Ein Blog über Religion und Politik

Boaulem Sansal in Jerusalem: So fängt Frieden an

Von 27. Mai 2012 um 12:51 Uhr

Boualem Sansal, der algerische Schriftsteller, der letztes Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels gewann, hat etwas Einfaches und doch Außergewöhnliches getan: Er ist nach Jerusalem gereist, um dort  an einem Literaturfestival teilzunehmen. Für einen Algerier ist eine direkte Reise nicht möglich, also nahm er den Weg über Paris. Jenseits der praktischen Probleme einer solchen Reise bringt sie noch ganz andere mögliche Folgen mit sich: Wer sich einen israelischen Stempel in seinen algerischen Pass machen lässt, stempelt sich damit selbst zum Verräter in den Augen der Behörden, vor allem aber der radikalen Islamisten, ab.

Wie ich hier berichtet hatte, war Sansal letztes Jahr zur Zielscheibe einer widerlichen antisemtischen Kampagne geworden (ohne freilich selbst Jude zu sein, es reicht als "Judenfreund" zu gelten). Die Antwort dieses Autors: Jetzt erst recht nach Jerusalem. Über seine Reise hat er einen ersten  Bericht geschrieben, den ich sehr beeindruckend finde. Mit solchen Gesten menschlicher Größe fängt der Frieden an.

"Haltet euch vor Augen, dass sie mich keiner geringeren Sache anklagen als des Hochverrats an der Arabischen Nation und der islamischen Welt im allgemeinen. ... Das sind die Leute von der Hamas, gefährliche und berechnende Leute, die das ganze Volk von Gaza zur Geisel genommen haben und es Tag für Tag seit Jahren ausplündern, hinter verschlossenen Türen, wie es ihnen die israelische Blockade ermöglicht; und nun wollen sie uns diktieren, was wir zu denken, zu sagen und zu tun haben, uns, die wir uns mit allen Mitteln befreien wollen..."

Sansal beschreibt seine Erfahrung Jerusalems als Gründungsort aller dreier monotheistischer Religionen (ja, auch des Islams), er beschreibt, wie er die Grabeskirche, die Kotel und auch denTempelberg besucht. Ein Wächter des Waqf kontrolliert seinen Pass um festzustellen, ob er auch Muslim sei. Aus dem grünen algerischen Pass leitet er es folgerichtig ab. Er hat noch nie einen Algerier gesehen. Sansal rezitiert eine Koranstelle zum Erstaunen des Wächters:

"Das ist amüsant, wie mein kleiner Pass mir hier die Grenze zum heiligen Ort ffnet, während im Schengen-Raum der schlichte Anblick eines grünen Passes eher die Magengeschwüre des Zöllners öffnet."

Während seiner fünf Tage und Nächte in Israel, schreibt Sansal, habe man nicht ein Mal vom Krieg gesprochen. Vielleicht weil es nicht möglich ist, zugleich vom Frieden und vom Krieg zu sprechen?  Es hat ihm leid getan, dass kein Palästinenser bei dem Festival dabei war, denn schließlich müsse der Frieden zwischen Isarelis und Palästinensern gemacht werden.

"Ich bin weder mit den einen noch mit den anderen im Krieg, und zwar weil ich sie beide liebe, auf die gleiche Art, wie Brüder seit Anbeginn der Welt. Ich wäre entzückt, eines Tages auch nach Ramallah eingeladen zu werden, zusammen mit israelischen Autoren, denn dies ist ein schöner Ort um vom Frieden zu sprechen und von dem berühmten ersten Schritt, der es erlaubt, ihn zu erreichen."

 

Kategorien: Allgemein
Leser-Kommentare
  1. 1.

    „Jerusalems als Gründungsort aller dreier monotheistischer Religionen (ja, auch des Islams)“

    Quark mit Soße, Jerusalem ist nicht der Gründungsort des Islams. Warum müssen Linke immer wieder bestätigen dass sie nichts von Fakten und Realität halten.

    • 27. Mai 2012 um 13:44 Uhr
    • Bellfruta87
  2. 2.

    Hut ab angesichts derartiger Geradlinigkeit und so viel Mut!

    • 27. Mai 2012 um 14:18 Uhr
    • Bredow
  3. 3.

    1 – Dank an Jörg Lau für den Beitrag –
    2 – Chapeaus für den phantastischen Boualem Sansal –
    3 – Jerusalem historisch früheste Qibla, Kaaba in Mekka historisch folgend zweite Qibla –

    »The sanctity of Jerusalem enters the Islamic tradition directly, Muslims believe, with the Qur’an’s mention of Muhammad’s mystical night journey (isra‘), during which he was transported from the „sacred mosque“ (al-masjid al-haram) in Mecca to the „farthest mosque* (al-masjid al-aqsa), whose „precincts We have blessed“ (17:1) …

    The earliest Islamic sources date the isra‘ to the year before the Hijra, at a time when the Prophet and the small Muslim community turned towards Jerusalem in prayer.
    Jerusalem remained the qibla [Gebetsrichtung] following the Hijra, when the first mosques were established in Medina.

    It was changed to Mecca some seventeen or eighteen months after the migration …

    The shift in the qibla is commonly cited by orientalists as marking the decisive „break“ from the Jews and the launching of the independent Muslim umma that was discussed earlier … «

    From: Allen, Edgar (2004). States, Nations, and Borders: The Ethics of Making Boundaries. Cambridge University Press, p. 192
    http://books.google.de/books?id=bntCSupRlO4C&pg=PA192&dq=Al-Masjid+Al-Aqsa&sig=ACfU3U15-oGqEXojWUE6QOFaySZfwjO6dg&redir_esc=y#v=onepage&q=Al-Masjid%20Al-Aqsa&f=true

  4. 5.

    Herr Lau,

    „ohne freilich selbst Jude zu sein, es reicht als “Judenfreund” zu gelten“

    Ist ja hier im Westen nicht anders, umgekehrt natürlich, wie man an zahlreichen unverschämten Kommentaren hier im Blog ersehen kann, wo Apartheidsunterstützer der israelischen Besatzung Juden anklagen, Israel zu „verraten“. Ich denke da auch beispielsweise an Naomi Klein, die vor nicht allzulanger Zeit hier einer Hetzkampagne ausgesetzt war, in der ihr mit übelster Verlogenheit der Nazislogan „Kauf nicht bei Juden“ unterstellt wurde, obwohl ihre tatsächliche Aussage unmissverständlich „Kauft nicht aus dem Land Israel, solange die das Völkerrecht brechen“ gelautet hat. Im Zusammenhang mit der im letzten Artikel angesprochenen Heuchlerei des Westens sollte für manche dieser Zusammenhang sehr bedenkenswert sein. Auch die Überschrift eines Artikels

    h t t p://blog.zeit.de/joerglau/2011/09/26/palastinas-freunde_5120

    könnte in diesem Zusammenhang nochmal überdacht werden, zumal es bei dem dort angesprochenen nicht um „Freundschaft“ geht, sondern nur um die Anerkennung von Rechten.

    Der Einsatz des Schriftstellers ist sehr zu loben, wird aber dem Frieden eher weniger helfen können. Es ist nur natürlich, wenn man in seiner emotionalen Meinung so „hin und her“ gerissen ist, das man die Fakten verdrängt, und je nach Gefühlslage gerade nach dem argumentativen Strohhalm greift, der einem ein wenig Hoffnung für das gibt, was man sich am liebsten wünscht, den „Frieden“. Ob man sich nun den Frieden wünscht, begründet durch die historische Schuld Deutschlands, die jüdischen Kolonialisten, nach Palästina getrieben zu haben, die dann die Palästinenser aus ihrer Heimat vertrieben haben, also letztendlich für das leid der Palästinenser mit verantwortlich zu sein, oder durch humanistische Motive, die Palästinenser nicht mehr ihrer Menschenrechte durch die über 40 Jährige israelische Gewaltherrschaft beraubt sehen zu wollen, oder durch einen zivilisatorischen Anspruch, seinen „Freund“ Israel von der Ausübung weiterer Verbrechen abhalten zu wollen, ist dabei für das Gesamtziel ziemlich egal. Dies spielt nur aus individueller Sicht eine Rolle.

    Frieden wird man aber mit den im Artikel erwähnten Aktionen nicht erreichen können, weil ein Frieden zwischen den seit 40Jahren durch Israel ihrer Menschenrechte beraubten Palästinenser und den mit Gewalt seine Unterdrückung aufrecht haltendem Israel systemtheroretischen Modellierungen unterworfen ist.

    Israel, welches bisher keine Anstalten macht, die 40 Jährige Apartheid in den besetzten Zonen irgendwann beenden zu wollen, vielmehr die Existenzgrundlage der Palästinensischen Freiheit kontinuierlich ohne Pause zu zerstören versucht, und die palästinensischen Israelis in Israel immer weiter zu entrechten versucht, ist derjenige, der den Schlüssel für Frieden in seiner Hand hält!
    Algerische Schriftsteller werden in Israel noch viel weniger bewirken können, als es Israelis wie Barenboim, Avneri und Levy schon tun. Die Besatzung ist schon Selbstzweck geworden ist. Neben den vielen religiösen Wahnsinnigen Israels, die „Gottes“ Wort im Ohr wähnen, die Palästinenser als rechtlose Untermenschen sehen zu dürfen, und so zu behandeln, gibt es ja auch noch die vielen anderen Interessengruppen, für die die Besatzung ein sehr lohnendes Geschäft geworden ist. Zum einen die auch von uns getätigte Militärhilfe für die Besatzung und auch der damit vverbundenen Verbrechen, dann der durch die Besatzungstechnologie gewonnne Export, und auch der mit brutaler Gewalt erhaltene Absatzmarkt in den besetzten Zonen für israelische Produkte.

    “Today, Israel’s three main sources of income are dependent on a continued conflict and occupation: the 6.5 billion military and security exports, the 6 billion US and other western direct aid, and 3 billion from the captive markets in the West Bank and Gaza.”
    h t t p ://palestinechronicle.com/view_article_details.php?id=16593

    Sansal wird nur Repressalien ertragen müssen, ohne was erreichen zu können, denn solange Israel die Palästinenser mit unserer und sonstiger westlicher Hilfe derart ihrer Menschenrechte und ihres Eigentums beraubt, ist das Apartheidsisrael für die Propaganda in den arabischen Ländern viel zu wertvoll, als da irgendeine Veränderung zu der Haltung zu Israel zu erwarten sein kann. Nichts zeigt die wesliche Heuchlerei gegenüber islamischen Ländern so deutlich wie der unleugbare Besatzungs- und Menschenrechtsraubsupport des Westens in Israel!

    Ganz abgesehen von dem Umstand, dass wenn sich Israel seinen historischen und gegenwärtigen Verbrechen gegen die Palästinenser stellt, Länder wie Algerien sich auch mit den Umständen beschäftigen müssten, die zu der Auswanderung der Juden aus diesen Ländern nach Israel geführt haben. Auch wenn das weit weniger Gewaltgeprägt war, als die Nakba.

    Kommen wir zum Kern zurück. Israel ist allein(!) Herr über den Frieden und auch mehrere Sansals würden in Israel nichts Nennenswertes zum Frieden bewirken. Israel hat sich eingerichtet, die Besatzung noch Jahrzehnte fortzuführen, bis der Eroberungsplan Palästinas abgeschlossen ist. Es hat sich eingerichtet, die Palästinenser und den Westen wirtschaftlich auszubeuten. Zum einen durch die direkte Militärhilfe und zum anderen durch die Subventionierung der israelischen Wirtschaft durch mit westlichen Hilfsgeldern finanzierten Waren für Palästinenser.

    Israel hat sich auch darauf eingerichtet, dass lauter Propagandisten hier im Westen die Besatzung entweder durch eine Begründung des „Anspruchs“ auf Unterdrückung „erfolgreich“ unterstützen oder dass andere wegen Realitätsferne predigen, dass irgendwelche Schriftsteller wie Sansal irgendwie was bewirken könnten, ohne zu bemeken, dass letztendlich nur Beschwichtigung den Blick auf das reale Problem, den Israelischen Eroberungsplan und der Tilgung Palästinas von den Landkarten kaschiert. Funktioniert ja gut, zumal es die Beschwichtiger schaffen, Animositäten gegen den Iran mit genau diesem Vorwurf („Lankarte tilgen“ zu wollen) zu schüren, während dies nur ein fiktives Problem ist, aber zu dem tatsächlichen Tilgen Palästinas aus den Landkarten durch Israel nur beschwichtigende Worte finden.

    Frieden kann es nur geben, wenn man die Probleme klar benennt, die das Völkerrecht brechende Verhalten Israels inklusive dem Menschenrechtsraub an Palästinensern klar benennt und anklagt, was anzuklagen ist. Nur so kann man die Strukturen aufbrechen, in dem Israel gefangen ist. Solche Beschwichtigungsversuche, einen Sansal hervorheben zu wollen, und Verbal das Problem weg von den Besatzern zu schieben zu wollen, obwohl der Freiden nur noch in deren Hand liegt, das hilft dem Frieden nicht. Das ist sogar sehr kontraproduktiv für einen Frieden, sofern man tatsächlich einen befürwortet, und doch nicht nur Heuchlerei pflegen möchte.

    • 27. Mai 2012 um 15:14 Uhr
    • Erol_Bulut
  5. 6.

    @ Bellfrutta

    Seit wann sind Sie links?

    • 27. Mai 2012 um 16:01 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  6. 7.

    @Puplica

    Sie werden uns sicher erklären können wie Mohammed von der al-Aqsa-Moschee in Jerusalem in den Nachthimmel aufsteigen konnte, wenn diese erst viele Jahrtzente nach Mohammeds Tod erbaut wurde.
    Um genau zu sein, nach der Eroberung durch den Kalifen Umar ibn al-Chattab, ungefähr 90 Jahre nach dem im Koran erwähnten Ereignis.
    Die „ferne Moschee“ kann also nicht in Jerusalem gelegen haben.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Aqsa-Moschee

    Aber warum mit Fakten und der Realität beschäftigen, wenn man doch islamistischer Interpretation und Propaganda folgen kann. Wo wir wieder beim Thema Linke wären.

    @MM

    Sie sind mir noch eine Antwort schuldig von vor ein paar Tagen schuldig. Aber ich vermute Sie wollten diese Frage nicht beantworten.

    • 27. Mai 2012 um 16:43 Uhr
    • Bellfruta87
  7. 8.

