Ein Blog über Religion und Politik

Ein Wahn stützt den anderen: Anders Breivik und Mullah Krekar

Von 27. März 2012 um 14:13 Uhr

Bekanntlich war der norwegische Massenmörder Breivik in einem ersten Gutachten für unzurechnungsfähig erklärt worden. Ich hatte diese Wendung hier bereits kommentiert. Breivik, so wurde berichtet, gefällt diese Diagnose naturgemäß nicht, denn er hält sich für einen Aufhalter des Untergangs des Abendlands, einen Widerständler gegen die Selbstabschaffung Norwegens und Europas.

Er hat seinen Verteidiger darum gebeten, gegen die psychiatrische Diagnose zu argumentieren. Und nun kommt der Clou, wie der Wiener Standard berichtet. Breivik will zu seiner Verteidigung radikale islamische Extremisten aufrufen lassen:

Für den Prozess gegen den geständigen Attentäter haben zwei bekannte norwegische Islamisten, Arfan Bhatti und Moyeldeen Mohammad, der Verteidigung die Teilnahme als Zeugen zugesagt. Sie erfüllten gern ihre "Bürgerpflicht als gute Norweger", so Anwalt Christian Elden, der die Männer in den vergangenen Jahren mehrfach vertreten hatte. Seine Klienten seien bestrebt, norwegische Spielregeln einzuhalten, "auch wenn sie von einer künftigen Änderung der Gesellschaftsstruktur träumen".

Für Breivik und seine Anwälte spielt die Vernehmung der Islamisten eine zentrale Rolle. Das erste psychiatrische Gutachten - ein zweites Gutachten soll bis zum 10. April vorliegen - hatte Breivik als geisteskrank erklärt. Der mutmaßliche Mörder von 77 Menschen hält sich selbst für gesund.

Als Verteidiger müsse er dem "dringenden Wunsch" seines Klienten entsprechen, den psychiatrischen Befund zu widerlegen, argumentiert Breiviks Anwalt Geir Lippestad. Die Zeugen aus dem extremen muslimischen Milieu könnten dem Gericht deutlich machen, dass Breiviks Furcht vor einer Machtübernahme durch Muslime nicht unbedingt eine krankhafte Zwangsvorstellung sei: "Hier handelt es sich um Personen, die tatsächlich dafür argumentieren, dass die Muslime Europa übernehmen."

Großartig! Ein Wahn stützt den anderen! In meinem Studium war der Ansatz des radikalen Konstruktivismus sehr populär, vor allem in seiner Rezeption durch die soziologische Systemtheorie. Ein schöner, wenn auch leicht perverser Anwendungsfall, dieser Terrorprozess: Weil Mullah Krekar seinen Wahn für richtig hält, in dem er mal eben das Töten von Abtrünnigen dekretieren kann, weil die Scharia das so gebietet, soll auch Anders Breiviks Wahnwelt richtig sein, in der die drohende Übernahme Europas durch Mullah Krekar et al. zur Exekutierung von jungen Sozialdemokraten berechtigt.

(In gewisser Weise funktioniert auf Basis dieser Logik allerdings die gesamte so genannte Islamkritik von PI, Nürnberg 2.0 und Konsorten: Ein Wahn stützt den anderen, eine Enthemmung erzeugt die andere. Immer gibt es irgendeinen Mullah Krekar als Kronzeugen für die eigene geistige Gesundheit und politische Zurechnungsfähigkeit.)

Krekar und Breivik: ein Dreamteam. Ich weiß ja nicht, ob es sich einrichten lassen wird - aber wäre es nicht möglich -Mullah Krekar ist ja soeben zu fünf jahren Haft  verurteilt worden - dieses geschlossene  System in einer Haftzelle zusammenzulegen und einfach zu sehen, was passiert?

Es könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein.

Kategorien: Islamismus und Terror
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Immerhin endlich mal ein veritabler Beweis, dass Islamismus und der Islamhass den gleichen Kern haben.

    Allerdings ist diese Erkenntnis nun nicht wirklich neu. Der Hass, die Gewalt- und Vernichtungsfantasien, die man bei PI und Konsorten findet, könnten so auch eins zu eins in einem Taliban-Forum stehen.

    • 27. März 2012 um 16:26 Uhr
    • Hein_W
  2. 2.

    Hr. Lau,
    wie fühlt es sich an, auf Ihren Artikel als erstes eine Gratulation von Hein W. zu bekommen mit Dank für den Beweis daß die Taliban und PI aud derselben Ebene stehen?

    • 27. März 2012 um 16:53 Uhr
    • Bredow
  3. 3.

    Ich hätte einen anderen Vorschlag als den, in einem geschlossenen Bereich jedem alles zu erlauben.

    Wie wär’s wenn einfach mal auf ein paar Grundregeln der Fairness geachtet werden könnte.
    Eine Grundregel der Fairness besagt, daß ich das was ich mir selbst herausnehme, ich auch andern erlauben muß.
    Das was die Nichtmoslems dürfen, dürfen die Moslems und umgekehrt.
    Das was die Männer sich erlauben, darf den Frauen nicht verboten werden, und umgekehrt.
    Ganz einfach, das versteht jeder Vorschüler.
    Wie wär’s?

    • 27. März 2012 um 17:07 Uhr
    • Bredow
  4. 4.

    Beim Suren-Ping-Pong und beim Kulturrelativieren kann man so schön alles hinbiegen wie man’s gerade braucht. Das gefällt beiden Seiten, weil jeder hat Recht, es wird nur leider niemals etwas bei rauskommen. Zum Schluß kommt’s dann so wie es in Yugoslawien und anderswo zu beobachten ist.

    • 27. März 2012 um 17:16 Uhr
    • Bredow
  5. 5.

