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Chorizo-Risotto mit grünen Bohnen

Von 29. Juli 2008 um 12:41 Uhr
Chorizo-Risotto mit grünen Bohnen

Der Zipfel Rest-Wurst, das Parmesanstückchen und eine Hand voll Bohnen verwandeln sich mit Arborioreis und gaaanz viel Butter zu einem cremigen Klassiker


140 g Risottoreis
70 g Chorizo
1 Glas Weisswein
1 Brühwürfel
2 EL Butter
50 g Parmesan
1 Hand voll Bohnen
1 kleine Zwiebel
500 ml Wasser

Wie immer bei italienischen Gerichten wissens die Deutschen eh viel besser. Bei Risotto kann der Unwissende Teutone aber besonders viel falsch machen, die Brühe muss nämlich unbedingt selbst angesetzt sein, der Reis direkt importiert von dem einen (DEM EINEN!) Reisbauer aus der Poebene, und der Parmesan, au der Parmesan! Wir nehmen ja strenggerochen nur Grana Padano, und zwar den 36-monatigen…

Alles bliblablubb, REZEPTOR macht heute mal die nicht-so-hyper-italienische Variante, wobei ich mir auch sehr gut vorstellen kann, dass sich viele Mama Miracolis heutzutage auch Instant-Risotto von Nestlé in der Mikrowelle aufwärmen.

Also Pronto Ragazzi und schon gehts los: In einem kleinen Topf 500 ml Wasser zum kochen bringen und soviel Brühwürfel oder Gemüsebrühepulver reinleeren, dass eine leichte, nicht allzu konzentrierte Brühe entsteht. Wer unbedingt Brühe selbst machen möchte, hier http://blog.zeit.de/rezeptor/2007/09/21/griesnockensuppe_460 steht wies geht.
Diese Brühe sollte auf der ausgeschalteten Herdplatte warm parat stehen.

Die Zwiebel schälen, atomisieren und in einem mutigen Schuss Olivenöl und medium Temperatur glasig anschwitzen. Das dauert vielleicht vier Minütchen, nach der Hälfte kann man auch den Reis mit reinleeren, der wird ebenfalls glasig geschwitzt. Jetzt ist es sehr wichtig, dass hier nichts braun wird und Bitterstoffe entstehen! Gegebenenfalls den Topf ab und zu mal neben den Herd ziehen und sobald der Reis drin ist: Rühren, rühren, rühren – das geht jetzt 20 Minuten genau so weiter. Zum Weissweinöffnen muss man mit dem Rühren natürlich kurz innehalten, dem Rührenden sei das erste Degustationsglas nebenbei gegönnt.
Wenn der Topfinhalt schön durchsichtig ist kann mal ein kleiner Schöpflöffel heisse Brühe angegossen werden. Die Hitze auf ein Drittel runterfahren und immer wieder rühren bis alle Flüssigkeit im Reis aufgesogen ist. Wenn die Herdplatte zu heiss ist, verdampft zu viel, also langsam und sachte arbeiten.

Und sobald die Flüssigkeit komplett weg ist wieder Brühe nachgiessen. Diese Prozedur etwa 20 Minuten lang wiederholen, nach einer Viertelstunde den Reis aber schonmal auf al Dente testen. Je nach Sorte und Alter dauert es zwischen 15 und 30 Minuten… Und immer mal wieder Weisswein angiessen; wenn er zu kalt ist nur ganz wenig, damit die Kompletttemperatur nicht so weit sinkt und der Garprozeß abbricht.
Man muss auch nicht immerzu rühren, man kann auch inzwischen mal den Parmesan reiben und die Chorizo in Scheiben schneiden, sollte sie nicht schon in diesem Zustand vom Metzger kommen.

Ganz zum Schluss – also kurz vor al Dente – kommt die Chorizo in Viertelscheibchen rein, der Risotto wird dann schön gelb-orange-rot. Kurz rührend ziehen lassen und dann pro Person etwa ein EL Butter sowie ein EL geriebenen Parmesan unterheben. Der Risotto bekommt dann diese herrlich cremig-fliessende Konsistenz… Kurz nochmal auf Salz abschmecken und sofort servieren.

Achja, die grünen Bohnen kochen natürlich nebenbei: Total versalzenes Wasser aufsetzen und bei jeder Bohne vorne und hinten ein Zentimeter abschnibbeln. Zehn bis zwölf Minuten kochen und dann kalt abschrecken, das stoppt den Garprozess und die Dinger behalten ihre schöne grüne Farbe. Mit dem Risotto zusammen gutaussehend auf den Tellern anrichten.

Kategorien: Resterampe
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Aaaah, Chorizo! Du köstliches Amalgam von Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch und Fett…

    • 30. Juli 2008 um 23:50 Uhr
    • Jenny
  2. 2.

    Da kocht ihr mal 3 Jahre dem Trend hinterher. Stand damals in der Zeit http://www.zeit.de/2005/51/Chorizo_51

    • 31. Juli 2008 um 14:31 Uhr
    • Hebi
  3. Kommentar zum Thema

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