Ein Blog über Religion und Politik

Was tun gegen den Barbaren von Tripoli?

Von 11. März 2011 um 11:48 Uhr

Es ist wenig bekannt, dass der erste unkonventionelle internationale Krieg der Vereinigten Staaten gegen jene (Räuber-)Staaten geführt wurde, die man damals als die "Barbarenküste" zusammenfasste: die Piratenherrschaftstümer von Algier, Marokko und Tripoli. Thomas Jefferson führte als Präsident einen jahrelangen Krieg gegen den Herrscher von Tripoli, weil er nicht bereit war, wie die europäischen Mächte eine regelmäßige Tribut- und Lösegeldzahlung zu erbringen. Immer wieder wurden Schiffe im Mittelmeer von den Korsaren der Barbaren (i.e. "Berber") aufgebracht. Der Handel der westlichen Mächte litt unter dieser Piraterie.
Jefferson wollte bereits als Außenminister eine internationale Koalition gegen die Piraten zusammenbringen, scheiterte aber an den Europäern, die kühl die Kosten kalkulierten und Tributzahlungen günstiger als Krieg fanden. Doch als Präsident der jungen amerikanischen Nation zog er dann mit der Navy in den Krieg:

When Jefferson became president in 1801 he refused to accede to Tripoli's demands for an immediate payment of $225,000 and an annual payment of $25,000. The pasha of Tripoli then declared war on the United States. Although as secretary of state and vice president he had opposed developing an American navy capable of anything more than coastal defense, President Jefferson dispatched a squadron of naval vessels to the Mediterranean. As he declared in his first annual message to Congress: "To this state of general peace with which we have been blessed, one only exception exists. Tripoli, the least considerable of the Barbary States, had come forward with demands unfounded either in right or in compact, and had permitted itself to denounce war, on our failure to comply before a given day. The style of the demand admitted but one answer. I sent a small squadron of frigates into the Mediterranean. . . ."

The American show of force quickly awed Tunis and Algiers into breaking their alliance with Tripoli.

Es hat eine besondere Resonanz in den USA, wenn die Welt auch heute wieder einem Räuber von Tripoli gegenübersteht - und sich über die Frage zerstreitet, ob man gegen ihn in den Krieg ziehen soll.

Kategorien: Außenpolitik, USA
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Hmm, Ihrer Logik folgend, müssen wir also in den Krieg ziehen, weil der Staatschef eines Landes ein Räuber ist? Was mich angeht – nein, müssen wir nicht. Obwohl ich das Prinzip anerkenne, zum Schutze von Menschen vor Genozid oder ethnischer Vertreibung notfalls Krieg zu führen. Nur
    – gibt es in Libyen weder ethnische Sauberungen noch einen Genozid
    – handelt es sich um einen ausgewachsenen Bürgerkrieg, nicht um das Abschlachten der eigenen wehrlosen Zivilbevölkerung a´la PolPot

    Und davon völlig abgesehen – welches moralische Recht hat ein ZEIT-Redakteur, ein heutiger westlicher Politiker oder ein Armsesselgeneral im pazifistischen Westen überhaupt, von irgendwem einzufordern (!), er/sie müsse in den krieg ziehen? Auch Sie, Herr Lau, haben mittels Wehrdienstverweigerung (unterstellt, sollte ich mich ausnahmsweise irren, können wir weiterreden) deutlich demonstriert, dass Sie nicht bereit sind, für die Gemeinschaft „Deutschland“ oder überhaupt für irgendeinen Wert zu töten und zu sterben. Es wäre die Demonstration minimalen Anstandes, das auch nicht von anderen zu verlangen, geschweige denn, zu fordern. Dazu fehlt Ihnen jedes moralisch denkbare Recht! Was im übrigen für die gesamte deutsche Macht- und Geldelite gilt, der Sie als prominenter Journalist angehören.

    • 11. März 2011 um 12:41 Uhr
    • ThorHa
  2. 2.

    Jo, das gabs schon vor Jahren auf IP, achgut usw.

    • 11. März 2011 um 13:08 Uhr
    • Leutnant Gustl
    • 11. März 2011 um 14:45 Uhr
    • marriex
  3. 4.

    Warum soll ein westliches Eingreifen in Libyen anders enden als das Eingreifen im Irak oder in Afghanistan?

    Am Ende wird der Westen wieder der Böse sein.

    • 11. März 2011 um 14:57 Uhr
    • Hänschen Klein
  4. 5.

    Hübsches historisches Vorbild für Somalia: Piraten muss man an Land einheizen, indem man ihre Nester ausräuchert. Ein Teil davon reicht, der Rest verliert dann hoffentlich die Lust oder wird auch beseitigt. War halt Pech. Auf See wurden sie noch nie wirklich geschlagen.

    • 11. März 2011 um 16:46 Uhr
    • 6bb6
  5. 6.

    Hier der Brief Jeffersons an die USA

    We took the liberty to make some inquiries concerning the Grounds of their pretentions to make war upon Nations who had done them no Injury, and observed that we
    considered all mankind as our friends who had done us no wrong, nor had given us any provocation.
    The Ambassador answered us that it was founded on the Laws of their prophet, that it
    was written in their Koran, that all nations who should not have acknowledged their authority were sinners, that it was their right and duty to make war upon them wherever they could be found, and to make slaves of all they could take as Prisoners, and that every musselman who should be slain in battle was sure to go to Paradise.

    http://freepages.misc.rootsweb.ancestry.com/~argyll/From%20JOHN%20ADAMS%20And%20THOMAS%20JEFFERSON.pdf

    Das war der Anlass zur Gründung der US Navy.

    • 11. März 2011 um 21:45 Uhr
    • FreeSpeech
  6. 7.

    – Probleme wurden schon mal unvergleichlich effizienter behandelt –

    Es gibt zur Situation im Golf von Aden / Somalia ein Beispiel in der Antike, das trotz der heutigen Vielschichtigkeit der Probleme interessante Parallelen aufweist: der Piratenkrieg 63 v. Chr.

    Im zweiten Jahrhundert v. Chr. beherrschten die Römer fast den gesamten Mittelmeerraum. Vor allem im Gebiet des geschwächten und durch dynastische Wirren zerrütteten Seleukidenreichs, im westlichen Kilikien, bald an der ganzen Südküste Kleinasiens bis nach Syrien wurde der Seeraub zum einträglichen Gewerbe der Küstenbevölkerung.
    Besonders lohnend war der Menschenraub, weil Rom ein unersättlicher Abnehmer von Sklaven war.
    Auch die Getreideschiffe aus Karthago und anderen Provinzen erreichten Rom nicht mehr, weshalb das Getreide in Rom immer teurer wurde.

    Einzelne größere militärische Operationen, gegen die Seeräuber hatten wenig Erfolg oder waren Misserfolge.
    Bekannt ist, dass sogar Caesar 75 von Seeräubern gefangen wurde.
    Unter anderem wurde auch die Tochter des Triumphators M. Antonius aus ihrer Villa bei Misenum herausgeholt.
    Es war eine „Schmach des Reiches“.

    Angesichts dieser katastrophalen Lage wurde von der Bürgerschaft ein Gesetz beschlossen: Der siegreiche Feldherr Pompeius wurde zum alleinigen Befehlshaber für den gesamten Mittelmeerraum gewählt.
    Ihm wurden zugestanden: 500 Schiffe, Landtruppen von 120 000 Mann zu Fuß, 5000 Reiter, 36 Millionen Denare bar und unbeschränkter Kredit bei allen öffentlichen Kassen, dazu 24 Legaten (Generäle) und die Vollmacht (imperium), die Seeräuber bis 75 Kilometer ins Land zu verfolgen.

    Pompeius begann sofort mit den Operationen. Er teilte das ganze Mittelmeer in neun Befehlsbezirke und besetzte sie mit den Legaten. In nur vierzig Tagen hatte er das gesamte westliche Mittelmeer bis Karthago und Sizilien von Seeräubern befreit.

    Dann verfolgte er flüchtige Seeräuber in das östliche Mittelmeer. Dort gewann er eine Schlacht gegen sie und belagerte 120 ihrer Fluchtburgen, bis eine nach der anderen sich ergab. Er ließ die Burgen schleifen und die Schiffe der Seeräuber verbrennen, womit die große Organisation, die sich die Seeräuber geschaffen hatten, zerschlagen war. Die gesamte Operation hatte nur ein Vierteljahr gedauert.

    Es hatten sich ihm über 20 000 Seeräuber ergeben, die er nach römischem Kriegsrecht hätte hinrichten oder verkaufen können. Aber er hatte seinen schnellen Sieg nicht zum wenigsten dadurch gewonnen, dass sie auf seine Gnade bauten. Pompeius dachte und handelte mit der Einsicht, dass Herrschaft, um fest gegründet zu sein, den Untertanen sichtbare Vorteile bringen müsse. So gab er den gefangenen Seeräubern zu verstehen, dass er sie nicht als Verbrecher sehe, sondern als Menschen, die ihr Gewerbe aus Not betrieben.

    Um ihnen bessere Lebensbedingungen zu verschaffen, siedelte er sie in Kilikien, südlich von Patras, in Süditalien und anderen Provinzen an.

    • 11. März 2011 um 22:01 Uhr
    • Publicola
  7. 9.

    Ich hatte ihnen ja nahegelegt den Vortrag
    „Ummah in a Non-Muslim Nation“ von Yasir Qadhi anzuhören.
    http://www.youtube.com/watch?v=hjFLGCQj2jc
    – Dort wird erwähnt, dass die damalige USA sich gegenüber dem Sultan in Tripolis nicht als „christlichen Staat“ ausgegeben hat. Yasir Qadhi nutzt geschickt diese alte diplomatische Korrespondenz, um die heutige Right Wing Forderung auszuhebeln, dass es sich bei der USA um einen christlichen Staat oder um einen Staat mit alleinig christlichen Wurzeln handelt.
    – Seine Motivation für den Vortrag kommt auch sehr deutlich rüber, er will den muslimischen Konflikt zwischen Ummah und Nation abschwächen den es seiner Ansicht nach vor allem in den USA gar nicht geben braucht.
    – Nebenbei sieht er die Muslime in den USA in einer viel besseren Position als in Europa. Man muss ihm hier recht geben, deshalb müsste eigentlich diese neue Debatte in den USA (christliche wurzeln der USA vs. Fremdkörper Islam) selbst für US Amerikaner befremdlich wirken. Der Vortrag scheint recht neu zu sein, und soll wohl als Antwort auf die derzeitige US-Debatte oder anti-Islam Strömung angesehen werden.

    PS: Noch was zu Yasir Qadhi. Yasir Qadhi spielt im englischsprachigen Raum die akademisch intellektuelle Rolle die ein Tarek Ramadan im Mitteleuropäischen Raum inne hat. Er sucht aber mehr die muslimische Zuhörerschaft als ein Tarek Ramadan, der es mehr mit den Medien und westlichen Ansprechpartner hat als ein Yasir Qadhi. Ein weiterer Unterschied ist der salafistische Hintergrund aus dem Yasir Qadhi kommt (Studium in Medina) der ihn deutlich bemerkbar mehr mit den islamischen Quellen argumentieren lässt als es bei einem Tarek Ramadan. Ich finde die Person Yasir Qadhi ist im deutschsprachigen Raum und Diskurs noch nicht richtig beachtet, obwohl er aus den USA kommend und aus Pakistan stammend, und somit dreisprachig (englisch, arabisch, urdu) einen viel größeren Raum anspricht als ein Tarek Ramadan, dass sieht man auch an der Fülle von Videos die es in Youtube über ihn gibt und die bei weitem die videos von einem Tarek Ramadan übersteigen. Seine bevorzugte Zuhörerschaft, nämlich die Muslime weltweit, geben ihm meiner Meinung nach einen viel höheren Einfluss auf die Muslime als es bei dem überschätzten Tarek Ramadan je der Fall war.

    • 12. März 2011 um 10:47 Uhr
    • Marin
  8. 10.

    @JL

    „““Es hat eine besondere Resonanz in den USA, wenn die Welt auch heute wieder einem Räuber von Tripoli gegenübersteht – und sich über die Frage zerstreitet, ob man gegen ihn in den Krieg ziehen soll.““

    -Es ist wohl ein erheblicher Unterschied, wenn der Räuber US Eigentum, seien es Waren oder Militärgüter, ausraubt oder sich der Bodenschätze im eigenen Land bemächtigt. Hätte Gaddafi nur eine Schraube aus einem Navy Schiff oder ein Barrel Öl aus einem US Tanker entnommen, wären die USA schon längst vor seiner Haustür. Der Vergleich hinkt also gewaltig.

    -US oder Europäische Bodentruppen in Libyen würden mit der Zeit so ausgelegt werden, dass es ihnen in erster Linie um die Öl Vorkommen geht, genauso wie es bei dem absurden Hoffieren von Gaddafi nur um das Öl ging. Keiner kann heute voraussagen wie sich die linke und rechte Flanke von Libyen entwickeln wird oder welche Gruppierungen plötzlich mehr Freiheiten genießen sich auszutoben, also in Tunesien und Ägypten…will da jemand tatsächlich in einer wo möglichen Falle tappen die links rechts, aus der Mitte und womöglich auch aus dem Süden zuschlägt? Eine Westliche Intervention birgt viel zu viele Risiken … ich mein irgendwann muss man es doch verstanden haben.

    -Sarkozy dieserTrottel und Ben Ali Unterstützer sollte mit seinem breitbeinigen Imponiergehabe für Carla Bruni schnell zurückgepfiffen werden, dazu braucht es nicht mal die anderen europäischen Staatschef, sondern Franzosen, die ihm aus den Unabhängigkeits Kriegen Nordafrikas berichten. Die Schmach der Kolonialzeit sitzt den Nordafrikanern immer noch in den Knochen, aber diesem kleinwüchsigen Wicht scheint das entgangen zu sein.

    -Das arabische Problem kann nur arabisch gelöst werden. Entweder setzen sich die unausgebildeten Rebellen durch, was ich nicht glaube, oder die Ägypter müssen ran, um nach Mubarak auch Gaddafi zu verscheuchen.

    • 12. März 2011 um 11:33 Uhr
    • Marin
  9. 11.

    Keine zusaetzlichen Einsaetze in islamischen Laendern! Die Probleme dort muessen und koennen NUR von Muslimen selber geloest werden.

    • 12. März 2011 um 14:28 Uhr
    • strohausen
  10. 12.

    – heutige Entscheidung der Arabischen Liga zu Libyen und der Einrichtung einer Flugverbotszone –

    6:08pm: The Arab League has called on the UN Security Council to impose a no-fly zone on Libya, Egyptian state television reported, a decision that would give a regional seal of approval that NATO has said is needed for any military action.

    The state television also said the Arab League had decided to open channels of communication with a Libyan rebel council based in Benghazi. The League said the council represented the Libyan people, the channel reported.

    http://blogs.aljazeera.net/live/africa/libya-live-blog-march-12

    • 12. März 2011 um 17:55 Uhr
    • Publicola
    • 12. März 2011 um 17:57 Uhr
    • Publicola
  11. 14.

    @JL

    Wenn Sie schon so scharf darauf sind Krieg zu führen, können Sie uns dann wenigstens sagen was das Ziel sein soll?

    „Den Barbaren von Tripolis“ stürzen?
    Ist das so zu verstehen das Sie den Krieg als beendet ansehen wenn Gaddafi tot ist?
    Evtl. späteres Blutvergießen interessiert uns dann nicht mehr?
    Für mich klingt das wie Irak reloaded.

    Und überhaupt, warum wollen Sie eine Koalition von Stämmen gegen eine andere Koalition von Stämmen unterstützen?
    Weil die einen eine Luftwaffe haben und die anderen nicht?

    Mir kommt diese ganze Interveniererei ziemlich sparsam durchdacht vor. Wollen wir nach Afghanistan jetzt auch nation building in Libyen betreiben?
    Und dann? Nigeria würde sich anbieten, dort gibt es wahrscheinlich mehr Tote als in Lybien, wenn das das Argument sein soll.

