Ein Blog über Religion und Politik

In eigener Sache

Von 21. Februar 2012 um 18:15 Uhr

Danke für den Einsatz an alle, die sich hier Mühe geben, die Debatte konstruktiv (doofes Wort, ist ja nicht der Sozialismus hier) und offen zu halten. Ich muss schon sagen, dass es mir zunehmend schwer fällt, angesichts mancher Kommentare noch an den Sinn eines solchen Blogs zu glauben.

Aber dann wieder sind die Klickzahlen so gut, dass ich annehmen darf, dass viele mitlesen, die hier nicht herumtrollen.

Das Denunziatorische und Obsessive ist im Forum in letzter Zeit jedoch recht stark geworden. Nicht nur die üblichen Heinis und Erols machen da mit und werfen mit persönlichen Beleidigungen um sich. Warum kann Kritik nicht in aller Schärfe auf Unterstellungen und Anwürfe verzichten? Schwer demotivierend, das.

Zum Beispiel: Man reist etwa in Israel und der Westbank herum und redet mit Leuten, und berichtet dann davon in aller Widersprüchlichkeit. Schon muss man sich wieder von Schnellklickern und Copypaste-Meinungsführern vorhalten lassen, man habe eben keine Ahnung, weil man nicht die politisch korrekten Artikel auf Pajamas Media inhaliert hat oder nicht die richtigen Youtube-Videos von irgendwelchen radikalen Hirnis berücksichtigt. Da kann man schon denken, dass mancher sich eben durch Anschauung seine Weltsicht lieber nicht kaputt machen lassen will.

Kann es sein, dass mancher einfach nicht gestört werden will in seiner Meinungsfreude?

Ich setze mich als Autor hier bewußt, wenn auch nicht immer freiwillig, der Gefahr aus, öffentlich Irrtümer, Fehleinschätzungen, Peinlichkeiten zu begehen (ich sage nur: Mavi Marmara). Zum Reizthema Sarrazin habe ich auch schon hyperventilierenden Quatsch geschrieben (dass er etwa aus der Partei rausgeschmissen gehört…).  So isses nun mal. Sicher fallen vielen noch andere Dinge ein. Ein Blog ist nicht zum Rechthaben da, sondern zum Ausprobieren von Haltungen, Thesen, Meinungen.

Das setzt allerdings voraus, dass man nicht permanent niedergebügelt wird und nicht immer die gleichen Schlachten ablaufen.

Mich interessieren Gegenargumente, Fragen, andere Einschätzungen. Aber ich lasse mir hier nicht gerne eine finstere Agenda andichten. Wer das tun will, wende sich bitte an “Nürnberg 2.0″ oder ähnliche Seiten. Da gibt es genügend Gleichgesinnte, es könnte sehr gemütlich werden.

Da ich dieses Forum bis auf weiteres offen lassen möchte – auch wenn ich zur Zeit wieder einmal schwer genervt bin – werde ich kommentarlos alles löschen, was ich einfach zu blöde oder zu beleidigend finde.

Kategorien: Dissens des Tages
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Sehr geehrter Herr Lau,

    ich Schätze Ihr Blog sehr und kann die Herausforderungen, die diese Art von Journalismus mit sich bringt, gut nachempfinden. In meiner Medienauswahl ist Ihr Blog eine wichtige Stimme der Vernunft, auf die ich auch weiterhin setze. Lassen Sie sich von Trollen, Hasserfüllten und Kleingeistern nicht unterkriegen – sondern im Gegenteil immer wieder neu motivieren.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Christian Jung

    • 21. Februar 2012 um 18:30 Uhr
    • Christian Jung
  2. 2.

    Hallo Herr Lau!

    Ich gehöre zu den Leuten, die ihr Blog gerne lesen und ich bin auch der Meinung, dass Sie Ihre Sache sehr gut machen, interessante Beiträge bringen und desöfteren zum Nachdenken anregen. Auch bringen Sie die Widersprüchlichkeit, die Ihre Themen oft betreffen gut rüber.

    Ich muss aber zugeben, dass ich die Kommentare meist schon meide, da ich auch das Gefühl habe, es geht mehr darum, eine vorher festgelegte Meinung „in eine Kommentarspalte zu rotzen“ anstatt sich wirklich mit einem Artikel/Thema auseinanderzusetzen und eine Diskussion zu führen.

    Daher meine Bitte: lassen Sie sich nicht zu sehr ärgern und machen Sie bitte weiter so!

    • 21. Februar 2012 um 18:32 Uhr
    • Ariane
  3. 3.

    Da ich dieses Forum bis auf weiteres offen lassen möchte – auch wenn ich zur Zeit wieder einmal schwer genervt bin – werde ich kommentarlos alles löschen, was ich einfach zu blöde oder zu beleidigend finde.

    @ Jörg Lau

    Da nicht davon auszugehen ist, dass Sie über die Maßen von der Löschfunktion Gebrauch machen werden und die Meinungsfreiheit incl. Netiquette auch in dem von Ihnen bewirtschafteten virtuellen Bereich nicht kleinkariert auslegen, möchte ich Sie darum bitten, auch wirklich häufiger die Löschknöpfe zu bedienen. Ich denke, ich bin hier nicht der einzige, der Freiheit gerne aushält, aber auf den gröbsten Dreck, der auch der Form nach an besoffene Tresensteher erinnert, die gerne agitieren wollen, allerdings nicht wirklich diskutieren können, gerne verzichten kann.

    Stellen Sie sich einfach vor, Sie betrieben eine gepflegte Wirtschaft, in der jeder gegen jeden auch polemisieren oder sich mal im Ton vergreifen kann, aber weitgehend gute Sitten herrschen. Die virtuelle Welt enthemmt aus bekannten Gründen. Würde Ihr Kommentarbereich jedoch in der realen Welt zu existieren, so wäre Ihre Duldsamkeit mithin geschäftsschädigend. Wenn die Freakshow zu derbe und zu nervig wird, bleiben einige Gäste lieber weg.

    • 21. Februar 2012 um 19:14 Uhr
    • N. Neumann
  4. 4.

    @ NN: Gutes Bild!

    • 21. Februar 2012 um 19:21 Uhr
    • Jörg Lau
  5. 5.

    Herr Lau, es spielt auch immer eine Menge Neid mit. Sie sind im Establishment und andere wären es gerne.

    Ich finde Sie manchmal oppertun. ZB, warfen Sie mir Ehrpustelei und Jammern vor. Selber machen Sie ein Foto mit Schutzweste und posten es hier. Oder, jetzt „Jammern“ Sie.

    Bei Marriex( weil Sie ihn erwähnten) ist es mir auch aufgefallen. Sie zeigen aller höchste Ehrfurcht und er nicht.

    Wenn Sie viele Klicks haben, dann auch, weil es vermutlich hier, spannend ist. Das kann man dann Ihnen zu Gute rechnen.

    Ein Schiri der kleinlich pfeift, ist nicht so beliebt, wie einer der auch mal was durchgehen lässt.

    • 21. Februar 2012 um 19:23 Uhr
    • cem.gülay
  6. 6.

    @ Cem Gülay

    Wenn das alles hier Fußball wäre, hätte Jörg Lau als Schiedsrichter nicht nur Meckereien geduldet, sondern sich dazu noch anspucken lassen. Darüber hinaus wäre er vom zuständigen Verband schon längst vom Spielbetrieb suspendiert worden, weil er auch bei Blutgrätschen von hinten weiterlaufen gelassen hat. Das wollen aber auch harte Sportsfreunde nicht haben. Und wem sowas gefällt, der kann zum Ultimate -Fighting gehen.

    Die Befürchtung, dass das Ganze hier im Zuge dieser Ankündigung zum Wasserballett wird, ist unbegründet.

    • 21. Februar 2012 um 19:39 Uhr
    • N. Neumann
  7. 7.

    1. Wer Andersdenkende pathologisiert, so wie es durch die Verwendung des Begriffes „islamophob“ zum Ausdruck kommt, der soll besser nicht mit Worten wie „denunziatorisch“ oder „obsessiv“ um sich werfen.

    2. Lau, sie vertreten hier eine Minderheitsposition, wie sie selbst unten zugeben:

    Der Erfolg des Buchs von Thilo Sarrazin wurde als eine Abstimmung gegen Türken an der Ladenkasse empfunden.

    Und dass die breite Zustimmung der Bevölkerung die Sache erst recht schlimm machte.