    Ich würde das nicht ganz so locker nehmen und auf die psychschiene abschieen wie sie, lau.

    Hier, lesen sie mal (wurde schon von jemanden anders verlinkt im anderen Treat – ist aber untergegangen, leider) – dadrin streckt der Sprengstoff:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreich-ehrbezeugungen-fuer-einen-terroristen-11698176.html

    Der ‚Spast‘ ist tot – findet abr anscheinend Verehrer, und raten sie mal, woher die stammmen, aus welchen Milieu und aus welcher Glaubensgemeinschaft.
    Der Herr wird gerade zum Märtyrer für manch einen in Frankreich hochstilisiert – und so manch einer steht seinem Kindermord von gleichgültig bis aufgeschlossen-wohlwollend gegenüber (siehe die Kiddies, die die schweigeminute stören im Unterricht).

    • 27. März 2012 um 17:40 Uhr
    • Zagreus
  6. 6.

    @Zagreus:

    so manch einer steht seinem Kindermord von gleichgültig bis aufgeschlossen-wohlwollend gegenüber (siehe die Kiddies, die die schweigeminute stören im Unterricht).

    Das muss nicht zwingend Sympathie für den Täter bedeuten, sondern kann auch – bei gleichzeitiger Verurteilung der Tat – einer Ablehnung des Prinzips „Schweigeminute“ und anderen Formen der ritualisierten Anteilnahme entspringen. Wobei ich vermute, dass dies höchstens auf 10% der Schweigeminuten-Verweigerer zutrifft.

    • 27. März 2012 um 17:52 Uhr
    • Arjen van Zuider
  7. 7.

    @Jörg Lau

    „Ein Wahn stützt den anderen!“

    Ich habe mir mal den Satz mit der von mir ausgemachten Hauptaussage dieses Blogeintrags herausgeriffen und etwas umformuliert. Würden sie diesen Satz so auch schreiben?

    „In gewisser Weise funktioniert auf Basis dieser Logik allerdings der gesamte so genannte Antifaschismus von Antifa, Indymedia und Konsorten: Ein Wahn stützt den anderen, eine Enthemmung erzeugt die andere. Immer gibt es irgendeinen Neonazi als Kronzeugen für die eigene geistige Gesundheit und politische Zurechnungsfähigkeit.“

    Ich vermute Sie würden diesen Satz eher nicht so schreiben und vermutlich sind Sie gerade etwas oder total empört wie man nur sowas schreiben kann. Der mit millionensummen subventionierte Kampf gegen Rechts ist natürlich kein Wahn, sondern absolut gerechtfertigt. Jeder weiß ja dass wir quasi unmittelbar vor einer neuerlichen Nazimachtergreifung und einem 4. Reich stehen. Im Zuge der Eurokrise hat die dailymail das letztens auch gesagt.

    An diesem Beispiel sieht man sehr gut die unterschiedlichen Maßstäbe die angelegt werden. Und auch wie man einen Begriff wie „Wahn“ instrumentalisieren kann. Ein weiteres Beispiel ist für mit die mediale Begleitung der NSU-Morde verglichen mit den Morden von Toulouse.
    Während „Die Zeit“ im ersten Fall wochenlang mehrmals täglich quasi immer ganz oben in der Artikelrangliste mit Details, Hintergrundberichten, Analysen, Leserartikeln, Kommentaren etc. über diesen Fall berichtet hat. Dabei wurde der Rassimus der Mitte ausgerufen und jedem Sarrazinleser wurde quasi eine Mitschuld gegeben. Auch hat man vor den bösen Großeltern gewarnt usw.. http://www.zeit.de/gesellschaft/2012-03/leserartikel-rechtsextremismus-familie Kurzum, es wurde also praktisch jeder noch so kleine Ansatz gesucht um jedem Deutschen eine direkte oder indirekte Mitschuld zu geben.
    Schaut man nun auf die Berichterstattung über den islamistischen Terroranschlag in Toulouse, so stellt man fest, dass diese sich ganz anders darstellt. Mit dem Tode Mohammed Merahs endete praktisch die Berichterstattung. Niemand warnt vor dem Vordringen des Islamismus in die Mitte der muslimischen Community, sondern es wurde vielmehr reflexartig hervorgehoben, dass Islam und Muslime mit Mohammed nichts zu tun haben. Krasser könnten die Unterschiede in der Berichterstattung über diese beiden Mordserien kaum sein. Laus letzter Blogeintrag ändert daran nichts, zumal er mit dem aktuellen Blogeintrag ja wieder auf die Zeitlinie eingeschwänkt ist.
    Islamkritiker = Wahnsinnige = PI = Blonde Bestien = Breiviks usw..

    Ich halte es übrigens für einen Wahn wenn Leute gesellschaftliche und wirtschafte Zustände in fast allen islamisch geprägten Staaten dieser Welt ignorieren, wenn sie ignorieren wie dort mit Frauen, Homosexuellen, Nicht-Muslimen, Apostaten etc. umgegangen wird. Wenn sie ignorieren wie dort Freiheit und Menschenrechte mit Füßen getreten wird und das alles im Namen des Islams und das seit vielen hunderten von Jahren. Und wie diese Leute sich dann in Deutschland hinstellen, meist ohne größeres Detailwissen und naiv verkünden: „aber hier in Europa wird alles anders und Islam bedeutet ja Frieden.“

    • 27. März 2012 um 17:53 Uhr
    • Bellfrutta87
  8. 8.

    Warum heißen so einige Moscheen in Deutschland „Fatih-Moschee“? Auch die in Köln sollte eigentlich so heißen.

    Reiner Zufall und man denkt sich gar nichts dabei?

    • 27. März 2012 um 18:18 Uhr
    • freieseuropa
  9. 9.

