Ein Blog über Religion und Politik

Was Libyenkrieg und Irakintervention unterscheidet

Von 23. August 2011 um 12:05 Uhr

Marc Lynch erklärt in seinem Blog auf Foreign Policy, warum es falsch war und ist, mit der Erfahrung des Irakkrieges gegen die Nato-Intervention in Libyen zu sein. Ich kann nur hoffen, dass in der deutschen Regierung solche Quellen gelesen werden. Denn es ist offensichtlich, dass die Deutschen bei ihrer Enthaltung voll in die Irak-Falle gelaufen sind. Merkel hatte einst in der Washington Post Schröder für seine Zurückhaltung gegenüber den amerikanischen Invasionsplänen kritisiert, nun wollte sie offenbar selber ihre Unabhängigkeit von Amerika demonstrieren.

Nie wieder Truppen für ein humanitäres Abenteuer in der arabisch-islamischen Welt, das war ihre (falsche) Schlussfolgerung aus dem Fehler, Bush gegen Schröder unterstützt zu haben:

The Arab public embraced the Libyan uprising in February, which began less than a week after Mubarak's fall. They saw the Libyan revolution as part of their own common story of peaceful, popular challenges to entrenched authoritarian rule. They watched in horror as Qaddafi responded with brutal military force, and as his forces advanced on Benghazi they desperately called for the world to help.

I heard a lot of skepticism about this Arab demonstration effect after the NATO intervention began. Skeptics pointed out, quite correctly, that the regimes in Bahrain, Yemen, and Syria seemed undeterred by the NATO show of force. But they generally ignored, or just didn't care about, the overwhelmingly positive response at the time in most of the Arab public. The Arab public, watching the battle unfold on al-Jazeera and online, understood that a massacre had been prevented by the intervention.

A significant portion of American and Western commentators were quick to assume that Arabs would view the Libya intervention through the lens of Iraq. I assumed that too, at first. But the debate that I saw unfold in the actual Arab public sphere was entirely different and forced me to change my mind. While there were certainly Arab voices warning of imperialism and oil seizures and Israeli conspiracies, the overwhelming majority actively demanded Western intervention to protect the Libyan people and their revolution. The urgency of preventing the coming massacre mattered more to them, and despite all the legacies of  Iraq they demanded that the United States and the international community take on that responsibility.

As for the demonstration effect on regimes, it is worth recalling that both Syria and Yemen saw significant escalations at exactly that moment which hardly seem a coincidence. The Syrian uprising really began to take root after the regime's heavy handed response to rising protests in Deraa on March 18.  Its violence in Deraa set in motion the cycle of repression and mobilization, which has brought hundreds of thousands of Syrians into the streets and turned Assad's regime into an international pariah. The repertoire of escalating international condemnation, targeted sanctions, and International Criminal Court referrals now being deployed against Assad's regime debuted in Libya.

March 18 was also Yemen's "Bloody Friday," when  Ali Abdullah Saleh's forces opened fire on a large demonstration at Sanaa University. Over the following days, massive protests erupted across the country, al-Jazeera broke away from its wall to wall Libya coverage to focus on Yemen, and the defection of Major General Ali Muhsin and a host of government officials, ruling party members, and military officers made it appear that the regime's end was near. Saleh refused to step down and Yemen descended into the grinding political stalemate it's in today. But that shouldn't make us forget how close Yemen was to real change in those weeks. Perhaps now there will be one final chance to push toward closure in Yemen before Saleh returns.

Libya lost its central place in the Arab public sphere as the war dragged on. Even if al-Jazeera continued to cover the war heavily, the agenda fragmented and darkened. Arab attention was consumed by new setbacks and stalemates, from the brutal repression in Bahrain to the incomprehensible stalemate in Yemen, to the escalating brutality in Syria. But over the last two days, Arab attention refocused on Libya. Arabs from Yemen, to Syria, to Morocco experienced Qaddafi's fall as part of their own story. And they are clearly inspired, galvanized and energized.

Arab activists across the region will now likely try to jump-start protest movements which had lost momentum. Some will succeed, others won't. (...)

Kategorien: Außenpolitik, Libyen
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Zwischen Libyen und Irak sind 8 Jahre Al-Jazeera, Internet und Handy.

    • 23. August 2011 um 13:32 Uhr
    • FreeSpeech
  2. 2.

    Was hat denn eigentlich die vehemente Ablehnung des Sturzes von Saddam in der arabischen Öffentlichkeit begründet ?

    Ein allgemeines Mitgefühl mit Despoten kann es nicht gewesen sein. Soviel wissen wir immerhin durch die Arabellion jetzt.

    Könnte die Begründung für die Ablehnung der Schaffung einer Perspektive für repräsentative und rechtsstaatliche Regierungsführung im Irak (sowie deren Sabotage nach Kräften) darin liegen, dass die überwiegenden Opfer Saddams, Kurden und Schiiten, nicht wirklich so gut angeschrieben sind im sunnitisch-arabischen Mainstream ?

    Pragmatisch wie man durchaus sein kann, haben viele arabische Machthaber die Gelegenheit ergriffen und als Begleitspiel zu ihrem ganz eigenen „Kampf gegen den Terrorismus“ so manche Terroristen (in spe) gen Irak umgeleitet, so wie 15 Jahre zuvor gerne gen Afghanistan.

    Freikaufgeld und überzählig-frustrierte Söhne gegen Bagdad, offizielles Gezeter über Western occupation of Muslim lands, inoffizielles Klagen über einen Machtzuwachs des Iran.

    Immer schön glaubwürdig, aufrecht und beleidigt das Opfer spielen, auf Kosten aller Zukunftschancen und hier insbesondere des Irak.

    Jetzt kommt die Quittung: Die westsyrischen Stämme; infiltrations- und kleinkriegserfahren, wenden sich z.Tl. im Al Kaida Stil, gegen Assad. Libyens (Al Kaida-) Brega-Brigade macht mit dabei, Gaddafi den garaus zu machen und wird wohl auch danach noch zeigen, was sie im Irak alles so gelernt hat.

    Die im Irak an Marines, Kurden, Schiiten und den Anbar-Stämmen gescheiterten Dschihadisten sind jetzt back in town und toben mit durch den Arabischen Frühling.

    Wie ich meine: nicht ein Ergebnis von George Bushs Interventionslust, sondern von der asozial-antiwestlichen Haltung breiter Teile der arabischen Öffentlichkeit.

    Vor dem Arabischen Frühling gab es die Arabische Strasse.

    Und die war das Lieblingshätschelkind aller Interventionabholden; von Althippies bis zu manchem Brionigewandeten.

    Libyen wird noch schwierig, aber doch nicht ganz so ein Sumpf wie der Irak. Statt der antiwestlichen Grundstimmung gibt es ein doch weit verbreitetes Buhlen um westliche Gunst in den Machtkämpfen.

    Libyen wird kein hot-spot für Dschihadisten von Gott-weiss-woher, sondern fast alle Dschihadisten können jetzt daheim genug Beschäftigung finden. Für militante Geldströme gilt dies analog.

    Gaddafi dürfte als exzentrisch-isoliert anzuschauen sein, solange er noch irgendetwas kommandieren kann. Sein Regime ist eine kleine noch etwas flackernde Restgröße, mit der es bald vorbei sein wird.

    Es bleibt übrig die Libysche Gesellschaft mit ihren Problemen.

    Rein gerechtigkeitshalber: Ägypten hat und bekommt viel größere Probleme; ca. 15 mal soviel Leute, kein Öl, Tourismus kaputt – und Frontstaat. DAS sind Probleme.

    • 23. August 2011 um 14:51 Uhr
    • Thomas Holm
  3. 3.

    Könnte die Begründung für die Ablehnung der Schaffung einer Perspektive für repräsentative und rechtsstaatliche Regierungsführung im Irak (sowie deren Sabotage nach Kräften) darin liegen, dass die überwiegenden Opfer Saddams, Kurden und Schiiten, nicht wirklich so gut angeschrieben sind im sunnitisch-arabischen Mainstream ?

    @ TH

    Das ist ein Punkt unter mehreren.

    Die anderen sind:

    1. Sieht man von der Führung der autonomen Kurdenregion im Nordirak ab, hat keine breite inner-irakische Oppositionsbewegung nach einer westlichen Intervetion gefragt. Über das weitere Schicksal des Irak haben also – zumindest initial – allein die USA entschieden.

    2. Das und die damit zwangsweise verbundene massive Präsenz von ausländischen Interventionstruppen kränkte den arabischen Stolz und leistete dem Affekt gegen Fremdherrschaft und daneben Verschwörungsdenken und Antisemitismus Vorschub.

    • 23. August 2011 um 15:22 Uhr
    • N. Neumann
  4. 4.

    @ N. Neumann u. Thomas Holm – Ergänzung/Erweiterung zu Nr. 3:

    – Völkerrechtliche Differenzierung (Vergleich der Interventionen in Irak, Kosovo und Libyen) –

    – 1 – Der Irakkrieg war eine Invasion des Iraks durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, der Streitkräfte des Vereinigten Königreichs und verbündeter Staaten in der sogenannten Koalition der Willigen im Jahr 2003.
    Gemäß der UN-Charta sind militärische Maßnahmen nur im Falle eines Beschlusses durch den Sicherheitsrat als legitim anzusehen. Dieser Beschluss erfolgte nicht.

    – 2 – Der Kosovo-Eingriff erfolgte auf Beschluss der NATO. Es gab aber keinen Beschluss des UN-Sicherheitsrats, der das militärische Eingreifen völkerrechtlich legitimierte.

    – 3 – Anders der Fall Libyen:
    Dem Beschluss des UN-Sicherheitsrates zum militärischen Eingreifen in Libyen, der Schaffung einer Flugverbotszone,
    gingen Aufforderungen an den Sicherheitsrat, einen derartigen Beschluss zu fassen, voraus seitens

    a – der Organisation der Islamischen Konferenz (engl. Organization of the Islamic Conference, OIC), eine zwischenstaatliche Internationale Organisation von derzeit 57 Staaten, in denen der Islam Staatsreligion, Religion der Bevölkerungsmehrheit oder Religion einer großen Minderheit ist. Die Organisation nimmt für sich in Anspruch, die Islamische Welt zu repräsentieren

    b – der Arabischen Liga, eine Internationale Organisation arabischer Staaten bestehend aus 21 Mitgliedsstaaten bzw. 22 Mitgliedern

    c – der Menschenrechtsorganisation Amnesty International

    [s. Nr. 282:]
    http://blog.zeit.de/joerglau/2011/03/29/die-obama-doktrin-und-das-totalversagen-der-deutschen-diplomatie_4756/comment-page-36#comment-214878

    • 23. August 2011 um 16:23 Uhr
    • Publicola
  5. 5.

    @ NN

    „hat keine breite inner-irakische Oppositionsbewegung nach einer westlichen Intervetion gefragt“

    Das waren ja auch gebrannte Kinder; die Erfahrung mit dem hängengelassenen Aufstand von 1991; ausgerechnet in Kerbela.

    Kennen Sie möglicherweise schon; ist aber immer wieder instruktiv dafür, wie ein schiitische Normalfall: nämlich Verrat, so abläuft.

    http://www.youtube.com/watch?v=AxYiLhs0Pg0

    • 23. August 2011 um 19:41 Uhr
    • Thomas Holm
  6. 6.

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-08/westerwelle-libyen
    spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,781813,00.html

    Schon alle gelesen wahrscheinlich, aber ich lass mir das mal nicht nehmen. Sein Freund Ahmet hatte sich da auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, aber hat doch rechtzeitig die Kurve gekriegt. Jetzt ist er der Erste in Libyen um den Leuten da zu gratulieren. Recht flexibel der kleine Mann!

    Die Türkei verlegt angeblich 2T Elite-Einheiten an die irakische Grenze. Der Tayyip hat die Schnauze voll. Nach dem Ramazanfest soll es wohl den Stinkern in den Kandilgebirgen an den Kragen gehen.

    • 23. August 2011 um 19:42 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  7. 7.

    @ SoC

    „Die Türkei verlegt angeblich 2T Elite-Einheiten an die irakische Grenze. Der Tayyip hat die Schnauze voll. Nach dem Ramazanfest soll es wohl den Stinkern in den Kandilgebirgen an den Kragen gehen“

    Na herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Ablenkung. Teheran dreht einmal kurz an der PKK Schraube und schon kann Assad weitermorden.

    Sogar die UNO erschien pikierter über ihre Brüskierung als Freund Erdgon.

    Extra für Sie:

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=omoqjiJZkZQ

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=I3ZJFogUFKQ

    • 23. August 2011 um 20:14 Uhr
    • Thomas Holm
  8. 8.

    @ NN

    “hat keine breite inner-irakische Oppositionsbewegung nach einer westlichen Intervetion gefragt”

    Das waren ja auch gebrannte Kinder; die Erfahrung mit dem hängengelassenen Aufstand von 1991; ausgerechnet in Kerbela.

    @ TH

    Das ist richtig. Ich sage auch nicht, dass es keine Argumente für den Krieg gegen Saddam gegeben hätte. Aber die in 3. indirekt genannten Gegenargumente werden damit eben nicht entkräftet. Zumal sich daraus auch der enorm hohe Blutzoll auf Seiten der verschiedenen Konfliktparteien erklärt. Ganz zu schweigen von den enormen materiellen Kosten für die USA.

    Verglichen mit Libyen folgt daraus auch: Wie stark und problematisch sich die inner-libyschen Unterscheidungslinien zukünftig auch immer erweisen werden, der massiven Unterdrückung durch das Gaddafi-Regime zum Trotz haben es unterschiedliche Libyer hinbekommen, das Regime gemeinsam zu stürzen. In Saddams Irak gab es nichts Vergleichbares oder zumindest doch keine vergleichbare Zusammenarbeit, die eben nicht allein durch die massive Unterdrückung durch das Regime nicht existierte.

    Interessenpolitisch lässt sich hinzufügen, dass die monetären Kosten für die an der Luftunterstützung für die Opposition teilnehmenden NATO-Staaten verglichen mit jenen für den Einsatz im Irak und/oder in Afghanistan ein Witz sind und in Libyen auch weiterhin keine toten westlichen Soldaten zu erwarten sind. Und auch was die finanziellen Aspekte der Aufbauhilfe anbetrifft, steht Libyen mit seinen eingefrorenen bzw. entfrorenen Auslandsguthaben in beträchtlicher Höhe, großen Bodenschätzen und ca. 6 Millionen Einwohnern vergleichsweise besser da als der Irak mit ca. 20 Millionen.

    Mal abgesehen davon, dass man eine große Totenstille à la Gaddafi verhindert hat und sich diese doch sehr erfinderische Persönlichkeit, wenn man ihn denn gelassen hätte, mit einiger Wahrscheinlichkeit wieder ein paar Dinge ausgedacht hätte, die den Westen treffen. Darunter am naheliegendsten: Freie Fahrt für Flüchtlinge übers Mittelmeer und umso engere Beziehungen zu China und Russland, die sich nach der Niederschlagung des Volksaufstands nun nicht lange hätten bitten lassen.

    • 23. August 2011 um 20:53 Uhr
    • N. Neumann
  9. 9.

    @Holm

    Ablenkung? Die PKK treibt es schon seit geraumer Zeit ziemlich bunt, obwohl in den westlichen Medien die Luftschläge als Reaktion allein auf den letzten PKK-Angriff beschrieben wurde. Da hat der Iran keinen Einfluss drauf. Die haben selbst genug Ärger mit ihrem eigenen PKK-Ableger. Ehrlich gesagt würde ich mich über eine kommende gemeinsame Operation der beiden Staaten nicht wundern.
    Und warum meinen Sie, die Türkei sei nicht multitasking-fähig? Quasi ein Anschlag der PKK und die Türkei interessiert sich nicht mehr für die Welt? Lächerlich!
    Message von Erdogan an Libyen heute (frei übersetzt): „Wir möchten, dass das Blutbad in Syrien endet. Mit Grausamkeit und Unterdrückung (zulüm) erreicht man keinen Frieden (für sich) (abad olmak) (Teil eines alten türkischen Sprichworts). Wer versucht mit Grausamkeit und Unterdrückung Frieden (für sich) zu schaffen, wird in dem von ihm vergossenen Blut ertrinken. Genauso beten wir auch für Libyen. Unsere Brüder in Libyen nähern sich Tag für Tag den ihren erträumten Zielen. …
    Also abgelenkt scheint er mir nicht zu sein. Ich nehme aber nicht an, dass die Türkei in Syrien intervenieren wird, wenn Sie sich das erhoffen sollten?

    • 23. August 2011 um 21:20 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  10. 10.

    – Post-Gaddhafi – Planungen/Überlegungen short-term –

    8.40pm: Mahmoud Jibril …: „There should be no settling of scores,“ he said … „…We have to concentrate on rebuilding and repairing our moral and physical wounds.“

    … He said that the NTC had taken the decision
    to form a security council
    which would be composed
    of Libyan army and police officials
    who had allied themselves with the rebels in recent months.

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2011/aug/23/libya-battle-for-tripoli-live-blog

    • 23. August 2011 um 21:59 Uhr
    • Publicola
  11. 11.

    PS – Post-Gaddhafi – Planungen/Überlegungen short-term –

    Mahmoud Jibril … sagt,
    arabische Länder hätten Hilfe in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar zugesichert.
    Er … kündigt eine Konferenz über die Zukunft Libyens für Mittwoch an.
    Daran würden
    • die USA,
    • Frankreich,
    • Grossbritannien und
    • die Vertreter zahlreicher arabischer Länder sowie
    • der Türkei
    teilnehmen.

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Letzter-Widerstand-beim-GhadhafiPalast/story/29304935

    • 23. August 2011 um 22:17 Uhr
    • Publicola
  12. 12.

    @Holm
    Die syrischen Oppositionellen (Exilsyrer) sind heute in Istanbul zusammengetroffen, um sich über die Koordination des Widerstands gegen Assad zu beraten.

    @Publicola
    Raten Sie, wo diese Konferenz stattfinden wird. Sag ich doch, sehr flexibel, der Ahmet.

    • 23. August 2011 um 22:37 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  13. 13.

    -‚Le Figaro‘ zu befürchteten Spaltungs- und Sezessions-Risiken-

    … In Paris wird in einigen Tagen das Schlüsselwort sein, einen „inclusiven Frieden“ zu fördern, der alle Komponenten der lybischen Gesellschaft integriert.

    Eine offizielle Quelle äußert sich allerdings zufrieden über mehrere positive Zeichen, die die Risiken eines drohenden Chaos konterkarieren:
    Zum einen, so diese Quelle, der Anschluß von bis heute abwartenden oder an Kadhafi-festhaltenden Stämmen insbesondere im Süden des Landes in der Region von Cheba.
    Dann die Tatsache, dass die Gefahr regionaler Brüche von vorneherein abewendet zu sein scheint.
    Die Hauptstadt ist nicht von Bürgern der Cyrénaïque im Osten des Landes, sondern von den Tripolitanern befreit worden.
    Benghazi, Hochburg des Aufstands, hat nie an Sezession gedacht.
    Es wird jetzt notwendig sein, darauf zu achten, die Macht nicht auf Kosten der anderen Provinzen des Landes zu monopolisieren – so wohl auch definitiv die Vorschläge der westlichen Verbündeten ….

    aus: „L’après-guerre en Libye mobilise les Occidentaux“
    Par Alain Barluet
    Le Figaro – 23/08/2011
    http://www.lefigaro.fr/international/2011/08/23/01003-20110823ARTFIG00599-l-apres-guerre-mobilise-les-occidentaux.php

    • 23. August 2011 um 22:56 Uhr
    • Publicola
  14. 14.

    abgewendet

    • 23. August 2011 um 22:57 Uhr
    • Publicola
  15. 15.