    • 12. März 2011 um 19:55 Uhr
    • mates
  12. 15.

    „…demands unfounded either in right or in compact….“

    Aha, und wer hat das damals festgelegt?

  13. 16.

    @ marriex #3

    Oh Mann, der ‚Leader of the Free World‘ läßt sich nun führen.

    Erst schweigt Obama sich zu Iran aus, dann gibt er gegen Mubarak den George W. und gegen Gaddaffi hält er sich wieder bedeckt.

    Die außenpolitische Linie der USA stimmt bedenklich.

    • 13. März 2011 um 19:28 Uhr
    • Serious Black
    • 14. März 2011 um 13:10 Uhr
    • marriex
  14. 18.

    Sehr geehrter Herr Lau,

    wer oder was hindert Sie daran, sich den bewaffneten Widerstand gegen den Diktatoren anzuschliessen???
    Man los, raus aus dem Redaktionsessel, ran die Waffe und dann rein in den Widerstand.
    Hier zählen nur Taten. Worte haben Sie genug verloren.

    • 14. März 2011 um 20:20 Uhr
    • tabora
  15. 19.

    Uneinigkeit über Libyen-Flugverbotszone

    UN-Sicherheitsrat in New York: Keine einheitliche Position

    Die Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat fanden hinter verschlossenen Türen statt – und brachten kein greifbares Ergebnis. Gegen die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen hat auch Deutschland ernste Bedenken

    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14911287,00.html

    Man könnte der Opposition auch Waffen liefern; das bedeutete weniger Intervention als eine Flugverbotszone und wäre möglicherweise sogar effektiver – falls es dazu nicht schon zu spät ist.

    • 15. März 2011 um 00:05 Uhr
    • N. Neumann
  16. 20.

    Was der drohenden Schande für all diejenigen, die der libyschen Opposition relativ tatkräftig, aber ohne Bodentruppen noch(?) helfen könnten, die Krone aufsetzen würde, wären einige aus ihrer Paralyse erwachte Alkaidaisten, die zu einer hoffnungslosen Schlacht um Benghazi anreisen würden.

    Wer mit Blick auf eine Intervention / Hilfe zugunsten der libyschen Opposition „Bedenke das Ende“ sagt, sollte dies auch mit Blick auf einen möglichen, wenn nicht sogar wahrscheinlichen Sieg Gaddafis tun. Und zwar nicht nur mit Blick auf Werte, sondern auch mit Blick auf Interessen.

    • 15. März 2011 um 01:37 Uhr
    • N. Neumann
  17. 21.

    Zur Dümmlichkeit der Marietta Slomka:

    http://www.youtube.com/watch?v=0pFALTw4lLE

    Man möchte zugunsten des ZDF noch hoffen, dass sie den Job nicht bekommen hätte, wenn sie auch noch hässlich wäre. Das „Zimbabwe-Argument“ kannte ich bisher nur von Hanseln aus Onlinediskussionen, die glauben, strikte Nicht-Intervention bedeutete immer ein reines Gewissen, kaum weiteren Ärger (für andere Staaten) und sowieso mehr Frieden.

    Daniel Cohn-Bendit erzählt, nebenbei bemerkt, übrigens Quatsch, wenn er sagt, „Frau Merkel mit Gaddafi“. Frau Merkel hat Herrn Gaddafi, anders als Gerhard Schröder, stets gemieden.

    • 15. März 2011 um 02:01 Uhr
    • N. Neumann
  18. 22.

    … G8 foreign ministers are to meet in Paris this evening to discuss a no-fly zone and other possible responses to the Libya crisis. Rebel leaders reportedly say they have been promised a no-fly zone this by the UK, US and France. David Cameron has hinted strongly to the Commons that moves towards a no-fly zone are possible, calling the idea „perfectly practical and deliverable“….

    http://www.guardian.co.uk/world/blog/2011/mar/14/libya-middle-east-uprising-live-updates#block-30

    – ja, aber Umsetzung in die Praxis jetzt hoffentlich umgehend –

    • 15. März 2011 um 05:28 Uhr
    • Publicola
  19. 23.

    die Französische Revolution, auf die wir Europäer uns gern berufen, konnte nur überleben, weil der Dey in Algier als Einziger die neue Regierung in Paris anerkannte und jahrelang tonnenweise Getreide nach Marseille liefern ließ

    http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/services/nachrichten/ftd/PW/60024507.html

    • 15. März 2011 um 05:55 Uhr
    • Publicola
  20. 24.

    @ Publicola

    „23.

    die Französische Revolution, auf die wir Europäer uns gern berufen, konnte nur überleben, weil der Dey in Algier als Einziger die neue Regierung in Paris anerkannte und jahrelang tonnenweise Getreide nach Marseille liefern ließ“

    Wie können Sie nur wagen, das selbstherrliche Bild von den stolzen europaeischen Volksmassen, die ja von selbst (die Revolution wurde ja auch gar nicht von einem gewissen Teil der Finanz- und Bildungseliten inszeniert, wg. der eigenen fehlenden Partizipation und dafür wurde die Leute von der Strasse als Kanonenfutter vorgesetzt) auf die Idee kamen eine Republik zu gründen, anzukratzen.
    Sie böööööööööhser Bub, Sie :-)

    • 15. März 2011 um 07:56 Uhr
    • Mete
  21. 25.

    Sie böööööööööhser Bub, Sie

    Habe versucht, zu lernen, und bemühe mich weiterhin, zu lernen,
    dass die Wahrheit nicht immer dem entspricht,
    was man gern so sehen möchte oder
    was für eine lange Zeit der bekannte Stand der Dinge war.
    Für die erkenntnissuchende Person mich] [war und ist das zuweilen, nicht immer, recht schmerzhaft,
    weil es beinhaltet,
    dass man [zumindest vor sich selber] zugeben muss,
    dass man sich [unerfreulicherweise sehr] oft geirrt hat.

    • 15. März 2011 um 08:10 Uhr
    • Publicola
  22. 26.

    Für die erkenntnissuchende Person [mich] war …

    • 15. März 2011 um 08:11 Uhr
    • Publicola
  23. 27.

    „dass die Wahrheit nicht immer dem entspricht,
    was man gern so sehen möchte oder
    was für eine lange Zeit der bekannte Stand der Dinge war.
    Für die erkenntnissuchende Person mich] [war und ist das zuweilen, nicht immer, recht schmerzhaft,
    weil es beinhaltet,
    dass man [zumindest vor sich selber] zugeben muss,
    dass man sich [unerfreulicherweise sehr] oft geirrt hat.“

    Diese Erfahrung teile ich mit Ihnen und mit dieser Einstellung wache ich jeden Morgen von neuem auf.

    Es ist nicht leicht den eigenen Ego zu überwinden, welches sich auf angelesenen Meinungen, welches man uns als Wissen verkauft (daher mitunter der religiöse Grundsatz, dass Wissen zu verkaufen eine Sünde sei), gern etwas einbildet und damit dem erfahrbaren und eben oft schmerzlichen Wissen den den Einzug in unseren Verstand zu verwehren versucht.

    Die meiste Zeit bei Diskussionen wird damit vergeudet, dass man sich um den Standpunkt eitle Debatten liefert, anstatt eine vermeintlich objektive Wahrheit zu umkreisen, sich selbst aufzugeben, um mit Erkenntniss belohnt zu werden.

    Die Angst ist dabei das wirksamste Instrument der Hemmung zu solcher Tat. Die Angst sich zu ergeben und die eigene Nichtigkeit anzuerkennen. Würden wir mit dem Verstand versuchen das Schwimmen zu lernen, so würden wir allesamt ertrinken. Nur wer sich den Wellen ergibt, anstatt stehen zubleiben, der kommt innerlich voran und findet Glückseligkeit ohne eine Beschaftigung oder Hilfe von Aussen (in Form von Geld, Anerkennung, etc.) in Anspruch nehmen zu müssen.

    • 15. März 2011 um 08:29 Uhr
    • Mete
  24. 28.

    ad 27 – @ Mete
    D’accord

    • 15. März 2011 um 08:39 Uhr
    • Publicola
  25. 29.

    8:37am
    As Gaddafi finds himself increasingly isolated internationally, he still has at least a few friends far away.
    The Associate Press reports that Venezuela’s Hugo Chavez, Cuba’s Fidel Castro and Nicaragua’s Daniel Ortega have been foremost in opposing US and NATO military involvement.
    They have suggested that reports of atrocities by Gaddafi’s troops are overblown or unproven.
    Chavez praised the African Union for appointing a commission of leaders to travel to Libya for talks – an effort in line with his own peace proposals.
    But the left-leaning governments of Argentina and Brazil have condemned Gaddafi’s crackdown on opposition

    http://blogs.aljazeera.net/live/africa/libya-live-blog-march-15

    • 15. März 2011 um 08:40 Uhr
    • Publicola
  26. 30.

    Was tun gegen diesen verrückten von Tripolis?

    Ganz einfach, das Erdöl aus Libyen nicht mehr kaufen solange, bis Ghaddafis und die Staemme hinter ihm sich mit den westlichen Staemmen verstaendigen.

    Aber dafür (also um die Weisheit auszuleben) bedarf es des Mutes als zweiten Schritt, welches aber natürlich nie stattfinden wird, solange das-mehr-haben-wollen an erster Stelle steht, statt der Weisheit.

    • 15. März 2011 um 09:47 Uhr
    • Mete
  27. 31.

    Michael Totten über den Anteil der arabischen Welt an der amerikanischen Position Libyen sich selbst zu überlassen:

    http://www.nypost.com/p/news/opinion/opedcolumnists/what_about_our_hearts_and_minds_8ZGR1AsSDXWo66kmKDuwoI?CMP=OTC-rss&FEEDNAME=

    • 15. März 2011 um 14:22 Uhr
    • Serious Black
  28. 32.

    Aus dem verlinkten Text:

    Americans fret constantly about whether or not we’re doing the right thing to win the hearts and minds of the Arabs. That’s one reason Obama was elected (though I can’t help but wonder how many Libyans wish John McCain were in the White House right now). This may be a good time for Arab leaders and opinion makers to ask themselves what they can do to win over the hearts and minds of Americans.

    • 15. März 2011 um 15:12 Uhr
    • marriex
  29. 33.

    Flugverbotszone / Deutschland – 1 –

    „… Deutschland lehnt trotz des Vormarsches der libyschen Regierungstruppen ein militärisches Eingreifen in dem nordafrikanischen Land weiterhin strikt ab. „Eine militärische Lösung ist keine Lösung“, sagte Außenminister Guido Westerwelle am Dienstag. Auch die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen beurteile die Bundesregierung weiterhin „sehr skeptisch“….“

    http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~EA705FF482F194CA1B51DCF620829AB33~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    • 15. März 2011 um 15:30 Uhr
    • Publicola
  30. 34.

    Flugverbotszone / Deutschland – 2 –

    » … Gaddafi has given an interview to German TV saying that western companies – apart from German ones – can forget about doing business with Libya in future.
    „We do not trust their firms, they have conspired against us,“ he said in excerpts of a tape to be broadcast on RTL later in the day. „Our oil contracts are going to Russian, Chinese and Indian firms. The west is to be forgotten.“
    But Germany, which has opposed a no-fly zone, is to be spared.
    „The Germans have taken a very good position towards us, very different from many other important countries in the West,“ he said, adding that he imagined Libya could work with German firms in the future. … «

    http://www.guardian.co.uk/world/blog/2011/mar/15/libya-bahrain-middle-east-unrest-live

    • 15. März 2011 um 15:33 Uhr
    • Publicola
  31. 35.

    @ Publicola

    Dieser zynische Menschenschlächter versucht es schon wieder mit ‚Zuckerbrot und Peitsche‘. Er scheint sich seines Sieges ziemlich sicher zu sein.

    Wieder ein Sieg der Realpolitik. Business as usual.

    Sobald sich der Staub gelegt hat und die Leichen verscharrt sind, pilgern westliche Spitzenpolitiker wieder nach Tripolis und schütteln dem ‚Bruder Oberst‘ wieder die Hand.

    • 15. März 2011 um 15:42 Uhr
    • Serious Black
  32. 36.

    Nachdem Deutschland die no fly zone verhindert hat, erinnere ich mich daran, dass Jörg Lau bei Ägypten grossmundig sagte, es gebe schon Möglichkeiten zu helfen.

    Dann warte ich mal.

    • 15. März 2011 um 20:09 Uhr
    • FreeSpeech
    • 15. März 2011 um 20:26 Uhr
    • marriex
  33. 38.

    „37.

    http://www.commentarymagazine.com/2011/03/15/turkey-vetoes-nato-no-fly-over-libya/

    daraus
    „the fact that perhaps as many Turks are fighting against us in Afghanistan as are fighting for us“

    oder solche Saetze wie diese:
    „Erdoğan’s actions now suggest that his selection was $250,000 well spent by the Libyan strongman.“

    zeigen zum einen, dass der besagte Autor Mr. Rubin sehr zum Wohle von AIPAC etc. eine extremistisch-zionistische Agenda verfolgt,

    zum anderen zeigt dieser Kommentar, dass es Blindschleichen gibt, die solche Lügengeschichten auch noch glauben :-)

    Oh man,

    Ja Erdogan ist gegen eine Flugverbotszone, so wie auch Merkel oder Berlusconi, und?

    Spaetestens bei dem Satz über Afganistan müsste doch jeden vernünftigen Menschen die Alarmglocken laeuten, was für eine fiese Agenda hinter solchen falschen Pressemeldungen sind.

    Und glauben Sie mir, Erdogan hat bestimmt nicht billige 250.000 Dollar nötig, welches ja implizieren soll, was für eine billige Person Erdogan ist…

    Oh man, naja was will ich von einer Person erwarten, der einen billigen 3.klaessigen Schauspieler für den besten US-Presidenten aller Zeiten haellt…

    • 16. März 2011 um 07:40 Uhr
    • Mete
  34. 39.

    3.klaessigen Schauspieler für den besten US-Presidenten aller Zeiten haellt…

    Auch reagan hat Fehler gemacht. „Bedtime for Bonzo“ ist wirklich ein Scheiß. Ansonste wurmt es sie verständlicherweise. Mit Erdnussfamern und communty organizern haben ihre Idole ein leichtes Spiel.

    • 16. März 2011 um 07:48 Uhr
    • marriex
  35. 40.

    „Ansonste wurmt es sie verständlicherweise. Mit Erdnussfamern und communty organizern haben ihre Idole ein leichtes Spiel.“

    :-)

    Wird ja lustig hier.

    Sehen Sie Riexinger, Sie sollten nicht von sich auf andere schliessen. Wenn Sie so ein geringes Selbstwertgefühl haben und Idoler bedürfen, heisst das nicht gleich, dass es bei jedem so ist.

    Also, 1. habe ich keine Idole,
    2. wurmt mich nur die Lüge eines Aktivisten Rubin, dessen „Idole“ weit mehr Menschenleben auf dem Gewissen haben mit ihren Waffenlobbies etc., als ein Tyrann Ghaddafi,
    3. kann ich die Dummheit von selbsternannten Intellektuellen net ab, 4. der Erdnussfarmer hat mehr für das Wohl der USA geleistet, als ein angeblich gelaeuterter Evangelikaler Ex-alkoholoker.

    „Okumak cahilliği giderir, ama eşşeklik baki kalır“ 😉

    • 16. März 2011 um 08:05 Uhr
    • Mete
  36. 41.

    PS: bevor Sie Klugsch…, dass doppelte şş ist als Verdeutlichung gemeint, für SIE ;-).

    • 16. März 2011 um 08:07 Uhr
    • Mete
  37. 42.

    @ Mete

    Carter war mindestens so evangelikal wie Bush jr.

    • 16. März 2011 um 08:47 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
    • 16. März 2011 um 12:56 Uhr
    • Manfred Mustermann
  38. 44.