    Es gibt tolerante ,friedliche Moslems und solche Moslems die weder tolerant und friedlich sind. Letztere will ich auch in Europa nicht ertragen müssen .
    Die Zweier-WG Breivik / Krekar wäre bestimmt ein Knaller und in wohlgewählten Auszügen sehr medienwirksam …
    Was tun Leute nicht alles um ins Fernsehn zu kommen…

    • 27. März 2012 um 18:23 Uhr
    • Ghettoblaster
  10. 10.

    Aus dem von Jörg Lau verlinkten Artikel:

    Zitat: “Krekar is undoubtedly a religious leader, a high-profile opponent … at the same time he has been a leading politician in the Kurdish milieu in Iraq,” Fleisje said in court. “That gives him authority.”

    The court thus determined that prosecutors had proved he has considerable influence over at least several hundred persons, and that multiple statements Krekar has made over the years can be deemed death threats“

    Ist der Richter jetzt auch wahnsinnig, wenn er Krekar für einen religiösen Führer und Autorität hält?

  11. 11.

    Ich hatte schon vor Breivik den Eindruck, dass bei diesem teils bis ins Groteske verbissenen Anti-Islam-Wahn eine Art emotionale Angleichung zum ‚Objekt der Begierde‘, also zum gewalttätigen Islamismus erfolgt. Dem können sich dann vergleichbare Schlussfolgerungen anschließen, was z.B. die Methoden für die Durchsetzung politischer Ziele angeht.

    Und Kommentar #7 hatte auch etwas angemerkt. Es verhält sich nämlich in der Tat auch bei anderen Themen so. Es existieren antifaschistische Einzelpersonen und Gruppen, die dermaßen intensiv mit Nazis befasst sind, dass sie sich emotional angleichen und mit einem vergleichbaren Hass agieren. Es ist nicht die Regel, aber auch PI ist nicht die Regel. Beides ist eine fetischartige Beschäftigung mit einem ‚Feind‘.

    Bei PI, Breivik und Konsorten kommt allerdings noch hinzu, dass der dort vorherrschende rassistische Grundton dazu führt, dass nicht allein gewalttätige Islamisten bedroht sind, sondern auch der Ottonormaltürke, der im Lidl an der Kasse sitzt, im Friseursalon die Haare schneidet, usw. von diesem Hass betroffen sind.

    • 27. März 2012 um 21:28 Uhr
    • NDM
  12. 12.

    Kann ein Wahn sich auch zu einer Gefahr entwicklen, oder ist das ausgeschlossen ?

    Bis wann ist ein Wahn jedenfalls keine Gefahr ?

    Gibt es nicht in vielen extremistischen Gefahren einen wahnhaften Kern ?

    Hören diese Gefahren auf, Gefahren zu sein, wenn ihr Kern ein wahnhafter ist ?

    Die meisten Irren sind harmlos, aber wenn sie gefährlich werden -und darin Unterstützung finden – dann sind sie vielleicht mehr als nur noch Irre. Und wer darauf aufmerksam zu machen versucht, wenn eine Gefahr heraufzieht, der soll automatisch von einem Wahn geschlagen sein, weil ja nur „ein Wahn“ ihn stützt ?

    Dieser blinde Wille zur Toleranz; dieser fröhliche Hass auf jede Skepsis, auf jeden Ernst, auf die Verweigerung der Unbesorgtheit; hat etwas bleiern beklemmendes Vernichtungs-bereites.

    Wenn Krekar eine wahnhafte Witzfigur sein soll, wass sind dann die Abertausenden von militanten Anhängern Merahs ? Warum sind die keine Witzfiguren, von denen nur ein Wahnhafter sich zu Besorgnis veranlasst fühlen kann ?

    Ein Spinner, dem keiner folgt, mag ein Spinner sein; doch ein Spinner mit beachtlicher gewalttätiger Anhängerschaft, bleibt der auf ewig; per definitionem: nur ein Spinner ?

    Wer auf solch einer Doktrin insistiert, der verurteilt die Gesellschaft dazu, der erstbesten schrägen Usurpation entgegenzuwarten, sofern sie nur Gewalt und Eloquenz miteinander zu verbinden mag – und sofern sie halt ein wenig wahnhaft-schräg herüberkommt.

    • 27. März 2012 um 22:16 Uhr
    • Thomas Holm
  13. 13.

    An alliance with the Jihadists might prove beneficial to both parties but will simply be too dangerous (and might prove to be ideologically counter-productive).

    We both share one common goal. They want control over their own countries in the Middle East and we want control of our own countries in Western Europe. A future cultural conservative European regime will deport all Muslims from Europe and isolate the Muslim world.
    As a result, the Islamists will gain the necessary momentum to retake power in several countries: Egypt, Saudi Arabia, Turkey, Jordan, Syria, Yemen, Oman, Algeria, Morocco and a few others.
    The Jihadists know this very well. An Islamic Caliphate is a useful enemy to all Europeans as it will ensure European unity under Christian cultural conservative leadership.

    (p. 958)

    … the PCCTS, Knights Templar will for the future consider
    working with the enemies of the EU/US hegemony such as Iran (South Korea is unlikely), al-Qaeda, al-Shabaab or the rest of the devout fractions of the Islamic Ummah with the intention for deployment of small nuclear, radiological, biological or chemical weapons in Western European capitals and other high priority locations. Justiciar Knights and other European Christian martyrs can avoid the scrutiny normally reserved for individuals of Arab descent and we can ensure successful deployment and detonation in the location of our choice.

    (p. 959)

    from Anders Behring Breiviks ‚Manifesto': „2083 – A European Declaration of Independence“

  14. 15.