    @ Spirit of Canakkale – Die gesamte Polit-Führungsmannschaft Qatars – Emir u. Kronprinz u. Premier – heißen an irgendeiner Stelle ihres Namens ‚Hamad‘ – verwirrend-einfach.

    • 23. August 2011 um 23:02 Uhr
    • Publicola
  16. 16.

    @ SoC – PS – der Sender Al-Jazeera wurde von/in Qatar gegründet und hat auch dort seine Basis.

    • 23. August 2011 um 23:09 Uhr
    • Publicola
  17. 17.

    @Publicola
    Die Hamads? Das wär doch mal’ne Idee für eine Reality-Soap.

    • 23. August 2011 um 23:14 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  18. 18.

    LOL

    • 23. August 2011 um 23:19 Uhr
    • Publicola
  19. 19.

    Tweets:

    I’m sure that when we capture Gaddafi he’ll also call it a „tactical retreat“

    Tactical Surrender lol. Execution= Tactical Death

    yup and when he will be hanged… Tactical withdrawal to hell

    • 24. August 2011 um 02:27 Uhr
    • N. Neumann
  20. 20.

    Kurzcharakterisierung einiger relevanter Mitglieder des NTC/Nationalen Übergangsrates sowie einiger zu bearbeitender relevanten Risiken:
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Zweifel-an-Ghadhafis-Nachfolgern-/story/20463693

    • 24. August 2011 um 07:37 Uhr
    • Publicola
  21. 21.

    – Tripolis – Situationsbeschreibung (08.15h-8.38h) –
    » Paul Wood BBC News in Benghazi says there has been celebratory gunfire overnight as people mark the passing of old regime.
    But the political leadership of the rebels is worried by the dangers of the power vacuum in Tripoli, he says. All this will need a physical move to Tripoli, Paul Wood adds. This may not be so straightforward. It is not judged safe enough to fly straight to Tripoli, so the political leadership will fly to a mountain base outside the capital, then drive in.
    The first danger they see is of looting and destabilising behaviour, our correspondent Paul Wood says.
    The leadership of the former rebels want to reach out to policemen and soldiers whom they now need to help keep order. They also want to impose civilian authority over the different militias which have made up the rebel army
    – and leader Mustafa Jalil has warned fighters not to carry out revenge killings.
    Khaled Aneiba emails: We just delivered medical aid to Tripoli for few hrs via the sea port and still there was heavy fighting around the port. Was a scary and incredible experience. «
    http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-14610722

    • 24. August 2011 um 08:52 Uhr
    • Publicola
  22. 22.

    Michael Totten über Libyen und die außenpolitische Orientierung der Rebellen:

    None of this means Libyans will emerge as pro-American as the Albanians, the Kurds or the Israelis. They probably won’t. At this point, however, Russia and China need to worry much more than we do about being de-friended.

    http://www.commentarymagazine.com/2011/08/23/libya-rebels-russia-and-china/

    • 24. August 2011 um 09:17 Uhr
    • Serious Black
  23. 23.

    Gaddafis Infrastruktur

    Zwar sei er aktuell überrumpelt worden; doch habe der Alte sehr grundsätzlich vorgesorgt:

    „deep bunkers under his Bab al-Aziziya compound in Tripoli, which rebel fighters seized Tuesday, Aug. 23, 2011. Some former officials say the compound is connected by long tunnels to far-flung parts of Tripoli in a hidden network that would provide a quick escape route“

    http://www.washingtonpost.com/world/middle-east/urban-warfare-may-produce-tripoli-quagmire-though-gadhafi-appears-not-to-have-prepared-for-it/2011/08/24/gIQAVl9baJ_story.html

    Das, was Saddam in seine 56 Paläste investiert hat, hat G. wohl unterirdsich verbaut. Das „Große Flussprojekt“ könnte eine prima Tarnung für die ganze Buddelei abgegegben haben. Übrigens „westdeutsche Firmen“ hätten gebaut; die (alle ?) Baupläne hat natürlich die NATO und damit (wohl auch) die Rebellen, die von allerlei Special Forces unterstützt werden.

    G’s Sprecher Moussa Ibrahim war in seinen 15 Jahren London an der Gesunderhaltung der Themse speziell interessiert und hat vor lauter Umweltbegeisterung direkt eine ostdeutsche Ökoaktivistin abbbekommen, die nunmehr sicherlich konsularischen Schutzes bedürfen müßte.

    Zwar ist G. von einem State actor zu einem Non-state actor reduziert worden, gleichwohl dürfte er in dem Potpurri der nicht transparent verhandelbaren Loyalitäten und Interessen in dem Land einfach zu einem Faktor unter mehreren geworden sein. Von seinen Leuten wird noch Personal in Divisionsstärke „vermißt“.

    • 24. August 2011 um 11:36 Uhr
    • Thomas Holm
    • 24. August 2011 um 11:40 Uhr
    • Thomas Holm
  24. 25.

    OT – Syrien

    Warum Assad nicht so bald Gaddafis Schicksal teilen wird:

    In truth, Mr Assad’s regime is much less likely to fall than that of Muammer Gaddafi: there have been no high-profile political or military defections, while Mr Assad remains relatively popular among senior military commanders, Syrian mosque clerics, the middle-classes and business leaders.

    h t t p://www.ft.com/cms/s/0/73d4c680-ccb7-11e0-b923-00144feabdc0.html

    mehr über das syrische Regime, seine Taktik und die Optionen:

    Assad’s strategy and tactics have proven astonishingly effective. By any objective measure of political vulnerability, Assad should have been among the first casualties of the Arab Spring. That he’s held on this long is no small achievement.

    http://nationalinterest.org/commentary/assad-knows-what-hes-doing-5793

    • 24. August 2011 um 12:14 Uhr
    • Serious Black
  25. 26.

    – Kim Jong Il lässt sich über die Außenwelt informieren –

    «Tatsächlich gibt es im Land [Libyen] eine Doppelherrschaft», sagte Medwedew nach einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il in der sibirischen Stadt Ulan Ude.
    http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/medwedew_gaddafi_einfluss_macht_1.12089318.html

    • 24. August 2011 um 14:55 Uhr
    • Publicola
  26. 27.

    @ Publicola

    „Doppelherrschaft“

    Unter alten Bolschewiken ist das Volkabular halt etwas retardiert.

    Oligopolistisch-dynamisch dürfte wohl eher zutreffen für die Machtverhältnisse.

    Die wichtigste Veränderung, finde ich, ist:

    Die Arabische Straße hat einen Ruck nach pro-west genommen.

    Bei

    http://news.sky.com/home/world-news/article/16055748

    wird in dem Video öffentlich eine amerikanische Flagge geküßt und das inmitten von aufgeregten bewaffneten Männern ! Geküßt nicht verbrannt. Bei min 0.35.

    Die antiwestliche Linke, Rußland, das ganze Verschwörungscamp hat einen gewaltigen Rückschlag erlitten und das ist sehr erfreulich.

    Gleichwohl sind die politischen Ordnungsherausforderungen von vollkommen neuer Art. Despoten sind keine Lösung mehr für politische Ordnungsfragen, für die es aber ansonsten auch keine Lösuungen gibt.

    • 24. August 2011 um 15:18 Uhr
    • Thomas Holm
  27. 28.

    Prowestlicher Berberjihad gegen dekadente Unterdrücker im Bunde mit zynischen Auslandsverbündeten; hat es alles schon mal gegeben und Hollywood war dabei mit Sean Connery als prophetenblütiger Stammes- und Rebellenführer „Rasuli“ (welch ein Name) !

    Enjoy !

    http://www.youtube.com/watch?v=0JgCL0WO9-A

    P.S. Damals waren die Europäer die Zyniker; heute: Rußland, Despotalafrika, die Verschörungs-Dritteweltlinke und China.
    Der Fortschritt ist eine Schnecke !

    • 24. August 2011 um 15:56 Uhr
    • Thomas Holm
  28. 29.

    Belohnung für Ghadhafis Festnahme

    Laut einem Bericht des «Guardian» hat der Chef des Nationalen Übergangsrats der libyschen Rebellen, Mustafa Abdel Jalil, eine Belohnung von umgerechnet 1,3 Millionen Franken für die Festnahme von Muammar al-Ghadhafi ausgesetzt. Das Geld sei von libyschen Geschäftsleuten gesammelt worden.

    Gleichzeitig versprachen die Rebellen in Tripolis gemäss der «BBC» jedem Ghadhafi-Anhänger Amnestie, der den Machthaber dingfest macht. (kpn)

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Bericht-Jalil-setzt-Kopfgeld-auf-Ghadhafi-aus/story/18860633
    16.00 Uhr

    • 24. August 2011 um 16:05 Uhr
    • FreeSpeech
  29. 30.

    Eine NATO-Intervention mit Samthandschuhen ?

    „At the Italy air bases there are plenty of images of snipers being swept off the roof of buildings by the blast wave from bombs that burst in the air, with the building itself remaining largely undamaged. In other cases weapons can be fused to bury in the ground before exploding, thus limiting the radius of the blast.“

    http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-14651325

    Man sollte dass mal mit der Russischen Gangart in Tschetschenien vergleichen. Flächenbombardements mit 200.000 Toten …

    Die Arabische Straße hat allen Grund zu einem prowestlichen Schwenk und dass es nicht ok ist, z.B. die südkoreanische Botschaft zu plündern, muss sie sicherlich auch noch lernen (haben sie vielleicht mit der chinesischen verwechselt …)

    Aber auf unsere Linke dürfte dahingend Verlass sein, dass alle Infight-Opfer, die es geben wird, natürlich dem Westen angehängt werden, so wie sie es zum Irak auch gemcht haben.

    Der Unterschied heute: Auf der Arabischen Straße sind jetzt auch andere Töne zu hören. Selbst der Tahrir-Platz hatte noch viel von der alten, antiwestlichen arabischen Straße. Diese Monotonie gibt es seit Tripoli nicht mehr.

    • 24. August 2011 um 16:19 Uhr
    • Thomas Holm
  30. 31.

    Im Guardian ist der Aufruf zum Verrat an Ghaddafi noch schöner:

    The National Transitional Council announces that any of his inner circle who kill Gaddafi or capture him, society will give amnesty or pardon for any crime he has committed

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2011/aug/24/libya-rebels-take-gaddafi-compound-live-updates
    3.15 pm

    • 24. August 2011 um 16:35 Uhr
    • FreeSpeech
  31. 32.

    Der Aufruf ist eine Chance für Saif, ungestraft davonzukommen.

    • 24. August 2011 um 16:38 Uhr
    • FreeSpeech
  32. 33.

    #Rixos crisis ends. All journalists are out!

    http://twitter.com/#!/ChangeInLibya/rixos-libya

    • 24. August 2011 um 16:58 Uhr
    • N. Neumann
  33. 34.

    17.04h – The BBC’s Paul Danahar tweets:
    Guard holding journalists at #Rixos really thought #Gaddafi was winning.
    Only contact with outside world was State radio

    http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-14610722

    • 24. August 2011 um 18:06 Uhr
    • Publicola
  34. 35.

    „Only contact with outside world was State radio“

    audiatur et altera pars lohnt sich dann und wann.

    • 24. August 2011 um 18:20 Uhr
    • FreeSpeech
  35. 36.

    17.07h: The head of the NTC, Mahmoud Jibril, has said
    a „supreme security committee“ will be formed
    to keep order in Tripoli …
    The body will be
    composed of army officers and key civilian leaders,
    and will start work tonight

    http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-14610722

    • 24. August 2011 um 18:22 Uhr
    • Publicola
  36. 37.

    „audiatur et altera pars“
    offensichtlich hat das Radio dieser bedauernswerten Menschen nur eine Senderoption?
    oder sie sind so hochgradig ideologisiert, dass jeder nicht-libysch-staatliche Sender ihnen als heimtückische Lügenpropaganda erscheint?

    • 24. August 2011 um 18:29 Uhr
    • Publicola
  37. 38.

    @ Publicola

    Auf Feindsender hören stand bei Adolf Todesstrafe;
    in der DDR hieß es: Wer RIAS* hört, den Frieden stört.

    *Radio im Amerikanischen Sektor

    • 24. August 2011 um 18:36 Uhr
    • Thomas Holm
  38. 39.

    @ NN

    Vom lustigen Leben der Yugo-Söldner (nicht nur Serben)

    „“Life in [Gaddafi’s] compound and shelters was so surreal, with partying, women, alcohol and drugs,“ said Mario, 41. „One of the relatives of Gaddafi took me to one of his villas where they offered me anything I wanted. I heard stories about people being shot for fun and forced to play Russian roulette while spectators were making bets, like in the movies.“

    Mario said that Gaddafi had hired several former Yugoslav fighters, most of them Serbs, to help him in his fight against NATO and the rebels. One by one, Mario said, these foreign advisors and commanders left Tripoli. Some senior Libyans joined them.“

    Read more: http://www.time.com/time/world/article/0,8599,2090205,00.html#ixzz1VyIXoV5h

    • 24. August 2011 um 20:17 Uhr
    • Thomas Holm
  39. 40.

    oder sie sind so hochgradig ideologisiert, dass jeder nicht-libysch-staatliche Sender ihnen als heimtückische Lügenpropaganda erscheint?

    @ Publicola

    Eine reine Söldnermentalität werden die meisten Mitglieder eines „modernen Personenverbandsstaates“ mit penetrantem Führerkult wohl kaum haben.

    • 24. August 2011 um 20:23 Uhr
    • N. Neumann
  40. 41.

    OT

    Die syrische Opposition ist gespalten: nachdem verschiedene Oppositionsführer Syrien als ‚arabische Nation‘ bezeichnet hatten, verließen die Vertreter der syrischen Kurden die Konferenz.
    (Financial Times 17.08.2011)

    Assad bekriegt die Kurden derzeit offenbar nicht so gnadenlos wie den Rest des Landes. Getreu dem Motto: divide et impera

    Kritisch betrachten die Kurden auch die Aktivitäten der türkischen Armee.

    Kein Wunder, denn die Türken haben mit den Luftschlägen der letzten sechs Tage ca. 100 kurdische Rebellen im Irak getötet.

    In the town of Rania, in Iraq’s northern Kurdish region, relatives of seven Iraqis, including children, killed in an air strike on Sunday – the first civilian casualties since the raids began last Wednesday – questioned the Turkish tactics.

    The attacks have angered residents of the semi-autonomous Kurdish region, a relatively safe haven in war-torn Iraq where Turkish investors have flocked in recent years to build homes, offices and shopping malls.

    They were just farmers. They didn’t cause problems for anyone. I want to ask why they were killed,“ said one local, Yaqub Mustafa.
    hxxp://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/retaliatory-turkish-air-raids-kill-100-rebel-kurds-2342761.html

    Die irakischen Kurden befinden sich derzeit offenbar zwischen Hammer und Amboß. Von der einen Seite bombardieren die Türken kurdische Dörfer, von der anderen Seite die Iraner.

    Nearby in another refugee camp, Mohammed Rosul says he escaped from Iranian shelling like many of his neighbours and now listens at night with his children to Turkish jets overhead.

    „Iran knows we are just civilians, and still they attack us,“ he said. „Are these children PJAK rebels?“
    http://af.reuters.com/article/worldNews/idAFTRE77N2IO20110824

    • 24. August 2011 um 20:24 Uhr
    • Serious Black
  41. 42.

    Ein Interview mit einem desertierten syrischen Offizier:

    http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=304631

    • 24. August 2011 um 20:28 Uhr
    • Serious Black
  42. 43.

    – Würdigung der Leistungsfähigkeit des Übergangsrates NTC –

    … [die militärische Entscheidung im Kampf um die Macht] ist im Wesentlichen gefallen …
    Diese Entscheidung, mit der niemand gerechnet hätte, dass sie so schnell erfolgt, ist …
    das Ergebnis geschickter Verhandlungen, die der nationale Übergangsrat in Bengasi in den vergangenen Tagen und Wochen mit den Stämmen im Westen Libyens geführt hat. Die Stämme dort sind zu der Auffassung gelangt, dass es keinen Sinn mehr macht, auf Gaddafi zu setzen, der nicht mehr genügend Truppen hinter sich hat. Man hat die Loyalitäten gewechselt und gestern kam es dann zum Durchbruch, weil der Kommandeur von Tripolis, der von Gaddafi den Auftrag bekommen hatte, Tripolis bis zum letzten Mann zu verteidigen, kapituliert hatte und somit den Weg für die Rebellen frei gemacht hat …

    aus: »“Ein sehr interessantes Experiment, das in Libyen beginnt“ – Nahost-Experte: Libysche Stämme sind durchaus zur Demokratie fähig – Michael Lüders im Gespräch«
    Deutschlandradio – dradio.de – 22.08.2011
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1535220/

    • 24. August 2011 um 20:31 Uhr
    • Publicola
  43. 44.

    @ N. Neumann – Korrekt!
    @ Thomas Holm – Danke für den aufschlussreichen TIME-Link (Aussagen von Serben/Ex-Jugoslawen)

    • 24. August 2011 um 20:38 Uhr
    • Publicola
  44. 45.

    Abdel Bari Atwan von Al Quds Al-Arabi macht einen Versuch im russischen Fernsehen RT, die Arabische Straße auf antiwestlichem Kurs zu halten.

    Ekelhaft, aber bildungspflichtig, um zu kapieren, wie die arabischen Massen (weiter)ticken (sollen).

    http://www.youtube.com/user/VSMRK#p/u/11/mWSm5W7219g

    @ Publicola

    „Man hat die Loyalitäten gewechselt, … weil der Kommandeur von Tripolis, der von Gaddafi den Auftrag bekommen hatte, Tripolis bis zum letzten Mann zu verteidigen, kapituliert hatte “

    Kapitulationen sind Argumente für Loyalitätsreformen.

    Das demokratische Leben bringt aber im Normalgang kaum hinreichend drastische Argumente hervor, um Loyalitäten zu überprüfen. Außer in Rußland natürlich, wo via Entführungen, Morde, urteilsreife Anklageerhebungen und Kompromate Loyalitäten überarbeitet werden.

    • 24. August 2011 um 20:48 Uhr
    • Thomas Holm
  45. 46.

    Abdel Bari Atwan von Al Quds Al-Arabi

    @ TH

    Atwan ist sozusagen Al Quds Al-Arabi. Und einigen Tweets nach zu schließen, sind seine Ansichten zu Libyen auch bei Arabern alles andere als populär, die ich als „panarabisch-konservativ“ einschätzen würde. Abgesehen davon hat sein Blatt eine geringere Auflage als die Londoner Konkurrenz.

    • 24. August 2011 um 22:17 Uhr
    • N. Neumann
  46. 47.

    um zu kapieren, wie die arabischen Massen (weiter)ticken (sollen)

    „Oppositionelle in Syrien fordern Nato-Intervention“
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-08/syrien-nato-opposition

    • 24. August 2011 um 22:37 Uhr
    • Publicola
  47. 48.

    @ NN

    Vom lustigen Leben der Yugo-Söldner (nicht nur Serben)

    @ TH

    Mir ging es neulich übrigens nicht darum, die Existenz von nicht-schwarzafrikanischen Söldnern („weit überwiegend“) in Libyen zu bestreiten. Mein Einwand bezog sich auf die in Bengasi im Februar/März gelynchten Sniper. Die werden von Ex-Jugoslawen oder Ukrainern allenfalls kommandiert worden sein.

