Ein Blog über Religion und Politik

Einwanderung begrenzen und steuern ist nicht „rechts“

Von 18. April 2011 um 15:24 Uhr

David Cameron, der britische Premier, hat letzte Woche eine Grundsatzrede zur Einwanderung gehalten. Genauer gesagt: Es war eine Rede über die Einschränkung der Einwanderung. Erwartungsgemäß wurde sie vor allem von links her kritisiert. Auch der liberaldemokratische Koalitionspartner nahm den Regierungschef hart ran. (Hier die Rede.)

Das halte ich für kurzsichtig. Der Nationalstaat ist einstweilen das einzige Gefäß der Demokratie, das wir haben (bis eventuell auch einmal eine supranationale Demokratie auf europäischer Ebene funktioniert, braucht es eine weitere Generation). Die Möglichkeit zur Kontrolle der Grenzen und (post-Schengen) der Staatsangehörigkeit ist ein Kernelement der Staatlichkeit. In anderen Worten: Wenn der Eindruck entsteht, ein Staat habe darüber keine Kontrolle mehr, unterhöhlt das die Legitimität dieses Staates. Die Linke  in Deutschland hat dies in den Jahren zwischen dem Asylkompromiss von 1992  und den Schily'schen Sicherheitsgesetzen zehn Jahre später gelernt.

Cameron setzt sich in seiner Rede mit den Migrations-Defätisten auseinander, die von der Nichtsteuerbarkeit von Wanderungsprozessen ausgehen. Grossbritannien kann die Migration innerhalb der EU zwar nicht mehr steuern, aber die macht auch nur einen geringen Anteil aus. Der wesentliche Teil ist die außereuropäische Migration, und die ist mit fast 200.000 Zugängen im letzten Jahr in der Tat sehr hoch. Cameron kündigt an, Schlupflöcher zu stopfen, wie etwa bei der Vergabe von Studentenvisa, wo es offenbar einigen Mißbrauch gibt. Beim Familiennachzug soll es auch Beschränkungen geben. Die Kriterien zur Erteilung von Arbeitsvisa werden erhöht. Außerdem sollen die Anreize im Sozialsystem korrigiert werden, damit sich Arbeit wieder mehr lohnt als Stütze (also das, was in Deutschland erst durch Rotgrün angefasst wurde, Stichwort Hartz 4).

Ich finde einige der Beispiele, mit denen Cameron arbeitet zwar etwas tendenziös (der chinesische Koch, das indische Plakat). Aber insgesamt hat diese Rede für meinen Geschmack keinen falschen Ton. Es wird nicht ethnisiert, nicht religiös oder kulturalistisch argumentiert. Cameron argumentiert vom Gemeinwohl her, und es ist dumm, das als "rechts blinken" abzutun.

Ich finde, er hebt sich mit seiner pragmatischen Rede wohltuend von den Schwesterparteien auf dem Kontinent ab. Sarkozy macht spektakuläre Symbolpolitik (Burka, Identitätsdebatte), die am Ende keine relevantes Problem löst. Die Christdemokraten fallen immer wieder zurück in Kulturalismus und religiöse Identitätsspiele (Kruzifix), und sie machen eine irrationale Zuwanderungspolitik, die an deutschen Interessen vorbeigeht. Die Einkommensgrenzen für begabte und hoch qualifizierte Einwanderer sind hierzulande zum Beispiel viel zu hoch.

Die britischen Konservativen hingegen stehen für ein Punktesystem, das Einwanderung nach rationalen Kriterien zu regeln versucht. Warum ist das bei uns nicht denkbar, obwohl doch das Volk eine recht pragmatische Einstellung hat?

Kategorien: Curiosa, Integration
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Na ich weiß nicht, es ist ja nicht so, das wir eine Flut von Einwanderung hätten. Im Gegenteil, es bräuchte mehr. Auch die Auswanderung von vielen Akademikern (sei es nun Migranten oder nicht) sollte auch gestoppt werden. Es gibt viele, die z.B in die Türkei gehen (ist etwas was auch mir ab und an durch den Kopf geht). Da darf man Sarrazin echt dankbar sein :-(

    • 18. April 2011 um 15:44 Uhr
    • Serdar
  2. 2.

    Jörg Lau: Die Christdemokraten fallen immer wieder zurück in … religiöse Identitätsspiele (Kruzifix)

    Echt jetzt? Und das nur, weil die Italiener ihre Kreuze nun doch nicht aus den Schulen rauswerfen müssen? Es gibt genau ein Thema, bei dem Kruzifixe eine Rolle spielen und das betrifft vor allem finnische Zuwanderer nach Italien.

    • 18. April 2011 um 16:13 Uhr
    • Saki
  3. 3.

    @Serdar

    Sie behaupten also, alle Türkischstämmigen, die seit der Sarrazindebatte, d.h. seit August/September 2010, in die Türkei ausgewandert sind, seien wegen Sarrazin gegangen. Mit der gleichen Logik könnte man dann auch sagen, dass alle „Biodeutschen“, die nach dem 3.10.2010, also der Rede von Bundespräsident Wulff, das Land verlassen haben, wegen dessen Aussage „der Islam gehört zu Deutschland“ gegangen sind. Würden Sie das so sehen? Wahrscheinlich nicht.

    Die Entscheidung, auszuwandern, selbst in ein Land dessen Sprache und Kultur man einigermaßen kennt, wird im Normalfall nicht im Laufe von Wochen getroffen. Die Stimmung, für die Sarrazins Buch ein Kathalysator war, gab es schon vorher. Wer sie nicht bemerkt hat, wollte sie nicht bemerken.

    Wer so pauschal behauptet, Deutschland bräuchte mehr Einwanderung, vollkommen abgesehen von kulturellen Faktoren, müsste diese Haltung konsequenterweise auf alle Länder dieser Welt anwenden, also auch z.B. auf die Türkei. Würden Sie sagen, dass die Türkei mehr Einwanderung braucht, z.B. von hochqualifizierten Armeniern? Wenn nicht, warum nicht, wenn sie helfen könnten, das Wachstum aufrechtzuerhalten?

    Man kann nicht ein bisschen Kulturrelativismus haben, entweder ganz oder garnicht.

    • 18. April 2011 um 19:09 Uhr
    • Krause
  4. 4.

    Wenn der bürgerliche Staat nicht den Anspruch erhöbe, Bevölkerungsströme zu kontrollieren, ginge ihm durch eben diese auch nicht die Autorität abhanden. Die Demokratie mit dem Gelingen der derzeitigen Einreise- und damit auch der Abschiebepolitik auf Gedeih und Verderb zu verknüpfen, ist schlichtweg dumm.
    Was macht Interessen überhaupt zu sogenannten »deutschen Interessen« — ein Ariernachweis?

    • 18. April 2011 um 19:25 Uhr
    • tnb
  5. 5.

    Einige politische Funktionsträger scheinen sich damit abgefunden zu haben, dass ein großer Teil der in Europa geborenen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund auf der Halde landet oder landen wird. Warum braucht man Zuwanderung, wenn man schon mit großen Teilen der eigenen Bevölkerung nix anfangen kann? Nur damit weiterhin 82 Mio. Menschen die deutsche oder xy Mio die englische Staatsangehörigkeit haben?

    • 18. April 2011 um 19:31 Uhr
    • kwk
  6. 6.

    Dass etwas „rechts“ sein könnte (und nicht etwa dass es schädlich, falsch oder kontraproduktiv ist) scheint immer noch die grösste Furcht des Linksliberalen zu sein.

    • 18. April 2011 um 21:40 Uhr
    • Dridd
  7. 7.

    Die Sarrazin Anhänger haben es geschafft, Hundert-Tausende eher gebildete Migranten zu frustrieren.Das ist nicht mal Tilos Schuld,der Arme wirkt schon wie ein Hofnarr der Unterhaltungsindustrie.Das Karma schlägt brutalst zurück,Die halbe Welt ist im Chaos.Deutschland wird einer der erste Anlaufstellen für Hundert-Tausende Flüchtlinge sein.Viel Spaß mit denen.

    • 18. April 2011 um 22:18 Uhr
    • cem gülay
  8. 8.

    Hat jemand diesen erbärmlichen Artikel auf SPON gelesen?

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,757699,00.html

    Der zugehörige Kommentarbereich offenbart nach der causa Sarrazin ein weiteres Mal drastisch die Diskrepanz zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung.
    Einzig und allein die Tatsache, das der Kommentarbereich mit seiner geballten Ablehnung des Artikels offen einsehbar ist, unterscheidet das „Gesamtkunstwerk“ von DDR Presseerzeugnissen aus den 1980er Jahren.

    • 18. April 2011 um 22:24 Uhr
    • tati
  9. 9.

    @CG

    Die Sarrazin Anhänger haben es geschafft, Hundert-Tausende eher gebildete Migranten zu frustrieren.

    Dann sollten die eher gebildeten Migranten (das mit dem „eher“ müssen Sie noch besser definieren) an ihrer Frustrationstoleranz arbeiten.
    Das Leben ist bekanntlich kein Ponyhof.

    • 18. April 2011 um 22:29 Uhr
    • tati
  10. 10.

    Fairness halber sind die Gutis auch nicht besser,Die Mitte schläft leider

    • 18. April 2011 um 22:30 Uhr
    • cem gülay
  11. 11.

    Tati,ich bin nicht frustriert.Um mich geht es net mehr

    • 18. April 2011 um 22:32 Uhr
    • cem gülay
  12. 12.

    @CG

    Tati,ich bin nicht frustriert.Um mich geht es net mehr

    Sie Glücklicher.

    Im Gegensatz zu Ihnen bin ich ab und zu schon frustriert, aber ich habe gelernt damit klar zu kommen.

    • 18. April 2011 um 22:35 Uhr
    • tati
  13. 13.

    Tati,glauben Sie mir,ich habe auch die Kurve gekriegt.War nicht einfach,aber fühlt sich besser an.Ich werde aber weiterhin aktiv bleiben und so viele Jugendliche wie möglich bei, diesem Prozess beiseite stehen.Sie sollen nicht in die selbe Falle tappen.

    • 18. April 2011 um 22:42 Uhr
    • cem gülay
  14. 14.

    Serdar,Krause 30% der ausgewanderten Türken kehren wieder nach Deutschland zurück.Ich war auch schon ein paar mal ausgewandert.Heute lebe ich in Berlin.Zu Deutschland verbindet mich eine Hass-Liebe.Wenn ein paar Ungerechtigkeiten ausgeräumt sind,dann ist es schon ganz cool hier

    • 18. April 2011 um 22:53 Uhr
    • cem gülay
  15. 15.

    Endlich mal ein vernünftiger Beitrag zu diesem Thema in der Zeit.

    Weiter so!

    • 18. April 2011 um 23:37 Uhr
    • glaubealles
  16. 16.

    Warum ist das bei uns nicht denkbar, obwohl doch das Volk eine recht pragmatische Einstellung hat?

    Weil bei uns jeder als Nazi niedergebrüllt wird, der das auch nur ansatzweise versucht. Die deutsche Politik richtet sich ungern nach Fakten, sondern nach Befindlichkeiten, siehe Atomdebatte. Sarrazin hat im Endeffekt ja auch mit „Nützlichkeit“ argumentiert, mit bekanntem Ergebnis.

    • 18. April 2011 um 23:58 Uhr
    • Faber
  17. 17.

    @ CG – Wenn ein paar Ungerechtigkeiten ausgeräumt sind, dann ist es schon ganz cool hier

    Die Gesellschaft (vermutlich sogar egal, welche , wo, wann) ist charakterisiert durch (grandiose) Ungerechtigkeit(en). So zumindest meine brachiale Erfahrung berufsweise.

    Es bleibt einem wohl nichts anderes übrig
    als irgendwie zu lernen/akzeptieren (auch wenn das eigentlich gar nicht möglich ist), dies irgendwie zu ertragen,
    und/bzw./oder diese Ungerechtigkeit(en) als Antrieb für eigene (gigantische) Anstrengungen für die eigene Person zu nutzen,

    um (so) die negativen Auswirkugen dieser Ungerechtigkeiten (für die eigene Person) einzuschränken.

    Ansonsten wäre/ist man dauerhaft unglücklich – meine Vermutung.

    • 19. April 2011 um 00:17 Uhr
    • Publicola
  18. 18.

    Publicola, ich finde nicht, das man Ungerechtigkeiten akzeptieren sollte.Die Ungerechtigkeiten müssen aber von der Mehrheit der Gesellschaft als Unrecht angesehen werden.Die Frauenbewegung in Deutschland ist mein großes Vorbild.Es fing mal mit einer Minderheit an und heute? Fast abgeschlossen! Martin Luther King wurde belächelt,als er die Bürgerbewegung ins Leben rief. Er ist auch ein Vorbild.Er sagte,ich möchte das meine Kinder, in der Zukunft nicht nach ihrer Hautfarbe und Herkunft beurteilt werden,sondern nach ihren Character und Verhalten (habe gerade nicht das genaue Zitat zugegen)Wie sieht die USA heute aus.Nein,kämpfen lohnt sich immer,wenn sich dadurch etwas für die Gesellschaft verbessert.In der Migrationsthematik muss sich was ändern,den so wie es war,ist es nicht richtig.Das kann doch niemand bestreiten,egal welche Position er einnimmt.Nur ist man sich uneins,welcher Weg der richtige ist. Die Südstaatler waren auch überzeugt davon,das die Sklaverei recht war,heute gebe es dafür keine Mehrheit mehr.Entscheidend wird sein,wie die Bio-Deutschen entscheiden werden.Ich bin mir bewusst,das einer wie ich nichts fordern kann.Ich verstehe das Bedürfnis der Deutschen, selbst bestimmen zu wollen über ihre Zukunft.Wäre ich Bio-Deutscher,da bin ich mir absolut sicher,wäre es anders,aber dann hätte ich wohl einen anderen Lebenslauf gehabt.So ist es wirklich ein spannendes Leben und noch nicht zu Ende.

    • 19. April 2011 um 00:54 Uhr
    • cem gülay
  19. 19.

    @ cem gülay

    Natürlich haben Sie im Allgemeinen und für ganz bestimmte wichtige einzelne bzw. vereinzelte Anliegen Recht, wo ein größerer Teil einer Bevölkerung betroffen ist und sich auch betroffen fühlt: ich finde nicht, das man Ungerechtigkeiten akzeptieren sollte.

    Die von Ihnen zu Recht angeführten Beispiele (Frauenbewegung; amerikan. Bürgerrechtsbewegung) waren erfolgreich und sind als handlungsmotivierende Belege für Ihre Argumentation zutreffend.

    Richtig auch, dass das Leben mehr oder weniger ein Bemühen, ein Kampf, eine Auseinandersetzung – i.d.R. oder oft ungewissen Ausgangs – mit seinen Hürden, Hindernissen und Ungerechtigkeiten ist: So ist es wirklich ein spannendes Leben und noch nicht zu Ende. Fakt.

    [[Andererseits, denke ich, ist ein Leben (z.B. in beruflicher Hinsicht) mit so zahlreichen Ungerechtigkeiten belastet, dass dem Einzelnen (ggflls im Verein mit anderen) es nur in sehr begrenztem Ausmaße und in sehr begrenzter Anzahl gelingt, hier und dort einen kleinen Ausgleich, sprich ein kleines Mehr an Gerechtigkeit, zu erreichen.
    Mit dieser sehr begrenzte Wirkungsmöglichkeit eigener Bemühung hinsichtlich Ausmaß und Zahl von Verbesserungen in puncto Gerechtigkeit (versus Ungerechtigkeit) wird man sich im eigenen Interesse wohl arrangieren müssen.
    Man wird nicht die Kraft haben, an allen Punkten und in jeder Beziehung und immerdar kämpfen zu können, oder gar diesbezüglich dann auch immer erfolgreich zu sein. Der Mensch ist halt von seinem Kräftepotential und der ihm zur Verfügung stehen Zeitdauer her begrenzt.
    Daher wird man wohl nicht umhin können, sich beizeiten eine gewisse, wenn nicht sogar recht beträchtliche ‚Frustrationstoleranz‘ anzueignen. – Und vielleicht war es eher das, worauf ich mit meinem obigen Zwischenruf abzielte.]]

    • 19. April 2011 um 05:16 Uhr
    • Publicola
  20. 20.

    Zum Thread-Thema allgemein scheint mir die Diskussion in Canada, die eine Ausbalancierung zwischen den Polen Assimilation und Multikulturalismus (m.E. erfolgreich) versucht, plausibel und anregungsreich zu sein:

    http://www.accommodements.qc.ca/documentation/rapports/rapport-final-abrege-en.pdf

    Weder ein apokalyptischer Tonfall (à la „Deutschland schafft sich ab“) noch eine vorgebliche Konsensdecke multikulturalistischer Prägung und Sorglosigkeit, die alle Bedenken und Kritiken, die diesen Konsens aufbrechen oder in Frage stellen könnten, reflexhaft mit dem ‚Rechtspopulismus’verdacht belegt, kann in Ausschließlichkeit richtig bzw. erfolgversprechend und erfolgreich sein.

    Sowenig Erfolg eine Politik verspricht, die die Entwicklung durch den Verzicht auf Integrationsmaßnahmen mehr oder weniger sich selbst überlässt,
    so i.d.R. unplausibel und irreführend erscheint die Erwartung, dass die in der multikulturellen Gesellschaft angelegten Konflikte zwangsläufig ausarten müssen und nicht friedlich-schiedlich ausgetragen werden könn(t)en.

    • 19. April 2011 um 05:37 Uhr
    • Publicola
  21. 21.

    @ tatü

    Was ist an dem SPON-Artikel „erbärmlich“, Ihrer Meinung nach?
    Wenn das Projekt Euro scheitert, hat das fatale Folgen für unsere Exportwirtschaft.

    • 19. April 2011 um 09:38 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  22. 22.

    @JL

    Sie sollten schnell die Kommentarfunktion bei alten Artikeln deaktivieren, die teilweise merkwürdigen Kommentare zu alten Postings in den letzten Tagen bilden nur die Vorhut der Spam-Armee.

    Informieren sie schnell die IT-Abteilung, sonst verhunzen diese Spam-Robots ganz schnell den gesammten Zeit-Auftritt.

    • 19. April 2011 um 09:58 Uhr
    • Frieeway
  23. 23.

    @Serdar

    Auch die Auswanderung von vielen Akademikern (sei es nun Migranten oder nicht) sollte auch gestoppt werden

    Als jemand, der im Alter von 22 Jahren auszog, die Welt zu entdecken und Erfahrungen im Ausland zu suchen, sehe ich das nicht so negativ wie Sie. Entweder man stellt, wie in meinem Fall, fest, dass es einem in einem anderen Land besser gefällt, oder man kehrt irgendwann in die alte Heimat zurück. Gerade heute, wo die Kommunikation mit den Zurückgebliebenen praktisch nichts kostet und wo man für sehr wenig Geld zwischendurch nach Hause fliegen kann, ist das alles kein Drama mehr. Ich kann Ihnen nur raten, eine Zeitlang in der Türkei – oder woanders – zu leben, auch um herauszufinden, wo Ihre wirkliche Heimat liegt.