    3. Der Islam IST totalitär, was wir in jedem einzelnen islamischen Land beobachten müssen.

    4. Ihre Prognosen sind dauernd falsch. Die Integration funktioniert immer schlechter, der Islam wird immer radikaler, die Entwicklungen in islamischen Ländern ist eindeutig negativ. Wie hier von den Andersdenkenden seit Jahren prognostiziert.

    Was erwarten sie? Wenn sie ständig andere beleidigen, wenn sie die Mehrheit der Bevölkerung angreifen, wenn sie eine totalitäre Ideologie verteidigen, dann wundern sie sich, dass das ein oder andere Posting nicht formvollendet höflich ausformuliert ist? Den Umgangston hier halte ich sowieso für lächerlich harmlos. In jedem linken Forum wird gehässiger gestritten, und zwar untereinander.

    An ihrer Stelle würde ich mich in einer ruhigen Stunde einmal fragen, ob die entgegenkommenden Autos wirklich alle die Geisterfahrer sind, oder ob sie nicht vielleicht selbst der Geisterfahrer sind.

    • 21. Februar 2012 um 19:46 Uhr
    • JMW
  8. 8.

    Also, ich persönlich bin immer höflich und zuvorkommend.

    • 21. Februar 2012 um 19:47 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  9. 9.

    Hallo Herr Lau,

    ich gehöre auch zu den Leuten, die immer wieder bei Ihnen reinklicken und lesen. Früher habe ich ja öfter mal was geschrieben, als ich in der Türkei war unter einem Pseudonym, später unter Klarnamen. Mit den teil unsachlichen, ins Persönliche abgleitenden Kommentaren kam ich, offen gestanden, nicht zurecht. Daher lese ich nur noch mit. Und ich verstehe, warum Sie manchmal die Nase voll haben. Doch obwohl ich vieles sehr anders sehe als Sie, muss ich sagen, dass ich hier das Gefühl habe, frei atmen zu können. Das möchte ich nicht missen, denn das braucht es für eine offene Gesellschaft.

    • 21. Februar 2012 um 19:49 Uhr
    • Schönberg
  10. 10.

    Neumann

    Ach Neumann, Deine eine oder andere Blutgrätsche mir gegenüber, ist Dir wohl nicht mehr in Erinnerung. Hab ich mich beschwert oder gekontert?

    Herr Lau macht insgesamt einen guten Job. Ich glaube, dass mit Riexi und Thorsten Haupts hat ihn mitgenommen. Jeder brauch Anerkennung, vor allem wenn man denkt, man hätte sie verdient. Er fühlt sich im Stich gelassen. Jetzt weiß er, wie ich mich manchmal fühle.

    Ich habe mich mich gestern über J. Webbers Mail wie ein Kind gefreut, Er sagte, er freue sich über mein neues Buch.“

    • 21. Februar 2012 um 19:51 Uhr
    • cem.gülay
  11. 11.

    Hallo Herr Lau,
    Sie machen dass schon richtig. Lassen sie sich nicht von den Extremisten unterbügeln. Nutzen sie ihre Hoheit über den Blog und löschen Sie dass was sie als einen Übertritt über die Grenzen der Meinungsfreiheit empfinden.

    Ein ansonsten stillen Leser.

    • 21. Februar 2012 um 20:00 Uhr
    • Klaus Meier
  12. 12.

    Herr Lau, ich würde ihnen anraten, statt die Kommentare gleich freizuschalten, sie von Anfang an zu moderieren. Ich kann verstehen, dass sie die Kommentare von so manchen Leuten einfach nerven, aber das liegt größtenteils auch daran, dass diese Gruppen die Möglichkeit nutzen, gesehen und gelesen zu werden… Wenn die Möglichkeit nicht mehr geboten wird, dann gibt es auch weniger Trolle…

    Weiterhin viel Erfolg und hoffentlich auch weiterhin sehr kontroverse und sich z.T. widersprechende Artikel 😉

    • 21. Februar 2012 um 20:13 Uhr
    • Ihsan Kafi
  13. 13.

    @ JMV: Das ist genau das, was ich meine. Sie kennnen mich nicht, Sie schneien hier rein und behaupten etwas über meine Position (Islamophobie), das einfach nicht korrekt ist. Ich habe vor Jahren schon einen ellenlangen Aufsatz veröffentlicht, in dem ich das Wort ablehne, eben weil es Kritik pathologisiert. Dass es dennoch eine üble Islamfeindlichkeit hierzulande gibt, ist nicht zu bestreiten. Was das für eine offene und nicht hetzerische Debatte heißt, steht in dem Aufsatz. Einfach mal googlen, lesen, und dann wiederkommen.

    • 21. Februar 2012 um 20:43 Uhr
    • Jörg Lau
  14. 14.

    Da muss ich Herrn Lau auch in Schutz nehmen.

    Bevor mein Buch raus kam, war das Türken und Islam-Bashing Volkssport im medienpolitischen Spektrum, Film und Buchverlag. Ein Herrn Lau hatte ich auch nie als Gegenstimme vernommen und glaubt mir, meine Ohren und Augen waren überall. Die Türken und Moslem-Verbände waren in ihren Teestuben und spielte Backgammon. Ehrlich gesagt, hatte ich mich für einen „guten“ Freund eingesetzt der mich anflehte gut über die Muslime zu schreiben. Später ist er mir dann pervers in den Rücken gefallen. Seine ganze gläubige Familie bedankte sich bei mir.

    Nachdem ich mich mit dem ganzen Medien und der Politik angelegt hatte, indem ich ihre „hetzerischen“ Artikel als verantwortlich für die Misere tadelte(Rasenmäherprinzip), war ich bei fast allen unten durch. Plötzlich gab es überall laute Stimmen von Türken und Deutschen. Von den Moslemverbänden kam kein Dankesbrief. Nein, aha sagten sie, der Alevite hat den Larry gemacht und die Deutschen haben Schwäche gezeigt. Das ist unsere Chance unsere Leute nach vorne zu positionieren. Man schaue, was man alles ab der Zeit forderte. Sarrazin und Heisig ergriffen die Chance, ihren Senf dazuzugeben. Und hunderte andere.

    Nein, Herr Lau war früher nie ein Kritiker der Kritiker

    • 21. Februar 2012 um 21:08 Uhr
    • cem.gülay
  15. 15.

    Sehr geehrter Herr Lau,

    als regelmäßiger Leser Ihres Blogs bin ich zwar nicht immer Ihrer Meinung, aber schätze an ihm gerade, dass Sie sehr unterschiedliche Meinungen sowohl selber vorbringen als auch zu Wort kommen lassen. Um in der Sprache der Blogbeiträge zu bleiben: Es wäre ja langweilig, wenn sich jeweils entweder nur „Gutmenschen“ oder „Pipifanten“ äußern dürften. Lieber die ganze Bandbreite auf einmal.

    • 21. Februar 2012 um 21:11 Uhr
    • A. Ernst
  16. 16.

    @ CG

    Sie zeigen aller höchste Ehrfurcht und er nicht.

    Richtig. Wer so etwas fabriziert, denn achte ich nicht.

    Das Denunziatorische und Obsessive ist im Forum in letzter Zeit jedoch recht stark geworden.

    Da hat er mal recht.

    • 21. Februar 2012 um 21:14 Uhr
    • marriex
  17. 17.

    #Sehr geehrter Herr Lau,

    man kann m.E. nicht hoch genug bewerten und entsprechend dankbar sein, dass hier den Menschen diversester ‘walks of life’ und verschiedenster Meinung die Möglichkeit geboten wird, einen in der Tat freien und offenen Austausch von Argumenten zu pflegen – Modell eines im normalen (Berufs-)Leben nicht möglichen ‘herrschaftsfreien Diskurses’.

    Wahrhaftig ein Unikat in der deutschen Medial-Landschaft: meinerseits wurde kürzlich nachgewiesen, dass weder offiziöse Presse-Medien noch Publikums-Blogs sich in der Lage sehen, den kommentarwilligen Zeitgenossen diese Möglichkeit eines freien Diskurses zu eröffnen – grundsätzliche vorherige Moderation, Wortzahlbegrenzung, ein 24-Stunden-Limit, schlichte Verweigerung einer Kommentarfunktion sind da üblich. Als beweiskräftige Beleg-Beispiele wurden meinerseits u. a. angeführt: FAZ, Politically Incorrect, Achse des Guten.