    Angenehmer Beitrag. Schön, dass es auf allen Seiten noch ausreichend vernünftige gibt.

    @ Industriemarmelade

    Quark mit Soße, Jerusalem ist nicht der Gründungsort des Islams. Warum müssen Linke immer wieder bestätigen dass sie nichts von Fakten und Realität halten.

    Der Islam zählt zu den abrahamitischen Religionen. D.h. zu den Religionen, die sie auf den Urvater Abraham berufen (Nein, nicht der mit den Schlümpfen – muss man ja bei dem durchschnittlichen Bildungsgrad von Rechten immer betonen). Mohammed hat sich auserkoren gesehen, die Lehre des Allmächtigen in reiner unverfälschter Form übermittelt zu bekommen. Eigentlich stellt er sich damit als Superjuden dar. Aber das muss man ja nicht glauben.

    Tatsächlich könnt man beckmesserisch sein und sagen, dass Jerusalem Gründungsort von keinerlei Religion ist. Da wären dann eher Hebron, Nazareth oder Mekka zu nennen. Aber was soll es auch. Wird Sie in Ihrem Wahn auch nicht stören. Schöne Pfingsten noch 😉

    • 27. Mai 2012 um 17:01 Uhr
    • Limited
  8. 9.

    kleine Korrektur:
    Jahrzente nach Mohammeds Tod erbaut ist übertrieben, es waren einige Jahre, was aber grundsätzlich nichts ändert.

    • 27. Mai 2012 um 17:01 Uhr
    • Bellfruta87
  9. 10.

    @limited

    „Eigentlich stellt er sich damit als Superjuden dar. “

    Ui, nun wirds interessant. Mohammed der Superjude. Ich empfehle Ihnen mit einem Megafon bewaffnet nach Kreuzberg zu gehen und verkünden Sie bitte dort Ihre Botschaft.

    • 27. Mai 2012 um 17:12 Uhr
    • Bellfruta87
  10. 11.

    Nicht der mit den Schlümpfen

    Doch, der. Hier mit M. auf der Islam-Gründungskonferenz.

    • 27. Mai 2012 um 17:50 Uhr
    • vadder abraham
  11. 12.

    Die Pose des Freiheitskämpfers paßt hier nicht.
    Denn die Islamisten (auch Hamas) sind gewählt worden. Sie vertreten den Volkswillen. Der Schriftsteller vertritt nur sich selbst.
    Das der Wächter am Tempelberg noch nie einen Algerier gesehen hat, heißt nicht das die Algerier dort nicht hingehen können. Sie können schon. Sie wollen aber nicht.

    Das der Schriftsteller hier von irgendwas „einen Anfang macht“, sehe ich nicht. Dazu ist der Haß auf Juden in der arabischen Kultur viel zu tief verwurzelt.

    • 27. Mai 2012 um 18:16 Uhr
    • Bravoleser
  12. 13.

    # 3 u. #7 Aber warum mit Fakten und der Realität beschäftigen, wenn man doch islamistischer Interpretation und Propaganda folgen kann. Wo wir wieder beim Thema Linke wären.

    @ Bellfruta87

    Der von mir unter #3 zitierte – und überprüfbar verlinkte – Hinweis auf die Bedeutung Jerusalems für den Früh-Islam stammt aus einem Aufsatz von Sohail H. Hashmi, publiziert als 10. Beitrag in dem Sammelband „States, Nations and Borders: The Ethics of Making Boundaries“ (Ethikon Series in Comparative Ethics) mit Allen Buchanan Margaret Moore als Herausgeber, Cambridge University Press (2003).

    Der von mir zitierte Beitrag – konkret die Seite 192 – „Political Boundaries and Moral Communities: Islamic Perspectives“ (pp. 181 – 213) wurde von Sohail H. Hashmi verfasst.
    https://www.mtholyoke.edu/acad/intrel/FacultyInformation/shashmi/articles/political%20boundaries%20moral%20communities.pdf

    Sohail H. Hashmi ist Alumnae Foundation Associate Professor of International Relations am universitären Mount Holyoke College und publiziert für die Carnegie Stiftung, konkret: „Carnegie Council for Ethics in International Affairs“

    Es sei Ihnen natürlich freigestellt, die amerikanische Carnegie-Stiftung und damit verbundene Think Tanks als Paladine islamistischer Interpretation und Vorreiter islamistischer Propaganda zu etikettieren.

  13. 14.

    Der Mann ist zu bewundern, und die Aktion für die Füchse.

    • 27. Mai 2012 um 19:11 Uhr
    • FreeSpeech
  14. 15.

    Letzter Absatz

    Kotz!

    Träumer wo man hinschaut.

    Wo sind die Pragmatiker

    • 27. Mai 2012 um 19:13 Uhr
    • cem.gülay
  15. 16.

    @Publicola

    Klug sind Sie den von mir genannten historischen Fakten ausgewichen und krallen sich an einen islamischen Professor von irgendeinem amerikanischen College. Sie haben offensichtlich wenigen aus dem Beispiel Tariq Ramadan gelernt, der war, bzw ist sogar in Oxford aktiv.
    Nur weil man Professor oder wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität ist, ist man noch lange nicht im Besitz der Wahrheit.
    Diese Dame hier ist zB. Dr. und leitende Mitarbeiterin an der Freien Universität in Berlin. Und sie hat Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ widerlegt, zumindest glaubt sie das. http://www.youtube.com/watch?v=_nz4rJVK9I4

    Nochmal Publicola. Sie werden uns sicher erklären können wie Mohammed von der al-Aqsa-Moschee in Jerusalem in den Nachthimmel aufsteigen konnte, wenn diese erst viele Jahre nach Mohammeds Tod erbaut wurde.

    • 27. Mai 2012 um 19:26 Uhr
    • Bellfruta87
  16. 17.

    @Fruttihirni

    mag ja sein, dass Sie von Mathe und Logik keine Ahnung haben (denn wieso sollte Mohammed nicht von der Al Aqsa in den Himmel geritten sein, wenn Jesus auch wiederaufstehen kann), aber es ist nicht nur Fr. Foroukan, die Sarrazins Dummschwätzerei, geschrieben für Trottel, die keine Ahnung haben und haben wollen, als Trottelliteratur offenbart.
    Ihr Video ist für Idioten, die hiermit überfordert sind

    w w W.heymat.hu-berlin.d e/sarrazin2010

    und keine Ahnung haben, wovon sie sprechen. Hier können Sie noch was zu dem Sarrazin iditenfängerbuch lesen, was Sie aber nicht abhalten können wird, erfolgreich Erkenntnis zu vermeiden:

    http://www.fr-online.de/meinung/rezension-sarrazin-im-faktencheck,1472602,16069754.html

    • 27. Mai 2012 um 19:41 Uhr
    • Erol_Bulut
  17. 18.

    Erol_Bulut

    Sie verlassen sich auf Sekundärliteratur.

    • 27. Mai 2012 um 20:03 Uhr
    • FreeSpeech
  18. 19.

    @ Bellfruta87 – Sie werden uns sicher erklären können wie Mohammed von der al-Aqsa-Moschee in Jerusalem in den Nachthimmel aufsteigen konnte, wenn diese erst viele Jahre nach Mohammeds Tod erbaut wurde.

    ich halte es für ziemlich mutig, wenn nicht müßig, die Himmelfahrten von göttlichen und heiligen Personen sei es als historisches sei es als geographisch-topographisches sei es als physikalisches oder gar als chemisches Prozessual-Phänomen zu erklären.
    Ich denke, dafür sind Geistliche und Theologen jeder möglichen Couleur und jeder denkbaren Glaubensrichtung zuständig. Meine Zuständigkeit sehe ich da doch eher im Nachweisbar-Faktischen, wenn möglich.

    In der von mir zitierten und verlinkten Textpassage aus dem Aufsatz von Sohail H. Hashmi hieß es ja:
    The earliest Islamic sources date the isra’ to the year before the Hijra, at a time when the Prophet and the small Muslim community turned towards Jerusalem in prayer.
    Jerusalem remained the qibla [Gebetsrichtung] following the Hijra, when the first mosques were established in Medina.
    It was changed to Mecca some seventeen or eighteen months after the migration …
    The shift in the qibla is commonly cited by orientalists as marking the decisive “break” from the Jews and the launching of the independent Muslim umma that was discussed earlier …

    Den eruierbaren Auskünften der Islamwissenschaft entsprechend war die Qibla (Gebetsrichtung) – aus welchen historischen oder religionspolitischen Gründen auch immer – offensichtlich zunächst Jerusalem,
    bezogen auf welche möglicherweise existenten dortigen Heiligtums-Erinnerungs-Traditionen jüdischer (zerstörter herodianischer Tempel) bzw. christlicher Provenienz (zerstörte justinianische Marien-Kirche) auch immer.

    Erst später – so heißt es – ergab sich eine Veränderung der Qibla in Richtung Mekka/Kaaba.

    Sowohl über die Gründe für die Wahl Jerusalems als Qibla
    als auch über die Gründe für den Wechsel der Qibla
    als auch über den Zeitpunkt des Wechsels
    scheinen wissenschaftlich differierende Positionen vorzuliegen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Qibla
    dazu auch wikipedia (en) – ‚Qibla‘

    Ich denke allerdings, diese meine intellektuell bescheidenen Hinweise auf einen bestimmten Sachstand werden von Ihnen als mental-titanischen und aufgrund wissenschaftlicher hoher Reputation anerkannten Super-Experten der Orientalistik natürlich anstrengungslos als dümmliche islamistische Propagandalügen entlarvt werden können.
    Angesichts Ihrer Kompetenz wird es Ihnen so sicherlich auch ohne meine schlicht und einfach nicht leistbaren theologischen Hilfe gelingen, die mysteriösen Rätsel um diverseste Himmelfahrten, des Propheten Mohammed z.B., zu diversesten Morgen-, Mittag- Tag-, Abend- und Nachtzeiten zu lösen.

  19. 22.

    @Bulut

    „denn wieso sollte Mohammed nicht von der Al Aqsa in den Himmel geritten sein, wenn Jesus auch wiederaufstehen kann“

    Es geht nichtmal um die Behauptung das Mohammed in den Hmmel geritten ist, es geht um den Ort von dem er es angeblich getan hat. Moslems behaupten die „ferne Moschee“ von der aus dieser Ritt erfolgt sein soll, stünde in Jerusalem, aber das kann nicht stimmen, denn diese „ferne Moschee“ (al-Aqsa) wurde erst mehrere Jahre nach Mohammeds Tod erbaut und das nachdem ein Nachfolger Mohammeds Jerusalem gewaltsam erobert hatte. Was auch mal wieder die Friedfertigkeit des Islams belegt, aber das nur nebenbei.

    Dann verstehe ich nicht ganz was Sie mit dem verlinken dieser PDF-Datei mit dem Titel: „Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand“ erreichen wollen. Wie man schon auf der ersten Seite nachlesen kann, ist dieses Werk von der bereits angesprochenen Frau Dr. Foroutan, unter Mithilfe einer paar iherer Mitarbeiter, entstanden. Einer dieser Mitarbeiter ist übrigens der im Frankfurter Rundschau Artikel erwähnte Coskun Canan. Womit sich der Kreis schließt. Im Grunde basiert die ganze „wissenschaftliche“ Widerlegung von Sarrazins Buch auf dem Schaffen von Dr Naika Foroutan, einer Muslimin aus dem Iran.

    Ein echter Bulut war Ihr letzter Kommentar mal wieder, und nein das ist kein Kompliment.

    • 27. Mai 2012 um 20:19 Uhr
    • Bellfruta87
  20. 23.

    @ Horst

    mag ja sein, dass Sie von Mathe und Logik keine Ahnung haben

    Wie ist ihre Kritik an Sarrazin zu verstehen, zwar kämen tatsächlich auf einhundert erwerbstätige muslimische Migranten 43, die Sozialtransfers empfangen, aber man müsse die Zahl in Relation zur Gesamtbevölkerung mit türkischem Hintergrund setzen? Dann sei der Anteil der Hartz-IV-Empfänger nur noch 9,5 Prozent. Hellt sich denn die Lage der von Arbeitslosigkeit gezeichneten Migrationsbezirke auf, wenn man die Rentner, die Hausfrauen und die Schüler, also die Familiengröße derjenigen, die Arbeit haben, mit einbezieht?

    Nehmen wir ihr Zitat einer Allensbach-Studie, der zufolge siebzig Prozent der gut 300 befragten türkischen Zuwanderer, die älter als sechzehn Jahre waren, sehr gute oder gute Deutschkenntnisse besitzen. Wie passt das zu den soeben noch konstatierten, sozioökonomisch bedingten Leistungsrückständen? Die Einschätzungen der Deutschkenntnisse nahmen hier die Interviewer vor, von ihren Kriterien erfährt man nichts. Daten über die Deutschnoten oder ein paar Schulbesuche wären auskunftsreicher.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/2.1763/eine-gegenrechnung-zu-sarrazin-malen-nach-zahlen-1582305.html

    • 27. Mai 2012 um 20:23 Uhr
    • MRX
  21. 24.

    Moslems behaupten die “ferne Moschee” von der aus dieser Ritt erfolgt sein soll, stünde in Jerusalem, aber das kann nicht stimmen, denn diese “ferne Moschee” (al-Aqsa) wurde erst mehrere Jahre nach Mohammeds Tod erbaut und das nachdem ein Nachfolger Mohammeds Jerusalem gewaltsam erobert hatte.

    Moschee bedeutet zunächst einmal schlicht neutral „Ort der Gebets-Niederwerfung“ bzw. „Ort der Verehrung“.
    In der sich entfaltenden Geschichte des Islam handelte es sich konkreter auf der arabischen Halbinsel dann offenbar zunächst um offene, freie Gebetsstätten.
    Erst danach bzw. später entwickelten sich die uns heute geläufige Moscheen-Architektur.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Mosque

  22. 25.

    @minderbefähigte Intelligenz No1

    Ich weiß, Sie sind Erkenntnisresistent und nicht in der Lage zu verstehen, dass wenn jemand auferstehen kann, er dies 1Tag oder 100 Jahre nach seinem Tod tun kann. Es ist nicht im geringsten wichtig, ob es das tatsächlich gegeben hat, aber wenn man will, kann man daran glauben. Es ist nicht beweisbar!

