Ein Blog über Religion und Politik

Pakistanische Satire über Extremisten

Von 7. November 2011 um 17:54 Uhr

Klasse! Pakistanische Rapper machen sich in Punjabi lustig über die Kultur der Paranoia, des Nationalismus und der religiösen Intoleranz, die ihr Land ergriffen hat.

 

 

 

Die New York Times erklärt:

The song rues the fact that killers and religious extremists are hailed as heroes in Pakistan, while someone like Abdus Salam, the nation’s only Nobel Prize-winning scientist, is often ignored because he belonged to the minority Ahmadi sect.

“Qadri is treated like a royal,” wonders the goofy-looking lead vocalist in the song, referring to Malik Mumtaz Qadri, the elite police guard who killed the governor of Punjab, Salman Taseer, in January after he challenged the blasphemy law.

Another line in the song, “where Ajmal Kasab is a hero,” makes a reference to the only surviving Pakistani gunman involved in the 2008 terrorist attacks in Mumbai, India. Still another line, “cleric tried to escape in a veil,” alludes to the head cleric of Islamabad’s Red Mosque — which was the target of a siege in 2007 by the Pakistani government against Islamic militants — who tried unsuccessfully to break the security cordon by wearing a veil.

The song even makes fun of the powerful army chief, Gen. Ashfaq Parvez Kayani, for extending his role for another three years. (...)

The popularity of the song on the Internet has made it a sensation across the border in India as well, surprising the band members, who have been incessantly asked whether they feel they have put their lives in danger by ridiculing the mighty.

There are certainly enough provocations to rile nationalists and conservatives. At one point in the music video, the lead singer holds a placard that reads, in English: “This video is sponsored by Zionists.”

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Wir lernen:
    Der Killer von Salman Tasser und der letzte verbliebene Mumbai-Attentäter werden als Volkshelden verehrt.
    Welche Schlüsse bezüglich des Volkes und seiner religiös-kulturellen Grundlagen lassen sich daraus ziehen?

    • 7. November 2011 um 18:58 Uhr
    • Bredow
  2. 2.

    Weder Kissinger noch Blair und Bush sitzen in Den Haag ein. Welche Schlüsse bezüglich des Westens und seiner religiös-kulturellen Grundlagen lassen sich daraus ziehen?

    • 7. November 2011 um 19:12 Uhr
    • Wir lernen
  3. 3.

    Welcome back RPG

    • 7. November 2011 um 19:34 Uhr
    • unlimited
  4. 4.

    Meine Pakistan-Comendy Tipps:

    This is Standup Comedy – Episode 1
    8.20 – 8.40

    http://www.youtube.com/watch?v=RtVTbS-P08g

    Shazia Mirza Self Portrait (UK)
    hxxp://www.youtube.com/watch?v=23Tecx7clMY

    Shabana Rehman (Norwegen)

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=24ENUmyunps

    • 7. November 2011 um 19:54 Uhr
    • Thomas Holm
  5. 5.

    @ Bredow: Ihre „Schlüsse“ sind immer gleich, was den Verdacht nahelegt, dass es sich um Prämissen handelt.

    • 7. November 2011 um 20:17 Uhr
    • Jörg Lau
  6. 6.

    Schön. Danke fr den Hinweis, Herr Lau.

    • 7. November 2011 um 22:32 Uhr
    • FreeSpeech
  7. 7.

    The Ally From Hell:

    […]Talking at length with this senior ISI official provided a reporter with a sense of what life must be like for American officials who work regularly with that organization. When asked about the allegation that Lashkar-e-Taiba operates under the protection of the ISI, he said, “We don’t have anything to do with that, not at all.” What about the Mumbai attacks? “We had nothing to do with that. To say that the ISI was involved in Mumbai is really unfair.” What about the Haqqani network and its attacks on U.S. forces in Afghanistan? “The Haqqani network is something completely separate from us.” […]

    http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2011/12/the-ally-from-hell/8730/1/

    • 8. November 2011 um 15:53 Uhr
    • Serious Black
  8. 8.

    @Bredow

    es müssten wohl die gleichen schlüsse sein die man auch bei der Vehrehrung des Volkshelden Baruch Goldstein findet durch so manch israeli.

    Erzählen sie uns bitte jetzt mal, Welche Schlüsse bezüglich des Volkes und seiner religiös-kulturellen Grundlagen lassen sich daraus ziehen?

    • 8. November 2011 um 15:59 Uhr
    • Marin
  9. 9.