    @ HJS

    „@ Mete

    Carter war mindestens so evangelikal wie Bush jr.“

    kann sein, aber er war nicht so bessesen davon mit Schutt und Asche Probleme zu lösen, bzw. die eigene Wirtschaft anzukurbeln.

    Ich traf vor einiger Zeit einen aramaeisch-staemmigen Evangelikalen in Urfa (Edessa), der Bush mehr verdammte als ich, weil er den Namen Jesu für seine abscheulichen Taten missbrauche.

    Es gibt anscheinend auch dort solche und solche. Haette etwas angebrachter mich ausdrücken sollen.

    • 16. März 2011 um 13:53 Uhr
    • Mete
    • 16. März 2011 um 14:45 Uhr
    • marriex
  39. 46.

    Was tun gegen denBarbaren von tripolis?

    Zustaun, etwas murren, händde in den schoß – und sobald eer gewonnen hat, über die schreie derer in den folterkellern weghören, sich das blut von den schuhen putzen lassen, welches aus den Höfen mit den erschießungskommantor fließt und schauen, da0ß man mit Gaddafi wieder gute geschäfte macht, vielleicht die ein oder andere ‚Foundation‘ an der Uni sponsern lassen und mit ihm im kampf gegen die US-Juden-Lobby udn dem Imperialismus udn Kolonialismus zusammenstehen.

    • 16. März 2011 um 14:53 Uhr
    • Zagreus
  40. 47.

    Libyen-Deutschland – 3 –

    »All that is necessary for the triumph of evil is that good men do nothing«

    (Edmund Burke, irischer Schriftsteller, Staatsphilosoph und Politiker, geistiger Vater des Konservatismus, 1729-1797)

    • 16. März 2011 um 20:27 Uhr
    • Publicola
  41. 48.

    test

    • 17. März 2011 um 12:48 Uhr
    • Manfred Mustermann
    • 18. März 2011 um 08:19 Uhr
    • Zagreus
  42. 50.

    http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-1523/i.html

    Hoffentlich kann die nun doch eingerichtete Flugverbotszone den Tyrannen stoppen.

    • 18. März 2011 um 09:46 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  43. 51.

    @ HJS

    Hoffentlich kann die nun doch eingerichtete Flugverbotszone den Tyrannen stoppen.

    Sicher – Gaddafis truppn stehen kurz vor der einnahme der letzten großen ‚rebellen‘-stadt – aber eine Flugverbotszone (wohl gegen die kampfflugzeuge), dad is dad Zünglein an der Waage….

    Das einzige, was wirklich helfen würde, wäre einzumaschieren mit entsprechend großen Truppenkontingenten, Gaddafi vor den Menchenrechtsgerichtshof wegen massenmord zu stellen und derweilen zu gewährleisten, daß freie Wahlen in Lybien abgehalten werden können und dann sich da wieder zurückzuziehen.
    Aber mit Wattebäuschchen zu werfen hat noch nie viel geholfen.

    • 18. März 2011 um 09:51 Uhr
    • Zagreus
  44. 52.

    @ Zaggy

    Erst denken, dann posten!

    • 18. März 2011 um 11:20 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  45. 53.

    @ hansi

    erst finger aus dem arsch, dann schwafeln!

    • 18. März 2011 um 11:23 Uhr
    • Zagreus
  46. 54.

    q hansilein

    das du danebenstehst mit genuss, wenn massenexekutionen durchgeführt werden, ist mir im grunde völlig klar – so bist du nunmal, ein menschenleben ist doch für dich nur dreck.

    • 18. März 2011 um 11:25 Uhr
    • Zagreus
  47. 55.

    @ Zaggy

    Dass eine Flugverbotszone geschaffen wurde, d.h. dass libysche Kampfjets abgeschossen werden dürfen bzw. müssen (wozu Frankreich sich bereit erklärt hat), und zwar gegen den anfänglichen Widerstand Russlands und Chinas (sowie Deutschlands, aber D-Land ist als Nicht-Veto-Macht irrelevant), ist ein großer Fortschritt.
    Hinzukommen müssten Waffenlieferungen an die Aufständischen.

    Die libyschen Aufständischen selbst lehnen ein Eingreifen westlicher Bodentruppen ab. Möglicherweise ist aber Ägypten unter bestimmten Bedingungen dazu bereit.

    • 18. März 2011 um 11:37 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  48. 56.

    @ Hansi

    wenn die berichte stimmen, dann steht bengasi kurz vor dem fall.
    Was meinst du, dasss gadaffi mit all jenen machen wird, der er für ‚Verräter‘ hält? Ruhig gehen lassen?
    Er wird sie töten udn – aufgrundd er tribalen struktur des landes – die von ihm als unsicher oder gar feindlich eingestufen Stämme terrorisieren.

    Wenn wir nicht da reingehen, wird genau das passieren – dann wird es massenexekutionen geben und es wird riesige folteraktionen geben.
    Er MUSS das regelrecht machen, wenn er für sich und die seinen so weit als möglich sicherheit schaffen will: ein terrorregime errichten, damit all jene, die ihm widerstand leisten können, soviel angst davor haben draufzugehen, daß sie nichts mehr wagen zu machen.

    • 18. März 2011 um 11:42 Uhr
    • Zagreus
  49. 57.

    q hansi

    von den ‚Auswirkungen‘, selbst nur auf einer ideellen Ebene für andere Despoten, die sehen dass er mit gewalt erfolg hat und der rest der welt nur danebensteht, ganz zu schweigen.

    • 18. März 2011 um 11:43 Uhr
    • Zagreus
  50. 58.

    @ Zacki-Zacki

    „aufgrundd er tribalen struktur des landes“

    Haben Sie meinen Link nicht beachtet?

    • 18. März 2011 um 12:16 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  51. 59.

    @ hansi

    Haben Sie meinen Link nicht beachtet?

    Doch, habe ich – aber ich hoffe doch sehr, daß du dich nicht slebst verarschst, wenn du sowas ernst nimmst:

    Gerne analysieren internationale Medien die Situation in Libyen mit einer allumfassenden Stammestheorie. Auch bei etlichen Wissenschaftlern kursiert das „Stammessyndrom“, um die Entwicklungen in einem Land, das viele nur aus der Theorie kennen, aus der Ferne zu analysieren.

    Zwar gibt es in Libyen Volksstämme, doch die wenigsten von ihnen ziehen mit Zelt und Kamel als Nomaden durch das Land. Es sind nicht die Stammesführer, die das Vorgehen der jungen Demokratiebewegung steuern. Die Touareg im Süden des Landes und der angrenzenden Nachbarstaaten nehmen eine komplexe Sonderposition ein und sind nur bedingt geeignet, um die Geschehnisse im Land zu erläutern.

    Wenn du das geschriebe einfach mal nüchtern analysierst auf die aussagen und begründungen, die da getroffen werden, siehst du den mist selbst:

    eine ‚allumfassende‘ Stammestheorie (wer hat von einer allumfassenden geredet? – du siehst sicherlich selbst, daß mit diesen attribut die behauptung von ‚stämmen‘ für Lybien ad absurdum geführt werden soll, ohne es wirklich zu widerlegen)… “ Auch bei etlichen Wissenschaftlern kursiert das „Stammessyndrom“,…“ – nächster schritt – es wird die ‚allumfassende Stammestheorie‘ gleichgesetzt mit einem ‚stammessyndrom‘ – ‚syndrom‘ ein aus der medizin entlehnter begriff, der die absurdität nochmal steigern soll und quasi dem leser versucht nahezulegen, daß man das einfach nur als ‚spinnerei‘ von leuten, die eh keine ahnung haben, auch wenn sie ‚wissenschaftler‘ wären, abtun kann – nochmal gesteigert, indem nahegelegt wird: diese ‚wissenschaftler“ können ja keine ahnung haben, da manche von ihnen noch nie slebst im land gewesen wären….

    nehmen sie dann den folgesatz, er soll auf nochmal auf die absurdität abzielen, nämlichj in eienr ‚gleichstellung':
    „Zwar gibt es in Libyen Volksstämme, doch die wenigsten von ihnen ziehen mit Zelt und Kamel als Nomaden durch das Land…“
    –Y> behauptet oder denkt irgendjemand, der sich damit auseinandersetzt und älter als 14 ist, daß die irgendwie wie zu aldins zeiten in Beduinenzelten durch die landschaft ziehen würden alle? Genau das wird aber suggeriert, nämlich wer von ‚volksstämmen‘ redet, denkt an solch durch die gegend ziehende Beduinen – und *wir leser* wissen, daß die Lybische geselslchaft so modern ist, daß die meisten stämme das nicht mehr tun –> ergo ist auch die ‚stammestheorie‘, dieses ‚syndrom‘ von wissenschfatlern, die wohl noch nie in Lybien waren, falsch….
    –> das ist keine argumentation, die mit fakten arbeitet, dass ist im grunde reine propaganda.

    dann kommt die große erkenntnis:
    Es sind nicht die Stammesführer, die das Vorgehen der jungen Demokratiebewegung steuern.
    –> hat den irgendjemand in der großen presse behauptet, dass die ‚stammesführer‘ diese demonstrationen ‚steuern‘ würden? Ich glaube nicht. Das heisst aber nicht,d aß diese kleinen einfluss hätten und es heisst nicht, daß die stämme da nicht hineingezogen werden/wurden.

    WEo dann auch gleich die Touareg als leute, die auskunft geben könnten , bestritten wird…. (vor man überhaupt gehört hat, was die zu sgaen hätten – ist anscheinend egal).

    hingegen weis Magda Luthay ganz genau bescheit – per telephatische ferndiagnostik nehme ich mal an. Argumente hat sie aber herzlich wenige.
    Ich kann sie nicht leider, hansi, aber lassen sie sich hier nicht verarschen, sondern prüfen sie erst einmal, wer sagt wie etwas und sie werden merken, daß hier ihnen mit vielen worten, aber wenig inhalt etwas ‚verkauft‘ werden soll.

    • 18. März 2011 um 12:43 Uhr
    • Zagreus
  52. 60.

    Die Einrichtung einer Flugverbotszone scheint bereits zu wirken. Siehe Eilmeldung oben.

    • 18. März 2011 um 14:07 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  53. 61.

    Zagreus, Sie sind nur noch gaga.

    • 18. März 2011 um 14:08 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
    • 18. März 2011 um 14:15 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  54. 63.

    btw: Die Position der Bundesregierung in dieser Frage ist erbärmlich.

    • 18. März 2011 um 14:16 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  55. 64.

    Optimal gelaufen für G.

    Er behält Öl und Gas (ist doch so, oder); seine Gegner sind in Bengasi zusammengetrieben und werden zu einen Fall für den UNHCR. Von denen braucht G. niemanden mehr zu kaufen und ein gefährlicher Loyalitätstest von bisher befehlsverweigernd, aber ansonsten neutral gebliebenen Trupen in Bengasi und Umgebung bleibt seinen marodierenden Privatbrigaden erspart. (Motto: Bloss keine Schlacht; immer nur Scharmützel und Massaker!)

    Business mit Libyen läuft also nach wie vor nur über G. (one face to the customer only) und die Arabellion wird zu einem internationalen Versorgungsfall.

    Nach dem Ausplündern der verbliebenen Gegner in seinem Machtbereich kann G. sie jetzt einfach nach Osten, d.h. nach Bengasi vertreiben.

    Für Rückeroberung, Befreiung, Revolution oder auch nur Rücktritt gibt die Resolution nichts her. (Oder?)

    Eine Regierung hat das Volk aufgelöst und sich ein neues (Rest)Volk von Veränstigten und Komplizen gewählt.

    • 18. März 2011 um 14:44 Uhr
    • Thomas Holm
  56. 65.

    Zwei Phasen des Einsatzes
    Bei einem Einsatz wird es darum gehen, in einer ersten Phase die Luftverteidigungssysteme und die entsprechende Führungsinfrastruktur auszuschalten. Die entsprechende Munition wie beispielsweise «Harm»-Anti-Radar-Missile oder Cluster-Bomben für die Zerstörung von Flugplätzen ist vorhanden. In einer sich rasch daran anschliessenden zweiten Phase sollen allfällig weiterhin möglich libysche Flugbewegungen im Verbund von Aufklärungs- und Kampfflugzeugen unterbunden werden. Und schliesslich handelt es sich darum, Truppenbewegungen auf dem Boden zu unterbinden.

    Die Einsätze laufen auf Grund von früheren Erfahrungen nach weitgehend standardisierten Verfahren ab. Auch wenn die Daten von radarisierten Luftabwehrsystemen vielfach bekannt sein dürften, sind Risiken nicht ganz auszuschalten, nicht zuletzt deshalb weil die Systeme über verschiedene Möglichkeiten zur Zielfindung wie Infrarotsuchköpfe oder Komponenten zur Ortung von Ultraviolettemissionen verfügen.

    Bodenkämpfe nicht zu verhindern
    Auch die Einrichtung einer noch so lückenlosen Flugverbotszone vermag Bodenoperationen nicht zu verhindern. Helikopter können zwar ebenfalls mit dem luftgestützten Aufklärungs- und Führungssystem Awacs ausgemacht werden; sie sind aber schwieriger zu bekämpfen. Auch wenn die Zuführung gepanzerter Kräfte gegen die Oppositionsgruppen durch Lufteinsätze sehr erschwert werden können, lassen sich Gefechte nicht verhindern; dies umso weniger, wenn sie in überbauten Gebieten oder städtischen Agglomerationen stattfinden.

    Noch rechtzeitig?
    Vor diesem Hintergrund zeigt sich, dass die Zeit – neben den beiden anderen für die Operationsführung klassischen Beurteilungsfaktoren Raum und Kraft – eine zentrale Rolle spielt. So gesehen stellt sich die Frage, ob die materielle Überlegenheit der sich an der Aufrechterhaltung einer Flugverbotszone beteiligenden Staaten überhaupt noch zur rechten Zeit zum Tragen gebracht werden kann.

    http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/zeit_als_kritischer_faktor_1.9942764.html

    • 18. März 2011 um 15:33 Uhr
    • Manfred Mustermann
  57. 66.

    http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~E33040E0E2FD24D9CB176C0A154818900~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Deutschland hat sich in der Entscheidung über die Flugverbotszone über Libyen enthalten – und sich damit in der westlichen Welt isoliert. Die Folge ist ein diplomatischer Schadensfall höchsten Ausmaßes für Berlin und auch für Westerwelle persönlich.

    • 18. März 2011 um 16:56 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
    • 18. März 2011 um 16:59 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  58. 68.

    Libyen, Westerwelle und Deutschlands Enthaltung

    Der Krisen-Profileur

    Ein Kommentar von Thorsten Denkler

    Gaddafi geht mit mörderischer Härte gegen sein eigenes Volk vor. Kann da Enthaltung eine deutsche Position sein? Nein. Doch Guido Westerwelle will um jeden Preis außenpolitisches Format gewinnen – sogar um den Preis der internationalen Isolation.

    Der Außenminister sagt es selbst zu Beginn seiner Regierungserklärung im deutschen Bundestag. Von den 15 Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates haben sich lediglich Russland, China, Indien, Brasilien und – tja – und Deutschland enthalten. Zugestimmt haben der Libyen-Resolution neben den USA auch die drei anderen europäischen Länder im Sicherheitsrat: Frankreich, Großbritannien und Portugal.

    Bundesaußenminister Guido Westerwelle zeigt in der Frage des Vorgehens gegen Gaddafi eine zutiefst populistische Haltung.

    Die Resolution erlaubt neben wirtschaftlichen Sanktionen auch, eine Flugverbotszone über Libyen einzurichten. Noch heute könnten Kampfflugzeuge auch europäischer Länder versuchen, die libysche Luftwaffe daran zu hindern, weiter Landsleute zu bombardieren – wenn sich die Ankündigung der libyschen Regierung eines sofortigen Waffenstillstands als Finte des Tricksers Gaddafi entpuppen sollte.

