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Die Köpfe der NPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern

 

Am 17. September 2006 wählte Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Mit 7,3 % der Stimmen zog erstmals nach der Wende mit der NPD eine rechtsextremistische Partei in den Landtag ein. Im Folgenden stellen wir die wesentlichen Köpfe der NPD MV kurz vor:
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Udo Pastörs (NPD)Der Einpeitscher: Udo Pastörs

(* 1952, Uhrmachermeister)

• Vorsitzender der NPD-Landtagsfraktion
• kraft Amtes Mitglied im NPD-Landesvorstand M-V

Pastörs ist der Einpeitscher der Fraktion. Mit zahlreichen Ordnungsrufen führt er die Rangliste der Provokateure überlegen an. Insbesondere vor freien Kameraden attackiert er gerne das Wertefundament der Bundesrepublik Deutschland.

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Tino Müller (NPD)Der radikale Neonazi: Tino Müller

(* 1978, Maurer)

• Erster stellvertretender Vorsitzender der NPD-Landtagsfraktion
• Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Uecker-Randow
• engagiert in „Soziales Nationales Bündnis Pommern“, Bürgerinitiative „Schöner und sicher wohnen in Ueckermünde“, „Nationalgermanische Bruderschaft (NGB)“ und „Heimattreue deutsche Jugend (HdJ)“

Er ist eine der zentralen Personen in der Kameradschaftsszene Vorpommerns. Die von ihm maßgeblich mitorganisierte Bürgerinitiative „Schöner und sicher Wohnen in Ueckermünde“ sammelte 2004 ca. 2.000 Unterschriften gegen ein Asylbewerberheim im Stadtzentrum von Ueckermünde.

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Michael Andrejewski (NPD)Der Langzeitstudent: Michael Andrejewski

(* 1959, Jurist)

• Mitglied des Kreistages Ostvorpommern und der Stadtvertretung Anklam

Nach der deutschen Vereinigung kam er aus Hamburg nach Rostock, wo er mit der Liste „Rostock bleibt deutsch!“ zur Bürgerschaftswahl antrat. Seit 2003 wohnt er in Anklam. Dort will er auch als Bürgermeister kandidieren. Andrejewski studierte insgesamt fast 20 Jahre, davon mehr als 30 Semester Jura. Er ist in der NPD-Fraktion für Rechtsfragen zuständig und engagiert sich mit Hartz IV-Sprechstunden.

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Stefan Köster (NPD)Der Organisator: Stefan Köster

(* 1973, Versicherungskaufmann, Betriebswirt/VWA)

• Zweiter stellvertretender Vorsitzender und Parlamentarischer Geschäftsführer der NPD-Landtagsfraktion
• Landesvorsitzender der NPD M-V, Bundesgeschäftsführer der NPD
• Mitglied des Kreistages Ludwigslust

Köster wechselte im NPD-Landesvorstand nach dem Tod des Vorsitzenden Eisenecker vom Pressesprecher auf dessen Posten. Im Dezember 2004 trat er am Rande des Landesparteitages der NPD Schleswig-Holstein in Steinburg b. Itzehoe auf eine am Boden liegende Gegendemonstrantin ein und wurde hierfür rechtskräftig verurteilt. Köster hält als parlamentarischer Geschäftsführer und NPD-Landesvorsitzender die organisatorischen Fäden in der Hand.

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Birger Lüssow (NPD)Der Totalausfall: Birger Lüssow

(*1975, Energieelektroniker)

• Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Mecklenburg-Mitte
• Mitglied der „Aktionsgruppe Festungsstadt Rostock“ und im „Kameradschaftsbund Mecklenburg“

Er gilt als wichtiger Akteur der freien Szene im mittleren Mecklenburg. So übernahm er bspw. jüngst die Organisation von NPD-Solidaritätsdemos für den Rostocker Naziladen ECC. In der Parlamentsarbeit hingegen tut sich Lüssow schwer. Er gilt als parlamentarischer Totalausfall.

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Raimund Borrmann (NPD)Der Skurile: Raimund Borrmann

(*1960, Koch, „Philosoph“)

Er ist der große „Unbekannte“ der Fraktion. In der DDR absolvierte er ein Studium zum Diplomlehrer für Marxismus-Leninismus. Laut NPD hat ihm ein Studienaufenthalt in Lyon deutlich gemacht, „dass eine mulitikulturelle Gesellschaft zum Scheitern verurteilt“ sei. Das habe ihn zum Eintritt in die NPD bewogen. Parlamentsreden hält er in einem pseudoakademischen Stil. Seine Bedeutung für die Szene ist nicht messbar.