    Was aber beweisbar ist, sind die falschen Rechnungen und sinnbefreiten Statistikauswertungen von Sarrazin, was in dem von der HEYMAT bereitgestellten ausführlich Dokument getan wird. Wenn man blöd ist, behauptet man einfach, dass die dargelegten Beispiele und Zahlen nicht stimmen würden. Wenn man noch blöder ist, meint man mit dieser Argumentation irgend einen Bezug zu „wissenschaftlich“ herzustellen. Praktisch sieht es so aus, das weder Sarrazin noch einer der sonstigen Trottel, die gegen Foroutan hetzen, nichts in ihrer Analyse widerlegt haben. Manche Trottel bemüühen immer nocht den Text aus der FAZ, wo jemand Foroutan zu diffamieren versucht, aber letztendlich nur seine eigene Ahnungslosigkeit von der Thematik dokumentiert. Ich gehe gleich darauf ein.

    • 27. Mai 2012 um 20:42 Uhr
    • Erol_Bulut
  23. 26.

    Erol Bulut

    Sarrazin

    Warte noch bis November, dann kommt mein neues Buch.

    Dann werde ich Sarrazins Halbwahrheiten entzaubert haben, auch ohne Statistiken

    • 27. Mai 2012 um 20:51 Uhr
    • cem.gülay
  24. 27.

    @Publicola

    Ich finde es sehr komisch wie Sie nun versuchen diesen Sachverhalt künstlich zu verkomplizieren und gleichzeitig den von Ihnen im ersten Kommentar noch zitierten Teil über die Koransure weglassen:

    „The sanctity of Jerusalem enters the Islamic tradition directly, Muslims believe, with the Qur’an’s mention of Muhammad’s mystical night journey (isra’), during which he was transported from the “sacred mosque” (al-masjid al-haram) in Mecca to the “farthest mosque* (al-masjid al-aqsa), whose “precincts We have blessed” (17:1) …“

    Dieser Vers ist die Grundlage für dieses ganze al-Aqsa Gerede. Der Vers lautet wie folgt:

    „Erhaben ist Gott, der Seinen Diener nachts von der Heiligen Moscheee in Mekka zur Aqsa-Moschee in Jerusalem führte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, um ihm einige Unserer Zeichen zu zeigen. Gott hört und sieht alles.“ (17:1)

    Nochmal, diese Moschee gab es nachweislich in Jerusalem nicht zu diesem Zeitpunkt, sie wurde erst Jahre nach Mohammeds Tod dort von islamischen Erobereren erbaut. Man hat also eine Behauptung zur Realität werden lassen. Und wenn man eine Lüge, oder ein Gerücht, nur oft genug wiederholt, dann wird es irgendwann zur Realität. Und ein Publicola verteidigt 1400 Jahre nach Mohammed die Mär von „Jerusalem ist Gründungsort des Islams“ in einem Blog von Jörg Lau.
    Warum schalten beim Thema Religion nur so viel Leute den Verstand aus, immer wieder unbegreiflich.

    • 27. Mai 2012 um 20:51 Uhr
    • Bellfruta87
  25. 28.

    @Bulut

    „Ich weiß, Sie sind Erkenntnisresistent und nicht in der Lage zu verstehen, dass wenn jemand auferstehen kann, er dies 1Tag oder 100 Jahre nach seinem Tod tun kann. Es ist nicht im geringsten wichtig, ob es das tatsächlich gegeben hat, aber wenn man will, kann man daran glauben. Es ist nicht beweisbar!“

    Mohammed ist nicht auferstanden. Wir sind ja von Ihnen gewöhnt das Sie die Tatsachen und Fakten bis zur Unendlichkeit verzerren damit ihre „Argumente“ wieder passen. Aber Mohammed nun eine christliche Auferstehung unterzujubeln ist schon allehand. Es geht um den angeblichen Ritt in den Himmel und nicht um Auferstehung.

    „Praktisch sieht es so aus, das weder Sarrazin noch einer der sonstigen Trottel, die gegen Foroutan hetzen, nichts in ihrer Analyse widerlegt haben.“

    Auch hier verdrehen Sie wieder alles. Nicht Sarrazin hat oder muss Zahlengenie Foroutan und ihre „wissenschaftliche“ Arbeit widerlegen, sondern umgekehrt. Und das ist nachweislich kläglich gescheitert.

    • 27. Mai 2012 um 21:07 Uhr
    • Bellfruta87
  26. 29.

    FRutta

    Foroutan und andere Migranten aus dem Establishment sind nicht in der Lage Sarrazin bis heute zu entzaubern.

    Wie auch?

    Meinen Sie, man lässt Genie-Migranten ins Establishment aufsteigen, deren Intelligenz den meisten Deutschen überlegen ist.

    Nee, oft sind es auch Arschkriecher, minder Intelligente, Quoten oder Förder-Personen.

    Fühlt „euch“ weiterhin überlegen. Aber der Wahrheit kann man nicht entkommen, egal wie lange es dauert

    • 27. Mai 2012 um 21:14 Uhr
    • cem.gülay
  27. 30.

    @Free Speech

    ich verlasse mich auf Zahlen Statistiken und Auswertungen von Statistiken im hinblick auf Kausalität. Im gegensatz zu den Deppen, die gegen Foroutan dümmlich hetzen, kann ich verstehen, wie sich ihre Erklärungen begründen und welche Statistiken zugrunde gelegt werden. Dazu habe ich noch recht viel Ahnung von Biologie und den sonstigen Naturwissenschaften. Wenn in der Sekundärliteratur zusammengefasst wird, was und warum das Original falsch ist, verstehe ich, ob die Erklärungen richtig oder falsch sind.

    • 27. Mai 2012 um 21:20 Uhr
    • Erol_Bulut
  28. 31.

    @Bellfrutte:

    Im religiösen Selbstverständnis des Islam wurde der Islam in Jerusalem begründet. Punkt. Ob diese Legende einer historischen Betrachtung standhält, ist irrelevant (schon nur die nächtliche Reise von Mekka nach Jerusalem ist ja mit den damaligen Transportmitteln unmöglich). Zudem bin ich sicher, es gibt eine islamisch-kanonische Erklärung dafür, was „al-masjid al-aqsa“ zu einer Zeit bedeutete, als das heutige Gebäude der Al-Aqsa-Moschee noch nicht stand. Vielleicht (aber das ist reine Spekulation meinerseits) bezeichnete „al-aqsa“ in der islamischen Tradition den Tempelberg (was auch immer zum damaligen Zeitpunkt darauf gebaut war), auf welchem die Eroberer dann folgerichtig das heutige Gebäude der Al-Aqsa-Moschee errichteten. Oder Mohammed wurde nicht nur an einen anderen Ort, sondern auch in eine andere Zeit versetzt. Wie gesagt, es ist sowieso physikalisch unmögliche Legende. Genauso wie eben auch die Auferstehung. Die damit verbundenen Orte sind deswegen für das Christentum nicht weniger heilig.

    • 27. Mai 2012 um 21:32 Uhr
    • Arjen van Zuider
  29. 32.

    Sorry, „Bellfrutte“ sollte Bellfrutta heißen. Vertipper.

    • 27. Mai 2012 um 21:33 Uhr
    • Arjen van Zuider
  30. 33.

    AVZ

    Danke für die Korrektur.

    Wir hätten ja nicht gewußt, wem Sie meinen

    • 27. Mai 2012 um 21:37 Uhr
    • cem.gülay
  31. 34.

    @cem.gülay

    „Fühlt “euch” weiterhin überlegen. Aber der Wahrheit kann man nicht entkommen, egal wie lange es dauert“

    Welche Wahrheit? Die des geistig überlegenen Migranten, wobei mit Migrant eigentlich ausschließlich Türke bzw Araber gemeint ist?

    • 27. Mai 2012 um 21:39 Uhr
    • Bellfruta87
  32. 35.

    Bella

    Geduld!

    • 27. Mai 2012 um 21:41 Uhr
    • cem.gülay
  33. 36.

    @AvZ

    „Im religiösen Selbstverständnis des Islam wurde der Islam in Jerusalem begründet.“

    Bitte belegen Sie diese These, gerne auch durch islamische Arguemtation und Quellen. Aber bitte kommen Sie mit mehr als Sure 17 Vers 1.

    Danke

    • 27. Mai 2012 um 21:47 Uhr
    • Bellfruta87
  34. 37.

    @frutti

    Minderbemittelte merken eben nicht, dass Foroutan genau das mit ihrer Arbeitsgruppe getan hat, nämlich Sarrazins wesentliche Aussagen wissenschaftlich auseinanderzunehmen. Ganz dumm wird es eben, wenn die minderbemittelten sich noch anmaßen, über das zu urteilen, was Sie nicht im geringsten verstehen. Schlimm ist das, wenn dies noch in der FAZ geschehen ist und andere Minderbemittelte meinen, dass dies irgendeinen Gehalt hat.

    @ anderen Minderbemittelter , (MRX), der nicht Versteht, was Frau Foroutan Argumentiert und welche Denkfehler der Autor der FAZ macht

    a) mag ja sein, dass Sie und der Autor der FAZ überfordert dabei sind, eine in der Soziologischen Wissenschaft etablierte Praxis der Darstellung von der Abhängigkeit vom Staat zu verstehen, aber in der soziologischen Wissenschaft gibt es Gründe, warum man einen Unterschied zwischen 40,5 und 9,5 macht. Es macht keinen Sinn Ihnen das zum dritten mal zu erklären.

    b)Das mit den Deutschkenntnissen hat der dümmlich argumentierende Autor von der FAZ wohl auch nicht verstanden. Jeder, der nicht so verblödet ist, sich auf den ahnungslosen FAZ Schreiberling zu verlassen, sieht im Dossier, dass der Nachweis über Deutschkenntnisse nicht so geführt wird, wie der Ahnungslose Schreiberling darstellt.

    Mein Gott, meinen Sie nicht, dass es sehr verblödet ist, nicht zu Argumentieren, sondern immer nur jemanden zu zitieren, dessen Ahnungslosigkeit ganz leicht zu erkunden und darzustellen ist? Was frag ich so blöd, sorry! Nattürlich ist Ihnen nichts zu blöd, wie Sie mir immer wieder zeigen.

    • 27. Mai 2012 um 21:57 Uhr
    • Erol_Bulut
  35. 38.

    @Bulut

    Alles Minderbemittelte, außer Mutti! und klein Bulut! Sie sind so peinlich. 😀

    • 27. Mai 2012 um 22:02 Uhr
    • Bellfruta87
  36. 39.

    @CG: Ich wollte dem Eindruck vorbeugen, ich würde absichtlich die Namen der Diskussionspartner entstellen, wie das hier unter manchen Kommentatoren so Usus ist.

    @BF87: Warum? Diese Sure bzw. der von Ihnen dazu zitierte Kommentar sagen doch schon alles: Nach koranischer Überlieferung wurde Mohammed des Nachts aus Mekka nach Jerusalem versetzt, an einen Ort der mit „die fernste Kultstätte“ bezeichnet wird. Als zur Zeit des zweiten Kalifen Jerusalem erobert wurde, hatte sich offenbar die Tradition herausgebildet, dass mit dieser „fernsten Kultstätte“ der Tempelberg gemeint sei (wo zur damaligen Zeit die Ruine einer christlichen Kirche stand, die bei einem persischen Überfall zerstört worden war), weshalb dort eine Moschee errichtet wurde, die „al-aqsa“ (die Fernste) genannt wird.

    • 27. Mai 2012 um 22:04 Uhr
    • Arjen van Zuider
  37. 40.

    Die Moslems wollen den Tempelberg und die Juden haben ihn oder haben ihn noch.
    Wolf Biermann hat mal sinngemäß gesagt in Bezug auf die Jerusalemfrage: „Es gibt Probleme für die es keine Lösung gibt. Sie haben nur einen Verlauf.“

    • 27. Mai 2012 um 22:27 Uhr
    • Bredow
  38. 41.

    @38 Bellfruta:

    Vo der Wortwahl Buluuts einmal abgesehen (Kindergartengeschrei), haben Sie sich deutlich mehr blamiert, Monsieur selbsternannter Islam- und Nahostkenner. Nicht zu wissen, dass Jerusalem von drei Religionen als Gründungsort reklamiert wird, ist dumm genug. Nicht zu wissen, dass der Islam tatsächlich behauptet, Judentum und Christentum zu vollenden, wirft viel Licht auf Ihre historischen Nicht-Kenntnisse. Sie haben vom Islam in etwa soviel Ahnung wie die Kuh vom Klavierspielen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 27. Mai 2012 um 22:35 Uhr
    • ThorHa
  39. 42.

    Bredow

    Jerusalem

    Jahrhunderte lang stritten sich die Christen und Moslems in Namen Gottes um die Stadt. Mit unzähligen Grausamkeiten untereinander.

    Gott war erbost und gab die Stadt den Juden.

    Die Israelis sollten aufpassen, Gott nicht zu erzürnen

    • 27. Mai 2012 um 22:39 Uhr
    • cem.gülay
  40. 43.

    Thora

    Bellafrutta ist Sarrazinist und gehört zur genetisch überlegen Rasse

    Sie ein Linksgrüner Faschist ,-)

    • 27. Mai 2012 um 22:43 Uhr
    • cem.gülay
  41. 44.

    @ Bellfrutta

    „Sie werden uns sicher erklären können wie Mohammed von der al-Aqsa-Moschee in Jerusalem in den Nachthimmel aufsteigen konnte, wenn diese erst viele Jahre nach Mohammeds Tod erbaut wurde.“

    Hat das irgendwer behauptet?

    • 27. Mai 2012 um 22:48 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  42. 45.

    @ Bellfrutta, Cem Gülay

    Foroutan ist keine Migrantin. Sie ist Deutsche und in Deutschland geboren.

    • 27. Mai 2012 um 22:56 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  43. 46.

    @ Cem
    Wenn’s danach geht, dann läuft die Zeit für Israel, weil dann kommt eher Armageddon und der Weltuntergang bevor die Israelis Jerusalem verlieren.

    • 27. Mai 2012 um 23:02 Uhr
    • Bredow
  44. 47.

    Bredow

    Sehr richtig.

    Denn alle drei Religionen hätten vor Gott gesündigt

    • 27. Mai 2012 um 23:06 Uhr
    • cem.gülay
  45. 48.

    HJS

    Und ich bin der Ur-Enkel von Himmler

    • 27. Mai 2012 um 23:07 Uhr
    • cem.gülay
  46. 49.