    Eines ist klar: Eine Flugverbotszone ist ein massiver Eingriff in die nationale Souveränität Libyens. Krieg wäre dafür das richtige Wort. Die Gegner des libyschen Despoten Muammar al-Gaddafi haben gejubelt, als sie die Nachricht von der UN-Entscheidung erreichte. Die Luftüberlegenheit Gaddafis macht es ihnen nahezu unmöglich, den seit 42 Jahren regierenden Revolutionsführer zu stürzen.

    Gaddafi geht mit mörderischer Härte gegen sein eigenes Volk vor. Dass er nicht mehr für das libysche Volk spricht, hat auch Westerwelle deutlich gemacht. Kann da Enthaltung eine deutsche Position sein?

    Keine Enthaltung gegenüber Despoten

    Nein. Deutschland hätte zustimmen müssen. Gegenüber Despoten gibt es keine Enthaltung. Westerwelle argumentiert erschreckend naiv, wenn er erklärt, es gebe so viele Brandherde auf der Welt. Er nennt Sudan, Bahrain und die Elfenbeinküste. Da könne Deutschland nicht überall helfen, auch “wenn es einem das Herz bricht”, so der FDP-Chef.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/libyen-westerwelle-und-deutschlands-enthaltung-der-krisen-profileur-1.1074028

    Darüber hinaus hat Westerwelle so und so ähnlich gesagt, dass sich deutsche Soldaten nicht an einem Krieg in Libyen beteiligen würden. Als ob dies ernsthaft – auch im Falle einer Zustimmung im Sicherheitsrat – zur Debatte gestanden hätte. Selbst die Staaten, die sich für ein Flugverbot stark gemacht haben, werden eine Entsendung von Bodentruppen scheuen, die zumal von der libyschen Opposition mitnichten erwünscht oder gefordert werden. Daneben liegt die deutsche Luftwaffe mit ihren operativen Möglichkeiten im Mittelmeer alles andere als weit vorne.

    Westerwelles Verhalten ist wiederum ein Spiel mit der German Angst.

    Joschka Fischer oder Frank Walter Steinmeier hätten wahrscheinlich für eine deutsche Zustimmung im Sicherheitsrat gesorgt und auch mit Hinweis auf Afghanistan klar gemacht, dass sich Deutschland nicht direkt an der Durchsetzung der Flugverbotszone beteiligen wird.

    • 18. März 2011 um 17:06 Uhr
    • N. Neumann
  59. 69.

    @Manfred M.

    Die ganze Offensivdramatik aus der NZZ kommt nicht zum tragen, weil G. sich wegduckt.

    Gadhafi „cannot continue his violence against his own people,“ meint Hillary Clinton. Doch. Wenn er seine Panzer vor Bengazi anhält und seine Flugzeuge am Boden lässt, dann kann er in Misurata und sonstwo weiter marodieren lassen. Das ist es, was seine Leute können, wollen und was sie an G. bindet.

    Zivilisten beschützen? Nur vor einem Angriff auf Bengazi. Alles andere; Kämpfe mit Widerstandsnestern am vielen Orten sind zu unübersichtlich, als dass man aus der Luft („short of occupation…“) Zivilisten schützen könnte.

    Pogromwochen in Libyen stehen bevor mit dem einzigen humanitären Zugewinn, dass als Alternative zu Massakern eine Vertreibung richtung Bengazi im Ermessen der Marodeure liegt. Falls CNN mal unerwartet auftauchen sollte …

    G. sprach in seiner Blutrede von einer „Fünften Kolonne“, auf die er zur Abrechnung mit Bengazi zurückgreifen wolle, wie weiland Franco in Madrid und spielte souverän und virtuos auf der Klaviatur der liberal-linken Schutzinstinkte der französischen und amerikanischen Politeliten.

    Russland warnt schon vor verdeckter Unterstützung der Aufständischen in Bengazi (Waffenembargo!); das Thema Regimewechsel ist mit der Resolution praktisch erledigt; bzw. wer trotzdem vorpreschen will, DER ist in Gefahr sich als „Aggressor“ zu exponieren. Sarko liess am Donnerstag noch verbreiten, seine Luftwaffe stünde binnen Stunden nach der Resolution bereit. Alle gingen anscheinend davon aus, dass G. weiter fliegen lassen würde. Das braucht er aber nicht (mehr).

    „Taten“ will Hillary C. sehen; die neueste Idee: She says the U.S. wants to see pro-Gadhafi forces move a „significant“ distance away from rebel positions in eastern Libya.

    Das reicht schon wieder für ein paar Tage hick-hack.

    G. wird alle Trümphe in der Hand behalten und als überlegener Spieler und Alleininhaber der Rohstoffe aus der Sache herauskommen, so wie die Dinge jetzt liegen. Und genau das war der Preis für die Vetoverzichte von Russland und China.

    • 18. März 2011 um 18:21 Uhr
    • Thomas Holm
  60. 70.

    @ Th. Holm

    „G. wird alle Trümphe in der Hand behalten und als überlegener Spieler und Alleininhaber der Rohstoffe aus der Sache herauskommen, so wie die Dinge jetzt liegen. Und genau das war der Preis für die Vetoverzichte von Russland und China.“

    Ihr (sehr deutscher) Pessimismus in Ehren, aber was wäre die Alternative gewesen? Angriffe ohne Rückendeckung durch den WSR?

    • 19. März 2011 um 09:06 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  61. 71.

    Die Rebellen wollen den Waffenstillstand testen, indem sie demonstrieren. Damit platzt G.s Finte.

    Ausserdem ist eh nix mit Waffenstillstand.
    http://www.nzz.ch/?ticket=ST-160173-B07wK7neClfMe39L3UAM3eWxnHvCIpCTOvL-20

    • 19. März 2011 um 09:24 Uhr
    • FreeSpeech
  62. 72.

    @Hans J.S.

    Danke fürs lesen und überdenken.

    Meine Alternative war, die Ägypter ranzulassen. Aber man kann ein Kamel wohl nicht zum Brunnen schleppen; saufen muss es schon selbst.

    (O.K. völlig verunglücktes Sprachbild ..)

    Ich bin hier belehrt worden, dass die Libyer die Ägypter missachten würden und meine Idee deshalb crap wäre. Auf meine Replik, dass die Libyer sich gerade selbst gründlich missachten und dass schon allein die laufende Missachtung von 1 Mio. Ägyptern im Libyen ein prima Grund für eine Intervention hätte gewesen sein können, wollte dann keiner mehr eingehen…

    Immerhin wird aktuell meine Idee als zentrales Versäumnis für die sich abzeichnende Dauerhängepartie von Leuten zitiert, die auch nicht ganz dumm sind: The US failed to mobilize Egypt for a joint campaign against the Qaddafi regime; aktuell bei debkadotcom…

    Pessimismus… Ich bin kein Brachialpessimist; ich glaube, z.B., dass die Japaner wieder auf die Beine kommen. Ich habe allerdings eine (Revolutions)Romantik-Allergie und bin damit wohl eher etwas Undeutsch.

    Obama (der mir übrigens nicht unsympathisch ist!) ist nun etwas vorgeprescht mit seinen nicht verhandelbaren Diktionen. Hoffentlich wird das nur ein Flop und keine Falle. So; das war jetzt pessimistisch.

    Ich sehe unter dem Mandat zum Zivilistenschutz kaum eine Chance für einen effektiven Entsatz für Aufständische westlich von Bengazi.

    Natürlich kann man argumentieren, dass die Privatbrigaden des G.-Clans nur Tote, Trümmer und Traumatisierte hinterlassen und dann wohl weiterziehen, statt zu „säubern“ und zu sichern. Marodieren ist nicht „säubern“, sondern a) schlimmer und b) militärisch weniger effektiv. Vielleicht kontrolliert G. östlich von Sirte kaum etwas von den Orten, durch welche seine Komplizen (und nicht einfach Anhänger) durchmarodiert sind.

    Ob sich daraus aber ergibt, dass man die Überlebenden solcher „robust incursions“ vor weiteren Heimsuchungen „schützen“ könne, „short of occupation!“ halte ich a) für extrem fraglich und b) für eine böse Falle.

    Der Westen wollte kein Massaker in Bengasi sehen (Non pasaran!); damit verlagert sich jedoch nur das Opferpotential auf die Strecke zwischen Sirte und Bengazi (und einige weiter westliche Punkte, wo immer wieder auch Widerstand aufflackert). Dort nicht einzugreifen wird bald ebenso schwer, wie Bengazi vor die Hunde gehen zu lassen. Doch einzugreifen wäre unabsehbar-abenteuerlich, arg strapatiös für das Mandat und ruinös für den internationalen Konsens.

    Wenn in ein paar Monaten Franzosen und Amerikaner in Libyen auf IED’s laufen und Feuer kriegen von Leuten, die sie schützen wollten und die Öl- und Gasquellen brennen, dann wird es in den Schulbüchern vieler Nichtpessimisten die „heuchlerische westliche Doppelmoral“ und der „schiesswütige Interventionismus der US-Cowboys“ gewesen sein, der die Welt zugrunde gerichtet haben wird.

    Die Machtposition von jemandem wie G. besteht gerade darin, dass er eine Folterzange am westlichen Gewissen hat und die andere Hand am Gashahn (Erd- und Nervengas übrigens).

    Gegenüber G. war Saddam vielleicht noch ein Einfaltspinsel.

    • 19. März 2011 um 10:41 Uhr
    • Thomas Holm
  63. 73.

    Rebellenflieger über Bengazi abgeschossen!

    Wenn das keine Einladung zu Pessimismus ist …

    • 19. März 2011 um 10:56 Uhr
    • Thomas Holm
  64. 74.

    Bruder G. an Sohnemann O.: Zeig mir, wie man Terroristen bekämpft!

    G. ist wie Richard III. auf Crack; wir erleben die Uraufführung der neuen literarischen Gattung „Kontrollierte Farce“.

    Anstatt sich zurückzuziehen gräbt G. jetzt seine dicken Kaliber in den Vororten von Bengazi ein, wo man sie nicht so folgenfrei wegbomben kann, wie in der Wüste zuvor. Ihr wisst schon, wegen collateral damage in der city und den Unwägbarkeiten von Häuserkampf.

    Und dann kommt dieser Rebellenflieger und erzeugt einen verheerend falschen Eindruck. Und G. hat sogar Flak mitgebracht. G. tut einfach was er immer tut: lügen und morden; während das westliche Gewissen von der viel zu knapp bemessenen Resolution gewürgt wird.

    Resolution oder Revolution? Gewissen oder Gesetzlichkeit? Gas oder Gerechtigkeit?

    Die Guten kann man heutzutage einfach viel zu leicht foltern.

    • 19. März 2011 um 11:27 Uhr
    • Thomas Holm
  65. 75.

    Abgeschossener Flieger doch ein böser Flieger? Flak doch gute Flak?

    Hallo?!

    Bitte nicht wieder so eine Brutkastengeschichte!

    Bitte keinen durchsichtigen Schwindel mehr zum Hineintapern in die nächste Kreuzfahrerfalle. Sofortiges Koksverbot für alle PR-Agenturen!

    • 19. März 2011 um 12:34 Uhr
    • Thomas Holm
  66. 76.

    Westen wir immer doppelt schuldig:

    Wegen Verrat an Freiheit und skrupelloser Intervention zugleich!

    Menschliche Schutzschilde sind schon unterwegs; Massaker absehbar. Bengazi wird Mogadisciu; eine Art zweiter Gazastreifen, mit einer allerdings wohl leidlich funtionierenden westlichen Flotillenversorgung.

    Und Großtripolitanien wird das reichste und reformfreudigste Volksemirat der Weltgeschichte mit ständigen Freudenpogromen und Abstimmungen mit den Füssen für ausgewählte Dschihadis und Demokraten.

    Und das schmutzige Öl-Business wird endlich ethisch: Wärme und Wohlstandstreibstoff nicht nur gegen cash, sondern nur noch für wahre Freunde von Minsk bis Peking. Ob Berlin dabei sein darf? Das wird eine echte challange für die deutsche Aussenpolitik. Immerhin konnte Saif zuvor mit Jörg Haider; ob unser Guido das auch stemmt?

    Die Post-Dollar-Weltwirtschaft nimmt Gestalt an.

    Mit seinen letzten Dollars kann der Westen dann den UNHCR für Bengazi (und ein paar Cyreneika-Emirate) bezahlen. Waziristan läßt grüssen!

    • 19. März 2011 um 14:00 Uhr
    • Thomas Holm
  67. 77.

    Frankreich soll 31 Regime-Change Ziele ausgeguckt haben (für eine 2. Runde) darunter G. Palast in Tripoli, meldet debka. Libysches Staatsfernsehen zeigt massenhaftes Einrücken von menschlichen Schutzschilden in die französischen Zielzonen. „People marching to the air strike targes to protect them“ Lib. Staatsfernsehen bei youtube.

    Hätte ich nicht gedacht, dass so weit gepokert wird; mein Eindruck bleibt jedoch, dass G. das durchstehen kann, gestützt allein schon auf seine Bilderhoheit am Boden, was „Begleitschäden“ etc. angeht.

    Zufallstreffer in allen Richtungen sind jetzt natürlich nicht mehr auszuschliessen.

    • 19. März 2011 um 16:50 Uhr
    • Thomas Holm
  68. 78.

    Was man als Staatschef nicht tun darf:

    „No mercy..“ zu einer ganzen Stadt sagen, also reden, wie ein Mafiaboss denkt; mit einer „Fünften Kolonne“ drohen (wenn die Existenz von Fünften Kolonnen evident wird, dann ist Liberalismus Selbstmord); also auch so zu reden, wie Franco aus dem Grabe – das geht nicht; dann schlagen links-liberale Aggroreflexe durch.

    Zivilisten zu beschützen will zwar nicht Partei in einem Bürgerkrieg ergreifen; die modernen Schutzmaßnahmen sehen aber unweigerlich so aus. Außer der Flak wird halt auch command & control zerstört; das ist, auch wenn nicht intendiert, Parteinahme in einem (geleugneten) Bürgerkrieg. Sollen nur lokale Zivilisten geschützt werden, oder auch Zivilisten bei einem Marsch auf Tripoli? Was ist mit schwarzen Zivilisten; was ist mit pro-G. Zivilisten?

    Die Seite, die gewinnt, wird die Zivilisten der Gegenseite nicht schonen; nur reden darüber darf man nicht (wie G. es tat); die Seite, die verliert, wird die Öl- Und Gas Infrastruktur nicht in die Hände der Gegenseite fallen lassen wollen; und darüber darf schon gar nicht geredet werden („verbrannte Wüste“).

    Ein bewaffneter Machtkampf in einem auf höchsten Niveau gescheiterten Staat mit Waffen, Geld Öl und Gasen aller Art und ohne Ende; das ist der Alptraum, der Irak (noch bei weitem) nicht war.

    Nicht nur für den G.-Clan und seine Opfer geht es um Leben und Tod auch für die Anhäger-, d.h. die Komplizen- und Nutzniesserschaft des Regimes geht es um Leben und Tod. Jeder Libyer ist ein wehrloser Zivilist „auf Urlaub“, (n dem Sinne des Zitates von Levine, dass Revolutionäre nur „Tote auf Urlaub“ seien).

    G. ist vom Hofnarren zum Dr. Mabuse mutiert. Es droht den US mit einer Niederlage, wie bei „black hawk down“ in Somalia; er sagt, der Rückwärtsgang der US-Mittelostpolitik sei ein Sieg bin Ladens. Er erklärt damit den Zustand Somalias zu einem siegreichen Zustand; auf solch einem Weg könnte er durchaus einiges erreichen; und das kann keine cruise missle und keine F – 16 verhindern.

    • 20. März 2011 um 10:46 Uhr
    • Thomas Holm
  69. 79.