    • 19. April 2011 um 11:22 Uhr
    • Miriam G.
  24. 24.

    Serdar, sei Sarrazin dankbar .Ich bin es.Kenne Dein Alter nicht,aber es besser zu Wissen woran man ist,als Jahrzehntelange Scheinheiligkeit zu ertragen. Ich glaube,wenn Du gut qualifiziert bist,haben sich Deine Chancen in Deutschland eher verbessert,so lange Du keine keine religiöse Extra-Würste vom Chef/in forderst.Wenn Du die AKP toll findest,dann hast Du in der Türkei gute Chancen

    • 19. April 2011 um 12:58 Uhr
    • cem gülay
  25. 25.

    @ HJS

    Wenn das Projekt Euro scheitert,

    Hier wäre das Perfekt zu verwenden.

    • 19. April 2011 um 13:31 Uhr
    • M. Riexinger
  26. 26.

    Wenn das Projekt Euro scheitert, hat das fatale Folgen für unsere Exportwirtschaft.

    a.) Wie konnten wir nur vor dem Euro leben – müssen ja regelrecht am verhungern gewsen sein, so ohne exportwirtschaft?

    b.) Europa – warum soll uns Europa jucken?
    Nun, die Idee eines vereinten Europas hat was -. ich bin ein fan davon. ich bin aber so gar kein fan von dem, was unsere guten Politiker daraus gemacht haben, einfach deshalb, weil es in maßgeblichen bereichen ein rückschritt in sachen Demokratie ist – de facto ist es in weiten bereichen mehr eine oligarchie, ein herrschaftssystem von wenigen über viele.

    • 19. April 2011 um 14:11 Uhr
    • Zagreus
  27. 27.

    @ Zagreus

    Kehrt Deutschland zur Mark zurück, dürfte a) der Eurokurs absacken und b) die Deutsche Mark gegenüber dem heutigen Euro-Kurs ca. 15-20% aufgewertet werden. Beides schwächt den deutschen Export insgesamt und ganz besonders den in die Eurozone.

    • 19. April 2011 um 14:31 Uhr
    • Serious Black
  28. 28.

    @Serdar: Die Auswanderung von Akademikern wird dann aufhören, wenn auf dem deutschen Arbeitsmarkt mehr Akademiker gebraucht werden, als auf deutschen Universitäten ausgebildet werden. An der Nachfrage zu drehen ist schwierig, am Angebot… Studiengebühren und Studienplatzbeschränkungen sind nunmal unpopulär. Andererseits… ist es denn so schlimm, wenn Deutschland die „Akademie der Welt“ wird, eine Universitätsstadt im globalen Maßstab sozusagen?

    • 19. April 2011 um 15:06 Uhr
    • Arjen van Zuider
  29. 29.

    Arien v, so eine sinnlose Aussage brauch kein Mensch.Die Wirtschaft braucht 500000 Tausend Fachkräfte pro Jahr.Es geht doch nicht bei der Auswanderung,um die jeweilige Qualifikation,sondern um die Intelligenz. Wenn jemand Architektur studiert hat und gerade wenig Architekten gebraucht werden,dann könnte sich die Person umbilden lassen zum It-Fachmann. Dann muss man keine Tunesier oder Portugiesen holen.Vielleicht sollte man nicht eine Billion als Rettungsschirm beschließen,für Länder die mehr gefeiert als gearbeitet haben. Wir brauchen auch keine weiteren Wirtschaftsflüchtlinge,die weitere Millarden kosten oder weitere hunderte Millarden für die dritte Welt.Wir brauchen Steuersenkungen,damit die Jungen klugen Köpfe eine Zukunft haben und früh mit der Familienplanung beginnen können.Damit verstärkt sich der Konsum und es entstehen weitere Arbeitsplätze für alle.Seit Jahren werden die Leistungsstarken gemolken. Wenn mich jetzt einer Nazi nennt Faber soll er es tun!

    • 19. April 2011 um 15:32 Uhr
    • cem gülay
  30. 30.

    Ich weiß, das ich mich mit solchen Artikeln nicht gerade bei der Linken beliebt mache. Viele raten mir das Spiel der Linken mit zu spielen,so hätte ich bessere Chancen aufzusteigen. Ich bin nicht einer dieser „Ausländer“ die sich in eine Opfer-Rolle begeben kann,um Mitleid zu erzeugen. Ich armer unterdrückter Türke.Einige türkische Frauen sind da besonders gut.Wie Sybille Kekeli,die sich bei der Bambi-Verleihung auf den Boden schmiss und für einen Job bettelte ,den sie dann auch bekommen hat, nämlich als Tatort Kommissarin.Man muss doch seine Würde behalten dürfen und sich mit Leistung empfehlen können.Wenn sie erbracht wurde soll sie dann aber auch gewürdigt werden, ohne das die Herkunft eine Rolle spielt.Das müssen wiederum die Konservativen erlernen

    • 19. April 2011 um 15:55 Uhr
    • cem gülay
  31. 31.

    @ MRX

    „Hier wäre das Perfekt zu verwenden.“

    Keineswegs. Sie lesen zu viel Deppenblogs.

    • 19. April 2011 um 16:01 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  32. 32.

    @ Zagreus

    „Wie konnten wir nur vor dem Euro leben – müssen ja regelrecht am verhungern gewsen sein, so ohne exportwirtschaft?“

    Die Beibehaltung der D-Mark hätte zu einer massiven Aufwertung derselben geführt und damit unsere Exporte enorm verteuert.
    Volkswirtschaft gymnasiale Mittelstufe.

    (Ich sehe grad, SB hat das selbe geantwortet.)

    • 19. April 2011 um 16:03 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  33. 33.

    HJS,sehen Sie es Zagreus nach.Er/Sie ist Histporiker.-)

    • 19. April 2011 um 16:22 Uhr
    • cem gülay
  34. 34.

    @Cem Gülay

    Ich bin nicht einer dieser “Ausländer” die sich in eine Opfer-Rolle begeben kann,um Mitleid zu erzeugen. Ich armer unterdrückter Türke.Einige türkische Frauen sind da besonders gut.Wie Sybille Kekeli,die sich bei der Bambi-Verleihung auf den Boden schmiss und für einen Job bettelte

    Ach komm, Cem. Sie sind echt ungerecht. Sehen Sie die Szene nochmal an. Nix arme unterdrückte Türkin, sondern grandiose Schauspielerin, die an guten Stoffen interessiert ist, und die einmalige Chance nützt, dies zu bekunden.

    http://www.youtube.com/watch?v=OOTNEnB5O7A&feature=related

    • 19. April 2011 um 16:24 Uhr
    • Miriam G.
  35. 35.

    Relevanz der Ausgestaltung der Beziehungen zu Ländern wie Tunesien und Ägypten nach der ‚Arabellion‘
    sowohl für wirtschaftliche Positiva in der EU
    als auch für hiesige Einwanderungsproblematiken

    Beispiel 1: Für das Programm des Marshall-Planes gab es drei Gründe:

    Hilfe für die notleidende und teilweise verhungernde Bevölkerung des durch den Krieg zerstörten Europas,
    Eindämmung (siehe: Containment-Politik) der kommunistischen Sowjetunion und
    Schaffung eines Absatzmarktes für die amerikanische Überproduktion.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Marshallplan

    Beispiel 2: Den Kollaps des politischen Systems des Ostblocks hatten 1989 Deutschland und die anderen Staaten Westeuropas als Chance der Demokratisierung begriffen. Vor allem Deutschland reagierte rasch und entschlossen. Der Einsatz zahlte sich aus, politisch wie wirtschaftlich, selbst wenn aus den ehemals kommunistischen Regimen nicht nur Vorzeigedemokratien geworden sind. Ohne Europas politische Hilfestellung wäre in Osteuropa der demokratische Wandel aber weit weniger erfolgreich verlaufen, ohne die wirtschaftliche Öffnung der EU wäre der Übergang zur Marktwirtschaft (und damit zu mehr Wohlstand) nicht in dem Maße geglückt. Selbstredend hatte die von Europa unterstützte Wirtschaftsentwicklung in den ehemaligen Ostblockstaaten positive Auswirkungen auf die Wirtschaft der EU via Schaffung neuer Absatzmärkte für die deutsche Überprpduktion z.B.

    Die gefürchtete Einwandererlawine
    a – aus Europa in die USA fand so nicht statt
    b – aus ehemaligen Ostblockstaaten wie Polen fand so nicht statt

    • 19. April 2011 um 16:33 Uhr
    • Publicola
  36. 36.

    @ all

    Ich möchte bei dieser Gelegenheit der Nüchternheit halber darauf hinweisen, dass der Euro a) nicht kausal für die Schieflage von Griechenland, Irland sowie Portugal ist und dieselbe b) auch ohne die Einführung des Euros für die Gläubiger (staatliche wie private) Probleme mit sich bringen bzw. Abhilfen bedingen würde, die nicht unbedingt populär wären.

    Mit anderen Worten: Es ist eine Milchmädchenrechnung anzunehmen, dass uns Staatspleiten innerhalb der EU ohne den Euro viel weniger betreffen würden als mit und/oder kein mit denselben verbundener Schaden für andere entstehen würde, wenn die entsprechenden Länder ihre Währungen abwerten können.

    • 19. April 2011 um 16:35 Uhr
    • N. Neumann
  37. 37.

    Miriam, das sie eine gute Schauspielerin ist, steht außer Frage.Diese Bettelei „Ich mache alles“ ist doch armselig. Haben Sie nicht gesehen, wie Sie Mitleid erzeugen wollte.Einige Zuschauer hatten doch schon Tränen in den Augen.Hat aber gewirkt,vielleicht sollte ich es auch mal versuchen. Eigentlich hätte von Ihnen kommen müssen, „ja Sibel,es gibt auch tolle deutsche Schauspielerin die über Jahre nicht arbeiten dürfen.“ Ich bin mir sicher, das hätten Sie mir gesagt,wenn ich so einen Affen-Zirkus veranstaltet hätte. Eine Frage Miriam, bitte nicht falsch verstehen.Bewerten Sie Männer anders als Frauen. Manchmal habe ich den Eindruck.Muss ein Mann mehr abkönnen.Sind Sie von der alten Schule,-)

    • 19. April 2011 um 16:40 Uhr
    • cem gülay
  38. 38.

    S zu Nr. 35

    So kam auf Initiative Deutschlands (Genscher) und Dänemarks 1992 der ‚Ostseerat‘ zwecks Förderung der wirtschaftlichen Kooperation zustande mit den Mitgliedern Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen, Polen, Russland, Schweden und die Europäische Kommission.

    Ähnliches hatte vor erst wenigen Jahren Sarkozy auch mit seiner Idee und letztlich verfehlten Planung ‚Mittelmeerunion‘ versucht, welche aber meiner recht genauen Erinnerung nach insbesondere infolge der aktiv(-neidisch)en Gegenarbeit Deutschlands gescheitert ist.
    Warum sollte da nicht ein Neuanfang und eine Neugründung avisiert werden – das Mittelmeer wieder zu dem „Mare nostrum“ (damals des Imperium Romanum) zu machen, zu „unserem Meer“, das nicht länger trennt, sondern als Wirtschaftsraum und vielleicht sogar mehr die Menschen zusammenführt?

    • 19. April 2011 um 16:50 Uhr
    • Publicola
  39. 39.

    @ CG
    Diese Bettelei … ist doch armselig.

    Sehen Sie es als eine sehr erfolgversprechende, breitest geübte Attitüde: ich kenne in meinem beruflichen Umfeld kaum jemanden, der durch derartige ‚Betteleien‘ nicht aufgestiegen ist
    (was immer ich persönlich auch davon halten mag – aber dann steigt man auch nicht auf bzw. der Aufstieg wird enormst schwierig – so meine unschöne und unkorrigierbare Erfahrung)

    • 19. April 2011 um 16:54 Uhr
    • Publicola
  40. 40.

    Publicola,danke für Ihre Ehrlichkeit.Dann bin ich ja beruhigt und kann mich weiter als Mann fühlen!

    • 19. April 2011 um 16:57 Uhr
    • cem gülay
  41. 41.

    Bettelei? Wieso sollte sie die Gelegenheit nicht nutzen? Die hat sie nicht zweimal.

    • 19. April 2011 um 17:03 Uhr
    • FreeSpeech
  42. 42.

    @ CG

    1 – Übrigens vermute ich, dass Ihre allgemeine Beobachtung hinsichtlich der geschlechtsdifferenzierten derzeitigen Erfolgschancen nicht inkorrekt ist: wir leben in einer Epoche, wo die Frauen ganz allgemein Rückenwind haben – für männliche Wesen hat sich demnach die Situation – von der Logik her zumindest – relativ verschlechtert. Wie immer man das alles bewerten mag – das steht hier nicht zur Debatte.

    2 – Außerdem leben wir in einer Epoche mit optischen Medien – d.h. das (gute) Aussehen spielt zuweilen zusätzlich eine förderliche Rolle. Als Beispiel: ein Mann mit dem Aussehen Adenauers würde heute nicht das Fitzelchen einer Chance haben, Bundeskanzler zu werden.

    ad 1 und 2 – Rückblende zu einer kürzlich ablaufenden Diskussion: Eine junge Frau, die es anstrebt, auf einer Magazin-Titelseite abgebildet zu werden, wird rational(st)e Motivations-Gründe dafür haben, nämlich sehr erfolgreich irgendwo im optischen Geschäft (Schauspielerei; TV-Moderation; Modelling etc. etc.) zu sein.

    • 19. April 2011 um 17:08 Uhr
    • Publicola
  43. 43.

    Publicola, eins verspreche ich Ihnen,auch weil ich meinen zweiten Buchvertrag(DTV) in der Tasche habe,ich werde niemals ein Wendehals sein oder mit Bettelei meinen Aufstieg erreichen.Wenn es nicht mit Würde gelingt,dann sollte es nicht sein.Wenn Sie mal mein Buch lesen,werden Sie mich verstehen.Würde ,Stolz ,Aufrichtigkeit und Ehre sollen für die Jugend nicht nur Phrasen sein

    • 19. April 2011 um 17:18 Uhr
    • cem gülay
  44. 44.

    @ Publicola #35

    Meinen Sie wirklich es wäre eine gute Idee jede Menge Geld in korrupten arabischen Ländern zu versenken?

    Abgesehen davon, dürfte eine Verknüpfung handfester außenpolitischer Interessen mit einem Marschall-Plan für Nordafrika als ‚Neokolonialismus‘ gebrandmarkt werden.

    Die Situation Nachkriegseuropa und Nordafrika ist schon deswegen nicht vergleichbar, weil in Europa ‚nur‘ wieder aufgebaut wurde. In Libyen müßte eine freie Marktwirtschaft, die es 40 Jahre lang nicht gab, von Grund auf erschaffen werden! Im Prinzip müßte fast die ganze libysche Gesellschaft reformiert werden.

    Einfach nur Geld mit der Gießkanne verteilen reicht da leider nicht aus. Das hat schon die Deutsche Einheit gezeigt. Da mußte ebenfalls die Wirtschaft komplett neu aufgestellt werden.

    Als mahnendes Beispiel im arabischen Raum für den Mißerfolg der „Gießkannen-Methode“ gucken Sie sich bitte die Administration der Palästinensischen Autonomiegebiete an. Da wurden in den letzten Jahrzehnten mehrere Marschallpläne sinnlos versenkt.

    • 19. April 2011 um 17:30 Uhr
    • Serious Black
  45. 45.

    @ CG

    Dann gehören Sie und ich und einige wenige andere zu der mangels Quantität zum Untergang der relativen Erfolglosigkeit bestimmten Dinosaurier-Spezies – damit Ihnen das nur mal klar wird (ich wiederhole: zum Untergang der relativen Erfolglosigkeit bestimmt)!

    Ich kann Ihnen also diesen Weg definitiv nicht empfehlen!

    Vielleicht gibt es da ja einen gangbaren Mittelweg, wofür ich inzwischen plädieren würde!

    • 19. April 2011 um 17:34 Uhr
    • Publicola
  46. 46.

    @ Serious Black

    Der Marshall-Plan huldigte vermutlich keineswegs dem Prinzip, Geld mit der Gießkanne [zu] verteilen,
    dasselbe gilt übrigens definitiv auch für den von mir in diesem Zusammenhang nicht grundlos zitierten ‚Ostseerat‘.

    Rhetorische Frage: Wer ist überhaupt das Rückgrat der Träger in Ägypten oder Tunesien der Träger der ‚Arabellion? Antwort: Junge Leute.

    Wie sieht’s mit Bildungsniveau bzw. Bildungsbreite dieses Rückgrats der Träger der ‚Arabellion‘, der jungen Leute, in diversen genannten Ländern aus?
    Wie war vergleichsweise die diesbezügliche Situation in den 50er u. 60er Jahren in den asiatischen Ländern, später ‚Tigerstaaten‘ genannt?

    • 19. April 2011 um 17:42 Uhr
    • Publicola
  47. 47.

    … das Rückgrat der Träger der ‚Arabellion‘ in Ägypten oder Tunesien?

    • 19. April 2011 um 17:43 Uhr
    • Publicola
  48. 48.

    @ Publicola #46 und #47

    Haben Sie die erste Hälfte meines Kommentars gelesen?

    PS
    „Träger der Rebellion“ zu sein, ist das eine. Das Ausüben der tatsächlichen (politischen) Macht steht aber auf einem ganz anderen Blatt.

    • 19. April 2011 um 17:51 Uhr
    • Serious Black
  49. 49.

    @Cem Gülay
    Haben Sie nicht gesehen, wie Sie Mitleid erzeugen wollte.
    Nein.

    .Einige Zuschauer hatten doch schon Tränen in den Augen
    Ja, weil sie gerührt waren, Cem.

    .Bewerten Sie Männer anders als Frauen. Manchmal habe ich den Eindruck.Muss ein Mann mehr abkönnen.Sind Sie von der alten Schule

    Ebenfalls nein. (Fragen Sie Stefanie.)

    • 19. April 2011 um 18:03 Uhr
    • Miriam G.
  50. 50.

    @ Serious Black

    Ich hatte Ihr Hauptargument gelesen: die Administration der Palästinensischen Autonomiegebiete

    und denke, dass eine Klein-Region, die sich allerdings quasi in einem Dauer-Kriegszustand mit der territorialen Nachbarschaft Israel befindet – was auch immer die Gründe sein mögen – , hier nicht ernsthaft als überzeugendes Beispiel angeführt werden kann.

    Die von Ihnen als argumentativer Beweis eingeführte Nahost-Problematik war und ist auch nicht Thema meiner diesbezüglichen Beiträge ‚Marshall-Plan‘, ‚Ostseerat‘ oder einer möglichen wirtschaftskooperativen ‚Mittelmeerunion‘.

    • 19. April 2011 um 18:03 Uhr
    • Publicola
  51. 51.

    @ HJS

    Sie lesen zu viel Deppenblogs.

    Sie glauben EU-verlautbarungen.
    Die Frage ist, wer für die Folgen aufkommt.

    • 19. April 2011 um 18:11 Uhr
    • M. Riexinger
  52. 52.