    Nochmal, diese Moschee gab es nachweislich in Jerusalem nicht zu diesem Zeitpunkt, sie wurde erst Jahre nach Mohammeds Tod dort von islamischen Erobereren erbaut. Man hat also eine Behauptung zur Realität werden lassen. Und wenn man eine Lüge, oder ein Gerücht, nur oft genug wiederholt, dann wird es irgendwann zur Realität. Und ein Publicola verteidigt 1400 Jahre nach Mohammed die Mär von “Jerusalem ist Gründungsort des Islams” in einem Blog von Jörg Lau.

    @ Bellfruta87 – „ichh krichh die Kriese!“*

    “The sanctity of Jerusalem enters the Islamic tradition directly, Muslims believe, with the Qur’an’s mention of Muhammad’s mystical night journey (isra’), during which he was transported from the “sacred mosque” (al-masjid al-haram) in Mecca to the “farthest mosque” (al-masjid al-aqsa), whose “precincts We have blessed” (17:1) …”

    1 – Als Nicht-Moslem ist damit meinerseits per Zitat zunächst einmal die islamische Tradition nacherzählt.
    Wie bereits mitgeteilt bedeutet der Begriff „al-masjid“ = Moschee zunächst in seiner Wortbedeutung lediglich „Ort der Gebetsniederwerfung, der Verehrung“. Der Begriff „al-aqsa“ heißt in seiner Wortbedeutung „die weit(entfernt)e“. Das Wort „al-masjid al-aqsa“ heißt also im Wortsinne „der weit(entfernt)e Ort der Verehrung“.

    2 – Der Islam scheint ja offenbar viele Elemente des Christentums (Isa=Jeus, Mariam=Maria, Kreuzigung [nur vorgeblich an Jesus vollzogen], Evangelium etc.) und des Judentums (Adam, Ibrahim = Abraham als Glaubensstifter, Jaqub, Dauud=David, Thora etc.) übernommen und verarbeitet zu haben.

    Diese heiligen Schriften, diese Elemente und (geheiligten) Personen des Judentums und Christentums erhalten auch im Koran eine besonders hervorgehobene Rolle (Propheten z.B.). Mit den im Koran genannten heiligen Schriften, Elementen und (geheiligten) Personen des Judentums und Christentums muss zwangsläufig auch unter anderem der damit untrennbar verknüpfte jüdische und christliche Ort höchster Verehrungswürde bekannt gewesen sein: Jerusalem (Stadt des Abraham/Ibrahim, des David/Dauud, desJeus/Isa).

    3 – Dass dann später bei Eroberungen die jeweiligen Traditions-Verehrungsstätten umgewidmet wurden hin auf die neue, mitgebrachte Religion(srichtung), scheint (ur)alte Sitte zu sein.

    Die griechischen Götter entstanden wohl kaum aus dem Nichts:
    near Eastern theogonic concepts, involving divine succession through violence and generational conflicts for power, found their way … into Greek mythology … In addition to Indo-European and Near Eastern origins, some scholars have speculated on the debts of Greek mythology to the pre-Hellenic societies
    http://en.wikipedia.org/wiki/Greek_mythology

    So wurden die griechischen Götter von den Römern mit römischen Göttern parallelisert, eingemeindet (Jupiter=Zeus, Hera=Juno, Pallas Athene=Minvera etc. etc.).

    Ebenfalls gab es seitens der Römer und seitens der Germanen beidseitige bzw. gegenseitige Parallelisierungen/Eingemeindungen (Mars=Tiw/Tyr: Martedi/Tuesday; Merkur=Wetan/Wotan: Mercredi/Wednesday; Jupiter=Thor/Donar: Giovedi/Jeudi/Thursday/Donnerstag; Venus=Freya: Venerdi/Vendredi/Friday/Freitag).

    Das Christentum parallelisierte bzw. eingemeindete dann die nicht-christlichen z.B. römischen Verehrungsstätten (Kölner Dom=Stelle eines römischen Tempels; St. Maria im Kapitol=Stelle eines Jupiter- oder Juno- oder Minerva-Tempel)
    sowie später dann auch z.B. die germanischen Kultstätten etc.

    Beim Islam verhielt es sich dann später nicht anders (Hagia Sophia).
    __________________________

    * O sancta simplicitas (Jan Hus)

  47. 50.

    @AvZ

    In der arabischen Ausgabe des Korans, also dem Orginal, kommt das Wort „Jerusalem“ in dem angesprochenen Vers 17:1 aber nicht vor. Die Übersetzung die ich zitiert habe, ist die Azhar-Übersetzung. Eine Übersetzung die ziemlich stark mit Hilfe der Sunna die Koranverse interpretiert und dabei die Interpretationselemente ungekennzeichnet lässt. (Ich hätte diese Übersetzung nicht wählen sollen.)

    Rudi Paret, der die wohl bekannteste deutsche Koranübersetzung angefertigt hat, interpretiert auch an bestimmten Stellen und fügt aus seiner Sicht gemeinte Elemente des besseren Verständnis wegen hinzu, aber er macht diese Stellen durch Klammern erkenntlich. Am Beispiel von 17:1 sieht das dann so aus:

    „Gepriesen sei der, der mit seinem Diener bei Nacht von der heiligen Kultstätte (in Mekka) nach der fernen Kultstätte (in Jerusalem), deren Umgebung wir gesegnet haben, reiste, um ihn etwas von unseren Zeichen sehen zu lassen! Er ist der, der (alles) hört und sieht.“

    Dem Orginal am nächsten kommt wohl die allgemein als sehr neutral aufgefasste deutsche Koranübersetzung von M. A. Rassoul. Im konkreten Beispiel lautet sie wie folgt:

    „Gepriesen sei Der, Der bei Nacht Seinen Diener von der heiligen Moschee zu der fernen Moschee, deren Umgebung Wir gesegnet haben, hinführte, auf daß Wir ihm einige Unserer Zeichen zeigten. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allsehende.“

    Koranübersetzungen sind immer mit gewisser Vorsicht zu genießen, daher ist eine Vergleichsmöglichkeit der einzelen Übersetzungen, wie auf koransuren.de, sehr hilfreich und ratsam. Lange Rede kurzer Sinn, im Koranvers 17:1 steht nichts von Jerusalem, sondern dort wird nur von einer „fernen Moschee“ gesprochen. Das bestätigt auch der Wikiartikel zu dieser Himmelsfahrt. Dort kann man unteranderem auch das hier lesen:

    „In der Forschung gibt es über die Definition und Ortung der koranischen „fernen Kultstätte“ – al-masdschid al-aqṣā – unterschiedliche Ansichten. B. Schrieke [36] geht davon aus, dass die Bezeichnung in Sure 17, Vers 1 weder auf den Tempelberg noch auf die Stadt Jerusalem, sondern auf ein himmlisches Heiligtum hinweist. Während Josef Horovitz [37] sich dieser Interpretation anschließt, vertritt A. Guillaume die Ansicht, dass die im fraglichen Koranvers erwähnte Nachtreise Mohammeds in Februar 630 eine heimlich durchgeführte kleine Pilgerfahrt (ʿumra) von einem Ort namens „die ferne Kultstätte“ im Tal Dschiʿrāna, rund 15 km nördlich von Mekka, nach Mekka und zurück gewesen sei.

    Nach schiitischer Auffassung ist die koranische „ferne Kultstätte“ (al-masdschid al-aqṣā) nicht in Jerusalem (bait al-maqdis), sondern im Himmel.[63] Soweit schriftlich dokumentiert, geht die erste schiitische Interpretation von Mohammeds Himmelfahrt auf den ibaditischen Koranexegeten Hūd ibn Muḥakkam al-Huwwārī[64] aus der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts zurück.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Himmelfahrt_Mohammeds

    Im Hinblick auf meinen ersten Kommentar möchte ich nochmal darauf aufmerksam machen, dass ich vorallem die Behauptung, Jerusalem sei der Gründungsort des Islams, als Quark bezeichnet habe. Das schließt nicht automatisch aus, dass ich durchaus anerkenne das Jeruslam über die Zeit eine Bedeutung erlangt hat für Moslems. Aber aus der historisch mehr als fragwürdgigen und im Grunde durch nichts belegte Himmelsfahrt Mohammeds von Jersalem aus, einen Gründungsmythos des Islams in Jersualem zu basteln, ist und bleibt Quark mit Soße!

    • 27. Mai 2012 um 23:12 Uhr
    • Bellfruta87
  48. 51.

    … des Jesus/Isa …

  49. 52.

    Bredow

    Die Rechte in Israel demonstriert gegen afrikanische Flüchtlinge in Israel

    Ein Likud Fuzzi nennt die Afrikaner ein Krebsgeschwür. Erinnert an die Nazis

    Das wird Gott nicht gefallen.

    • 27. Mai 2012 um 23:14 Uhr
    • cem.gülay
  50. 53.

    PS – #49
    4 – Dass dann die Jerusalem-Qibla nach Tradition und Wissensstand zeitlich primär, die Kaaba-/Mekka-Qibla dann zeitlich sekundär gesehen wird, schließt sich bruch- und widerspruchslos an und scheint in dem geschilderten Zusammenhang (Punkte 1-3) hochplausibel.

  51. 54.

    @ThorHa

    „Nicht zu wissen, dass der Islam tatsächlich behauptet, Judentum und Christentum zu vollenden, wirft viel Licht auf Ihre historischen Nicht-Kenntnisse.“

    Genau und weil der Islam die selbsternannte Vollendung von Juden- und Christentum ist (was mir sehr wohl bekannt ist), sind seine heiligesten Stätten Mekka und Medina, inklusive der vorgeschriebenen Pilgerfahrt dorthin. Da haben Juden und Christen wohl wieder einiges falsch verstanden mit ihrer Religion und ihren Texten.
    Vermutlich fällt einfach das heilige Land Israel in den Bereich der von Juden und Christen verfälscht wurde, sowas behaupten Moslems in diesen Situationen zumindest immer.

    „Sie haben vom Islam in etwa soviel Ahnung wie die Kuh vom Klavierspielen.““

    Das trifft leider auf Sie zu und Sie beweisen es immer wieder, wird Ihnen das nicht langsam peinlich? Haben Sie den Koran eigentlich mittlerweile gelesen? Ich vermute immer noch nicht.

    • 27. Mai 2012 um 23:27 Uhr
    • Bellfruta87
  52. 55.

    Best of-Rallye – oder: das Leben kann (gottseidank) auch lustig sein – darum: meine heutigen Zitat-Spitzenreiter-Top-Favoriten:

    1 – Mohammed der Superjude. Ich empfehle Ihnen mit einem Megafon bewaffnet nach Kreuzberg zu gehen und verkünden Sie bitte dort Ihre Botschaft.

    2 – … was Sie aber nicht abhalten können wird, erfolgreich Erkenntnis zu vermeiden

    3 – Sie haben vom Islam in etwa soviel Ahnung wie die Kuh vom Klavierspielen.

    4 – dann kommt eher Armageddon und der Weltuntergang

    5 – Und ich bin der Ur-Enkel von Himmler

    http://www.youtube.com/watch?v=sE1q0UDZD2U

  53. 56.

    @Bellfrutta:

    The place referred to in the Qu’ran as „the farthest mosque“[2] (Arabic: المسجد الأقصى‎, al-Masğidu ‚l-’Aqṣà), from Al-Isra, has been historically considered as referring to the site of the modern-day Al Aqsa Mosque in Jerusalem. This interpretation was advanced even by the earliest biographer of Muhammad—Ibn Ishaq—and is supported by numerous aḥādīth. The term used for mosque, „masjid“, literally means „place of prostration“, and includes monotheistic places of worship but does not exclusively lend itself to physical structures but a location

    Many Western historians, such as Heribert Busse[10] and Neal Robinson,[11] agree that Jerusalem is the originally intended interpretation of the Qu’ran. Muslims used to pray towards Jerusalem, but Muhammad changed this direction, the Qibla, to instead direct Muslims to face towards the Kaaba in Mecca on the basis of having received divine intervention.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Isra_and_Mi%27raj#Masjid_al-Aqsa.2C_the_farthest_mosque

    Also: Es spricht viel dafür, dass Mohammed tatsächlich behauptete, nach Jerusalem auf den Tempelberg versetzt worden zu sein und diesen Ort mit „al-aqsa“ bezeichnete. Die schiitische Interpretation, der „entfernteste Gebetsplatz“ sei nicht von dieser Welt, ist für die sunnitische Mehrheit irrelevant, genauso die Meinungen moderner Gelehrter, es sei irgendeine obskure Kultstätte in der Nähe von Mekka gemeint. Natürlich ist das von einem rationalistischen Standpunkt aus alles reine Phantasterei – aber die Auferstehung Jesu ist das auch.

    Aber aus der historisch mehr als fragwürdgigen und im Grunde durch nichts belegte Himmelsfahrt Mohammeds von Jersalem aus

    Lesen Sie nochmal, was Sie da geschrieben haben und denken Sie scharf darüber nach, was denn eine historisch belegte Himmelfahrt wäre.

    Die ganze Existenz Jesu von seiner Geburt in Bethlehem bis zu seiner Hinrichtung in Jerusalem und der darauffolgenden Auferstehung und Himmelfahrt ist nur sehr dünn historisch belegt. Sind Bethlehem und Jerusalem deshalb weniger heilige Orte des Christentums?

    Soweit ich das überblicken kann, ist die Tradition von Jerusalem als Gründungsstätte des Islam fast so alt wie der Islam selbst. Älter als MB-Islamismus, Wahhabismus und all die anderen modernen Erscheinungen, die Sie als „Kern des Islam“ ausmachen. Ich könnte Ihre Empörung ja verstehen, wenn die Interpretation von der Jerusalemfahrt erst in den letzten 100 Jahren als Reaktion auf den Zionismus aufgekommen wäre – aber sie ist die älteste und weitverbreitetste Interpretation der besagten Sure.

    • 27. Mai 2012 um 23:50 Uhr
    • Arjen van Zuider
  54. 57.