    Arabische Öffentlichkeit:

    Alle sind sich einig, dass G. weg muss. Es sei anders, als 2003 im Irak. Warum eigentlich? Saddam war doch wohl auch ein Unsymph, oder?

    Nun ja, der Unterschied ist, Saddams Opfer waren mehrheitlich Schiiten (und Kurden) ….

    • 20. März 2011 um 11:41 Uhr
    • Thomas Holm
  70. 80.

    Kreuzfahrer aus Stuttgart unter Führung von General Schinken (Ham) und keiner regt sich auf; wirklich die Welt hat sich geändert.

    africom.mil ist die Homepage von:
    General Carter Ham, Commander, U.S. Africa Command STUTTGART, Germany

    • 20. März 2011 um 12:46 Uhr
    • Thomas Holm
  71. 81.

    Mission präzisiert:

    Gen. Mark Kimmit: Separate G. from his forces …
    aktuell bei CNN auch auf youtube

    So soll wohl die Brücke geschlagen werden vom Zivilistenschutz zum Regimechange.

    Christopher Dickey von Newsweek bei CNN: Divide Libya, protect Bengazi…; wenn G. das übersteht then we gonna see a divided country, a protrackted struggle; etwas wofür der Westen nicht den stomache hat.

    Laut Reuters verteilt G. Waffen an über 1 Mio. Anhänger; das reicht für ziemlich viel Terrorismus (und soll es ja auch offiziell von G. aus); es wäre dann allerdings wohl kein „islamistischer Terrorismus“ mehr.

    • 20. März 2011 um 14:11 Uhr
    • Thomas Holm
  72. 82.

    Hihi Gaddafi bekommt ganz schön die Hucke voll.

    Sieht so aus als würden da noch ein paar alte Rechnungen beglichen.

    • 20. März 2011 um 14:24 Uhr
    • FreiWay
  73. 83.

    Alle sind sich einig, dass G. weg muss. Es sei anders, als 2003 im Irak. Warum eigentlich? Saddam war doch wohl auch ein Unsymph, oder?

    Nun ja, der Unterschied ist, Saddams Opfer waren mehrheitlich Schiiten (und Kurden) … und reiche Golfstaatler.

    Vor allem aber pflegte Gaddafi andere arabische Eliten (und zuweilen nicht nur die) zu verhöhnen und machte einen auf Panafrikaner. Da konnte er den USA und Israel denkbar fern stehen, sowas erzeugt in der arabischen Welt keine annähernd breite Popularität. Und auch wenn Westlern das Charisma arabischer Führer nicht wirklich einleuchtet, weil sie mit Saddam vergleichbare „Vaterfiguren“ aus ihrer Geschichte kennen und ihnen Träger urtümlicher Bärte erst recht fremd erscheinen, so folgt daraus eben nicht, dass arabische Bevölkerungen stets einen ganz anderen Sinn für ein bizarres politisches Auftreten haben.

    • 20. März 2011 um 14:48 Uhr
    • N. Neumann
  74. 84.

    AJE zeigt Hinterlassenschaft von französischen Präzisionstreffern auf Kolonne aus 14 (!) Panzern und 20 Lastwagen in Vorort von Bengazi.

    Von den 48 Toten, die G. vorzeigt, heißt es, die kämen halt aus den Kühlhäusern, wo das Regime genug Tote auf Vorrat hat.

    Alles überschlägt sich vor Begeisterung über das tolle westliche Waffenarsenal. „Victory by proxy“ ist plötzlich nicht mehr ehrenrührig. Das hat man wohl nicht wissen können; eine Chance, die der Westen nicht geahnt hat und die Ägypten verpasst hat.

    Die Libyer haben nichts (mehr) gegen Schützenhilfe einzuwenden.

    Ist auch völlig menschlich, normal und natürlich.

    Es bleibt jedoch bei dem Problem, dass noch nicht absehbar ist, wie man verhindern kann, dass G. sich mit dem Zugriff auf das ÖL und mit ca. 1 Mio bewaffneten Anhängern als Super-Warlord eines de-facto Mafia-Staates konsolidieren kann.

    Ein superreiches Absurdistan, vor dessen Launen die reichen Golfmonarchien jetzt schon Angst haben, weswegen es mit deren Militärbeteiligung auch so harpert.

    G. auf dem Weg zu einem arabisch-afrikanischen Carlos ganz ohne den belastenden Mummenschanz der Wahabis und ohne spaltende formale Konfessionsdifferenz wie bei Hizbullah und Co.

    Vielleicht ist G.s kometenhafter Bösewicht-Aufstieg einfach auch das Ende der Karriere bin Ladens als islamistisches „Widerstands“-Phänomen.

    • 20. März 2011 um 14:55 Uhr
    • Thomas Holm
  75. 85.

    AJE berichtet aus Misurata: G. ist dabei, die Stadt vollständig zu zerstören. Anrufer verlangt nach Zerstörung von „power-basis in Tripoli“ und Abschneidung des Nachschubs für G.s Milizen auf der gesamten Küstenlinie. Ansatzweise geschehe das bereits. Schande auf Russland, China und den „Verrückten von Caracas“. Der Westen soll noch viel mehr tun….

    Ein Paradigmenwechsel zeichnet sich ab:

    Das Elend der arabischen Massen kommt nicht von Kolonialismus, Imperialismus, etc. sondern von arabischen Mafiapotentaten, egal ob sie im Westen gelitten sind oder nicht.

    Ein massenhaftes Vernunftphänomen greift um sich!

    Wahnsinn! Wo bleiben die Verrückten? Ich vermisse sie schon…

    Salafisten, Jihadisten, sagt doch auch mal wieder was!!!!

    • 20. März 2011 um 15:32 Uhr
    • Thomas Holm
  76. 86.

    (Pro-Gaddafi-)Stellungnahme der afghanischen Taliban:

    The Islamic Emirate of Afghanistan calls on the people of Libya through this statement to take the initiatives of the situation in their own hands and do not let others to play with their destiny.
    As a Muslim people, they should know their obligation and fulfill their Islamic and national duty, in order that the internal and external enemies will not find chance to make them scapegoat for their warmongering policy.
    Similarly, we remind the Islamic Ummah and the rulers of the Islamic world not to remain neutral in this conflict facing the Libyan people but rather should play their role in this issue being in line with the interests of Islam and the believing people of Libya to enable this nation not only to wriggle free from the current crisis but also save itself from the tentacles of the foreign colonialism in the long-term.

    The Islamic Emirate of Afghanistan.
    20.3.2011

    http://blogs.aljazeera.net/live/africa/libya-live-blog-march-20-0

    • 20. März 2011 um 15:39 Uhr
    • Publicola
  77. 87.

    Secretary of State Hillary Clinton called into the meeting over the phone, a State Department official confirmed. She was traveling in the region to get a first-hand look at how the new U.S. Middle East strategy is being received across the Arab world. Denied a visit with Egyptian youth leaders on the same day she strolled through Tahir Square, Clinton may have been concerned that the United States was losing the battle for the hearts and minds of the Arab youth at the heart of the revolution.

    http://thecable.foreignpolicy.com/posts/2011/03/18/how_obama_turned_on_a_dime_toward_war

    • 20. März 2011 um 15:46 Uhr
    • M. Riexinger
  78. 88.

    @ Th. Holm 85:

    Salafisten, Jihadisten, sagt doch auch mal wieder was!!!!
    ——————————

    Die melden sich – leider – in Amman zu Wort:

    http://www.memritv.org/clip/en/2851.htm

    Ihrer Prognose eines Paradigmenwechsels würde ich insgesamt zustimmen wollen.

    • 20. März 2011 um 15:47 Uhr
    • Manfred Mustermann
  79. 89.

    Es bleibt jedoch bei dem Problem, dass noch nicht absehbar ist, wie man verhindern kann, dass G. sich mit dem Zugriff auf das ÖL und mit ca. 1 Mio bewaffneten Anhängern als Super-Warlord eines de-facto Mafia-Staates konsolidieren kann.

    Der Machtkampf in Libyen mag noch lang, eklig und kompliziert werden.

    Aber abgesehen davon, dass man 1 Mio bewaffnete Anhänger nicht allzu wörtlich nehmen sollte, spricht wenig dafür, dass der erweiterte Kreis der von Gadaffi Begünstigten mehrheitlich bereit ist, sein Leben für Gaddafi zu lassen. Lieber ein Leben mit weniger Begünstigungen und niedrigerem sozialem Status, als gar keins mehr. Sofern die oppositionellen Kräfte weiterhin so klug sind und Überläufer sowie Leute, welche die Waffen nieder legen, in der Regel willkommen heißen oder zumindest nicht massakrieren, dürfte dieses Kalkül dominant sein, und die Furcht, im Falle von Nichtmehr-Gefolgschaft gegenüber Gaddafi umgebracht zu werden, größer.

    Zumal hat die Gefolgschaft gegenüber Gaddafi kein in dem Maße starkes ideologisches Element, wie es etwa bei jener gegenüber Chamenei und Amahdineschad der Fall ist.

    Und auch wenn Gaddafi in der Zwischenzeit buchstäblich wieder Boden gut gemacht hat, deuten die bereits erfolgten Absetzbewegungen von Leuten aus dem inneren und äußeren Kreis des Regimes (die nicht sämtlich aus Libyens Osten stammen) nicht eben darauf hin, dass sie diesem mittelfristig eine Überlebenschance geben. Dieses Verhalten lässt sich ja eben nicht allein aus sozialmoralischen Motiven erklären, sondern ist auch dem persönlichen Interessenkalkül geschuldet, am Ende nicht auf der Seite des Verlierers zu stehen.

    • 20. März 2011 um 15:48 Uhr
    • N. Neumann
  80. 90.

    (Pro-Gaddafi-)Stellungnahme der afghanischen Taliban:

    @ Publicola

    Das scheint taktisch-ideologisch nicht klug.

    • 20. März 2011 um 15:59 Uhr
    • N. Neumann
  81. 91.

    4:30pm
    Amr Moussa, the head of the Arab League says that Arabs did not want military strikes by Western powers that hit civilians when the League called for a no-fly zone over Libya, saying:

    What is happening in Libya differs from the aim of imposing a no-fly zone, and what we want is the protection of civilians and not the bombardment of more civilians.

    Auch erhöht Amr Musa mit diesem lupenreinen „Damned if you do – Damned if you don’t“ wahrscheinlich eher nicht seine Wahlchancen zum ägyptischen Präsidenten.

    • 20. März 2011 um 16:07 Uhr
    • N. Neumann
  82. 92.

    Al Jazeera team held in Libya

    Muammar Gaddafi’s security forces have arrested four Al Jazeera Arabic journalists and are holding them in Tripoli.

    http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2011/03/201132082949535527.html

    Taktisch auch nicht klug.

    • 20. März 2011 um 16:13 Uhr
    • N. Neumann
  83. 93.

    @ MR

    Wie wird auf Al Jazeera Arabic kommentiert?

    • 20. März 2011 um 16:15 Uhr
    • N. Neumann
  84. 94.

    +++ Westerwelle: Bundeswehr nicht nach Libyen +++
    [12.54 Uhr] Deutschland bleibt bei seiner Haltung: Die Bundeswehr wird sich nach den Worten von Außenminister Guido Westerwelle nicht am Militäreinsatz gegen Libyen beteiligen. „Die Bundeswehr wird nicht nach Libyen geschickt“, sagte Westerwelle in Berlin.

    Wer hat das gleich nochmal gefordert?! Was für ein mieser Populist.

    Der Eindruck, dass sich Deutschland mit dieser Haltung in der Europäischen Union isoliere, sei „völlig falsch“. Westerwelle sagte, Deutschland und seine Partner teilten das Ziel, Gaddafi abzulösen. Der Außenminister kündigte an, Deutschland werde fünf Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Libyen bereitstellen. Damit soll unter anderem Flüchtlingen geholfen werden.

    +++ Iran verurteilt Luftschläge als „neuen Kolonialismus“ +++

    [12.29 Uhr] Laut „Guardian“ verurteilte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums die alliierten Militäroperationen in Libyen als „neue Form des Kolonialismus“. Er warnte das libysche Volk: „Diese Länder kommen mit verführerischen Werbesprüchen, verfolgen aber nur das Interesse, das Land zu beherrschen.“

    • 20. März 2011 um 16:30 Uhr
    • N. Neumann
  85. 95.

    @ NN

    Es wird gerade aus dem Jemen berichtet.

    • 20. März 2011 um 16:40 Uhr
    • M. Riexinger
  86. 96.

    @N. Neumann

    Der Amr Moussa ist schon vor Beginn der Angriffe auffällig geworden. Er redete von einem eingehaltenen Waffenstillstand, obschon die Wlet wusste, dass dem nicht so war.

    Was ist wohl seine Motivation, frage ich mich.

    • 20. März 2011 um 16:46 Uhr
    • FreeSpeech
  87. 97.

    – 1 – Deutschlands neue Verbündete und neuen Intim-Freunde:

    Auf die Frage, ob sich Deutschland mit der Enthaltung im Sicherheitsrat isoliert habe, sagte Westerwelle, auch Länder wie Brasilien, Russland, China und Indien hätten sich enthalten

    – 2 – Darüber waren alle EU-Mitglieder, alle früheren Polit-Freunde und ehemaligen Polit-Verbündete hocherfreut und haben unserem Westerwelle und dem neuen Deutschland voll tiefster Dankbarkeit die Hände gedrückt und den deutschen Außenminister und sein Land voll hellstem Entzücken umarmt:

    Deutschland habe für seine Entscheidung den Respekt seiner europäischen Partner. Dies sei auch in Gesprächen zum Ausdruck gekommen

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/wir-werden-uns-nicht-an-einem-krieg-beteiligen/3963418.html

    • 20. März 2011 um 16:46 Uhr
    • Publicola
  88. 98.

    @N. Neumann

    G. hat auch eine Schiffsbesatzung aus Italien festnehmen lassen. Ich denke, der greift auf seine übliche Methode zurück: Geiseln.

    • 20. März 2011 um 16:48 Uhr
    • FreeSpeech
  89. 99.

    Hier in Aarhus war heute mittag Sandmonkey, einer der bekanntesten ägyptischen Blogger zu einem Vortrag. Er begann mit Dank dafür, dass sich auch dänische Flieger am Kampfeinsatz beteiligen. Mann war Deutschsein mal wieder peinlich…

    • 20. März 2011 um 16:52 Uhr
    • M. Riexinger
  90. 100.

    @ FS

    Link zur Geiselnahme?

    • 20. März 2011 um 16:52 Uhr
    • M. Riexinger
  91. 101.

    @ FS
    Amr Moussa ist ein alter, d.h. gewiefter, Politiker, der als Arab.Liga-Vorsitzender und Ägypter (diverse Potentaten, zuletzt Mubarak) sicherlich durch die diversesten Variationen einer ‚Scylla-und-Charybdis‘ (Σκύλλα και Χάρυβδις)unbeschädigt und einigermaßen erfolgreich (was immer das heißen mag) segeln musste, segeln wollte und gesegelt ist. – Meine bescheidene Vermutung.

    • 20. März 2011 um 16:52 Uhr
    • Publicola
  92. 102.

    @MR

    google tripolis besatzung italienisches Schiff
    ergibt zb
    http://www.bild.de/BILD/politik/2011/03/20/libyen-angriffe/die-aktuelle-lage-im-live-ticker.html
    dort 11.23

    • 20. März 2011 um 16:57 Uhr
    • FreeSpeech
  93. 103.

    Was ist wohl seine Motivation, frage ich mich.

    @ MR

    Wahrscheinlich ist er als Generalsekretär der Arabischen Liga a) arabischen Staatsführungen verpflichtet, die die Intervention (eigentlich) nicht für gut heißen können und baut b) darauf, dass Bilder von Toten in Libyen von arabischen Bevölkerungsmehrheiten bald (auch) dem Westen angelastet werden.