    • 24. August 2011 um 22:39 Uhr
    • N. Neumann
  48. 49.

    @ NN

    Vielen Dank für die Info zu Atwan /Al Quds Al-Arabi ich hätte das Organ sonst überschätzt.

    Bei seinem Interview hat Atwan auch noch eine antisemitische Karikaturenausstellung im Hintergrund, sichtbar u.a. bei min. 1.40; 2.40 irgendwas mit einem Davidstern und 50 years blood irgendwas.

    Hier die Version vom RT-Channel:

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=VPxqT5RENnk

    Bei dem linksradikalen vsmrk-Channnel gibt es noch eine längere Version mit einem superhäßlich, aber irgendwo doch liebevoll gemalten Gaddafi mit Davidstern auf dem Käppi. bei min 10.20.

    hier diese Langversion

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=mWSm5W7219g

    • 24. August 2011 um 22:47 Uhr
    • Thomas Holm
  49. 50.

    @ TH, Publicola

    Nachtrag zu Atwan: Auch ist Atwan in anderer Hinsicht eher ein Fossil. Er redet in nicht-englischsprachigen Sendern auch inhaltlich merklich anders in englischsprachigen. Dieser Double-Speak hat im Allgemeinen in den letzten Jahren abgenommen.

    Abgesehen davon scheint er, ähnlich wie einige linke Antiimperialisten, auch nicht richtig zu kapieren, dass viele junge Araber gar keine enge Bindung an den Westen haben wollen, sondern lediglich gute Beziehungen.

    • 24. August 2011 um 22:50 Uhr
    • N. Neumann
  50. 51.

    @ Publicola, NN

    Aus dem von Ihnen verlinkten Zeitartikel:

    „Sie appellierten an den Westen, eine Flugverbotszone für die Zwei-Millionen-Metropole einzurichten.“

    Das war mein Tipp für den Einstieg in eine Eskalation mit Syrien.

    @ NN

    Ich wußte einfach, dass meine Serben mich nicht im Stich lassen;
    dass aber auch Kroaten dabei waren, hat mich überrascht.

    Stratforvideo gibt einen etwas holzschnittartigen Überblick über potentiell kommende infights in Libyen.

    http://www.youtube.com/watch?v=PCPpGIj9JfY

    • 24. August 2011 um 23:04 Uhr
    • Thomas Holm
  51. 52.

    Das war mein Tipp für den Einstieg in eine Eskalation mit Syrien

    Entscheidend scheint, dass/ob quantitativ und qualitativ relevante, gewichtige soziale Kräfte/Bevölkerungsteile einer Staatsbevölkerung welche Forderung(en) erheben.

    Ansonsten befindet man sich von vorneherein und prioritär in der zu verurteilenden imperialsichernden Invasions-Situation des Einmarsches der Sowjetunion in die DDR (1957) , in Ungarn (Nagy) oder in die CSSR (Prager Frühling).

    Wo auch sollte denn der Unterschied liegen?

    • 24. August 2011 um 23:15 Uhr
    • Publicola
  52. 53.

    aus: »”Ein sehr interessantes Experiment, das in Libyen beginnt” – Nahost-Experte: Libysche Stämme sind durchaus zur Demokratie fähig – Michael Lüders im Gespräch«
    Deutschlandradio – dradio.de – 22.08.2011
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1535220/

    @ TH, Publicola

    Ich bin sehr gespannt darauf, wieviel in den folgenden Monaten bzw. Jahren von der politischen und gesellschaftlichen Bedeutung der libyschen Stämme übrig bleiben wird. Meine Beobachtungen in der englischsprachigen libyschen Twittersphere deuten darauf hin, dass einige Teilnehmer, die weder besonders liberal noch säkular eingestellt sind, bei libyan tribes Pickel bekommen. Und zwar nicht bzw. nicht nur, weil sie gegenüber Westlern bezogen auf die libysche Bevölkerung weichzeichnen wollten oder es sich dabei wenigstens zum Teil um ein Propaganda-Tool Gaddafis handelt, sondern weil die besagten Stämme zumindest in den Städten wohl kaum eine Rolle spielen.

    Bis auf weiteres scheint mir eine Sprachregelung, bei der von Regionen die Rede ist, in denen es Notablen-Familien gibt, näher an der sozialen Gesamt-Wirklichkeit zu sein als diese unter der Oberfläche angeblich landesweit wirkenden Stämme. Althergebrachte Stammesstrukturen existieren meinem bisherigen Eindruck nach vor allem in manchen ländlichen Regionen bzw. im eher bevölkerungsarmen, mehr nach Afrika ausgerichteten Süden des Landes.

    Was nicht heißen soll, dass in libyschen Städten eine nach unseren Maßstäben liberale Sozialmoral herrschte.

    • 24. August 2011 um 23:16 Uhr
    • N. Neumann
  53. 54.

    @ N. Neumann #50

    Dieser Double-Speak hat im Allgemeinen in den letzten Jahren abgenommen.

    Nope, bei Fatah und PLO ist das immer noch Standard.

    • 24. August 2011 um 23:18 Uhr
    • Serious Black
  54. 55.

    Kroaten – Die Geschichte Jugoslawiens ist ein nicht unblutige. Tito war Kroate.
    Aus traditioneller deutsch-außenpolitischer Kontinuitätssicht ist der Begriff „Kroate“, „Kroatien“ etc. positiv konnotiert – das muss allerdings durchaus nicht der historischen und zeitgeschichtlichen Realität entsprechen

    • 24. August 2011 um 23:24 Uhr
    • Publicola
  55. 56.

    @ SB

    Ich habe jetzt keinen Vergleich zwischen Arafats Reden sowie Statements und Abbas Reden sowie Statements vorgenommen, habe aber hier den Eindruck, dass bei Ersterem die inhaltlichen Diskrepanzen zwischen der Kommunikation nach innen und der nach außen doch ausgeprägter waren als bei letzterem.

    • 24. August 2011 um 23:29 Uhr
    • N. Neumann
  56. 57.

    @ N. Neumann – Meine Beobachtungen in der englischsprachigen libyschen Twittersphere deuten darauf hin, dass einige Teilnehmer, die weder besonders liberal noch säkular eingestellt sind, bei libyan tribes Pickel bekommen.

    Interessante, wichtige Beobachtung, deren von Ihnen geschilderte Konsequenzen ich für plausibel und korrekt halte!

    Lüders wirft der deutschen Regierung und insbesondere Westerwelle vor (entweder in dem zitierten Interview oder in dem heutigen interessanten Interview im WDR 5*), dass den Genannten die dem Eisernen-Vorhang-Kollaps vergleichbaren Epochalbedeutung der „Arabellion“ nicht klar war und ist.

    Persönlich denke ich, dass durch die als Regierung der Baath-Parteien in Irak und Syrien oder als „Bruder Gaddafi“-Grünes-Buch-Komitee-Nation kamouflierte Diktaturen die Verhältnisse eingefrostet und petrifiziert haben, so dass erst jetzt durch die „Arabellion“ der Anschluss an die/eine Moderne möglich wird.
    _____
    *) http://gffstream-5.vo.llnwd.net/c1/m/1314178865/radio/redezeit/wdr5_redezeit_20110824.mp3

    • 24. August 2011 um 23:35 Uhr
    • Publicola
  57. 58.

    syntakt.Korrektur: … dass die als Regierung der Baath-Parteien …

    • 24. August 2011 um 23:48 Uhr
    • Publicola
  58. 59.

    PS – Beobachtung/Bewertung der libyschen Rebellen und des NTC aus Journalistensicht (Niveau der Zuverlässigkeits/Planungs/Organisationskompetenz) –
    22.30h: Jon Leyne BBC News, Benghazi:
    Operation Mermaid Dawn [to take control of Tripoli] was in planning for several months and, on a given signal, the rebels activated a number of sleeper cells, co-ordinated with actions from land and sea.
    I’ve seen a big change in the opposition, they are much more disciplined and are beginning to look like a potential government.

    http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-14610722

    • 25. August 2011 um 00:01 Uhr
    • Publicola
  59. 60.

    @ N.Neumann

    bei der letztjährigen Gedenkveranstaltung zu Arafats Ableben brüstete sich Abu Mazen öffentlich damit, daß sich die Positionen der Fatah seit 1988 nicht verändert hätten. Das ist dann also die Waffenstillstandslinien von 1949, das unveräußerliche ‚Recht auf Rückkehr‘ der Flüchtlinge und deren Nachkommen nach Israel und Jerusalem.

    Um nicht zu ‚moderat‘ (gegenüber Hamas?) zu erscheinen, fiel ihm eine neue Forderung ein, die Bedingung für ein Agreement mit Israel ist: Die Freilassung aller palästinensischen Gefangenen aus israelischen Gefängnissen.

    hxxp://www.palpress.ps/arabic/index.php?maa=ReadStory&ChannelID=79921
    Der Link ist leider veraltet und ich bin jetzt zu faul den Cache zu durchforsten.

    Abu Mazen sagte das ein paar Monate später auch nochmal – wenn auch nicht ganz so deutlich. Diesmal sogar auf der englischsprachigen Ma’an Seite. Das liest kaum ein Nahost-Korrespondent.

    “The Palestinian leadership still adheres to the national agenda approved by the Palestinian National Council in 1988, it never gave up on any of the inalienable principles as some claim,“ he said, referring to accusations that flew following the release of a series of leaked transcripts, maps and correspondence that showed PLO officials negotiating points far from the Palestinian consensus.

    http://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=357317

    Da stand er unter dem großen Druck, der aus der weitverbreiteten, vorsätzlichen Mißinterpretation der Palileaks-Dokumente herrührte.

    Tatsächlich bleibt Abu Mazen seiner Linie konsequent treu.

    Der ‚moderate‘ Chef-Unterhändler Saeb Erekat im Interviews mit Al-Jazeera (2009):
    hxxp://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/3241.htm

    Gegenüber WAFA sagte er dies:

    [Saeb Erekat] said during his visit to the province of Salfit today, that there will be no peace without full restoration of our national rights, no peace with the presence of the settlements, and [no peace without] the return and compensation for refugees is a legitimate right to be the return of refugees and the creation of an international mechanism to compensate for the tragedy which they were subjected by the occupation.
    hxxp://www1.wafa.ps/wafa/arabic/index.php%3Faction%3Ddetail%26id%3D37992&tbb=1&usg=ALkJrhhFYaKDx9KsZe148WeuZ5Mj6C3EXg

    Auch dieser Link funktioniert leider nicht mehr.

    • 25. August 2011 um 00:21 Uhr
    • Serious Black
  60. 61.

    @ Publicola

    Ihnen ist aber schon klar, daß die Gründer der Baath Partei als Demokraten angefangen haben? Damals waren Saddam Hussein und die Assad-Dynastie als Endpunkte ihrer Entwicklung keinesfalls absehbar.

    Entsprechend ihrem nationalistisch-laizistischen Programm predigte die Baath-Partei Einheit (des arabischen Vaterlandes), Freiheit (und Unabhängigkeit von den Kolonialmächten, aber auch bürgerliche Rechte) und (einen islamischen) Sozialismus der „Dritten Art“. Aufgrund des ersten Punktes war die Baath-Partei eine treibende Kraft für die Vereinigung Syriens mit Ägypten zur Vereinigten Arabischen Republik (1958–1961) und deren Neuauflage von 1963, die beiden letzteren Ziele führten sowohl zur Übernahme westlicher Lebensvorstellungen als auch aus dem Ostblock stammender Auffassungen von einer modernen sozialistischen Gesellschaft.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Baath#.E2.80.9EEinheit.2C_Freiheit.2C_Sozialismus.E2.80.9C

    • 25. August 2011 um 00:27 Uhr
    • Serious Black
  61. 62.

    @ SB

    Naja, da scheint mir insgesamt doch Interpretationsspielraum vorhanden zu sein, und wenn ich mich nicht völlig täusche, spiegeln die Zitate die offiziellen Verhandlungspositionen der Fatah wieder.

    Ich spielte im gegebenen Zusammenhang z.B. auf Arafat-Äußerungen von 2002 an. Fast am selben Tag erzählte er einem arabischen Sender etwas von „10.000 Märtyrern!“, die nach Jerusalem gehen und „10.000 Märtyrern nach Jerusalem!“ während er gegenüber einem englischsprachigen ungefähr so vom Frieden redete wie Margot Käßmann.

    • 25. August 2011 um 00:38 Uhr
    • N. Neumann
  62. 63.

    @ Publicola

    Ihnen ist aber schon klar, daß die Gründer der Baath Partei als Demokraten angefangen haben?

    @ SB

    Nein, da steht mehr von Nationalismus / Panarabismus und Sozialismus. Von Demokratie steht da nichts. Und bürgerliche Rechte stehen im Artikel irgendwo in Klammern.

    Damals waren Saddam Hussein und die Assad-Dynastie als Endpunkte ihrer Entwicklung keinesfalls absehbar.

    Ja, damals. Aber bei der Lektüre des Artikels beschleicht mich der Eindruck, dass da jemand ein durch wenig sowie ungenaue Fußnoten gestütztes Elaborat verfasst hat, dass die leicht naive Geschichte von der Pervertierung einer noblen Idee erzählen soll. Außerdem ist mir nicht klar ob die Fußote 1 zur tatsächlich oder vermeintlich ideologiekritischen Bemerkung mit Paul Berman (ohne Seitenangabe) gestützt werden soll oder der als Exemplar für die tatsächliche oder vermeintliche Verschwurbelung von Baathismus und Islamismus herhalten soll.

    Auch kann es nicht schaden, wenn man mal auf Antun Saada (Link im Artikel am Ende von „Entsehung“) und von da aus auf die SSNP klickt.

    Assad jr. und Saddam Hussein waren zwar uneingeschränkte Herrscher, aber sie sind es ganz sicher nicht allein aus sich selbst heraus geworden.

    • 25. August 2011 um 01:07 Uhr
    • N. Neumann
  63. 64.

    @ Serious Black

    Ihnen ist aber schon klar, daß die Gründer der Baath Partei als Demokraten angefangen haben?

    Die Geschichte der Baath-Partei – ursprünglich von Michel Aflaq et alii 1940 als säkular-nationalistische Partei gegründet – mit ihrer regional verschieden verlaufenen Entwicklung ist recht kompliziert.

    Darum sei hier vereinfacht ausgeführt und an einigen wenigen Beispielen zwecks Verständniserleichterung exemplifiziert:
    Natürlich können Parteien sich spürbar(st) verändern.
    Das scheint insbesondere der Fall, wenn die territoriale Basis, d.h. das Territorium bzw. der jeweilige Staat, starken politisch-sozialen Veränderungen unterliegt.
    (Das mag u.a. beispielsweise der Fall sein, wenn ein Territorium aus einem kolonialen Status in ein dekolonialisiertes Stadium tritt.)

    1- Irak befand sich (Anglo-Irakischer Krieg) bis 1947 faktisch unter britischer Kontrolle.

    2 – Das Völkerbundmandat Frankreichs für Syrien und Libanon endete für Syrien im Jahre 1946.

    3 – In Frankreich beobachte man Programmatik und Praxis der Paric socialiste oder umgekehrt die verschiedenen Parteien, die der Gaullismus hervorbrachte.

    4 – In den USA wurde die Republikanische Partei gegründet, die Sklaverei abzuschaffen,
    gegründet gegen(über) den (die) Demokraten, welche für die Beibehaltung der Sklaverei plädierten.

    5 – Auch Deutschland bietet in puncto Kontinuität bzw. Änderung der parteipolit. Programmatik in Vorkriegs-Vergangenheit, Nachkriegszeitgeschichte und Gegenwart aussagekräftige Beispiele.

    • 25. August 2011 um 01:28 Uhr
    • Publicola
  64. 65.

    Korrektur … Parti socialiste …

    • 25. August 2011 um 01:29 Uhr
    • Publicola
  65. 66.

    @NN, SB,P-cola

    Demokratie haben frankophone Massenmörder in Frankreich gerne gelernt –
    zu verachten (im Vergleich zu Bolschewismus und Faschismus)

    Saddam and the Third Reich – Part 1

    http://www.youtube.com/watch?v=-arv2BDjV0M

    lohnt sich, mal mit der ganzen Familie ganz zu gucken; danach nie wieder Guido Knopp. Ist eine schöne Parallelgescichte zur Muslimbrüderschaft in Ägypten.

    • 25. August 2011 um 03:43 Uhr
    • Thomas Holm
  66. 67.

    @ P # 38

    In der EU darf man keiner Ratingagentur Gehör schenken.

    • 25. August 2011 um 07:59 Uhr
    • M. Riexinger
  67. 68.

    @ N. Neumann #62

    spiegeln die Zitate die offiziellen Verhandlungspositionen der Fatah wieder.

    Das ist prinzipiell richtig, nur hat das bis heute kaum ein westlicher Politiker und Nahostkorrespondent verstanden. Abu Mazen und Fatah werden von den USA und dem Quartett immer noch als Partner für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts angesehen.

    Seit 1988 ist aber die Verhandlungsposition der PLO die gleiche geblieben. Weniger als 100% der Forderungen ist nicht akzeptabel.

    Wie wärs hiermit:

    Abbas said the Arab League had discussed allowing armed resistance to Israel’s occupation if the bid for full membership of the UN failed, and that some countries supported the idea.

    But the president said Palestinians did not want armed resistance „unless you all take a decision to launch war.“

    He added: „I cannot fire one single bullet at Israel because all I have is a policeman with a Kalashnikov and minimum ammunition.
    http://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=414350

    Frieden ist also nur der derzeitigen militärischen Unterlegenheit geschuldet. Eine Akzeptanz von Israels Existenz sieht anders aus.

    Das einzige ‚Zugeständnis‘ der PLO seit 25 Jahren ist die Erkenntnis, daß die militärische Lösung (ohne äußere Unterstützung) keine Option ist. Im Gegensatz dazu hat sich diese Erkenntnis bei Hamas, PIJ, PFLP, PRC, Al-Kaida, etc. noch nicht durchgesetzt.

    • 25. August 2011 um 09:18 Uhr
    • Serious Black
  68. 69.

    @ N. Neumann #63

    OK, danke für die Korrektur. Da habe ich zu unkritisch gelesen.

    Die SSNP war von Beginn an faschistisch aufgestellt. Das Logo erinnert nicht umsonst an das Hakenkreuz.

    Assad jr. und Saddam Hussein waren zwar uneingeschränkte Herrscher, aber sie sind es ganz sicher nicht allein aus sich selbst heraus geworden.

    Habe nie etwas anderes behauptet. Ich gehe nicht davon aus, daß sich die Baath-Partei aus sich selbst heraus zu einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen wird.

    • 25. August 2011 um 09:38 Uhr
    • Serious Black
  69. 70.

    Jetzt haben wir es schwarz auf weiß, warum Deutschland sich enthalten hat:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-08/westerwelle-kohl-aussenpolitik

    Westerwelle sagte, derzeit entstünde eine „neue Weltarchitektur“ mit erfolgreichen Ländern in Asien, Lateinamerika, Afrika oder an anderer Stelle. „Wir müssen als ein Exportland, als ein Land, das von der internationalen Vernetzung lebt, auch zu diesen neuen Kraftzentren strategische Partnerschaften schmieden. Das hat nichts damit zu tun, dass wir nicht unsere Bündnispartner kennen würden.“

    Auf deutsch: Einschleimen bei den Chinesen.

    • 25. August 2011 um 10:52 Uhr
    • Arjen van Zuider
  70. 71.

