Wir müssen reden. Über Nazis.

Dresden: Onlinedemo für alle die Zuhause bleiben

Von 8. Februar 2010 um 20:41 Uhr

Viele Menschen können aus den verschiedensten Gründen nicht am Samstag nach Dresden kommen, um gegen den Naziaufmarsch zu protestieren. Die Initiative Gesicht Zeigen! hat daher eine Online-Aktion gestartet. Für alle, die auch aus der Ferne die Demonstranten vor Ort unterstützen wollen.

Hier der Aufruf zur Online-Demo gegen Naziaufmarsch in Dresden

Liebe FreundInnen, Mitglieder und UnterstützerInnen,

wie Ihr wisst, soll am kommenden Samstag eine der größten Nazi-Demos Europas in Dresden stattfinden. Ein breites Aktionsbündnis wird versuchen, dies zu verhindern.

Egal, ob Ihr bei der Gegendemo in Dresden dabei sein werdet oder nicht: Ab sofort habt Ihr die Möglichkeit, online gegen den braunen Aufmarsch zu demonstrieren. Auf der Seite www.schoener-leben-ohne-nazis.de könnt Ihr einfach Euer Foto hochladen und so euer „Gesicht zeigen“. Rund tausend Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands geben den Dresdener Demonstranten jetzt schon Rückenwind. Unabhängig von der politischen Couleur wollen wir Farbe bekennen.

Klickt hier und ladet Euer Foto in die Online-Demo, denn wir alle wollen: Schöner leben ohne Nazis!

Schöner leben ohne Nazis ist ein Projekt der Netzdemokraten zusammen mit Gesicht Zeigen!

Website: www.schoener-leben-ohne-nazis.de

Facebook: www.facebook.com/group.php?gid=458455425346

Kategorien: bundesweit
Leser-Kommentare
  1. 9.

    Ich find das maximal lächerlich!

    Wenn sich die Mitte nicht aktiv aber friedlich dem rechten Gedankengut entgegenstellt, brauch man sich nicht wundern, wenn sich der linke Flügel radikalisiert.
    Wenn ich die ganzen Ausreden und Sprüche hier in Dresden höre (Stichwort: “ist mir egal” oder “sollte gar keiner hingehen” bzw. “ignorieren”) krieg ich das kotzen. Sowas wäre in jeder anderen Stadt undenkbar.

    Ich war im letzten Jahr auch ganz nah an dem Pack dran und Dresden sollte sich schämen. 10 Gegendemonstranten auf 4km Nazis und eine Claudia Roth die weit entfernt ins Mikro brüllt “wir weichen der braunen Soße keinen Meter”

    lächerlich, auch dieses Jahr ist die Menschenkette wieder weit weg und die Nazis stehen am Neustädter Bahnhof (Ausgangspunkt der Deportation aus Dresden, heute alternatives, eher linkes Viertel).

    die schwedischen Nazis, die letztes Jahr auf dem Rasthof in Thüringen die Leute halb tot geschlagen haben werden nicht mal bestraft.

    aber zeigt ruhig euer Gesicht und fühlt euch verbunden.

    Antworten

    • 11. Februar 2010 um 13:36 Uhr
    • arno
  2. 10.

    @ Lara

    Natürlich kann man mit sich mit sowas auch seines schlechten Gewissens entledigen und ansonsten nichts tun.
    Aber ich kenn halt auch Leute, die Angst haben, weil sie in einer Umgebung leben, in der Rechtsextreme zum Mainstream gehören. Da kann dann das “sich zeigen” auch zum “sich outen” werden…
    (Mein Gesicht hängt seit einem Jahr unter dem Motto “Magdeburg zeigt Gesicht gegen Nazis” an einer Hauswand und ich hätt vorher nicht gedacht, wieviele Menschen mich darauf ansprechen und sich selbst nicht getraut haben mitzumachen, aber ansonsten sehr couragiert und politisch aktiv ihren Alltag leben. Es scheint halt doch was anderes zu sein, wenn ich – durch mein Gesicht oder meinen Namen – identifizierbar bin.)
    Und dann ärgert es mich, wenn wir dann die kleinen Schritte, die Menschen tun, für zu wenig belächeln und uns gleichzeitig beklagen, dass “keine/r was macht”.
    Vielleicht brauchen wir einfach andere Angebote für diese Menschen?

    Antworten

    • 11. Februar 2010 um 14:32 Uhr
    • chb
  3. 11.

    @Arno:

    Ich kann Dich irgendwie verstehen. Jedoch bitte ich Dich zu beachten, dass wirklich nicht jeder, der sich solidarisch mit den Gegendemos sieht, dort tatsächlich anwesend sein kann. Sei es, weil beruflich verhindert, sei es, weil krank, sei es, weil er/sie sich um die Familie kümmern muss.

    Wir brauchen jeden Menschen im Kampf gegen Rechtsextreme, und ich würde mich freuen, Dich bei der nächsten Gegendemo gegen die NPD, die in Friedberg im vergangenen Jahr zweimal aufmarschieren wollte, kennenzulernen. :-)

    Solidarische Grüße, Nils

    Antworten

    • 13. Februar 2010 um 22:16 Uhr
    • Nils
  4. Kommentar zum Thema

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