‹ Alle Einträge

Warum Syrien nicht in die Hände der Radikalen fallen wird

 

Letzte Woche war Sadiq Jalal al-Azm in Berlin bei einem Kongress der Ebert-Stiftung. Ich hatte ihn seit Jahren schon sehen wollen. Nun gab der Krieg in Syrien seiner Rede einen besonderen Hintergrund.

Al-Azm ist vielleicht der wichtigste lebende Vordenker der arabischen Liberalen, ein Aufklärer und Streiter gegen autoritäre Herrschaft und gegen die arabische Selbstviktimisierung. Der Sohn einer syrischen Bürgerfamilie, der den „Damaszener Frühling“ von 2000 mit begründete, lebt heute in Beirut. Wie würde er die Rolle des politischen Islams angesichts der jüngsten Ereignisse in der arabischen Welt, und angesichts des Krieges in Syrien beschreiben? Ich gebe im folgenden meine Notizen wieder.

Er begann mit dem Rückgriff auf die Ereignisse seit dem Januar 2011 in Tunesien und Ägypten. Die Revolte bedeutete die Rückkehr der Politik zu den Menschen, und zugleich die der Menschen zur Politik. Denn unter den autoritären Herrschern hatte es keine wirkliche Politik geben können. Die Macht wurde durch die Revolte „aus den Händen der Söhne“ gerissen. Es sollte keine Vererbung der Herrschaft mehr geben, es ging um die Rückkehr des öffentlichen Lebens zum Volk.

Die perfektionierte Unterdrückung in Syrien durch das Sicherheitssytem Assads machte es unmöglich, den Weg der anderen arabischen Länder zur Selbstbefreiung zu gehen.

Aber durch den „Damaszener Frühling“ von 2000-2001, so al-Azm, „haben wir eine Vorbildrolle gespielt, unsere kritischen reformerischen Ideen waren einer der Samen des Wandels“. (Al-Azm war Erstunterzeichner der „Erklärung der 99“ und der „Erklärung der 1000“, in denen syrische Intellektuelle Demokratie und Rechtsstaatlichkeit forderten.)

Aber erst auf dem Tahrir-Platz konnte die arabische Öffentlichkeit die Erfahrung machen, dass wir „nicht mehr einen Führer brauchen, dass die Massen es alleine schaffen können“, die Herrschaft der Autokraten zu stürzen.

Anfangs gab es eine intensive Beteiligung von Frauen am Protest, und es gab keine sexuelle Belästigung, die sonst den Alltag in Kairo vergiftet. In einem kreativen, karnevalistischen Klima stürzte das Regime. Christen waren auch mit dabei, und sie zeigten ihre Kreuze, während daneben muslimische Prediger zum Gebet riefen.

All das wurde angefeuert von den Neuen Medien, die nicht kontrolliert werden konnten vom Geheimdienstsystem.

In Syrien aber war eine solche Entwicklung nicht möglich, weil das Regime mit aller Härte auf die ersten Demonstrationen reagierte.

Es ist irreführend, von einem „Bürgerkrieg“ in Syrien zu sprechen, anders als seinerzeit im Libanon, wo der Begriff treffend war.

In Syrien stehen nicht Kurden gegen Christen, Drusen gegen Sunniten, Sunniten gegen Ismailiten. Dort stand von Beginn an das Regime gegen die Bürger, die sich nicht mehr bevormunden lassen wollen.

Der Extremismus des Assad-Regimes ist unvergleichbar mit der Reaktion der anderen betroffenen autoritären Herrscher der Region. Und die Revolution reagiert darauf ihrerseits extrem.

Es ist wichtig, die Rechte der Minderheiten im Blick zu behalten. Aber im syrischen Fall sind es vornehmlich die Städte, Viertel und Dörfer der sunnitisch geprägten Mehrheit, die beschossen und zerstört werden.

Man tut den sunnitischen Syrern Unrecht, wenn man ihnen unterstellt, sie würden im Zuge der Revolte die Minderheit entrechten.

Syrien droht geopfert zu werden auf dem Altar der Geopolitik. Große Mächte wie Russland und Iran, Saudi-Arabien und Katar spielen ihre Machtspiele. Die arabischen Linken sind ein Teil davon, wenn sie die Rhetorik des „Arabischen Herbstes“ oder „Winters“ übernehmen, der angeblich den „Frühling“ abgelöst habe. Das verzerrt die Wahrheit über die syrische Revolution.

Die Islamisten wollen heute die Gelegenheit nutzen, die Oberhand zu erlangen.

