten‘ und ausglichen. Ein starke Bindung war also gewährleistet – ideologisch und materiell.

    c) Die Idee des demokratischen Zentralismus ist der bürgerlichen Gewaltenteilung mit ihrem ebenfalls gewaltenteilig wirkenden Mehrparteiensystem und Mehrparteienwahl diametral entgegengesetzt.

    Es gibt also innerhalb der Mono-(Regierungs-)Partei und außerhalb dieser Partei
    keinerlei offizielle Instanz

    (sei es Judikative oder Legilative – die ja im demokratischen Zentralismus mit der Exekutiven vereint sind;
    sei es eine andere Partei, die von einer Wählerschaft in einer Wahl präferiert werden könnte oder dürfte),

    die kritisch-korrigierend einwirken kann bzw. konnte.

    Veränderungen sind bzw. waren also nur durch geheim initiierte Putsch- oder Sturz-Versuche möglich.

    [Es wird definitiv weitere hochrelevante Faktoren geben – aber wie schon einmal betont, bin ich kein Experte.]

  241. 242.

    @ Publicola

    In dem einen Fall dient persönliches Charisma zur Begründung von Amtscharisma. In dem anderen Fall ist Amtscharisma konstitutiv.

    Max Weber schreibt dazu einiges instruktives.

    • 15. Oktober 2010 um 00:24 Uhr
    • Bounce
  242. 243.

    Nachtrag. Wenn Ihnen Max Weber zu altmodisch ist, dann lesen Sie bei Foucault nach.

    • 15. Oktober 2010 um 00:28 Uhr
    • Bounce
  243. 244.

    ad Bounce

    Danke für den wichtigen Hinweis. Kein Widerspruch meinerseits – das scheint/scheinen mir ein weiterer/weitere Faktoren für die Begründung der doch relativ langen Lebensdauer
    der genannten Regierungen von Einzelpersonen, wie gesagt: letzten Endes i.d.R. bis zu ihrem Tod.
    Das Endergebnis – ob via KP, ob via peronistischer Partei, ob via militärischer Gewalt – ist für die breite Masse ähnlich: lange dauernd und nicht zu ändern.

    Anders formuliert: Viele Diktaturen benötigen keine charismatischen Komponenten. Konterrevolutionäre Militärdiktaturen ersparen sich jeglichen Anschein von Zustimmung, brauchen diese also gar nicht rituell zu simulieren. Daher kamen Pinochet in Chile und Videla in Argentinien völlig ohne charismatische Elemente aus. Erst wenn Zustimmung simulativ einzuholen ist, muß eine Diktatur die Beziehung zu den Beherrschten charismatisieren. Dafür muß die tyrannische Gruppierung anders strukturiert sein, sie muß einen einzelnen symbolisch privilegieren.

    Will eine Diktatur die Beherrschten für langfristige kollektive Ziele – mit Opfern – politisch mobilisieren, wird das Charisma des Tyrannen zentral, er muß als Heiland erscheinen. Das Bild des Tyrannen lädt sich dann charismatisch auf, ganz egal, ob dessen Person „charismatauglich“ ist oder nicht. Niemand war weniger „charismatisch“ als Stalin; der Personenkult funktionierte trotzdem.

    Grüße
    P.

  244. 245.

    Das (wissenschaftliche) Prinzip des Tacitus,
    das er zu Beginn seines Geschichtswerkes „Annales“ zitiert,

    ‚sine ira et studio‘

    zu deutsch:
    ‚ohne Zorn und parteiische Tendenz‘

    scheint mir, wenn auch wohl letztlich nie erreichbar,
    so doch als anzustrebendes Ziel nicht abwegig.

  245. 246.

    @Boothby

    Helfen sie mir auf die Sprünge. Ich verstehe es ehrlich nicht.

    War bloss ein Aufmerksamkeitstest – nein, im Ernst, es war der Skatologe gemeint, bitte um Entschuldigung für den falschen Namen.

    • 15. Oktober 2010 um 08:53 Uhr
    • FreeSpeech
  246. 247.

    @ Bounce # 230

    . Ideologisch gesehen ist aber die Sehnsucht nach einem Führer, die Eloge an die Unterordnung unter eine personalisierte Autorität, rechts.