    Der Unterschied zwischen Breivik und seinen Mullah-Kronzeugen ist einem Fünfjährigen ziemlich einfach zu erklären: Der eine ist ein wahnsinniger Einzeltäter, den selbst seine Gesinnungsgenossen zumindest öffentlich verurteilen. Die beiden anderen sind religiöse Führer von Gemeinschaften mit einer Gefolgschaft, die ihren Worten glauben.
    Ich habe vor wahnsinnigen Führern mehr Angst, als vor wahnsinnigen Mördern. Letztere können zeitweise Unheil anrichten und einige Leute umbringen. Erstere können Kriege, Genozide und ethnische/religiöse oder sonstige Säuberungen anzetteln.
    Nein, mir leuchtet Ihre Analogie nicht ein. Sie verwechseln Gustav mit Gasthof.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 27. März 2012 um 23:36 Uhr
    • ThorHa
  15. 16.

    @ ThorHa: Es handelt sich um keine Analogie. Die Verteidigung Breiviks RUFT Mullah Krekar auf, um dessen Weltbild als „nicht krankhaft“ darzustellen. Ist doch hübsch, sowas.

    • 27. März 2012 um 23:42 Uhr
    • Jörg Lau
  16. 17.

    @ Jörg Lau

    „Ist doch hübsch, sowas.“

    Sie sind da am herumalbern. Wenn ein Krekar und die Merah-Anhänger Gefahren sind, dann kann eine so (zurecht, oder zuunrecht) genannte Islamkritik immer noch zehnmal im Einzelnen falsch liegen, aber sie ist legitimer als ein Wahn, der sich bloss auf einen Wahn stützt.

    Entweder referenziert sie eine Gefahr, oder nur einen Wahn; im ersteren Fall sind noch allerlei Fehlwahrnehmungen möglich, aber er bleibt von dem zweiten Fall unterschieden; und das vermengen Sie in Ihrer Gewißheit, eine Witzigkeit aufgefunden zu haben.

    Breivik ist ein antimoderner und antiwestlicher Utopist, ein abenteuerlicher Stratege (#13) und natürlich ein Massenmörder.

    Die konventionelle Islamkritik verkennt, dass „Islamisierung“ nicht auf die Herrschaft von Islam hinausläuft, sondern auf die Herrschaft von blutigen Clowns und skrupellosen Opportunisten.

    „Die Taliban sind nicht Islam, sondern Islamabad“ sagte neulich ein einfacher, aber weiser Muslim zur Praxis dieses Verblendungskomplexes. Immerhin bringt der Islamismus auch seine Trotzkis* im Alltag hervor.

    *hier nur als Kritiker gemeint, nicht als Machtakteur, oder -konstrukteur

    Als islamisierte Gesellschaft wird man von Scharlatanen aller Art kojoniert, darunter sogar auch von nostalgischen ewigen kalte-Kriegs-„Gentlemen“ (Pakisstan) die dann als Schwanz mit dem dicken Hund „Islam“ wedeln.

    In der Praxis kommen sich dabei allerdings unterschiedliche Herrschaftsprojekte im Zeichen des Islam gegenseitig in die Quere, was die Sache einerseits blutiger macht, andererseits aber auch Potentiale zum Absprung von dem Tripp beinhaltet, die halt von PI&Co. verkannt werden, weil dort bei manchen eine Gefahr stets wie ein Tsunami zu funktionieren hat; was wiederum manche Islamisten gerne hätten, was sie aber gerade nicht gebacken kriegen.

    “ Die Verteidigung Breiviks RUFT Mullah Krekar auf, um dessen Weltbild als “nicht krankhaft” darzustellen.“

    Das ist wohl die strafprozessuale Formel für die Begründung eines Beweisantrages – abgesehen davon, dass Breivik, jetzt mal apodiktisch gesagt: unentlastbar ist – soll DAS die Pointe gewesen sein ?

    Mit dem „Islamhassen“ ist es wie mit dem Antikommunismus: Wer nicht von blutigen Opportunisten im Mäntelchen von Befreiung, oder Erlösung geknechtet werden will, der muss Utopisten klein halten.

    Islamkritik ist der Antikommunismus in der Epoche von Globalisierung, Identitätspolitik und Migration.

    Hört sich böse an; ist aber gegen was wirklich übles aufgestellt.

    • 28. März 2012 um 00:34 Uhr
    • Thomas Holm
  17. 18.

    Hallo Herr Lau,

    es wird Ihnen sicher nicht entgangen sein. Politisch indiskutabel lobt Sie in höchsten Tönen für den Merah Artikel.

    Aber keine Sorge, wir von der linksrotgrünen Faschistenfront wissen Ihr ausgewogenes Urteil zu schätzen.

    Wenn Sie mir aber eine Bitte erfüllen mögen: Ignorieren Sie die Irren von PI, deren Artikel und deren vergiftetes Lob. Alles was Sie sagen/schreiben werden, nützt denen nur zur Aufwertung.

    • 28. März 2012 um 00:46 Uhr
    • Limited
  18. 19.

    @NDM:

    Bei PI, Breivik und Konsorten kommt allerdings noch hinzu, dass der dort vorherrschende rassistische Grundton dazu führt, dass nicht allein gewalttätige Islamisten bedroht sind, sondern auch der Ottonormaltürke, der im Lidl an der Kasse sitzt, im Friseursalon die Haare schneidet, usw. von diesem Hass betroffen sind.

    Der Hass der verblendeten Antifa trifft dagegen nur echte Nazis oder was wollen Sie damit sagen?