    Publicola,sehen Sie es nicht so pessimistisch.Entscheidend ist nicht der eigene materielle Erfolg,sondern was man hinterlässt.Schauen Sie, ich war schon mehrmals auf den Boden.Viele haben auch versucht mich am Aufstieg zu hindern.Ich bin aber immer wieder aufgestanden und es wurde belohnt.Es gibt viele wie wir,nur sie haben sich den Begebenheiten angepasst,glücklich waren sie bestimmt nicht.Ich glaube,das sich Character am Ende durchsetzt, egaler welcher Herkunft man abstammt.Scharlatane wie Herr Guttenberg ,weilen nicht lange.Am Anfang sagt man WOW toller Typ oder Frau,Ypsilanti war ein anderer Fall.Ich glaube an die Gerechtigkeit und an Gott.Zehntausende jugendliche haben mein Buch gelesen und ich weiß,das es nicht Fehlerfrei war.Meine persönliche Entwicklung ist immer noch nicht abgeschlossen.Ich merke aber ein positive Veränderung und die merkt auch mein Umfeld.Mit der Unterstützung von Gleichgesinnten ist vieles möglich.Mein Agent und Freund ist ein konvertierter Jude.Seine Vorfahren mussten zum Christentum wechseln.Die Sachbuch-Chefin des DtV,55 Jahre,ist eine gute Freundin geworden.Viele andere aus den Medien sehen die Wichtigkeit meines tuns.Ohne sie würde ich ein nichts sein.So fängt es an und es werden mehr werden.Die ganzen Scharlatane und Profit-Geier der Migrations-Thematik haben Angst um ihren Status.Die Anständigen werden mich finden oder ich sie.

    • 19. April 2011 um 18:11 Uhr
    • cem gülay
  53. 53.

    Miriam,ich habe Sie wirklich lieb gewonnen,auch wenn Sie mir fast nie recht geben.Waren Sie mal mit einem Türken verheiratet?

    • 19. April 2011 um 18:16 Uhr
    • cem gülay
  54. 54.

    @ Publicola

    Meine Argumente sind:
    a) der Wirtschaftsaufbau in einem postsowjetischen Wirtschaftssystem wie Libyen wird TEUERER, als der Aufbau Ost
    b) eine Verknüpfung dieser massiven Subvention mit handfesten außenpolitischen Interessen des Westens dürfte von einschlägigen Stellen als „Neokolonialismus“ gebrandmarkt werden.

    ‚Ostseerat‘ darüber kann man reden wenn Libyen eine unabhängige Wirtschaft hat. Die muß aber erstmal aufgebaut werden. Vorher würde eine wirtschaftliche Kooperation nichts anderes als eine Transferunion bedeuten.

    • 19. April 2011 um 18:17 Uhr
    • Serious Black
  55. 55.

    @ Serious Black

    Libyen ist – da haben Sie Recht – in der Tat ein ganz problematischer Fall,
    da es Gaddafi gelungen ist,
    was auch immer an institutionellen politischen und gesellschaftlichen staatskonstitutiv-anverwandten Strukturen je existierte, zu vernichten und jegliche Möglichkeit des Entstehens oder Wiederauflebens derartig staatskonstitutiver Potentialstrukturen zu verhindern.

    Damit wurde Libyen – anders als Tunesien oder Ägypten – zu ‚Gaddafi’s own country‘
    (notdürftigst kaschiert als Staat der ‚Volkskomitees‘, deren Führer sich absolut nicht verantwortlich fühlt wie er ja in den letzten Wochen nicht müde wurde, in die Welt ‚hinauszuposaunen‘)
    – und so sieht er ja auch die Bevölkerung, das Territorium etc. als seinen Sach-Privat-Besitz an, mit dem er nach völligem Belieben verfahren kann.

    Vermutlich (ganz) anders sieht meines Erachtens die Lage in vermutlich vielen, vielleicht sogar den meisten, anderen Mitgliedsländern der arabischen Liga, die von der Massenbewegung erfasst worden sind, aus. Dort gibt es meines Wissens funktionierende Administrativ- und Polit-Strukturen, zumindest ‚in nuce‘, die ausbaufähig und nutzbar wären und sind. So gibt/gab es in Tunesien beispielsweise eine Verfassung, ebenfalls in Ägypten – Verfassungen, die derzeitig ihrer Veränderung harren. etc. etc.

    • 19. April 2011 um 18:45 Uhr
    • Publicola
  56. 56.

    PS

    eine Verknüpfung dieser massiven Subvention mit handfesten außenpolitischen Interessen des Westens dürfte von einschlägigen Stellen als “Neokolonialismus” gebrandmarkt werden

    Es gibt auch parallele handfeste wirtschaftliche Interessen der zu subventionierenden Staaten an Wirtschaftskooperation – ähnlich wie im Falle Europas nach dem 2. Weltkrieg oder im Falle der Ostseeanrainerstaaten nach dem Kollaps des Sowjetimperium.

    Wie man an dem konkreten Vorlauf und Verlauf der Libyen-Operation sieht, ist man in Hinsicht möglicher Vorwürfe des ‚Neokolonialismus‘ erfreulicherweise klüger geworden.
    Hier gingen dem Flugverbotszonen-Einsatz vielfältige Beschlüsse voraus: der Organisation der Islamischen Konferenz, der Arabischen Liga, der UN, des UN-Sicherheitsrates (als völkerrechtlich legitimierendes Organ) etc.

    Vermutlich wird man auch auf diplomatisch-interstaatlich-kooperationswirtschaftlichem Gebiet um diesen potentiellen Vorwurf wissen und entsprechend sensibel sich verhalten.

    Hoffentlich.

    • 19. April 2011 um 18:57 Uhr
    • Publicola
  57. 57.

    Meine Argumente sind:
    a) der Wirtschaftsaufbau in einem postsowjetischen Wirtschaftssystem wie Libyen wird TEUERER, als der Aufbau Ost
    b) eine Verknüpfung dieser massiven Subvention mit handfesten außenpolitischen Interessen des Westens dürfte von einschlägigen Stellen als “Neokolonialismus” gebrandmarkt werden.

    ‘Ostseerat’ darüber kann man reden wenn Libyen eine unabhängige Wirtschaft hat. Die muß aber erstmal aufgebaut werden. Vorher würde eine wirtschaftliche Kooperation nichts anderes als eine Transferunion bedeuten.

    @ SB

    Libyen hat im Gegensatz zur DDR ca. 6,5 Millionen Einwohner und immense Rohstoffvorkommen. Daneben gibt es in Libyen auch nicht-gaddafistische Technokraten, die realistische Kenntnisse davon haben, wie die libysche Wirtschaft besser funktionieren könnte.

    Aufbaukredite lassen sich gut mit Rohstoffen bezahlen.

    • 19. April 2011 um 19:02 Uhr
    • N. Neumann
  58. 58.

    @Cem Gülay
    Miriam,ich habe Sie wirklich lieb gewonnen,auch wenn Sie mir fast nie recht geben.

    So geht es meiner Tochter auch.

    Waren Sie mal mit einem Türken verheiratet?
    Können Sie das empfehlen?

    • 19. April 2011 um 19:13 Uhr
    • Miriam G.
  59. 59.

    @ SB

    P.S.: Und was in der Jungen Welt geschrieben wird oder Herr Ahmadineschad zu einer vertieften europäisch-libyschen Wirtschaftskooperation meinen könnte, ist wirklich egal.

    • 19. April 2011 um 19:16 Uhr
    • N. Neumann
  60. 60.

    Miriam, wenn er so wie ich ist, dann 100% 😉

    • 19. April 2011 um 19:20 Uhr
    • cem gülay
  61. 61.

    HJS: Die Beibehaltung der D-Mark hätte zu einer massiven Aufwertung derselben geführt und damit unsere Exporte enorm verteuert.

    Da erklimmen Sie ja auf neuen Wegen den Everest der Erkenntnis. Eine fiktive, „alternative“ Geschichte als Beweis für eine ökonomische Theorie. Hip Hip, hurra!

    • 19. April 2011 um 20:10 Uhr
    • Saki
  62. 62.

    @N.N.

    Aufbaukredite lassen sich gut mit Rohstoffen bezahlen.

    Stimmt schon, allerdings hoffe ich ernstlich, dass eigene Technokraten, die dafür sorgen, dass das Land aus der Rentierstaatsfalle rauskommt, schon bereit stehen. Würde es laufen wie nach der Öffnung des Ostblocks, wäre der nächste Frust schon programmiert.

    Daneben fürchte ich (was ich in der öffentlichen Wahrnehmung etwas unterrepräsentiert finde), das gerade in Bezug der Kelch der Konzessionen kaum an uns vorrübergehen wird, namentlich die Öffnung für Produkte, die bisher geblockt werden. Wenn sowas diskutiert werden wird, möchte ich nicht in France oder Spanien in den Bauerndemos stehen. Wobei das letztlich auch für uns fruchtbare Dynamiken in Gang setzen kann.

    • 19. April 2011 um 22:01 Uhr
    • Boothby
  63. 63.

    …Bezug auf Europa der Kelch der Konzessionen…

    sry

    • 19. April 2011 um 22:05 Uhr
    • Boothby
  64. 64.

    >Ich möchte bei dieser Gelegenheit der Nüchternheit halber darauf hinweisen, dass der Euro a) nicht kausal für die Schieflage von Griechenland, Irland sowie Portugal ist

    Ohne Euro hätten sich Portugal und Griechenland niemals so billig verschulden können, die Länder hätten heute weniger Schulden und eine wettbewerbsfähigere Wirtschaft.

    >und dieselbe b) auch ohne die Einführung des Euros für die Gläubiger (staatliche wie private) Probleme mit sich bringen bzw. Abhilfen bedingen würde, die nicht unbedingt populär wären.

    Das Problem beim Verbleib im Euroraum, selbst ein Schuldenschnitt bringt Griechenland gar nix, realistisch betrachtet wird das Land nicht in der Lage sein hier die eigene Wettbewerbsfähigkeit ausreichend zu verbessern.

    Wenn den Deutschen klar wird was hier gerade passiert, dann kann die etablierte Politik komplett einpacken.

    • 20. April 2011 um 00:39 Uhr
    • Frieeway
  65. 65.

    Reflexions- und Diskussionsbereitschaft, extern und intern beobachtbar, spricht wohl nicht gegen eine Partei:

    … das Ausschlussverfahren, das die SPD gegen Sarrazin angestrengt hat … ist nicht nur an der Basis, sondern auch in der Parteiführung höchst umstritten. Dies ist auch der Grund dafür, warum man nun,
    nach den ersten Schnellschüssen gegen ein Buch, das zu jenem Zeitpunkt noch gar niemand gelesen hatte,
    plötzlich den Schneckengang eingelegt hat.

    Seit Ende August letzten Jahres, als das Ausschlussverfahren formell eingeleitet wurde, hat die Öffentlichkeit praktisch nichts mehr von der Angelegenheit erfahren.

    Die Parteiführung wurde mit Protesten empörter Mitglieder förmlich überschwemmt und begriff bald, dass die Auseinandersetzung mit der Zuwanderung ein Problem ist, … das man nicht ganz den Feuilletonisten überlassen will …

    … die Tatsache, dass sozialdemokratische Prominenz das Ausschlussverfahren heftig kritisiert. …

    … Schmidt befand vor einigen Wochen nicht nur, das Ausschlussverfahren sei der falsche Weg, er gab Sarrazin auch in der Sache teilweise recht. … Schmidt verurteilte allerdings auch klar die abstrusen Thesen Sarrazins zur Vererblichkeit von Intelligenz.

    Ähnlich … äusserte sich Peer Steinbrück, einer der aussichtsreichsten Kanzlerkandidaten in spe der SPD … zeigte sich in einem Interview angewidert von der Behandlung der Einwanderungsproblematik mit ethnischen, genetischen und biologischen Kriterien.
    Gleichzeitig aber wandte er sich entschieden gegen den Parteiausschluss, weil so der Eindruck vermittelt werde, die SPD wolle eine unbequeme Debatte loswerden …

    http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/die_sozialdemokraten_leiden_unter_sarrazin_1.10310801.html

    • 20. April 2011 um 08:28 Uhr
    • Publicola
  66. 66.

    @ NN

    Wenn unsere Politiker weiter so ‚verantwortungsvoll‘ mit Steuergeldern umgehen, liege ich mit meiner Einschätzung gar nicht so falsch:
    http://www.welt.de/politik/ausland/article13218617/EU-pumpt-Hunderte-Millionen-in-wohlhabende-Tuerkei.html

    Da die Aufständischen in Libyen die NATO nun um Bodentruppen anbetteln, dürfte der Einsatz richtig ernst, blutig und langfristig werden. Bevor also das Öl für unsere ‚Aufbaukredite‘ sprudelt, muß erstmal das Land befriedet werden. Das entwickelt sich womöglich noch zu einem zweiten Irak.

    Was machen wir eigentlich wenn die Syrer, Perser, Nordkoreaner usw. uns um Bodentruppen anflehen?

    • 20. April 2011 um 11:16 Uhr
    • Serious Black
  67. 67.

    Frieeway: Ohne Euro hätten sich Portugal und Griechenland niemals so billig verschulden können, die Länder hätten heute weniger Schulden und eine wettbewerbsfähigere Wirtschaft.

    Wieso eigentlich? Die Konditionen, zu denen sich ein Staat verschulden kann, hängen doch weniger am offiziellen Zahlungsmittel, als vielmehr an seiner credibility, oder?

    Das mit der wettbewerbsfähigeren Wirtschaft ist hingegen eher ein Argument, das auf den Außenhandel des betreffenden Staates zielt und mit dessen Verschuldung nicht direkt zusammen hängt. Das gängige Argument lautet, dass die Löhne in Portugal/Griechenland zu hoch sind und mit einer eigenen Währung der betreffende Staat die Möglichkeit hätte, die Währung abzuwerten, mit dem Effekt, das Importe teurer würden. Also eine Möglichkeit, ohne nominale Lohnsenkungen, geringere Löhne als im Ausland herbeizuführen. Nun ja, ob das so klappen würde?

    Bei Staatsschulden in Euro würde das natürlich nichts helfen.

    • 20. April 2011 um 11:37 Uhr
    • Saki
  68. 68.

    @Saki

    Alle Südländer haben nach Einführung des Euros von den niedrigeren Zinsen profitiert da der Markt angenommen hat die Europäische Zentralbank orientiert sich an der ehemaligen Bundesbank und betreibt eine Anti-Inflations-Politik.

    Schon hier hat Deutschland, über die Europa-Transferzahlungen hinaus, den Südländern riesige Spielräume verschafft, die auch schön genutzt wurden um das Wirtschaftswachstum auf Pump anzukurbeln.

    >Bei Staatsschulden in Euro würde das natürlich nichts helfen.

    Irgendeiner muss hier am Ende auf Geld verzichten, so oder so, da hat Neumann recht.

    Ein Verbleib in der Eurozone bringt Griechenland aber keine Lösung bei den Strukturproblemen, hier hilft nur eine schnelle Abwertung der Währung.

    Das Grundproblem ist, absolut grössenwahnsinnige und ideologische EU-Politiker, die ihre Träume nicht mit der Realität abgleichen wollen und uns alle in den Abgrund führen.

    Allein Deutschland muss bald zwischen 20 und 40 Milliarden Euro pro Jahr mehr für Zinsen bezahlen, wo soll das Geld herkommen ?

    • 20. April 2011 um 12:05 Uhr
    • Frieeway
  69. 69.

    @ Frieway

    Es ist ja nicht so, daß nur der Euro abgewertet werden wird, sollte die Krise komplett außer Kontrolle geraten.

    Dafür, daß wir die Euro-Schmarotzer stützen, verschlechtert sich kurz über lang unsere eigene Kreditwürdigkeit. Einhergehend damit müßten wir mehr Zinsen für die nicht gerade geringen eigenen Staatsschlulden aufbringen.

    Dafür würde die deutsche Exportwirtschaft von dem niedrigeren Euro-Kurs weiter profitieren.

    • 20. April 2011 um 12:20 Uhr
    • Serious Black
  70. 70.

    Frieeway: Alle Südländer haben nach Einführung des Euros von den niedrigeren Zinsen profitiert da der Markt angenommen hat die Europäische Zentralbank orientiert sich an der ehemaligen Bundesbank und betreibt eine Anti-Inflations-Politik.

    Das Argument habe ich schon gehört, verstehe es aber nicht. Soweit ich das Geldsystem verstehe, ist es zwar so, dass jede Bank, die grichische €-Staatsanleihen hält, mit diesen Titeln als Sicherheit mühelos € von der EZB borgen kann. Hier werden griechische Staatsanleihen genau so behandelt wie deutsche (glaube ich). Insofern könnte man meinen, die Griechen hätten dadurch einen Wettbewerbsvorteil. Hätte Griechenland allerdings eine eigene Währung, würde das auch der Fall sein. Üblicherweise würde die griechische Zentralbank dann griechische Staatsanleihen in der Landseswährung beleihen. Schwieriger wäre es nur, griechische €-Anleihen zu verscherbeln, aber warum sollte ein Staat mit eigener Währung das tun?

    Etwas anderes sind natürlich die Konditionen, zu denen ein Staat der €-Zone Anleihen verkaufen kann. (Die Staaten können sich ja nicht direkt bei der Zentralbank verschulden) Hier waren die Gläubiger in der Vergangenheit möglicher Weise zu leichtgläubig, was damit zusammenhängen mag, dass die entsprechenden Titel zentralbankfähig sind. Ich sehe aber nicht, wer außer den entsprechenden Gläubigern davon einen Schaden hat. Die credibility der BRD hätte daurch nicht gelitten.

    Erst durch die Garantien im Rahmen der €-Rettungsschirme verschlechtert sich die Schuldnerposition der anderen Staaten.

    • 20. April 2011 um 13:02 Uhr
    • Saki
  71. 71.

    Saki:
    Wieso eigentlich? Die Konditionen, zu denen sich ein Staat verschulden kann, hängen doch weniger am offiziellen Zahlungsmittel, als vielmehr an seiner credibility, oder?
    Dass die Schulden voll zurückgezahlt werden, wurde sowieso meist als gegeben hingenommen, auch bei Griechenland. Dass der Nominalwert der Anleihe zum Zeitpunkt der Fälligkeit für einen deutlich geringeren Realwert stehen wird als zum Zeitpunkt der Ausgabe (Abwertung), wurde hingegen bei Ländern wie Griechenland erwartet und mit höheren Zinsen ausgeglichen – bei Ländern wie Deutschland nicht. Mit dem Euro ist dieser Effekt weggefallen -> Griechenland konnte sich fast zu denselben Konditionen verschulden wie Deutschland.