Der politische Islam ist eine entscheidende mobilisierende Kraft. Man muss ihn als politische Ideologie unterscheiden von einer normalen religiösen Praxis.

Es gibt heute eine Mehrzahl von Strömungen, zwischen denen ein Ringen um Deutungshoheit entbrannt ist. Drei Kräfte sind grob zu unterscheiden. Da ist „der Islamismus der Petrodollars“ aus dem Iran und den Golf-Staaten.

Zweitens gibt es die Dschihadisten ohne eigenen Staat (wenn auch mit Unterstützung aus Ölstaaten).

Das ist der Islamismus, der die einst Kaaba besetzt hielt und Saddat ermordete, und der für den 11. September verantwortlich ist. Es predigt einen „nihilistischen Islam“, einen „Islam der Exkommunikation und Explosion“. Von ihm zu unterscheiden, wenngleich auch gewalttätig, ist der Islamismus von Hisbollah und Hamas, in dem Restbestände der (früher säkularen) nationalen Befreiungsbewegungen enthalten sind. Doch haben beide Bewegungen auf der Grundlage ihres Konfessionalismus (schiitisch die Hisbollah, sunnitisch die Hamas) das Motiv der Befreiung ad absurdum geführt.

Drittens gibt es einen politisierten Islam der Mittelklasse, des Basars, der Banken, der Bourgeoisie. Einen Islam der Zivilgesellschaft, der konservativ, aber gemäßigt ist. Er will sozialen Frieden und Stabilität für die Geschäfte der aufsteigenden Klassen. Dieser Islam gibt Grund zu Optimismus, weil er „Exkommunikation und Explosion“ ablehnt. Am deutlichsten sichtbar ist seine Wirkunsgform bisher vor allem in der Türkei, in Form der AKP. Der Verzicht dieser Partei, die frühere islamistische Formationen beerbt, auf zentrale Elemente der Ideologie – keine Wiedererrichtung des Kalifats, keine Schariaherrschaft – ist etwas Neues.

Ob das türkische Modell sich auch in Tunesien durchsetzen wird, unter Führung von Raschid Ghannouchi, wird interessant zu beobachten sein.

Was wir derzeit erleben, ist der Kampf zwischen den drei Linien des politischen Islams. Für die Muslimbrüder wird es entscheidend sein, wie sie sich mit den beiden anderen Islamismen – dem Islam der Petrodollars und dem von „Explosion und Exkommunikation“ auseinandersetzen.

Al-Azms Heimat Syrien, sagte er in Berlin, werde nicht islamistisch. Nach einer Phase des Chaos, ist er sich sicher, werden sich „bei uns die Moderaten durchsetzen“. Der Business-Islam der Bourgeoisie wird sich gegen Dschihadisten und Petro-Islam durchsetzen: „In Syrien hat ein Islam, der Schulen und Universitäten schließt und Frauen die Arbeit verbietet keine Chance.“

Der Moderator schloß mit den Worten an: „Ihr Wort in Gottes Ohr, verehrter Professor.“

148 Kommentare

  1.   H-J B.

    Die einzige wirkliche politische Kraft im Nahen Osten ist also auch aus liberaler Sicht realistischerweise so oder so nur noch der Islam:
    Entweder als irre-fanatische, petrodollarfinanzierte „Dschihad-Explosion“, „nur“ im Stile von MB/Hamas/Hisbollah oder in Form einer konservativ-reaktionären aber dafür pragmatischen, demokratischen und aufstiegsorientierten Mittelschicht. Gibt es letzteres in Syrien in der Breite?

    Sunniten werden sich nicht an Alawiten und Christen für ihre Regimetreue rächen? Unwahrscheinlich. Zumal nach einem Fall des Assad-Regimes nicht nur erstmal eine Phase des Chaos ausbricht wie Al Azm selbst sagt, sondern es werden sich auch bestenfalls erst mittelfristig die Dinge i.A. verbessern. In der Zwischenzeit lassen sich die Minderheiten gut als Sündenböcke und zum Frustabbau instrumentalisieren. Gerade die Christen gelten ja wie überall im Schnitt eher als weltgewandt, wirtschafts- und bildungsmäßig erfolgreicher und natürlich dem Westen gegenüber aufgeschlossener (Agenten!). Das perfekte Feindbild für die Masse enttäuschter Sunniten, die doch das Regime mit Einsatz ihres Lebens und hohen Verlusten gestürzt haben werden.

  2.   DavidS

    Syrien ist schon in die Hände der Radikalen gefallen.
    Ansonsten: Wishful thinking.