    Die gute alte Prawda über das Los der Serben in Libyen:

    h t t p://english.pravda.ru/news/world/25-08-2011/118856-serbs_libya-0/

    Etwas sachlicher hier:

    h t t p://www.b92.net/eng/news/politics-article.php?yyyy=2011&mm=08&dd=25&nav_id=76065

    • 25. August 2011 um 11:04 Uhr
    • Thomas Holm
  71. 72.

    Westerwelle: Das hat nichts damit zu tun, dass wir nicht unsere Bündnispartner kennen würden

    Westerwelle sei ein guter Optiker zwecks Brillenstärkeanpassung empfohlen:
    Dieser gute Mann scheint nicht sehen zu können (oder zu wollen?),
    dass (auch) rein geographische Fakten (wie räumlich-geographische bzw. topographische Nähe/Nachbarschaft)
    sowohl zu den Allianz/Bündnispartnerländern, sei es EU, sei es NATO,
    als auch zu den Allianz/Bündnisanrainer-Staaten
    (geopolitisch/außenpolitisch/wirtschaftlich etc.) bedeutsam sind.

    Deutschland grenzt an 9 europäische Nachbarstaaten.

    Für die EU sind Nordafrika und die Levante Anrainer,
    wenn auch das Mittelmeer als vermittelndes oder trennendes Medium
    – je nach eingeschlagener Außenpolitik bzw. je nach geopolitischem Verständnis –
    dazwischen liegt.

    • 25. August 2011 um 11:06 Uhr
    • Publicola
  72. 73.

    Sinai das neue Waziristan ?

    Die Bilder vom Ansuchen des ägyptischen Militärs um ein bißchen Frieden bei altehrwürdigen Stammesgewaltigen*, die sich über jahrzehntelange Vernachlässigung beklagen, lassen die pakistanischen Verhältnisse als geradezu modellhaft durchscheinen.

    Modell Pakistan statt Modell Türkei ?

    http://www.youtube.com/user/cnninternational#p/u/6/y0nDMDGcKXo

    *zu dem Modell gehört natürlich, dass unliebsame Stammeschefs von Extremisten ermordet werden; nicht etwa, dass die Stämme einfach so drauf wären.

    • 25. August 2011 um 11:13 Uhr
    • Thomas Holm
  73. 74.

    @ TH #73

    Mehr zum Sinai und dem Eilat-Angriff:

    Despite protests in Cairo, it is clear there is an awareness in Egypt of the possibility that some soldiers serving near the area of the attack had been involved in the shooting at Israelis.

    Egyptian intelligence is also aware of cooperation between members of the Popular Resistance Committees in the Gaza Strip with Islamist activists operating in the Sinai desert.

    http://www.haaretz.com/print-edition/news/report-three-egyptians-took-part-in-terrorist-attacks-on-southern-israel-1.380321

    • 25. August 2011 um 11:58 Uhr
    • Serious Black
    • 25. August 2011 um 12:03 Uhr
    • Publicola
  74. 76.

    – Rebels explore Gaddafi’s bunker –
    http://www.youtube.com/watch?v=bjbF7Zr0NS8&feature=player_embedded#!

    • 25. August 2011 um 12:08 Uhr
    • Publicola
  75. 77.

    Libyen: Vermißte Panzerdivision (teilweise ?!) aufgetaucht.

    At Tripoli’s Metiga airbase rebels discover dozens of tanks in a bombed out storage site.

    http://www.youtube.com/watch?v=xJ3A4LqjJqo

    Hier ein wohl prototypischer Hick-Hack unter Facebook-Jugendlichen darüber, ob in Libyen eine „Proxy-Invasion“ stattgefunden hat. Instruktiv von min. 17.00 bis 19.00

    h t t p://www.youtube.com/user/aljazeeraenglish#p/u/1/yLRaaJO5-TQ

    • 25. August 2011 um 12:18 Uhr
    • Thomas Holm
  76. 78.

    @ N. Neumann – Nr. 53
    … Ich bin sehr gespannt darauf, wieviel in den folgenden Monaten bzw. Jahren von der politischen und gesellschaftlichen Bedeutung der libyschen Stämme übrig bleiben wird. Meine Beobachtungen … deuten darauf hin, dass einige … bei libyan tribes Pickel bekommen. Und zwar … weil die besagten Stämme zumindest in den Städten wohl kaum eine Rolle spielen …

    – Bestätigung –

    • … contemporary tribal discourse blends with and is clearly subordinate to a collective patriotism, which forms the root of the current national struggle. … My personal examination of a sample of 28 tribal declarations, issued between February 23 and March 9, 2011, reveals that the vast majority highlighted national unity or national salvation rather than tribal interests.
    These declarations also demonstrate that Libya’s tribes are … comprised of diverse members with varying social and economic backgrounds.
    This reality reflects the nature of Libyan society as a whole, which has a 90% urban population …

    • … Only 25% of the tribal declarations examined claimed to have been issued in the name of the tribe as a whole …
    none made an appeal to the tribe as a whole and without qualifications. Rather, all individuals who published such appeals addressed them to specific sections of the tribe, located in the particular town or region …

    • Both the tribal declarations and these tribal appeals demonstrate how discourse … has become another vehicle to express Libyan patriotism and articulate a sense of national duty. …

    From: „Libya: do tribes matter?«
    By Issandr El Amrani
    The Arabist (blog) – August 25, 2011
    http://www.arabist.net/blog/2011/8/25/libya-do-tribes-matter.html

    • 25. August 2011 um 13:14 Uhr
    • Publicola
  77. 79.

    AL Qaeda in Tripoli am Drücker ?

    „For not all the rebels are chaotic. One of their commanders, Abdel-Hakim Al-Hasidi, has been a member of the Libyan Islamic Fighting Group (LIFG) since the Nineties. This is a violent jihadist outfit that, for decades, had been waging a holy war against the Gaddafi regime with an aim of creating an Islamic state.It was banned worldwide after the 9/11 attacks, when Al-Hasidi fled to Afghanistan

    Al-Hasidi said his fighters in Libya ‘are patriots and good Muslims’, but added that Al Qaeda men ‘are also good Muslims and are fighting against the invader’ in Iraq.“

    http://www.dailymail.co.uk/debate/article-2029026/Libya-Tripoli-falling-moment-Islamic-extremists-prayed-for.html#ixzz1W2YR1aWc

    Bei AJE wird Al-Hasidi als „Head of the military council in Tripoli“ bezeichnet, der sich sehr konstruktiv und inklusivistisch geäußert habe. Außerdem hätten viele ihre „views reformed“.

    Bei min. 17.40 auf

    h t t p://www.youtube.com/user/aljazeeraenglish#p/u/2/rs-ckd3vPsA

    Ich bin doch ein bißchen sprachlos, mus ich sagen …
    War diese Personalie bekannt ?

    • 25. August 2011 um 13:53 Uhr
    • Thomas Holm
  78. 80.

    Wir werden wohl abwarten muessen wie sich die Lage in Lybien entfaltet da dort keine Organisationen gibt die als politische Parteien eine Regierung bilden koennten. Schliesslich gibt es dort ueber 140 Staemme die sich alle bemuehen werden vom Kuchen was abzubekommen. Eine gerechte Verteilung wird schwer aber noetig sein um den Frieden zu erhalten sonst wird es Buergerkriege geben und das Land wird noch mehr zerfallen.

    • 25. August 2011 um 14:39 Uhr
    • strohausen
  79. 81.

    @ TH – Hinsichtlich des verlinkten Artikels
    „Why this is the moment Libya’s Islamic extremists have prayed for“ by John R Bradley – Daily Mail Online – 23rd August 2011
    stellt sich auf der rein sachlich bzw. quantitativ intersubjektiv überprüfbaren Ebene die eine oder andere Frage.

    Zwei Beispiele:

    1 – In Tunisia, a paltry 16 per cent of eligible voters had bothered to register before an initial deadline for doing so passed last month.

    Nach Angaben der Radio Niederlande vom 14.08.2011 haben sich bislang 52% der Wahlberechtigten Tunesiens in die Wahllisten eingetragen.
    http://www.rnw.nl/africa/bulletin/tunisian-voters-register-ballot-0

    2 – Egypt’s first free and fair election in March — voting for a new constitution — drew just 41 per cent of the population to the polling booths.

    Bei den Präsidentschaftswahlen in den USA 1996 lag die Wahlbeteiligung bei 49%, wobei die Quote der Wahlbeteiligung der USA nach oben überzeichnet wird, da Voraussetzung die Eintragung in ein Wahlverzeichnis ist. Wer sich nicht in ein Wahlverzeichnis eintragen lässt, nimmt zwar nicht an der Wahl teil, wird aber nicht als Nichtwähler gezählt.

    Die Wahlbeteiligung in der Schweiz lag 1999 bei 43,4% der Stimmberechtigten

    Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2011 haben 39,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

    Bei den Europawahlen 2009 betrug die Wahlbeteiligung europaweit 43,0. In den ehemaligen Ostblockstaaten Litauen betrug die Wahlbeteiligung 21,0 % und in der Slowakei 19,6 %.

    • 25. August 2011 um 15:49 Uhr
    • Publicola
  80. 82.

    Das Wahlrecht schliesst auch ein, dass man mal nicht wählen geht, und damit den Entscheid der anderen so oder so gutheisst.

    • 25. August 2011 um 16:42 Uhr
    • FreeSpeech
  81. 83.

    PS – Nr. 81 – Differenzen zu den Zahlenangaben / Ägypten –

    Egypt’s first free and fair election in March — voting for a new constitution — drew just 41 per cent of the population to the polling booths

    19 March 2011: The constitutional referendum was held and passed by 77.27%
    http://en.wikipedia.org/wiki/2011_Egyptian_revolution

    • 25. August 2011 um 16:47 Uhr
    • Publicola
  82. 84.

    Man könnte aber eigentlich erwarten, dass in einer neuen Demokratie mit ungewissem Ausgang (Ägypten, Tunesien, Nachkriegsdeutschland) die Leute eher mitreden wollen als in einer alten Demokratie, wo sie seit Jahrzehnten die Gewissheit haben, dass die anderen schon sinnvoll entscheiden (Schweiz, USA, Deutschland heute).

    • 25. August 2011 um 16:51 Uhr
    • Arjen van Zuider
  83. 85.

    @Publicola: Die 77.72% beziehen sich wohl auf die abgegebenen Stimmen. Also 77% von 41%, macht 32% Zustimmung vs. 9% Ablehnung (bezogen auf die Gesamtbevölkerung)

    • 25. August 2011 um 16:55 Uhr
    • Arjen van Zuider
  84. 86.

    @ AvZ und Publicola

    ich bin gespannt, ob das Alkohol- und Bikiniverbot umgesetzt wird.

    Das wäre neben den Nachwehen der Revolution und der Situation auf dem Sinai ein weiterer schwerer Schlag für die ägyptische Tourismusindustrie.

    • 25. August 2011 um 17:03 Uhr
    • Serious Black
  85. 87.

    Ausgerechnet Gaddafis Ex-Postille meldet:

    Unconfirmed Reports Al Qathafi Trapped in Building Surrounded by Rebels

    http://tripolipost.com/articledetail.asp?c=1&i=6759

    Im Archiv gibts PDFs mit alten Ausgaben, d.h. auch vielen Kompromaten

    • 25. August 2011 um 17:10 Uhr
    • Thomas Holm
  86. 88.

    @ AvZ ad Nr. 85 – Sie haben recht. Ich hatte nicht sorgfältig genug gelesen.
    Allerdings gibt es zur Abstimmungsbeteiligung in Ägypten Zahlenangaben, die gegenüber den zitierten 41% differieren:

    60 Prozent der 45 Millionen Wahlberechtigten gingen zur Abstimmung – anders als bei vielen früheren Parlamentswahlen, an denen oft nicht mal fünf Prozent teilnahmen. Die Öffnung der Wahllokale wurde verlängert, in einigen Wahllokalen mussten sogar Urnen nachgefordert werden, weil sie überfüllt waren.
    http://www.taz.de/!67735/

    • 25. August 2011 um 17:19 Uhr
    • Publicola
  87. 89.

    PS – Die 41 % scheinen laut Wahlkommission korrekt zu sein – FOCUS berichtet nämlich „Die Beteiligung lag laut Wahlkommission bei 41 Prozent.“
    http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/aegypten-verfassungsaenderung-mit-bauchschmerzen_aid_610897.html

    • 25. August 2011 um 17:24 Uhr
    • Publicola
  88. 90.

    @ TH

    Die Postille referiert hier Meldungen von Agenturen und Korrespondenten, die besagen, wo die Gaddafis vermutet werden. Sie meldet nichts Eigenes.

    Und Ex-Postille würde ich sie nicht nennen, weil sie erst vor ein paar Tagen wieder bzw. noch irgendeinen Gerüchte-Bullshit (ohne Bezugnahme auf Agenturen und Korrespondenten) meldete.

    Das „Referat“ könnte ein einfaches und effizientes Tarnmanöver der Betreiber in eigener Sache sein, auf dass man bei nächster Gelegenheit geneigt ist, ihnen irgendeinen Bullshit abzukaufen.

    • 25. August 2011 um 17:24 Uhr
    • N. Neumann
  89. 91.

    @ SB – ich bin gespannt, ob das Alkohol- und Bikiniverbot umgesetzt wird – oder die Grenze zwischen Ideologie und Pragmatismus –

    • 25. August 2011 um 17:31 Uhr
    • Publicola
    • 26. August 2011 um 01:13 Uhr
    • N. Neumann
  90. 93.

    Feiner Humor:

    Russia Today, kurz RT, ist ein auf internationales Publikum ausgerichteter englischsprachiger, staatlich finanzierter Fernsehsender mit Sitz in Moskau. Die erklärten Ziele des Senders sind, alte Vorurteile und Klischees über Russland abzubauen und dem Publikum die russische Sichtweise auf das internationale Geschehen vorzustellen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/RT_(Fernsehsender)

    • 26. August 2011 um 01:19 Uhr
    • N. Neumann
  91. 94.

    Neue Möglichkeiten für Bündnisse in der Spinnerszene:

    @4libya @ChangeInLibya Did you guys see an interview with Abdul Bari Atwan on @CNN? He says #Libya is 70% Islamic fundamentalist?Any truth?

    Panarabische Antiimps + manische Islamkritiker.

    • 26. August 2011 um 01:30 Uhr
    • N. Neumann
  92. 95.

    Journalistische Lichtstunde, RT interviewt P-TV !

    Afshin Rattansi meint allerdings, dass jetzt herumgeisternde WMD doch noch ausgekippt werden könnten, schließlich habe sich Gaddafti zum Schluß ja auch dem Neoliberalismus ergeben.

    http://www.youtube.com/watch?v=tWb9x2FqwJk

    Ferner sehenswert bei RT: Die Dialektik von Rim Haddad (Syriens Levantegoebbeline): Nur weil wir sie nicht arbeiten lassen, darf doch die Auslandspresse noch lange nicht alles berichten … Sie redet so nervenbündelartig, wie frisch geohrfeigt von Maher …

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=DQQ570n3be8

    • 26. August 2011 um 03:02 Uhr
    • Thomas Holm
  93. 96.

    Neighbourhood-rule in Tripoli: Moscheen ziehen Gewaltmonopol an sich.

    PBSNewshour berichtet, wie Moscheeaktivisten Plünderungsgut wieder einsammenln und ein Moscheekomittee Waffenlizenzen für Straßenposten ausgibt – in Tripoli. Unter den Aktivisten sind Akademiker und frisch entkommene Haftinsassen. Ab min 5.30

    Die Knastaufsicht hatte sich mit Feuerstößen und Handgranaten verabschiedet; die Stimmung unter den Überlebenden ist einerseits dementsprechend; andererseits kommt recht glaubhaft rüber, dass vor dem Hintergrund einer so kaputten Gesellschaft, die Moscheeaktivisten eine Art moralischen und organisatorischen Auffangboden, zumindest für diese Nachbarschaft, darstellen. ab 3.30

    http://www.youtube.com/watch?v=F1ayYxihHlI

    • 26. August 2011 um 04:48 Uhr
    • Thomas Holm
  94. 97.

    @ NN

    Vielleicht mag Atwan ja Altbier.

    • 26. August 2011 um 08:01 Uhr
    • M. Riexinger
    • 26. August 2011 um 08:12 Uhr
    • M. Riexinger
  95. 99.

    @ TH (95.)

    Gnade!

    • 26. August 2011 um 17:26 Uhr
    • N. Neumann
  96. 100.

    @ MR

    Von Gaddafis Faible für „my friend of african origin Leeza“ wusste ich. MEMRI hatte hier mal ein entsprechendes Interview gesendet.

    • 26. August 2011 um 17:31 Uhr
    • N. Neumann
  97. 101.

    @ NN

    „Gnade!“

    Ja, 95 ist hardcore; bei 96 war ich um eine etwas nachdenklicher-sensible Perspektive bemüht.

    RT hat aktuell kognitive Dissonanzen: Nach dem Atwan-statement mit der „majoritiy of the the people, who are fighting Gaddafi are Muslim extremists“ kommt ein Bildschnitt, wo ein freedomfighter die US-Flagge küßt.

    Ab min 2.50

    http://www.youtube.com/user/russiatoday#p/u/2/5EbZyn0x3oc

    • 26. August 2011 um 18:08 Uhr
    • Thomas Holm
  98. 102.

    @ NN

    “Gnade!”

    Ja, 95 ist hardcore; bei 96 war ich um eine etwas nachdenklicher-sensible Perspektive bemüht.

    @ TH

    Jagut, ich hatte mir aber zusätzlich noch zwei andere Beiträge reingezogen, womit mein Trash-Pensum wirklich voll war. Ein Interview mit dem Hörstel-Superschwachkopf (Stichwort: Bilderberger) und ein Beitrag über ein brisant sein sollendes Buch eines greisen Ex-MAD-Mannes, das (vermeintlich) in Deutschland kaum zu bekommen sei, weil es zusätzlich – so die Logik der Reporterin – eine große Berliner Buchhandlung (Recherche vor Ort!) nicht führt.

    RT hat aktuell kognitive Dissonanzen: Nach dem Atwan-statement mit der “majoritiy of the the people, who are fighting Gaddafi are Muslim extremists” kommt ein Bildschnitt, wo ein freedomfighter die US-Flagge küßt.

    Dann ist es halt Extrem-Taqqiya. Und sofern sich ein Teil des geneigten Publikums deshalb vernehmbar am Kopf kratzen sollte (was als eher unwahrscheinlich gelten kann), könnte man ja noch Ulfkotte oder Raddatz konsultieren, die sich nicht zweimal bitten lassen würden.

    P.S.: Und jetzt bitte nicht noch einen RT-Link.

    • 26. August 2011 um 19:25 Uhr
    • N. Neumann
  99. 103.

    @ NN

    „Und jetzt bitte nicht noch einen RT-Link“

    Versprochen; ich verhänge ein einseitiges RT-Moratorium.

    Bei George Galloways Ressentiment-update Serie auf P-TV herrscht Katzenjammer, Heulen und Zähneknirschen.

    Ein Fundstück von weiterem Informationswert stellte sich auch noch ein: Eine pakistanische Anruferin beklagte, dass die USA Pakistan kaputtmachen wollten durch die Schaffung eines Großbalotschistans (mit aufkosten des Iran) und eines Großpaschtunistans (als Nachfolge(teil)staat Afghanistans und aufkosten Pakistans).

    Natürlich wollen das die USA nicht (Ralph Peters mit seinen blood borders ist ja ein Außenseiter); aber dass da etwas soweit läuft, so dass es denen doch etwas kalte Füße macht, ist schon beachtlich. Und George guckt ganz schön au-weia-besorgt dazu in die Landschaft.