    Natürlich erscheint bemerkenswert, dass der eine oder andere Gast des JL-Blogs Alles daran setzt, überschaubare Intelligenz und realitätsunbekümmerte Argumentationskompetenz im hellen Schein einer Proll-Ausstrahlung zum Funkeln zu bringen.
    In der Tat scheinen derartig unterirdische Kommentare darauf abzuzielen, die Darwinschen Schriften “On the Origin of Species” und “The Descent of Man” in Erinnerung zu bringen.

    Dass Sie der Adressat derartiger Pöbeleien sind, ist meines Erachtens als beweiskräftiger Hinweis auf die nicht zu unterschätzende Aussagekraft Ihres Blogs zu bewerten.

    Dank und Grüße
    P.

    • 21. Februar 2012 um 21:24 Uhr
    • Publicola
  18. 18.

    Raushauen, was Ihnen nicht passt, ist völlig legitim, Herr Lau. Keine Ironie. Ist ja Ihr Blog.

    • 21. Februar 2012 um 21:33 Uhr
    • FreeSpeech
    • 21. Februar 2012 um 21:41 Uhr
    • Publicola
  19. 20.

    Zusatz

    Die deukische Verbandschefin Aylin Selcuk hatte sich bei mir bedankt und ihre Eltern auch. Nur als Ehrenrettung

    • 21. Februar 2012 um 21:44 Uhr
    • cem.gülay
  20. 21.

    sehr geehrter herr lau,

    ich rechne es ihnen hoch an, wenn sie gemachte fehler (gegenüber sarrazin oder israel) zugeben.

    wir leben aber nunmal leider in eine schnelllebigen welt. in so eine welt reifen journalisten reflexartig z.b. die behauptung auf, israel hätte den kleinen muhammad al dura getötet, bis nu sogar ein gericht in frankreich herrausfindet, dass der vater gelogen hat und israel nicht der schuldige ist.

    es setzen sich dann aber nur die schlagzeilen bei den menschen fest und nicht die nachforschungen, die zu andere resultate führen.

    daher erwarte ich von journalisten, dass sie sich informieren und recherche betreiben, bevor sie artikel in die welt setzen, die z.b. den hass auf juden in deutschland verstärken.

    das thema israel und die juden (es gibt kein anderes volk, was in den letzten 2000 jahren so verfolgt wurde, wie die juden) ist zu heiss, dass man erst mutmassungen erstellt und dann sich, kaum bemerktbar von der masse, korrigiert.

    also ja, ich erwarte recherchen und sachliche berichte, zumal in der region fast zu 100% arabische fotographen arbeiten und der begriff „pallywood“ ihnen etwas sagen sollte.

    grüsse,

    mehrdad

    • 21. Februar 2012 um 22:03 Uhr
    • mehrdad
  21. 22.

    Jörg Lau,

    Ihr Leiden am Kommentarbereich kann ich unbedingt nachfühlen ! Doch es wäre sicher ein Fehler, Ihre Leser mit den Kommentatoren des Blogs gleichzusetzen. Denn was sich im Kommentarbereich abzuspielen scheint ist eine feindliche Übernahme durch Hate-Poster von PI, offenbar noch verstärkt durch psychisch schwer angeschlagene Mitbürger. Diese missbrauchen Ihr Angebot, auf einer seriösen Plattform diskutieren zu können, missbrauchen es, als Gesprächsteilnehmer ernstgenommen zu werden und nicht zuletzt missbrauchen diese Ihre Fairness und Geduld. Ihre Arbeit, Ihr Motiv, die gegensätzlichsten Seiten des Diskurses auszuleuchten und zu Wort kommen zu lassen interessiert diese tatsächlich einen Dreck – bzw nur als Anlass, stets dieselben xenophoben, homophoben und verschwörungstheoretischen Textschleifen abzupielen…

    Um den Kommentarbereich des Blogs für eine fruchtbare Diskussion unter Ihren interessierten Lesern (wieder) zu öffnen sollte diese feindliche Übernahme beendet werden. Dafür braucht es keine weitere Rechtfertigung, diese Leute haben alle bereits ihr Zuhause…

    Und bitte, kaufen Sie ihnen nicht das behauptete ‚Wir‘ so umstandslos ab. Denn diese Parallelwelt repräsentiert weder die gesellschaftliche Lebenswirklichkeit noch Ihre Leser !

    Kopf hoch, Fill

  22. 23.

    @ marriex: Das ist leider unterdessen wechselseitig, was mir besonders leid tut, weil ich weiß, was Sie eigentlich drauf haben. Intellektuelle zu sehen, die sich dem Ressentiment und dem Verdacht ergeben, ist besonders bitter.

    • 21. Februar 2012 um 22:28 Uhr
    • Jörg Lau
  23. 24.

    – Νεφελοκοκκυγία* –

    ICH wundere mich, wie wenig kritisch hier mit Ihnen umgegangen wird.

    ICH wunder mich, wie wenig Herr Lau dazu unternimmt,
    regelmäßig (wöchentlich) 1001e Versionen eines Themas bzw. Blogtextes einzustellen, wobei jede Version exakt die potentielle Meinung der gerade jeweilig sich einfindenden verschiedenen 1001 Kommentatoren und Leser stark zu vertreten und zu befürworten hätte.
    ____________________

    * http://de.wikipedia.org/wiki/Wolkenkuckucksheim

    • 21. Februar 2012 um 22:42 Uhr
    • Publicola
  24. 25.

    lieber herrr lau,

    ich hab zwar keine ahnung von vielem, aber ohne ihren blog und die jeweils folgenden kommentare hätt ich noch viel weniger.

    also: please stay cool 😉

    herzliche grüße
    arizonajunior

  25. 26.

    @ JMW – Die Welt als Wille und Vorstellung

    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Welt_als_Wille_und_Vorstellung

    • 21. Februar 2012 um 22:48 Uhr
    • Publicola
  26. 28.

    hab ich vergessen: mein letzter kommentar war ne antwort auf jmv k27.
    sorry.

  27. 29.

    der alte k27 von jmv ist jetzt auch noch futsch, auweia.
    aber was solls. mit freund der berge hab ich eh nicht so richtig was anfangen können. siehe auch meine eher hiflosen links im aktuellen k27.

  28. 30.

    @JL:

    Zunächst einmal danke, dass Sie Ihren Kommentarbereich nicht derart rücksichslos von allen kontroversen Meinungen säubern wie andere Blogs und Kommentarbereiche dies tun. Dass in Zukunft weniger persönliche Beleidigungen (nicht nur von Ihnen, sondern auch von anderen Kommentatoren), die nicht einmal mehr Unterhaltungswert besitzen, stehenbleiben, soll mich nicht weiter stören.

    Nun aber doch noch ein Punkt der (hoffentlich sachlichen) Kritik:

    Intellektuelle zu sehen, die sich dem Ressentiment und dem Verdacht ergeben, ist besonders bitter.

    Durchaus. Im Lichte des von marriex zitierten Posts über Broder möchte ich aber darauf hinweisen, dass genau das der Eindruck ist, den Sie bei mir hinterlassen, wenn Sie sich Ihrem Privatkrieg mit Broder hingeben.

    @JMW:
    ICH wundere mich, wie wenig kritisch hier mit ihnen umgegangen wird.

    Man kann auch in einem respektvollen Ton kritisch sein. Alles andere provoziert nur pampige Gegenreaktionen.

    • 21. Februar 2012 um 23:22 Uhr
    • Arjen van Zuider
  29. 31.

    @ avz: Privatkrieg mit Broder – nein. Hier musste ich etwas machen, denn Tsafrir Cohen ist ein Freund seit vielen Jahren. Er konnte sich nicht wehren, da bin ich in die Bütt gegangen. Nun ist aber auch gut.

    • 21. Februar 2012 um 23:35 Uhr
    • Jörg Lau
  30. 32.

    @Jörg Lau

    1. Das Wort „konstruktiv“ ist völlig in Ordnung.

    2. An Ihrer Stelle würde ich den folgenden liebenswürdigen Post ausdrucken, rahmen, und über dem Schreibtisch aufhängen:

    lieber herrr lau,

    ich hab zwar keine ahnung von vielem, aber ohne ihren blog und die jeweils folgenden kommentare hätt ich noch viel weniger.

    also: please stay cool

    herzliche grüße
    arizonajunior

    Und an die üblichen Verdächtigen, denen es nicht um das Diskussionsthema geht, sondern um die eigene Selbstprofilierung oder die Absonderung von Häme:
    Die Fastenzeit beginnt morgen. Verordnet euch 40 Tage Blogpause.