    Der Vergleich Islamophobe-Antifanten ist jedenfalls sehr zutreffend. Nicht nur haben beide so intensiv in den Abgrund ihres jeweilien Feindbildes gestarrt, dass dieser zurückgestarrt hat, um es mit Nietzsche zu sagen, sondern auch teilen beide eine letztlich paranoide, antiliberale, antidemokratische und antiintellektuelle Gesinnung:

    – Paranoia: Beide Ideologien besitzen verschwörungstheoretische Konstrukte einer Täuschungsabsicht, die es erlauben, auch den gesetzestreuesten Bürger (bzw. gerade den) unter einen Generalverdacht zu stellen, aus dem er sich weder durch Worte noch durch Taten befreien kann, da diese bloß als weitere Täuschungen eingeordnet werden: Die Taqiyya der Moslems bzw die „bürgerliche Fassade“ der Nazis.

    – Antidemokratie: Beide Ideologien sehen weite Teile des politischen Spektrums auf der Seite des „Feindes“, insbesondere die Sozialdemokraten sind gemeinsames Feindbild. Bei einfacheren Gemütern folgt daraus die Forderung nach direkter Demokratie, da die repräsentative Demokratie wohl nicht den Volkswillen abbilde, intelligentere Vertreter fordern die Abschaffung der Demokratie, da sie erkannt haben, dass sowohl direkte als auch repräsentative Verfahren immer das „falsche“ Ergebnis liefern werden.

    – Antiliberalismus: Beide Ideologien sehen in bürgerlichen Freiheiten, insbesondere in der Meinungsfreiheit, aber auch in juristischen Verfahrensgarantien wie der Unschuldsvermutung, eine Gefahr und fordern deren Einschränkung, soweit es den ideologischen Feind betrifft.

    – Anti-Intellekt: Beide Ideologien sehen in den Vordenkern das eigentliche Problem und nicht in der Verkommenheit, mit der der Mob zuweilen einige dieser Gedanken in Gewalt umsetzt. Dabei ist ein Hassprediger ohne Mob eine Witzfigur, ein Mob ohne Hassprediger aber immer noch ein Mob.

    • 28. März 2012 um 01:33 Uhr
    • Arjen van Zuider
  19. 20.

    Ich pflichte im großen und ganzen bei. Eine Einschränkung:

    „Der Vergleich Islamophobe-Antifanten“

    Mir schwebte da der eher etwas allgemeiner der Vergleich zwischen Antifaschismus und Islamismusablehnung vor. Beides ist im Bürgertum verankert.

    Während sich beides durchaus gegen real existierende, mindestens kritikwürdige Gruppierungen und Erscheinungen wendet (Nationalismus, Salafismus, etc.), existieren in beiden Fällen auch Gruppierungen, die eben die Probleme bereiten, von denen wir sprechen. Die sich also zum einen bezüglich des Hasses dem entsprechenden „counterpart“ annähern, und zum zweiten das Feindbild grob verallgemeinern.

    In sofern entspricht PI, das sich nicht nur legitim gegen Islamismus, sondern zuunrecht auch gegen „die Zigeuner“, „den Islam“, „die Türken“, „Homos“, selbstbestimmte Frauen, Einwanderung, usw. wendet, und das alles unter „Islamismuskritik“ versteht, jenem Mob, der sich nicht nur legitim gegen Nazis wendet, sondern zugleich zuunrecht gegen Banken wettern(und Fenster von Filialen einwirft), zum Boykott jüdischer Waren aufruft, in Totalopposition zum „Mainstream“ geht, usw. und das alles als „Antifaschismus“ versteht.

    Derartige Leute gehen keiner eigenen Kritik nach oder üben sie aus, sondern pervertieren vom Grundsatz her legitime Kritikansätze (die übrigens von ganz anderen Leuten und weit sachlicher und versöhnlicher daherkommen) zu einem Fetisch, dem um seiner selbst willen gefröhnt wird, um durch die Abarbeitung an einem Feind eine Erregung in sich selbst zu erzeugen, an der sie sich selbst befriedigen.

    • 28. März 2012 um 02:38 Uhr
    • NDM
  20. 21.

    @Thomas Holm

    Ich denke mit dem postulierten Übersehen des Zusammenhangs zwischen Islam(ismus) und realen Zuständen in islamischen Gesellschaften auf Seite der Islamkritiker liegen Sie falsch.
    Die sozialen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zustände in diesen Ländern sind eine der häufigsten Referenzen für die Probleme bei der Integration muslimischer Minderheiten.

    • 28. März 2012 um 06:45 Uhr
    • Mates
  21. 22.

    Derartige Leute … pervertieren vom Grundsatz her legitime Kritikansätze
    (die übrigens von ganz anderen Leuten und weit sachlicher und versöhnlicher daherkommen)
    zu einem Fetisch, dem um seiner selbst willen gefröhnt wird,
    um durch die Abarbeitung an einem Feind
    eine Erregung in sich selbst zu erzeugen,
    an der sie sich selbst befriedigen.

    Trefflichst und zutreffendst formuliert!

  22. 23.

    „Hr. Lau,
    wie fühlt es sich an, auf Ihren Artikel als erstes eine Gratulation von Hein W. zu bekommen mit Dank für den Beweis daß die Taliban und PI aud derselben Ebene stehen?“

    Es gibt Kotze und es gibt Scheiße.

    • 28. März 2012 um 09:28 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  23. 24.

    3 / 4 Bredow:
    „Beim Suren-Ping-Pong und beim Kulturrelativieren kann man so schön alles hinbiegen wie man’s gerade braucht. “

    Interessant ist, daß Vergleichen und Relativieren immer dann zulässig ist, wenn es sich zum Verharmlosen des islamistischen Terrors und dessen Bedrohungspotentials eignet. Umgekehrt ist es immer rechtsextremes Blendwerk und streng verboten.

  24. 25.

    NDM:

    Mir schwebte da der eher etwas allgemeiner der Vergleich zwischen Antifaschismus und Islamismusablehnung vor. Beides ist im Bürgertum verankert.

    Man könnte es auch so ausdrücken: Beide Extremismen sind im Bürgertum anschlussfähig.