    Danke. Ich wusste nicht, dass der Jefe (Obama-Kult) „rechts“ ist.

    • 15. Oktober 2010 um 09:03 Uhr
    • marriex
  247. 248.

    Zur Auflockerung der allseits verhärteten Fronten:

    http://tinyurl.com/35rskuo

    • 15. Oktober 2010 um 09:16 Uhr
    • LePresident
  248. 249.

    Sätzte gibt’s die gibt’s gar nicht:

    Schüler zu retten vor dem islamischen Abgrenzungswahn

    http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~EDB3542650E1B469794BFCDBADDB5EA39~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    • 15. Oktober 2010 um 09:27 Uhr
    • FreeSpeech
  249. 250.

    ad 247

    Zur Auflockerung: Not bad!

    Here’s another one (but of course not that funny):

    Democracy is the worst form of Government except all those other forms that have been tried from time to time

    Winston Churchill, „Speech in the House of Commons“, 11th November, 1947

    http://hansard.millbanksystems.com/commons/1947/nov/11/parliament-bill#S5CV0444P0_19471111_HOC_292

  250. 251.

    Aber auch die Mädchen langen zu, „Kopftuch gegen Blond“ nannte sich eine Hasskampagne an einer Schule. Aber die Kopftücher hatten sich verrechnet, ihre schicken, blonden Gegnerinnen waren Polinnen, denen man offenbar zu Hause nicht eingetrichtert hatte, dass es besser sei, sich wegzuducken.

    ..

    Rassismus gegen alle, die anders sind: Die Deutschen, die Roma, die Juden, gute türkische Schülerinnen ohne Kopftuch, die muslimischen „Verräter“, die den Koran-Unterricht schwänzen.

    dto

    • 15. Oktober 2010 um 09:31 Uhr
    • FreeSpeech
  251. 252.

    Es ist egal, ob die Pöbler und Schläger in schwierigen sozialen Verhältnissen aufwachsen. Das müssen andere auch, und nicht selten teilen die „ungläubigen“, also nichtmuslimischen Schüler, die sich in der Pause nicht mehr auf den Schulhof trauen, mit ihren Peinigern die Erfahrung sozialer Not. Es wird auch nichts helfen, wenn noch mehr Geld für staatliche Wohltaten ausgegeben wird. Denn die Verachtung, die viele muslimische Einwanderer der Gesellschaft entgegenbringen, die sie aufgenommen hat, ist das eigentliche Problem.

    Und es ist in der Migrationsgeschichte einmalig. Mit Appellen an die Unwilligen, sich doch bitte zu integrieren, ihre Töchter doch bitte lernen zu lassen und nicht an den unbekannten Cousin aus dem Heimatdorf der Großeltern zu verheiraten und die Lehrerin auch als Frau zu achten, ist es nicht getan.

    Intoleranz darf man nicht mit wohlmeinender Toleranz belohnen, sie ist zu ächten, wie der Rassismus, der jetzt niedlich zur „sogenannten Deutschenfeindlichkeit“ herabgestuft werden soll. Beginnen könnten wir diese Auseinandersetzung mit dem Grundgesetz, das ja vor kurzem vom SPD-Vorsitzenden Gabriel zur neuen Leitkultur erhoben wurde. Und beginnen sollten wir dieses Mal nicht wie sonst, wenn es um islamische Probleme geht, mit der Religionsfreiheit, sondern mit den Artikeln 1 bis 3, mit der Unantastbarkeit der Würde des Menschen, der Gleichberechtigung von Mann und Frau und dem Verbot, andere wegen ihres Glaubens, ihrer Weltanschauung, ihrer Sprache und Heimat zu verachten.

    dto

    • 15. Oktober 2010 um 09:34 Uhr
    • FreeSpeech
  252. 253.

    Die Schulpolitik(er)/Schulministerien der entsprechenden Bundesländer, z.B. NRW, haben sich hier schwerster Vergehen gegen ihre Lehrer, und damit in diesem Punkte gegen die Gesellschaft, schuldig gemacht.
    Auf Lehrerseite sind der GEW diesbezüglich schlimme ideologisch-politische Vergehen anzukreiden.