    42.30 – 43.30

    http://www.youtube.com/user/presstvglobalnews#p/u/4/aj1UxRpJb5I

    • 26. August 2011 um 20:58 Uhr
    • Thomas Holm
  100. 104.

    Es gibt bestimmt interessanteres Lehrmaterial für Schottisch…

    • 26. August 2011 um 21:21 Uhr
    • M. Riexinger
  101. 105.

    Obwohl, JLs Liebling.

    • 26. August 2011 um 21:24 Uhr
    • M. Riexinger
  102. 106.

    @ TH

    48:50 Min. P-TV mit Galloway? Ich bin ja nicht völlig frei von Masochismen, aber so langsam könnte ich mir gut vorstellen, dass Sie daneben noch Fernkurse bei sportlichen Fakiren belegen.

    • 26. August 2011 um 21:35 Uhr
    • N. Neumann
  103. 107.

    @ NN

    „48:50 Min. P-TV mit Galloway?“

    Ohne solche Selbsthassphänomene, wie Galloway sie verkörpert, ohne dieses ständig behauptete ethische Vakuum, oder Negativum als Herz des Westens, hätten die ganzen operetten-antiimperialistischen Machthaber in der Dritte Welt viel weniger Spielraum für ihren grausamen Unfug.

    So absurd und bizarr Leute wie Galloway auf jeden halbwegs gebildeten Menschen wirken, so fatal wirklichkeitsmächtig ist doch diese Ideologie. Nicht für die paar % von seinem Respect-Laden, sondern als Resonanzboden für die unmöglichsten antineuzeitlichen Bestrebungen.

    Ich interessiere mich brennend für jeden Haarriss und jede offenbar werdende Ungereimtheit in diesem Gebräu.

    An dem Gemisch aus linken Randgruppenstrategietrümmern und paleokonservativen Ressentiments interessiert mich jedes einzelne Verwesungsstadium.

    Ich bin keineswegs allgemein ekelresistent; echten Ekel kann ich auch verspüren: z.B. bei Tariq Ramadan, mit seiner Teppichverkäufertour.

    Absurd, Ihr wisst ja gar nicht, was wirklich absurd ist !

    Es gibt in UK eine Stalin Society, eine Pakistanisch-Jüdische Connection; hier die Genossen Harpal Brar und Jack Shapiro in würdiger Haltung:

    http://www.youtube.com/watch?v=HZQfLvC5uxE

    Und Harpals Tochter Joti kann sicher in gewisser Weise als gut integriert angesehen werden:

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=0GgbG4x1cSY

    • 26. August 2011 um 23:41 Uhr
    • Thomas Holm
  104. 108.

    „Oil is for us and sharia is for you“

    Neuer conspiracy-spin (nicht nur) bei RT.

    Der französische Islamisierungskritiker Eric Denécé beklagt eine Chaotisierungsstrategie von USA und Sarkozy, mit Hilfe von islamistischen Extremisten eine effektivere Kontrolle über die Region ausüben zu wollen.

    Damit ist innerhalb des Verschwörungscamps eine Position aufgemacht worden, die nicht länger die Irrlichterungen des politisierenden Islamismus leugnet, verharmlost oder deckt.

    Ein Ende des Irrsinns in Zank und Hader absehbar ? Es wäre zu schön.

    Link nur auf Anfrage wg/ RT-Moratoriums.

    • 27. August 2011 um 09:59 Uhr
    • Thomas Holm
  105. 109.

    @ TH

    Harpal ist ein vorwiegend von Sikhs und nordindischen Hindus verwendeter Name.

    • 27. August 2011 um 10:25 Uhr
    • M. Riexinger
  106. 110.

    @Thomas Holm

    Zu Tariq Ramadan der Klassiker:

    http://www.youtube.com/watch?v=fjqs57uEsGs

    • 27. August 2011 um 10:31 Uhr
    • FreeSpeech
  107. 111.

    @ FS

    Sie Böser, der ist fast so heilig wie der Messias.

    • 27. August 2011 um 10:49 Uhr
    • M. Riexinger
  108. 112.

    @ MR

    „Harpal ist ein vorwiegend von Sikhs und nordindischen Hindus verwendeter Name.“

    Danke für diesen Tipp, denn Abgründe tun sich da auf, beim näheren Hinsehen …

    „Harpal Brar (* 5. Oktober 1939 in Muktsar, Punjab) ist ein indischstämmiger Politiker und Geschäftsmann in Großbritannien. Brar ist Vorsitzender der Kommunistischen Partei Großbritanniens/Marxisten-Leninisten (CPGB-ML) und der Stalin Society, Herausgeber zweier politischer Zeitschriften und betreibt ein Tuchgeschäft in Hampstead.“ *(WP/Harpal Brar)

    „Sri Muktsar Sahib City, the district headquarters of Sri Muktsar Sahib district is a historical city. It is intimately connected with Sikh religion.“

    http://www.muktsar.nic.in/

    „Brar has lived and worked in Britain since 1962, first as a student and lecturer in law at Harrow College of Higher Education (later merged into the renamed University of Westminster), and later in the textile business. … For many years, he was on the executive of the Indian Workers Association (GB) and was the editor of that organisation’s journal Lalkar. “ *

    Migrant, Dozent, Gewerkschaftler, Geschäftsmann und – Stalinist mit ausdrücklicher Leugnungsagenda.

    „He, along with his daughter Joti Brar, is an active member of the Stalin Society, the website of which contains articles denying Soviet wrongdoing in the Katyn Massacre, the Ukrainian Famine (Holodomor), and the Moscow trials which they blame on the Nazis, dismiss as propaganda, or describe as fair process, respectively.“*

    Samt Tochter Joti und Sohn Ranjeet. Nix Jugendrevolte.

    „Recently Ranjeet Brar(son of Harpal) was arrested outside the ‚Israeli‘ Zionist embassy during a protest over Gaza.“

    h t t p://www.network54.com/Forum/393207/thread/1231059573/ state+repression+against+the+CPGB-ML

    „Verwestlichung“ kann im Einzelfall tatsächlich auf eine Schande hinauslaufen. Ich verstehe langsam, warum die Hindunationalisten zum Thema Westen gelegentlich von „sickular“ sprechen.

    *(WP/Harpal Brar)

    • 27. August 2011 um 11:15 Uhr
    • Thomas Holm
  109. 113.

    @ FreeSpeech

    „Zu Tariq Ramadan der Klassiker:“

    UUaaah, der war hart am frühen morgen; ich hatte das mal mit übergesprochenem englisch gesehen; aber pur kommt das ja noch krasser rüber; diese Écoutez bien! macht total aggro !

    Eine wiederlich Kreuzung aus Sonderkindergärtner und Teppichverkäufer.

    Den Sarko mag ich dagegen; er hat irgendwie etwas sehr menschliches.

    Hier der berühmte Trunkenheitsauftritt:

    http://www.youtube.com/watch?v=O5ag5i7w7ZE

    • 27. August 2011 um 11:29 Uhr
    • Thomas Holm
  110. 114.

    „mon dialogue avec M. Poutine“

    Ja bei Russen ist Kondition gefoprdert…

    • 27. August 2011 um 11:32 Uhr
    • M. Riexinger
  111. 115.

    Wieder zur Sache; Libyen:

    Islamisch pragmatischer Badetag in Tochter Aishas Privatgemächern:

    Mit der ganzen Familie; ins Wasser aber nur mit allen Klamotten:

    http://www.youtube.com/watch?v=AWYnlh7W6VI

    Das ultimative Abenteuer: Israelische TV-Crew mitten im Geballer von Tripoli; die scheinen mir doch noch etwas näher ranzugehen, als die anderen Korrespondenten. Via Gaddafis media-watch …

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=u7cpJNC4vA8

    • 27. August 2011 um 11:50 Uhr
    • Thomas Holm
  112. 116.

    Syrien: Wie sich das Regime unterhalb der Interventionsschwelle wegduckt

    Ali Ferzat, a renowned political cartoonist whose drawings expressed Syrians‘ frustrated hopes for change was grabbed after he left his studio early Thursday and beaten by masked gunmen who broke his hands and dumped him on a road outside Damascus.

    Die Karikaturen:

    http://www.youtube.com/watch?v=cE1X1zmWKMA

    Ali Ferzats Zustand 3.00 -6.00

    h t t p://www.youtube.com/alarabiya#p/u/5/87QwIr6FE44

    • 27. August 2011 um 12:45 Uhr
    • Thomas Holm
  113. 117.

    @ TH

    Passen Sie auf, was Sie verlinken: Köpfer ins Nichtschwimmer könnte zur Nachahmung verführen!

    • 27. August 2011 um 14:15 Uhr
    • M. Riexinger
  114. 118.

    Katzenjammer bei AJE über blutige Abrechnungen mit Regimeanhängern

    AJE bringt Statement von Jalil als Rücktrittsdrohung (min. 10-11)

    James Base erzählt vom Stimmungsumschwung im Irak 2003; offenbart damit aber wohl eher ungewollt, dass bei der Durchsetzung von Ordnung gegen Plünderungen etc. an Checkpoints auch erstmal wieder Leute erschossen werden und dadurch neue Racheentschlossenheiten geweckt werden. Ferner: „revenge on particular tribes“ (min. 20.00-21.30)

    http://www.youtube.com/user/aljazeeraenglish#p/u/5/Ux4H7b4ynNw

    Aus der Reihe „Wahre Freundschaft“:

    Mugabe will pro-NTC Botschafter deportieren; aber wohin ?

    h t t p://www.zimdiaspora.com/index.php?option=com_content&view=article&id=6442:mugabe-threatens-libyan-envoy-for-flying-rebels-flag&catid=38:travel-tips&Itemid=18

    • 27. August 2011 um 14:39 Uhr
    • Thomas Holm
  115. 119.

    @ TH – hier die Genossen Harpal Brar und Jack Shapiro in würdiger Haltung

    Nicht ganz sicher bin ich mir, ob nicht die Verlinkung zu einer Feier eines Schützenvereins in einem 100 ‚Seelen’dorf hier in meiner unmittelbaren Nähe im Münsterland nicht globalpolitisch höchst sinnvolle Einsichten vermitteln dürfte gegenüber einer Verlinkung zur CPGB(ML)= Communist Party of Great Britain (Marxist-Leninist).

    Immerhin benötigt der genannte hypothetische Schützenverein raumverbrachsmäßig mit eingeladenen und uneingeladenen Gästen womöglich ein Raumvolumen oder eventuell etwas mehr eines bundesdeutsches Wohn-Zimmers von durchschnittlich 35 Quadratmetern,
    während eine Versammlung der Gesamtmitgliederschaft der CPGB(ML) wahrscheinlich in einem Raum genannter Quadratmeterzahl sich mehr als verlieren wird.

    Auch bin ich mir nicht völlig sicher, ob die außenpolitisch engen Freundschaftsbeziehungen dieser Gruppe (mit einer Mitgliederzahl von maximalst vielleicht weniger als 50 Menschen) zum Gaddafi-Regime in Libyen, zum Iran, zur Hamas, zur Hisbollah, zu Simbabwe und zu Nordkorea
    eine Blog-Diskussion über die „Arabellion“ qualitativ-informativ in irgendwie denkbarer Art und Weise erhellen könnte.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Communist_Party_of_Great_Britain_%28Marxist%E2%80%93Leninist%29

    • 27. August 2011 um 15:41 Uhr
    • Publicola
    • 27. August 2011 um 15:46 Uhr
    • Publicola
  116. 121.

    Hala Misrati wieder da !

    Hala hatte zuletzt mit einer Knarre im Gaddafi Fernsehen herumgefuchtelt ….
    Hier erst mit Knarre und dann bei Rebellens in der Mangel:

    http://www.youtube.com/watch?v=37VkidOtGNI

    … nachdem sie Monate zuvor Iman Al-Obeidi auf übelste Weise beschuldigt hatte. Bei min. 4.00 bis 5.00 erklärt sie, dass der Vorwurf einer Vergewaltigung schon deswegen nicht zutreffen könne, weil die ganze Sippe in Scham versinken müsse und „probably they will kill the girl“.

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=bOfLD36Xwko

    Es gibt noch weitere peinliche Videos von ihr. Verdienstvoll finde ich, dass sie ihr ganzes Dreckskulturgebräu, das sie den Arabern und Beduinen zuschreibt, hier einmal ungefiltert ausbreitet.

    Wenn man dieses Gebräu als Außenstehender aufgrund einschlägiger Erfahrungswerte referiert, dann ist es stets eine Bedienung von rassistischen Klischees etc. Dass diese so obszöne Doppelmoral einmal offen zu tage tritt, finde ich erfrischend. Man sollte eine Negativ-Kultfigur aus dieser mißratenen Hala machen.

    • 27. August 2011 um 15:59 Uhr
    • Thomas Holm
  117. 122.

    Imam AL Obeidi bei der abredewidrigen Aufnahme durch das Gaddafi TV, von der Hala Misrati auf ihre Art berichtet im 2. Video bei 121. Ein Vergeltungskontext, der wohl als anspruchsvoll gelten kann. Hoffentlich lassen sie diese Hala als Kronzeugin ihrer eigenen Niedertracht am Leben.

    http://www.youtube.com/watch?v=eWa350pNJJI

    @ Publicola

    „Auch bin ich mir nicht völlig sicher, ob die außenpolitisch engen Freundschaftsbeziehungen dieser Gruppe …. eine Blog-Diskussion über die “Arabellion” qualitativ-informativ in irgendwie denkbarer Art und Weise erhellen könnte.“

    Wer Freund ist und wer Feind, finde ich schon etwas mitaufhellend, auch wenn ein spezieller Freundeskreis sehr mickrig ist; mickrig, aber eben nicht geschichtslos.

    „Gaddafi-Regime in Libyen, zum Iran, zur Hamas, zur Hisbollah, zu Simbabwe und zu Nordkorea“ In diesem Restgrößenmix sahen vor ein paar Wochen noch manche einige Speerspitzen von unterdrückten Völkern versammelt (btw; wo ist Erol ?) während sich diese Optik durch den jüngsten Arabellion-Fortschritt doch etwas verzogen hat.

    Wer mag da noch zugehören; Chavez; Südafrika ?
    Doch wohl nicht Ihr Schützenverein ?

    • 27. August 2011 um 16:24 Uhr
    • Thomas Holm
  118. 123.

    CPGBML

    Sich von dwer KP abspalten, eine neue KP gründen und dann das Kürzel ML dranzuhängen ist m.E. sehr indisch.

    • 27. August 2011 um 18:23 Uhr
    • M. Riexinger
  119. 124.

    Resistance continues amidst overwhelming popular support for Gaddafi … Nato’s war against Libya is designed, partly at least, to send a message to those leaders in Africa who are minded to take an independent stance that they must … shy away from close commercial and diplomatic relations with China … Victory to the Libyan people and government led by Muammar Gaddafi!

    http://www.cpgb-ml.org/index.php?secName=proletarian&subName=display&art=737

    • 27. August 2011 um 19:02 Uhr
    • Publicola
  120. 125.

    OT

    In Kopenhagen wurden die Wahlplakate einer türkisch-stämmigen sozialdemokratischen Kandidatin mit Aufklebern zugekleister, auf denen es heißt: „Demokratie ist Heuchelei, Heuchelei bedeutet Hölle, Gesetzgebung steht allein Gott zu.“

    http://politiken.dk/politik/ECE1373423/haervaerk-mod-valgplakater-demokrati-er-hykleri—hykleri-i-helvedet/

    • 27. August 2011 um 19:57 Uhr
    • M. Riexinger
  121. 126.

    @ MR ad 125 – Merkwürdig wirkt auf den bundesrepublikanischen Leser die Zwischenüberschrift bzw. das drucktechnisch hervorgehobene Zitat des Simon Emil Ammitzbøll (sinngemäß) „Wir werden uns nicht von einigen linken Schlägertrupps beunruhigen lassen“,

    weil im Kategoriensystem der Bundesrepublik die Formulierung der den Kandidaten-Plakaten aufgeklebten/aufgemalten Parolen (“Demokratie ist Heuchelei, Heuchelei bedeutet Hölle, Gesetzgebung steht allein Allah zu.”) ja eher als „Tat“ „gottes“fürchtiger Islamisten erscheint.

    • 27. August 2011 um 20:11 Uhr
    • Publicola
  122. 127.

    @ P

    Das hat nichts mit diesem Vorfall zu tun, Ammitzbøll ist ein Politiker der liberalen, wenn nicht libertären Liberale Alliance, deren Plakate ebenfalls aVndalismus zum Opfer fielen, allerdings von anderer Seite.

    • 27. August 2011 um 20:19 Uhr
    • M. Riexinger
  123. 128.

    … Vandalismus …

    • 27. August 2011 um 20:26 Uhr
    • M. Riexinger
  124. 129.

    @ MR – Danke

    • 27. August 2011 um 20:43 Uhr
    • Publicola
  125. 130.

    The U.S. believes al-Qaida’s No. 2 leader, Attiya Abd al-Rahman, was killed earlier this week in the tribal areas of Pakistan, U.S. officials said Saturday.

    http://www.ibtimes.com/articles/204876/20110827/osama-bin-lade-no-2-al-qaida-killed.htm

    • 27. August 2011 um 20:46 Uhr
    • Thomas Holm
  126. 131.

    “Demokratie ist Heuchelei, Heuchelei bedeutet Hölle, Gesetzgebung steht allein Gott zu.”

    Aberglaube regiert die Welt.

    • 27. August 2011 um 20:59 Uhr
    • FreeSpeech
  127. 132.

    @ FS

    „Aberglaube regiert die Welt“

    Diese Erkenntnis verdient noch einen ausgewählten Beleg:

    Hier erklärt ein antiwahabitisch orientierter sunnitischer Scheich dem Saudischen Wahabitentum den Krieg; von Pierre Vogel Gegnern extra mit Deutschlandfahne ausgestattet, damit das hier auch klar wird.

    Also nicht nur mit dem Iran steht ein showdown bevor; sondern auch innerhalb des Sunnitentums gibt es alten gut getrockneten Sprengstoff. Die Emphase des Vortrags kann die Ungläubigen hoffen lassen, dasss dieses ganze Phänomen einer käftigen Selbstreduzierung entgegen wahabert.

    Min. 12.00 Der Scheich zählt die ganze Islamgeographie* auf, in der Anrufung und Geburtstagsbegehung des Propheten Tradition ist;

    Min 12.50 … und das wollen die Wahabis uns wegnehmen…

    Höllenfeuer für sie; fiese Wahabi Fatwa gegen ehrwürdige Tradition….

    Bei 15.00 droht gar die Schändung des Prophetengrabes …

    Mein Tipp: Bitte nicht stören, die Herrschaften.

    *Fake-Palästina, alias Filistin kommt natürlich nicht vor, sondern die traditionelle Bezeichnung Bilad al Sham, wiedergegeben mit Nahost; bei Wikipedia ist Bilad al Sham: Großsyrien …

    http://www.youtube.com/watch?v=-C7xVv9mhNo

    @ Publicola

    Sie haben ja doch noch einen Narren an der CPBG/ML gefressen.

    Indische Maoisten sind durchaus ein Faktor in Kalkülen, Indien zu zerschlagen und durch ein Konglomerat aus Pakistan-metastasierten Emiraten und maoistischen Irgendwas-Volksrepubliken zu ersetzen.
    In GB natürlich nur die Fußnote einer Marginalie.