    • 28. März 2012 um 10:34 Uhr
    • Arjen van Zuider
  25. 26.

    Helft mir mal! Wer oder was ist PI?

    • 28. März 2012 um 11:20 Uhr
    • Fred Jansen
  26. 27.

    @Fred Jansen

    PI ist die Abkürzung für den islamkritischen Internetbolg Politically Incorrect.

    • 28. März 2012 um 11:27 Uhr
    • Bellfrutta87
  27. 28.

    „Advancing his agenda“ nennt man sowas, Herr Lau.

    Und in dieser Beziehung ist auf Mullah Krekar sicher verlass.

    • 28. März 2012 um 11:39 Uhr
    • Beta
  28. 29.

    Vielen Dank!
    Was für ein Schlamassel. Wenn wir mal ein paar Schritte zurückgehen und das ganze Theater betrachten, muß ich an Gore Vidal denken. Er ist der Meinung, daß der Monotheismus die Wurzel des Übels ist.
    Mal davon abgesehen, daß es Wahn und Hass überall gibt, hat der Mann m.E. recht.
    Wie sähe es in Europa heute aus, wenn es keine Aufklärer gegeben hätte? Wie im Iran oder in Saudi Arabien?

    Frohe Ostern Euch allen! (trotzdem!!!!)

    • 28. März 2012 um 11:39 Uhr
    • Fred Jansen
  29. 30.

    @ Bellfrutta

    „PI ist die Abkürzung für den islamkritischen Internetbolg Politically Incorrect“

    Stimmt, wenn Sie „islamkritisch“ durch rechtsextrem und xenophob ersetzen.

    • 28. März 2012 um 12:41 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  30. 31.

    @16. Jörg Lau:
    Ich verstehe wohl einfach den Witz nicht. Ein geisteskranker Massenmörder ruft als Kronzeugen für sein Weltbild ebenso geisteskranke religiöse Führer in den Zeugenstand. Okay … Der einzige (sehr unangenehme) Witz daran ist, dass das Weltbild des Massenmörders ein Körnchen Wahrheit enthält – es GIBT tatsächlich eine existentielle Bedrohung von allgemeinen Menschenrechten verpflichteter Gesellschaften durch eine bestimmte Auslegungs- und Lesart des Islam, sollte diese unter europäischen Muslimen mehrheitsfähig werden. Den Witz finde ich nicht hübsch …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 28. März 2012 um 12:57 Uhr
    • ThorHa
  31. 32.

    @ Mates

    „Die sozialen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zustände in diesen Ländern sind eine der häufigsten Referenzen für die Probleme bei der Integration muslimischer Minderheiten.“

    Das ist schon richtig, nur wird das Moment der Konkurrenzhaftigkeit der unterschiedlichen Eiferertumsvarianten nach meinem Eindruck unterbelichtet.

    Die utopische Dimension in dem deklamierten Einheitswillen, den jede Eiferertumsrichtung lautstark vor sich (und gegen die anderen) herträgt, wird zu unkritisch als ausschließlich bedrohlich abgekauft.

    Das ist so, wie Faschismuskritik ohne Suprematie- und Chauvinismuskritik, also irgendwie nicht ganz „rund“.

    Sunni Iraqis yearn to remain part of Arab fold

    http://www.youtube.com/watch?v=8dZSmJD90Y0

    • 28. März 2012 um 13:09 Uhr
    • Thomas Holm
  32. 33.

    @ Mates

    So etwas meine ich:

    Zerreissprobe Hamas:

    Haniyeh and al-Zahar’s visits in Iran were held against the backdrop of Hamas power struggles between Khaled Mashaal’s camp and Haniyeh and al-Zahar loyalists. Mashaal maintains close relations with the Gulf states while Haniyeh and al-Zahar focus efforts on Iran and Syria.

    hxxp://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4208710,00.html

    Levantekonflikt greift auf Mesopotanien über:

    Iraqis sending arms, fighters into Syria

    http://www.youtube.com/watch?v=yta_ChAONsI

    • 28. März 2012 um 13:28 Uhr
    • Thomas Holm
  33. 34.

    Was ist denn an diesem Kommentar löschwürdig?

    „@HJS

    „Stimmt, wenn Sie “islamkritisch” durch rechtsextrem und xenophob ersetzen.“

    Och Schatzi, heute wieder auf Krawall gebürstet?“

    • 28. März 2012 um 14:36 Uhr
    • Bellfrutta87
  34. 35.

    Sperrung

    • 28. März 2012 um 15:02 Uhr
    • MRX
  35. 36.

    @ Bellfrutta

    „Och Schatzi, heute wieder auf Krawall gebürstet?”

    Nein. Die Wahrheit wird man wohl noch aussprechen dürfen, oder nicht?

    • 28. März 2012 um 16:03 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  36. 37.

    @ HJS

    Sie waren doch laut eigener Aussage schon mal „moderator“ einer Diskussionsrunde.
    muß lustig gewesen sein.

    • 28. März 2012 um 16:14 Uhr
    • Bredow
  37. 38.

    @Bredow 36:
    Das ist exakt die Forderung, die man in einer freien Gesellschaft mitnichten stellen darf. Wenn ein Mensch aus sich selbst heraus darauf besteht, nur mit einem anderen Menschen zusammenzuleben, der seinen Glauben teilt, ist das seine/ihre alleinige Entscheidung. Sie schädigt niemanden sonst in der Gesellschaft und ist deshalb qua Definition zulässig. Solange also muslimische Heiratsregeln in Deutschland nicht per Gesetz verordnet werden, haben sie mir genauso egal zu sein, wie katholische, jüdische oder die der Heiligen der letzten drei Tage. Denn heiraten gehört in die Privatsphäre. In der alles (!) zulässig sein muss, was andere nicht schädigt, wenn man wirklich den Anspruch auf eine freie Gesellschaft hat.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 28. März 2012 um 16:15 Uhr
    • ThorHa
  38. 39.

    den Bock zum Gärtner gemacht…

    • 28. März 2012 um 16:18 Uhr
    • Bredow
  39. 40.