    Insofern sieht er sich mit seiner Wasch-mir-den-Pelz-aber-mach-mich-nicht-nass-Argumentation auf der sicheren Seite.

    • 20. März 2011 um 16:58 Uhr
    • N. Neumann
    • 20. März 2011 um 17:01 Uhr
    • Publicola
  94. 105.

    @ NN

    Flugzeuge aus Qatar fliegen jetzt angeblich auch nach Libyen.

    • 20. März 2011 um 17:03 Uhr
    • M. Riexinger
  95. 106.

    Hallo, ihr Lieben, da seid Ihr ja wieder..

    Paradigmenwechsel:

    Die Taliban sagen, dass das Libysche Volk einen schweren Fehler begehe.

    „As a Muslim people, they should know their obligation and fulfill their Islamic and national duty…“ das ist doktrinäres Gejammer aus einem auch wohl schon gefühlten Abseits heraus; frustriert und oberlehrerhaft. Insofern wenigstens ehrlich. So fühlt sich das an, wenn die Massen von der Fahne gehen.

    Den memri-clip habe ich leider noch nicht zum Laufen gekriegt.

    Und über die Stellunggnahme der arabischen Liga macht sich sogar die AJE Blondine vom Dienst in Tripoli lustig… „What did they think they signed up for..“ Diese Anita von Tripoli wird mir richtig sympathisch; wäre schade, wenn sie als menschliches Schutzschild draufginge. (Ich meine, echt..)

    Bei AJE: Chefkommentator Marwan B. bittet sinngemäß um Verständnis für Schwäche und Unfähigkeit der Arab. Liga bezügl. der Stellungnahme.

    In der Vergangenheit war er wirklich immer konsequent subtil antiwestlich; aber bei Libyen scheint sich auch für ihn das Paradigmum zu drehen.

    Der Stolz ist halt verletzt; aber statt einer „kosmischen Verschwörung“ blickt man jetzt wohl eher dem Bankrott der eigenen Zivilisation ins Auge. So als hätten sie alle heimlich Hamed Abdel-Samads Buch gelesen.

    Die dummstolze Arroganz, die so nervt(e) die ganze Zeit, ist auf einmal wie weg aus dem Gejammer. Erfrischend. Wenn man das zusammennimmt mit dem „Fuck-Hamas“ Trend im Gazastreifen (ok, ist noch klein) dann konturiert sich doch eine Gezeitenwende.

    Die Iranische Propaganda spricht die Libyer noch so an, als seien sie blind .. sehen nicht die kolonialistische Agenda .. während die Taliban so ehrlich sind, zu sagen dass die Libyer vom Pfade der Tugend abweichen und die Ummah schädigten (also die islamistische Einbildung von einem kosmischen an-einem-Strang-ziehen aller Fünfmal-Beter).

    • 20. März 2011 um 17:06 Uhr
    • Thomas Holm
  96. 107.

    Sonst vorwiegend Bericht, aber aus Benghazi.

    • 20. März 2011 um 17:09 Uhr
    • M. Riexinger
    • 20. März 2011 um 17:13 Uhr
    • Publicola
  97. 109.

    Jetzt gerade Zerstörungen, Schwerpunkt liegt auf den Libyern, wenig über den westl. Kampfeinsatz.

    • 20. März 2011 um 17:17 Uhr
    • M. Riexinger
  98. 110.

    Jetzt gerade Rede. Aggession gegen den Islam etc.

    • 20. März 2011 um 17:18 Uhr
    • M. Riexinger
  99. 111.

    Jetzt detailierte Darstellung der Luftangriffe.

    • 20. März 2011 um 17:21 Uhr
    • M. Riexinger
  100. 112.

    Jetzt Interview mit Hague.

    • 20. März 2011 um 17:24 Uhr
    • M. Riexinger
  101. 113.

    Dänische Linkssozialisten würden auch den EInsatz von Bodentruppen nicht ablehnen.

    http://www.information.dk/telegram/262958

    • 20. März 2011 um 17:34 Uhr
    • M. Riexinger
  102. 114.

    Schade, dass Karneval schon vorbei ist:

    Ein Wagen mit

    „Deutsche Kadaffi-Mudschheddin“

    das wäre ein Küller geworden; übrigens bestimmt auch mit positiver migrantischer Beteiligung. Stellt euch vor: Ein (natürlich nur klischeemäßig) übelgelaunte Aggromigrant von nebenan, verkleidet als Hannibal oder Saif mit überschminken Discogirlies drumrum.

    Ein Heidenspass für alle wäre das geworden.

    Libyafeb17 gibt Amr Moussa gut Zunder (wegen der arab. Liga Stellungnahme).

    Wenn ich hier die Wahrnehmungeines Paradigmenwechsels promote, dann sollte ich vielleicht darauf hinweisen, dass ich gerade so etwas mir nicht vorgestellt habe. Ich war bis zum Beschluss des Sicherheitsrates davon ausgegangen, dass die Weltgemeinschaft die Libyer hängen läßt, wegen der Selbstbindungen an Stabilität und Business, sowie wegen der Traumatisierung nach Irak und Afghanistan.

    An ein Aufplatzen von westlichen Freiheits- Schutz- und Beistandsinstinkten habe ich nicht geglaubt. Ich fand Sarkozys Aufbegehren als Versuchsballon sympathisch, habe aber keineswegs daran geglaubt, dass dieses feeling durchschlägt.

    Alle Schwierigkeiten, die mit dem mafiösen Charakter des G.Regimes verbunden sind, bleiben; aber das Gewicht des antiwestlichen Ressentiments ist dramatisch reduziert. Gas-, Terror- und andere Katastrophen können immer noch kommen; aber der Verdacht einer klammheimlichen Freude am Terror beim Bartträger von nebenan ist, nach meiner Wahrnehmung, auf einmal aus dieser Welt weg. Ich erlebe seit Stunden eine Zunahme an gefühlter Lebensqualität.

    • 20. März 2011 um 17:46 Uhr
    • Thomas Holm
    • 20. März 2011 um 17:50 Uhr
    • N. Neumann
  103. 116.

    – 1 – Vorbereitung

    5:55pm: British special forces have been on the ground in Libya for weeks, preparing for possible operations, says German newsmagaine Focus.
    Members of the Special Air Service and Special Boat Service have reportedly been noting the locations of potential targets, such as fighter jets and communications facilities.

    – 2 – Militärische Einsätze –

    5:49pm: … we understand each of the contributing nations has their own codename for enforcing UN Security Council resolution 1973:
    Operation Odyssey Dawn – The US military operation.
    Operation Ellamy – The UK military effort
    Operation Mobile – The Canadian component.
    Operation Harmattan – The French military operation.

    http://blogs.aljazeera.net/live/africa/libya-live-blog-march-20-0

    • 20. März 2011 um 17:52 Uhr
    • Publicola
  104. 117.

    @ P

    -1- Halte ich für eine Ente.

    • 20. März 2011 um 18:03 Uhr
    • M. Riexinger
  105. 118.

    @ MR

    Wahrscheinlich.

    Und vielleicht kommt Gesine Lötsch auf die Idee, die Bundeskanzlerin dazu aufzufordern, sofort den britischen Botschafter einzubestellen.

    • 20. März 2011 um 18:08 Uhr
    • N. Neumann
  106. 119.

    @ NN

    Nein David Cameron wegen der Planung eines Angriffskrieges zu verklagen.

    Aber ich wundere mich ja, wer jetzt auf einmal alles NeoCon ist. Der Entzug scheint zu wirken.

    • 20. März 2011 um 18:14 Uhr
    • M. Riexinger
  107. 120.

    @MR, P

    Über britische Spec. Forces hatte debka von Anfang an berichtet.

    AJE berichtet von Stimmungskrise in Tripoli, vereinzelt Absetzbewegungen, Regime organisiert stimmungsvolle Opferbegräbnisse; Anita dazu: … we have no reason to believe … echt mutig.

    • 20. März 2011 um 18:16 Uhr
    • Thomas Holm
  108. 121.

    ad 117 –
    @ MR Halte ich für eine Ente.
    Vermute ich inzwischen ebenfalls.

    Sich abzeichnende Probleme:

    – Gaddafis radarimmunes Flugabwehrraketensystem weiterhin intakt –
    – Uneinigkeit über taktische Reichweite und strategisches Ziel innerhalb der Anti-Gaddafi-Koalition-

    – genauere Begründung für Amr Moussa’s changierende Kommentierung des Militäreinsatze –
    … Saudi Arabia, Syria and Egypt object to outside military intervention in Libya, although they are keeping quiet for now. Most other Arab rulers are furious with Arab League Secretary Amr Moussa for claiming he spoke for them all when he voiced support for the Arab Revolt.
    Feeling the heat, Moussa Sunday criticized the coalition air strikes against Libya as unacceptable and said they should be stopped. He pulled the rug embarrassingly from under the UK-French boast of a broad European-Arab consensus for the military operation.

    – keine afrikanischen Staaten als Partner der Ant-Gaddafi-Koalition –

    – nur begrenzte, kurzfristige Wirksamkeit der Lufwaffeneinsatzes –

    – das grundsätzliche Problem des Non-Fly-Zone-Einsatzes ist abhängig von der realen Quantität der Gaddafi-Anhänger –
    he would arm a million Libyans to take up arms for him. This sort of resistance will be hard to break by air or missile bombardment

    Quelle: Artikel „Coalition shows first cracks as Qaddafi digs in for guerrilla war“ – DEBKAfile Special Report March 20, 2011
    http://www.debka.com/article/20786/

    • 20. März 2011 um 18:39 Uhr
    • Publicola
  109. 122.

    Ausländische Journalisten werden zu G.s Wolfsschanze Bab al-Aziziyah gekarrt, meldet libyafeb17. Ich habe dort eben die 5.305 Kerze für Mohammed Nabbous vom livestream Bengazi entzündet. Mitten in einem ohnenbetäubenden Geballer bricht am Samstag, dem 19. auf einmal die Technik ab. Stunden später gibt seine Witwe seinen Tod bekannt.

    Alles klingt völlig anders als beim jihadistischen Märtyrersterben; beim Reinhören empfiehlt es sich, vorsorglich Taschentücher bereit zu halten.

    „With the likes of Germany and Russia urging caution….“

    Während Deutschland, Russland und Konsorten zur Vorsicht mahnen …

    Aus einer Sendungsankündigung von AJE vor dem Sicherheitsratsbeschluß (Empire vom 12.3.) Boah, wie peinlich …

    Es können noch Tausend Sachen schiefgehen, aber es wird nichts mehr so reflexhaft gebongt wie seit 2001, bzw. 2003!

    • 20. März 2011 um 18:44 Uhr
    • Thomas Holm
  110. 123.

    PS
    Vermutlich wird vieles davon abhängig sein,
    ob Gaddafis Unterstützung lediglich aus Söldnern und Getreuen seines Stammes besteht,
    wie weit er Unterstützung innerhalb der Bevölkerung Libyens (Stämme) (immer noch oder erneut) genießt,
    ob diese Unterstützung sich schmälert oder sich verbreitert.

    Von dem PC-Bildschirm in Deutschland aus – wie in meinem Falle – ist das wohl kaum beurteilbar.

    • 20. März 2011 um 18:45 Uhr
    • Publicola
    • 20. März 2011 um 19:14 Uhr
    • M. Riexinger
  111. 125.

    OT

    Bei wem au&szliG,er mir bringt dieser Blog Mozilla öfters zum Absturz?

    • 20. März 2011 um 19:31 Uhr
    • M. Riexinger
  112. 126.

    @ NN

    Nein David Cameron wegen der Planung eines Angriffskrieges zu verklagen.

    Wir warten auf das Gutachten von Norman Paech sowie das entsprechende Spon-Interview von Matthias Gebauer und John Goetz.

    • 20. März 2011 um 19:50 Uhr
    • N. Neumann
  113. 127.

    Bei wem au&szliG,er mir bringt dieser Blog Mozilla öfters zum Absturz?

    Bei mir wahrscheinlich nicht.

    Nimm Chrome als Zweitbrowser, funktioniert bei mir gut.

    • 20. März 2011 um 19:53 Uhr
    • N. Neumann
    • 20. März 2011 um 20:01 Uhr
    • M. Riexinger
  114. 129.

    @ NN

    Dafür sehe ich eigentlich keinen Grund, solange der Browser nur bei einer spezifischen Seite abstürzt und sich dabei alle Seiten ungefragt merkt. Manchmal nervt’s trotzdem…

    • 20. März 2011 um 20:02 Uhr
    • M. Riexinger
  115. 130.

    @M. Riexinger

    Deutschland war mal ein Rechtsstaat.

    • 20. März 2011 um 20:22 Uhr
    • FreeSpeech
  116. 131.

    ad 128 – MR – Westerwelle kann kein Französisch
    (ich meine die Sprache)

    • 20. März 2011 um 20:35 Uhr
    • Publicola
  117. 132.

    Habe zuweilen ebenfalls Probleme mit Firefox.

    Dann schleße ich zunächst den Browser und klicke ihn dann erneut an.

    Oder: Ich schalte den PC aus (d.h. fahre ihn herunter) und versuche es dann mit neuhochgefahrenem PC erneut.

    Oder: Manchmal benutze ich auch einfach mal für eine kürzere Zeit den ansonsten nicht von mir benutzten Explorer. Nach einiger Zeit funktioniert dann auch wieder der Firefox.

    • 20. März 2011 um 20:40 Uhr
    • Publicola
    • 20. März 2011 um 22:44 Uhr
    • N. Neumann
  118. 134.

    Firefox 3 stürzt hier andauernd ab.

    Version 4 läuft ohne Probleme.
    http://www.mozilla.com/de/firefox/RC/

    • 20. März 2011 um 22:58 Uhr
    • Tschaeka
  119. 135.

    Anita von Tripoli (AJE) berichtet, dass zum Begräbnis in der Hauptstadt die Leichen fehlten, dass alles etwas surreal sei und man sich fragen müssen for whose consumption that is. Dafür sei aber die Stimmung sehr Anti-Sarkozy gewesen. Das war live; taucht vielleicht in der Zusammenfassung nicht mehr auf.

    8000 Tote melden die Aufständischen; drive-by shootings in Bengazi (5. Kolonne; Franco läßt grüssen) sowie Bombentreffer und Abwehrfeuer im militärischen Zufluchtskomplex von G. Bab al-Aziziya.

    • 21. März 2011 um 00:20 Uhr
    • Thomas Holm
  120. 136.

    [23.56 Uhr] Die Nato bleibt tief gespalten und sucht weiter ihre Rolle im Libyen-Konflikt: Auch nach mehreren stundenlangen Sitzungen konnten sich die Botschafter der 28 Mitgliedsstaaten nicht auf ein Mandat für die Überwachung der Flugverbotszone einigen. „Vor allem die Türkei blockiert“, zitiert die dpa einen Diplomaten. Die Türkei, die sich nicht an dem Militäreinsatz beteiligt, habe die zivilen Opfer des Einsatzes beklagt

    Wohlgemerkt nicht: zivile Opfer Gaddafis. Womit sie vorsorglich unbestätigte Meldungen übernimmt, um nicht zu sagen die Propaganda des Regimes.

    und vor negativen Folgen für das Militärbündnis gewarnt.

    D.h. im Klartext: Vor Negativen Folgen für ihr gutes Verhältnis zu Gaddafi.

    Prognose: Ebenso wie sich die Türkei dem iranischen Regime als Mittler angeboten hat, wird sie sich auch in diesem Konflikt noch als Mittler anbieten.

    • 21. März 2011 um 00:41 Uhr
    • N. Neumann
  121. 137.

    Meine Prognose war überholt:

    Istanbul (dpa) – Ankara hat sich zur Überwachung einer stabilen Waffenruhe der Konfliktparteien in Libyen bereit erklärt. «Die Türkei ist bereit, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um ein Ende des Leids zu erreichen», zitierten türkische Medien Außenminister Ahmet Davutoglu.