    Sohnemann Ranjeet Brar gibt hier zum besten, dass Che Guevara keineswegs ein Soft-Genosse für T-shirts war, sondern dass dieser einen Heiligen Eid vor dem Bildnis des großen Stalin leistete:

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=hwgDekJTVvc Min 6.00 – 6.30

    • 27. August 2011 um 22:18 Uhr
    • Thomas Holm
  128. 133.

    Seit 45 Tagen keine Wasserzufuhr mehr aus dem Süden nach Tripoli wegen Stromausfall.
    Schiffe aus Malta müssen Trinkwasser herbeischaffen …

    James Base, neuester AJE Bericht

    • 27. August 2011 um 22:34 Uhr
    • Thomas Holm
  129. 134.

    Sie haben ja doch noch einen Narren an der CPBG/ML gefressen

    Mich lässt – in sehr begrenztem Maße erstaunt und in noch begrenzterem Maße interessiert – nach der psychosozialen Individualverfassung und Ratio eines beliebigen CPGBML-Mitgliedes fragen,
    wenn in einer Zeit der vielfältigen und vielumfassenden Informationsbeschaffung eine Polit-Kleinstgruppe von weniger als 50 Menschen mit einem minusculen Bekanntheitsgrad und einem Nano-Wirkungsgrad mit einem gigantischen proletariat-umfassend-weltbefreienden Anspruch sowie unter Verbreitung höchst merkwürdiger Hypothesen auftritt.

    • 27. August 2011 um 22:59 Uhr
    • Publicola
  130. 135.

    @ Publicola

    „eine Polit-Kleinstgruppe von weniger als 50 Menschen mit einem minusculen Bekanntheitsgrad und einem Nano-Wirkungsgrad mit einem gigantischen proletariat-umfassend-weltbefreienden Anspruch“

    Lenin, Mussolini, Hitler, Mao, Saddam … die sind auch alle sehr klein angefangen. Die Weltgeschichte verlangt weder Abitur noch bekannte Abkunft zum Einstieg in ein großes Unheilstiften.

    „sowie unter Verbreitung höchst merkwürdiger Hypothesen auftritt.“

    Viele rationale Erklärungen bleiben für viele Menschen unbefriedigend. Zivilisatorische Abgeschlagenheit und allseitige zu kurz Gekommenheit wollen in vielen geschundenen Seelen heilsam hinweggetröstet werden.

    Zehn Jahre nach der gründlichsten Niederlage der modernen Zeit produziert Deutschland wieder die este Mio. Autos; anderswo wird eine vergammelte Kolonialinfrastruktur nie wieder aufgebaut. Das ist schon bitter und läßt ein Interesse an historischen Trampolinkonstruktionen enstehen. In der Regel in Form von angeblich vergangener Größe, um die man sich in einer Schwächephase hat betrügen lassen und die man sich jetzt aber zurückholen will.

    Wer so etwas gut versprechen kann, der hat zum mitspielen grundsätzlich eine Chance.

    „in einer Zeit der vielfältigen und vielumfassenden Informationsbeschaffung “

    In dieser Zeit kann man noch ungehemmter als früher sich Größenphantasien zusammenschustern. Was wurde gedruckt, als man drucken konnte – Hetz- und Pornopamphlete über die Sittenlosigkeit von Nachbarfürsten und Konkurrenzsekten.

    Die Karriere der „unsichtbaren Hand“ und der Enkel des Piraten Sir Francis Drake zu Begründern einer angloamerikanisch grundierten Weltzivilisation hat eben nicht nur Freude aufkommen lassen; von dem jüdischen Element darin ganz zu schweigen.

    Gucken Sie sich die Eifersüchteleien die es darum gibt, wer was erfunden hat an. Stets gibt es ein Ressentiment gegen den, der es „verwertet“ hat. Soviel Gehirnschmalz wird darüber verbraten, um was man wohl betrogen worden sein könnte.

    Wir haben diese Probleme nicht, aber damit gehören wir zu einer Minderheit. Haben Sie mal Migrantenjugendliche erlebt, die Ihnen in tiefstem Ernst erzählen, die Ausländer hätten Deutschland aufgebaut ? Dann stehen Sie aber erstmal da, das kann ich Ihnen sagen.

    Das hier ist die richtige Antwort, aber dafür braucht man Standing vor so einer Truppe.

    http://www.youtube.com/watch?v=saeky9I5T9c

    • 27. August 2011 um 23:34 Uhr
    • Thomas Holm
  131. 136.

    @ P. Nachtrag

    Und Irrsinn ist kein linkes Jugendrevoluzzermonopol.

    Der paleokonservative Kern des Verschwörungslagers geht auf einen rechtslastigen Strang zurück, der die amerikanische Revolution für im Nachgang immer noch „zu britisch“ weitergeführt und verraten hält und dafür den Einfluß von Freimaurern verantwortlich macht.

    Weil Homeschooling nicht zur Norm wurde, halten diese Leute sich für fremdbestimmt regiert. Neben dem Ressentiment des Schwachen gibt es auch eines von „Starken“ gegen die Züge von Massengesellschaft in unserer Zeit (an der es natürlich auch viel legitimen Kritikstoff gibt).

    Spielraum für allzu leichtfertige Größenverblendungen ist auch dadurch übergroß entstanden, dass man das „Wedeln des Schwanzes mit dem Hund“ aus unterschiedlichen Gründen etwas reichlich toleriert hatte. Mit Saddam und Gaddafi ist da hoffentlich eine Ära zuende gegangen.

    Darum wird jedenfalls bei yt ziemlich viel Zeter und Mordio geschrien; darum, dass die Zeit der Operettenfuzzis jetzt wohl hoffentlich vorbei ist.

    • 27. August 2011 um 23:55 Uhr
    • Thomas Holm
  132. 137.

    Wenn man „Tripoli“ bei Youtube eingibt und nach „hochgeladen am“ sortiert, dann bekommt man 8 von 20 ressentiment- bzw. hämelastige Beiträge im Sinne von „NATO Trerrorists spreading Democracy“

    „Tripoli“ deswegen, weil in allen Sprachen gleich geschrieben.

    Gibt man dagegen Russisch für Libyen: Ливия ein, dann bekommt man etwa 15 von 20 ressentiment- bzw. hämelastige Beiträge im Sinne von Schirinowski klärt auf; Lukaschenko klagt an, Libyer erteilen McCain eine Antwort, Interviewte haben britisschen Akzent, etc.

    Bei einem weltweiten Ressentimentfaktor von 40% liegt der russische mit 75% ca doppelt so hoch. Youtube dreimal in ca zwei Stunden probiert; recht stabil das Bild. Wäre mal eine Aufgabe für Redaktionspraktikanten das über ein paar Tage zu testen.

    Der Aussagewert bezieht sich natürlich nicht auf produziertes Material, sondern auf gepushtes Material, also was die Leute in die Welt hinausposaunen wollen.

    • 28. August 2011 um 00:25 Uhr
    • Thomas Holm
  133. 138.

    Syrien: Kinder von Oppositionellen tragen Schilder, auf denen Ban Kee Moon als ein „Lügner, wie Assad“ bezeichent wird.
    Das ist vielleicht ein tragischer Fehler.

    http://www.youtube.com/watch?v=RNl0MQ2muQQ

    • 28. August 2011 um 01:27 Uhr
    • Thomas Holm
  134. 139.

    – Libyen: Stämme, 3 römische Provinzen, ital.-brit.-franz. Kolonialherrschaft, Nationalstaat –

    … viel spricht dagegen, dass das neue Libyen an … [eine Zweiteilung in Ost- und West-Libyen oder ein chaotisches Nebeneinander einander befehdender Stämme] anknüpft. Zum einen weiß die Bevölkerung, dass der Ölreichtum nur dann zu Wohlstand führt, wenn die Einheit des Landes Bestand hat … Zum anderen hatte die Erhebung gegen Gaddafi zwar … in Benghasi begonnen, sprang aber in Windeseile auch auf den Westen des Landes über. …
    … Viele Menschen aus Benghasi haben in der Hauptstadt Arbeit gefunden und Familien gegründet. …

    …Sorgen …, Libyen könne wieder in seine historischen Provinzen zerfallen: Gaddafi … würde über die frühere Provinz Tripolitania gebieten, während die Rebellen ihre Vorstellungen eines freien Libyens nur in der östlichen Provinz Cyreneica durchsetzen könnten. Die dritte historische Provinz, Fezzan im Süden, ist mit ihren scheinbar endlosen Wüsten heute nahezu menschenleer, sieht man von Wüstenomaden wie den Tuareg ab.
    Zu Zeiten der römischen Herrschaft war das heutige Libyen in diese drei Provinzen geteilt.

    Erst unter der Kolonialherrschaft Italiens, die 1911 begonnen hatte, entstand durch die Erhebung gegen die fremden Herrscher ein Nationalbewusstsein.
    Im Zweiten Weltkrieg besetzten 1943 die Briten Tripolitania und Cyreneica, Frankreich erhielt Fezzan. In ihrem Kampf gegen die neuen Kolonialherren einigten sich die Libyer aller drei Provinzen auf einen Nachkommen des Sufiordens der Sanoussi, Idris, als den König eines geeinten Libyens. Als Monarchie wurde Libyen 1951 unabhängig. …
    In … Marokko, Algerien und Tunesien … veränderte der französische Einfluss die Kultur in den Städten. Die Städte der Tripolitania und Cyreneica wurden nicht in gleicher Weise italienisiert.

    So blieben die Städter, die das Land heute prägen, der arabisch-muslimischen Kultur eng verbunden. Sie behielten die Anbindung an die Stämme aufrecht, deren Namen sie häufig weiter tragen. Trotzdem messen die meisten Libyer ihrer Stammeszugehörigkeit keine große Bedeutung bei. Von den 140 Stämmen … sind 30 weiter von Bedeutung. Die meisten können bestimmten Regionen zugeordnet werden. Zwar haben lediglich 15 Prozent der Libyer keinerlei Bindungen an einen Stamm – aber auch für die restlichen 85 Prozent der Bevölkerung spielen Stammesloyalitäten keine bestimmende Rolle mehr. Das liegt an der Urbanisierung, die sich im Ölzeitalter beschleunigt hat, und an den vielen Ehen, die über Stammesgrenzen hinweg geschlossen werden. …

    … Auch deshalb hatten sie [die Stämme] als Institution Bestand: In einem Staat der Willkür boten sie dem Individuum Schutz, bei Wohlverhalten gegenüber Gaddafi auch Aufstiegsmöglichkeiten. Es überlebte auch die Institution der Stammesführer, die als Personen mit natürlicher Autorität in der Schlichtung von Konflikten geübt waren und dadurch Ansehen besaßen. Dank dieser politischen Fähigkeiten spielten sie auch in der Revolution eine Rolle …

    Je länger die Revolution dauerte, desto geschlossener traten die Stämme gegen Gaddafi auf …
    Doch selbst wenn Gaddafi als Feind entfällt, eint die Stämme noch die Furcht vor militanten Islamisten, die auch im neuen Libyen Tritt fassen wollen. …

    Exzerpte: „Die Einheit der Stämme – Manche befürchten, der libysche Staat könne in der Zeit nach Gaddafi wieder zerfallen. Doch die alten Trennlinien spielen in den Köpfen der Libyer kaum noch eine Rolle“
    Von Rainer Hermann
    F.A.Z., 26.08.2011, Nr. 198 / Seite 2

    • 28. August 2011 um 09:47 Uhr
    • Publicola
    • 28. August 2011 um 13:01 Uhr
    • Manfred Mustermann
  135. 141.

    A statement published online by the Free Officers, a group that says it represents army defectors, says „large defections“ occurred in Harasta and security forces and shabiha loyal to Assad were chasing the defectors in the direction of the gardens and districts inside Damascus“.

    http://blogs.aljazeera.net/liveblog/Syria

    • 28. August 2011 um 13:04 Uhr
    • Manfred Mustermann
  136. 142.

    OT – Problemlösung beim Diplomatenbuffet in Middle-East
    http://www.youtube.com/watch?v=16sT4yV43Cs
    [Haig & Haig are the oldest distillers of scotch whisky. They produce the Dimple or Pinch brand in a three-sided bottle]

    • 28. August 2011 um 13:13 Uhr
    • Publicola
  137. 143.

    Nochmal OT:

    Sind die twitter-Nutzer unter uns bereits über das Hashtag „tal3mrak“ gestolpert?

    h t t p: //statweestics. com/330905/

    The hashtag #tal3mrak refers to royal family but is also used for CEOs, high ranking military officers, ministers..etc 1/2
    2/2 literal meaning of #tal3mrak „may God give you long life“, culturally its used as address & on twitter to make fun of powerful & rich Saudis.

    http://twitter.com/#!/Saudiwoman

    Apropos „Saudi-Woman“:

    h t t p://mashable. com/2011/08/24/saudi-woman-arrested-jeddah-najla-hariri/

    • 28. August 2011 um 13:19 Uhr
    • Manfred Mustermann
  138. 144.

    In Moskau beginnt man, sich aus dem bisherigen Polit-Wodka-Vernebelungs-Koma heraus sich zögernd einem Realitäts-Bewusstsein anzunähern:
    „Moscow to demand immediate halt of violence in Syria“ „…Russian Deputy Foreign Minister Mikhail Bogdanov would arrive in Damascus on Monday for talks with Syrian President Bashar al-Assad and Foreign Minister Walid al-Muallem over the escalating situation in the country. … Bogdanov will call upon Syrian authorities to withdraw the army and security forces from cities and to immediately stop the violence while warning that Damascus’s reluctance to respond to those demands will force Russia to support a Security Council resolution that imposes sanctions on Syria…“
    http://english.alarabiya.net/articles/2011/08/28/164414.html

    • 28. August 2011 um 13:23 Uhr
    • Publicola
  139. 145.

    Irgendwas ist da im Busch mit der Türkei, Iran und Syrien

    „Some 400 Syrian women in Boynuyogun camp in the southern Turkish province of Hatay were forced to work as sex workers, Turkish newspaper Aydinlik has reported.“

    http://www.presstv.ir/detail/194419.html

    • 28. August 2011 um 13:53 Uhr
    • Thomas Holm
  140. 146.

    Syria „news“ agency caught lying with photos again

    http://elderofziyon.blogspot.com/2011/08/syria-news-agency-caught-lying-with.html

    • 28. August 2011 um 13:55 Uhr
    • Manfred Mustermann
  141. 147.

    Bilder die den Hubschrauberangriff auf Harasta, Vorort von Damaskus, zeigen sollen, von dem AJE vor einer Stunde berichtete.

    http://www.youtube.com/watch?v=c3TkNto-P2o

    • 28. August 2011 um 14:09 Uhr
    • Thomas Holm
  142. 148.

    Korrektur zu 147: Die Bilder sollen wohl einen anderen Hubschraubereinsatz zeigen.

    Hier der AJE Bericht, in dem der Angriff auf den Damaszener Vorort erwähnt wird.

    http://www.youtube.com/watch?v=9X09T24F_Qs

    Die Türkische Zeitung Aydinlik, die in den Berichten unter 145 zitiert wird, gilt als antiwestlich und prokurdisch tendenziös.

    „The newspaper, which was founded by Şefik Hüsnü Demir in 1921, will draw a sharp line on the United States and the European Union, convey a message of friendship on the Kurdish issue, advocate secularism and popular rule and act as a voice for those victimized in the Ergenekon case, the paper said.“

    h t t p://www.hurriyetdailynews.com/n.php?n=daily-aydinlik-will-be-soon-in-the-paper-stands-2011-01-21

    • 28. August 2011 um 14:16 Uhr
    • Thomas Holm
    • 28. August 2011 um 14:38 Uhr
    • M. Riexinger
  143. 150.

    @ TH

    Das Nachrichtenmagazin Aydınlık gehört dem Linksnationalisten Doğu Perinçek, der mit dem russischen Eurasisten Aleksandr Dugin gemeinsame Sache macht. Beide betrachten Iran als Bündnispartner wider die atlantischen Mächte. Dugin wiederum steht Putin nahe.

    • 28. August 2011 um 14:41 Uhr
    • M. Riexinger
  144. 151.

    @ MR

    „Linksnationalisten …. Eurasisten “

    Danke für den Hinweis. D.h. ein solcher Bericht sollte bewirken, die Flüchtling aus der Türkei herauszugraulen, was in einem bestimmten Umfang ja auch wohl gelungen sein soll.

    Können die soetwas frei erfinden?

    Der Laden hat auch eine Razzia bekommen, laut Presstv.

    http://www.presstv.ir/detail/194853.html

    Das würde bedeuten, dass der Iran ganz schön in die Türkei hineinagiert und das gestützt auf Ergenekon-Verfolgte ebenso wie auf einige (pro-Assad ?) kurdische Kreise ?! Während der Iran im Kaukasus mit Armenien liiert ist (oder war ?).

    Innerhalb Syriens scheint es auf Regimeseite eine regelrechte Provokationslinie zu geben, anscheinend auch ggü. der Türkei.

    Soll das Abschreckung sein, oder will da auf Assads Seite jemand Krieg.

    Ich glaube ja, dass die ganze Region auf einen erst stellvertreter- und dann direkten Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien hintreibebt; q.e.d., wie gesagt; aber ohne, dass es jemand direkt so will. Eher so, wie Europa 1914.

    Aber auf Assads Seite wird doch im Augenblick geradezu mutwillig an der Schraube gedreht, oder ?

    • 28. August 2011 um 14:59 Uhr
    • Thomas Holm
  145. 152.

    Perinçek hat schon so allerlei erfunden.

    • 28. August 2011 um 15:06 Uhr
    • M. Riexinger
  146. 153.

    Mit geläuterten A/Q Kadern zu mehr Stabilität in Libyen …

    Hier geht es um den „rebels‘ main military commander, and in charge of the newly-unified military operations in Tripoli“

    „According to Noman (CORR) Benotman, a former LIFG member now at the Quilliam anti-extremism thinktank, Mr Belhadj rejects al-Qaeda style global jihad and opposed the 9/11 terror attacks, though there are also more extreme Islamists present in the rebel ranks.“

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/africaandindianocean/libya/8727426/Why-the-fall-of-Tripoli-will-not-be-another-Baghdad.html

    • 28. August 2011 um 15:08 Uhr
    • Thomas Holm
  147. 154.

    Mutassim Gaddafi’s former girlfriend, Dutch glamour model Talitha van Zon, talks to Nick Meo about the dying days of the Gaddafi regime.

    „“He talked a lot about Hitler, Fidel Castro, Hugo Chavez. He liked leaders who had a lot of power. “

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/africaandindianocean/libya/8726797/Mutassim-Gaddafis-girlfriend-tells-of-the-final-days-of-Libyan-regime.html

    • 28. August 2011 um 16:05 Uhr
    • Thomas Holm
  148. 155.

    Hana Gaddafi, the Libyan leader’s adopted daughter, whom he claimed died in the 1986 US bombing of Tripoli, is thought to be alive and well it has emerged

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/africaandindianocean/libya/8725024/Libya-Hana-Gaddafi-alive-and-well.html

    • 28. August 2011 um 16:12 Uhr
    • Thomas Holm
  149. 156.

    Imtiaz Gul über

    Atiyah Abdul-Rahman is believed to have been killed in a drone attack in North Waziristan on August the 22nd.

    http://www.youtube.com/watch?v=UmHy9Fv4ofw

    • 28. August 2011 um 18:34 Uhr
    • Thomas Holm
  150. 157.

    Rätselraten um Anschlag auf Baghdads größtes sunnitische Moschee

    „If the suicide bomber was a member of al-Qaeda the move would be a departure from the groups recent attacks which have focused on Iraqi security forces “

    http://www.inquisitr.com/137234/29-dead-in-iraq-mosque-bombing-al-qaeda-expected/

    Eine Abweichung in Richtung Syrien, wie bei AJE kolportiert wird.