    Schön, aus Pakistan auch einmal andere Nachrichten zu erhalten, als die üblichen Schreckensmeldungen.
    Wenn das auch den Schrecken für die bedrohten „Andersartigen“ nicht schmälert, so können wir zumindest eine kleine Hoffnung haben, dass eine neue Generation,nicht nur von Terrororganisationen, sondern auch von Vernunft gesteuerten,die Freiheit ersehnenden Menschen heraufziehen möge.Die Chancen stehen schlecht;aber vielleicht werden sie genutzt.

    • 8. November 2011 um 17:25 Uhr
    • Marit
  10. 10.

    @ Jörg Lau
    „@ Bredow: Ihre “Schlüsse” sind immer gleich, was den Verdacht nahelegt, dass es sich um Prämissen handelt.“

    Begnügen Sie sich nicht mit Verdächtigungen, beweisen Sie mir die Fehler meiner Ausführungen. Aber lasten Sie es bitte nicht mir an, daß Sie bei Ihren Beurteilungen der Demokratietauglichkeit arabischer/islamischer Staaten so oft und so gründlich daneben lagen.
    Wenn Sie monieren wollen daß meine Beiträge eine Tendenz haben, bitteschön. Wessen Beiträge sind frei davon?

    @ Marin
    Die gleichen Schlüsse, die ich ziehe wenn Glatzköpfe öffentlich Führers Gebutstag begehen wollen.

    @ Wir lernen
    Sie haben den Papst vergessen, den alten Kreuzzügler.
    Gegenfrage:
    Gab es zuvor so etwas wie die Anschläge auf die Twin Towers?
    Sind Bush oder Blair ohne daß ich’s mitbekommen habe zu Volkshelden aufgestiegen?
    Und mal ganz ohne Polemik: Die Kriege in Afghanistan und im Irak waren desaströse Fehler in jeder Hinsicht und haben vor allem zivile Opfer gefordert über jedes hinnehmbare Maß hinaus.
    Das Scheitern dieser als Mission in Sachen Demokratrie betitelter Kriege war schon vornherein in der fehlerhaften Annahme begründet daß ein Interesse der Bevölkerung an Demokratie nach westlichen Zuschnitt bestünde. Ein Fehler in der Beurteilung der religiös-kulturellen Grundlagen, wie sich mittlerweile herausgestellt hat.

    • 8. November 2011 um 17:56 Uhr
    • Bredow
  11. 11.

    Eine neuere Produktion von LAAL trägt den anspruchsvollen Titel:

    Laal – Dehshatgardi Murdabad (Death to Terrorism)

    http://www.youtube.com/watch?v=y57elLCPFQ4

    und enthält recht sehenswerte Karikaturen des agierenden Personals.

    Es wird die Frage gestellt: Seit wann sind diese amerikanischen Marionetten unsere Freunde ? Und diese Frage könnte gerade etwas zu kurz greifen, bzw. das Pferd geradezu von hinten aufzäumen.

    Waren nicht eher die zeitweiligen Kalte-Kriegs-Freunde
    der USA die Marionetten der pakistanischen Militärkaste ?

    • 8. November 2011 um 23:21 Uhr
    • Thomas Holm
  12. 12.

    Anschlußüberlegung zu 11

    Was bleibt übrig, von einer „Islamischen Republik“, wenn sich die jihadistisch-nationalistische raison d’être* als purer Hoax herausstellt ?

    *eine ungeschriebene Staatsdoktrin, eine „Sache“, über die sich ein revisionistisches Militär mit religiösem Extremismus kurzgeschlossen hat.

    • 8. November 2011 um 23:58 Uhr
    • Thomas Holm
    • 10. November 2011 um 15:26 Uhr
    • M. Mustermann
    • 10. November 2011 um 18:32 Uhr
    • marriex
  13. 15.

    Eine weitere „Satire“ in Pakistan.

    http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Pakistan-zensiert-SMS-Woerter-wie-Brust-oder-tiefer-kuenftig-tabu-id17584461.html

    Ich plädiere für ein rigoroses Handyverbot in Pakistan, dann braucht auch keiner mehr mehr die SMS zu kontrollieren.
    Weiterhin sollte man auch ein generelles Verbot von modernen Kommunikatinsmitteln in Pakistan erwägen.
    Diese Gesellschaft ist „reif“ für Rauchzeichen und Pfeiftöne von Hügel zu Hügel. back to the roots

    • 19. November 2011 um 00:51 Uhr
    • tati
  14. 16.

    Unsinn, die Pakistaner machen da einen ganz normalen Entwicklungsschritt auf dem Weg zur Informationsgesellschaft durch: Die Wortfilter-Phase. Der Westen ist auch erst seit neun Jahren aus dieser herausgewachsen:

    http://www.wortfilter.de/wortfilter-alt.html

    • 19. November 2011 um 01:07 Uhr
    • Arjen van Zuider
  15. Kommentar zum Thema

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