    «Sollten aber die Bemühungen für ein Endes des Leids scheitern, sind die nächsten Schritte in der UN-Resolution 1973 klar dargelegt.» Davutoglu forderte ein sofortiges Ende der Angriffe auf Wohngebiete und den Schutz von Zivilisten.

    Die libysche Führung unter Machthaber Muammar al-Gaddafi hat internationale Beobachter ins Land eingeladen, um die Einhaltung einer Feuerpause zu überwachen. Diese sollten aus Deutschland, China, Malta und der Türkei kommen. Der UN-Sicherheitsrat hatte kurz zuvor ein Flugverbot über dem nordafrikanischen Land beschlossen und militärische Zwangsmittel als Möglichkeit gebilligt.

    http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1129175

    • 21. März 2011 um 01:04 Uhr
    • N. Neumann
  122. 138.

    @ P # 131

    Sau.

    • 21. März 2011 um 08:14 Uhr
    • M. Riexinger
  123. 139.

    Ghadhafi ruft zum Marsch auf Benghazi auf

    Nachdem seine Panzer auf dem Weg nach Benghazi von der französischen Luftwaffe zerstört wurden, will der libysche Staatschef Muammar al-Ghadhafi nun Tausende seiner Anhänger dorthin marschieren lassen.

    Die staatliche Nachrichtenagentur Jana meldete in der Nacht auf heute, Ghadhafi habe sich mit Mitgliedern eines Volkskomitees getroffen, um diesen «grünen Marsch» nach Benghasi zu organisieren.

    Die «Demonstranten», zu denen Abgeordnete der verschiedenen Stämme des Landes gehören sollten, würden sich «mit Olivenzweigen in der Hand» in friedlicher Absicht auf dem Weg in die Stadt im Osten machen, hiess es. Sie würden jedoch von bewaffneten Bürgern begleitet, da die andere Seite ebenfalls bewaffnet sei. Ziel dieser Demonstration sei es, die Pläne der Ausländer zu durchkreuzen, die Libyen zersplittern und ausplündern wollten. (sda)

    Wer marschiert da freiwillig, wenn Bewaffnete dabei sind zum „Schutz“?

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/die-arabische-revolution/Rakete-zerstoert-Ghadhafis-Kommandozentrale/story/18573688?dossier_id=852
    06:50

    • 21. März 2011 um 08:18 Uhr
    • FreeSpeech
  124. 140.

    @ NN

    „Deutschland, China, Malta und der Türkei“

    So tief sind wir schon gesunken.

    • 21. März 2011 um 09:55 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  125. 141.

    Sendet das staatliche Fernsehen in Libyen noch? Mir fehlen die wirren Erklärungen des Königs aller Könige.

    • 21. März 2011 um 10:20 Uhr
    • FreeSpeech
  126. 142.

    Three top Yemeni army generals have declared their support for anti-government protesters seeking the resignation of the country’s president, Ali Abudullah Saleh.

    Brigadier Ali Mohsen Saleh, the head of the north western military zone and the head of the first armoured division, said on Monday that he had deployed army units to protect the protesters.

    Two more generals rallied behind Brigadier Saleh soon after

    http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2011/03/2011320180579476.html

    • 21. März 2011 um 10:58 Uhr
    • Andreas Wetter
  127. 143.

    138 – @ MR
    Sau – Verantwortung Es war die Göttin Kirke (Circe), die die Männer in Schweine verwandelt hat, bzw. durch ihre becircenden Zauberkünste dafür sorgte, dass hinsichtlich der Männer die Sau rausgelassen wurde.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kirke

    • 21. März 2011 um 11:03 Uhr
    • Publicola
  128. 144.

    OT:

    Stichwort „Medienaufmerksamkeit“:

    The Qur’an was soaked in kerosene for an hour before being set alight while onlookers took pictures.

    Jones defended his involvement saying he had attempted to :” give the Muslim world an opportunity to defend their book” but received no response.

    http://www.newstime.co.za/WorldNews/Florida_Preacher_Burns_Quran_As_Pastor_Terry_Jones_Watches_On/22795/

    • 21. März 2011 um 11:29 Uhr
    • Andreas Wetter
  129. 145.

    An old woman, in her late 70s at least, I’m told, entered the bank to collect her 500 Libyan dollars ($410; £253) in state aid announced a couple of weeks ago.

    There were two long queues – one for men and one for women. She stood in the men’s queue.

    The men urged her to move to the women’s section. „Why?“ she challenged.

    A man told her: „Ya haja [a term of respect for an elderly woman] this line is for men, women is the other one“.

    She loudly replied: „No. All the men are in Benghazi.“

    The room is said to have been stunned into silence and she remained in her place until her turn came and she walked out with her money.

    http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-12803282

    • 21. März 2011 um 11:52 Uhr
    • Andreas Wetter
  130. 146.

    @ AW:

    Jones defended his involvement saying he had attempted to :” give the Muslim world an opportunity to defend their book” but received no response.

    auch ganz nett:

    Sunday’s event was presented as a trial of the book in which the Qur’an was found „guilty“ and „executed“.

    Hahaha.:D Meint er das ernst?

    In der Annahme dass ‚Ja‘ die wahrscheinliche(re) Antwort auf diese Frage ist, bin ich versucht zu konstatieren, dass der gute Jones schlichtweg nicht mehr alle Latten am Zaun hat.

    Abgesehen davon wäre es das beste, diese Aktion (mit sage und schreibe 30 Teilnehmern) zu ignorieren. Ohne besagte ‚Medienaufmerksamkeit‘ würde das ganze – auf gut Deutsch – kein Schwein interessieren.

    bezüglich #145:

    Sehr schön. :-)

    • 21. März 2011 um 12:15 Uhr
    • Manfred Mustermann
  131. 147.

    n-tv sagt:

    +++ 10.38 Gaddafi-Sohn getötet +++
    Ein Sohn Gaddafis wird offenbar Opfer eines Kamikaze-Piloten. Chamies al-Gaddafi sei in einem Krankenhaus an den Folgen schwerer Brandverletzungen gestorben, heißt es aus Tripolis. Ein Pilot der libyschen Luftwaffe hatte sich vor einigen Tagen mit seinem Kampfjet absichtlich auf den Stützpunkt Bab al-Asisija gestürzt, in dem Gaddafi und seine Familie leben.

    • 21. März 2011 um 12:45 Uhr
    • Manfred Mustermann
  132. 148.

    @Manfred Mustermann

    Die Ironie geht weiter: Wenn der Koran schuldig ist und verbrannt wird – das ist die Strafe für Häretiker. Also tiefes Mittelalter.

    • 21. März 2011 um 13:00 Uhr
    • FreeSpeech
  133. 149.

    @ Th. Holm 106:

    Benutzen Sie Firefox? Bei mir läuft memritv nur mit Internet Explorer. Obwohl alle nötigen firefox-plugins vorhanden sein sollten.

    • 21. März 2011 um 13:32 Uhr
    • Manfred Mustermann
  134. 150.

    The US wants to hand over command of Operation Odyssey Dawn to another country within a matter of days, but so far NATO has been unable to reach an agreement on taking control of the implementation of the no-fly zone in Libya. Turkey is leading the objections.

    http://www.spiegel.de/international/world/0,1518,752222,00.html

    • 21. März 2011 um 13:48 Uhr
    • Manfred Mustermann
  135. 151.

    Angeblich protestieren zur Stunde Tausende in Dara’a; Videos von gestern:

    http://www.youtube.com/user/DaraaNews#p/u

    • 21. März 2011 um 13:54 Uhr
    • Manfred Mustermann
  136. 152.

    #151 und #152 OT: Syrien

    18.März, Damaskus, Umayyaden Moschee:

    http://www.youtube.com/watch?v=NULwxE1Y4js

    • 21. März 2011 um 14:00 Uhr
    • Manfred Mustermann
  137. 153.

    Pardon the OT:

    In an effort to contain spreading popular disorders against his regime, Syrian President Bashar Assad Monday, March 21, sent the 4th Armored Division commanded by his younger brother Maher Assad to suppress the three-day uprising in Darra (Deraa), capital of the southern Hauran region, and blockade the adjoining Jabal ad-Duruz where a demonstration is planned for March 26 at As-Suwada.
    Earlier, he posted two expanded Syrian army brigades at Darra, where some 20 demonstrators were killed and 300 wounded by tear gas and live bullets.

    Assad has thus joined the list of dynastic Arab rulers fighting to retain power in the face of popular revolts.

    mehr unter http://www.debka.com/article/20788/

    • 21. März 2011 um 14:07 Uhr
    • Manfred Mustermann
  138. 154.

    The international force that has been assembled for Libya’s no-fly zone has some surprising contributors — Qatar and the United Arab Emirates are both sending forces to operate alongside British, French and US planes.

    With Arab forces now engaged in two major international military coalitions, the stage has been set for even greater Arab power projection in the future, especially in the Muslim world.

    http://the-diplomat.com/flashpoints-blog/2011/03/21/arab-forces-stepping-up/

    • 21. März 2011 um 14:40 Uhr
    • Andreas Wetter
  139. 155.

    Libya matters to the United States not for its oil or intrinsic importance, but because it has been a key part of the rapidly evolving transformation of the Arab world. For Arab protestors and regimes alike, Gaddafi’s bloody response to the emerging Libyan protest movement had become a litmus test for the future of the Arab revolution. If Gaddafi succeeded in snuffing out the challenge by force without a meaningful response from the United States, Europe and the international community then that would have been interpreted as a green light for all other leaders to employ similar tactics. The strong international response, first with the tough targeted sanctions package brokered by the United States at the United Nations and now with the military intervention, has the potential to restrain those regimes from unleashing the hounds of war and to encourage the energized citizenry of the region to redouble their efforts to bring about change. This regional context may not be enough to justify the Libya intervention, but I believe it is essential for understanding the logic and stakes of the intervention by the U.S. and its allies.

    http://lynch.foreignpolicy.com/posts/2011/03/21/keeping_libya_in_context

    • 21. März 2011 um 14:43 Uhr
    • Andreas Wetter
  140. 156.

    @ AW 142:

    Three top Yemeni army generals have declared their support for anti-government protesters seeking the resignation of the country’s president, Ali Abudullah Saleh. Brigadier Ali Mohsen Saleh, the head of the north western military zone and the head of the first armoured division, said on Monday that he had deployed army units to protect the protesters.

    Das sollte es doch gewesen sein für Saleh… (?)

    • 21. März 2011 um 15:03 Uhr
    • Manfred Mustermann
  141. 157.

    @ AW #154. „even greater Arab power projection in the future, especially in the Muslim world.“

    Äh, nein. Die arabischen Diktatoren stützen ihre Herrschaft maßgeblich auf das Militär, die Polizei und die Geheimdienste. Eine größere Projektion militärischer Macht außerhalb der eigenen Grenzen ist da nicht zu erwarten.

    Deswegen unterstützen die außenpolitisch ‚ambitionierten‘ Nahost-Diktaturen lieber Proxies wie Hisbollah, Hamas, Taliban, Al-Kaida, etc.

    Abgesehen davon ist die andere große Sorge der sunnitischen Araber derzeit Iran und die Unruhe in der schiitischen Bevölkerungsmehrheit Bahrains.

    • 21. März 2011 um 15:13 Uhr
    • Serious Black
  142. 158.

    Meanwhile, Yemen’s ambassador to Saudi Arabia „has sided with [the] protesters“ and Yemen’s ambassador to Syria has resigned, the AP says.

    http://www.npr.org/blogs/thetwo-way/2011/03/21/134730599/in-yemen-virtually-no-support-for-president-among-key-institutions

    • 21. März 2011 um 15:22 Uhr
    • Manfred Mustermann
  143. 159.

    If Gaddafi succeeded in snuffing out the challenge by force without a meaningful response from the United States, Europe and the international community then that would have been interpreted as a green light for all other leaders to employ similar tactics. The strong international response, first with the tough targeted sanctions package brokered by the United States at the United Nations and now with the military intervention, has the potential to restrain those regimes from unleashing the hounds of war and to encourage the energized citizenry of the region to redouble their efforts to bring about change.

    @ AW

    Was übrigens auch die allzu schnelle, wohlfeile Kritik (um nicht zu sagen die Krokodilstränen) von Amr Mussa in seiner Rolle als Generalsekretär der Arabischen Liga erklärt. Als ob er nicht wüsste bzw. nicht vorher gewusst hätte, dass die militärische Durchsetzung einer Flugverbotszone das Risiko von Kollateralschäden beinhaltet. So naiv wird der Mann wohl kaum sein.

    Nun stellt er sich hin und redet bereits von durch den Einsatz getöteten Zivilisten noch bevor das überhaupt ansatzweise bestätigt wird und verlässt sich scheinbar treudoof auf Angaben des Regimes.

    • 21. März 2011 um 15:24 Uhr
    • N. Neumann
    • 21. März 2011 um 15:28 Uhr
    • Andreas Wetter
  144. 161.

    Ein wichtiger Geschäftspartner Gaddafis und strategischer Verbündeter Syriens haut auf den Putz:

    Im Sicherheitsrat hat sich Russland bei der Abstimmung über eine Militärintervention in Libyen enthalten. Doch jetzt geißelt Wladimir Putin den Einsatz, spricht von einem Aufruf zum Kreuzzug.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752251,00.html

    • 21. März 2011 um 15:33 Uhr
    • N. Neumann
  145. 162.

    CAIRO—Egypt’s military has begun shipping arms over the border to Libyan rebels with Washington’s knowledge, U.S. and Libyan rebel officials said.

    The shipments—mostly small arms such as assault rifles and ammunition—appear to be the first confirmed case of an outside government arming the rebel fighters. Those fighters have been losing ground for days in the face of a steady westward advance by forces loyal to Libyan leader Moammar Gadhafi.

    http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704360404576206992835270906.html

    • 21. März 2011 um 15:53 Uhr
    • N. Neumann
  146. 163.

    Das russische Außenministerium hat in einer Stellungnahme zu Äußerungen von Vertretern der US-Administration, laut denen Waffenlieferungen an die libysche Opposition möglich seien, betont, dass dies von einer entsprechenden Resolution des UN-Sicherheitsrates verboten ist. „Was die, würde ich sagen, ziemlich widersprüchlichen Äußerungen der Vertreter der US-Administration hinsichtlich der Pläne eventueller Waffenlieferungen an die Opposition in Libyen angeht, sind wir natürlich auf die Erklärung des offiziellen Sprechers des Weißen Hauses aufmerksam geworden. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um unser Befremden darüber zu äußern“, sagte der Sprecher des russischen Außenamtes Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag bei einem Briefing.

    http://de.rian.ru/politics/20110317/258596029.html

    • 21. März 2011 um 15:54 Uhr
    • N. Neumann
  147. 164.

    Putin sagte:

    „The resolution is defective and flawed,“ Putin said. He added: „It allows everything. It resembles mediaeval calls for crusades.

    http://www.guardian.co.uk/world/blog/2011/mar/21/libya-gaddafi-air-strikes-live

    • 21. März 2011 um 15:56 Uhr
    • FreeSpeech
  148. 165.

    Mal sehen, vielleicht entblödet sich Guido „Deutsche Soldaten werden nicht nach Libyen geschickt!“ Westerwelle nicht, dass auch „unsere russischen Freunde“ sauer sind.

    • 21. März 2011 um 15:56 Uhr
    • N. Neumann
  149. 166.

    Die genauere Begründung für Amr Moussa’s widersprüchliche Kommentierung des Militäreinsatzes ist offenbar,
    dass er einerseits selbst dazu tendiert, die Militäreinsätze zu wollen und zu unterstützen,
    dass er aber als Vorsitzender der Arabischen Liga die gegensätzlich-ablehnend gerichteten Wünsche diverser Mitgliedsstaaten zu berücksichtigen hat:

    The Arabs are far from united in the wish to knock Qaddafi over. The Anglo-French presentation of their operation as backed from wall to wall by the Arab world and therefore a huge diplomatic feat is misleading.
    Saudi Arabia, Syria and Egypt object to outside military intervention in Libya, although they are keeping quiet for now.
    Most other Arab rulers are furious with Arab League Secretary Amr Moussa for claiming he spoke for them all when he voiced support for the Arab Revolt.
    Feeling the heat, Moussa Sunday criticized the coalition air strikes against Libya as unacceptable and said they should be stopped.
    He pulled the rug embarrassingly from under the UK-French boast of a broad European-Arab consensus for the military operation.