    @Publicola

    „1 – Als Nicht-Moslem ist damit meinerseits per Zitat zunächst einmal die islamische Tradition nacherzählt.
    Wie bereits mitgeteilt bedeutet der Begriff “al-masjid” = Moschee zunächst in seiner Wortbedeutung lediglich “Ort der Gebetsniederwerfung, der Verehrung”. Der Begriff “al-aqsa” heißt in seiner Wortbedeutung “die weit(entfernt)e”. Das Wort “al-masjid al-aqsa” heißt also im Wortsinne “der weit(entfernt)e Ort der Verehrung”.“

    Ich kenne 6 anerkannte deutsche Koranübersetzungen und 5 davon Sprechen in diesem Vers 17:1 sehr konkret von „Moschee“, womit ein spezieller, realer Ort für die Zusammenkunft und das Gebet gemeint ist. Egal wie dieser Ort dann durch entsprechende Bauten ausgestattet ist. In den mir bekannten englischen Übersetzungen ist es genauso.
    Und diesen konkreten Moscheeort gab es in Jerusalem zu dem Zeitpunkt, als Mohammed da angeblich war, aber nicht. Der wurde erst später, ein paar Jahre nach Mohammeds Tod, dort erbaut.

    Ihren Punkten 2 und 3 kann ich grundsätzlich zustimmen. Bei Punkt 4 ist mir nicht klar was genau Sie damit sagen wollen, bzw meinen.

    • 27. Mai 2012 um 23:56 Uhr
    • Bellfruta87
  55. 58.

    @ Cem
    Mubarak hatte den Sinai abgesperrt gegen illegal Durchreisende. Jetzt ist er offen für Wirtschaftsflüchtlinge, Organhändler und was weiß ich.
    Ca. 30% beträgt der arabische Anteil Israels schon heute mit steigender Tendenz. Ein Blick auf die Landkarte läßt auch keine Heiterkeit aufkommen. Daß da auch mal schrille Töne zu hören sind wundert mich nicht. Likud ist aber die linke Partei in Israel, wenn ich mich nicht irre.

    • 28. Mai 2012 um 00:06 Uhr
    • Bredow
  56. 59.

    @ Bellfrutta u.a.

    Ist doch wurstegal wer was wie übersetzt hat:
    Beide wollen den Tempelberg haben.

    • 28. Mai 2012 um 00:09 Uhr
    • Bredow
  57. 60.

    Zu Punkt 4 – Und diesen konkreten Moscheeort gab es in Jerusalem zu dem Zeitpunkt, als Mohammed da angeblich war, aber nicht. Der wurde erst später, ein paar Jahre nach Mohammeds Tod, dort erbaut.

    Es geht doch gar nicht darum, dass dort eine Moschee in späterem, heute also eigentlichem, Sinne gebaut (worden) ist/war,
    also nach der dann sich nun als eigenständige Doktrin verstehenden Ausdifferenzierung des Islam heraus aus dem jüdischen und christlichen Doktrinen-Mix.

    Der Wortlaut ‚al-masjid al-aqsa‘ heißt doch damals zunächst einfach und lediglich „weit entfernter Verehrungsort“.

    Im Zuge der Ausdifferenzierung bzw. der seiner nun selbst bewusstwerdenden Separierung von Judentum und Christentum wurden z.B. mit dem Begriff Moschee/al-masjid/Verehrungsort etwa zwei bis drei offene (nicht bebaute) Örtlichkeiten auf der arabischen Halbinsel bezeichnet.

    Erst dann bzw. später entwickelte sich dann über einen längeren Zeitraum hin der Begriff al-masjid/Moschee als ein ganz bestimmtes religiöses Bauwerk einer ganz bestimmten Architektur in heute bekanntem Sinne.

    Wenn (während/aus der Entstehungsphase des Islam heraus) Adam, Abraham, David, Jakob, Jesus, Maria, Zacharias, Evangelium, Thora etc. etc. bekannt sind sowie im sich entwickelnden Koran besondere Beachtung und Verehrung erfuhren, dann wird auch zwangsläufig der mit diesen jüdischen/christlichen Phänomenen engstverbundene Zentralort der jüdischen und christlichen Verehrung „Jerusalem“ bekannt gewesen sein müssen.

    Damit scheint m.E. auch die Tradition und der Wissensstand plausibel,
    dass zunächst
    – im Zuge bzw. vor der Herausdifferenzierung des Islam, seiner sich bewusstwerdenden Trennung vom Judentum und Christentum als etwas Eigenes und Neues –
    Jerusalem die Qibla war.

    Die Veränderung der Qibla von Jerusalem weg in die neue Richtung Mekka/Kaaba ist dann eigentlich ein Ritual-Beweis für diese Herausdifferenzierung einer sich seiner selbst bewusstwerdenden Eigenständigkeit als Religion.

    Mir jedenfalls scheint diese(r) Hypothese/Tradition/Wissensstand nicht unsinnig und unlogisch, sondern recht plausibel.

  58. 61.

    @AvZ

    Selbst wenn man der sunnitischen Interpretation folgt, macht dieses Ereignis Jerusalem noch lange nicht zum Gründungort des Islams. Erstens, weil diese Himmelfahrt von Jerusalem aus ja nicht die erste gewesen sein soll und zweitens behauptet Mohammed ja die ersten Verse des Korans in einer Höhle bei Mekka empfangen zu haben. Dazu kommt, dass die anfangs vom Judentum abgeschaute Gebetsrichtung (Jerusalem) offensichtlich falsch war und in Richtung Mekka geändert wurde. Dafür spricht auch dass Mekka und Medina die entscheidenden Orte sind, inklusive Pilgerfahrt etc, und nicht Jerusalem.
    All das spricht gegen die Behauptung Jerusalem sei „Gründungsort“ des Islams und darum ging es mir ja ursprünglich.

    • 28. Mai 2012 um 00:20 Uhr
    • Bellfruta87
  59. 62.

    Ok Irrtum, Likud ist die nicht-linke Partei von Netanjahu.

    • 28. Mai 2012 um 00:20 Uhr
    • Bredow
  60. 63.

    „Sinai“ – The 1979 Egypt–Israel Peace Treaty … The main features of the treaty were … Egypt agreed to leave the area demilitarized.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Egypt%E2%80%93Israel_Peace_Treaty#Demilitarization_of_Sinai

  61. 64.

    Egal wie dieser Ort dann durch entsprechende Bauten ausgestattet ist.

    Der wurde erst später, ein paar Jahre nach Mohammeds Tod, dort erbaut.

    Merken Sie eigentlich gar nicht, wenn Sie sich selbst widersprechen?

    Und diesen konkreten Moscheeort gab es in Jerusalem zu dem Zeitpunkt, als Mohammed da angeblich war, aber nicht.

    Natürlich gab es den Ort. Nur stand darauf eben noch kein Moscheegebäude, sondern eine christliche Kirche (bzw. deren Ruinen). Aber wie Sie ja selber sagen, ist eine Moschee nicht an das Vorhandensein eines Gebäudes geknüpft.

    • 28. Mai 2012 um 00:27 Uhr
    • Arjen van Zuider
  62. 65.

    PS peace treaty: …the complete withdrawal by Israel of its armed forces and civilians from the Sinai Peninsula which Israel had captured during the Six-Day War in 1967.
    Egypt agreed to leave the area demilitarized.

  63. 66.

    zweitens behauptet Mohammed ja die ersten Verse des Korans in einer Höhle bei Mekka empfangen zu haben

    Kommt halt darauf an, woran man die „Gründung“ des Islam festmacht. Inwiefern sich die islamische Tradition diesbezüglich über die Jahrhunderte verändert hat, wissen Sie wahrscheinlich mehr als ich.

    • 28. Mai 2012 um 00:32 Uhr
    • Arjen van Zuider
  64. 67.

    HJS

    Sie haben recht mit Foroutan. Deutsche Mutter!

    Tschuldigung

    • 28. Mai 2012 um 00:35 Uhr
    • cem.gülay
  65. 68.

    @Publicola

    „Der Wortlaut ‘al-masjid al-aqsa’ heißt doch damals zunächst einfach und lediglich “weit entfernter Verehrungsort”. “

    Eben nicht, das gibt keine Koranübersetzung her, weder im Deutschen noch im Englischen. „Verehrungsort“ ist auch zu allgemein formuliert. „Ort der Niederwerfung“ ist das was Moschee bedeutet. Wäre die angesprochene Nähe zu Juden- und Christentum tatsächlich von so großer Bedeutung gewesen, auch und gerade im Hinblick auf Jerusalem, dann wäre die heidnische und Christen und Juden ziemlich gleichgültige Kaba, nicht zum ersten und wichtigsten islamischen Heiligtum geworden. Jerusalem hätte von anfang an diese zentrale Rolle einnehmen müssen, tat es aber nicht.

    • 28. Mai 2012 um 00:55 Uhr
    • Bellfruta87
  66. 69.

    @AvZ

    „Egal wie dieser Ort dann durch entsprechende Bauten ausgestattet ist.“

    Das ist ein bisschen unscharf fomuliert, das gebe ich gerne zu. Gemeint sind aber schon islamtypische Bauten. Moscheen eben, angefangen bei einfachen Varianten, die im Grunde nicht mehr waren als ein quadratischer Raum eingerahmt von halbhohen Mauern, bis hin zu Megamoscheen aller Mekka 2012 mit all dem Pomp und den Verzierungen.

    „Und diesen konkreten Moscheeort gab es in Jerusalem zu dem Zeitpunkt, als Mohammed da angeblich war, aber nicht.“

    Auch hier meine ich schon recht konkret Moschee, weniger Moscheeort, wobei diese frühen und ersten Moscheevarianten eben einfache quadratische Orte mit Mauer drum herum waren.

    „Kommt halt darauf an, woran man die “Gründung” des Islam festmacht. Inwiefern sich die islamische Tradition diesbezüglich über die Jahrhunderte verändert hat, wissen Sie wahrscheinlich mehr als ich.“

    Ich glaube verändert hat sich da nicht so viel und was genau man als den Gründungsort des Islams bezeichnet kann ist durchaus offen. Ich schwanke da zwischen Mekka Medina und Hira.

    „Hira (arabisch ‏حراء‎, DMG ḥirāʾ bzw. ‏حرا‎ / ḥirā, manchmal auch Hara) ist ein Berg, der drei arabische Meilen nordöstlich der Stadt Mekka liegt. In eine Höhle (‏غار حراء‎ Ghar al-Hira, DMG ġār al-ḥirāʾ) an der Spitze dieses Berges pflegte sich der Prophet Mohammed einen Monat pro Jahr für Tahannuth (religiöse Meditation) zurückzuziehen, bis er im Jahre 610 die erste Offenbarung erhielt; dies ist der Beginn der Sure 96. Der Berg wird deshalb auch Dschabal an-Nur („Berg des Lichts“) genannt. Nach der Überlieferung von Ibn Hischam soll Mohammed um das Jahr 620 nach seiner Rückkehr von Taif ein weiteres Mal zum Berg Hira gegangen sein, um sich der notwendigen Unterstützung der Bewohner von Mekka zu versichern.“

    Aber über eines bin ich mir sicher, Jerusalem ist es nicht.

    • 28. Mai 2012 um 01:30 Uhr
    • Bellfruta87
  67. 70.

    Jerusalem hätte von anfang an diese zentrale Rolle einnehmen müssen, tat es aber nicht.

    Offenbar hat ja Jerusalem doch sehr wohl zu Anfang eine große Rolle gespielt, sonst wäre die Jerusalem-Qibla nicht erklärbar. Dass sich dann auch abrupte Veränderungen und Emanzipationen ergeben, liegt in der Natur und Entwicklung jeglicher Religion.

    Sie glauben doch wohl nicht, dass eine Religion ‚klats-fats‘ plötzlich da ist, proper und fertig. Der Koran wurde zwar vergleichsweise schnell in seinem Inhalt kanonisiert – aber vorher gab es doch so einige Redaktionen, Neuschriften, starke sprachliche und inhaltliche Auswahlprozesse und Umformulierungen etc.

    Der Inhalt des Korans scheint ja in vielen Teilen und Aspekten eine Kontaminierung von jüdischen und christlichen Elementen. Es dauert seine Zeit – ein nicht endender Prozess eigentlich -, dass und wie sich eine Religion mittels dieser Kontaminierungen und dann aus diesen Kontaminierungen heraus zu einer Eigenständigkeit entwickelt. Und damit sind die Veränderungsprozesse nicht beendet.

    Das Christentum beispielsweise ist im Laufe seiner Entwicklung – die Kanonisierung der Schrift dauerte hier länger als beim Islam – eine Kontaminierung von jüdischen Doktrinen, griechischer Philosophie – schon in seiner heiligen Schrift: „im Anfang war das Wort“ – wie z.B. der Stoa etc.
    Auch dort eine langsame Separierung vom Judentum z.B., die ebenfalls durch eine Ritual-Veränderung beweisbar wird:
    erst nach Jesu Tod erlässt Paulus den Anhängern der neuen jüdisch-hellenistischen Glaubensrichtung bestimmte jüdische Gesetze (Freistellung von Beschneidung, von den Reinheits- und Speisegeboten und vom Schabbat).
    Später kamen in einer Neuentwicklung Elemente des Sonnengott-Kultes, des Mithraskultes, des Zoroastrismus, des Manichäismus hinzu etc. etc.
    Unter Augustinus setzte mehr als 300 Jahre nach dem Tod des Religionsstifters sich eine Richtung durch, die eher die Prädestination durch Gott (Erbsünde) betonte – im Gegensatz zum Pelagianismus, der den freien Willen und die Selbstverantwortung unterstrich – Auseinandersetzungen, die dann wieder erneut im Zeitalter der Reformation z.B. zwischen Erasmus von Rotterdam (freier Wille) und Luther (sola gratia – allein die Gnade Gottes ist bestimmend) unter anderem Namen auftauchen.

    etc. etc. etc.

  68. 71.

    @ Bellfrutta

    „Genau und weil der Islam die selbsternannte Vollendung von Juden- und Christentum ist (was mir sehr wohl bekannt ist), sind seine heiligesten Stätten Mekka und Medina, inklusive der vorgeschriebenen Pilgerfahrt dorthin…“

    Die Ka’aba soll nach islamischer Tradition von Abraham und Ismael erbaut worden sein. Hagar soll bei der Geburt Ismaels auf der Suche nach Wasser 7 mal zwischen den Hügeln Safa’a und Marwa hin- und hergerannt sein, weswegen die Mekka-Piger bis heute das selbe tun usw.

    • 28. Mai 2012 um 07:18 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  69. 72.

    @ Bredow # 58

    Aua.
    a) Es geht gegen Afrikaner, nicht gegen Araber.
    b) Der Likud ist eine rechtsstehende Partei.

    • 28. Mai 2012 um 07:21 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  70. 73.