  3.   Thomas Holm

    @ Jörg Lau

    „Es sollte keine Vererbung der Herrschaft mehr geben“

    Die Araber wollten keine Nordkoreas – hatten mit Syrien aber schon eins.

    „Der Extremismus des Assad-Regimes ist unvergleichbar mit der Reaktion der anderen betroffenen autoritären Herrscher der Region. Und die Revolution reagiert darauf ihrerseits extrem.“

    Hat sie, denn: In der „Rückkehr des öffentlichen Lebens zum Volk.“

    stand die Überlebensfrage im Fordergrud. Und weil klar war, dass sonst keiner zu ihnen kommt, hat man auch Tschtschenen und Jihadisten genommen. So luzide-verfahren, wie sich Regime das Land zurechtgeschustert hat, ist das noch nicht mal eine Überraschung. Das Regime hat von Anfang an mit provokatorischer Gewalt reagierte, nicht nur mit repressiver Gewalt.

    „auf dem Tahrir-Platz … (stürzte) das Regime in einem kreativen, karnevalistischen Klima . Christen waren auch mit dabei, und sie zeigten ihre Kreuze, während daneben muslimische Prediger zum Gebet riefen.“

    Auch weil sich die die MB-Strategen da noch nicht alle klar waren, ob das überhaupt halal ist – und ihre Truppen beim Karneval durch Abwesenheit glänzten.

    „In Syrien … stand von Beginn an das Regime gegen die Bürger“

    und zwar mit der Absicht, einen Erbfolgekrieg zu entfesseln. In diesem können dann „Kurden gegen Christen, Drusen gegen Sunniten, Sunniten gegen Ismailiten“ nach dem Geschick der Strategen in Stellung gebracht werden.

    „im syrischen Fall sind es vornehmlich die Städte, Viertel und Dörfer der sunnitisch geprägten Mehrheit, die beschossen und zerstört werden.“

    Damit sie sich einem anti-Salafismus-Service des Regimes anschließen, oder selbst jihadistisch ausrasten.

    „Man tut den sunnitischen Syrern Unrecht, wenn man ihnen unterstellt, sie würden im Zuge der Revolte die Minderheit entrechten.“

    Würde ich auch sagen. Die anti-Minderheiten-Linie ist nur der Preis, den sich die Kämpfer ausbitten, auf die man im Bombenhagel nun mal „nicht wirklich*“ verzichten mag.

    Das Assad-Regime ist ein dystopisches Kunstwerk. Das darf man nicht vergessen.

    *die Distanzierungen kann man vergessen, der Westen wird dafür gehasst, dass er auf so etwas albernes steht.

    Die neusten Schocker-headlines von Landis. Der war auch mal positiv.

    „Will EU Oil Purchases Finance al-Qaida?
    Al-Musareb: Al-Nusra Punishes a Village Regime-Style
    Syrian Taliban
    The Opposition’s Ambivalent Response to al-Nusra’s Affiliation with al-Qaida (and the issue of Islamic law in Syria)
    Jabhat al-Nusra is Now an Iraq-to-Lebanon Phenomenon“

    http://www.joshualandis.com/blog/oil-wars-nusras-expanding-reach-syrian-taliban/


  4. Sadiq Jalal al-Azm Beitrag erklärt die wesentlichen Kräfte und die Dynamik in Syrien – wie „Russland und Iran, Saudi-Arabien und Katar“ pokern um Einfluss – nämlich um die Hegemonie in der Region.

    Leider vergisst er zu erwähnen, das das auf dem Rücken der syrischen Bevölkerung passiert. Die doppelte Einflussnahme Irans (Quds Force und libanesische Hizbollah) und die Einmischung Russlands behindern die Emanzipationsbemühungen der Syrer extrem, erhöht die zivilen Opferzahlen – und macht eine Revolution der gemäßigten Kräfte fast unmöglich.

    Die Konsequenz ist die Stärkung extremer Kräfte (Jihadis), die sich in dem entstandenen Chaos am besten behaupten können.

    Die neueste Entwicklung ist, das der Aufstand gegen Assad sich nun tatsächlich zu einen chaotischen Bürgerkrieg mit vielen Beteiligten entwickelt.
    Täglich werden getötete Hizbollahs in der Bekaa Ebene im Libanon beerdigt –
    ein sicheres Indiz dafür, das der syrische Krieg mittlerweile die Grenzen überschritten hat. Die libanesische iranisch orientierte shiitische Hizbollah kämpft an der libanesisch – syrischen Grenze gegen die Rebellen auf der Seite Assads.