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Peter MArx (NPD)Der Dirigent: Peter Marx

(*1956, studierte ohne Abschluss Rechtswissenschaft)

• Fraktionsgeschäftsführer der NPD-Landtagsfraktion MV
• Landesvorsitzender der NPD Rheinland-Pfalz
• Generalsekretär der NPD im Bund

Marx ist NPD-Urgestein. Er trat den Jungen Nationaldemokraten (JN) bereits im Alter von 15 Jahren bei. In den letzten Jahren sammelte er vor allem bis 2004 als Landesvorsitzender der NPD des Saarlandes sowie als Geschäftsführer der Sächsischen Landtagsfraktion Erfahrungen, ehe er nach Schwerin ging, um Aufbauhilfe zu leisten. Im Hintergrund hält er die strategischen Strippen zusammen.

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Alle Fotografien sind urheberrechtlich geschützt. Für weitere Informationen: www.endstation-rechts.de

22 Kommentare

  1.   Nils

    Hallo zusammen,

    nach längerer Abstinenz möchte ich mich gerne wieder zu Wort melden. Ich finde es prinzipiell sehr gut, wenn die teils recht abstrakte Diskussion um Rechtsextremismus mehr „Praxisbezug“ dadurch erhält, indem endlich, auch mit Bildern, die führenden Köpfe rechtsextremistischer Parteien und Organisationen sichtbar werden. Dies kann hilfreich sein, wenn durch Bekanntmachung des Werdegangs einer Person damit auch die Auseinandersetzung mit ihr erleichtert wird.

  2.   prosemit

    Lol, arisch ist anders würd ich sagen 😀

  3.   stella

    Letztlich sehen die doch aus wie „Herr Jedermann“.

    @ Nils Mit diesen Bildern und den schlanken Textchen wird der Praxisbezug erhöht und die Auseinandersetzung erleichtert?
    Mal ehrlich und ohne Worthülse – wie denn das?? Ich sehe null Unterstützung in dem Umstand, ein Foto von XY zu sehen, wenn ich mich mit den Stuss, den er absondert, auseinandersetzen will.

  4.   denise

    wie jetzt? wo liegt die relevanz? einfach nur so lieblos hingeklatscht, der wirkliche grund zur veröffentlichung fehlt…

  5.   Nils

    @stella:

    Für mich bekommt der Schrecken so zumindest Gesichter. Wenn nun z.B. bei einer Antifa-Veranstaltung einer dieser Herren im Publikum sitzt und sich zu Wort meldet (Stichwort: Wortergreifungsstrategie), so bin ich zumindest, und die Veranstalter auch, darauf vorbereitet, dass sich da jemand mit verquastem, mitunter auch esotherischem Gerede ereifert. Mir bringt es immer etwas, wenn ich weiß, wem ich bei einer politischen Auseinandersetzung gegenübersitze und ungefähr weiß, welche Argumentationsstränge und welche rethorische Schiene er fährt. Das gehört für mich im ganz engen Sinne zum Kampf gegen Rechtsextremismus dazu.

  6.   stella

    @ Nils Ich hatte extra noch gebeten „ohne Worthülse“ und nun … „der Schrecken bekommt Gesichter“.
    Ist ja ganz toll, doch die Abgebildeten treten ohnehin öffentlich auf und mussten nicht enttarnt werden. Ein Blick auf die Internetseite des Landtages MVP führt zu ähnlichen Bildern.
    Was wäre denn nun wirklich anders, wenn so ein Typ irgendwo anfängt seinen Text zu erzählen und Du hättest sein Bild nie gesehen? Nix – Du müsstest wie auf jeden anderen, dessen Bild Du nicht kennst, reagieren und fertig. Oder würdest Du nur merken wes Geistes Kind er ist, weil Du Dich an ein Bild hier erinnern kannst (wenn Du denn kannst)?
    Manchmal stellt man sich selbst echte Armutszeugnisse aus, wenn man banalste Sachen so hochjubelt.

  7.   Zuchini

    irgendwie finde ich den text extrem sachlich. wenn man bedenkt wie unsachlich und wirr diese herren normalerweise reden.

  8.   toben

    Ich finde es wichtig, wenn man gegen Nazis agitiert, nicht auf gemässigt, oder potenzielle Muster von kollektiver Identität zurückgreift. So zum Beispiel die Tatsache das der Herr Pastörs am Wertefundament der BRD rüttelt. Was soll das denn sein, das Wertefundament der BRD? Pünktlichkeit, Sauberkeit, Arbeitsamkeit? Stellst du damit nicht nur andere Messlatten an für das was deutsch sein soll? Und was passiert dann mit Nichtdeutschen? Gibt es das, deutsch? Oder ist das konstruiert?

    Ich möchte dir jetz mal nicht unterstellen in solche Denkmuster zu verfallen, ich wollte nur das Problem aufzeigen.

  9.   prosemit

    @5

    Toll diese antifa…

    hallo prosemit, wir veröffentlichen hier keine Links zu rechten Seiten // Mod, JoWo