  31. 33.

    Miriam

    Ich schulde Ihnen noch einer Antwort bezüglich Herrn Gauck. Ich kenne den Mann zuwenig und kann mir kein Urteil bilden.

    Was mich als Wessi nervt,

    Präsident= Ossi

    Kanzlerin=Ossi

    Vizekanzler= Ossi

    2 Ossis hätten genügt

    • 21. Februar 2012 um 23:48 Uhr
    • cem.gülay
  32. 34.

    „Ein Blog ist nicht zum Rechthaben da, sondern zum Ausprobieren von Haltungen, Thesen, Meinungen.“

    Ich weiss nicht so recht. Wer mal diese, mal jene Haltung ausprobiert hat doch eigentlich gar keine. Dasselbe gilt für die Meinung. Sind Jounalisten nicht „Meinungsmacher“?
    Warum schreibt überhaupt irgendjemand irgendwas hier und geht nicht z.B. stattdessen ein Bäumchen pflanzen, wenn es nicht auch darum geht andere mit der richtigen Meinung zu beglücken und dann eben auch Recht zu haben. Denn, dass wir zumindest in unseren Grundannahmen richtig liegen glauben wir doch alle. Eine Haltung, die nur aus reiner Neugierde bestünde habe ich hier bei keinem einzigen Kommentator gesehen, sie wäre auch kontraproduktiv, weil Diskussionen nur entstehen können wenn auch Standpunke vertreten werden. Jeder hat in punkto Islam seine Überzeugungen und kein Einziger ist in den letzten Jahren von seiner auch nur ein bisschen abgerückt (man korrigiere mich). Die einen, weil sie trotz allem noch (mMn unberechtigte) Hoffnung haben, die anderen weil ihr Pessimismus sie auf ganzer Linie bestätigt hat.

    • 22. Februar 2012 um 00:09 Uhr
    • J. Weber
  33. 35.

    @Cem G.

    2 Ossis hätten genügt
    Im Grundgesetz steht: Niemand darf wegen seiner Herkunft benachteiligt sein.

    Wobei ich fast wetten möchte, dass die Nörgler es schaffen werden, die Wahl Gaucks verhindern werden. Die sind kräftig am Graben nach Dreck oder irgendwas, das sich als Dreck verkaufen lässt. Ich glaube, nicht einmal Mutter Theresa würde die deutsche Reinheitsprüfung bestehen.

  34. 36.

    Miriam

    „Im Grundgesetz steht, niemand darf wegen seiner Herkunft benachteiligt werden.“

    Sie haben sogar Humor. Eine neue Seite die Sie mir zeigen. Das gefällt mir

    • 22. Februar 2012 um 00:19 Uhr
    • cem.gülay
  35. 37.

    @ Miriam G.

    „Ich glaube, nicht einmal Mutter Theresa würde die deutsche Reinheitsprüfung bestehen.“

    Nicht seit Christopher Hitchens !

    „So bezeichnete er die katholische Ordensschwester Mutter Teresa in einem Zeitungsartikel als „Ghul* von Kalkutta“. Er warf ihr Missionierungsbestreben und eine Verherrlichung des Leids vor. So habe sie in ihren Hospitälern den Einsatz von Schmerzmitteln untersagt, weil sie gemeint habe, die Patienten seien umso näher beim christlichen Gott, je mehr sie leiden.“

    *Leichenfressendes Fabelwesen

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_Hitchens

    http://www.slate.com/articles/news_and_politics/fighting_words/2003/10/mommie_dearest.html

    • 22. Februar 2012 um 00:32 Uhr
    • Thomas Holm
  36. 38.

    @Thomas Holm

    Eben! 😉

  37. 39.

    @JL:

    Hier musste ich etwas machen

    Es sei Ihnen unbenommen. Wenn Sie dabei allerdings Ihren eigenen Rat beherzigt hätten…

    Warum kann Kritik nicht in aller Schärfe auf Unterstellungen und Anwürfe verzichten?

    ZB hätten Sie Broders Hang, noch das geschmackloseste Wortspiel, das sich ihm anbietet („von vorne und von hinten“), aufzugreifen, kritisieren können, ohne ihm deswegen gleich Homophobie unterstellen zu müssen. So schien und scheint mir aber Ihr Angriff in seiner Heftigkeit unverdient. Meine Unterstellung einer Privatfehde war natürlich trotzdem vorschnell. Nichts für ungut.

    • 22. Februar 2012 um 00:48 Uhr
    • Arjen van Zuider
  38. 40.

    Ein Blog ist nicht zum Rechthaben da, sondern zum Ausprobieren von Haltungen, Thesen, Meinungen.

    Hallo Herr Lau,

    ich habe früher hier mal häufiger was geschrieben.

    Aber Ihre Haltung wird zuwenig geteilt unter Ihrer Kommentarorenschaft. Viel zu häufig hat man man hier die immer gleichen Kommentare aus in propagandistischer Manier aufgearbeiteter verkürzter Textbausteinen a la Pöbel Incoporated (PI) gelesen, gegoogeltes Wissen wurde als nonplusultra der Erkenntnis ausgegeben und dekontextualisierte Surenzusammenstellungen und Imambotschaften aus Hintertumbuktu sollten als Beweis für wasweißich herhalten.

    Bitte halten Sie den Kommtarbereich dennoch offen. Die wenigen sachlichen Kommentare sind es wert und die anderen Kommentare sind wenigstens ab zu amüsant, ob des zur Schau gestellten manichäischem Weltbildes und des geiferenden Missionarseifers.

    Danke 😉

    • 22. Februar 2012 um 00:59 Uhr
    • Limited
  39. 41.

    >Richtig. Wer so etwas fabriziert, denn achte ich nicht.

    Riexi ist eben ein echter Intellektueller, sein Verstand lässt sich nichtmal durch die eigene Harmoniesucht trüben.

    Beeindruckend.

    • 22. Februar 2012 um 01:42 Uhr
    • Pbuh
  40. 42.

    Vielleicht ist es ja möglich die Kommentatorenschaft zu teilen.

    Ein Teil 1), der in dem öffentlichen Bereich posten darf. Agitation, Sprechblasen, mulitkopierte Surenzusammenstellungen und Statements von minderer Güte und alles andere – auch positive.

    Ein Kommentarbereich für die Elite 2), die sich zivilisiert und ohne persönliche Anmache auseinanderzusetzen weiß. Leserecht für alle in beiden Bereichen. Aber Aufnahme und Schreibberechtigung in den Elitzirkel nur bei Bewährung im Bereich 1)

    Ich denke, das könnte sehr disziplinierend wirken 😉

    • 22. Februar 2012 um 01:54 Uhr
    • Limited
  41. 43.

    Herr Lau,

    ihr Kommentarbereich hat Qualitäten sowie Schwächen, wobei letzteres überwiegt. Beides beruht auf dem nicht stattfindenden bzw. „gutmenschlich“[*] vollzogenen Umgang mit den vorhandenen Moderationswerkzeugen. Ein Satz im Kommentar Nummer 12 von Ihsan Kafi trifft völlig zu. Er trifft aber auf sämtliche lax moderierten Foren zu: „das liegt größtenteils auch daran, dass diese Gruppen die Möglichkeit nutzen, gesehen und gelesen zu werden“

    Die Blogposts lese ich immer. Den Kommentarbereich überfliege ich Hin und wieder mal grob. Aufgrund von häufig vorkommendem Hijacking und häufigen Off-Topics ist er in der Regel leider eher Zeitverschwendung.

    Das, was sich in anderen offenen Foren auf intellektuell etwas anderer Ebene abspielt (z.B. Kommentarbereich hier: http://de.nachrichten.yahoo.com/proteste-gegen-koran-sch%C3%A4ndung-nato-soldaten-081832522.html ), spielt sich natürlich auch hier ab – jedoch Knigge-kompatibel(und auch das nicht immer).