    @ B

    ?

    • 28. März 2012 um 16:26 Uhr
    • MRX
  40. 41.

    @ thorHa
    D`accord.
    Sind Sanktionierungen, die weit über das hierzulande übliche Enterben hinausgehen, wegen verletzungen dieser Regeln auch von dieser Definition einer freien Gesellschaft gedeckt?
    Wenn die übrige Gesellschaft diese Selbstausgrenzung als solche zur Kenntnis nimmt, sollte das in einer freien Gesellschaft auch niemanden stören.
    Und diejenigen, die sich selbst ausgrenzen sollten aufhören sich über mangelnde Integrationsbereitschaft zu beschweren.

    • 28. März 2012 um 16:29 Uhr
    • Bredow
  41. 42.

    @ mrx

    38 und 40 gehören zusammen wie Hans J Sauer und Dummdreistigkeit

    • 28. März 2012 um 16:32 Uhr
    • Bredow
  42. 43.

    @ Bredow

    „Sie waren doch laut eigener Aussage schon mal “moderator” einer Diskussionsrunde.
    muß lustig gewesen sein.“

    Typen wie Bellfrutta habe ich in der Regel rausgeschmissen.

    • 28. März 2012 um 17:25 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  43. 44.

    @12 Thomas Holm

    „Kann ein Wahn sich auch zu einer Gefahr entwicklen, oder ist das ausgeschlossen ?“
    Natürlich kann er das und das ist oft genug geschehen: Hitler, Pol Pot usw.)

    Eines der jüngeren Beispiele für nicht realitätsgerechtes Erleben und die gefährlichen Folgen sind die gewalttätigen Reaktionen auf den unachtsamen Umgang mit dem Koran: „Der Schock, den die jüngsten Morde auslösten, die für eine Banalität, für eine eingebildete Kränkung, für ein paar irrtümlich verbrannte Seiten verübt wurden, hat die westliche Öffentlichkeit durchaus erreicht. Eine Dummheit, eine Dummheit bloß – und schon muss sterben, wer noch nicht einmal für die Dummheit verantwortlich war.“ (Jens Jessen, Die Zeit vom 11.3.2012)

    Wäre also die Frage, ob Breiviks Wahrnehmung wahnhafte Züge trägt oder ob die Pathologie – sofern sie vorliegt – sich auf die Verarbeitung einschließlich seiner mörderischen Reaktion beschränkt.

    • 28. März 2012 um 18:40 Uhr
    • freieseuropa
  44. 45.

    Herr Mazyek war gestern in der Tagesschau. Sinngemäß: Muslime könnten aufgrund unzureichender Integration gewalttätig werden.

    Glaube ich auch, wenngleich ich das als Hauptgrund heftig bezweifle.

    Davon abgesehen –
    Könnte es jemand wagen, sich sinngemäß so über die Neonazis zu äußern?

    • 28. März 2012 um 18:46 Uhr
    • freieseuropa
  45. 46.

    freieseuropa:

    Könnte es jemand wagen, sich sinngemäß so über die Neonazis zu äußern?

    Sie meinen, man dürfe in Deutschland nicht sagen,

    – dass perspektivlose Jugendliche aus dem Osten sich besonders oft dem Rechtsextremismus zuwenden

    – dass die Gesellschaft zuwenig dafür tut, diesen Jugendlichen eine (berufliche) Perspektive zu bieten (was durchaus auch mit „Integration“ übersetzt werden kann)

    – und dass somit der Kapitalismus der eigentliche Schuldige am Rechtsextremismus sei?

    • 28. März 2012 um 20:21 Uhr
    • Arjen van Zuider
  46. 47.

    Ich meine, dass die gängige Reaktion auf Neonazismus eine andere ist, nämlich dass das „Bekämpfen des braunen Terrors“ entschieden betrieben werden muss oder ähnliches. Was auch stimmt

    Und dass das Nachdenken über Ursachen im Hintergrund steht.

    Wenn beim islamistischen Terror aber in erster Linie das Nachdenken über die Ursachen angemahnt wird (so Mazyek im Fernsehen), bedeutet das zweierlei Maß.

    • 28. März 2012 um 20:56 Uhr
    • freieseuropa
  47. 48.

    Gelöscht? Sowas würde Jörg Lau niemals tun.

    • 28. März 2012 um 21:21 Uhr
    • Flake
    • 28. März 2012 um 21:52 Uhr
    • MRX
  48. 50.

    @ GMV

    Warum werden hier eigentlich völlig sachliche Kommentare gelöscht??

    Wieso? Horst Bulut darf doch posten, wie’s ihm passt.

    • 28. März 2012 um 21:53 Uhr
    • MRX
  49. 51.

    @ MRX – 50

    Bei den Kommentaren unterhalb des Daily-Telegraph-Artikels vermisse ich Äußerungen wie sie hier auf diesem Thread von verkannten Orientalisten sinngemäß gepostet werden wie:

    „Der stellvertretende pakistanische Generalstaatsanwalt praktiziert hier lediglich die Taqiyya, um die Öffentlichkeit über seine wahren dunklen religionsfanatischen Absichten zu täuschen.

    Die heilige Schrift fordert unmissverständlich ja nur die Juden auf, niemanden zu tötten, d.h. sich nicht selbst gegen Moslems zu verteidigen (Sure 5, Vers 32).

    Das heilige Buch fordert demgegenüber schlicht und unzweideutig die Tötung von Ungläubigen, wenn die heiligen Monate abgelaufen sind (Sure 9, Vers 5).

