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Weißkohl-Curry mit geschmorter Hähnchenbrust

 

040110

Heute wieder mal was Asiatisches, aber mit „Kraut“ in einer ungewöhnlichen Hauptrolle.

Für 2 Personen:
2 kleine Hähnchenbrustfilets
1/2 kleiner Kopf Weißkohl
4 Karotten
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 kleines Stück Ingwer
Rosinen
Cashewkerne
Gemüsebrühe
Currypaste (Asiashop)
1 Limette
Öl
Salz
Pfeffer
frischer Koriander
100 g fetter Joghurt
Asiatischer Klebreis

040110Den Weißkohlkopf vierteln, den Strunk großzügig entfernen und dann die einzelnen Blätter abschälen. Eventuelle dicke Blattrippen können ebenfalls rausgeschnitten werden, die übrig gebliebenen dünnen Lappen dann in gabelgerechte, aber nicht zu kleine Stücke schneiden.
Die Möhren schälen, oben den Strunk und unten die Wurzel abkappen und den Rest schräg in einen halben Zentimeter dicke Scheiben schnippeln. Die Zwiebeln schälen und achteln, den Knoblauch schälen und atomisieren, den Ingwer schälen und quer zur Faser in hauchdünne Scheibchen schneiden.

Dann in einer großen, leeren Pfanne die Cashewkerne auf mittlerer Hitze rösten. Aber Achtung: Erst passiert unendlich lange gar nichts und innerhalb von Sekunden werden sie schwarz. Die goldbraunen Kerne irgendwo abseits der Hitze parken.

Stattdessen drei EL neutrales Öl in die heiße Pfanne leeren und darin die Zwiebeln anbraten. Ab und zu umrühren, nach zirka zwei Minuten die Karotten dazugeben und noch mal zwei Minuten später den Knoblauch. Jetzt kann auch schon die Currypaste mit dazu, je nach Sorte und Schärfe zwischen einem halben TL und zwei EL, anfangs erst mal vorsichtig rantasten.
Dann den Weißkohl in die Pfanne geben, alles vorsichtig, aber gewissenhaft umrühren, noch eine Minute warten und dann die Pfanne mit einer Tasse Gemüsebrühe ablöschen. Eine halbe Handvoll Rosinen, die Cashewkerne plus den Saft einer halben Limette dazu, auf Salz abschmecken, Deckel drauf und zwanzig Minuten auf leiser Hitze sich selbst überlassen.

Inzwischen eine kleine Pfanne und zwei EL neutrales Öl auf Dreiviertelhitze bringen und darin die Hühnerbrüste beidseitig langsam goldbraun anbraten. Dann erst salzen, pfeffern und auf dem Gemüsebett und unter dem Pfannendeckel zu Ende schmoren.

Parallel zu allem den asiatischen Klebreis nach Packungsaufschrift zubereiten.

Dann die garen Hühnerbrüste vorm Servieren zweimal durchschneiden und auf Gemüsebett servieren. Auf den Reis kommen Korianderblätter und zum Schluss noch ein kleiner Klacks kalter Joghurt aus dem Kühlschrank.

8 Kommentare


  1. Als farbliche Anregung – im Asialaden gibt es auch schwarzen Klebereis.

  2.   hund

    ungewöhnlich vor allem für unsere europäischen gaumen. habe dieses gericht als standard mittagessen in malaysia kennengelernt, allerdings in seiner „unedlen“ form: auf möhren, rosinen u cashewkerne wird verzichtet und statt der hänchenbrust werden hühnerteile (schenkel,etc..) mitgeschmort.

    wichtig dabei ist, dass traditionelle curry gerichte oft einem eintopf oder einem ragout gleichen. dass heißt je länger sie bei geringer hitze schmoren umso besser werden sie und am besten schmecken sie am nächsten tag.

  3.   concise

    hat mein früherer Mitbewohner öfters gekocht: wirklich sehr sehr lecker!


  4. Als ich der Asiafrau sagte, dass ich Klebreis für ein Curry brauche, hat die mich ausgelacht. Klebreis ist für Desserts. Für Currys nimmt man den normalen.


  5. @Anisstern: Dann würde ich aber mal zurücklachen! Klebereis wird in der asiatischen Küche mitnichten nur bei Desserts eingesetzt! Vielleicht in der Provinz, aus der Deine „Asiafrau“ stammt, aber Asien ist groß! 🙂

  6.   Petra

    Mit dem Klebreis hat man sich hier im Zweifel geschickt gemogelt. „Nach Packungsbeilage zubereiten“ passt immer und ignoriert das häufige Missverständnis um Klebreis. Häufig die Bezeichnung für klebrig und nicht locker körnig gekochten normalen Langkornreis kann auch der echte Klebreis gemeint sein, der hier bei dem Rezept auch passen würde. Den gibt es tatsächlich nicht nur für Süßspeisen in Thailand und Korea bspw. Um Klebreis aber Beilagentauglich hin zu bekommen, muss er gedämpft werden, sonst gibts Pappsch.
    http://goccus.com/campus.php?id=186

  7.   Tomi

    lecker

  8.   Caschi

    Lecker! Und dazu würde ich als Wein einen fruchtigen Riesling empfehlen.