    Wo Kontroversen bestehen, und ein offenes Forum anzutreffen ist, geht die Luzi nun einmal ab. Immer. Hin und wieder geht es dabei auch in den strafbewährten Bereich über. Und Fakt ist: Das ‚Ausländerthema‘ war in Deutschland und Umgebung schon immer ein heißes Ding, wechselte nur regelmäßig die Selbstbezeichnung(hieß ursprünglich: ‚Rassenfrage‘ oder so ähnlich). Daran ändert sich nicht grundsätzlich etwas, wenn man dieses Gespräch nun auf europäischer Ebene fortsetzt. Wenn also nicht mehr die Westeuropäer gegen die Osteuropäer in Stellung stehen, und die Deutschen nicht mehr gegen die Franzosen und die Tommys… dann bleibt immer noch das Konfliktbedürfnis, dass durch derartige Konfrontationen in der Vergangenheit befriedigt wurde. Es fällt nicht einfach weg. Heute stehen in diesem Sinne die Europäer gegen die Nordafrikaner und Vorderasiaten in Stellung(größter gemeinsamer Nenner hierbei: Islam). Und es gibt Gruppen, die im damaligen Kalifat Afghanistan kein entscheidendes Problem sahen. Drängender ist es denen, dass die Türkei nicht in die EU kommt, dass Türken ihre verbriefte Visafreiheiheit nicht genießen dürfen, und dass in Zukunft möglichst viele Türken auswandern. Die selben Leute hatten bezüglich Tunesien, Ägypten und Lybien auch nur eine erste Sorge, nämlich: Wie können wir Zuwanderung von dort verhindern?

    [*] Nicht durchweg negativ, und auf keinen Fall als Angriff gemeint.

    • 22. Februar 2012 um 03:53 Uhr
    • NDM
  42. 44.

    NDM, haben Sie nicht gelesen, dass allzublöde Kommentare einfach gelöscht werden?

    • 22. Februar 2012 um 08:38 Uhr
    • Regenbogen68
  43. 45.

    @ Miriam

    “ Ich glaube, nicht einmal Mutter Theresa würde die deutsche Reinheitsprüfung bestehen.“

    Stimmt. Die war nämlich gegen Empfängnisverhütung.

    • 22. Februar 2012 um 08:46 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  44. 46.

    @ MR

    „Riexi ist eben ein echter Intellektueller, sein Verstand lässt sich nichtmal durch die eigene Harmoniesucht trüben.“

    Gibt Ihnen dieses Lob eines ausgewiesenen Polit-Irren nicht zu denken?

    • 22. Februar 2012 um 08:51 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  45. 47.

    @ Jörg Lau

    Danke, dass Sie dieses Blog offenhalten wollen. Ich fühle mich hier sozusagen als Stammgast und wünsche Ihnen weiterhin gute Nerven!

    (Ich weiß, wovon ich rede, denn ich war jahrelang Moderator eines christlich-islamischen Dialogforums.)

    • 22. Februar 2012 um 08:54 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  46. 48.

    Jörg Lau,

    nein. Hier musste ich etwas machen, denn Tsafrir Cohen ist ein Freund seit vielen Jahren.

    Das nennt sich dann wohl konfliktdynamisch-emotionaler Fehler zweiter Art, oder etwas altmodischer: Nibelungentreue.

    • 22. Februar 2012 um 09:18 Uhr
    • Saki
  47. 49.

    @ Lau

    Vorweg das Gute: ich schätze ihren Blog und ihre Zensur-Haltung: sie lassen im Grunde fast jeden Post zu und betreiben somit eigentlich keine Zensur (mal davon abgesehen, dass sie strafrechtlich relevantes herausstreichen). Der Blog ist diesezügl. etwas einmaliges in der deutschen Medienlandschaft.

    Das Neutrale: Sie bekommen zu so gut wie jeder Haltung immer völlig überzogene und ans persönliche gehende Kommentare spätestens dann, wenn sie ‚öffentlicher‘ werden – wenn aufgrund externer ‚Werbung‘ Leute, die normalerweise nicht hier schreiben und lesen, auf den Blog aufmerksam werden – sei es, weil in der zeit-Online ihr Artikel veröffentlicht wird, sei es, weil auf PI (oder anderen größeren Blogs) ein Artikel oder sie direkt kritisiert wird. Das ‚spült‘ quasi jedesmal Massen in den Blog hier hinein, bei denen wie es gerade kommt, halt mehr oder weniger viele dabei sind, die extreme und/oder Ehrenrührigkeit posten.
    Aber: das dürfte immer so sein bei Themen, die einen neuralgischen Punkt im Diskurs berühren – vor allem, weil für manch einem sogar die Unterschiede: Weltanschauung/Mensch oder Muslime- /Auländerfeindlichkeit nicht nachvollziehbar sind.

    Das negative: leider gibt es dies ebenfalls. Und da dürfen sie sich durchaus an die eigene Nase fassen – denn sie erzeugen auch durchaus einen Teil der Wut gegen sie persönlich durch ein bestimmtes verhalten ihrerseits. Bei bestimmten Thematiken, die ihnen am Herz liegen, lassen sie jede Sachlichkeit fallen und posten Propaganda-Artikel, die in ihrer Übertreibung, Parteilichkeit und Einseitigkeit einfach leicht den Leser vor den Kopf stoßen. Dieses Kopf-stoßen um so mehr, weil sie sonst sehr oft durchaus ausgewogen und überlegt argumentieren und somit schon manch guten Artikel geschrieben haben.
    Diese Linie zieht sich leider über die zeit auch durch von solchen ‚Hass-Artikeln‘ – damals bei der ‚Free-Gaza–Flotte‘ war eines, und sie haben es im nachhinein ja selbst eingesehen – der Artikel selbst zu dem Zeitpunkt hat sich aber durch absolute Parteilichkeit ausgezeichnet, die wirklich manichäisch operierte. Ihre Reaktion gegen Broder oder damals gegen Sarrazin war ähnlich einseitig und völlig überzogen.
    Aber auch in letzter Zeit war es nicht besser.
    nachdem sie (und wir anderen) einsahen, dass der ‚arabische Frühling‘ Islamisten an die Hebel der politischen Macht in den Ländern Nordafrikas spülte – wo sie auch sehr gute Artikel brachten. Hinzu kamen noch die Artikel mit Avi Gil und über ihre Israelreise. – Alles fein.
    Und dann die zwei Artikel über Wilders und die NSU-Präsidentenpflicht. Sie können ja ruhig der Meinung sein, dass Wilders hetzt und sie können ja der Meinung sein, dass nun bei 5 Morden deren letzter vor 5 Jahren statt fand gleich der Staatspräsident sich zu entschuldigen habe.
    Aber diese Artikel sind nicht mehr wie sonst ausgewogen und sachlich, sondern hochgradig polemisch und regelrecht manichäisch in ihrer Parteilichkeit und Einseitigkeit – sie versuchen noch nicht einmal den Blick des anderen einzunehmen.
    Wilders ist für sie gleich ein Rechtsextremer und Rassist – das sogar eines der höchsten Gerichte in den Niederlanden ihm von der Anklage des Rassismus und der Volksverhetzung freigesprochen hat, weil er eben nicht gegen Muslime, sondern gegen den Islam als eine Weltanschauung sich deutlich positioniert, interessiert sie dabei einfach nicht.
    Was es bedeutet, wenn sie schreiben: „ […] als Symptom der Transformation des Rechtsextremismus. Das Massaker von Utoya hat der islamophoben Ausrichtung gewisse politische Grenzen aufgezeigt. Die EU- und Euro-Krise eröffnet eine andere mögliche Front: Agitation gegen das Europa der 27 (und der 17).„, wie viele sie damit mit ins Boot des Rechtsextremismus holen, wie sie komplette Meinungen als rechtsextrem damit bestimmen und was passiert, wenn man aufgrund solcher Ereignisse wie „ Massaker in Utoya “ das zu einer allgemeinen regel erhebt und auf andere Gebiete anwendet, interessiert sie nicht. Hier ist nichts sachliches oder ruhig abwägendes am werke, hier ist hetze und einseitige, völlige übertriebene, ja manichäisches Ressentiment am Werke.
    Ähnlich auch im nächsten Artikel: Nach Wulffs Rücktritt: Was Angela Merkel den NSU-Opfern sagen muss

    Neben der völligen Übertreibung dieser einen angeblichen Verpflichtung (der auf der anderen Seite nichts gegenüber steht), stößt wieder ihre Einseitigkeit auf.
    Die kollektiven Empfindlichkeiten einer doch sehr heterogenen Gruppe von menschen werden zum Maßstab der Politik erhoben:
    Es wird nämlich unterschätzt, wie erschüttert viele türkische Deutsche von dieser Mordserie, vom Versagen der Behörden und der Medien (“Dönermorde”) bis heute sind. Schon die letzten Jahre einer zunehmend als Demütigung und Kujonierung empfundenen “Integrationsdebatte” haben viel Schaden angerichtet. Der Erfolg des Buchs von Thilo Sarrazin wurde als eine Abstimmung gegen Türken an der Ladenkasse empfunden.
    Keine Frage danach, wie ‚berechtigt‘ diese Empfindung denn sei im angesichts anderer taten, wie z. b. Ehrenmorde, wie Schulversagen eines überproportionalen Teils, wie religiös motivierte Forderungen, wie türkischer Nationalismus in Deutschland etc…. ursächlich sein könnte eben für eine entsprechende Ablehnung. nein, interessiert nicht – das verbrechen, die schlimme Tat: die kollektive Empfindlichkeit.
    Gerade bei gut ausgebildeten und erfolgreichen deutschen Türken trifft man derzeit auf eine Mischung aus enttäuschter Liebe zu ihrer Heimat, auf Wut, Trauer und allgemeine Aufgewühltheit, in einem Maß, dass einem Angst um dieses Land und seinen Zusammenhalt machen kann.