    Weiterhin wurde bekannt, das Flugzeuge, welche Gebiete der Rebellen bombardieren, aus dem Irak aufgestiegen und wieder dahin zurück geflogen sind.

    Dabei kontrolliert Assad nur noch eine Enklave von ca. 20 bis 30 % der syrischen Landfläche – zwischen Damaskus, Aleppo und der Mittelmeerküste – den größeren Teil beschießt er mit Scudraketen und Bombardierungen aus Flugzeugen.

    Der syrische Krieg ist mittlerweile dabei, sich zu einem regionalen Krieg zu entwickeln.


  5. Der Konflikt in Syrien unterscheidet sich von den Staaten des Magreb, vielmehr ist dieser mit den Konflikt in Jemen und die sich anbahnende Situation im Irak vergleichbar. Und dieser Konflikt ist nur im Kontext des schiitischen Erwachens nach der islam. Revolution im Iran erklärbar.
    Für die in arabischen Staaten außerhalb des Maghreb durchgängig 10-30% Minderheit der verschieden schiitischen Strömungen began seit da an eine Phase der Teilhabe, nach dem Bürgerkrieg in Libanon mit der Ammal und der bei uns als terroristisch eingestuften Hissballah und seit der Befreiung des Irak durch die USA ist auch dort ein schiitisch dominierte Regierung an der Macht.
    Nach Jahrhunderten härtester Verfolgungen, zuletzt durch die osmanischen Herrscher durch Saddam und den saudischen und bahreinischen Wahabiten.
    Die bis in die 70´ér Jahre verfolgten Allawiten, aber auch die ihnen wohlgesonnenen anderen vor allem die nach dem Irak-Krieg und den damit einhergehenden Vertreibungen verängstigten christlichen Minderheiten werden sich nur sehr ungerne einen Experiment einer sunnitisch dominierten Demokratie zur Verfügung stellen.


  6. So oder so ähnlich hat man auch in Ägypten, Tunesien und Lybien argumentiert. Genutzt hat es freilich nichts, die mittelalterlichen Fundis sind an der Macht und zementieren diese. Lernt man daraus? Sollte es in Syrien zu einem Umsturz kommen werden wir zunächst einen Exodus der christlich alawitischen Ober-/ Mittelschicht erleben, es wird dann zu einer Wahl kommen bis schliesslich die Zauselbärte die Macht übernehmen. Dann wird man wieder lesen können „Als DAS konnte ja niemand voraussehen!1!“

  7.   Thomas Holm

    Fortsetzung zu 3.

    „Syrien droht geopfert zu werden auf dem Altar der Geopolitik.“

    Schon passiert, keine andere Chance, von Anfang an.

    „Große Mächte wie Russland und Iran, Saudi-Arabien und Katar spielen ihre Machtspiele.“

    Müssen sie. Für sie geht es in Syrien auch um alles. Moderater formuliert: Sie sind Gefangene ihrer Rhetorik. Wie Nasser, etc. War kaum jemals anders.

    „Die arabischen Linken sind ein Teil davon …“

    Und zwar freiwillig, das ist verwerflich.

    „Die Islamisten wollen heute die Gelegenheit nutzen, die Oberhand zu erlangen.
    Der politische Islam ist eine entscheidende mobilisierende Kraft.“

    Nachdem „tahrir vom rais“ (Befreiung vom Präsidenten) einmal halal war: ja.

    „Drei Kräfte … Da ist „der Islamismus der Petrodollars“ aus dem Iran und den Golf-Staaten.“

    Der Iran „defensiv“ in Syrien, strategisch aber offensiv; die Wahabis: „offensiv“ in Syrien, aber strategisch eher konservativ. Die wollen ihre Extremisten entsorgen, nicht inthronisieren.

    „Zweitens … der Islamismus, der einst Kaaba besetzt hielt und Saddat ermordete, und der für den 11. September verantwortlich ist. Es predigt einen „nihilistischen Islam“, einen „Islam der Exkommunikation und Explosion“.

    Taliban-Verrückte ohne traditionelles Stammesgesetz (wie ja in Afghanistan) in der Hinterhand. Damit ist ein Emirat nicht wirklich zu machen: nihilistisch.

    „der Islamismus von Hisbollah und Hamas, … auf der Grundlage ihres Konfessionalismus … das Motiv der Befreiung ad absurdum geführt.“

    Und in einen Binnenkonflikt transformiert, wo man erst sagte: „Du bist Zionist !“ und wo Nasrallah heute heute sagt: „Vorsicht, ich bin die zionistische Falle!“

    Vorgenannte sind mal Akteure, mal Getriebene. Ab jetzt kommen nur noch Fahnen im Winde.

