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Süße Schupfnudeln mit Mohn und Pflaumen

Von 15. November 2012 um 17:44 Uhr

Wenn die Tage kürzer werden, geht die süße Hauptspeisen-Saison wieder los!

Für zwei Personen:
250 g mehligkochende Kartoffeln (bereits am Vortag gekocht)
150 g Mehl
1 Eigelb
30 g Zucker
1 kleines Glas eingelegte Pflaumen
1 Prise Zimt
20 g Butter
15 g Blaumohn
Puderzucker
Balsamicoessig
Salz
Melisse oder Minze zum garnieren

250 Gramm bereits am Vortag gekochte Kartoffeln schälen und mit einer Kartoffel-, einer Spätzlepresse, oder sonstwie durchdrücken.
Den Kartoffelschnee in einer Schüssel mit 150 g Mehl, einem Eigelb, 20 g Zucker und einer Prise Salz zu einem festen Teig kneten. Mit den Knethaken des Elektroquirls geht das ganz praktisch, mit beiden Händen macht es aber mehr Spaß.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus dem glatten Teig dann eine lange Rolle formen, und davon kleine Stücke abschneiden. Diese mit bemehlten Händen zu Nudeln schupfen, die an beiden Enden spitz zulaufen; in Süddeutschland sagt man auch “Bubespitzle” dazu ;-).
Und bitte nicht zu große Schupfnudeln machen, die gehen später beim Kochen noch etwas auf.

Es dauert etwas, bis man den ganzen Teig verarbeitet hat, parallel dazu kann schon mal ein großer Topf Salzwasser zum Kochen gebracht werden.

Die rohen Schupfnudeln dann im leicht köchelnden Wasser garen. Nach kurzer Zeit steigen sie an die Oberfläche, dann sind sie fertig und man kann sie mit einer Schöpfkelle in ein Sieb hieven.
Wenn sie eingermaßen gut abgetropft sind, werden sie bis zur weiteren Verarbeitung auf einem sauberen Küchentuch geparkt.

In einem kleinen Topf ein oder zwei EL Zucker auf mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen. Sobald er eine mittelbraune Farbe angenommen hat, alles mit einem guten Schuss Plaumen-Einlegewasser ablöschen, und mit einem Hauch Zimt und ein paar Tropfen Balsamicoessig würzen.
Die gewünschte Anzahl eingelegte Pflaumen dazu geben und diese Sauce warm stellen.

In einer Pfanne einen EL Butterschmalz auf Dreiviertelhitze bringen und darin dann die Schupfnudeln braun braten. Anschließend auf einem Teller parken.
Stattdessen zwei EL Butter in die noch heiße Pfanne und sofort drei bis vier EL Blaumohn dazu. Kurz mitrösten lassen, dann die Schupfnudeln wieder dazu geben und alles gut schwenken.

Jetzt kann auch schon serviert werden: Auf jedem Teller einen kleinen Saucenspiegel gießen, dann Schupfnudeln und Pflaumen drauf setzen, den Rest der Sauce verteilen und ordentlich Puderzucker drauf sieben. Mit Melisse- oder Minzblättchen garnieren.

Alle unsere Rezepte von A-Z gibt’s hier.

Kategorien: Aprés Ski
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Schaut ganz wunderbar aus und kommt auf meine Nachkochliste!

    • 16. November 2012 um 09:28 Uhr
    • Gerald
  2. 2.

    Ich bekomme Hunger aber es gibt in Singapore kein Mohn :-(

    • 17. November 2012 um 09:57 Uhr
    • ManRai
  3. 3.

    Ein sehr gutes, traditionelle Gericht. Wer zu viele Schupfnudeln gemacht haben sollte (die Mengenangaben erscheinen mir für zwei Personen doch sehr hoch), der kann die Schupfnudeln auch einfrieren und dann eventuell auch nicht süß genießen, z. B. als Beilage zu Wild oder zu einem Gänsebraten.

    • 17. November 2012 um 10:23 Uhr
    • Tiroler
  4. 4.

    Was, bitte, sind “eingelegte Pflaumen”?

  5. 5.

    Meine Großmutter hat Gurken eingelegt und Pflaumen eingemacht. Für mich hatten beide Wörter aber immer fast die gleiche Bedeutung. Es geht darum, Obst oder Gemüse durch gewisse Konservierungstechniken haltbar zu machen. Im Falle der Pflaumen wird üblicher Weise, wenn man nicht gerade Pflaumenmus macht, das Einkochen in einer gezuckerten Lösung bevorzugt. Das Ergebnis ist ein Pflaumenkompott. Dennoch spricht man nicht vom Kompostieren. Einmachen ist wohl bekannter als Einlegen, denn wenn man so ein Glas aufmacht, dann geht es ans Eingemachte und nicht ans Eingelegte. Dennoch ist Einlegen durchaus akzeptabel, sofern man nicht zu viel Zucker verweendet.

    • 22. November 2012 um 21:44 Uhr
    • Tiroler
  6. Kommentar zum Thema

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