    Das gängige Argument lautet, dass die Löhne in Portugal/Griechenland zu hoch sind und mit einer eigenen Währung der betreffende Staat die Möglichkeit hätte, die Währung abzuwerten, mit dem Effekt, das Importe teurer würden. Also eine Möglichkeit, ohne nominale Lohnsenkungen, geringere Löhne als im Ausland herbeizuführen. Nun ja, ob das so klappen würde?
    Es würde jedenfalls besser klappen als eine nominale Lohnsenkung. Der reale Effekt (ausländische Produkte werden unbezahlbar) wäre zwar derselbe, aber per Abwertung ist dieser Wohlstandsverlust offenbar für die meisten Leute besser zu akzeptieren als per Lohnkürzung. Davon abgesehen, dass eine Lohnsenkungspolitik ohne weitere staatliche Eingriffe zu einem deflationären Investitionsstau führt und eine Abwertung nicht (im Gegenteil – eher zu Inflation).

    • 20. April 2011 um 13:16 Uhr
    • Arjen van Zuider
  72. 72.

    >Dafür, daß wir die Euro-Schmarotzer stützen, verschlechtert sich kurz über lang unsere eigene Kreditwürdigkeit. Einhergehend damit müßten wir mehr Zinsen für die nicht gerade geringen eigenen Staatsschlulden aufbringen

    Ja, das sind die 20 bis 40 Milliarden Euro pro Jahr, die ich angesprochen habe – die Politik und die Medien schweigen zu diesen Kosten.

    • 20. April 2011 um 13:18 Uhr
    • Frieeway
  73. 73.

    >aber per Abwertung ist dieser Wohlstandsverlust offenbar für die meisten Leute besser zu akzeptieren als per Lohnkürzung.

    Zumal sich dagegen schwerer demonstrieren lässt.

    >Schwieriger wäre es nur, griechische €-Anleihen zu verscherbeln, aber warum sollte ein Staat mit eigener Währung das tun?

    Weil er muss! Internationale Anleger akzeptieren meist nur Bonds in Hartwährung.

    • 20. April 2011 um 13:25 Uhr
    • Frieeway
  74. 74.

    AvZ: Dass der Nominalwert der Anleihe zum Zeitpunkt der Fälligkeit für einen deutlich geringeren Realwert stehen wird als zum Zeitpunkt der Ausgabe (Abwertung), wurde hingegen bei Ländern wie Griechenland erwartet und mit höheren Zinsen ausgeglichen – bei Ländern wie Deutschland nicht. Mit dem Euro ist dieser Effekt weggefallen -> Griechenland konnte sich fast zu denselben Konditionen verschulden wie Deutschland.

    Was ja für die Dummheit der Gläubiger spricht. Schließlich hat sie ja niemand gezwungen, griechische Anleihen zu den gleichen Konditionen zu kaufen, wie deutsche. (Respektive heißt es ja, dass sie von der Griechiscchen Regierung getäuscht wurden.)

    • 20. April 2011 um 13:38 Uhr
    • Saki
  75. 75.

    @ NN

    Wenn unsere Politiker weiter so ‘verantwortungsvoll’ mit Steuergeldern umgehen, liege ich mit meiner Einschätzung gar nicht so falsch:
    http://www.welt.de/politik/ausland/article13218617/EU-pumpt-Hunderte-Millionen-in-wohlhabende-Tuerkei.html

    @ SB

    Wenn die EU mutmaßlich fehlgeleitete Gelder in die die Türkei pumpt, dann gibt es auch mit Libyen eine Transferunion? Das leuchtet nicht ein.

    Da die Aufständischen in Libyen die NATO nun um Bodentruppen anbetteln,

    Bitte einen Beleg. Bislang forderten sie Waffen. Was auch deshalb verständlich ist, weil EU-Staaten in der jüngeren Vergangenheit Waffen geliefert haben.

    dürfte der Einsatz richtig ernst, blutig und langfristig werden. Bevor also das Öl für unsere ‘Aufbaukredite’ sprudelt, muß erstmal das Land befriedet werden. Das entwickelt sich womöglich noch zu einem zweiten Irak.

    Sie sollten die Mühe auf sich nehmen und beide Länder in verschiedenerlei Hinsicht vergleichen.

    Was machen wir eigentlich wenn die Syrer, Perser, Nordkoreaner usw. uns um Bodentruppen anflehen?

    Sehr wahrscheinlich nichts.

    • 20. April 2011 um 13:55 Uhr
    • N. Neumann
  76. 76.

    Korrektur:

    Bislang forderten sie Waffen. Was auch deshalb verständlich ist, weil EU-Staaten in der jüngeren Vergangenheit Waffen an Gaddafi geliefert haben.

    • 20. April 2011 um 14:00 Uhr
    • N. Neumann
  77. 77.

    Saki:
    Was ja für die Dummheit der Gläubiger spricht
    Natürlich. Die bildet die Grundlage einer jeden Blase und Krise. Nur sind es eben so viele dumme Gläubiger, dass es politisch nicht machbar scheint, sie für ihre Dummheit bezahlen zu lassen.

    • 20. April 2011 um 14:10 Uhr
    • Arjen van Zuider
  78. 78.

    Arabellion – 2 Anmerkungen –

    – 1 – Nicht für ausgeschlossen halte ich es, dass das libysche Regime von dem (auch weiterhin zu erwartenden) militärischen und politisch-wirtschaftlichen Druck aus dem Ausland geschwächt Einlenkmanöver beginnt, die sich auf den Weg zu dann möglichen Waffenstillstandsverhandlungen erweitern lassen könnten.
    Das verbalisierte Ziel einiger/der EU-Staaten und der USA der umgehenden Entfernung Gaddafis würde dann zunächst gegenüber den vom UN-Sicherheitsrat formulierten Zielvorstellungen zurücktreten müssen.
    Ähnlich wurde ja auch im Fall der Jugoslawien/Serbien-Kriege verfahren, mit Milosevic als ein wichtiger Verhandlungspartner, der dann aber danach und dadurch „erledigt“ und einige Zeit später „weg vom Fenster“ war.

    – 2 – Eine völlig andere Sache erscheint mir übrigens,
    die Aufstandsbewegungen in Tunesien, Ägypten, Libyen und Syrien – um die wichtigsten Beispiele zu nennen – in Übereinstimmung mit der von den jeweiligen Regimes propagierten machterhalt-interessierten Lesart als Aufstände der islamistischen Moslembruderschaften und der Salafisten zu interpretieren, d.h. zu denunzieren, und somit – wenn auch (nur) implizit-unausgesprochen – für deren gewaltsame Niederschlagung einzutreten/zu werben.

    [Falls ich einige diesbezüglichen Beiträge auf dem JL-Blog einigermaßen zutreffend decodiert haben sollte.]

    • 20. April 2011 um 14:28 Uhr
    • Publicola
  79. 79.

    mit Milosevic als einem wichtigen Verhandlungspartner

    • 20. April 2011 um 14:30 Uhr
    • Publicola
  80. 80.

    in Übereinstimmung mit der von den jeweiligen Regimes propagierten machterhalt-interessierten Lesart als Aufstände der islamistischen Moslembruderschaften und der Salafisten zu interpretieren, d.h. zu denunzieren,

    @ Publicola

    Das ist es noch nicht mal notwendigerweise bzw. eher selten. Viel wichtiger ist es aus der Ohnemichel-Perspektive, Libyen mit Afghanistan und/oder Irak zu verschwurbeln und damit irgendwie möglichst negative Assoziationen zu wecken. Da die Identifizierung der libyschen Opposition als islamistisch kaum belastbar ist, lautet die Sprachregelung immer noch, dass „wir ja nichts über die Rebellen wissen“.

    und somit – wenn auch (nur) implizit-unausgesprochen – für deren gewaltsame Niederschlagung einzutreten/zu werben.

    Hier zählt eher bzw. häufiger das „Zimbabwe-Nordkorea-Argument“.

    Dass Libyen mitten am Mittelmeer liegt und auch ein wieder erstarkter Gaddafi für die EU-Staaten in verschiedenerlei Hinsicht ein Problem wäre, darf dabei keine Rolle spielen.

    Und sowieso: Wenn es diese doofe EU nicht gäbe, wären wir ja sozusagen noch weiter weg vom Mittelmeer und die Flüchtlinge aus und über Libyen würden uns noch weniger betreffen.

    • 20. April 2011 um 15:13 Uhr
    • N. Neumann
  81. 81.

    @Publicola

    >Nicht für ausgeschlossen halte ich es, dass das libysche Regime von dem (auch weiterhin zu erwartenden) militärischen und politisch-wirtschaftlichen Druck aus dem Ausland geschwächt Einlenkmanöver beginnt, die sich auf den Weg zu dann möglichen Waffenstillstandsverhandlungen erweitern lassen könnten.
    Das verbalisierte Ziel einiger/der EU-Staaten und der USA der umgehenden Entfernung Gaddafis würde dann zunächst gegenüber den vom UN-Sicherheitsrat formulierten Zielvorstellungen zurücktreten müssen

    Würden sie ihre Infos nicht nur von deutschen Medien beziehen, dann wüssten sie längst, Gaddafis Clan hat das alles schon vor WOCHEN (!!!) angeboten, aber die massgeblichen Kräfte in der NATO blokieren jedes Gesprächsangebot, denn sie wollen nicht einsehen, dass sie sich hier verzockt haben.

    • 20. April 2011 um 15:31 Uhr
    • Frieeway
  82. 82.

    >und auch ein wieder erstarkter Gaddafi für die EU-Staaten in verschiedenerlei Hinsicht ein Problem wäre,

    Schuld daran sind Frankreich und GB, aber selbst heute könnte man ein „vernünftiges“ Verhalten Gaddafis noch in Verhandlungen einfliessen lassen, will man aber nicht.

    Das wirklich Schlimme an dem Fall ist nicht der Fehler den man am Anfang begangen hat, es ist die Unfähigkeit zur Korrektur. Frankreich und GB werden dafür hoffentlich einen hohen Preis bezahlen.

    • 20. April 2011 um 15:38 Uhr
    • Frieeway
  83. 83.

    @ AvZ (#77)

    Na ja, wie weiter oben schon erwähnt, glaube ich doch, dass ein guter Teil der verbesserten Kreditkonditionen für Griechenland darauf zurückzuführen war, dass griechische Staatsanleihen EZB-fähige Sicherheiten sind. Das war allerdings eher ein Synergieeffekt. Es hätte ihn ohne den € nicht gegeben, aber es ging nicht zu Lasten anderer Länder. Es handelte sich ja auch um einen äußerst zweischneidigen „Vorteil“, wie sich herausgestellt hat.

    • 20. April 2011 um 15:44 Uhr
    • Saki
  84. 84.

    *weia*

    • 20. April 2011 um 15:44 Uhr
    • N. Neumann
  85. 85.

    (84. bezog sich 81. und 82.)

    • 20. April 2011 um 15:45 Uhr
    • N. Neumann
  86. 86.

    Gaddafis Clan hat das alles schon vor WOCHEN … angeboten

    Neu wäre aus meiner Sicht, dass ganz konkrete, fixierte Angaben aus dem libyschen Regime heraus gemacht worden wären wie heute dieses hier:
    Libya could hold free elections, supervised by the United Nations within six months of the end of the conflict currently engulfing the country, its foreign minister has told the Guardian. Abdul Ati al-Obeidi, who took over from Moussa Koussa after his defection from Libya last month, said the regime was prepared to consider an interim national government before elections could be held. A six-month period had been discussed, he said.

    Woran ich mich erinnern kann, ist allerdings, dass Gaddafi recht häufig in der höchst aufmerksam gewordenen Öffentlichkeit darauf hinwies,
    dass er doch kein Präsident sei und keinerlei Regierungsamt bekleide – sprich: Gaddafi erklärt sich als nicht zuständig, als nicht rechenschaftspflichtig und als Nicht-Ansprechpartner.

    Auch gab es wochenlange direkt-telefonische Vermittlungsversuche seitens der Türkei/Erdogan mit Gaddafi persönlich, die Gaddafi offenbar in einem derartigen Masse überstrapazierend konterkarierte,
    dass Erdogan sich – vermutlich als Hanswurst und Depp sich vorgeführt fühlend – aus diesen Gesprächen zurückzog und anschließend die NATO-Initiative unterstützte.

    Übrigens erinnere ich mich deutlich, dass
    die (aus welchen Motiven auch immer erfolgten) Vermittlungsversuche der Türkei, die ich für sinnvoll hielt und halte,
    und deren eilig dem Misslingen zustrebender Verlauf
    von mir hier dokumentiert bzw. verlinkt worden sind.

    • 20. April 2011 um 15:55 Uhr
    • Publicola
    • 20. April 2011 um 15:56 Uhr
    • Publicola
  87. 88.

    PS
    – 1 – Ein ausführliches Posting meinerseits hatte in diesem Zusammenhang konkrete geschichtliche parallel anmutende, wenn auch definitiv nicht zu parallelisierende, Ereignisse (Luftangriffe auf Bengazi) geschildert, die die besondere Emotionalität der Beziehung zwischen Türkei und Libyen historisch erklärbar machen konnten: den italienisch-türkischen (Blitz-)Krieg 1911-1912
    http://de.wikipedia.org/wiki/Italienisch-T%C3%BCrkischer_Krieg

    – 2 – Ein weiteres ausführliches Posting aus meiner Feder thematisierte die historisch-antiken Beziehungen zwischen dem heutigen libyschen Territorium und Europa am Beispiel Benghazis: eine von Griechen gegründete Kolonie namens ‚Euhesperides‘.

    • 20. April 2011 um 16:10 Uhr
    • Publicola
    • 20. April 2011 um 16:12 Uhr
    • Publicola
  88. 90.

    Unser Sozialhaushalt /Bund 120 Milliarden könnte locker auf 10-bis 20 Milliarden gedrückt werden, wenn wir uns die Zuwanderung in die Sozialsysteme nicht mehr leisten würden und die Ausländer im Land die Sozialleistungen beziehen nach hause schicken würden. Länder und Kommunen würden auch sehr viel Geld sparen. Ganz zu schweigen von den Krankenkassen und der Senkung der Kriminalität. Viele Deutsche wandern aus weil Sie in Deutschland keine Zukunft mehr sehen. Und die Gründe liegen in dem was ich zuvor beschrieben habe. Zwei meiner Söhne sind bereits weg.

    • 20. April 2011 um 17:24 Uhr
    • akivoeg
  89. 91.

    Spinner

    • 20. April 2011 um 17:30 Uhr
    • akivoeg
  90. 92.

    @ Publicola

    Das Angebot zeigt zum einen, dass G. am A. ist, und zum anderen ist’s eine Verzögerungstaktik, so wie man die Familie kennt.

    • 20. April 2011 um 18:54 Uhr
    • FreeSpeech
  91. 93.

    komplett OT
    @ alle, die wissenschaftliche Arbeiten verfassen und nicht wie Guttenberg, Vroni oder Koch-Mehrin enden wollen:

    Kapitel 3 des folgenden VroniPlag-Gutachtens bietet eine umfassende Typologie von Plagiatkategorien. Beispiel:

    3.3. Bauernopfer
    In diesem Fall wird zwar eine Fußnote angegeben, diese bezieht sich jedoch auf einen unbedeutenden Teil eines Originaltextes, während größere Abschnitte aus demselben ohne Zitatnachweis übernommen werden und damit den Eindruck einer eigenen Denkleistung erwecken. Ein Bauernopfer befindet sich zum Beispiel auf Seite 16 der vorliegenden Doktorarbeit.

    http://www.tagesspiegel.de/downloads/4080416/1/VroniPlag

    Auf solche Tricks muss man erst mal kommen!

    • 20. April 2011 um 19:01 Uhr
    • Miriam G.
  92. 94.

    @ Miriam

    Ich habe mir jetzt die Typologie nicht genau durchgelesen, aber den hier fand ich besonders elegant:

    Oder, besonders frech: Man schreibt, ohne es zu sagen, einen ganzen Absatz aus einem Aufsatz ab, etwa dem von Michael Stolleis über „Europa nach Nizza“ und setzt ans Ende die Fußnote: „Ebenso Michael Stolleis, ,Europa nach Nizza‘“. Ja, genau: Stolleis sagt dasselbe wie Stolleis. Der Ausdruck „mühevollste Kleinarbeit“, den der Minister in seiner Erklärung zu dem Umständen seiner Promotion bemühte, passt. Eine so aufwendige und liebevoll hergestellte Täuschung findet man in der jüngeren deutschen Universitätsgeschichte nicht so leicht.

    http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EFD4E1E1A128C4A388760CEE978C4A7A1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    • 20. April 2011 um 20:36 Uhr
    • N. Neumann
  93. 95.

    ad 93 u. 94

    Vermutlich würde man problemlos die Wette gewinnen, dass nach diesen zwei hier zitierten plagiatnahen Prinzipien des praxis-realitätsnahen Pragmatismus die übergroße Mehrheit von Examens-, Diplom- und Doktorarbeiten sowie wissenschaftlichen bzw. fachlich-orientierten Aufsätzen verfasst worden ist, verfasst wird und verfasst werden wird.

    Man könnte diese Vermutungswette hier vielleicht sogar mit dem elliptischen Satz abschließen „Hand aufs Herz!“.

    • 20. April 2011 um 20:55 Uhr
    • Publicola
  94. 96.

    Korrektur/Ergänzung:
    in Teilen geringeren oder größeren Umfangs verfasst worden ist …

    • 20. April 2011 um 21:02 Uhr
    • Publicola
  95. 97.

    OT – Ethnizitäts-, Religions- und Einwanderungsprobleme in den USA –

    … [the state of Arizona’s republican governor] Jan Brewer, who until now had been a darling of the conservative media,
    first threw out new legislation that would have allowed citizens to carry firearms through university campuses.
    Then she scrapped a „birther bill“ which would have required future presidential candidates to present their birth certificates to electoral authorities.

    Her move is significant because it provides evidence that leading Republicans are starting to become concerned that the party’s dramatic shift rightwards during President Obama’s reign might end up damaging its chances of winning support among mainstream voters at the next election, in 2012.

    … according to polls, more than 50 per cent believe the President was born outside the US, and just under half also think Mr Obama is a Muslim.

    But dwelling on such issues will inevitably alienate centrists.

    … Explaining the move, she [Governor Jan Brewer] raised the spectre of the „birther“ bill turning Arizona into a target for liberal satirists and expensive lawyers …

    http://www.independent.co.uk/news/world/americas/arizona-turns-on-tea-party-with-veto-of-obama-birther-bill-2270081.html

    • 20. April 2011 um 22:35 Uhr
    • Publicola
  96. 98.

    OT – PS zu 97

    3 Kinder sind in der Ross Elementary School in Houston (Texas) verletzt worden, als sich beim Mittagessen ein Schuss aus der Waffe eines 6jährigen löste. Der Junge hatte die Waffe von zu Hause mitgebracht.

    Nach Angaben des Bildungsministeriums wurden im Schuljahr 2006/2007 in den Vereinigten Staaten mehr als 2700 Schüler bestraft, weil sie Schusswaffen mit in die Schule gebracht hatten. Fast jede 6. Waffe befand sich in der Hand eines Grundschülers.

    • 21. April 2011 um 09:22 Uhr
    • Publicola
  97. 99.

    Miriam / Publicola /Neumann

    naja, plagiatieren ist wirklich schei… – stimmt schon.