    Die heilige Schrift befiehlt im klassischen Stentor-Ton: Wenn dein Bruder, der Sohn deiner Mutter, oder dein Sohn oder deine Tochter oder die Frau an deinem Busen oder dein Freund … sagt: Laß uns gehen und anderen Göttern dienen! … dann … du sollst … nicht auf ihn hören und nicht schonen noch Mitleid [mit ihm] haben, … sondern du sollst ihn unbedingt umbringen. … Und du sollst ihn steinigen, daß er stirbt. (Deuteronomium, 5. Buch Mose 13,7 ff.)

  50. 52.

    @ ThorHa 38
    Zwar bin ich kein Verfassungsrechtler, meine jedoch daß das GG mit seiner Konzeption einer freien Gesellschaft mehr den Schutz des Individuums im Sinne hatte als die Zementierung von Gruppenrechten. War da nicht mal was mit dem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit? Es ist in der Tat alles zulässig was andere nicht schädigt, aber die Frage wo genau diese Grenze verläuft, die wäre noch genauer zu klären.
    Darüberhinaus halte ich die Frage der Fairness zwischen Bevölkerungsgruppen, die sich irgendwie zusammenraufen müssen,nach wie vor nicht für irrelevant. Mit einem Verweis auf eine wie auch immer geartete freie Gesellschaft ist das nicht abgehandelt. Es sei denn man versteht unter Integration so etwas ähnliches wie Kolonialismus.

    • 28. März 2012 um 23:04 Uhr
    • Bredow
  51. 53.

    OT – Tunesien

    Sieg der Liberalen:

    The leader of the Islamist Ennahda Party, Rached Ghannouchi, delivers a statement in Tunis, Monday, March 26, 2012. Islamic law will not be enshrined in Tunisia’s new constitution, preserving the secular basis of the North African nation, Tunisia’s ruling Islamist Ennahda Party said Monday.

    http://www.ctpost.com/news/article/Islam-won-t-be-basis-of-new-Tunisian-constitution-3434896.php#ixzz1qRqNl600

    • 28. März 2012 um 23:10 Uhr
    • Serious Black
  52. 54.

    @ Serious Black

    Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.

    • 28. März 2012 um 23:41 Uhr
    • Bredow
  53. 55.

    @ Publicola

    „vermisse ich Äußerungen wie sie hier auf diesem Thread von verkannten Orientalisten sinngemäß gepostet werden “

    Da fehlt die Südasien-Komponente; bei verkannten Orientalisten genauso, wie bei den pakistanischen Dumm-Taliban mit ihren ständigen blöden Enthauptungen wegen dieser lächerlichen Djizija in Peshawar.

    Die Sikhs werden von Pakistanischen Realwahn-Strategen noch gebraucht zur Zerlegung Indiens, das weiss bei den Taliban nicht jeder.

    Wer ist dieser Gentleman, für den ich gelegentlich Reklame mache ?

    15.46-15-48

    http://www.youtube.com/watch?v=WqqXkBKAeoU

    Ein durch Explosion verursachter Absturz eines vollbesetzten Verkehrsflugzeuges steht in diesem Zusammenhang auch noch zur Abrechnung aus.

    • 29. März 2012 um 03:37 Uhr
    • Thomas Holm
  54. 56.

    http://kpn.dk/article2737095.ece

    Halb ot

    Google translate englisch gibt passable resultate.

    • 29. März 2012 um 11:58 Uhr
    • MRX
  55. 57.

    Ergänzung zu 56: – religiöser Wahn –

    Einer detaillierten Auflistung auf der Website „Cartoon Body Count: Death by Drawing“ zufolge, sind in Zusammenhang mit dem Karikaturenstreit bis zum 22. Februar 2006 139 Menschen getötet und 823 verletzt worden. (Quelle: wikipedia – Mohammed Karikaturen)

    1 – In Trabzon (Türkei) erschoss der 16-jährige Oğuzhan Akdin den katholischen Priester Andrea Santoro. Als Motiv nannte der Täter die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in verschiedenen europäischen Ländern.

    2 – Eine irakische Terrorgruppe mit Verbindungen zu Al-Qaida droht, alle Dänen zu töten.

    3 – In Afghanistan kamen bei Auseinandersetzung mit Sicherheitskräften zwei Menschen ums Leben.

    4 – Die bisher größte Demonstration fand am 9. Februar im Libanon statt, wo bis zu 250.000 weitgehend friedlich demonstrierten.

    5 – Bei gewalttätigen Übergriffen auf Kirchen und christliche Geschäfte im Norden Nigerias wurden am 18. Februar 16 Menschen getötet, die hauptsächlich der christlichen Minderheit angehören, darunter auch drei Kinder und ein katholischer Priester. In Nigeria wurden insgesamt 18 Kirchen zerstört. Zudem wurde das Haus des katholischen Bischofs von Maiduguri niedergebrannt. Durch die Karikaturen ausgelöste Gewalttaten haben binnen vier Tagen mindestens 123 Menschen in Nigeria das Leben gekostet.

    6 – Am 14. April wurde in Alexandria (Ägypten) ein 67-jähriger koptischer Christ von einem 25-jährigen Muslim bei einem Angriff auf Gläubige in einer koptischen Kirche erstochen. Gleichzeitig wurden von anderen Fanatikern zwei weitere Kirchen angegriffen und insgesamt mehr als zehn Christen verletzt. Presseberichten zufolge, die sich auf Kreise des ägyptischen Innenministeriums berufen, wollte der Täter Rache für dänische Karikaturen des Propheten Mohammed nehmen.

    7 – Tote schweigen nicht (!):
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/breivik-trifft-wilders-sprechen-statt-morden-11700579.html

  56. Kommentar zum Thema

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