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=ZxSGKQWVHfs

    • 29. August 2011 um 09:05 Uhr
    • Thomas Holm
  151. 158.

    Rätselraten um Anschlag auf Baghdads größtes sunnitische Moschee

    “If the suicide bomber was a member of al-Qaeda the move would be a departure from the groups recent attacks which have focused on Iraqi security forces ”

    http://www.inquisitr.com/137234/29-dead-in-iraq-mosque-bombing-al-qaeda-expected/

    @ TH

    Der Autor der zitierten scheint sich nicht richtig über das bisherige Verhalten der Alkaidaisten im Irak im Klaren zu sein. Mitten im sunnitischen Dreieck wurden schon sunnitische Milizen- bzw. Stammesführer respektive Stammesversammlungen mit Selbstmordanschlägen angegriffen. Zudem war andernorts zu lesen, dass sich der Imam der nun angegriffenen Moschee explizit gegen (wie auch immer er es selber formulierte) sunnitischen Extremismus ausgesprochen hat. Insofern ist das Anschlagsziel nicht weiter verwunderlich.

    Abgesehen davon haben andere bzw. ähnliche sunnitische Extremisten, die pakistanischen Taliban, offenbar kein Problem damit, auch sunnitischen Moscheen mit Selbstmordattentätern anzugreifen. Und zwar dann, wenn die Moschee bzw. die zumeist ortsansässigen Besucher mit den Sicherheitsbehörden kooperieren.

    • 29. August 2011 um 17:20 Uhr
    • N. Neumann
  152. 159.

    >Was Libyenkrieg und Irakintervention unterscheidet

    Ein grosses Al-Qaeda Netzwerk gibt es schon länger und muss nicht erst aufgebaut werden.

    Im Irak haben die Amis islamische Extremisten noch bekämpft, in Libyen unterstützt die NATO sie.

    • 31. August 2011 um 01:15 Uhr
    • PBUH
  153. 160.

    @ NN

    Ergänzend zum Anschlag auf die Um al-Qura Moschee:

    http://en.aswataliraq.info/Default.aspx?page=article_page&c=slideshow&id=144251

    vom 12.August:

    The Chairman of Iraq’s Muslim Sunni Waqf (Endowment), Ahmed Abdul-Ghafour al-Samarrae, has condemned in his Friday Mosque’s speech the current incidents in Syria, describing them as “massacres,” and calling on the “Syrian Army to stop killing their compatriots.”

    “When I follow up the reports about the incidents in Syria and its cities, including Damascus, I see that what is happening there is a shame in the face of the Nation, that is keeping silent towards such crimes,” Samarrae said in his Friday speech in west Baghdad’s Um al-Qura Mosque.

    “Allah shall throw his anger against us, if we don’t move, speak or condemn what is taking place in Syria,” Samarrae said.

    He charged Syria with having “opened its borders for criminals and established centers to train terrorist groups to kill the Iraqi people, along with sending explosive belts and booby-trapped cars to destroy them.”

    Hier erklärt al-Samarrae, der Anschlag habe ihm gegolten:

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=9Qp0QMLEDu0

    Libyen: James Base, AJE interviewt den (Ex ?) AL Kaida Kader Belhaj und jetzigen Kommandeur des Übergangsrates in Tripoli:

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=fRLmdTZ5Ot0

    Mit Blick auf den schweren Anschlag in Algier könnte man wohl schlußfolgern, dass A/Q die Bewegungsfreiheit und die Ressourcen in Libyen zum Angriff auf das Regime in Algerien als nächstes Etappenziel nutzen wird. Inkl. Terrorimus gegen europ. Länder, die Algerien stützen ?

    • 31. August 2011 um 02:38 Uhr
    • Thomas Holm
  154. 161.

    Mutmaßliche Kriegsverbrechen in Libyen:

    A father slit the throat of his three teenage daughters in an ‘honour killing’ after they were raped by Gaddafi loyalists during the siege of the port city of Misrata.
    Allegations of the shocking executions are contained in a report by the respected Physicians for Human Rights group into war crimes and atrocities in the embattled city, which faced two months of being cut off from the rest of Libya.
    The father is said to have carried out the ‘honour killings’ because of his humiliation and shame at the rape of the sisters – aged 15, 17 and 18 – in Tomina, on the outskirts of Misrata. The victims were not named.

    Read more: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2031710/Libya-Father-slit-throats-girls-raped-Gaddafis-men.html#ixzz1WakJ8owa

    • 31. August 2011 um 10:05 Uhr
    • Serious Black
  155. 162.

    @ PBUH

    „Im Irak haben die Amis islamische Extremisten noch bekämpft, in Libyen unterstützt die NATO sie“

    In Sachen internationaler Terrorismus war Gaddafi der Vorläufer von Osama. La Belle, Lockerbie, die vielen Anschläge auf Fluhäfen in der Nähe der El Al Check-ins, Abu Nidal; das war eine Zeit lange vor Osama, noch mit Botschaften im Ostblock als Logistikzentren des Terrors.

    Die Islamisten lehnten diesen vorislmistischen Kampf so sehr ab, dass sie sogar Palästinenser nach Afghanistan schleppten, um einen „sauberen“ Krieg zu haben, ohne Parties mit Gaddafis oder Saddams Geheimdienstleuten. In dieser Phase boten die Islamisten objektiv eine Entlastung für den Westen und Israel.

    Ein Palästinenser, der einem russischen kriegsgefangenen Wehrpflichtigen die Haut über den Kopf zieht (haben die gemacht), kann keine Bombe am El Al Schalter in Malta legen. Und es war Osamas Ziehvater Abdullah Azzam, der Araber, darunter auch Palästinenser nach Afghanistan schleppte. Damals haben die USA, Pakistan und die späteren Welt-Jihadisten tatsächlich an einem Strang gezogen.

    Gaddafi hat diese Jihadisten angeklagt, dass sie ihn in seinem Terrorkrieg gegen den Westen alleine gelassen hätten. Haben sie auch; weil darin wohl zuviel gesoffen wurde. Mehr noch, sie haben auch versucht, ihn umzulegen und G. war der Erste, der zu den Amis rannte und um Hilfe vor A/Q schrie.

    Nach 9/11 und 2003 war G. total lieb zum Westen und wäre er 2010 gestorben, er wäre eine Saulus/Paulus im Geschichtsbuch. Sein Pech: er lebte in den Arabischen Frühling hinein; und Glück für die Jihadisten: In der Woge des Arabischen Frühlings konnten sie in Libyen mehr mitschwimmen, als anderswo.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass ohne das jihadistische Element ein Sturm auf Tripoli nicht gewagt worden wäre, oder nicht geglückt wäre. Gaddafi ist von einer strukturell vergleichbaren Koalition gekippt worden, wie die Kommunisten in Afghanistan.

    Ich habe mich hier mit NN gestritten, ob, und wenn welche Sonderbedigungen für den Erfolg der Westoffensive vorlagen; Franzosen, Absprache, Verrat, Berber … Profis, Amateure, oder alles normal ?

    Jetzt wissen wir: Al Kaida und westliche und prowestlich-arabische Special Forces haben die härtesten Nüsse geknackt; die einen hatten die Baupläne und die anderen kein Problem mit dem Sterben. Passt doch.

    Wenn das zynisch war, was war dann cool ? Wie Gaddafi den IRA-Terror unterstützt hat ?

    Gaddafis Machtbasis ist ohne Aussicht auf Wiederherstellung zerstört. Jihadisten vermelden Kapitulationsbereitschaft eines Gaddafisohnes, Saadi. Jihadisten, nicht Moslembrüder, sind mit 30-50% mit am Start in Tripoli. Die USA sind einfach wirklich nicht nachtragend: Von was für Leuten wurde den der Wiederaufbau Westdeutschlands angeführt ?

    Zynisch ? Dumm ? Ich finde: Nicht unsympathisch, als ein Stalin die Alternative gewesen ist.

    Die Jihadisten haben jetzt die Wahl, ob sie mal ausprobieren wollen, ob sich für ihre Unterdrückungsherrschaft in einem post-Gaddafi Libyen eine demokratische Mehrheit finden lässt, oder ob sie gleich weiter kämpfen wollen Richtung Algerien und sich darüber mit Frankreich anlegen wollen.

    Hätte Sarko sich das nicht denken können ?

    Vielleicht hat er. Er stand vor der Alternative als letzter Kumpel von Ben Ali in die Geschichte einzugehen, oder als Held der Arabischen Revolutionsjugend (zumindest eines Teiles davon).

    Wenn Frankreich jetzt angegriffen werden sollte mit Terrorismus, um Algerien fallen zu lassen, dann sich die Fronten jedenfalls klarer als unter George Bush’s Krieg gegen den Terrorismus.

    Ich finde das kühn und sympathisch. Mal sehen, wieviel Bataillone Sarko in den Vorstädten rekrutieren kann, wenn der Feind Al Kaida und der umkämpfte Wert die Freiheit ist. Diese Front hat einen auch groboptisch klareren Verlauf, als die Unterfangen der USA.

    • 31. August 2011 um 13:58 Uhr
    • Thomas Holm
  156. 163.

    Libyen: James Base, AJE interviewt den (Ex ?) AL Kaida Kader Belhaj und jetzigen Kommandeur des Übergangsrates in Tripoli:

    h t t p://www.youtube.com/watch?v=fRLmdTZ5Ot0

    Mit Blick auf den schweren Anschlag in Algier könnte man wohl schlußfolgern, dass A/Q die Bewegungsfreiheit und die Ressourcen in Libyen zum Angriff auf das Regime in Algerien als nächstes Etappenziel nutzen wird. Inkl. Terrorimus gegen europ. Länder, die Algerien stützen?

    @ TH (160.)

    Die Personalie Belhaj ist einerseits sicher nicht vertrauenserweckend. Und sofern er behaupten sollte, dass er als Afghanistan-Veteran keinen späteren Alkaidaisten gekannt hätte, würde er Mist erzählen.

    Andererseits machen Sie es sich sehr einfach, wenn Sie Belhaj bzw. der Libyan Islamic Fighting Group das Label Al Kaida aufkleben (Im Wiki-Artikel unten auch der Link zu Belhaj):

    http://en.wikipedia.org/wiki/Libyan_Islamic_Fighting_Group

    Man könnte nun einwenden, dass sich die LIFG das Label Al Qaida allein aus taktischen Beweggründen verbeten hätte. Dagegen spricht allerdings a), dass nichts darüber bekannt ist, dass die LIFG dieselben Methoden (Selbstmordattentate, auch Angriffe auf Zivilisten) angewendet hat wie andere Ableger der Al Qaida in Nordafrika. b) Spricht dagegen, dass die Mitglieder der als solche offenbar ziemlich erfolglosen Gruppe auf Initiative Saif al-Islams freigelassen worden wären, wenn sie dieselbe Form der Entschlossenheit hätten, wie sie Alkaidaisten für gewöhnlich zu eigen ist.

    Ein meines Erachtens nüchterner Zeitgenosse (leider habe ich den Link nicht mehr) hat vor ein paar Tagen geschätzt, dass 20% der der Kämpfer der libyschen (Ex-)Opposition aus den Reihen der alten libyschen Armee kommen. Unter den restlichen 80% befänden sich in etwa 30% Islamisten. Ich teile diese Einschätzung.

    Sie könnten nun eine Iran-Analogie bemühen und sagen, dass mehr oder weniger freiheitlich gesinnte Kräfte den Großteil der Revolution besorgt hätten und die Islamisten nur darauf warten würden, den gesamten Laden zu übernehmen und einen Gottesstaat mit allen Schikanen zu errichten. Allein – antiwestliche Ressentiments, wie es sie zu Revolutionszeiten im Iran gab, halten sich in Libyen aus nahe liegenden Gründen in Grenzen, auch kann es als eher unwahrscheinlich gelten, dass man in Libyen nach Chef-Charismatikern bzw. Heilsfiguren Ausschau hält.

    Daneben kann man eine Bosnien-Analogie bemühen. Auch die bosniakische Führung hatte anbetracht ihrer Not kein Problem damit, sich von einigen Islamisten militärisch unterstützen zu lassen. Hätte sie sich diese Hilfe verbeten, wäre sie vielmehr mit dem Klammerbeutel gepudert gewesen. Überflüssig zu erwähnen, dass der muslimische Teil Bosniens noch heute weit entfernt von einem Gottesstaat ist.

    Gut – der Islam in Libyen ist sicher konservativer als der in Bosnien.

    • 31. August 2011 um 17:17 Uhr
    • N. Neumann
  157. 164.

    @ TH

    P.S.: Wenn Sie den Wiki-Artikel über die LIFG gelesen haben, dürfte Ihnen der Name Noman Benotman nicht entgangen sein.

    Hier ein Q & A vom 4. August mit ihm:

    http://www.eurasiareview.com/libya-after-general-younis%E2%80%99s-murder-q-and-a-with-noman-benotman-analysis-04082011/

    • 31. August 2011 um 17:31 Uhr
    • N. Neumann
  158. 165.

    @ N. N – Nr. 163 – “ … vor ein paar Tagen geschätzt, dass 20% der der Kämpfer der libyschen (Ex-)Opposition aus den Reihen der alten libyschen Armee kommen. Unter den restlichen 80% befänden sich in etwa 30% Islamisten … “

    … Noman Benotman, once a senior LIFG figure, and now senior analyst at the Quilliam think-tank, said:
    „I strongly believe he [Abdelhakim Belhadj] is capable of rationalising even the rogue elements within the rebels.
    He will do everything possible to prevent chaos.“
    He insisted Mr Belhadj „was never ever convinced by al-Qa’ida“. …

    Founded in the 1990s by Libyan fighters returning from Afghanistan, the LIFG merged with al-Qa’ida in 2007, and
    in March 2011 renamed itself the Libyan Islamic Movement.
    Hundreds of its members are taking part in the fighting in Libya.

    Mr Benotman said Islamists make up a large proportion of rebel forces.
    „About 20 per cent of the rebel forces are soldiers and officers that defected;
    within the 80 per cent I believe
    30 per cent of them are Islamists.“ …

    From: „Charred remains of massacre victims found in Tripoli – Regime troops killed 53 people in a warehouse and then burnt the bodies, say local people“
    By David Randall and Jonathan Owen
    The Independent on Sunday – 28 August 2011
    http://www.independent.co.uk/news/world/africa/charred-remains-of-massacre-victims-found-in-tripoli-2345251.html

    • 31. August 2011 um 17:47 Uhr
    • Publicola
  159. 166.

    @ N. N – Danke für die Verlinkung zum Interview mit Noman Benotman, wobei die folgenden Teile/Fragmente des Interviews in hier diskutiertem Zusammenhang interessant/relevant sein dürften:

    The LIFG no longer exists under the old name and structure. However, it regrouped during the revolution under a different name which is Al-Haraka Al-Islamiya Al Libiya Lit-Tahghir (‘Libyan Islamic Movement for Change’). Many of this new group’s members and leaders are fighting alongside the rebels as part of the TNC. They accept the idea of a new democratic Libya and they have made it clear they will engage in and participate in any political process in the post-Gaddafi era.
    Because they accept the democratic system they cannot be considered ‘jihadists’ in the international understanding of the term.
    They are also opposed to more extreme jihadists such as those from al-Qaeda.

    After five months Libyans have proved to the whole world that they genuinely believe in freedom and democracy, even if they have to sacrifice their own lives.
    If the international community now abandons them, this will cause a massive loss of faith in ‘the West’ in Libya and in other parts of the Middle East.

    However Senator John McCain’s letter to the TNC calling upon it to ‘fix’ the situation or risk losing support from the international community is correct.
    The TNC needs to address several serious problems within its ranks.
    The international community need to make clear that their recognition of the TNC as the sole representative of the Libyans means that the TNC needs to start acting like a proper government.

    The TNC needs to start creating a civil society and a democratic structure and society in the liberated areas.
    It also needs to make sure that all armed groups operating in the liberated parts of Libya are fully under its control.

    When we talk about a genuine democratic Libya that means
    the Libyan people themselves need to be democratic.

    The international community has a major role to play regarding the establishment of a new democratic Libya, but
    we must try to pinpoint the most significant and urgent issues, which are
    creating security and stability within the liberated areas,
    building a very strong civil society,
    creating jobs for the people and
    creating a free liberal sphere for the media.
    The international community needs to also encourage the TNC
    to include all groups and tribes within it.
    If some parts of society feel excluded from government,
    this will upset the balance of power and de-stabilise society and security.

    http://www.eurasiareview.com/libya-after-general-younis%E2%80%99s-murder-q-and-a-with-noman-benotman-analysis-04082011/

    • 31. August 2011 um 18:40 Uhr
    • Publicola
  160. 167.

    Der libysche Rebell vom Prenzlauer Berg

    Omar al Bariki ist Student und lebt in Berlin. Als sein Bruder von Gadhafis Schergen erschossen wird, zieht er in den Krieg. Martin Gehlen hat ihn in Tripolis getroffen.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-08/barik-libyen/komplettansicht

    • 31. August 2011 um 19:11 Uhr
    • N. Neumann
  161. 168.

    @ NN, Publicola

    Vielen dank für Ihre anhaltende kritische Begleitung.

    „Die Personalie Belhaj ist einerseits sicher nicht vertrauenserweckend …. “

    In den Interviews kommt er recht ruhig und seriös rüber; er bringt auch News: Sohn Saadi wolle bei ihm kapitulieren; wir wissen: er ist nicht wirklich vertrauenserweckend, aber er versteht es, so zu wirken.

    „auch kann es als eher unwahrscheinlich gelten, dass man in Libyen nach Chef-Charismatikern bzw. Heilsfiguren Ausschau hält. “

    Ich halte den Mann für gefunden.

    „Andererseits machen Sie es sich sehr einfach, wenn Sie Belhaj bzw. der Libyan Islamic Fighting Group das Label Al Kaida aufkleben “

    All conflict is local; und lokal ist alles unterschiedlich; habe ich kein Problem mit.

    Eine konkrete Frage für die aufgestiegenen LIFG – Kader ist z.B., ob sie sich in einen terroristischen Kampf um Algerien hineinziehen lassen; bzw. ob sie einer solchen Versuchung widerstehen können; das algerische Regime entblödet sich ja auch nicht, „antilibysche“ Ansatzpunkte zu liefern.

    „die Islamisten nur darauf warten würden, den gesamten Laden zu übernehmen und einen Gottesstaat mit allen Schikanen zu errichten“

    Diese Möglichkeit würde ich gegenüber einem Kampf um Algerien als die „defensive“ Variante ansehen.

    „Allein – antiwestliche Ressentiments, wie es sie zu Revolutionszeiten im Iran gab, halten sich in Libyen aus nahe liegenden Gründen in Grenzen“

    Zur Errichtung eines Gottesstaates braucht es nicht unbedingt das Motiv, dass man damit weltweit gegen den Westen vorankommt, den Westen bestraft, ihm schadet, etc. Das war halt der Osama-Fimmel.
    Und im Iran eben die Besonderheit mit der „Islamischen Revolution“ Khomeinis.

    „Danke, dass Ihr uns geholfen habt – und jetzt machen wir bei uns, das was wir für richtig halten.“ Das muss gar nicht gross antiwestlich rüberkommen.

    Die Frage ist: Trauen sich die LIFG zu, in Libyen ein Regime aufzuziehen, was irgendwo zwischen der Talibanherrschaft und Saudischen Zuständen angesiedelt wäre; ich meine schon allein konzeptionell. Man kann für so etwas kämpfen, aber so etwas umzusetzen – einen nicht-global-jihadistischen Salafismus – stelle ich mir armselig, kompromittierend und langweilig vor.