    So befand sich die/der Lehrer(in) schutzlos, von allen Seiten im Stich gelassen von Ministerium und genanntem Verband, allein gelassen mit den von Regina Mönch völlig richtig abgeschilderten Problemen.
    Wenn überhaupt, dann hatte die Lehrerin/der Lehrer mit harten Sanktionen zu rechnen bis hin zur Ausscheidung aus dem Beruf.

    An dieser genannten Stelle ist m.E. – wie schon des öfteren angedeutet – eine gigantische Verantwortung für all das, was hier auf diesen Threads in puncto Sarrazin diskutiert wird, zu verorten.

    Danke für den Link
    http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~EDB3542650E1B469794BFCDBADDB5EA39~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  253. 254.

    @ LePresident 247:

    Hehe, sehr gut! 😉

  254. 255.

    Schock. Gerade erfahren, dass Hermann Scheer verstorben ist. Aus diesem traurigen Anlass:

    http://www.youtube.com/watch?v=YgQJk-imaAI

  255. 256.

    @Erol Bulut 167:

    Ja, mag sein, dass ich da einem Zerrbild anhänge. Einem Zerrbild von einer Partei, welche ein historisches Staatsgebilde verherrlicht, wo eine einzige Partei „die gesamte Volksgemeinschaft verkörperte“ (plus ein paar Scheinparteien, um Meinungsvielfalt zu simulieren). Einer Partei, die ihrer Klientel eintrichtert, dass es völlig in Ordnung sei, Ressentiments zu pflegen gegen die Leute, die man für das eigene Elend verantwortlich macht – auch wenn die offizielle Position (und ich denke auch die persönliche Überzeugung der Parteielite) ist, dass damit nicht die Ausländer gemeint seien, sondern „das Kapital“.

    @Bounce:

    Nein, ich bin kein empirischer Sozialwissenschaftler. Und auch kein Psychologe; ich kann darum nur spekulieren, was im Kopf der Befragten vorgeht, wenn sie solche Fragen gestellt bekommen bzw. von mir selbst auf die Befragten schließen. Und wenn man mich fragen würde, ob „man Hitler ohne die Judenvernichtung heute als großen Staatsmann betrachten würde“, tun sich mir eben zwei Interpretationen auf (bei einer telefonischen Befragung würde ich dann wohl den Befrager um eine Präzisierung bitten, bei einem Fragebogen muss ich mir auf gut Glück eine aussuchen): Entweder die Frage, ob ich selber Hitler abseits der Judenvernichtung für einen „großen Staatsmann“ (was auch immer man darunter versteht) halte oder die Frage, ob ich meinen Mitbürgern zutraue, solche Haltungen zu pflegen. Zwei Fragen, die ich persönlich unterschiedlich beantworten würde. Mag sein, dass die Anzahl der Leute, die diese Unterscheidung treffen, so verschwindend gering ist, dass es für eine breit angelegte Umfrage nicht ins Gewicht fällt. Wie gesagt, ich kann mangels wissenschaftlicher Grundlage nur von mir auf andere schließen.

    • 15. Oktober 2010 um 10:30 Uhr
    • Arjen van Zuider
  256. 257.

    @ FreeSpech

    danke dir für den Link zu dem sehr guten FAZ-Atikel von R. Mönch!

    • 15. Oktober 2010 um 10:42 Uhr
    • Zagreus
  257. 258.

    ad Manfred Mustermann

    Versuchen Sie doch bitte, in 1 bis 2 kurzen Sätzen zu skizzieren, worum es bei diesem Herman Scheer geht, seine Relevanz etc., bevor man durch etliche Zeitungsseiten bzw. durch diverse Radiosendungen sich zu quälen gezwungen sieht.

  258. 259.

    ad Arjen van Zuider

    Man freut sich sehr über jemanden wie Sie, der komplizierte Sachverhalte gut verständlich – und dabei ungewohnt unpolemisch! – darzustellen vermag.
    Danke!

  259. 260.