    Nur sollte man einmal die andere Seite auch sehen und sich über einige klenigkeiten klar sein. Denn das ‚system‘ von wissenschaftlichen Arbeiten ist auch nicht so perfekt.

    Eine promotion wird vergeben für das erbringen eines neuen faktums – irgendeine erkenntnis, die es vorher noch nicht gab.
    Alles andere aber an so einer arbeit darf es vorher schon gegeben haben (bis halt auf diesen Punkt). bei allen vorhergehenden Arbeiten muss keine eigene Forschungsleistung erbracht werden – alles, was da geschrieben wurde, darf vorher also schonmal (halt in anderen worten) verfasst worden sein.

    Und da hat man nunmal viele texte, die sehr gut bestimmte Sachverhalte auf den Punkt bringen. Nun kann man zitieren slebstverständlich. Ok, nur wie sähe denn eine Arbeit, z. b. eine promotionsarbeit, aus, die, sagen wir mal bis auf den Punkt der eigenen Forschungsleistung abgesehen, nur aus zitaten und diese (logisch und sprachlich) verbindende Glieder bestünde. Wer würde sowas annehmen?
    Die leistung besteht de facto bei vielen Arbeiten nicht darin, eine originelle Forschungsleistung erbracht zu haben, sondern darin, gut Ideen und gedankengänge, die man bei anderen gelesen hat in eigenen worten wiederzugeben – besser: wiederzukäuen.

    In manchen Fächern (z. b. in der analytischen Philosophie) ist dies mittlerweilen schon ziemlich gaga. Da gibt es leute die im jahr 80 – 100 – 120 Artikel in fachzeitschriften udn Büchern verfassen. Da ist bei den einzelnen Artikeln so gut wie nichts mehr dabei, wqs auf *wissenschaftliche* Denkleistung besteht – sondern es sind mehr sprachliche phänomene, die sich durch die variation des immer gleichen auszeichnen, die ‚besseren‘ je gewürzt durch irgendeine kleine idee, einen gimmek, der etwas anders ist.

    Und das ist nunmal ein problem der mit zum Plagatieren beiträgt: der wahnsinnige Druck zu veröffentlichen und die hohen erwartungshaltung im bezug auf im grunde nicht die forschung betreffende Teile von Arbeiten.

    Ein naturwissenschaftler z. b. hat es da idR. einfach im vergleich zu einem geisteswissenschaftler. Nachdem er seine Idee hatte, über was er seine promotion schreiben will, informiert er sich über den aktuellen stand (inc. literatur) bzl. eines forschugnsfeldes. danach macht er ein konzept über seine versuchtsreihen – und läßt die durchlaufen. Die ergebnisse wertet er dann aus udn begründet/beweist damit seine These. Er hat im grunde, wenn er nicht das komplette Experiment fälscht oder die these klaut, wenig gelegenheit zu ‚plagatieren‘. Wo sollte er das auch tun? Bei der darstellung des modernen forschungsstandes udn der literatur? – wohl kaum, denn die ändert sich permanent. bei seinem ergebnissen? Auch wenig gelegenheit. udn das mittelteil, das experiment selbst – auch nicht.
    Bei geisteswissenschaftlern wird hingegen erwartet, daß sie einem erst einmal über sehr viele seiten in die problemlage einführen udn die grundlagen, auf denen ihre ‚idee‘ basiert, darstellen. Diese grundlagen haben die aber auch ‚nur‘ übernommen aus sekundärliteratur – die ‚forschungsleistung’dafür hat bereits ein anderer geliefert und sehr viele andere idR. in unzähligen variationen des inhaltlich immer Gleichen wiedergekäut.

    Und da hackt es in meinen augen auch etwas am ‚system‘ von geisteswissenschaflichen Arbeiten selbst:
    nicht die forschungsleistung, die neue idee etc… ist das ausschlaggebende kriterium wie bei den naturwissenschaftlern, sondenr mehr die fähigkeit des sprachlich variierends schon längst gut gesagtem.
    Denn an welchen stellen wird denn der Plagiatsvorwurf erhoben?
    Dort, wo eigentlich die eigene foschungsleistung stehen müsste, oder in der masse dessen, was nur zur darstellung der grundlagen gehört (aus denen nunmal über 90% der meisten geisteswissenschaftlichen arbeit bestehen)?

    Und hat derjenige, von dem plagatiert wurde, die stelle, die plagatiert wurde selbst erfoscht, oder gibt er nur wieder in eigenen worten, was ein anderen inhaltlich geleistet hat?
    Was wird ‚geklaut‘ – eine foschungsleistung oder ‚nur‘ eine formulierung von etwas, was auch andere sagten?

    Ich habe noch nie plagatiert. Nur kenne ich die Seite des jahrelangen Forschens für etwas zu gut. da sitzt man nämlich da, wälzt (alte – ich rede von quellen:) akten, zeitschriften, bücher um z. b. einen historischen Verlauf wie die veränderung der bedeutung eines ausdruckes über eine periode/diskuskontext nachvollziehen zu können. man läuft dabei gefahr, daß da nicht viel herauskommt (eine arbeit, die beweist, daß da nichts war ist im grunde ja genauso wertvoll wie eine, die beweist, dass da ein interessanter punkt ist – nur viel, viel uninteressanter. Wer will schon sagen müssen: „also, die letzten monate hab ich damit zugebracht zu zeigen, dass meine these nicht nachweisbar ist…“? ^^). Viele stehen halt unter einem wahnsinnigen erfolgsdruck und klopfen halt altes zusammen – und das wird auch so gelehrt.
    Nicht dass eigene nachforschen – denn dafür fehlt die zeit den Studenten in den semesterferien – sondern die wiedergabe des aktuellen forschungstandes in eigenen worten unter einer these. Im grunde nur wiederkäuen. Selnbst hinsetzen in die Biblio und selbst nachforschen geht gar nicht – man darf doch froh sein, wenn sie die zeit finden mal die orginalzitate nachzusehen udn nicht diese 1:1 aus der sekundärliteratur zu übernehmen.

    meiner meinung nach ist das ‚system‘ in den geisteswissenschaften mittlerweile zu sehr auf massenproduktion in allerkürzester zeit von artikeln ausgelegt zu ungunsten der eigentlichen foschungsleistung –> und das fördert einfach plagatieren – einfach weil die eigentliche leistung mittlerweilen das variieren mit eigenen worten von bereits gesagtem ist.

    Diesen Punkt bitte ich zu bedenken bei der plagatierungsdiskussion.

    • 21. April 2011 um 10:07 Uhr
    • Zagreus
  98. 100.

    @ Zagreus

    „Ein naturwissenschaftler z. b. hat es da idR. einfach im vergleich zu einem geisteswissenschaftler“

    Nö. Der Naturwissenschaftler muss erst einmal mühsame Forschungsarbeit leisten.

    • 21. April 2011 um 10:29 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  99. 101.

    „Ich habe noch nie plagatiert“

    Ich habe auch noch keine Plakate geklebt.

    • 21. April 2011 um 10:30 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  100. 102.

    @ HJS

    Nö. Der Naturwissenschaftler muss erst einmal mühsame Forschungsarbeit leisten

    Der geisteswissenschaftler eigentlich auch – wenn sicherlich nciht in form von experimenten. In ienem labor zu sitzen und eine experimentreihe nach der andewren durchlaufen zu lassen ist genauso dröge wie alle akten über ein ereignis nachschauen zu müssen bzl. deren inhaltes oder komplette jahrgänge von zeitschriften über ein jahrzehnt durchzuforsten nach bestimmten aussagen.

    Mit den forschungsergebnissen der experimentreihe kann der NW (=naturwissenschftler) seine these nachweisen, mit den Durchforstungsarbeiten der GW (=geisteswissenschafter – hier: Historiker).
    In der arbeit aber nimmt es unterschiedlichen raum ein. Wärend der NW einen großteil seiner arbeit mit der beschreibung und rechtfertigung/Begründung seiner versuchtsreihe inc. diverser tabellen über ergebnisse auffüllen kann, interessiert es bei einer gw-arbeit niemand groß, wie dort die durchforstungsarbeit vonstatten ging. that´s the difference.

    • 21. April 2011 um 10:36 Uhr
    • Zagreus
  101. 103.

    ad 99 – @ Zagreus

    Danke für Ihre Darstellung, der ich weit(est)gehend zustimme. Wenn Sie mein Posting genau(er) lesen, habe ich – in der Semantik ‚schwebender‘ als Sie es ausgedrückt haben – versucht, dies anzudeuten. Und das, was Sie darlegen, wird im Kern auf einen Großteil der wissenschaftlichen Arbeiten (Seminar-, Staats-, Diplom-, Doktor- arbeiten, Fachaufsätze) zutreffen.

    Das Rad kann halt nicht in Gänze jeweils bis in jede Speiche und Schraube von jedem für jede Epoche, für jedes Centennium, für jedes halbe Jahrhundert, für jedes Jahrzehnt, Jahrfünft oder Jahr neu erfunden werden.

    Natürlich haben insbesondere CSU-Karl-Theodor-zu-Guttenberg und nachgeordnet FDP-Silvana-Koch-Mehring den Oscar für ihre schauspielerische Darstellungskunst verdient!

    Im Zeitalter von Google und auch des Google-Buchprojektes wird Dergleichen unterschiedlichen, oft größeren, Ausmaßes meiner Vermutung nach für sehr viele ‚doktorierte‘ Personen aus Wissenschaft (!), Politik, Medien und Show noch enthüllt werden.

    Gedankliche Parallelen und Übernahmen
    (was war vorher da? – der eigene Gedanke oder das Wiederfinden des eigenen Gedankens in der Literatur oder das Auffinden eines neuen Gedanken in der Literatur, der dann als eigener Gedanke ausgegeben wird?)
    lassen sich, wenn auch bitte (!) in wesentlich geringerem Ausmaß, mit der häufigen Folge einer sprachliche Annäherung und Nähe an zitierten und unzitierten Quellen oft gar nicht vermeiden.
    Eine Staats-, Diplom- oder Doktorarbeit wird vermutlich i.d.R. eine oder vielleicht auch (maximal) zwei bis drei originäre, oft nur geringfügige, zusätzliche wirklich neue Erkenntnis(se), überraschend-neuartige Umakzentuierungen als Folge eines bislang unüblichen Gegen-den-Strich-Lesens oder veränderte neuartige Sichtweisen, d.h. Weichenstellung(en) ausgefahrener Gleise, präsentieren können.
    Die restlichen 300 bis 400 (oder weniger oder mehr) Seiten sind letztlich eine eigene, wenn möglich auch sprachlich neu durchformulierte, Sichtung, Zusammenfassung und Akzentuierung des Forschungsstandes, auf dem das wenige Eigen-Originäre basiert.

    In diesem Zusammenhang schlage ich eine Erweiterung Ihres Statements vor:
    gut Ideen und Gedankengänge, die man bei anderen gelesen hat in eigenen Worten wiederzugeben,
    und/oder gegebenenfalls überraschend in neu- und andersartiger (Sicht-)Weise zu re-interpretieren.

    Übrigens hatte ich mein diesbezügliches Posting nicht ohne Begründung und Hintergedanken geendet mit den Worten „Hand aufs Herz!“

    • 21. April 2011 um 10:49 Uhr
    • Publicola
  102. 104.

    PS – am Beispiel einer Arbeit über den möglichen topographischen ‚Schauplatz‘ der Varusschlacht:
    eine derartige Arbeit wird im Wesentlichen daraus bestehen, sämtliche zig- bis hundert existierende (lokalpatriotisch motivierte) Thesen und Ansprüche ‚durchzukauen‘.
    Inwieweit dann sprachliche Anääherungen/Approximationen hier und dort nachweisbar sein werden, sei der realistisch-pragmatischen Imagination des Lesers vorbehalten.
    Die Entscheidung für einen dieser nahezu zahllosen Varusschlacht-Standorte wird dann vermutlich eine mögliche originäre Neuinterpretation incl. Neuformulierung enthalten.
    Ganz neu wurde eine Hypothese und damit Neuentscheidung und sprachliche Neuformulierung erst ermöglicht durch die praktische archäologische Hobby-Detektor-Sucharbeit eines britischen Offiziers.

    In der Regel wird man daher vermutlich für jeden Satz mit mindestens einer Fußnote zu rechnen haben: das gilt vermutlich für das Gros der geisteswissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Arbeiten. Für die meisten anderen Fachbereiche (Jura; Kunst; etc. etc.) wird es wohl auch nicht anders aussehen.

    • 21. April 2011 um 11:02 Uhr
    • Publicola
  103. 105.

    Annäherungen

    • 21. April 2011 um 11:05 Uhr
    • Publicola
  104. 106.

    @ HJS

    Der Naturwissenschaftler muss erst einmal mühsame Forschungsarbeit leisten.

    Korrekt. – Ich frage mich übrigens (als Nichtmathematiker),
    wie eine fachliche Arbeit/Doktorarbeit etc.
    in Hinsicht der hier diskutierten Thematik
    aussehen und zu bewerten sein mag!

    • 21. April 2011 um 11:24 Uhr
    • Publicola
  105. 107.

    Lieber Publicola

    Danke für Ihre Darstellung, der ich weit(est)gehend zustimme. Wenn Sie mein Posting genau(er) lesen, habe ich – in der Semantik ‘schwebender’ als Sie es ausgedrückt haben – versucht, dies anzudeuten.

    Sorrym, habe ihr statement nur überflogen und dies nicht herausgelesen – mein fehler.

    In diesem Zusammenhang schlage ich eine Erweiterung Ihres Statements vor:
    gut Ideen und Gedankengänge, die man bei anderen gelesen hat in eigenen Worten wiederzugeben,
    und/oder gegebenenfalls überraschend in neu- und andersartiger (Sicht-)Weise zu re-interpretieren.

    naja – da haben sie mich etwas missverstanden.
    Neu- & andersartig re-interpretieren würde ich bereits unter eigenständiger leistung zählen – hier geschieht ja ein 8wenn auch viellleicht schwaches) ‚mehr‘, als im ursprünglichen text vorzufinden war.
    Die meisten abschnitte aber einer gw-arbeit bestehen aber im reinen widerkäuen, sprich: genau das, was in der forschung schonmal ausgedrückt wurde bzw. eh forschungsmeinung ist, wird einfach übernommen. Weil man es z. b. einfach nur als teil der basis dessen benötigt, was man dann später (als eigenständige leistung) ausführen möchte. Und da ist der hacken auch: da man nichts , aber auch gar nichts neues sagt – sondern nur rekapituliert – was macht man, wenn jemand die sache schonmal punktgenau und sprachlich treffend sehr gut – vielleicht sogar besser als man selbst es könnte – ausgedrückt hat?
    Man zitiert. Und was ist, wenn eben falls alles, was umfangmäßig die eigene arbeit ausmacht – im grunde aus solchen stellen besteht: eine zitatensammlung mit 5 eigenständigen sätzen, in denen die idee ausgedrückt wird?

    (sie sprechen ja im grunde selbst davon, wenn sie diese beiden sätze sagen:
    Eine Staats-, Diplom- oder Doktorarbeit wird vermutlich i.d.R. eine oder vielleicht auch (maximal) zwei bis drei originäre, oft nur geringfügige, zusätzliche wirklich neue Erkenntnis(se), überraschend-neuartige Umakzentuierungen als Folge eines bislang unüblichen Gegen-den-Strich-Lesens oder veränderte neuartige Sichtweisen, d.h. Weichenstellung(en) ausgefahrener Gleise, präsentieren können.
    Die restlichen 300 bis 400 (oder weniger oder mehr) Seiten sind letztlich eine eigene, wenn möglich auch sprachlich neu durchformulierte, Sichtung, Zusammenfassung und Akzentuierung des Forschungsstandes, auf dem das wenige Eigen-Originäre basiert.

    –> ist es dann nicht so, daß die eigentliche arbeit solch einer arbeit gar nicht in dem wissenschaftlich erforderlichen, den 1-2 originären Gedanken, mehr besteht, sodnern im grunde in der sprachlichen ausdrucksfähigkeit, im vermögen altbekanntes neu wiederzugeben – was aber nicht teil der wissenschaft als forschung ist?)

    liebe grüße

    Zagreus

    • 21. April 2011 um 11:24 Uhr
    • Zagreus
  106. 108.

    @ Publicola

    „in Hinsicht der hier diskutierten Thematik
    aussehen und zu bewerten sein mag!“

    das kann ich ihnen sagen – interessant sind da zwei punkte:
    – korrekter versuchaufbau / bzw. mathematische herleitung
    – logisch nachvollziehbare schlußfolgerungen aus den experimentell ermittelten data/ bzw. korrekte mathematische beweisführung.

    –> Aber wie kommen sie darauf, daß ein Geisteswissenschaftler nicht erst einmal mühesame Forschungsarbeit leisten müsse?

    (sonst verstehe ich ihre zustimmung nicht zu hjs statement:
    Der Naturwissenschaftler muss erst einmal mühsame Forschungsarbeit leisten.
    denn es wäre ja gar kein Einwand (so wurde dieser satz eingewendet), wenn es nicht nur für den naturwissenschaftler, sondern für jeden wissenschaftler gelten würde. Ist z. b. das sichten aller thesen mit ihren begründungen, wo die varrus-schlacht stattgefunden hätte, weniger wissenschaftlich oder mühevoll?)

    • 21. April 2011 um 11:31 Uhr
    • Zagreus
  107. 109.

    – 1 – Neu- & andersartig re-interpretieren würde ich bereits unter eigenständiger leistung zählen

    war auch exakt so gemeint, scheint aber nicht unbedingt ‚im Volke‘ überall so gesehen zu werden

    – 2 – Der Naturwissenschaftler muss erst einmal mühsame Forschungsarbeit leisten

    hier liegt vermutlich ein semantisches Missverständnis hinsichtlich der Semantik des Wortes „Forschungsarbedit“ vor.

    Das Statement von HJS bezieht sich meines Verständnisses nach darauf, dass ein Naturwissenschaftler schwerpunktmäßig eher experimentell oder explorationsmäßig-beobachtend-sammelnd (Jane Goodall) arbeiten wird. Das wird im allgemeinen Verständnis auch ohne Frage und ohne jeglichen Zweifel berechtigterweise gleichgesetzt werden mit Forschungsarbeit.

    Im geisteswissenschaftlichen Areal geht es allerdings seltener oder gar nicht um experimentelle oder explorative Verfahren.
    Ob das geisteswissenschaftliche Vorgehen, nämlich die akribische, intellektuell-sprachliche Auseinandersetzung mit der bisher vorliegenden Literatur des Forschungsgegenstandes,
    ebenfalls in der allgemeinen Öffentlichkeit ohne jede Diskussion und ohne jeden Zweifel und mit dergleichen Leichtigkeit, sprich: Widerspruchslosigkeit, als Forschungsarbeit von jedermann verstanden/aufgefasst wird,
    ist die Frage!
    – wenn auch nicht die meinige!

    [Datu: man extrapoliere mal aus bekannten Spielfilm-Handlungen/Plots, was populärerweise unter „Forscher“ und „Forschung“ dargestellt, d.h. verstanden, wird
    – i.d.R. der experimentell oder exploratiiv-sammelnd verfahrende/forschende Naturwissenschaftler.]

