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Dresden: Onlinedemo für alle die Zuhause bleiben

 

Viele Menschen können aus den verschiedensten Gründen nicht am Samstag nach Dresden kommen, um gegen den Naziaufmarsch zu protestieren. Die Initiative Gesicht Zeigen! hat daher eine Online-Aktion gestartet. Für alle, die auch aus der Ferne die Demonstranten vor Ort unterstützen wollen.

Hier der Aufruf zur Online-Demo gegen Naziaufmarsch in Dresden

Liebe FreundInnen, Mitglieder und UnterstützerInnen,

wie Ihr wisst, soll am kommenden Samstag eine der größten Nazi-Demos Europas in Dresden stattfinden. Ein breites Aktionsbündnis wird versuchen, dies zu verhindern.

Egal, ob Ihr bei der Gegendemo in Dresden dabei sein werdet oder nicht: Ab sofort habt Ihr die Möglichkeit, online gegen den braunen Aufmarsch zu demonstrieren. Auf der Seite www.schoener-leben-ohne-nazis.de könnt Ihr einfach Euer Foto hochladen und so euer „Gesicht zeigen“. Rund tausend Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands geben den Dresdener Demonstranten jetzt schon Rückenwind. Unabhängig von der politischen Couleur wollen wir Farbe bekennen.

Klickt hier und ladet Euer Foto in die Online-Demo, denn wir alle wollen: Schöner leben ohne Nazis!

Schöner leben ohne Nazis ist ein Projekt der Netzdemokraten zusammen mit Gesicht Zeigen!

Website: www.schoener-leben-ohne-nazis.de

Facebook: www.facebook.com/group.php?gid=458455425346

11 Kommentare


  1. […] Schöner leben ohne Nazis ist ein Projekt der Netzdemokraten zusammen mit Gesicht Zeigen! Website: http://www.schoener-leben-ohne-nazis.de Facebook: http://www.facebook.com/group.php?gid=458455425346 (störungsmelder) […]

  2.   Holgi

    das klingt gut, da muss ich auch rein :)


  3. […] Störungsmelder » Dresden: Onlinedemo für alle die Zuhause bleiben blog.zeit.de/stoerungsmelder/2010/02/08/dresden-onlinedemo-fur-alle-die-zuhause-bleiben_2604 – view page – cached Willkommen bei Störungsmelder. Hier geht es um Neonazis. Wo sie auftreten, was sie dabei sagen und vor allem: Was man gegen sie unternehmen sollte. […]

  4.   Paul

    Virtuellenr Mut und Zivilcourage mit Mausklicks statt den Arsch mal hochzukriegen find ich eher arm. Soll das irgendwen beeindrucken?

  5.   chb

    @ Paul

    Manchmal ist “virtueller Mut” schon viel – erst recht, wenn er auch das eigene Gesicht sichtbar macht. Ich werde damit erkennbar für andere und damit identifizierbar.
    Auch wenn es für mich wie ein kleiner Schritt aussieht, weiß ich nicht, was für Erfahrungen dahinterstehen.
    Und: Der “virtuelle Mut” kann ein Anfang sein…

  6.   Herr Vorragend

    Das ist die genialste Idee seit Jemand herausgefunden hat, dass man AIDS mit roten Schleifchen behandeln kann und Entwicklungsländer zu reichen Industrienationen werden wenn man kostenlose Konzerte besucht.

  7.   Lara

    “Viele Menschen wollen….ehhhh……können aus den verschiedensten Gründen nicht am Samstag nach Dresden kommen, um gegen den Naziaufmarsch zu protestieren.”

    Klasse…für alle, die sich zwar ein kleines Verantwortungsgefühl haben, aber dann doch nicht mehr als 5 Minuten Zeit um zu zeigen, dass sie die Nazis ja wirklich ehrlich und sowieso total doof finden, das perfekte Angebot. Übrigens: Es reisen sogar Busse mit Neonazis aus Baden-Württemberg an. Die brauchen solche Pseudoaktionen nicht…

  8.   Lara

    @chb

    Das “Gesicht zeigen” ist doch nicht mehr und nicht weniger als “gesehen werden” bzw. “sich zeigen”. Passt perfekt in die Zeit von Twitter, Facebook und StudiVZ, mit ernstzunehmender politischer Betätigung hat das nichts zu tun, eher im Gegenteil. Man muss ja nicht unbedingt nach Dresden reisen, man kann auch an seinem Ort etwas aus dem Boden stampfen, aber seien wir ehrlich: Wer will das denn? Wer hat denn Lust Zeit dafür aufzubringen? Die Leute wollen zwar keine Neonazis, aber die Zeit ist ihnen trotzdem zu schade, um sie für aktive Politik und Zivilcourage zu verbraten. Und dann wundern sich die Leute, wenn rechte Ideen immer salonfähiger werden und die politischen Gegenaktionen immer radikaler. Sorry, dafür habe ich kein Verständnis.

  9.   arno

    Ich find das maximal lächerlich!

    Wenn sich die Mitte nicht aktiv aber friedlich dem rechten Gedankengut entgegenstellt, brauch man sich nicht wundern, wenn sich der linke Flügel radikalisiert.
    Wenn ich die ganzen Ausreden und Sprüche hier in Dresden höre (Stichwort: “ist mir egal” oder “sollte gar keiner hingehen” bzw. “ignorieren”) krieg ich das kotzen. Sowas wäre in jeder anderen Stadt undenkbar.

    Ich war im letzten Jahr auch ganz nah an dem Pack dran und Dresden sollte sich schämen. 10 Gegendemonstranten auf 4km Nazis und eine Claudia Roth die weit entfernt ins Mikro brüllt “wir weichen der braunen Soße keinen Meter”

    lächerlich, auch dieses Jahr ist die Menschenkette wieder weit weg und die Nazis stehen am Neustädter Bahnhof (Ausgangspunkt der Deportation aus Dresden, heute alternatives, eher linkes Viertel).

    die schwedischen Nazis, die letztes Jahr auf dem Rasthof in Thüringen die Leute halb tot geschlagen haben werden nicht mal bestraft.

    aber zeigt ruhig euer Gesicht und fühlt euch verbunden.

  10.   chb

    @ Lara

    Natürlich kann man mit sich mit sowas auch seines schlechten Gewissens entledigen und ansonsten nichts tun.
    Aber ich kenn halt auch Leute, die Angst haben, weil sie in einer Umgebung leben, in der Rechtsextreme zum Mainstream gehören. Da kann dann das “sich zeigen” auch zum “sich outen” werden…
    (Mein Gesicht hängt seit einem Jahr unter dem Motto “Magdeburg zeigt Gesicht gegen Nazis” an einer Hauswand und ich hätt vorher nicht gedacht, wieviele Menschen mich darauf ansprechen und sich selbst nicht getraut haben mitzumachen, aber ansonsten sehr couragiert und politisch aktiv ihren Alltag leben. Es scheint halt doch was anderes zu sein, wenn ich – durch mein Gesicht oder meinen Namen – identifizierbar bin.)
    Und dann ärgert es mich, wenn wir dann die kleinen Schritte, die Menschen tun, für zu wenig belächeln und uns gleichzeitig beklagen, dass “keine/r was macht”.
    Vielleicht brauchen wir einfach andere Angebote für diese Menschen?