    Wir verlieren gerade die Besten. Auch die, die nicht weggehen, schließen innerlich mit Deutschland ab.

    Inwieweit hier Übertragungen statt finden bei diesen ‚gut ausgebildeten und erfolgreichen deutschen Türken‘ insoweit, wie sie sich den Schuh anziehen, den z. B. Sarrazin, der ein bestimmtes, signifikantes Verhalten eines Teils der türkischen Community anprangerte, interessiert sie nicht. Das diese Leue sich , obwohl sie gar keinen Grund dazu haben, diese als „persönliche, ehrabschneidende Angriffe“ zu empfinden. Viel mehr würde man ja denken, dass diese leute die probleme in diesen Milieus ebenfalls wahrnehmen und sich der Kritik anschließen würden. Einen teil tut dies sicherlich auch – aber der existiert für sie nicht. Was wir haben bei ihnen ist ein einheitliches kollektive Empfindlichkeit, die damit droht (oder es vollzieht) beleidigt sich abzuwenden, weil sie die Kritik gegen sich oder gegen teile von sich nicht mehr ertragen würde. Und wir verlieren deshalb gleich „die Besten“ – wieder so eine völlig einseitige Übertreibung.

    Ihre Forderung: „ Die Opfer der Mordserie brauchen ein klares Signal, dass Deutschland mit ihnen fühlt […]
    Meint überhaupt nicht ‚die Opfer‘ (besser: deren angehörig, denn die opfer sind tot), sondern unter ‚Opfer‘ ist hier die komplette türkische Community subsumiert, die sie alle zu ‚Opfern‘ hochstilisiert haben. Etwas, das, wenn dies jemand sonst im negativen macht, sie mit feuer und flamme bekämpfen würden als Undifferenziertheit und gleich unter Rassismus zählen würden.
    Es geht um eine Geste der Empathie.

    Die träge Mehrheit im Land braucht auch ein Signal: Es gibt Rassismus in diesem Land, meinetwegen kann man es auch “gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” nennen.

    Empathie benötigen wir alle – und diese Gruppe nicht mehr als andere.
    Und ihren „Rassismus“, denn sie hier beispielsmäßig festmachten daran, dass bei einer Abstimmung als Topthema „ “Islamkritik wird pathologisiert und kriminalisiert!” “ heraus kam, ist mehr ein beispiel dafür, wie sie sich in Rage geschrieben haben und eben jede Sachlichkeit und Differenzierung vermissen lassen.
    Das sie dann dafür heftige Reaktionen oder Ablehnung ernten ist nicht verwunderlich – vor allem auch, weil eine gewisse Enttäuschung mitschwingt, da sie sehr oft zeigen, das es bei Ihnen auch anders geht.

    • 22. Februar 2012 um 09:38 Uhr
    • Zagreus
  48. 50.

    @Zagreus, 49

    Dem schliesse ich mich an.

    • 22. Februar 2012 um 09:51 Uhr
    • FreeSpeech
  49. 51.

    Kann mich dem Beitrag #1 von Herrn Jung nur anschließen. Machen Sie weiter so, Herr Lau.

    • 22. Februar 2012 um 10:29 Uhr
    • MM
  50. 52.

    @Zagreus #49

    Ich fand Ihren Beitrag sehr lesenswert, da differenziert und fundiert.

    So stelle ich mir eine Debattenkultur vor: Man muss nicht mit allen Argumenten eines Teilnehmers einverstanden sein, aber sie regen zum Nachdenken an, nicht zuletzt weil sie unaufgeregt vorgetragen, mit Belegen untermauert, und den gebührenden Respekt gegenüber dem Adressaten nicht vermissen lassen.

  51. 53.

    @ FreesSpeech & Miriam

    Danke erst einmal.

    ich habe mir diese Mühe nicht gemacht, um ihm vor den karren zu fahren, sondern als einen konstruktiven Beitrag meinerseits – damit er auch sieht, warum teilweise er manches mal angegangen wird (von den meisten der ‚üblichen Blogposter‘ hier im Blog).

    ich habe erst einmal eine nacht darüber geschlafen und gedanklich ausgegangen bin ich von dem kurzen Zwiegespräch zwischen marriex und ihm – wo Marriex kurz seinen Kritikpunkt aufleuchtenn lies (der Broderartikel) und dann Lau folgendermaßen reagierte:

    Das ist leider unterdessen wechselseitig, was mir besonders leid tut, weil ich weiß, was Sie eigentlich drauf haben. Intellektuelle zu sehen, die sich dem Ressentiment und dem Verdacht ergeben, ist besonders bitter.

    Er kam – so mein eindruck – erst gar nicht darauf, dass marriex ihm vielleicht gar nicht moralisch kritisiert, sondern auf Grund dessen, was er wie dort schrieb – also Laus Umgang mit der Thematik.
    Laus Reaktion ist aber, die nicht inhaltlich (!) auf die Art und Weise des von ihm dort Geschriebenen reflektiert, sondern eine moralische Erwiderung. Gesetzt dem falle, dass (wie ich meine marriex zu verstehen) marriex eine inhaltliche Kritik eines speziellen Artikels vorbringt, transformiert, ja transzendiert Lau diese Kritik auf eine übergeordnete moralische Ebene, auf der seine und marriex Positionen sich gegenüber stehen würden und darum aus seiner Sicht marriex Position zu bewerten sei als eine die sich durch „ Ressentiment und dem Verdacht “ auszeichnen würde.
    Damit hat er aus meiner Sicht den entscheidenden Punkt der Kritik verfehlt – und ich wollte ihn durch meinen Post einfach darauf aufmerksam machen (und meine Sichtweise eben nacheisen mit Belegstellen dafür). Es soll eine konstruktive Kritik meinerseits sein und da helfen Beispiele, belege viel um den Punkt anschaulich zu machen, auf den man hinaus will. Ich hoffe, dass er sich damit nicht ans ‚Bein gepis..‘ fühlt und es positiv aufnehmen kann. Viel mehr will ich dazu gar nicht sagen.

    • 22. Februar 2012 um 11:19 Uhr
    • Zagreus
  52. 54.

    @ Miriam G. # 53

    – Desiderat „zivilisiertes Verhalten“ – in a nutshell!

    So stelle ich mir eine Debattenkultur vor:
    Man muss nicht mit allen Argumenten eines Teilnehmers einverstanden sein,
    aber sie regen zum Nachdenken an,
    nicht zuletzt
    weil sie unaufgeregt vorgetragen,
    mit Belegen untermauert
    , und
    den gebührenden Respekt gegenüber dem Adressaten nicht vermissen lassen.

    – Exactly – Danke!

    • 22. Februar 2012 um 11:41 Uhr
    • Publicola
  53. 55.

    Miriam G. # 52

    • 22. Februar 2012 um 11:42 Uhr
    • Publicola
  54. 56.

    @ JL – Schließe mich dem Statement Nr. 47 von Hans Joachim Sauer an:

    Danke, dass Sie dieses Blog offenhalten wollen.
    Ich fühle mich hier sozusagen als Stammgast und
    wünsche Ihnen weiterhin gute Nerven!

    • 22. Februar 2012 um 11:47 Uhr
    • Publicola
  55. 57.