    • 21. April 2011 um 12:28 Uhr
    • Publicola
  108. 110.

    … “Forschungsarbeit” …. [Dazu: …]

    • 21. April 2011 um 12:29 Uhr
    • Publicola
  109. 111.

    Die leistung besteht de facto bei vielen Arbeiten nicht darin, eine originelle Forschungsleistung erbracht zu haben, sondern darin, gut Ideen und gedankengänge, die man bei anderen gelesen hat in eigenen worten wiederzugeben – besser: wiederzukäuen.

    @ Zagreus

    Richtig. Allerdings können Korrektoren (bei Seminararbeiten) und Prüfer (bei Diplomarbeiten und Dissertationen) meistens erkennen, ob eine akademische Arbeit eher repetetiv* oder eher originell / eigenständig ist. Und entsprechend wird dies eher negativ oder eher positiv honoriert. Das gilt so zumindest weitgehend für Sozial- und Geisteswissenschaften und auch für juristische und ökonomische Dissertationen. Und das bedeutet in der Regel auch: Wer eher originell / eigenständig zu Werke geht, der hat meistens mehr zu tun als diejenigen, die dies nicht können oder wollen (auf „Ankommen“ schreiben).

    Im anderen Extrem ist es natürlich auch wenig ergiebig, wenn vereinzelt sich besonders schlau wähnende Leute gleichsam meinen, sie könnten zum Thema X das Rad neu erfinden und bräuchten all das dazu zuvor erdachte und Geschriebene nicht richtig zur Kenntnis nehmen. Dies fällt meistens auf, sei es durch auffällig wenige Fußnoten oder sei es durch einen Mangel an Konsistenz.

    Ferner gilt: Wer dazu gezwungen ist, Dinge wiederzugeben (etwa: manchmal notwendige Allgemeinplätze) oder wer es nicht anders will, der muss die Mühe auf sich nehmen und sie in eigenen Worten ausformulieren. Existierte diese Erfordernis nicht, käme es zu den von dir erwähnten bloßen „Zitaten-Arbeiten“. Und so bestünde auch weniger Anreiz, möglichst eigenständig zu denken bzw. zu schreiben.

    Ich hatte in diesem Zusammenhang mal ein Plagiat minderer Schwere erwähnt. Ein Kommilitone hatte in einer Seminararbeit ein paar notwendige Allgemeinplätze, in denen er kurz dokumentieren musste, dass er ein paar Basics, die er für eine Anbindung brauchte, richtig zur Kenntnis genommen hat, schlicht aus einem Lehrbuch abgeschrieben. Dem Dozenten war dies durch puren Zufall aufgefallen. Weil jedoch erkennbar war, dass die Arbeit insgesamt auf eigenständigem Denken beruhte und das Foul (teilweise im Fußnotentext) bei weitem keine ganze Seite einnahm, beließ dieser es dabei, die Note der Arbeit deutlich herunterzusetzen. Ich hielt und halte das für angemessen. Es handelte sich einerseits nur um den Klau einiger, gewissermaßen banaler Formulierungen, andererseits kann man auch so einen minder schweren Fall eben nicht ungeahndet lassen, weil andere eben genau solche, manchmal notwendigen Allgemeinplätze selbstverständlich selber ausformulieren und ein Hinwegsehen über dieses verhältnismäßig harmlose Foul völlig falsche Anreize setzen würde.

    Nebenbei bemerkt besteht Guttenbergs Idiotie übrigens nicht nur darin, dass er (wie z.B. weiter oben im FAZ-Link dokumentiert) besonders umfangreich und in sich sehr dreist plagiert hat, sondern auch darin, dass die Arbeitszeit, die er in seine kunstvolle 450-seitige Kompilation investiert hat, wahrscheinlich für eine unprätentiöse, reguläre, sogenannte Typ-B-Dissertation von gut 200 Seiten ausgereicht hätte. Aber bei solchen Unternehmungen zum bloßen Zweck einer formalen Zusatzqualifikation und/oder aus Gründen des Renommee droht ein rite – und der Titel allein wäre wohl unter der Würde des schaumschlagenden Kommunikators gewesen.

    * Hier mag es, wie die von dir angeführte Analytische Philosophie, Gegenstandsbereiche geben, bei denen sich dies aus der Sache heraus stärker ergibt als anderswo. Es ist jedoch nicht die Regel.

    • 21. April 2011 um 13:16 Uhr
    • N. Neumann
  110. 112.

    Und da hackt es in meinen augen auch etwas am ‘system’ von geisteswissenschaflichen Arbeiten selbst:
    nicht die forschungsleistung, die neue idee etc… ist das ausschlaggebende kriterium wie bei den naturwissenschaftlern, sondenr mehr die fähigkeit des sprachlich variierends schon längst gut gesagtem.

    @ Zagreus (99.)

    Nein, hier handelt es sich eher um einen Sachzwang als um eine wissenschaftliche Marotte. Plakativ gesagt: Wer etwa über irgendein Kant-Thema promoviert, der muss natürlich, gebunden an die Originalquelle und Sekundärtexte, dokumentieren, dass er Kant auch verstanden hat. Die Kunst besteht nun darin, die richtige Mischung zwischen Darstellung und (eigenständiger, origineller) Interpretation zu finden.

    Zusätzlich ergibt sich das besagte günstige quantitative Verhältnis teilweise auch aus der Qualität der Darstellung des schon längst Gesagtem: Man kann das nämlich kurz, bündig und gut formuliert machen oder eben weniger.

    Und im Prinzip gilt dasselbe für die meisten sozial- und/oder geisteswissenschaftlichen Arbeiten. Es mag hier, wie gesagt, Objektbereiche (Analytische Philosphie) und Objekte (z.B. Hegel im Grundstudium) geben, bei denen es mehr auf die korrekte Darstellung in eigenen Worten bzw. die Dokumentation von Verständnis ankommt. Doch auch das ist kein „Systemfehler“.

    „Systemfehler“ können in diesen Fällen eher bestimmte Studenten sein, die meinen sie könnten, ohne sich vorher schon ausführlicher mit Hegels GPR befasst zu haben, eine konsistente Hegel-Interpretation liefern (Typus des sich selbst überschätzenden Schwurblers). Oder solche die, um beim Hegel-Beispiel zu bleiben, unter denselben Voraussetzungen kaum weniger blöde meinen, sie könnten ihr Referat über einige Paragrafen desselben Werks ganz ohne Sekundärliteratur bestreiten. Dann kann es in den ersten Sitzungen eines Hauptseminars zu solchen tiefschürfenden Dialogen kommen:

    Kommilitone: Könntest du kurz näher beschreiben, was Hegel an dieser Stelle mit „Geist“ meint?

    Referent: Ja „Geist“ halt.

    Ich würde dir mit Blick auf deine oben zitierte Bemerkung isnofern beipflichten, wenn du dich anstatt auf „System“, genauer auf bestimmte, schlechte Dozenten im System beziehen würdest, die wirklich, auch nach dem Ende des Grundstudiums, vergleichsweise wenig Wert auf eigenständiges Denken bzw. Originalität legen und Arbeiten mit einem Darstellungsanteil von 90% schätzen, selbst wenn der Gegenstand der Arbeit dies nicht erfordert.

    Hier handelt es sich aber zum Teil aber wiederum um Gegenstände, die man als Student mithin vermeiden kann, wenn man denn von derlei so angenervt ist.

    • 21. April 2011 um 14:00 Uhr
    • N. Neumann
  111. 113.

    meiner meinung nach ist das ‘system’ in den geisteswissenschaften mittlerweile zu sehr auf massenproduktion in allerkürzester zeit von artikeln ausgelegt zu ungunsten der eigentlichen foschungsleistung –> und das fördert einfach plagatieren – einfach weil die eigentliche leistung mittlerweilen das variieren mit eigenen worten von bereits gesagtem ist.

    Diesen Punkt bitte ich zu bedenken bei der plagatierungsdiskussion.

    @ Zagreus

    Nein, das halte ich für völlig falsch und unüberlegt – zumal mit Blick auf die Fälle Guttenberg, Koch-Mehrin und Co. Man braucht hier zunächst nur – wenn man so will: wissensoziologisch – auf die Motivation dieser Personen zu schließen. Diese Personen waren und sind nicht im Geringsten dazu gezwungen, eine Dissertation zu verfassen. Das ist etwas ziemlich Anderes als das Beispiel für das noch vergleichsweise harmlose Plagiat, welches ich weiter oben erwähnt habe. Das Thema einer Dissertation sucht man sich doch sehr selbsttätig aus.

    Bei Studenten lässt sich in wenigen Fällen noch mit etwas Wohlwollen sagen, dass sie an ein stark darstellungslastiges Thema und/oder an einen stark darstellungslastigen Dozenten geraten sind und daher ein bisschen Schummeln, indem sie inhaltlich nicht besonders orginelle Formulierungen übernehmen. Doch in den meisten Fällen, von denen ich weiß oder gehört habe, geht es schon deutlich in Richtung Methode Guttenberg und Koch-Mehrin: Es wurden und werden eben nicht einfach ein paar eher banale Fremd-Formulierungen in Seminarbeiten montiert. Die Arbeiten waren aus blanker Faulheit mehr oder weniger komplette Montagen, die ganz klar dazu dienten, sich mit den Federn anderer Leutes geistigen Eigentums zu schmücken.

    Sowas fällt dann z.B. wegen deutlichen stilistischen Brüchen auf. Oder bei Studenten, die im Seminar (vor allem: Referat) kaum Verständnis der Materie offenbarten, aber in der Seminararbeit ganz plötzlich durch deren tiefe Durchdringung und gestochene Formulierungen glänzten.

    • 21. April 2011 um 14:36 Uhr
    • N. Neumann
  112. 114.

    P.S: @ Zagreus

    Zum Forschungsstand: Und natürlich sollte man, je nach Gegenstand und eigener akademischer Anvanciertheit, soweit nötig und möglich, den Forschungsstand kennen. Vereinzelte Dozenten, die es dabei übertreiben, tun dieser wichtigen Erfordernis keinen Abbruch.

    Was wird auf allen Stufen der akademischen Leiter, und zwar nicht nur bei den Historikern, teilweise für ein unausgegorenes Zeug (oder großer Mist) geschrieben, weil die Verfasser von Arbeiten (mehr oder weniger) originell irgendeinen These verfolgt haben, aber zu blöd, ignorant oder zu faul waren, sich einen Überblick zum Forschungsstand zu verfassen.

    • 21. April 2011 um 14:49 Uhr
    • N. Neumann
  113. 115.

    zu verschaffen.

    • 21. April 2011 um 14:50 Uhr
    • N. Neumann
  114. 116.

    Einwanderung begrenzen und steuern ist nicht „rechts“lautet die Überschrift. Wenn man die Einwanderung nicht begrenzt oder steuert,der ist „rechts“ Der verbohrte links Ideologe fördert den rechts Populismus in ganz Europa, anstatt er ihn bekämpft.Danke ihr super Intellektuellen Realitätsnahen Übermenschen!

    • 21. April 2011 um 15:03 Uhr
    • cem gülay
  115. 117.

    Hast Du den Guttenberg gemacht ?

    – 1 – Kopernikus (*1473 – +1543) –

    Wie Archimedes berichtet arbeitete Aristarchos von Samos (*310 – +230 v. Chr.) über heliozentrische Hypothesen in einem – nicht mehr vorliegenden – Werk.
    Plutarch berichtet, dass Aristarchus wegen Gottlosigkeit angeklagt war, weil der „die Erde in Bewegung setzte“.

    In einem Manuskript seines epochalen Werkes ‚De revolutionibus ‚, in dem er seine heliozentrische Theorie darstellte, schrieb Kopernikus:
    „Wahrscheinlich … hat Philolaos Samos die Mobilität der Erde erkannt, was ebenfalls – wie einige sagen – die Ansicht des Aristarchos von Samos war“.
    Später jedoch strich er diese Passage aus dem Manuskript und erwähnte diese Quelle (seiner Theorie) in dem dann realiter gedruckten Buch nicht.

    Quelle:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Nicolaus_Copernicus

    – 2 – Putin (*1952)

    Der russische Ministerpräsident Putin soll große Teile seiner Dissertation nahezu wörtlich aus dem 1978 erschienenen Buch „Strategic Planning and Policy“ (von William R. King und David I. Cleland, Professoren an der Universität Pittsburgh) abgeschrieben haben, wobei er dieses Buch immerhin im Literaturverzeichnis nannte.

    Quelle:
    wikipedia ‚Plagiat‘

    • 21. April 2011 um 15:17 Uhr
    • Publicola
  116. 118.

    weil er

    • 21. April 2011 um 15:18 Uhr
    • Publicola
  117. 119.

    Ich versuchs nochmal.
    Der bürgerliche Staat untergräbt seine Autorität nicht damit, dass seine Kontrolle über Bevölkerungsbewegungen fehlschlägt, sondern in dem Anspruch, diese Bewegungen überhaupt kontrollieren zu wollen.
    So eine Kontrolle, die auch ganz nebenbei Dinge wie das Recht auf Freizügigkeit abschafft, das der Liberalismus ja zu versprechen vorgibt, in Sinn und Zweck nur an der Autorität des Staates zu messen, kann eher als auf sich selbst gerichtete, autokratische Herrschaft bezeichnet werden, denn als demokratische.
    Ein Kurzschluss von der Abschiebepolitik auf die Demokratie kann in keinem Fall Sinn ergeben, wenn man es mit der Demokratie und der Freiheit ernst meint.

    • 21. April 2011 um 18:28 Uhr
    • tnb
  118. 120.

    @ N. Neumann

    Lieber neumann – erst einmal recht herzlichen dank für diese ausführliche Stellungsnahme!

    Ganz zustimmen kann ich dir nicht – denn deine argumentation läußt darauf hinaus wissenschaftliche Arbeiten (aufsätze) primär unter dem didaktischen gesichtspunkt zu sehen. Bei hausarbeiten (Semesterarbeiten) mag das ja noch angehen –> der student soll zeigen, daß er den aktuellen forschungsstand und das problem richtig darstellen kann – und das geht wohl wirklich am besten mit eigenen worten.
    Spätestens bei einer Diplomarbeit/(magister-)masterarbeit dürfte man das doch eigentlich voraussetzen, daß er das kann und darum müßte man das doch nicht mehr jedesmal neu nachprüfen wollen.
    Die pädagogische Begründung wäre also damit hinfällig – und bei einer promotionsarbeit nochmnal sich zu vergewissern müssen, ob der promovent auch wirklich den forschungsstand und die problemlage seines frei gewählten themas rekapitulieren kann ist irgendwie albern – denn er dürfte erst gar nicht so weit gekommen sein ohne dies zu können.

    Die Fälle Guttenberg udn dieser fdp-tussi koch-? hab ich dabie gar nciht so sehr im auge gehabt, da ich bei diesen eh voraussetze, daß sie gar keine wissenschaftliche arbneit um der wissenschaft willen schrieben, sondern schlicht und ergreifend einen bestimmten tidel nur haben wollten , der ihnen bei ihrer karriere im außerwissenchaftlichen bereich nützen könnte. Ob die den nun gefäscht (= plagitiert) haben oder gleich bei der uni von carracas einkauften ist mir persönlich wumpe – da diese leute sowieso nicht im wissenschaftlichen bereich tätig sind, zählen ihre (z. b. politischen) aussagen für mich auch nicht als irgendwie wissenchaftlich fundiert oder relevant, sondern eben als politisch etc… relevant.
    Diese Leute und sehr viele andere versuchen nur etwas auszunutzen, was im a-wissenschaftlichen bereich verbreitet ist: der glaube, daß eine wissenschaftliche titulatur auf eine allgemeine größere Werthaftigkeit von aussagen dieser person hinweisen würde a là: dem herrn dr. glaube ich seine aussage über die wirtschaft, weil ich selbst nichts davon verstehe und er einen doktortitel hat (in literaturwissenschaft :D) – so a lá Bourdieu sozialem kapital.

    Ich persönlich halte plagieren nicht wirklich für etwas schlimmes im vergleich dazu, etwas, was ein anderer bereits gesagt hat, in eigenen worten wiederzugeben 8ausnahme sicherlich der von dir angesprochene pädagogische nutzwert bei hausarbeiten etc…).
    Denn ich halte halt aufsätze über ein bestimmtes thema, die erstmal mich zu 4/5 ihres inhaltes damit beschäftigen, dass zu erzählen, was auch in jedem anderen dieser aufsätze steht, bis sie endlich zu den abschnitt kommen, wo der jeweilige author seine these erläutert und begründet, auch für nervig.
    Da hat man dann 2 Seiten in einem 30-seiten fachaufsatzes, die wirklich die wissenchaftliche arbeit darstellen des schreiberlings – da wo er seine these nämlich darstellt und begründet.
    Ein großteil der arbeit steckt aber irgendwie im erneuten erzählen des immer gleichen und ist mehr eine literarische kunst, wenn es mal etwas spannender als beim nebenmann daher kommt (bei dem inhaltlich dasselbe steht), und keine wissenschaftliche.

    • 22. April 2011 um 15:40 Uhr
    • Zagreus
  119. 121.

    Wer auf die Idee kommt, dass Deutschland mehr Einwanderung braucht , obwohl er „Deutschland schafft sich ab“ gelesen hat, sollte nicht pauschal sagen, wir leben jetzt den Migrationshype der Grünen, oder wir holen alle Tunesier zu uns und bilden sie aus. Das ist kurzsichtig. Jedes 6te Kind wird heute in Hartz4 hineingeboren und jedes 5te Kind hat einen Migrationshintergrund. Gerade Kinder mit Migrationshintergrund leiden vielmehr unter körperlichen und psychischen Störungen als deutsche Kinder(Ärztezeitung).
    Der futuristische Roman von Henry Atlan : Die künstliche Gebärmutter, könnte einen Gedankenspiele machen lassen.
    In Deutschland ist jeder, der nicht grün ist mittlerweile rechts. Aber auch die Mitte-Grün wird sich sattlaufen.
    Dann können wir die Gebärmuttern neu erfinden.
    http://www.donaufalter-zeitung.de/friends/parser.php?artikel=237

  120. 122.

    Die Dunkelziffer und andere Feinheiten.Wir haben bereits darauf hingewiesen dass es keine offizielle Kriminalitatsstatistik gibt die die Tater nach ihrer Religion aufschlusselt was verhindert dass sich Aussagen uber die offizielle Rate bestimmter von Moslems begangener Straftaten machen lasst. Selbst wenn eine solche Statistik vorlage stunde dennoch ihre Verlasslichkeit in Frage.

    • 22. April 2011 um 19:53 Uhr
    • business review
  121. 123.