    „Drittens gibt es einen politisierten Islam der Mittelklasse, … Er will sozialen Frieden und Stabilität für die Geschäfte der aufsteigenden Klassen.“

    Will er, aber kriegt er nicht mehr; nicht in Syrien und anderswo wird es auch eng.

    „AKP. Der Verzicht dieser Partei, die frühere islamistische Formationen beerbt, auf zentrale Elemente der Ideologie – keine Wiedererrichtung des Kalifats, keine Schariaherrschaft – ist etwas Neues.“

    Einen türkischen Kalifen wollen die Araber nicht und arabische Untertanen gönnen die Türken ihrem Boss nicht. So kann der Verzicht nicht gefallen sein.

    „Syrien, … werde nicht islamistisch.“ Das Land kriegt ein islamistisches Notabitur.

    „Nach einer Phase des Chaos, … werden sich „.. die Moderaten durchsetzen“.

    Das Chaos zertrümmert alles, was man moderieren könnte.

    „Der Business-Islam der Bourgeoisie wird sich gegen Dschihadisten und Petro-Islam durchsetzen“

    Der muss sich nach der Decke strecken, um zu überleben, auch wenn zum Business kaum was übrig bleibt.

    @ backstage

    Man wird von Ihnen verlangen, zu beweisen, dass Sie nicht ich sind.

    „Stärkung extremer Kräfte (Jihadis), die sich in dem entstandenen Chaos am besten behaupten können“

    Meine Theorie vom Biotop der bleihaltigen Luft. Vielleicht bringen Sie das überzeugender rüber. Mich hat die Fachwelt in die Karl May-Ecke deswegen abgeschoben.

    Der syrische Jackpot ist mittlerweile allen zu klein, daher auch keine Hemmungen, ihn gründlich zu zertrümmern.

    @ ursula.omar

    „mit den Konflikt in Jemen und die sich anbahnende Situation im Irak vergleichbar.“

    Ja, weil Saudische und Iranische Interessen aneinander geraten.

    „Minderheit der verschieden schiitischen Strömungen begann seit da an eine Phase der Teilhabe, “

    Das kapiert kaum einer hier. Zwar gibt es Differenzen über die exakte Terminierung des Schiitischen Erwachen, aber auf jeden Fall sind die Früher und öfter erwacht, als die Sunniten.

    Unübertroffen dazu: „Hamza“ (den diese Scheich-Knechte „den Bauarbeiter“ nannten)

    Heute rufen alle Menschen nach Gerechtigkeit


  8. Was wir derzeit erleben, ist der Kampf zwischen den drei Linien des politischen Islams. Für die Muslimbrüder wird es entscheidend sein, wie sie sich mit den beiden anderen Islamismen – dem Islam der Petrodollars und dem von „Explosion und Exkommunikation“ auseinandersetzen.

    Schauen wir uns diese drei Richtungen einmal an:

    Die Muslimbrüder sind im Mittelalter gefangen. Es gibt keine Herrschaft des Rechts mehr. Die Touristen bleiben aus (wer könnte es Ihnen verdenken) und Lebensmittel werden auch nicht mehr subventioniert. Mursi weigert sich weiblichen Regierungschefinnen die Hand zu geben (er kann nicht einmal die Hand küssen, die ihn füttern soll) und spielt lieber mit seinen Murmeln.

    Die Fraktion der Petrodollars. Durch und durch bigott. Lassen auch gerne mal auf die eigene Bevölkerung schiessen, wenn die einen nicht genehmen „arabischen Frühling“ durchführen möchten. Auch Anhänger einer mittelalterlichen Denkweise, die Hexen verurteilt, Ehebrecherinnen steinigt, Schwule verfolgt und andere Kriminelle gerne einmal von einem Baukran zappeln lässt.

    Die Salafisten / al Qaida / al Nusra: man brauch sich nur Vogel und Lau (der Islamist, nicht der Journalist) ansehen um die politische Reife dieser Bewegung zu beurteilen.


  9. Ach so,

    noch eins: nachdem die Grosswetterlage wieder militärische Operationen ermöglicht, wird hier ein Gang zugelegt. Ich fordere einen Auftritt von Bibi in der Uno mit der Zeichnung der mobilen syrischen Waffenlabore. Glück gehabt, Nordkorea! Die Karawane ist weitergezogen.

  10.   Thomas Holm

    @ GS

    General semantics heißt „Allgemeine Semantik“ auf deutsch.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Korzybski#Allgemeine_Semantik