    Einseitigkeit…

    Leute, die andere Probleme kennen ausser der vorgeblichen ‚Pathologisierug und Kriminalisierung der Islamkritik‘ posten hier doch so gut wie überhaupt nicht. Denn was hier im Kommentarbereich stattfindet ist eine Diskussion innerhalb der ‚islamkritischen‘ Szene selbst, mal mit und mal ohne Abitur. Eine Szene, die angemahnte Empathie mit Mordopfern rassistischer Anschläge (laut Zagreus ‚5‘ und schon lange her – LOL!) entrüstet und hämisch zurückweist. Sind doch die eigentlichen Opfer nur SIE SELBST…

    Jörg Lau sollte sich fragen, mit WEM er eigentlich seine Arbeit diskutieren will…

    Fill

  56. 58.

    [i]..entrüstet und hämisch zurückweist…[/i]
    Haben Sie Jörg Laus Beitrag überhaupt gelesen?

    …Das Denunziatorische und Obsessive ist im Forum in letzter Zeit jedoch recht stark geworden. Nicht nur die üblichen Heinis und Erols machen da mit und werfen mit persönlichen Beleidigungen um sich. Warum kann Kritik nicht in aller Schärfe auf Unterstellungen und Anwürfe verzichten?…
    werde ich kommentarlos alles löschen, was ich einfach zu blöde oder zu beleidigend finde.

    • 22. Februar 2012 um 12:28 Uhr
    • Regenbogen68
  57. 59.

    @ HJS

    Gibt Ihnen dieses Lob eines ausgewiesenen Polit-Irren nicht zu denken?

    Wieso? PUPS will JL vors Schienbein hauen, dazu nutzt er, was erbekommen kann, was soll’s.
    Sieht man von der Person ab, und schaut den Inhalt an, kann ich damit ganz gut leben.

    Lau wird sich i.Ü. schon wieder kriegen. gauck als Bundespräsident ist halt schon ein arger Brocken, auch wenn er – weil’s opportun ist- was anderes sagt. Nur muss dann eben Aggression raus.

    • 22. Februar 2012 um 12:58 Uhr
    • marriex
  58. 60.

    HJS,

    Ich weiß, wovon ich rede, denn ich war jahrelang Moderator eines christlich-islamischen Dialogforums

    Bitte nicht noch mehr Krokodilstränen. Niemand veranstaltet eine Krawalltalkrunde, dem das nicht heimlich Freude bereitet.

    • 22. Februar 2012 um 13:25 Uhr
    • Saki
  59. 61.

    Regenbogen,

    ich denke, dass Jörg Laus (bisher) an den Tag gelegte Toleranz implizit dafür sorgt, dass alles was sich links von Geert Wilders & Co verortet draussen bleibt…

    Fill

  60. 62.

    @Fillorkill
    ich denke, dass Jörg Laus (bisher) an den Tag gelegte Toleranz implizit dafür sorgt, dass alles was sich links von Geert Wilders & Co verortet draussen bleibt…

    Manche meinen lechts und rinks
    Kann man nicht velwechsern
    Werch ein Illturm.
    (Ernst Jandl)

  61. 63.

    Die Frage, die HJS an marriex bezüglich Pbuh gerichtet hat, könnte man auch JL bezüglich Fillorkill stellen.

    • 22. Februar 2012 um 15:44 Uhr
    • Arjen van Zuider
  62. 64.

    Wobei ich fast wetten möchte, dass die Nörgler es schaffen werden, die Wahl Gaucks verhindern werden. Die sind kräftig am Graben nach Dreck oder irgendwas, das sich als Dreck verkaufen lässt. Ich glaube, nicht einmal Mutter Theresa würde die deutsche Reinheitsprüfung bestehen.

    @ Miriam

    Das ist richtig. Unter den Bedingungen funktionaler Differenzierung muss die deutsche Reinheitaspiration jedoch von einer großen Medienkoalition getragen werden, damit der Prüfling durchfällt und/oder dieses informelle Verfahren durch ein sich anschließendes Verfahren im Rechtssystem abgeschlossen werden kann. Anzeigen von Privatleuten/Wutbürgern (z.B. wegen des Führens eines Angriffskriegs) sind dagegen sehr selten erfolgreich.

    Bei Joachim Gauck kommt nun u.a. hinzu, dass das im Rahmen von Reinheitsverfahren gerne angewendete Sogar-X-sagt-dass-Y-Argument völlig überstrapaziert und kein Jota ziehen würde. Selbst der untalentierteste Moralathlet und Online-Praktikant würde nicht schreiben, dass sogar die Linkspartei Gauck kritisiert.

    Daher haben die obligatorischen Pfaffen einen schweren Stand.

    Hans-Christian Ströbele (Kreuzberg): „Ich bin ein Fan der Occupy-Bewegung. Wie man diese Bewegung als lächerlich bezeichnen kann, kann ich nicht nachvollziehen. Das finde ich ärgerlich.“

    Norbert Geis (Muttergottespfarrkirche Aschaffenburg):

    „Es dürfte wohl im Interesse des Herrn Gauck selbst sein, seine persönlichen Verhältnisse so schnell als möglich zu ordnen, damit insoweit keine Angriffsfläche geboten wird“, sagte der CSU-Familienpolitiker Norbert Geis der Passauer Neuen Presse.

    Memet Kilic (Pforzheim gegen Rechts):

    „Als Herr Gauck sich vor der letzten Wahl bei uns in den Fraktionen vorgestellt hat, hat er mich mit seine, Plädoyer für mehr Integration und mehr Miteinander aller Menschen in Deutschland zu Tränen gerührt“, sagt Kilic dieser Zeitung. „Leider hat er danach Thilo Sarrazin wegen dessen rassistischer Thesen für seinen Mut gelobt. Damit hat er das Vertrauen zerstört, das er geweckt hatte und den Eindruck erweckt, er habe uns nur einlullen wollen.“

    • 22. Februar 2012 um 15:47 Uhr
    • N. Neumann
  63. 65.

    @ JL

    1. Danke für das Zulassen anderer Meinungen. Das ist für mich der ausschlaggebende Punkt, der Ihren Blog wohltuend hervorhebt.

    Mit den Trollen muß man dann leben.

    2. politisch korrekt

    Habe ich nur verlinkt, weil etwas Kontext fehlte. Außerdem darf ich Sie daran erinnern, daß Ihnen manchmal die Botschaft weniger wichtiger ist, als der (unerwünschte) Überbringer.

    • 22. Februar 2012 um 18:33 Uhr
    • Serious Black
  64. 66.

    OT – Tunesien –

    The Tunisian Internet will remain unfiltered – for the time being. The Supreme Court of Tunisia today canceled the decision of a lower court, which had previously ruled in favor of filtering the Internet for pornographic content.

    While today’s decision did not end the case, it sent it back to a lower court, giving an apparent vote of no confidence in the legal argumentation previously presented.

    The decision was immediately hailed by free speech advocates – and by the Tunisian Internet Agency (ATI), the body whose action was at issue in the case, and whose head, Moez Chakchouck, has been a vehement advocate for freedom of information.

    http://www.tunisia-live.net/2012/02/22/tunisian-court-rules-against-internet-pornography-censorhip/

    • 22. Februar 2012 um 23:00 Uhr
    • Publicola
  65. 67.

    OT – arab. Diskussionsthema Säkularismus –

    Islam and [religion in general] can only be properly understood and correctly applied in a political, social, and cultural system that is based on secularism. A secular [political and social] system is congruent with the [spiritual tenets] advocated by Islam … [A secular system allows for the best kind of] implementation [of religious principles], because secularism may actually be the best guarantee for sound relations between Man and God.

    … The authoritarian and social interference into the relation between Man and God has been corrupting religion and misleading the faithful.

    [This interference] has also been introducing worldly and corrupted interests, passion and hypocrisy into religion, isolating it from its true message. [This has sometimes turned religion] into a tool for authorities or a financial resource for certain groups and social classes. …

    Human ideas and opinions have long influenced the application of many religious doctrines – including Islamic ones. [Men] have often claimed a true understanding of religion with the only right to such a claim being the trust of their believers and followers. In many instances, these [individuals’] applications of religious texts distorted religion, diverting it from its [true] goals and confusing the concepts of religion and goodness.

    … Certain groups and regimes have claimed privileges that even the Prophet did not enjoy. According to the Qur’an, the Prophet was only tasked with spreading his message. The faithful know that believing and acting on ideas are purely spiritual steps … these steps are spiritually enriching for believers, helping them find their way along the path of ascendancy they had been seeking. Therefore, the only guarantee for the true [practice of religious observance] is secularism.

