Hähnchen mit Kichererbsen

Bei diesem arabisch angehauchten Schmortopf zergeht das Hähnchenkeulenfleisch fast wie von selbst auf der Zunge
Für 2 Personen:
2 Hähnchenschenkel
200 g getrocknete Kichererbsen
250 ml Hühnerbrühe
1 Tomate
1/2 Zitrone
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Chilischoten
1 kleiner Knubbel Ingwer
1 EL Tomatenmark
frischer Koriander
Koriandersaat
Kreuzkümmel
Nelken
Thymian
Salz
Pfeffer
Falls man im Supermarkt nicht fündig wird: Getrocknete Kichererbsen gibt’s entweder beim türkischen Gemüsehändler oder im Reformhaus. 200 g davon bzw. eine zu zwei Drittel gefüllte Kaffeetasse in einer Schüssel mit viel kaltem Wasser mindestens zwölf Stunden vor dem eigentlichen Kochen einweichen. Kichererbsen aus der Blechbüchse sind nur im absoluten Ausnahmefall zu akzeptieren, Dosenware schmeckt halt wie Dosenware.
Am nächsten Tag die rote Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden, die Knoblauchzehen schälen und anschließend atomisieren. Die Chilischoten wie immer längs halbieren, mit einem scharfen Messer den Strunk entfernen und alles rausschneiden, was weiß oder kernig. Das rote Fruchtfleisch dann in feine Ringe schnippeln.
Sechs EL Olivenöl im Schmortopf auf fast volle Temperatur hochfahren und die Hähnchenschenkel von beiden Seiten knusprig goldbraun anbraten. Jetzt die Zwiebelringe dazu geben und zirka eine Minute mit anbraten, dann noch für 20 Sekunden die Knoblauchwürfelchen mit rein und als letztes den EL Tomatenmark. Unter ständigem Rühren alles noch mal 20 bis 30 Sekunden rösten und anschließend den Topfinhalt mit 250 ml Hühnerbrühe ablöschen. Die kann Instant aus dem Glas sein, wer Selbst-gemachte auf dem Herd bzw. im Tiefkühler hat, darf natürlich auch diese angießen. Mit einem Kochlöffel noch eventuelle Bratrückstände vom Topfboden in die Flüssigkeit kratzen.
Ein EL Koriandersaat, fünf Nelken und zwei Prisen (grobes) Salz in einem Mörser zu Pulver verarbeiten. Die Ingwerknolle schälen und in feine Würfel schneiden. Zusammen mit einem halben TL Thymian, einem halben TL Kreuzkümmel, den klein geschnittenen Chilis und den Saft einer halben Zitrone in den Topf geben. Die Tomate entstrunken, vierteln und am Ende noch die abgegossenen Kichererbsen dazu. Salzen, pfeffern, den Deckel drauf und alles etwa eine Stunde auf kleinster Flamme sich selbst überlassen.
Kurz vorm Servieren die Hühnerschenkel aus der Soße hieven und mit Hilfe von zwei Gabeln das Fleisch von den Knochen trennen. Wer labberige Hühnerhaut nicht so gerne mag, darf diese inklusive den Knochen jetzt entsorgen, das Hühnerfleisch wandert wieder in den Topf.
Noch mal kurz aufkochen lassen und mit frischen Korianderblättern bestreut servieren, dazu passt Fladenbrot, Ciabatta oder ähnliches.
klingt sehr interessant, vor allem die kichererbsen machen es so lecker, werde es am wochenende ausprobieren…
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Verspricht lecker zu werden, aber gerade bei Kichererbesen finde ich, dass sie ein Essen nicht verderben, wenn sie aus der Dose kommen.
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Vorgemerkt. Übrigens: Zu schmorende Hühnervögeln bzw. deren Teilen ziehe ich vor dem Anbraten die Haut ab. Zwei Huhnfüße mit Haut in 6 EL Öl; das gibt ja Unmengen von Fett im Topf …
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@René: Das mit den Unmengen von Fett stimmt. Es ist aber sehr aromatisch und schmeckt super. Vielleicht tastest Du Dich ja Esslöffelweise man ran
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Ja das ist schon eine Menge an Fett
Ich habe mir aus diesem Grund einen sogenannten Chikko von Römertopf gekauft. Das ist ein Hähnchenständer auf dem das Händel drauf gesetzt wird. So wird es richtig schön knusprig von allen Seiten und das Fett sammelt sich im Ständer. Ich möchte ihn echt nicht mehr missen.
Ist schon erstaunlich wie viel Fett aus einem einzigen Hähnchen austritt.
Ganz liebe Grüße Daggi
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Unmengen Öl… dass ich nicht lache. Geht das schon wieder los?! Leute, “Fett” macht den Geschmack u.a. aus! Man isst das ja nicht jeden Tag, aber besser man isst ab und zu mal was “fettiges” und ist dann wirklich satt, anstatt dauernd auf jedes Grämmchen Fett zu verzichen und dann nebenher dauernd was zu “fressen”, weil man nicht wirklich satt ist. DAS macht dann auf die dauer fett!
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“Kichererbsen aus der Blechbüchse sind nur im absoluten Ausnahmefall zu akzeptieren, Dosenware schmeckt halt wie Dosenware.”
aber Instantbrühe ist dann wieder ok?
Mal abgesehen davon – ich habe noch keine besser gegarten und qualitativ ordentlichen Kichererbsen gesehen als die von BAKTAT aus der Dose.
Ich habe ohnehin oft bei Hülsenfrüchten, gemeint sind nicht die jungen, sondern die ausgereiften Samen von Bohnen, Erbsen, Linsen, den Eindruck, dass die industrielle Verarbeitung die Teile besser “aufschließt” als Einweichen und stundenlanges Köcheln auf meinem Herd.
Frisches Gemüse frisch zu verwenden halte ich ja auch für sinnvoll (Grüne Erbsen oder Champignons aus Dose und Glas – sowas ist klar nicht der Hit), aber bei Hülsenfrüchten die man eh lange weichkochen muss, da seh ich die Notwendigkeit auf Dosenware zu verzichten nicht.
Fett? Extrem überschüssiges Fett kann man ja auch ganz simpel mit dem Löffel von der Soße abnehmen.
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“Fett? Extrem überschüssiges Fett kann man ja auch ganz simpel mit dem Löffel von der Soße abnehmen.”
Oder einfach mit einem Küchenpapier, indem man es über die Oberfläche der Flüssigkeit zieht. Funktioniert prima. Bisschen Fett schmeckt allerdings auch prima.
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