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Oh je! Jetzt machen Köche auch noch Wurst…

Von 11. Mai 2008 um 08:24 Uhr

…das war der – nicht gerade aufmunternde – Kommentar unseres Metzgers, als ich ihn fragte, ob er unser Wildschweinbratwurst-Brät in seiner Abfüllmaschine zu kleinen Würstle formen könnte.

dsc03122.JPG

Nach einigen Probeproduktionen, denke ich, haben wir es ganz gut hingekriegt. Vor allem die Gewürze. Kein Fertig-Thüringer-Rostbratwurst-Gewürz, ich mische selbst:

Salz, Pfeffer, Majoran, Muskatblüte, Zitronenschalenabrieb und Knoblauch.

Das Brät besteht aus Wildschweinfleisch, Bauchspeck und weißem Fett vom Hausschwein, ohne das die Wildwürstle viel zu trocken wären. Als Beilage zum Spargel, oder einfach in einem Weckle mit Senf.

Kategorien: Fleisch, Wild
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Warum verwenden Sie kein Wildschweinfett? Hat es etwa damit zu tun, dass im Wildschweinfett erhöhte Mengen von chlorierten Kohlenwasserstoffverbindungen gefunden werden (die ganze Palette von DDT, DDD, DDE, alpha-u. beta-HCH u. HCB)?
    Es ist ein Indiz dafür, wie kontaminiert (oder besser: versaut) unsere Umwelt schon ist.
    Gefährlich werden die bekannten Mengen allerdings nur bei andauerndem Genuss von fettem Wildschweinfleisch. Deshalb sollte man auch nicht täglich spanischen Eisbergsalat essen!

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    • 11. Mai 2008 um 12:30 Uhr
    • Klaus
  2. 2.

    Also dieses Mal habe ich kein Wildsaufett verwedet, weil die Sau einfach keines mehr hatte. Bei uns im Schwarzwald geht es den Schwarzkitteln über den Winter nicht so gut, sie werden auch nicht mit Futter vollgestopft, ausserdem müssen sie den Berg hoch und wieder runter laufen, das hält fit, Spaß beiseite, es ist schon ein gewaltiger Unterschied, wenn man eine Wildsau aus einem Gebiet mit vielen Maisäckern oder Eichenbäumen bekommt. Da ist viel Fett unter der Schwarte.
    Auf 10kg Brät brauchts 2,5kg pures Fett. Ich weiß von einem Metzger der eine 100% Wildsauwurst gefertigt hat, das geht auch. Und bei der ober erwähnten Palette mit DDT usw. wird mir ganz übel….

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    • 11. Mai 2008 um 12:47 Uhr
    • Karl-Josef Fuchs
  3. 3.

    Machen Sie Ihre Würste ruhig weiter, lieber Karl-Josef!
    Mir fiel nur auf, dass Sie Fett vom Hausschwein verwenden.
    Im übrigen kommts ja drauf an, wo man die Sauen findet. Bei Ihnen im Schwarzwald wird es wohl nicht so dramatisch mit den Belastungen sein. Aber wenn man mal in der Pfalz schaut, um eine grosse bekannte Chemiefabrik herum oder….!
    Das ist wie mit Spargel, der 30 m neben der Autobahn geerntet wird. Da finden sich auch ganz andere Konzentrationen als bei solchem, der bspw. entlang des früheren innerdeutschen Grenzstreifens angebaut wurde.

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    • 11. Mai 2008 um 12:56 Uhr
    • Klaus
  4. 4.

    [...] in der Zeit von 11 – 19 Uhr eine Sülze vom Hinterwälder Rind, Bibiliskäs mit Rettichscheiben, Wildschweinbratwürstle und natürlich unseren Käse [...]

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  5. Kommentar zum Thema

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