    @ Publicola

    „Sie glauben doch wohl nicht, dass eine Religion ‘klats-fats’ plötzlich da ist, proper und fertig“

    Tatsache ist, dass der Islam viele judenchristliche Elemente enthält. Ein entsprechendes religiöses Substrat ist in der Region also anzunehmen, zumal der Koran bei den Hörern die Bekanntheit vieler alttestamentarischer Geschichten voruassetzt.

    • 28. Mai 2012 um 07:32 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  71. 74.

    Ist nicht „vollendet“ ein alltagssprachliches Wort für „heil“, ganz, gesund ?

    Will sich nicht das Vollendete auf das „Unvollendete“ richten; mithin auf das: Unheilvolle, Ungesunde, Kranke ?

    Ist nicht die Basis allen Heilsbringertums die Denunzierung des Vorgefundenen als unheilvoll, ungesund, krank; vulgo: dumm, feige, heuchlerisch; verfälscht und verfälschend ?

    Können heilsgeschichtlich verkündete Referenzen auf Orte und Gebiete etwas anderes sein, als Kriegserklärungen ?

    So wie ich es verstehe, sollte noch ein Jupiter keineswegs einen Zeus „vollenden“; erst mit der auf das Judentum gerichteten Vollenderei der proselytierenden Monotheimsen (sowie sodann untereinander) begann ein menschheitliches Unglück von eigentümlich universell-fanatischen Konfliktcharakteristiken.

    Den Orthodoxen Christen ist Moskau als „Drittes Rom“ bedeutsam; das Erste, „Gefallene“, gilt ihnen weithin als „Hure“, ein Privileg, was ansonsten Babylon vorbehalten war. So schnell geht „takfir“ – und so alt ist es.

    Christentum 2.0: Russen-Muhammed spricht Klartext:

    9.00 … Übel der Vielherrschaft … ein Ganzes sein von nun an … Faust am Zügel bedarf großer Kraft … 10.45 ein Wille und ein Gebot, Frieden nach innen: zur Selbstbehauptung nach aussen* … her nit den Flußmündungen … 10.50: zwei Römische Reiche sind dahin, das Dritte aber, Moskau, ersteht; und ein Viertes Rom aber wird nimmermehr geben – 12.00

    Wenn das nicht „Islam 0.1″ ist – hier in schmachtfetziger Ostzonenübersetzung – mit Spitze gegen Trotzkijs „4. Internationale“ (Schiiten, quasi)

    http://www.youtube.com/watch?v=_Brkm-5FTlo

    • 28. Mai 2012 um 09:21 Uhr
    • Thomas Holm
  72. 75.

    Ergänzung:

    „10.45 ein Wille und ein Gebot, Frieden nach innen: zur Selbstbehauptung nach aussen* … her mit den Flußmündungen“

    *Imperiale Befestigung ist das gemeinsame Strickmotiv von Christentum und Islam; von Konstantin, den Umayyaden bis zu Iwan IV.

    Paulus und die Umayyaden waren Machtphilosophen und -praktiker „syrischer“ Provenienz; dortselbst implodiert mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Die Umdichtung und Andichtung von Imperien schlägt auf die Region, von der sie ihren Ausgang nahm, mit ungeheurer Wucht zurück.

    • 28. Mai 2012 um 09:31 Uhr
    • Thomas Holm
  73. 76.

    Herr Boualem Sansal,

    wissen Sie das?

    Ausschnitte aus dem Buch (die Seiten 78-80):
    The Nuclear Express: A Political History of the Bomb and Its Proliferation
    von Thomas C. Reed,Danny B. Stillman

    “ Throughout 1959, as the French were preparing for their first nuclear test,
    it is clear that dozens of Israele scientists then stationed within the Saclay weapons center, the Marcoule reactor faciity,
    and the other CEA instistions were observing and paticipating in nuclear weapon design work.

    During the year of de Gaulle’s accession to presindential power, Saclay produced a design, Marcoule cranked out the meeded plutonium, and on February 13, 1960, General Ailleret’s
    men detonated France’s first A-bomb on a tower at Reggane, an outpost in the Sahara Desert six hundred miles south of Oran. That test occurred forty-nine months after the Marcoule plutonium-production reactor first went critical. Gerbois Bleue, as dthe device was known, delivered a yield of sixty-five kilotons-large by A-bomb standards. some wags have noted that on February 13, a960, two nations went nuclear wit one test.“

    “ As Commissioner Perrin mande clear in subsequent interviewes, France and Israel worked closely together for two years in the late 1950s to design an atom bomb. Perrin confirmed that this work was based on the technology first acquired from the Americans during World War II at Chalk River.

    Gerboise Bleue was followed six weeks later by a second, improved design, Gerboise Blanche, and then, in December 1960, by a third test, Gerboise Rouge. The amazing thing is these test were carried out in a colony torn by civil war. It was as thought the Americans had started testing nuclear weapons in Long Binh Province, in Vietnam, in 1971. Those test within Algeria were also conducted in the atmosphere, contrary to the nuclear testing moratorium adopted by the United States, United Kingdom, and U.S.S.R. two years before.“

    “ After de Gaulle’s cease-and-desist orders of May 1960, Ben-Gurion flew to Paris to seek a reprieve, by means of ambiguity. He succeeded, one again breathing life into the lingering Franco-Israeli nuclear relationship.
    Ben-Gurion and de Gaulle agreed that while the French government would remove itself from further
    involvement in the Israeli nuclear weapon projects, French industry would be allowed to continue work
    under existing contracts. Thus it was that throughout the de Gaulle years, those industial firms responsible for the
    construction of the Dimona complex never received any definitive orders to stop work. They simply finished their
    jobs and went home.“

    Quelle:

    http://books.google.de/books?id=iBwD5WKHeVcC&pg=PA74&lpg=PA74&dq=thomas+reed+danny+stillmann+necular+express+algeria+israel&source=bl&ots=vUYb5YYR8G&sig=DF5VhcTDUy3_wHAh4srCEFPTeCk&hl=de&sa=X&ei=1B7DT_DSDM3MtAaH5vXwCg&ved=0CFgQ6AEwAg#v=onepage&q&f=false

    Der französische Forscher Barliu Perino, der in Atomtests spezialisiert ist, (United Press International Agency
    am 12. Februar 2010) sagte:

    Frankreich verwendete 42000 Menschen der Algerischen Bevoelkerung als Versuchsratten* während der ersten Bombardierung der Atombomben in der Wüste von Algerien am 13. Oktober und 27. Dezember, in der 13. Februar 1960.“
    (Quelle Aljazeera im Programm Ohne Grenzen am 26/5/2010. Auf arabisch:
    http://www.aljazeera.net/programs/pages/bc22df32-6ddf-4da0-bc0c-d4d5295e91b0)

    * Das erklaert wahrscheilich die Namen der A-bomben.

    • 28. Mai 2012 um 10:09 Uhr
    • palistine66
  74. 77.

    Pfingsten I / Shavuot, Shabuʿoth

    Tunisian Jews Celebrate Shavuot
    Tunisia live – 27.05.2012
    http://www.tunisia-live.net/2012/05/27/tunisian-jews-celebrate-shavuot/

  75. 78.

    Pfingsten II / Sprachen

    Gab es Verständigungs-/Kommunikationsprobleme linguistischer Art, die hätten gelöst bzw. beseitigt werden müssen?

    4 Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
    5 In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
    6 Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
    7 Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
    8 Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
    9 Parther*, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien,
    10 von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten,
    11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.
    12 Alle gerieten außer sich und waren ratlos. Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten?

    aus: Die Apostelgeschichte 2,1-13

    Man darf davon ausgehen, dass die Angehörigen der genannten Regionen, Staaten bzw. Volksstämme

    – mittels der ‚lingua franca‘ Aramäisch (unter den Achaemeniden war Aramäisch eine offizielle Reichssprache)
    und/oder

    – mittels der ‚lingua franca‘ Koiné-Griechisch (Sprache des Alexanderreiches, der hellenistischen Diadochenreiche sowie der daraus sich entwickelnden römischen Provinzen)

    über zwei allgemein verbreitete und vertraute Verständigungs- bzw. Kommunikationsmedien verfügten.
    _____________________________

    * Im parthischen Arsakidenreich war Aramäisch eine/die Volkssprache. Bis Artabanus II (10 bis 38 n.Chr.) nennen sich die Arsakiden „Philhellenen“, ein Begriff, der bis dahin sich als Einprägung auf den Münzen des Arsakidenreiches findet.

  76. 80.

    @Publicola

    „Offenbar hat ja Jerusalem doch sehr wohl zu Anfang eine große Rolle gespielt, sonst wäre die Jerusalem-Qibla nicht erklärbar.“

    Eine gewisse Rolle hat Jerusalem sicher gespielt, der Islam ist ja in weiten Teilen ein Plagiat von Christen- und vorallem Judentum. Mohammed erkannte vermutlich recht früh das der Eingottglaube, egal ob in der jüdischen, christlichen oder der dann von ihm verbreiteten eigenen Variante, das Potential hat heidnische Gläubige zu bekehren. Das primär heidnische Mekka war also ein idealer Wirkunsort um eine arabische Variante des Juden- bzw Christentums zu etablieren, in der er (Mohammed) selbst die zentrale „prophetische“ Position einnimmt. Die Kaaba spielte dabei von Anfang an eine entscheidende Rolle, denn dort trafen sich die heidnischen Araber um ihren Gottheiten zu huldigen. Teilweise standen bis zu 300 Statuen verschiedener Gottheiten in und um die Kaaba herum. An diesem Ort versuchte Mohammed Anhäger zu gewinnen, was in den ersten Jahren seines „prophetischen“ Schaffens aber ziemlich überschaubar erfolgreich war. Dabei war vorallem in der Anfangszeit das Grundgerüst seiner Religion sicher sehr jüdisch/christlich angehaucht, inklusive deren Gebetsrichtung. Koranvers 17:1, welcher noch in der mekkanischen Periode entstanden ist, spricht schon relativ früh die sehr wichtige Bedeutung der Kaaba als Moschee an. Vermutlich ein sehr frühes pragmatisches Zugeständnis Mohammeds and die heidnischen Araber, dener er ja schon den Glauben nehmen will, aber ihnen dann doch wenigstens den Ort des Glaubens lassen will. Dieser Trend verstärkt sich als Mohammed bemerkt wie wenig Erfolg er bei Juden und Christen hat, denn von denen konvertiert kaum einer. Das wird ihm teilweise schon in Mekka klar geworden sein, obwohl es da relativ wenige Christen und Juden gab, aber in Medina ist diese Erkenntnis dann endgültig gereift, vorallem die dort zahlreich anzutreffenden Juden (3 Stämme) weigerten sich ihn als „Propheten“ anzuerkennen und zu konvertieren. Der Koran macht auf diesen Sachverhalt an mehreren Stellen aufmerksam. Und dieses nicht konvertieren wollen ist wohl auch mit ein Grund für Mohammeds sich entwickelnden Hass gegenüber Juden, die dann ja Teil seiner Lehren wurden und deren Auswirkungen noch heute zu sehen sind.
    Dieser Sachverhalt macht es dann nur logisch das Mohammed sich irgendwann entschließ sich primär auf die heidnischen Araber als Konvertierungsquelle zu konzentrieren und um denen weiter entgegen zu kommen wurde die Kaaba neue Gebetsrichtung. In der medinischen Zeit, die in den medinischen Versen (medinische Koranperiode) nachzulesen sind, verändert Mohammed eh seine religöse Ideologie sehr stark. Leider in fast allen Aspekten zum negativen. Was vorallem an seiner gewonnen Machtposition und allem was daraus folgt gelegen habe dürfte. Aus einem mit friedfertigen Elementen und sogar gewisser Toleranz ausgestattetem Glauben wurde eine Soldatenreligion, die im Grunde wie keine andere von kämpfen, töten und sterben spricht und die plötzlich extreme Intoleranz predigte und das Endziel der Weltherrschaft ausgibt.

    „Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Führung und der wahren Religion geschickt hat, auf daß Er sie über jede andere Religion siegen lasse. Und Allah genügt als Zeuge.“ (48:28)
    „…Allah aber will, daß die Wahrheit durch Seine Worte vollbracht werde und daß die Ungläubigen ausgerottet werden“ (8:7)

    Mohammed ist ein schönes Beispiel wie Macht Menschen verändert und das meist zum schlechteren. Der Islam wäre eine ziemlich problemlose Religion, wenn es nur den mekkansichen Teil des Korans gäbe. Aber leider gibt es den medinischen Teil und dieser wiegt schwerer, denn er wurde später „offenbart“ und es gilt das Abrogationsprinzip.

    „aber vorher gab es doch so einige Redaktionen, Neuschriften, starke sprachliche und inhaltliche Auswahlprozesse und Umformulierungen etc.“

    Realistisch betrachtet zu einem gewissen Maße sicherlich zutreffend, aber aus islamischer Sicht gab es das alles nicht. Der Koran ist das direkte und unveränderte Wort Gottes, dass durch Mohammed Stück für Stück in einem Zeitraum von gut 20 Jahren offenbart wurde.
    Um nochmal auf al-Aqsa zurückzukommen, in einem Wikieintrag hab ich noch einen interessaten Fakt gefunden:

    „Die Identifizierung „der fernen Kultstätte“ in Sure 17, Vers 1 mit Jerusalem ist erstmals in der frühen Koranexegese nachweisbar, als der Umayyaden-Kalif ʿAbd al-Malik ibn Marwān Interesse an dem sowohl für die Christen als auch für die Juden heiligen Ort zeigte und mit dem Bau des Felsendoms begann. Es ist anzumerken, dass unter den ausschließlich aus Koranzitaten bestehenden Bauinschriften aus umayyadischer Zeit im Inneren des Felsendoms Sure 17, Vers 1 nicht enthalten ist.[26] Selbst in der Aqsa-Moschee wird dieser Koranvers erst in einer Inschrift aus dem 11. Jahrhundert erwähnt.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed

    @HJS

    „Die Ka’aba soll nach islamischer Tradition von Abraham und Ismael erbaut worden sein.“

    Ja das behaupten Moslems, aber die Kaaba hat weder für Juden noch für Christen eine Bedeutung und findet auch keine Erwähnung in ihren Schriften, was gegen diese Behauptung spricht.

    • 28. Mai 2012 um 11:20 Uhr
    • Bellfruta87
  77. 81.

    “Die Ka’aba soll nach islamischer Tradition von Abraham und Ismael erbaut worden sein.”