    In Afghanistan hatten die Leute von den mörderischen Infights der Mujaheddin so sehr die Nase voll, dass ihnen die Taliban eine Zeit lang recht waren. So fertig wie Afghanistan aber ist Libyen trotz alledem noch lange nicht. Und die Erwartungen in der libyschen Gesellschaft dürften – aus islamistischer Sicht – geradezu katastrophal divergierend sein.

    Ein halbwegs funktionierendes Emirat aufzuziehen, stelle ich mir als praktisch genauso schwierig vor, wie ein repräsentatives Staatswesen aufzubauen. Sie müßten sich selbst in eine sichtbar repressive Kraft gegen alle möglichen Widerstände verwandeln, weltweit würden Moslems an ihnen herumkritisieren, dass sie sich so den Arabischen Frühling nicht vorgestellt hätten …

    „Friedlicher Fundamentalismus“ ist nach den bisherigen Erfahrungen doch entweder Regimefundamentalismus, oder ein Durchlauferhitzer zu einem unfriedlichen Fundamentalismus.

    Verbieten, einschränken, abschaffen mag als oppositionelle antiwestliche Geste und Pose „Pop-Islam“ trendfähig im Westen sein; aber als Frucht eines blutigen Kampfes gegen einen Tyrannen sollen jetzt als Lohn allein die Wonnen von Enthaltung und Frömmigkeit winken ? Noch nicht mal in Somalia kann sich das halten.

    „there are armed Islamist brigades acting as ‘security units’ in the liberated cities.“

    Ihren Lenin haben die allerdings alle kapiert.

    „They accept the idea of a new democratic Libya and they have made it clear they will engage in and participate in any political process in the post-Gaddafi era.“

    Ich sage nicht, dass sie lügen, ich meine nur, dass sie zu ungeduldig sein werden, um das durchzuhalten.

    “ Because they accept the democratic system they cannot be considered ‘jihadists’ in the international understanding of the term “

    Der Westen ist für sie eine zum Sieg unverzichtbar hilfreiche Kraft gewesen. Ich sage nicht, dass sie chronisch undankbar sind. Sie werden vielmehr Koranstellen suchen und finden, in denen steht, dass Allah manchmal auch Ungläubige benutzt, um Moslems zu helfen. Da werden sie vielleicht etwas staunen, aber sie werden das respektieren.

    Für Extremisten hat jede unerträgliche Lage die Qualität einer Lösung für eine falsch gestellte Aufgabe. „Emirat Libyen“ ist die falsch gestellte Aufgabe und die unerträgliche Lage drängt sich ihnen aus Algerien auf.

    „Überflüssig zu erwähnen, dass der muslimische Teil Bosniens noch heute weit entfernt von einem Gottesstaat ist.“

    Nicht mit sovielen Feinden noch ringsum. Dafür sind sie einfach noch nicht stark genug. Ich habe mir das mal von einer serbischen Muslima erklären lassen. Zwei bis drei Generationen brauchen sie noch. Bis dahin ist Windelnwechseln Jihad.

    „Gut – der Islam in Libyen ist sicher konservativer als der in Bosnien“ Darauf einen – algerischen Rotwein; oder lieber Slibowitz?

    „der Name Noman Benotman nicht entgangen sein.“

    Kannte ich von der Quilliam-Foundation; das sind zumindest gelernte Leninisten dort die HuT Aussteiger; also nicht ganz behämmert, so wie die Taliban mit ihrem Gastfreundschaftsfimmel.

    Aus dem Zeit-Artikel, den Sie verlinkt haben:

    „Gadhafis Leute flohen Hals über Kopf, die übrigen wurden gefangen genommen, darunter Söldner aus der Ukraine, Serbien, dem Tschad und Mali “ Eine Flasche Amselfelder Schädelspalter, dass sie noch welche aus Bjelorußland finden ?

    Die Leserkommentare unter dem Artikel sind z.Tl. von abscheulicher Gehässigkeit.

    • 31. August 2011 um 20:03 Uhr
    • Thomas Holm
  162. 169.

    Benotaman, sehr fragwürdige Transkription…

    • 31. August 2011 um 20:11 Uhr
    • M. Riexinger
  163. 170.

    @ MR – Noman Benotman – Ist das nicht ein Pseudonym?

    Bekanntlich war ja der eine der ersten menschlichen Gestalten, die ein (ähnliches!) Pseudonym wählten, unser griechisch-listige Irrungen-und-Wirrungen-Held Odysseus (Ὀδυσσεύς),
    der aus gegebenem Anlass in der Gefangenschaftshöhle des Kyklopen Polyphems sich als (phonetisch ähnlich) „Udeís“ (Oὐδείς = Niemand) ausgab.
    Er hatte einen PLAN: den Kyklopen Polyphem betrunken zu machen und ihn dann mit einem glühenden Pfahl zu blenden.
    So geschah es dann auch – erfolgreich (anders als bei unserem Olsen).
    Als andere Kyklopen auf Polyphems Gebrüll hin herbeieilten, rief dieser ihnen zu, „Niemand“ habe ihm etwas angetan,
    so dass sie kopfschüttelnd über diesen Trunkenbold (wie sie annahmen) wieder umkehrten.

    Kurzum: No man – be not man

    • 31. August 2011 um 20:51 Uhr
    • Publicola
  164. 171.

    Nein:

    Nuʿmān Ibn ʿUṯmān. Nordafrikanische Aussprache des Tieäitsch als t.

    • 31. August 2011 um 20:56 Uhr
    • M. Riexinger
  165. 172.

    OK. Danke.

    • 31. August 2011 um 21:01 Uhr
    • Publicola
  166. 173.

    Zur Errichtung eines Gottesstaates braucht es nicht unbedingt das Motiv, dass man damit weltweit gegen den Westen vorankommt, den Westen bestraft, ihm schadet, etc. Das war halt der Osama-Fimmel.
    Und im Iran eben die Besonderheit mit der “Islamischen Revolution” Khomeinis.

    “Danke, dass Ihr uns geholfen habt – und jetzt machen wir bei uns, das was wir für richtig halten.” Das muss gar nicht gross antiwestlich rüberkommen.

    @ TH

    Das ist richtig – und es muss nicht nur nicht groß antiwestlich rüberkommen, sondern es muss auch nicht groß antiwestlich sein. Denn es kann als unwahrscheinlich gelten, dass der Übergangsrat UN-Stabilisierungstruppen anfordert, geschweige denn solche unter NATO-Kommando. Allein von – möglicherweise, unter Umständen – ein paar Polizisten aus islamischen Ländern war bisher die Rede (Davutoglu würde sofort „Hier, hier, hier!“ schreien – sofern er es nicht schon getan hat). Vielleicht wird es ein paar europäische Polizeiausbilder geben. Auch verfügt Libyen über nur sechs Millionen Einwohner und immense Bodenschätze, so dass es wahrscheinlich nicht allzu lange dauern wird, bis es finanziell wieder auf eigenen Beinen steht. Jetzt braucht Libyen fremde Hilfe, aber es spricht einiges dafür, dass dies nicht allzu lange dauern wird.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Für den (potenziellen) Erfolg bzw. die Breite der Resonanz von Radikalen ganz unterschiedlicher Couleur ist es ungemein hilfreich, wenn sie auf irgendwelche Formen der (Sie erinnern sich) Fremdherrschaft verweisen können, die nicht rein halluzinativ sind, sondern an denen noch irgendetwas dran ist. Und das dürfte in Libyen vergleichsweise schwer fallen.

    Kein übermächtiger böser Nachbarstaat, kein gestürzter Diktator, dessen Herrschaft enger mit dem Westen assoziiert war, und keine Linke, die die Herrschaft des westlichen Kapitals beklagen und mit sozialistischen Ideen reüssieren könnte.

    • 31. August 2011 um 21:05 Uhr
    • N. Neumann
  167. 174.

    Eine konkrete Frage für die aufgestiegenen LIFG – Kader ist z.B., ob sie sich in einen terroristischen Kampf um Algerien hineinziehen lassen … Zur Errichtung eines Gottesstaates braucht es nicht unbedingt das Motiv, dass man damit weltweit gegen den Westen vorankommt

    Woraus bestand die Führungscrew der Bundesrepublik (und ab der zweiten Kommandoebene der DDR) nach 1945 auf allen Verwaltungs- und später Führungsebenen in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen?
    Woraus bestand teilweise zumindest die Führungscrew der vorher deutschbesetzten Staaten wie Frankreich (empfohlen sei eine kursorische Wahrnehmung der Biographie Mitterands)?

    Alles astreine, seit langen Jahren antinazistische, antifaschistische Aufrechte, ja Kämpfer, mit untadeliger Biographie?

    Eine unerbittlich wirkende Realitätswahrnehmung im Nachhinein und in Voraussicht (ich erspare mir Details) letztlich sorgte für die Einschlagung einer Demokratisierung und eines Nachbarschafts-Friedens-Weges.

    • 31. August 2011 um 21:21 Uhr
    • Publicola
  168. 175.

    @ NN

    „wenn sie auf irgendwelche Formen der (Sie erinnern sich) Fremdherrschaft verweisen können, die nicht rein halluzinativ sind, sondern an denen noch irgendetwas dran ist. Und das dürfte in Libyen vergleichsweise schwer fallen. “

    Richtig, sehe ich auch so.

    „Kein übermächtiger böser Nachbarstaat “

    Übermächtig nicht, aber „böse“.

    Nachdem ich mir hier ungemein kenntnisreich habe auseinandersetzen lassen, warum es im Wesen des arabischen Frühlingsstaates nicht begründet zu sein scheint, dass der eine dem anderen helfe, so glaube ich für den Fall des „Nicht nur staatlichen Akteurs: Fundamentalisten in Libyen“ dass diese gleichwohl sich erfrechen werden, die Kathegorien „Internationale Solidarität“ und Ummah zu einem Aktionsfeld richtung Algerien zu verschmelzen. Nicht gegen den Westen, sondern gleichsam als Erledigung der Causa Gaddafi im Nordafrikanischen Raum.

    Zum Weltjihad braucht es international sanktionierte Besatzung; zur Ummah-Solidarität genügt ein unterdrückerischer Nachbar.

    Kann auch gut sein, dass die als Gruppe noch erklären werden, dass Osama vom Satan war, weil er sie wertvolle Zeit gekostet hat, um die arabischen Machthaber zu stürzen. Aber auf Vollständigkeit der Umstürze dürften sie bedacht sein. Umsturz in Algerien; für Marokko vielleicht irgendetwas spezielles, wegen der Monarchie und Druck auf alle, die mit den alten Regimes in Verbindung stehen.

    • 31. August 2011 um 21:29 Uhr
    • Thomas Holm
  169. 176.

    “Kein übermächtiger böser Nachbarstaat ”

    Übermächtig nicht, aber “böse”.

    @ TH

    Ja, eben.

    Nachdem ich mir hier ungemein kenntnisreich habe auseinandersetzen lassen, warum es im Wesen des arabischen Frühlingsstaates nicht begründet zu sein scheint, dass der eine dem anderen helfe, so glaube ich für den Fall des “Nicht nur staatlichen Akteurs: Fundamentalisten in Libyen” dass diese gleichwohl sich erfrechen werden, die Kathegorien “Internationale Solidarität” und Ummah zu einem Aktionsfeld richtung Algerien zu verschmelzen.

    Das könnte sein. Zumal die Politik Algeriens gegenüber dem neuen Libyen bislang denkbar dämlich ist.

    Allerdings halte ich es für eher unwahrscheinlich, dass dies ein großer Katalysator für eine umfassende Machtübernahme islamistischer Parteien werden könnte.

    Was nicht heißen soll, dass ganz unterschiedliche Ganz-besonders-Rechthaber ein wahrscheinlich eher konservativ-islamisch geprägtes neues Libyen, das gleichwohl allemal besser ist als ein sozialistisch-feudalistischer Volksmassenstaat, nicht mit Saudi Arabien verschwurbeln und das Ancien Regime werden. Auch wegen seiner wahrscheinlich guten Beziehungen zu westlichen Staaten, mit denen panarabische Antiimps, manche Altlinke, Ohnemichels und „Islamkritiker“ ihre Hühner zu rupfen haben.

    • 31. August 2011 um 21:58 Uhr
    • N. Neumann
  170. 177.

    @ NN

    Euasisten hast du vergessen (AM und jetzt wohl auch PUPS).

    • 31. August 2011 um 22:00 Uhr
    • M. Riexinger
  171. 178.

    Eurasisten.

    • 31. August 2011 um 22:01 Uhr
    • M. Riexinger
  172. 179.

    und das Ancien Regime nicht in einem milden Licht erscheinen lassen werden.

    • 31. August 2011 um 22:01 Uhr
    • N. Neumann
  173. 180.

    „6.53pm: A former Bush administration official was advising Gaddafi’s government as late as early August on how to undermine the Libyan rebels and beat the US and Nato, Al Jazeera reports.“
    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2011/aug/31/libya-gaddafi-loyalist-refuse-surrender-live-updates

    • 31. August 2011 um 22:04 Uhr
    • Publicola
  174. 181.

    @ NN

    Euasisten hast du vergessen (AM und jetzt wohl auch PUPS).

    @ MR

    Stimmt. Apropos:

    Den französischen Regierungskreisen zufolge werden auch China und Russland Vertreter zu dem Treffen entsenden.

    http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE77U0CG20110831

    Mal sehen – wenn Russland seine Felle nicht völlig davon schwimmen sehen sollte, wird Russia Today noch angewiesen, seine „Libyen-Berichterstattung“ zu ändern.

    • 31. August 2011 um 22:12 Uhr
    • N. Neumann
  175. 182.

    eine der Aufgaben des TNC: die reizbaren Seiten unter einem einstimmigen System zu vereinigen.

    Als Abdel Hakim Belhaj … Vorsteher des neugegründeten Militärrats von Tripolis werden sollte, sahen säkulare Kämpfer dies als ersten Schritt zu einer Machtübernahme durch Islamisten.
    Rebellen aus dem Westen des Landes wiederum monierten, Belhaj habe viel weniger zur Befreiung der Hauptstadt beigetragen als sie.
    Ähnliches spielte sich ab, als Mustafa Abdul Jalil, Chef des Übergangsrates, den einstigen Armeegeneral Albarrani Shkal zum Vorsteher der Sicherheitskräfte ernannte.
    Umgehend protestierten aus Misrata stammende Kämpfer, Shkal sei unter Ghadhafi an die gnadenlosen Angriffen auf ihre Stadt beteiligt gewesen.

    … wimmelt es in den Strassen der Strassen der Hauptstadt von Brigaden aus verschiedenen Landesteilen. Jede von ihnen will den grössten und heroischsten Beitrag an der Einnahme von Tripolis geleistet haben…
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Jeder-ist-der-groesste-Held/story/12646723

    [Islamisten bzw. die als solche betrachtet werden, stoßen offensichtlich auf beträchtlichen Widerstand]

    • 31. August 2011 um 22:21 Uhr
    • Publicola
  176. 183.

    Weiß unser Bruder Revolutionsführer Muammar Qadhafi, was er derzeitig für eine Auffassung von der Realität hat und was er nun eigentlich will?

    »8.37pm: Saif al-Islam has reportedly told a Syrian TV station that the loyalists‘ „resistance is continuing“ and „victory is close“.«

    »8.30pm: Saadi Gaddafi says he has contacted the rebel commander „to end the bloodshed“, Al Arabiya TV reports. He also said he is „officially empowered“ to negotiate with the rebel forces.«

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2011/aug/31/libya-gaddafi-loyalist-refuse-surrender-live-updates

    • 31. August 2011 um 22:26 Uhr
    • Publicola
  177. 184.

    Der libysche Übergangsrat TNC hat den folgenden nicht gerade geringen Problemen entgegenzuwirken: Dezentralisierung/Diversität der bewaffneten Kräfte/Gruppen –mögliche stammesmäßige Polarisierungen – das Nichtvorhandensein demokratischer Institutionen – zu erwartende wirtschaftliche Krisen – Islamismus.
    Die BBC diskutiert Möglichkeiten sowie Grenzen des notwendigen Entgegenwirkens des NTC gegen das letztgenannte Problem, den Islamismus:

    … interactions between the NTC and armed Islamist organisations can take three trajectories:
    • reintegration,
    • inclusion or
    • clash.

    • Reintegration in the military and security forces … will not only be problematic for the Western partners of the NTC, but also for the security and intelligence personnel, who will see former „terrorists“ transformed into colleagues. The experience of South Africa and reintegration of the Africa National Congress (ANC) fighters comes to mind as a relatively successful case.

    • The second trajectory is political inclusion, which would … face … the need for mid-ranking and grassroots members to participate in a democratic process, after being indoctrinated for decades into believing that democracy is inherently anti-Islamic. But signs of successful jihadist transformation come from neighbouring Egypt. The Islamic Group, a much larger armed Islamist organisation, has successfully dismantled its armed wing and formed a politically party, Construction and Development.

    • The third scenario is the worst – civil war … Unfortunately, this scenario cannot be discounted.

    … Libya’s NTC, with the support of Nato, has a good chance of avoiding an Iraq- or Algeria-like scenario in Libya.
    The pillars of their policies towards the multiple armed Islamist groups following the end of the conflict should be
    • rapid disarmament and
    • political inclusiveness.

    A wide variety of rewards and inducements should be proffered
    for disarmament, …

    in the event that mediation is necessary,
    the NTC should bring in
    • credible scholars and
    • independent sheikhs (local tribal leaders)
    to negotiate with the heads of armed groups. …

    aus: „Fears over Islamists within Libyan rebel ranks“
    By Middle East analyst Omar Ashour.
    BBC News Africa – 31 August 2011
    http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-14728565

    • 1. September 2011 um 07:18 Uhr
    • Publicola
    • 1. September 2011 um 08:22 Uhr
    • Publicola
  178. 186.

    According to the Algerian daily El-Watan’s online edition on Wednesday, Qaddafi has tried to negotiate with Algerian authorities to enter the country from a Libyan border town he is holed up in after the NTC seized Tripoli. Citing sources close to the Algerian president, the francophone newspaper reported that the former strongman had “tried to reach President Abdelaziz Bouteflika by telephone but he has refused to take the call.”
    http://blogs.aljazeera.net/liveblog/Libya

    • 1. September 2011 um 10:50 Uhr
    • Publicola
  179. 187.

    OT – Afghanistan

    HRW merkt was:

    There has been an alarming increase in recent months of suicide bombings, and attempted suicide bombings, by children, Human Rights Watch said. Younger and younger children have been involved. Children as young as 7 have reported that they were deployed as suicide bombers. Surviving children who trained as suicide bombers describe having been given amulets containing verses from the Quran that they were told would protect them from the explosion. They said they were told that when the bomb they carried detonated, everyone around them would die but they would survive.

    “The Taliban’s use of children as suicide bombers is not only sickening, but it makes a mockery of Mullah Omar’s claim to protect children and civilians,” said Brad Adams, Asia director at Human Rights Watch.

    http://www.hrw.org/news/2011/08/31/afghanistan-taliban-should-stop-using-children-suicide-bombers

    • 1. September 2011 um 11:02 Uhr
    • Serious Black
  180. 188.

    Der Sturm auf Tripolis – ein Insiderbericht:

    http://www.reuters.com/article/2011/09/06/us-libya-endgame-idUSTRE7853C520110906

    • 8. September 2011 um 16:28 Uhr
    • Serious Black
  181. Kommentar zum Thema

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