    … We need to differentiate between three structures, each entailing its own unique level of religious belief.
    First, the belief in God and the Holy Books, and the underlying tenets of worship as stated in [God’s] Holy Book.

    These are personal beliefs of the relationship between God and Man … No one can dominate over this part of religion, as believers are individually responsible for it. …

    The second structure [of belief] is the “discourse,” that is, the application of religion in daily life. This level is prone to conflicting understandings and interpretations of “right and wrong.” This discourse has changed with different societies, eras and geographical locations, as well as diverging scientific, cultural and social beliefs [throughout history]. …

    The third [structure of belief] is the science involved in religious doctrine and interpretations within subjects like philosophy and theology. [Religious studies] are a part of the humanities, similar to subjects like sociology, language, philosophy and history, which most Muslims and believers either study or teach. [As a science,] religion is also subject to the research method that seeks to prove things either correct or incorrect. [On this level, religious study is taken as a science], and no scientific endeavor is shielded from disproof. …

    From: „Secularism is a Religious and Islamic Necessity“
    by Ibrahim Gharaibeh (Jordanian journalist)
    Al-Hayat* – Friday, Feb 17, 2012
    http://www.al-monitor.com/cms/contents/articles/culture/2012/02/secularism-is-a-religious-and-is.html
    ___________________________________

    * Die Zeitung Al-Hayat wurde 1988 von Dschemil Mrowa und Adel Bishtawi in Beirut gegründet und im libanesischen Bürgerkrieg 1990 an den saudischen Kronprinzen Sultan al-Saud verkauft.
    Ihr Hauptsitz befindet sich in Saudi-Arabien.
    Mit einer Auflage von fast 300.000 Stück gehört sie zu den großen arabischsprachigen Zeitungen der Welt.
    Sie hat ein Büro in Riad und erscheint in Saudi-Arabien auch als Lokalausgabe. (Wikipedia)

    • 22. Februar 2012 um 23:26 Uhr
    • Publicola
  66. 68.

    @Regenbogen68 #42:

    Die Ankündigung habe ich gelesen. Mal abwarten…

    • 23. Februar 2012 um 01:19 Uhr
    • NDM
  67. 69.

    @ 61

    ich denke, dass Jörg Laus (bisher) an den Tag gelegte Toleranz implizit dafür sorgt, dass alles was sich links von Geert Wilders & Co verortet draussen bleibt…

    Das ist sicherlich so. Die Kommentatorenschaft hier ist deutlich eingeschränkt in der Pluralität der Meinungen links von Geert Wilders.

    Nur wenige Leute, die sich nicht auf einem Missionarstrip befinden haben Zeit und Lust, sich mit dem hier häufig aufzufindenden Meinungsmainstream auseinanderzusetzen. Zumal wenn es persönlich wird. Da bleibt man lieber weg.

    • 23. Februar 2012 um 01:19 Uhr
    • Limited
  68. 70.

    @ Jörg Lau

    Vor einem Jahr haben Sie Robert D. Kaplan in folgender Aussage zugestimmt …

    „As Arab societies turn inward to rectify long-ignored social and economic grievances and their leaders in hybrid systems battle each other to consolidate power domestically, they will have less energy for foreign policy concerns.“

    … mit den Worten:

    „Letzteres könnte man, glaube ich, eher begrüßen.“

    http://blog.zeit.de/joerglau/2011/02/28

    Worin sehen Sie den Unterschied zwischen einer Bejahung dieser Aussage und Ihrer hier unter # 23 ausgespochenen Klage:

    „Intellektuelle zu sehen, die sich dem Ressentiment und dem Verdacht ergeben, ist besonders bitter.“ ?

    Sie haben damals – nach meiner Lesart – sinngemäß gesagt:

    Gut, dass uns die Araber in Ruhe lassen müssen, weil sie sich nunmehr ihren beklagenswerten Zuständen zuzuwenden haben und ihre Führer sich – um heimischer Machtlegitimation willen – gegenseitig bekämpfen werden.

    Inzwischen sehen wir, welche Formen die Wendung nach innen angenommen hat:

    Neben Intoleranz* und anhaltender Binnenmilitanz** ist – was die wirtschaftliche und soziale Lage angeht – kein Land in Sicht, sondern nur: Abgründe von Inkompetenz und Hoffnungslosigkeit.

    *Tunesien, Ägypten, überall, außer am Golf
    **Libyen (mit Ausdehnung in den Sahelbereich) Jemen, Somalia, Sudan …

    Ferner hat der Übergang zu gegenseitiger Bekämpfung: mit Syrien sein Zentrum gefunden und mit der Levante – bis in den Irak hinein – seinen vorersten Ausbreitungsraum.

    In den USA redet man darüber inzwischen sehr offen und illusionslos; hier sogar auf Einladung von Türkei-Lobbyisten, denen die Stimmung keineswegs in Richtung Frohsinn geht:

    hxxp://www.youtube.com/user/SETADC

    Der Absturz ins bodenlose und der Übergang zu Feindseligkeiten entlang historisch-narrativer Differenzen – das ist der Elephant im Raum – mit der Nebenfolge, dass eine Befeindung des Westens zugunsten einer allgemeinen Buhlerei um dessen Gunst, in den Hintergrund rückt.

    Ist diese Diagnose ressentimenthaft und verdachtbesessen ?

    • 23. Februar 2012 um 06:35 Uhr
    • Thomas Holm
  69. 71.

    An diesem Donnerstag um zwölf Uhr wird in Berlin die Gedenkfeier des Bundes für die Opfer der rechtsextremistischen Zwickauer Terrorzelle abgehalten.
    Hierzu werden Angehörige der Opfer und andere Betroffene von Terroranschlägen, eine Abordnung des türkischen Parlaments und zahlreiche Botschafter als Gäste im Konzerthaus am Gendarmenmarkt erwartet.
    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird die zentrale Ansprache halten.
    Der designierte Nachfolger des bisherigen Bundespräsidenten, Joachim Gauck, wird an der Veranstaltung teilnehmen.
    Parallel zur Gedenkveranstaltung rufen Gewerkschaften, Arbeitgeber und Migrantenverbände zu einer bundesweiten Gedenkminute um zwölf Uhr für die Opfer rechtsradikaler Gewalt auf.

    • 23. Februar 2012 um 07:30 Uhr
    • Publicola
  70. 72.

    @ Holm: Ja. Ich stimmte einer Aussage zu, dass die arabischen Gesellschaften sich endlich um die drängenden inneren Probleme ihrer Gesellschaften kümmern könnten – und dass sie weniger Luft haben, sich in irrelevante außenpoltische Ablenkungsmanöver zu verstricken. So haben es doch die Diktatoren immer gehalten.
    Wie Sie es „übersetzen“, offenbart Genugtuung über Bürgerkriege und das Zutagetreten von arabischer „Inkompetenz“, das mir fern liegt. Ich habe keine Freude daran, ich fühle mich nicht in meiner Araberverachtung bestätigt etc. Machen Sie das mit sich aus, ist auch völlig uninteressant. Mir ist es nur menschlich unangenehm, und ich glaube auch, dass so eine Haltung intellektuelle Folgen haben wird, genau wie der Wunsch nach Harmonie, Erlösung, Frieden bei den hier so gerne verachteten „Gutis“. Ist keine Spur „realistischer“.
    Freedom’s untidy, wie ein großer amerikanischer Denker sagte, und in diesem Sinn leben wir in schmutzigen Zeiten. Ich hoffe, dass es keinen Bürgerkrieg in Syrien geben wird. Was sich seit dem letzten Jahr abspielt, ist nicht darauf zu reduzieren, dass sich nun die Araber gottseidank wechselseitig massakrieren. Es ist (auch) der Anfang davon, dass die arabische Welt versucht, aus eigener innerer Kraft der Freiheit und der Würde des Einzelnen eine Chance zu geben, ein Teil der freien Welt zu werden. Wir haben Jahrhunderte dazu gebraucht und Abermillionen sind dabei gestorben. Da empfiehlt sich eine gewisse Nüchternheit.

    • 23. Februar 2012 um 08:43 Uhr
    • Jörg Lau
  71. 73.

    @ JL – # 72 – D’accord.

    • 23. Februar 2012 um 12:27 Uhr
    • Publicola
  72. Kommentare sind geschlossen.