    @ Mein beileid für die Familie Scheer – und ein herber verlust für die BRD. Scheer war sozusagen *der Motor* der SPD , was alternative umwelttechniken anbelangt (vor allem in richtung solaranlagen, aber nicht nur) – und hat in diesen bereich sehr viel bewirkt.

    • 15. Oktober 2010 um 10:53 Uhr
    • Zagreus
  260. 261.

    @ publicola:

    Scheer hat sich v.a. für den Einsatz erneuerbarer Energien (insb. Solarenergie) stark gemacht.Er war Mitbegründer von EUROSOLAR, deren Ziel langfristig ind der Ablösung fossiler und atomarer Energie durch erneuerbare Energien bestand.

    Mir bleibt er als Mann mit Überzeugungen in Erinnerung, der stets für seine Meinung einstand. Keine Attrappe, sondern ein mutiger und gleichzeitig nachdenklicher Mensch. Hier kann ich natürlich nur von meinem eigenen Eindruck sprechen.

  261. 262.

    Nachtrag Scheer: Noch jüngst im Konflikt um S21, sprach er sich für einen Volksentscheid aus, wie ich gerade erst lese.

  262. 263.

    ad MM

    Merci
    (für die mir so ersparte Mühe intensiverer Recherche(n))

  263. 264.

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  264. 265.

    Hallo Harald,es ist tatse4chlich so, dass auch die neue Topo d6sterreich nicht 100% optimal abrietet. In unserer ersten Testumgebung war sie jedoch so fcberkomplett, dass wir das Routing praktisch mit 2 Eingaben (Start/Ziel) fast immer erledigen konnten. Es gibt aber mittlerweile auch schon Erfahrungen in der Redaktion, wo dann z.B. eine Fudfgeherunterffchrung nicht erfasst ist, und man im grodfen Bogen um die Gleise geleitet wird. Der Schaden ist aber gering, denn sieht man die Unterffchrung hat man ja ein Navi mit, wo man nachsehen kann, ob es auf der anderen Seite Anschlusswege geben kf6nnte. Grundse4tzlich sollte man immer zuerst den Kopf einschalten und dann erst auf ein Navi sehen. In sicher weit fcber 90% der Fe4lle stimmt das, was das Navi angibt.dcbrigens, sollte das Routing nicht zufriedenstellend klappen, hilft es fast immer, einen weiteren Wegpunkt auf der Strecke zu setzen, die man gerne he4tte! Man kann dies am leichtesten direkt fcber den Kartenmodus erledigen.Dann kommt auch noch der psychologische Faktor bei den Anwendern dazu, wenn ausgerechnet ihre Hausroute falsch geffchrt wird. Wie gesagt, weitere Wegepunkte setzen und alles wird gut!Und Garmin schweigt nicht, sondern hilft dort, wo sie helfen kf6nnen. Es ist aber immer zu bedenken, dass nicht Garmin die Kartengrundlage erfasst, sonderen die Vektorkartengrundlage immer zugekauft wird und sie somit vom Erfassungsstand des Kartenherstellers abhe4ngig sind. Danach wird zwar noch viel he4ndisch nachgebessert, aber irgend wann muss man dann auch raus mit dem Produkt, bevor man so viel Zeit damit verbracht hat, dass der Kartenstand selbst schon wieder veraltet ist. Es ist also ein kleiner Teufelskreis, der sich aber von Version zu Version zum Gunsten der Endanwender entwickelt. Tatsache ist auch, dass wir mit der Topo d6sterreich 2 derzeit eine weit bessere Garmin-Karte haben, als die meisten anderen Le4nder in Europa und unser Jammern doch auf hohem Niveau statt findet. Ich stehe jedenfalls auch nach einem Sommer Langzeittest und einigen Vergleichen mit Mitbewerbern noch immer hinter der Topo 2 und kann sie weiterhin we4rmstens empfehlen. Mit Verstand eingesetzt, gibt es derzeit keine andere Navi/Kartenkombi, die so komfortabel und gfcnstig ist wie diese.

    • 3. Juni 2012 um 06:33 Uhr
    • BILAL
  265. 266.

    sjcvmfyp It’s a nice post. sjcvmfyp

    • 22. September 2012 um 08:42 Uhr
    • replica chanel bags
  266. Kommentar zum Thema

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