    Ja das behaupten Moslems, aber die Kaaba hat weder für Juden noch für Christen eine Bedeutung und findet auch keine Erwähnung in ihren Schriften, was gegen diese Behauptung spricht.

    @ Bellfruta87

    1 – Die Begründung für den Bau der Kaaba ist m.E. ein klugesl (religionspolitisches) Mittel,
    – einerseits auf die (bisherigen) Anhänger der lokale(n) nicht-christliche(n) Religion(en) mittels der Anerkennung der Kaaba – sowie andererseits auf die (bisherigen) Anhänger der judäo-christlichen Gemeinden mittels der biblischbasierten legendären Herkunft einzugehen

    und diese so diversen Gruppen mittels bzw. in bzw. mit der sich herausbildenden neuen Glaubenslehre als Mohammed-Anhänger zu einigen bzw. zu versammeln.

    2 – Mit Ihrer Darstellung #80 kann ich mich ansonsten im Wesentlichen anfreunden bzw. dieser im Wesentlichen zustimmen.

  78. 82.

    – Zwei Anmerkungen zum heute kanonischen Koran-Text –

    “aber vorher gab es doch so einige Redaktionen, Neuschriften, starke sprachliche und inhaltliche Auswahlprozesse und Umformulierungen etc.”
    … aber aus islamischer Sicht gab es das alles nicht.

    Selbstauskünfte einer Religion über sich selbst sind nicht immer, oder vielleicht sogar oft, wissenschaftlich nicht zuverlässig (siehe diverse Himmelfahrten; siehe Pfingst-Sprachen-Problem) und sind in jedem Falle zu hinterfragen.

    1 – Redaktionen des Korantextes bis zur Kanonisierung seiner Inhalte –

    The Qur’anic canon is the form of the Qur’an as recited and written in which it is religiously binding for the Muslim community. This canonical corpus is closed and fixed in the sense that nothing in the Qur’an can be changed or modified. The process of canonization ended under the third caliph, Uthman ibn Affan (r. 23/644–35/655), which was about twenty years after the death of the Prophet.

    Before Uthman canonized the Qur’an there were different versions or codices, none of which exist today. These codices never gained general approval and were viewed by Muslims as the personal copies of individuals. The two most influential at this time were ʿAbd Allāh b. Masʿūd’s and Ubayy b. Kaʿb’s codices.

    … There are two points on which Ibn Masʿūd’s version appears to differ from the ʿUt̲h̲mān’s text: the order of the sūras and some variants in the readings. It is believed that it did not contain sura Fātiḥa, the opening sura, and the mu’awwithatayni, the two short suras with which the Qur’an ends (Suras 113 and 114). Most of the other differences involve only altered vowels with the same consonantal text, which caused variations in recitation.

    The second most influential codex was Ubayy ibn Ka’b’s … His version of the Qur’an is said to have included two short sūras not in the ʿUt̲h̲mānic and Ibn Masʿūd texts: Sūrat al-Khal, with three verses, and Sūrat al-Ḥafd, with six. The order of sūras in Ubayy’s codex is said to have differed from that of Uthman’s and Ibn Masʿūd’s as well.

    After Uthman had the other codices destroyed there were still variations in the reading and the text of this Qur’an.
    It is observed that the Uthmanic Qur’an evolved gradually textually and orally over a period of three centuries.

    2 – sprachliche Auswahlprozesse und Umformulierungen (‚scripta defectiva‘, ‚scripta plena‘) –

    The Arabic script as we know it today was unknown in the Prophet’s time …
    the Qur’an was recorded in a ‚scripta defectiva‘ made up of simple lines and strokes.

    Early Qur’anic Arabic lacked precision because distinguishing between consonants was impossible due to the absence of diacritical marks (a’jam).
    Vowelling marks (tashkil) to indicate prolongation or vowels were absent as well.
    Due to this there were endless possibilities in the meanings of verses and countless errors in transcription.

    The Arabic script as we know it today, the ‚scripta plena‘, which has pointed texts and is fully vowelled was not perfected until the middle of the ninth century.

    Since no diacritical points or vowel signs were included, the vocalization was more or less left to the reader. This meant that even when there was agreement on the consonants, some verbs could be read as active or passive, some nouns could be read with different case endings, and some forms could be read as either nouns or verbs. In some instances the alteration of a case ending or some other slight change in the vowelling effected the meaning significantly.

    Most of the fundamental reform to the manuscripts of the Qur’an took place under Abd al-Malik, the fifth Umayyad caliph (65/685–86/705).

    The Qur’an text most widely used today is … in the Hafs tradition of recitation, as approved by Al-Azhar University in Cairo in 1922.

    http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_the_Quran

  79. 83.

    @Publicola

    „Die Begründung für den Bau der Kaaba ist m.E. ein klugesl (religionspolitisches) Mittel,
    – einerseits auf die (bisherigen) Anhänger der lokale(n) nicht-christliche(n) Religion(en) mittels der Anerkennung der Kaaba – sowie andererseits auf die (bisherigen) Anhänger der judäo-christlichen Gemeinden mittels der biblischbasierten legendären Herkunft einzugehen und diese so diversen Gruppen mittels bzw. in bzw. mit der sich herausbildenden neuen Glaubenslehre als Mohammed-Anhänger zu einigen bzw. zu versammeln.“

    Zustimmung, bis auf den Teil mit „Bau der Kaaba“. Die Kaaba bestand schon in der Form wie wir sie heute kennen. Daher passt es besser wenn man einfach schreibt. „Die Begründung für die Bedeutung der Kaaba ist m.E. ein klugesl (religionspolitisches) Mittel“ Dann kann ich vollends zustimmen.
    Dieser gesammte Sachverhalt, wie auch alles andere, zeigt dass Mohammed seine religöse Ideologie Islam vorallem deswegen erfunden hatte, um sie als Werkzeug für seinen persönlichen Machtgewinn und späteren Machterhalt zu benutzen. Für ihn selbst war das äußerst erfolgreich, genauso wie für eine kleine Klicke von „Geistlichen“, die im Namen Mohammeds und seiner Ideologie weiter Politik machen, bis heute. Aber für die Menscheit insgesamt und für Moslems im speziellen, hat der Islam wenig bis gar nichts positives gebracht, dafür in viele Fällen Leid und Rückständigkeit.
    Das hatte auch Voltaire erkannt und mit einem Zitat von ihm möchte ich schließen:

    „Ich gebe zu, daß wir ihn (Mohammed) hoch achten müßten, wenn er Gesetze des Friedens hinterlassen hätte. Doch daß ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, daß er seinen Mitbürgern Glauben machen will, daß er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte; Daß er sich damit brüstet in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben läßt, daß er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, daß er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, daß er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben läßt : Das ist mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, es sei denn,… der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht erstickt.“

    • 28. Mai 2012 um 12:55 Uhr
    • Bellfruta87
  80. 84.

    Im Hinblick auf meinen ersten Kommentar möchte ich nochmal darauf aufmerksam machen, dass ich vorallem die Behauptung, Jerusalem sei der Gründungsort des Islams, als Quark bezeichnet habe.

    @ Bellfrutta

    Gegen die Stärke der Formulierung „der Gründungsort“ kann man in der Tat etwas einwenden; Sie schießen dabei jedoch, wie so ziemlich mit allem beim Oberthema Islam, über das Ziel hinaus.

    Präziser wäre die Formulierung „Jerusalem ist ein Entstehungsort des Islam“. Sie verweist zum einen indirekt auch auf Medina und Mekka, zum anderen hat das Wort Entstehung einen weniger formalen Charakter als Gründung und wird somit dem prozesshaften Charakter der Herausbildung der islamischen Mythologie gerechter.

    So bezieht sich die islamische Mythologie mithin auch explizit (wie direkt und/oder indirekt bzw. affirmativ und/oder kritisch jeweils auch immer) auf die jüdische und christliche Mythologie. Und wie verschiedentlich in der Diskussion angedeutet, ist der Islam kein deus ex machina, sondern nicht zuletzt eine (Neu)Kompilation aus jüdischen sowie christlichen Mythen einerseits und Stammestraditionen andererseits, die sich selbst als die Vollendung des Monotheismus betrachtet.

    Das schließt nicht automatisch aus, dass ich durchaus anerkenne das Jeruslam über die Zeit eine Bedeutung erlangt hat für Moslems.

    Damit versuchen Sie weiterhin Ihren Quark über die Runden zu retten. Die Bedeutung von Jerusalem hat sich in der islamischen Theologie und für Moslems über die Zeit sehr wahrscheinlich gewandelt. Eine Bedeutung, die deutlich mehr ist, als eine bloße Ortsbezeichnung, hatte Jerusalem jedoch schon zur Gründungszeit des Islam. An der „fernsten Gebetsstätte“ können Sie noch etwas herumdeuteln, bei der „ersten Qibla“, von der nicht erst um 850 die Rede war, fällt dies deutlich schwerer.

    Best of-Rallye – oder: das Leben kann (gottseidank) auch lustig sein – darum: meine heutigen Zitat-Spitzenreiter-Top-Favoriten:

    @ Publicola

    Serdar Günes hat hier mal gesagt: „Islam ist universalisiertes Judentum“.

    Soweit ich das überblicken kann, ist die Tradition von Jerusalem als Gründungsstätte des Islam fast so alt wie der Islam selbst. Älter als MB-Islamismus, Wahhabismus und all die anderen modernen Erscheinungen, die Sie als “Kern des Islam” ausmachen. Ich könnte Ihre Empörung ja verstehen, wenn die Interpretation von der Jerusalemfahrt erst in den letzten 100 Jahren als Reaktion auf den Zionismus aufgekommen wäre – aber sie ist die älteste und weitverbreitetste Interpretation der besagten Sure.

    Soweit ich weiß, ist es in der Tat so, dass die Bedeutung Jerusalems als Kultstätte für die islamische Theologie und/oder für Muslime mit der Gründung des Staates Israel zugenommen hat. Das hat den einen oder anderen dazu verleitet, zu behaupten, dass Jerusalem zuvor keine Bedeutung im Islam (es sei denn als Ortsbezeichnung) gehabt hätte. Was allein schon insofern als Quatsch gelten kann, weil es als sehr unwahrscheinlich gelten kann, dass Muslime, die sich an der Gründung des Staates Israel stoßen, der Tradition ihrer Mythologie einen ganz neuen Mythos hinzufügen und die Bedeutung Jerusalems im Islam buchstäblich und rückwirkend ganz neu erfinden.

    Des weiteren kann ich mich daran erinnern, gelesen zu haben (leider weiß ich nicht mehr wo), dass sich der islamisch-theologische Bezug auf Jerusalem als Kultstätte im 19. Jahrhundert (wieder) verstärkt hätte.

    @ MR

    Hilf.

    • 28. Mai 2012 um 13:08 Uhr
    • N. Neumann
  81. 85.

    Nach dem letzten Zitat: @ AvZ

    • 28. Mai 2012 um 13:10 Uhr
    • N. Neumann
  82. 86.

    OT Eurovision

    Mein schwuler Norgeperser Tooji ist Letzer geworden beim ESC. :( Skandal!!!!!!!!!!!!
    http://www.youtube.com/watch?v=-ZaxIY1VAbM

    Aber Anke Engelke war ein echter Lichtblick. Wie formuliert man in einem apolitischen Wettbewerb eine politische Botschaft. Im Hinblick auf Demokratie und Azerbaijan hat Anke das klasse hinbekommen:

    „Tonight, nobody could vote for their own country,
    but it is good to be able to vote and it is good to have a choice.
    Good luck on your journey, Azerbaijan!
    Europe is watching you!“

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=Bzkg9VGPN4Y

    • 28. Mai 2012 um 13:38 Uhr
    • Bellfruta87
  83. 87.

    – wechselnde religionspolitische Bedeutung Jerusalems für den Islam bis 1200 –

    Es ist … eine spätere Erklärung, die dieser Sure gegeben wurde, die uns hier beschäftigt. Nach dieser Erklärung wurde Muhammad wunderbarerweise von Mekka nach Jerusalem getragen und von dort in den Himmel. … der Kern der Geschichte ist einfach:
    Es gibt keinen direkten Weg von Mekka in den Himmel. Die Zwischenstation ist Jerusalem.
    Mit dieser Interpretation verbindet sich der Islam mit der traditionellen Heiligkeit von Jerusalem im Christentum und im Judentum und verarbeitet diese Erbschaft ins eigene System.

    Die Eroberung Jerusalems durch Kalif Omar 638 bringt die Stadt unter den Einfluss des Islam. … wird Jerusalem nun ein Teil des Dar al Islam, der islamischen Glaubensgemeinschaft.
    Die vielen herrlichen Kirchen und Wallfahrtsplätze, ihre Rolle als Zentrum christlicher Verehrung – die Verehrung der Stadt in der jüdischen Tradition und Liturgie tat das Ihre -,
    wirkten als Herausforderung für die Moslems diese Stadt zu etwas Besonderem in den Augen der Eroberer zu machen.
    Omar errichtete ein kleines Bethaus beim „Heiligen Felsen“, am Ort des ehemaligen jüdischen Tempels.
    50 Jahre später, 691, baute der Omayadenkalif Abd-el-Malik den Felsendom
    als Wallfahrtsplatz,
    als Gegengewicht
    – man kann auch sagen Konkurrenz –
    zur Kaaba in Mekka. …

    701 wird im Süden des Tempelberges die al-Akza, die ferne Moschee, gebaut, eine spätere Identifizierung des Ortes der Himmelfahrt Muhammads. Diese Identifizierung war ein pragmatisch-politischer Akt der Omayaden, die daran interessiert waren,
    die Heiligkeit Jerusalems zu betonen und hervorzuheben,
    wenn auch nur
    um den Einfluss der „Verwalter der Heiligen Stätten“, Mekka und Medina, zu untergraben.

    Jerusalem beginnt, in den 100 Jahren der Omayadenherrschaft eine bedeutende Rolle im Islam zu spielen,
    sei es aus den erwähnten politischen Gründen,
    sei es, um den christlichen Charakter der Stadt mit eigenen Prachtbauten zu verwischen …

    Unter der nächsten Dynastie, den Abassiden, verliert Jerusalem an Bedeutung, und
    der Kult zentriert sich wieder auf Mekka und Medina.