    Ganz zustimmen kann ich dir nicht – denn deine argumentation läußt darauf hinaus wissenschaftliche Arbeiten (aufsätze) primär unter dem didaktischen gesichtspunkt zu sehen. Bei hausarbeiten (Semesterarbeiten) mag das ja noch angehen –> der student soll zeigen, daß er den aktuellen forschungsstand und das problem richtig darstellen kann – und das geht wohl wirklich am besten mit eigenen worten.
    Spätestens bei einer Diplomarbeit/(magister-)masterarbeit dürfte man das doch eigentlich voraussetzen, daß er das kann und darum müßte man das doch nicht mehr jedesmal neu nachprüfen wollen.
    Die pädagogische Begründung wäre also damit hinfällig – und bei einer promotionsarbeit nochmnal sich zu vergewissern müssen, ob der promovent auch wirklich den forschungsstand und die problemlage seines frei gewählten themas rekapitulieren kann ist irgendwie albern – denn er dürfte erst gar nicht so weit gekommen sein ohne dies zu können.

    @ Zagreus (120.)

    Es geht mir hier eben nicht in erster Linie um Didaktik, sondern um Konsistenz. Um eine gute Arbeit zu schreiben, sollte man, je nach dem Grad der eigenen akademischen Fortgeschrittenheit und soweit möglich und nötig, den Forschungsstand berücksichtigen.

    Und das heißt eben nicht, dass die Darstellung und/oder Kritik desselben (oder an Teilen desselben) grundsätzlich 4/5 der Arbeit ausmachen sollen. Zumal kommt es konkret auch immer darauf an, inwieweit die Darstellung desselben für die Fragestellung der Arbeit relevant ist oder nicht und wie umfangreich er ist. Das ist also auch immer abhängig vom jeweiligen Objekt.

    Möglicherweise handelt es sich bei der Sache, an der du dich störst, um eine typische Historiker-Macke. Dann sind das aber einfach Arbeiten, in denen die Darstellung des Forschungsstands zu viel Raum einnimmt bzw. teilweise überflüssig ist – oder anders gesagt: Schlechtere bis schlechtere Arbeiten. Es geht aber auch im anderen Extrem: Ich habe schon eine Menge Rezensionen geschichtswissenschaftlichler Bücher bzw. von Büchern mit einem geschichtswissenschaftlichen Anspruch gelesen, in denen der (vorhandene) Forschungsstand ganz oder teilweise ignoriert wurde. Warum? Weil in diesen Werken auffällig häufig mehr oder weniger großer Mist verzapft wird. Sei es aus bloßer Schlampigkeit oder weil die betreffenden Autoren, ideologisch motiviert, diesen Mist nicht so ungeniert verzapfen könnten, wenn sie sich in ihrer Arbeit mit dem Forschungsstand auseinandersetzen würden. Was natürlich wiederum nicht heißen soll, dass der bisherige Forschungsstand oder Teile desselben nicht kritisiert werden dürften bzw. ggf. sollten.

    Im Rahmen der Sozialtheorie sieht es aber, wie du wahrscheinlich weißt, anders aus. Nehmen wir mal ein Seminar über Machttheorien und einen Studenten, der sich (warum genau auch immer) dazu entschlossen hat, in diesem Zusammenhang über Niklas Luhmann zu arbeiten. Da gibt es eine überschaubare Anzahl von Schriften Luhmanns, in denen er sich zum Thema auslässt und ein paar Texte anderer Autoren, die sich darüber ein- und auslassen. Da Luhmann ein härterer Brocken ist, empfiehlt es sich, dass er zum tieferen Verständnis auch die entsprechenden Sekundärtexte in Augenschein nimmt und auch die weniger nützlichen verwirft. Mit den Sekundärtexten wird er aber allemal mehr über Macht in der Sozialtheorie Luhmanns wissen als ohne. Und sofern er in der Fragestellung seiner Arbeit einen relativ eigenen, originellen Ansatz verfolgt (und etwa keinen Vergleich zu Webers Herrschaftssoziologie vornimmt), dann sollten ihn diese Texte auch nicht daran hindern, dies zu tun. Nur: Das, was er schreibt, sollte schon konsistent und kein Schwurbel sein, und er sollte dabei eben nicht auf irgendetwas kommen, auf das zuvor schon jemand anders gekommen ist. Das wäre nämlich nicht originell und könnte den Verdacht nähren, dass er plagiert hat.

    Ferner: Man kann im gegebenen Rahmen auch eine (sehr) gute Arbeit mit einem Luhmann-Weber-Vergleich schreiben. Da es sich hier weder um eine Dipl. noch um eine Diss. handelt, kann die Latte hier nicht so hoch hängen. Und umgekehrt kann man auch, wie gesagt, eine originelle, aber schlechte Arbeit schreiben, wenn man sich zum Thema einfach etwas ausdenkt, ohne die Primärliteratur richtig durchgearbeitet und die Sekundärliteratur gelesen zu haben.

    Die Fälle Guttenberg udn dieser fdp-tussi koch-? hab ich dabie gar nciht so sehr im auge gehabt, da ich bei diesen eh voraussetze, daß sie gar keine wissenschaftliche arbneit um der wissenschaft willen schrieben, sondern schlicht und ergreifend einen bestimmten tidel nur haben wollten , der ihnen bei ihrer karriere im außerwissenchaftlichen bereich nützen könnte. Ob die den nun gefäscht (= plagitiert) haben oder gleich bei der uni von carracas einkauften ist mir persönlich wumpe – da diese leute sowieso nicht im wissenschaftlichen bereich tätig sind, zählen ihre (z. b. politischen) aussagen für mich auch nicht als irgendwie wissenchaftlich fundiert oder relevant, sondern eben als politisch etc… relevant

    Diese Leute sind Betrüger. Sie gehören nicht erschossen. Aber das sie am öffentlichen Pranger stehen, ist a) eine gerechte Strafe und setzt b) die richtigen Anreize.

    Abgesehen davon gibt es auch die sogenannten Typ-B-Promotionen. Ich habe hier bewusst das Wort Schmalspur-Promotion vermieden, weil Noten unterhalb von magna nichts Ehrenrühriges sind und eine Diss. für manche Leute in einem rein zweckrationalen Sinne nützlich sein kann. Wer für diesen Bonus einer formalen Qualifikation ehrlich arbeitet, der hat ihn selbstverständlich auch dann verdient, wenn er damit keine Uni-Karriere machen und/oder den Forschungstand zum Thema XY gehörig nivellieren will.

    Ich persönlich halte plagieren nicht wirklich für etwas schlimmes im vergleich dazu, etwas, was ein anderer bereits gesagt hat, in eigenen worten wiederzugeben 8ausnahme sicherlich der von dir angesprochene pädagogische nutzwert bei hausarbeiten etc…)

    Ich denke nicht, dass du das so locker schreiben würdest, wenn du dir die Mühe gemacht hättest, etwa vier Jahre lang ein dickes Brett von Dissertation zu bohren und dann irgendein Idiot kommt, irgendeine originelle und gut formulierte Passage daraus klaut und dabei deinen Namen nicht nennt.

    Damit verbunden sollte dir auch der Unterschied zwischen dem Kopieren von ein paar (meinetwegen zuweilen nervigen, aber häufig notwendigen) Allgemeinplätzen zum Forschungstand und dem Klauen von recht eigenen, originellen Thesen etwas deutlicher sein.

    Die meisten Plagierer plagieren aber eben nicht ein paar eher banale Formulierungen, die sie so ohne weiteres auch selber hätten ausformulieren können. Vielmehr machen sie es deshalb, weil sie selber nicht oder kaum originell (es sei denn beim Hochstapeln) sein können/wollen bzw. nicht intelligent genug und zu faul sind.

    • 22. April 2011 um 20:45 Uhr
    • N. Neumann
  122. 124.

    @ NN

    Das Prädikat „summa“ sollte wohl wettmachen, dass das Examen wohl eher mittelmäßig war.

    • 23. April 2011 um 11:37 Uhr
    • M. Riexinger
  123. 125.

    An all, ab den 1 Mai, öffnen sich die Grenzen für 8 Ost-Europäische Staaten. Man rechnet mit 100-400 Tausend Arbeitnehmern pro Jahr. Die Politik und Medien versuchen uns diese Tatsache, als notwendige und positive Entwicklung zu verkaufen. Für die Unternehmen eine feine Sache, bekommt doch willige und nicht „muslimische“ Fachkräfte. Auch die Ausbildung wird dann nicht mehr gebraucht. Die Folgen will man natürlich nicht sehen. Millionen von Hauptschülern in der Zukunft, wird der Arbeitsmarkt so gut wie verschlossen bleiben. Die Armut und sozial Transfers werden explodieren. Kriminalität und Gewalt der einheimischen Jugend werden dramatisch steigen. Ich finde es bemerkenswert, wie sich die Geschichte wiederholt , vor allem die Wirtschaft und Politik katastrophale Fehler, bei der Zuwanderung beschließen. Mit fatalen Konsequenzen für den inneren wie sozialen Frieden der Gesellschaft. die Zuwanderer-Ströme aus nicht Eu Ländern nicht mal mit gerechnet.

    • 27. April 2011 um 16:41 Uhr
    • cem gülay
  124. 126.

    Cem, die Zuwanderer, so sie denn überhaupt in dieser Zahl kämen, wären überwiegend Polen. Wenn hier in der Vergangenheit nur Polen zugewandert wären, würde es keine Integrationsdebatte geben, man würde gar nicht merken, dass diese Leute hier sind. Diese Zuwanderung ist weder katastrophal, noch wird sie den sozialen Frieden stören. Sie ist im Gegenteil zu begrüßen.

    • 27. April 2011 um 17:22 Uhr
    • riccardo
  125. 127.

    Die Polen sind insbesondere seit 1683 gut integriert.

    • 27. April 2011 um 17:31 Uhr
    • FreeSpeech
  126. 128.

    Ohne Kommentar:

    #
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    • 27. April 2011 um 17:41 Uhr
    • M. Riexinger
  127. 129.

    @Cem: Deutschland den Deutschen und Türken, die Polen und Rumänen müssen draußen bleiben? Ich denke nicht, dass man damit langfristig auf einen grünen Zweig kommt.

    • 27. April 2011 um 17:42 Uhr
    • Arjen van Zuider
  128. 130.

    Kreuzberger Nächte:

    Der Tagesspiegel berichtet:
    Nach einem Autounfall in Kreuzberg ist es in der Nacht zu Mittwoch zum Tumult gekommen: Die Feuerwehr wurde von rund 20 Leuten massiv bedrängt. Die Gruppe sorgte sich offenbar mehr um das teure Auto, als um die eingeklemmte Verletzte in dem Wagen.
    (…)
    Die Gruppe sei wütend gewesen, weil die Rettungskräfte mit einem hydraulischen Gerät den 6er BMW, einen neuen und sehr hochwertigen Wagen, aufschneiden wollten, um die eingeklemmte Frau zu befreien. „Für die aufgebrachten Leute war ganz offensichtlich die verletzte Frau nicht das Wichtigste, sondern es ging ihnen um das Fahrzeug“, berichtet ein Ermittler.

    Autounkündig wie ich bin, habe ich den Widerstand der Angehörigen der eingeklemmten Frau erst dann verstanden, als ich mir den 6er-BMW bei Google-Bildern angeschaut habe.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/feuerwehr-bei-rettungseinsatz-massiv-behindert/4102520.html

    • 27. April 2011 um 17:56 Uhr
    • Miriam G.
  129. 131.

    @Miriam G.

    Da hat die ganze Familie gespart und den Wagen gekauft (wird wohl so ab 100’000 Euro kosten), und da legt die Zicke das Ding zusammen. Den Wagen konnte man vielleicht noch retten, waren ja nur ein paar Beulen, und da kommen diese Kreuzritter und zersägen das Teil. Null Respekt, die Kartoffeln.

    • 27. April 2011 um 18:10 Uhr
    • FreeSpeech
    • 27. April 2011 um 18:11 Uhr
    • riccardo
  130. 133.

    @ FS

    Na seit 1773 wissen die Polen, dass man von Öschis keine Dankbarkeit zu erwarten hat.

    • 27. April 2011 um 18:30 Uhr
    • M. Riexinger
  131. 134.

    @ Miriam

    So was zu verlinken ist unanständig!

    • 27. April 2011 um 18:31 Uhr
    • M. Riexinger
    • 27. April 2011 um 18:36 Uhr
    • M. Riexinger
  132. 136.

    @M. Riexinger, 133.

    Danke, Google hat geholfen.

    • 27. April 2011 um 18:36 Uhr
    • FreeSpeech
  133. 137.

    Riccardo, wir werden sehen wer am Ende Recht hat. Sie, haben glaube ich gar nicht verstanden, was ich sagen will. Klar, Gutmenschen-Ideologie vom feinsten

    • 27. April 2011 um 18:51 Uhr
    • cem gülay
  134. 138.

    AVZ,doch, bei den „Türken“, auf den grünen Zweig des Islams ,-)

    • 27. April 2011 um 18:54 Uhr
    • cem gülay
  135. 139.

    Rook hielt es für möglich, dass sich ein Rechter in die Partei eingeschmuggelt und das Flugblatt eingestellt hat.

    :-)

    So wie vor ein paar Jahren die Duisburger Polizei rechts-unterwandert wurde um in Wohnungen einzubrechen und Israel-Flaggen aus Fenstern zu entfernen.

    • 27. April 2011 um 18:57 Uhr
    • Frieeway
  136. 140.

    Ich habe gesehen, wie sich ganz gewöhnliche anständige Bürger – vom katholischen Kirchenchor St. Josef bis zur Linkspartei

    • 27. April 2011 um 19:15 Uhr
    • M. Riexinger
  137. 141.

    Vielen Dank Cem. Endlich mal einer, der mein gutmenschliches Anliegen würdigt.

    • 27. April 2011 um 20:01 Uhr
    • riccardo
  138. 142.

    @M. Riexinger
    #135
    hier das besagte Pamphlet
    http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2011/04/flugblatt_011.pdf

    • 27. April 2011 um 20:22 Uhr
    • Miriam G.
  139. 143.

    Riccardo, gern geschehen.Wenigstens eine/r mal der das zugibt.Das verdient auch respekt

    • 27. April 2011 um 20:31 Uhr
    • cem gülay
  140. 144.

    @Riexinger: Das Symbol ist übrigens geklaut

    @Cem: Die Frage ist, will man auf den Zweig überhaupt kommen?

    • 27. April 2011 um 20:32 Uhr
    • Arjen van Zuider
  141. 145.

    @ Cem, Riccardo

    Die kommende Immigrationswelle

    Arbeitskräftemangel? Schon bald wird eine gewaltige Migration einsetzen, wenn der Arbeitsmarkt am 1. Mai für Osteuropäer geöffnet wird. Zudem droht weitere Einwanderung ins Sozialsystem.

    Von Hans-Werner Sinn

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    Durch die Migration wird sich das Facharbeiterproblem ganz von allein lösen. In Großbritannien schwärmte man von den überlegenen Fähigkeiten der polnischen Handwerker und Bauarbeiter, die in das Land gekommen waren. Wenn diese Arbeitskräfte nun nach Deutschland kommen, werden sie den deutschen Wirtschaftsaufschwung weiter beflügeln. Die Asymmetrie der europäischen Wirtschaftsentwicklung, die nach der Finanzkrise zu deutschen Gunsten ausgeht, wird eine Asymmetrie der Arbeitskräftewanderungen bewirken. Nur dann, wenn Deutschland mithilft, sein Kapital durch allzu großzügig gestrickte Rettungspakete für die Südländer wieder ins Ausland zu locken, kann es seinen Aufschwung wieder kaputtmachen und auch die Immigration von Facharbeitern verhindern.

    […]

    Besonders problematisch wird sich in den nächsten Jahren die Immigration der nicht erwerbstätigen Personen auswirken. Nach der Freizügigkeitsrichtlinie der EU aus dem Jahr 2004, die in Deutschland im gleichen Jahr in nationales Recht umgesetzt wurde, besteht schon seit dem 1. Januar 2005 für alle Bürger der EU-Staaten das Recht, nach Deutschland zu kommen, wenn sie hier nicht Arbeitnehmer sein wollen, also als Erwerbslose oder Selbständige einreisen. Sie haben zwar während der ersten fünf Jahre keinen Anspruch auf Sozialleistungen und müssen sich selbst ernähren. Doch nach Ablauf von fünf Jahren genießen sie automatisch ohne weiteren Antrag das Daueraufenthaltsrecht und können die steuerfinanzierten Sozialleistungen genauso wie deutsche Staatsbürger beanspruchen. Das heißt insbesondere, dass ihnen im Rahmen von Hartz IV oder der Sozialhilfe eine freie Wohnung, ein freier Krankenversicherungsschutz sowie Hilfe zum Lebensunterhalt gewährt wird.

    Die ersten Migranten sind im Jahr 2010 in den Genuss dieses Rechts gekommen. Das dürften zunächst nur wenige Personen gewesen sein. Schließlich bot die Massenarbeitslosigkeit im Jahr 2005 nur geringe Möglichkeiten, schwarzzuarbeiten, und von den neuen gesetzlichen Regelungen wussten die Migranten nichts. Indes werden sich die Erfahrungen der ersten Immigrantengeneration rasch herumsprechen. Vermutlich wird es daraufhin in den kommenden Jahren neben der zu erwartenden Zuwanderung der Arbeitnehmer eine zweite Immigrationswelle von Personen geben, die gar nicht die Absicht haben, längerfristig in Deutschland zu arbeiten, sondern darauf abzielen, nach der Warteperiode von fünf Jahren die deutsche Sozialhilfe zu erhalten. Das wird angesichts der desperaten Wirtschaftslage in den Heimatländern insbesondere für ältere Personen aus Rumänien und Bulgarien attraktiv sein. Sie können sich auf diese Weise völlig legal, ohne je Beiträge oder Steuern gezahlt zu haben, ein Alterseinkommen verschaffen, das weit über dem Arbeitseinkommen ihrer Heimatländer liegt.

    http://www.faz.net/s/RubC9401175958F4DE28E143E68888825F6/Doc~E90201E454A6848FDA8F9404DDBB01772~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    • 27. April 2011 um 20:47 Uhr
    • N. Neumann
  142. 146.

    AVZ, momentan sieht es so aus.Ich war immer ein Verfechter, das die Religion Privatsache sei und deswegen liberal eingestellt,wie ich es in der Schule gelernt habe. Seit 1995 hat sich die Situation grundlegend geändert.Heute mache ich mir Gedanken darüber, ob es sich schickt beim Joggen, mit sehr engen Sportleggins zu laufen,weil ich ständig muslimischen Frauen mit Kopftuch begegne. In der Türkei wurden schon einige Ruderer zusammen geschlagen.

    • 27. April 2011 um 20:51 Uhr
    • cem gülay
  143. 147.

    Neumann, entscheidend wird sein, was für die Einheimischen Bürger übrig bleiben wird, vor allem die Millionen Jugendlichen ,die nicht gerade in den besten sozialen Umfeldern leben. Wer die Katastrophe nicht sieht, hat selbst Schuld. Die deutschen scheinen einen Selbstzerstörungstrieb zu haben. Sarkozy und Berlusconi sehen es wie ich und reagieren auf die Gefahr.So lange es aber Millionen Riccardos gibt, dann wird man es wohl aushalten müssen. In Deutschland scheint es entweder nur Rechtspopulisten oder Gutmenschen zu geben

    • 27. April 2011 um 21:03 Uhr
    • cem gülay
  144. 148.