    Quelle: Artikel „Coalition shows first cracks as Qaddafi digs in for guerrilla war“
    DEBKAfile Special Report March 20, 2011
    http://www.debka.com/article/20786/

    • 21. März 2011 um 16:11 Uhr
    • Publicola
  150. 167.

    Eine realitätsgerechte Einschätzung der Position der Türkei wird sich aufgrund der komplexen Gesamtsituation vermutlich als relativ schwierig erweisen:

    1:20pm: Namik Tan, the Turkish ambassador to the United States, has written on Twitter that the four New York Times journalists – two reporters and two photographers – „are on their way to leave Libyan border and will be delivered to US officials.“

    Since US diplomatic personnel have withdrawn from Libya and the embassy has been shut down, Turkey is serving as the protector of US interests in the country. Tan said they were released this morning after negotiations between Turkey and Libya.

    http://blogs.aljazeera.net/live/africa/libya-live-blog-march-21-0

    • 21. März 2011 um 16:17 Uhr
    • Publicola
  151. 168.

    Mussa rudert etwas zurück:

    [10.41 Uhr] Der Chef der Arabischen Liga, Amr Mussa, sagt, es gebe wegen der Libyen-Resolution keinen Konflikt. Sein Staatenbund respektiere den Beschluss des Sicherheitsrats. Die Resolution diene dem Schutz von Zivilisten. „Und darum geht es uns“, sagt er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kairo.

    • 21. März 2011 um 16:22 Uhr
    • N. Neumann
  152. 169.

    +++ Medwedew kritisiert Putin +++

    [15.46 Uhr] Russlands Präsident Medwedew kritisiert Ministerpräsident Putin, der die Uno-Resolution mit einem „Aufruf zum Kreuzzug“ verglichen hat: Der Begriff sei in diesem Zusammenhang inakzeptabel. Der Einsatz von Gewalt in Libyen müsse verhältnismäßig sein. Russland werde sich nicht an einer Militärkoalition beteiligen, sei aber bereit, an Friedenseinsätzen in dem Land mitzuwirken.

    • 21. März 2011 um 16:23 Uhr
    • N. Neumann
    • 21. März 2011 um 16:31 Uhr
    • M. Riexinger
  153. 171.

    Da es bislang auf diese fünf Fragen keine befriedigenden, klaren Antworten gibt, könnte der Westen seinen Einsatz in Libyen noch bitter bereuen.

    http://blog.zeit.de/ladurnerulrich/2011/03/21/kopflos-in-den-krieg/

    Und der Erzhumanist Ulrich Ladurner, auf den noch nie ein westlicher Politiker hören wollte, wird, wie es seine Art ist, kaum verhohlen triumphieren.

    • 21. März 2011 um 16:37 Uhr
    • N. Neumann
  154. 172.

    Twitter:

    Libyan Youth Movement
    More reports that G forces taking bodies of civilians they killed and using them as ‚evidence‘ of UN killings, to gain support #Libya #Feb17

    Dazu auch

    As we watched the news channels report on the missile strikes by the US against a military defence target near Tripoli, several friends in different parts of the city told me they saw ambulances driving around the city in circles – seemingly aimlessly – with their sirens on.

    They believe the government was attempting to cause panic among residents here and „give the illusion that there are casualties somewhere“.

    Not surprisingly perhaps, we soon saw reports on Libyan state TV claiming dozens of civilian casualties.

    I recall a time when the mood on Arab streets – not least in Libya – was one of anger and disbelief at reports of civilian casualties at the hands of US strikes in Iraq and Afghanistan.

    In contrast, I found myself surrounded by people here scoffing at the local reports.

    „They are lying. We would have heard by now if there were any civilians hurt. Everyone knows everyone here, and word travels fast,“ some said the next day.

    „So, the regime has finally made use of the dead bodies they gunned down here and then snatched from streets and hospitals,“ another one offered.

    http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-12803282

    • 21. März 2011 um 17:04 Uhr
    • Andreas Wetter
  155. 173.

    #171. N.N.

    „Arabist“ hat auch fünf Fragen, weiss aber im Unterschied, wo von er spricht:

    http://www.arabist.net/blog/2011/3/20/5-questions-few-are-asking-about-libya.html

    • 21. März 2011 um 17:08 Uhr
    • Andreas Wetter
  156. 174.

    @ AW

    Ihr Link lässt sich momentan nicht öffnen.

    Ich möchte aber betonen, dass ich durchaus diverse Risiken sehe. Ladurner tut allerdings so, als ob man die Zukunft kennen müsse, um zu intervenieren oder eine Intervention von jedem moralischen Makel frei sein müsse. Er legt also unmögliche Maßstäbe an politische Entscheidungen an, die ihm gegen den Strich gehen. So lässt es sich sich sehr billig kritisieren. Und dann entblödet er sich daneben nicht, die erfolgreiche Intervention gegen das Milosevic-Regime, die noch mehr Tote in Ex-Jugoslawien verhindert hat, in den Dreck zu ziehen.

    Darüber hinaus wäre politisches bzw. militärisches Nicht-Handeln in dieser Situation eben nicht allein moralisch fragwürdig. Wer auf die Risiken der Intervention hinweißt, sollte redlicherweise auch rein interessenpolitisch betrachtet nicht so tun, als ob ein Gaddafi, der die Opposition niederkartätscht hat, für den Westen, der ihn geschlossen zum Rücktritt aufgefordert und Sanktionen beschlossen hat, kein Risiko bedeuten sowie Beherrschbarkeit und Berechenbarkeit nach sich ziehen würde.

    Ich unterstelle mal, dass beim Arabist in diesem Zusammenhang Abwägungen wenigstens indirekt erkennbar sind. Meine persönliche Abwägung auf Basis der mir zugänglichen Informationen basiert auch darauf, dass ich es für unwahrscheinlich halte, dass es sich bei der libyschen Opposition um genauso schlechte Demokraten und Menschenrechtler handelt wie bei Gaddafi und Konsorten. Hätte ich diesen Eindruck nicht, wäre mein persönliches Votum anders ausgefallen.

    • 21. März 2011 um 17:44 Uhr
    • N. Neumann
  157. 175.

    5 questions few are asking about Libya

    By Issandr El Amrani March 20, 2011 at 4:01 AM

    Not to rain on anyone’s parade, but while I’m glad that the multinational intervention is giving cover to Libyan insurgents, I’m rather shocked at the desultory coverage of what might come out of the military intervention. A tragedy has been taking place in Libya, whose people deserve help, but that doesn’t mean not thinking through consequences. Here’s a shot at it:

    1. UNSC Resolution 1973 isn’t really about getting a ceasefire, is it?

    Not really. Even if Qadhafi were to produce a real ceasefire, which is unlikely, the rebels would not observe it: they would keep trying to topple the regime. This resolution, under the guise of obtaining a ceasefire, seeks to carry out regime change. It would get even more complicated as the Libyan government headed by Qadhafi remains legitimate under international law, and thus can be argued to have law enforcement duties to implement against armed insurgents. This resolution is not just about preventing a massacre of civilians, it’s about taking sides. The Qadhafi regime is over as far as the international community is concerned, and mission creep will ensure that things will swiftly move from imposing a no-fly zone to more direct efforts, including ground missions. This might be good for the insurgents, might split them, and might not be so good for the countries leading the intervention. Time will tell.

    2. But what if Qadhafi hangs in there, and there’s a stalemate?

    Well, prolonged civil war happens. But it’s not clear whether this is a likely outcome, particularly if there are such stringent sanctions and travel restrictions on regime officials. There could a „liberated zone“ and a Qadhafi-controlled zone for a while, with ongoing skirmishes. Western and Arab supplies of weapons to the insurgents would likely increase (Egypt is already supplying them). Although the insurgents have insisted on a united Libya, the fact is that historically there is strong regionalism in the country. A split could perdure, backed by both the regime’s control through force and genuine tribal support in its favor. The international community could be moved to escalate the mission to make it officially regime change, or push other actors (some would like that to be Egypt) to intervene directly. Some openly advocate for Egypt to invade Libya. I liked the idea of regional powers acting as regional policemen, but no one has asked Egypt whether it wants that role. It also has to think about thousands of Egyptians the regime might hold hostage there.

    3. What happens if Qadhafi is toppled but the remnants of the regime, perhaps backed by some measure of tribal or other popular support, remains in place?

    The best way to end the bloodshed would clearly be to decapitate the Qadhafi regime, something the insurgents are probably not able to do for now and the international community is likely to refrain from carrying out initially, although things are almost certain to head that way. If so, splits in the international community would resurface — this would be a major violation of the principle of sovereignty. But in a sense the West and the Arabs have already backed the rebels. It gets more complicated in the Qadhafis are gone, both Westerners and Arabs may be ready to deal with regime remnants (particularly if they play a role in getting rid of the Qadhafis) but the insurgents may not want anyone associated with the former regime in place. So prolonged civil war is one possible outcome, yet again. This is why some kind of recognized leadership for the insurgency that is able to negotiate with whoever comes after Qadhafi is necessary.

    4. What if the insurgents don’t want to negotiate?

    Once empowered, the insurgents will naturally want to go all the way and topple Qadhafi. I totally support them in that endeavor. But we don’t know much about them, or how they might behave towards non-combatants that back the Qadhafi regime. I’m sure any violence against civilians by insurgents will be ignored by the intervention force in the fog of war, but this is possible only to a certain extent before it becomes embarrassing, particularly as UNSC Resolution 1973 gives a mandate to protect civilians from everybody, not just the Qadhafi regime. Sometimes the good guys can be bad guys, as we saw in Darfur (both in terms of the stalled peace process and in terms of the actions of certain Darfuri groups).

    5. What is the most desirable outcome?

    Obviously, to see Qadhafi toppled. But that’s only step one. We don’t know what the insurgents want aside from a Qadhafi-free Libya. We don’t know what Western powers (if they are united on this) want to see. We don’t know what the Arabs want to see. Libya will get increasingly porous and subject to external interference as well as possible splits on the inside. Ideally, a new government emerge that is generally seen as legitimate by Libyans and works to prevent further splits, paving the way for the creation of a new political system (a constitution, parliament, etc.) I really hope this happens, but we can’t realistically expect it to be easy. We just don’t know what the political forces are on the ground.

    http://www.arabist.net/blog/2011/3/20/5-questions-few-are-asking-about-libya.html

    • 21. März 2011 um 17:51 Uhr
    • Andreas Wetter
  158. 176.

    @NN

    (ich habe lange warten müssen, aber es ging dann)

    5 questions few are asking about Libya
    By Issandr El Amrani March 20, 2011 at 4:01 AM Share
    Not to rain on anyone’s parade, but while I’m glad that the multinational intervention is giving cover to Libyan insurgents, I’m rather shocked at the desultory coverage of what might come out of the military intervention. A tragedy has been taking place in Libya, whose people deserve help, but that doesn’t mean not thinking through consequences. Here’s a shot at it:

    1. UNSC Resolution 1973 isn’t really about getting a ceasefire, is it?

    Not really. Even if Qadhafi were to produce a real ceasefire, which is unlikely, the rebels would not observe it: they would keep trying to topple the regime. This resolution, under the guise of obtaining a ceasefire, seeks to carry out regime change. It would get even more complicated as the Libyan government headed by Qadhafi remains legitimate under international law, and thus can be argued to have law enforcement duties to implement against armed insurgents. This resolution is not just about preventing a massacre of civilians, it’s about taking sides. The Qadhafi regime is over as far as the international community is concerned, and mission creep will ensure that things will swiftly move from imposing a no-fly zone to more direct efforts, including ground missions. This might be good for the insurgents, might split them, and might not be so good for the countries leading the intervention. Time will tell.

    2. But what if Qadhafi hangs in there, and there’s a stalemate?

    Well, prolonged civil war happens. But it’s not clear whether this is a likely outcome, particularly if there are such stringent sanctions and travel restrictions on regime officials. There could a „liberated zone“ and a Qadhafi-controlled zone for a while, with ongoing skirmishes. Western and Arab supplies of weapons to the insurgents would likely increase (Egypt is already supplying them). Although the insurgents have insisted on a united Libya, the fact is that historically there is strong regionalism in the country. A split could perdure, backed by both the regime’s control through force and genuine tribal support in its favor. The international community could be moved to escalate the mission to make it officially regime change, or push other actors (some would like that to be Egypt) to intervene directly. Some openly advocate for Egypt to invade Libya. I liked the idea of regional powers acting as regional policemen, but no one has asked Egypt whether it wants that role. It also has to think about thousands of Egyptians the regime might hold hostage there.

    3. What happens if Qadhafi is toppled but the remnants of the regime, perhaps backed by some measure of tribal or other popular support, remains in place?

    The best way to end the bloodshed would clearly be to decapitate the Qadhafi regime, something the insurgents are probably not able to do for now and the international community is likely to refrain from carrying out initially, although things are almost certain to head that way. If so, splits in the international community would resurface — this would be a major violation of the principle of sovereignty. But in a sense the West and the Arabs have already backed the rebels. It gets more complicated in the Qadhafis are gone, both Westerners and Arabs may be ready to deal with regime remnants (particularly if they play a role in getting rid of the Qadhafis) but the insurgents may not want anyone associated with the former regime in place. So prolonged civil war is one possible outcome, yet again. This is why some kind of recognized leadership for the insurgency that is able to negotiate with whoever comes after Qadhafi is necessary.

    4. What if the insurgents don’t want to negotiate?

    Once empowered, the insurgents will naturally want to go all the way and topple Qadhafi. I totally support them in that endeavor. But we don’t know much about them, or how they might behave towards non-combatants that back the Qadhafi regime. I’m sure any violence against civilians by insurgents will be ignored by the intervention force in the fog of war, but this is possible only to a certain extent before it becomes embarrassing, particularly as UNSC Resolution 1973 gives a mandate to protect civilians from everybody, not just the Qadhafi regime. Sometimes the good guys can be bad guys, as we saw in Darfur (both in terms of the stalled peace process and in terms of the actions of certain Darfuri groups).

    5. What is the most desirable outcome?

    Obviously, to see Qadhafi toppled. But that’s only step one. We don’t know what the insurgents want aside from a Qadhafi-free Libya. We don’t know what Western powers (if they are united on this) want to see. We don’t know what the Arabs want to see. Libya will get increasingly porous and subject to external interference as well as possible splits on the inside. Ideally, a new government emerge that is generally seen as legitimate by Libyans and works to prevent further splits, paving the way for the creation of a new political system (a constitution, parliament, etc.) I really hope this happens, but we can’t realistically expect it to be easy. We just don’t know what the political forces are on the ground.

    • 21. März 2011 um 17:57 Uhr
    • FreeSpeech
  159. 177.

    Der PR-Effekt der Aktion sollte nicht unterschätzt werden. Innenpolitisch für Sarko wie auch aussenpolitisch gegenüber den islamischen Staaten.

    Davon abgesehen denke ich, der Mann hat es mit allzuvielen verdorben, und da wurde nun eine Gelegenheit ergriffen. Bliebe er, würde er weiter Krankenschwestern als Geiseln nehmen und Milliarden kassieren für die zurückgehaltenen Zuwanderer nach Europa.

    Weiter ist es sicher langfristig sinnvoll, weil so die Söhne mit entmachtet werden. Der nächste Clan, der so funktioniert, muss sowas ja erst mal aufbauen.

    • 21. März 2011 um 18:03 Uhr
    • FreeSpeech
  160. 178.

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