    Erst nach der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzfahrer im Jahre 1099 wird die Stadt wieder Brennpunkt islamischer Aspirationen und
    gerät mit der Eroberung durch Saladin, 1187, wieder in Vergessenheit als kleine und unbedeutende Stadt am Rand der islamischen Welt.

    aus: „Jerusalem: Die Bedeutung für Moslems, Christen und Juden“
    (Vortrag gehalten am 24. Januar 2001 im Matthäus-Zentrum, Paderborn)
    von: Prof. Itzaak Marcus, Jerusalem
    http://www.kirchenkreis-paderborn.de/aktuell/jerusalem.htm

  84. 88.

    Gegen die Stärke der Formulierung “der Gründungsort” kann man in der Tat etwas einwenden
    @ N. Neumann
    D’accord!

  85. 89.

    Ägypten – panta rhei – πάντα ῥεῖ – Alles fließt –
    Former Muslim Brotherhood Supreme Guide Mahdi Akef admitted the group has lost a great deal of its popularity between parliamentary and presidential elections.
    “The Muslim Brotherhood got 10 million votes in parliamentary elections, but got only five million in presidential elections,” he told Al Arabiya’s Special Interview.

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/05/28/217032.html

  86. 90.

    @ Sauer
    Der Sinai wird seit der Aufhebung der Sperre von Afrikanern als Schleuser-Route genutzt.
    Daß Likud eine nationalistisch geprägte Partei ist, hatte ich (# 62) schon selbst bemerkt.

    Danke trotzdem für den Hinweis und gute Besserung

    • 28. Mai 2012 um 17:08 Uhr
    • Bredow
  87. 91.

    @ Publicola – 82

    „Selbstauskünfte einer Religion über sich selbst sind nicht immer, oder vielleicht sogar oft, wissenschaftlich nicht zuverlässig“

    Weil bei einer versuchten Himmelfahrt noch niemand zu Sturze gekommen ist, sind die übernatürlichen Selbstauskünfte leider nicht falsifizierbar. Früher hätte man gesagt: „unter aller Kritik“.

    „The process of canonization ended under the third caliph, Uthman ibn Affan (r. 23/644–35/655), which was about twenty years after the death of the Prophet.“

    Das wirken der Prophetengefährten ist bekanntlich zwischen Sunniten und Schiiten umstritten. Pikant ist in diesem Zusammenhang das freimütige Einräumen des Hassan Dabbagh:

    „Wer hat uns den Koran überliefert, wer? Die Sahaba; wer hat uns die Sunna überliefert ? Die Sahaba !“

    Warum bekämpften sich Sahabis gegenseitig – Scheich Abul Hussain – Dr. Hassan Dabbagh Min 4.45

    http://www.youtube.com/watch?v=Ln-_5hf1Zw4&feature=plcp

    „Uthman gehörte der Familie der Umayyaden an … Die Absetzung der Heerführer als Statthalter, die angeblich ungerechte Verteilung der Kriegsbeute und die Einsetzung von Angehörigen seiner eigenen Sippe, der Umayyaden, in den Provinzen, führte bald zu Spannungen. In dieser Zeit stieg sein Cousin Muawiya, der Sohn Abu Sufyans, als Statthalter von Syrien zu einem der bedeutendsten Machtfaktoren im Kalifat auf.“

    Also: Jemand, der bei den Arabern herrscht, wie ein nepotistischer Tyrann und Königsmacher, kommt auf die geniale Idee, den Arabischen Stämmen ihre schlecht sortierten Glaubensvorstellungen auf Vordermann zu bringen.

    Er etabliert so seine Sippschaft in Führungspositionen, u.a. seinen Cousin Muawiya in Damaskus. Zu diesem wollen dann die Araber, die den ganzen Stuß für bare Münze genommen haben, mal hinpilgern und werden prompt massakriert (Hussein – Schiiten) – ein völlig normaler Vorgang; auch unter Christen damals.

    Nur dass bei den Arabern der Boß sich als Prophetennachfolger ausgibt (Kalif) was wohl etwas weitergehender sakal geölt ist, als die Byzantinischen Kaiser sich seinerzeit zu salben geruhten.

    Das ganze ist eine syrisch-levantinisch-phönizische Beweihräucherungs-Legende einer Damaszener Ursupatorensippe, die über die jetzt angelaufenen Ereignisse in Syrien mit ins Rutschen kommt.

    Die Verehrung der Sahaba, die immerhin viele von Jenen massakriert haben, die sich für die Abkömmlinge der Prophetensippe* hielten, ist die theologische Bruchstelle. Die Salafis halten das Sahaba-Banner am höchsten, für die Schiiten sind das alles Gangster und der Sunnitische Mainstream ist nur noch verwirrt.

    *Eigentlich eine Dallas-und-Denver-Geschichte zwischen den Spinne-Feind-Sippen der

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Haschimiten

    die „nach Hāschim ibn ʿAbd Manāf, dem Urgroßvater des Propheten Mohammed benannt“ sind – und den Umayyaden halt; mit zerstrittenen Frauenspersonen, Aischa und Fatima und allem, was dazu gehört.

    Eine Damaszener Monotheismus-Kanonisierung, in der die Araber zu großen Helden erklärt werden, natürlich um ihre Gefolgschaft zu sichern; und in deren Zeichen sich eine religiös-reformatorische Ausbreitung zulasten der erschöpften Byzentiner und Perser bewerkstelligen liess.

    Eine Usurpationslegende, die sich selbständig gemacht hat; natürlich ohne Klerus. Faszinierend – fürde Mr. Spock sagen.

    • 28. Mai 2012 um 21:37 Uhr
    • Thomas Holm
  88. 92.

    „Assad murders Syrians while planning war against Israel …

    The IDF may preemptively respond to Syria’s preparation to attack Israel with missile strikes before it eventually bombs Iran with bunker penetrating weapons. Syria and Hezbollah may force the IDF to strike Israel’s enemies prematurely.“

    http://www.digitaljournal.com/article/325641

    Von Frieden reden sicher noch einige, aber in der Region denkt,
    so glaube ich, inzwischen doch wohl niemand mehr an Frieden.

    • 28. Mai 2012 um 22:44 Uhr
    • Thomas Holm
  89. 93.

    @ Kibla-Kabbler

    Cooles Zionistenvideo zum Thema:

    Beten mit dem Hintern zu Heiligtum 3.10; das Heiligtum ein beliebter Bolzplatz 3.38; dann ein leibhaftiger Pali-Prof. der zugibt, dass alles Schmuh ist 4.44, noch viel brisanter aber: Salafisten-Urpapst Ibn Taymiyyah hatte sich von Jerusalemverehrung distanziert 5.14; ferner einer notorische Randalestätte – die ferne Moschee 5.52

    http://www.youtube.com/watch?v=xU9CauJP4Pg

    Den ganzen Krempel sorgfältig abtragen – und dann: ‚return to sender'; nach Medina schicken; das wäre immer noch respektvoller, als die Trümmerproduktion in Damaskus. Wenn Syrien zuende gestorben hat, könnte man zu diesem guten Repatriierungszweck vielleicht den Betrieb der immerhin von Deutschland gebauten

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Hedschasbahn

    wieder aufnehmen. Verglichen mit den absehbaren Trümmern der Omayyadenmoschee würde sich ein retourniertes Sakralgut aus Jerusalem recht gut gehalten haben.

    • 28. Mai 2012 um 23:31 Uhr
    • Thomas Holm
  90. 94.

    Bellfruta 86

    Wenn es ne rein deutsche Veranstaltung gewesen wäre, dann wäre er sicherlich unter die ersten drei gekommen.

    Warum?

    1.Schwul

    2.Tuntig

    3. Wäre im Iran aufgehängt worden

    4. Hat sich vom Islam losgesagt

    Das er nicht singen und tanzen konnte spielt da keine Rolle

    • 29. Mai 2012 um 10:33 Uhr
    • cem.gülay
  91. 95.

    „…Sansal beschreibt seine Erfahrung Jerusalems als Gründungsort aller dreier monotheistischer Religionen (ja, auch des Islams)…“

    Wahrscheinlich bin ich nicht der erste, der bemerkt, dass diese Aussage wirklich an den Haaren herbeigezogen ist. Die Gründungsorte des Islam sind Mekka und Medina. Mekka, weil dort das zentrale Heiligtum des Islam, die Kaaba steht. Alle Gebete der Muslime sind nach Mekka ausgerichtet. Medina, weil es die Stadt (Medina) Mohammeds ist. Von Medina aus begann Mohammed die militärische Eroberung Arabiens. Dort wurde laut islamischer Geschichtsschreibung der Islam gegründet.

    Die islamische Zeitrechnung fängt mit dem Exodus Mohammeds aus Mekka und der Ankunft in Medina an; die sogenannte Hijra im Jahre 622. Zur selben Zeit wurde die Gebetsrichtung der Muslime von Jerusalem nach Mekka geändert. Damit wird symbolisch die Abkehr des Islam vom Judentum manifestiert; erst jetzt wurde der Islam eine eigenständige Religion.

    Die Stadt Jerusalem spielt im Islam keine wichtige Rolle. Sie wird kein einziges mal ausdrücklich im Koran zitiert. Die islamischen Legenden (Hadithe) berichten zwar von einer nächtlichen Reise Mohammeds auf einem geflügelten Pferd nach Jerusalem. Dort soll Mohammed die heilige Moschee (Al Aqsa) besucht haben. Es handelt sich jedoch mit Sicherheit nicht um ein historisches Ereignis, denn zu diesem Zeitpunkt war der Tempel in Jerusalem bereits zerstört.

    Ansonsten spielt Jerusalem in der umfangreichen islamischen Literatur, die tausende von Seiten umfasst (Koran, Sira, Ahadith, Tafsir,….) keinerlei Rolle. Die Al Aqsa Moschee steht für den muslimischen Versuch den Tempelberg zu usurpieren. Die Überlegenheit und Höherrangigkeit des Islam gegenüber dem Christentum und Judentum wird dadurch zum Ausdruck gebracht. Dieses Symbol der Macht gilt es wieder an sich zu reißen. Das ist auch die Ursache für die Unlösbarkeit des Nahostkonfliktes.

    • 29. Mai 2012 um 12:54 Uhr
    • Klampi
  92. 96.

    @Klampi

    „Wahrscheinlich bin ich nicht der erste, der bemerkt, dass diese Aussage wirklich an den Haaren herbeigezogen ist.“

    Richtig! Ein Großteil der bislang verfassten 95 Kommentare dreht sich um diese Frage. Der Beginn der islamischen Zeitrechnung mit der Auswanderung nach Medina ist ein wichtiger Teilaspekt, den wir bislang noch nicht angesprochen hatten, danke dafür.

    • 29. Mai 2012 um 13:41 Uhr
    • Bellfruta87
  93. 97.

    “Wahrscheinlich bin ich nicht der erste, der bemerkt, dass diese Aussage wirklich an den Haaren herbeigezogen ist.

    Wie kann man nur der einhelligen Meinung der hier versammelten abendländischen Islamexperten widersprechen?

    • 29. Mai 2012 um 15:22 Uhr
    • vadder abraham
  94. 98.

    @ N. Neumann #84

    Soweit ich weiß, ist es in der Tat so, dass die Bedeutung Jerusalems als Kultstätte für die islamische Theologie und/oder für Muslime mit der Gründung des Staates Israel zugenommen hat.

    Jein. Die religiöse Bedeutung Jerusalems in der islamischen Welt steht in Relation zur politischen Bedeutung.

    Daniel Pipes führte dies im Jahre 2001 weiter aus:

    […] An historical survey shows that the stature of the city, and the emotions surrounding it, inevitably rises for Muslims when Jerusalem has political significance. Conversely, when the utility of Jerusalem expires, so does its status and the passions about it. This pattern first emerged during the lifetime of the Prophet Muhammad in the early seventh century. Since then, it has been repeated on five occasions: in the late seventh century, in the twelfth century Countercrusade, in the thirteenth century Crusades, during the era of British rule (1917-48), and since Israel took the city in 1967. The consistency that emerges in such a long period provides an important perspective on the current confrontation. […]

    http://www.meforum.org/490/the-muslim-claim-to-jerusalem

    • 29. Mai 2012 um 15:22 Uhr
    • Serious Black
  95. 99.

    @ Bellfrutta

    Offensichtlich halten Sie die Sira des Ibn Ishaq bzw. Ibn Hischam für reale Historie.

    • 29. Mai 2012 um 15:28 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  96. 100.

    @ NN # 84

    Hilf

    Jerusalem als Kultstätte hat nicht zuletzt mit einem innerislamischen Konflikt zu tun. Im sog. Zweiten Bürgerkrieg erhoben sich die Zubairiden (Verwandte von Abu Bakr/ Aischa) gegen die Umayyaden, und beherrschten fast ein Jahrzehnt lang Mekka. Die Umayyaden förderten daher wohl einen alternativen Wallfahrtsort. Daneben war der Felsendom ein Monument für den Sieg über die Byzantiner (die blauen Kacheln stammen von den Osmanen).

    Die Verehrung Jerusalems hat dann über die nähere Umgebung hinaus aber keine große Rolle gespielt, es gibt auch keine spezifischen Rituale.

    Auch Saladin hat sich um Jerusalem zunächts nicht groß gekümmert, wichtiger waren ihm die großen Städte in Syrien. Erst die ständigen Provokationen von Rainald von Chatillon motivierten ihn dann zum Angriff.

    • 29. Mai 2012 um 15:59 Uhr
    • MRX
  97. 101.

    @ MRX – Danke für die Hintergrundinformation zum Thema Islam/Jerusalem.

    • 19. Juni 2012 um 11:55 Uhr
    • Bulut darf
  98. 103.

    http://www.timesofisrael.com/known-algerian-writer-denied-cash-prize-after-visiting-israel/

    Award-winning Algerian author denied cash prize for visiting Israel
    Arab ambassadors withdraw prize from Boualem Sansal because …Hamas accused him of ‘treason’…

    Klartext:
    Da wird also ein Preis vergeben der von Arabern finanziert wird. Das nenne ich mal Verrat an Demokratie und Humanismus. Derlei Preise gehören grundsätzlich auf den Prüfstand sobald auch nur ein arabisches Regime oder auch nur ein einziger reicher Araber darin involviert ist, sonst werden noch unter dem Deckmäntelchen des Humanismus Terror+Scharia+Rassismus „geehrt“.

    • 1. Juli 2012 um 11:10 Uhr
    • Bravoleser
  99. Kommentar zum Thema

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