    In der Türkei wurden schon einige Ruderer zusammen geschlagen.

    Von Frauen mit Kopftuch?

    • 27. April 2011 um 21:06 Uhr
    • FreeSpeech
  145. 149.

    Freespeech, von deren Männern. Sie müsste doch wissen, das Frauen mit Kopftuch keine fremden Männer anfassen dürfen.Sie sagen doch, sie hätten einen IQ von mindestens 130% 😉

    • 27. April 2011 um 21:10 Uhr
    • cem gülay
  146. 150.

    Heute mache ich mir Gedanken darüber, ob es sich schickt beim Joggen, mit sehr engen Sportleggins zu laufen,weil ich ständig muslimischen Frauen mit Kopftuch begegne.

    @ Cem

    Also, ich habe deshalb von den entsprechenden Muslim-Mackern noch nicht mal einen bösen Blick bekommen. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich beim Laufen entschlossen wirken soll und die glauben, dass bei so einem Kuffar nichts auszurichten ist.

    Viel ätzender sind in diesem Zusammenhang z.B. die völlig verstrahlte Krankengymnastin(?), die mich wegen Laufens auf Asphalt mehrmals anschrie, Leute, die mit ihren Fahrrädern mitten innerhalb ohnehin überflüssiger Drängelgitter ein Päuschen einlegen oder die ständigen Dopeschwaden der Kampfkiffer im Sommer, die aus vollem Lauf stoned Sein durch passives Inhalieren befürchten lassen.

    • 27. April 2011 um 21:12 Uhr
    • N. Neumann
  147. 151.

    @Cem Gülay

    Die deutschen scheinen einen Selbstzerstörungstrieb zu haben.

    Die besagten ost- bzw. mitteleuropäischen Länder sind EU-Mitglieder. Deutschland hat für sich einen Aufschub von 7 Jahren erreicht, ehe die Bürger dieser Länder von ihrem Recht auf Freizügigkeit Gebrauch machen können. Diese Schonzeit für Deutschland läuft am 1. Mai aus. Andere EU-Staaten, wie Irland oder Großbritannien waren vom Beitritt 2004 an für die osteuropäischen Arbeitskräfte offen.

    Sie scheinen nicht zu verstehen, dass es nicht im Ermessen Deutschlands liegt, ob diese EU-Neubürger Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt bekommen oder nicht. Es geht um die Umsetzung des EU-Rechts.

    • 27. April 2011 um 21:18 Uhr
    • Miriam G.
  148. 152.

    Neumann, deren „Mackern“ bin ich auch nicht begegnet, die hängen doch meist im Cafe, Spielhalle oder Wettbüro ab

    • 27. April 2011 um 21:18 Uhr
    • cem gülay
  149. 153.

    Neumann, entscheidend wird sein, was für die Einheimischen Bürger übrig bleiben wird, vor allem die Millionen Jugendlichen ,die nicht gerade in den besten sozialen Umfeldern leben.

    @ Cem

    Wenn, wie Hans-Werner Sinn vermutet, zu viele Rumänen und Bulgaren kommen sollten, könnten ja die besagten Jugendlichen dabei behilflich sein, ein paar davon wieder rauszuekeln. Zumal das wiederum ein bisschen integrierend wirken und die Rechtspopulisten besänftigen könnte. 😉

    P.S.: Ganz im Ernst: Vielleicht sehen Sie auch durch den verlinkten Artikel die Äußerungen des Bouffier in einem etwas milderen Licht. Wenn sowieso weitere Zuwanderung zu erwarten ist, gibt es wenig Grund, sich über zusätzliche Zuwanderung Gedanken zu machen und einigen Grund, erstmal abzuwarten.

    • 27. April 2011 um 21:21 Uhr
    • N. Neumann
  150. 154.

    @ Miriam

    Bald kommt vielleicht auch die erste deutsche Irophobiewelle:

    http://www.express.de/regional/bonn/tinker-campieren-jetzt-in-bornheim/-/2860/8382096/-/index.html

    • 27. April 2011 um 21:25 Uhr
    • N. Neumann
  151. 155.

    Meriam, ich weiß, ich weiß.Ändert aber nichts an der Realität. Berlusconi und Sarkozy gehören auch nicht gerade irgendwelchen Eu-Ländern an

    • 27. April 2011 um 21:27 Uhr
    • cem gülay
  152. 156.

    Neumann, deren “Mackern” bin ich auch nicht begegnet, die hängen doch meist im Cafe, Spielhalle oder Wettbüro ab

    @ Cem

    Warten Sie mal den Sommer ab – wenn Mutti in ihren Gewändern schwitzt und in den Parks richtig viel los ist, gibt es öfter eine Café-Pause und der Rest der Familie wird vor den vielen verderblichen Einflüssen dortselbst beschützt.

    • 27. April 2011 um 21:35 Uhr
    • N. Neumann
  153. 157.

    @cem gülay

    Logisch. Ich konnte einfach nicht widerstehen. :-)

    Sie liefern mit Ihrem Beispiel den Islamophoben allerdings Munition für ein Kopftuchverbot.

    (Ich musste da auch daran denken, wie die ach so guten Christen mit Hypatia umgingen. Letzter Abschnitt hier: http://www.frauen-informatik-geschichte.de/index.php?id=24
    Man hat ihr die Haut bei lebendigem Leibe abgezogen. Religion macht’s möglich. )

    • 27. April 2011 um 21:37 Uhr
    • FreeSpeech
  154. 158.

    Neumann, um die Bulgaren und Rumänen geht es nicht, da ist noch nichts entschieden. Die Araber-Clans in Berlin sind auch nicht gerade begeistert. Zwei Männer aus bestimmten Großfamilien die ich kennen gelernt habe, glauben das sie wohl möglich überrannt werden, sollte Rumänien und Bulgarien auch im Genuss der Freizügigkeit kommen. Dafür werden die Grünen spätestens nach der Wahl sorgen. Ein paar Tote mehr oder weniger, muss man alles aushalten. Mädchenhandel muss man aushalten, Drogenhandel muss man aushalten, Raub,Diebstahl, Fensterputzer, Schuh-Mafia, Einbrüche(jetzt schon in Bremen und Hamburg,höher als in New York)muss man aushalten. Die Deutschen Kinder in bestimmten Vierteln müssen die Schläge und das Mobbing aushalten.Wird doch richtig kuschelig in der Zukunft.

    • 27. April 2011 um 21:42 Uhr
    • cem gülay
  155. 159.

    Freespeech, weiß doch, das sie Spaß gemacht haben ,-) Ich habe nichts gegen Kopftücher, nur dann, wenn deren Macker meinen, ich sollte mich sittlicher anziehen, wenn ich ihren Frauen übern weg laufen sollte

    • 27. April 2011 um 21:48 Uhr
    • cem gülay
  156. 160.

    – Joggen –

    Beim Joggen um Münsters Aasee – einige Jahre ist es her – musste ich erfahren, dass kaum Menschen eine Existenzberechtigung zu haben scheinen, die sich ohne einen – i.d.R. mindest kalbsgroßen – Hund in das Licht der Öffentlichkeit begeben.

    Diejenige/Derjenige Passant/in, die/der [in Promille-Quantität] hundelos Ausgang zu haben schien, wurde von mir besorgt auf diesen empörenden Mangel hingewiesen,

    • 27. April 2011 um 21:55 Uhr
    • Publicola
  157. 161.

    Neumann, zu Bouffier. Hätte nicht explizit von Deutschen geredet, dann würde Ihr Vorschlag mit dem rausekeln gar nicht so abwegig sein. Das geschieht sogar schon. In bestimmten Vierteln werden bestimmte neue Zuwanderer von Türken, Kurden und Arabern in Schach gehalten. Wenn die Türken aber im Sommerurlaub in ihrer Heimat sind, müssen sie auch vermehrt mit Einbrüchen klar kommen.Darauf haben sich einige Familien aus Ost-Europa spezialisiert. Wenn die Türken zurück sind, scheinen einige Familien weiter gewandert zu sein, natürlich mit einem Kopfgeld pro Familienmitglied, die von der Ausländerbehörde bezahlt wird

    • 27. April 2011 um 22:07 Uhr
    • cem gülay
  158. 162.

    Hätte er……..

    • 27. April 2011 um 22:08 Uhr
    • cem gülay
  159. 163.

    @ Publicola

    Beim Laufen hatte ich erst einen ärgerlichen Hunde-Zwischenfall, meistens waren es Menschen-Zwischenfälle. Das bescheuerte, mittelgroße Vieh schoss ansatzlos mit der Absicht, sich frontal in meine Fußfesseln zu verbeißen, auf mich los, was mich zu einem großen Satz darüber hinweg veranlasste. Der Hund jaulte daraufhin ganz fürchterlich (obwohl ich eben nicht auf ihn draufgetreten bin) und Frauchen schrie ganz entgeistert „PUTZI, PUTZI, PUTZI!“. Nachdem ich Frauchen deutlich gesagt hatte, dass sie so einen Hund doch besser an die Leine nehmen sollte, schaltete sich ein (echter) Park-Penner ein und meinte, „DANN LOOF DOCH NICH SO SCHNELL!!!“. Dem habe ich dann auch noch etwas gesagt. Einige Meter weiter kam mir ein leicht verstört wirkender Jogger in Trippelschritten entgegen.

    Sowas ist jedoch allemal sozialverträglicher als weiland ca. 12-jährige Mädchen, die mit dem Kampfhund-Mischling des älteren Bruders ohne Leine zum Gassi-Gehen geschickt wurden.

    • 27. April 2011 um 22:21 Uhr
    • N. Neumann
  160. 164.

    @ N. Neumann

    Da Ihre Jogging-Erlebnisse mit besitzer-haltenden Hunden die meinigen diesbezüglichen Erfahrungen höchst affirmativ bestätigen,
    scheint es mir doch unausweichlich,
    im Falle einer Wiederaufnahme des Joggens meinerseits dies nicht ohne Pfefferspray zu wagen

    http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss_c_1_12?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dsports&field-keywords=pfefferspray&sprefix=pfefferspray

    • 27. April 2011 um 22:32 Uhr
    • Publicola
  161. 165.

    @ Publicola

    Wahrscheinlich reden sich die Besitzer von doofen Hunden an Münsters Aasee mit „Ist doch kein Kampfhund!“ raus. Wobei man schon seit längerem auch in NRW, ebenso wie in Berlin, deutlich häufiger Hunde an der Leine oder sogar mit Maulkorb sieht.

    • 27. April 2011 um 22:39 Uhr
    • N. Neumann
  162. 166.

    Wobei man schon seit längerem auch in NRW, ebenso wie in Berlin, deutlich häufiger Hunde an der Leine oder sogar mit Maulkorb sieht.

    Das „Irre“ ist ja, dass Frauchen/Herrchen – obwohl meines Wissens ein Gebot des an die Leine Haltens eines bellenden Vierbein-Begleiters besteht – allzuhäufig geflissentlich dieses Gebot ignorieren zu müssen glaubt – so zumindest meine derzeitige Beobachtung bei meinen Fußgängen ‚in Gottes freier Natur‘.

    Einen Unterschied zu diesbeszüglich vorgesetzlichen Regelungen habe ich – zumindest ‚augenscheinlich‘ – nicht feststellen können.

    Ein Grund mag sein, dass im Münsterland ja auch hier und dort vielleicht mit unvergesslichen Inkarnationen des Prinzips ‚Dickfelligkeit‘ zu rechnen ist.

    • 27. April 2011 um 22:49 Uhr
    • Publicola
  163. 167.

    Nr. 166 an @ N. Neumann

    • 27. April 2011 um 22:51 Uhr
    • Publicola
  164. 168.

    Wirklich nur spielen, wenn sie mal angerannt kommen, wollen übrigens Irische Wolfshunde, die größten Schrecken aller Hundephobiker:

    http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/bilder/2190-1.jpg

    • 27. April 2011 um 22:51 Uhr
    • N. Neumann
  165. 169.

    Ein Grund mag sein, dass im Münsterland ja auch hier und dort vielleicht mit unvergesslichen Inkarnationen des Prinzips ‘Dickfelligkeit’ zu rechnen ist.

    In Berlin tendieren unterschiedliche Bohèmen zu sozialer Penetranz, im Münsterland ist es das alteingesessene Bürgertum.

    • 27. April 2011 um 22:57 Uhr
    • N. Neumann
  166. 170.

    @Neumann

    omigod die Tinkers haben Deutschland erreicht? Das sind schon extrem anstrengende Zeitgenossen. Und von Mülltrennung halten sie auch nichts.

    Ich dachte zunächst es ging dir um Ressentiments gegen Iren angesichts des Rettungsschirmes. Meine Tochter hat in der Schule bereits was abgekriegt: Sie packte ihr Pausenbrot auf und ein Mitschüler meinte: Das haben wir bezahlt!
    (Und dabei ist sie Deutsche.)

    • 27. April 2011 um 22:59 Uhr
    • Miriam G.
  167. 171.

    Übrigens ist mir in diesem Zusammenhang (gerade) klargeworden, warum die Deutschkenntnisse von Angelsachsen (Briten, Amerikaner, Australier, Canadier) kommunikativ nicht immer ganz zufriedenstellend sind:

    http://www.youtube.com/watch?v=in7yLZJ7A6Y

    • 27. April 2011 um 23:01 Uhr
    • Publicola
  168. 172.

    @Neumann
    wollen übrigens Irische Wolfshunde, die größten Schrecken aller Hundephobiker

    Eine irische Bekannte meiner Mutter, die in Frankfurt lebte, hatte einen solchen Wolfshund. Er hat einmal einem Dackel den Kopf abgebissen. Now that didn’t go down well with the neighbours..

    • 27. April 2011 um 23:03 Uhr
    • Miriam G.
  169. 173.

    Meriam, Sie werden auch noch aufwachen. Ihre Tochter bekommt nur das, was Sie nie verstanden haben. Dieses Erlebnis ist erst der Anfang und das sage ich mit sehr viel Mitgefühl

    • 27. April 2011 um 23:05 Uhr
    • cem gülay
  170. 174.

    @ Miriam

    Ich habe jedenfalls noch nie von einem Irischen Wolfshund gehört, der auf einen Menschen losgegangen wäre. Schließlich wurden die Dinger ursprünglich zur Wolfsjagd gezüchtet. Und die, denen ich begegnet bin, waren alle nett.

    Wir hatten übrigens früher einen Irish Terrier. Bitch (so hatte sie der Züchter genannt) fing, wenn sie Stress anfing, immer nur Stress mit Schäferhunden an.

    • 27. April 2011 um 23:10 Uhr
    • N. Neumann
  171. 175.

    An all, das lustige ist, das viele immer sagten, mit anderen haben wir doch keine Probleme, nur Türken und Muslime im allgemeinen machen Probleme.Griechen, Iren, Portugiesen etc sind willkommen. Jetzt ist ein Pausenbrot, für das Meriam gearbeitet hat, schon für einige ein Dorn im Auge. Mich würde es interessieren, wie viele sich für Meriams Tochter eingesetzt haben und den Jungen in die Schranken verwiesen haben

    • 27. April 2011 um 23:15 Uhr
    • cem gülay
  172. 176.

    Freespeech, und wann werden wir die Schwarzgelder, die bei euch geparkt wurden, zurück bekommen? Wir brauchen das Geld in Deutschland. Sonst schicken wir doch noch die Kavallerie!

    • 27. April 2011 um 23:20 Uhr
    • cem gülay
    • 27. April 2011 um 23:20 Uhr
    • N. Neumann
  173. 178.

    Neumann, gut das die Atomkraftwerke in D abgeschaltet werden, hätte ja irgendeiner mal die Idee haben können Atombomben zu bauen 😉

    • 27. April 2011 um 23:27 Uhr
    • cem gülay
  174. 179.

    @ Cem

    Peter Scholl-Latour wollte schon welche.

    • 27. April 2011 um 23:32 Uhr
    • N. Neumann
  175. 180.

    Neumann, ist der nicht Jude

    • 27. April 2011 um 23:35 Uhr
    • cem gülay
  176. 181.

    nur Türken und Muslime im allgemeinen machen Probleme. Griechen, Iren, Portugiesen etc sind willkommen

    Die hier im Jahre 1961 bekanntgewordene Reihenfolge ist: “ … Da sieht man Türken, Perser, Inder und Chinesen … Da sieht man Dänen, Deutsche, Schweizer und auch Schweden … “

    http://www.youtube.com/watch?v=Wt2QV3f8FrE&feature=related

    • 27. April 2011 um 23:44 Uhr
    • Publicola
  177. 182.

    >Es geht um die Umsetzung des EU-Rechts.

    Also ich persönlich scheiss im Zweifel auf EU-Recht – und befinde mich mit dieser Einstellung in bester Gesellschaft.

    Diese EU wird nicht mehr lange überleben.

    • 28. April 2011 um 00:19 Uhr
    • Frieeway
  178. 183.

    @cem gülay

    Schwarzgelder, aha, da darf ein Staat Verträge brechen.

    Deutschland hat nicht ein einziges Rechtshilfe-Gesuch gestellt – dazu gibt es nämlich Rechtshilfeverträge – sondern sofort zu illegalen Mitteln gegriffen, die übrigens die Franzosen in der gleichen Situation – Datenklau – ihrer Regierung verboten haben. Ganz in der Tradition von ab 4 Uhr wird zurückgeschossen.

    Kein Wunder, bringen die Deutschen ihr Geld oder gleich sich selber ins Ausland in Sicherheit.

    Rechtssicherheit ist das A und O eines erfolgreichen Staates. D hat da abgehalftert.
    (Man merkt es bloss nicht, weil es dazu führt, dass internationale Unternehmen möglichst Niederlassungen in D vermeiden, und potente KMU zB aus der Schweiz trotz Marktchancen keine Niederlassung in D gründen.)

    • 28. April 2011 um 10:54 Uhr
    • FreeSpeech
  179. 184.

    @ FS

    Rechtssicherheit ist das A und O eines erfolgreichen Staates. D hat da abgehalftert.

    Nun, da der Irrtum mit ihren Pflaumen in Missachtung vertraglicher regelungen energiepolitisch den Hysterikern hinterrennt, wird das Misstrauen weiter zunehmen.

    • 28. April 2011 um 11:09 Uhr
    • M. Riexinger
  180. 185.

    OT: Bei allem Säkularismus: Manchmal hätte ein Kopftuch eben doch seine Vorteile:

    http://www.youtube.com/watch?v=EH7zjg1ry0c

    • 28. April 2011 um 12:40 Uhr
    • Arjen van Zuider
  181. 186.

    OT 2: Hier hätte eine Burka zum Abheben und Fliegen verholfen:

    http://www.youtube.com/watch?v=Q8ni7ULcj94&feature=related

    • 28. April 2011 um 12:58 Uhr
    • Publicola
  182. 187.

    @ Publicola

    „Beim Joggen um Münsters Aasee …“

    Grüßen Sie Prof. Dr. Börne von mir!

    • 2. Mai 2011 um 16:46 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  183. Kommentar zum Thema

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