Froschkrawatte – die Auflösung
Kalt, ganz kalt. Laut Herrn Th. (und wenn das alles jetzt gleich sehr nach Blödsinn klingt, ist einfach er schuld) sind Froschkrawatten Damenbinden. Weil v.a. in Süddeutschland das weibliche Geschlechtsteil “Frosch” heißt.
Kann allerdings, nachdem es eine Kindheitsgeschichte war, auch mittlerweile wieder ausgestorben sein, der Begriff. Schade, eigentlich.
Kategorien: Fundstücke
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“Süddeutsch” ist ein weiter Begriff, viele meinen damit München und Umgebung. Ich bin südlich von Lörrach aufgewachsen und kenne “Fröschchen” nur als nicht-abwertende gemeinte Bezeichnung für junge, geschlechtsreife Frauen. Viel geläufiger dagegen ist mir “Schneck” für a) die Tierchen mit der Schleimspur, b) ohne Schöntrinken körperlich einigermaßen attraktive Frauen und c) deren Geschlechtwerkzeug. Ich finde den Begriff wegen der optischen und haptischen Analogie von a) und c) passend und werde nur wegen einer “Froschkrawatte” davon nicht lassen.
@9: “Geschlechtwerkzeug”???
So, nachdem sich die Bayer, im Besonderen die Allgäuer, sowie die Ösis, und die Badner gerechtfertigt haben, werde ich mich als Schwäbin zu Wort melden, dann wären wir wohl voll durch mit den Süddeutschen und Umgebung…
Auch hier kennt weder Mann noch Frau diese Froschart und wenn würd es wohl eher “a Freschle” heißen … aber mal ganz davon abgesehen wer mag den bitte schön n naßkalten Frosch in seinem Bett oder gar auf dem Küchentisch, also ich weiß ja nich …
Habe jetzt im Bornemann recherchiert.”Lexikon der Sexualität in d. Umgangssprache”.Froschkrawatte nicht zu finden, allerdings” Frosch” für junge Frau & “Krawatte” für “Penis”.Scheint also eher eine private Wortschöpfung o.ä. zu sein.
@10: Sorry, habe das Bindungs-s vergessen, sollte “Geschlechtswerkzeug” heißen (warum sagt man eigentlich nicht Frosch_S_krawatte) — oder noch nie was von “Beiss-s-Zange” gehört??
Glaube, es ging weniger um das Bindungs-s….
Eher um die etwas….öhm…pragmatische
Wortwahl..
@14: Man sollte die Dinge beim Namen nennen, daß die Funktion eindeutig klar ist und keine Mißverständnisse entstehen. Sehr wohl entspringt die Wortwahl einem etwas distanzierten Blick; ich verwende eine andere Sprache, wenn ich tiefer in der Sache involviert bin.
Wobei es ja irgendwie logischer wäre, ein Tampon damit zu bezeichnen – weil das Rückholbändchen schaut ja irgendwie aus wie… (muss ich das noch genauer ausführen?)
oder?