Wir müssen reden. Über Nazis.

10 Jahre Kampf gegen Rechtsextremismus – eine Bilanz

Von 8. März 2010 um 18:18 Uhr

Heute morgen haben wir Bilanz gezogen: unser Verein Gesicht Zeigen! wird in diesem Jahr 10 Jahren alt. Seit August 2000 arbeiten wir gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit -Zeit für Rückschau und Ausblick auf einer Pressekonferenz.


Uwe-Karsten Heye wies auf die Veränderung der rechten Szene in den letzten Jahren hin: “die Nazis sind inzwischen moderner, geben sich einen revolutionären Anstrich und sind gut vernetzt.” Seit der Wende habe es 149 Todesopfer durch rechtsextreme Gewalt gegeben.


Uli Wickert, der uns seit Gründung des Vereins immer wieder unterstützt, verwies auf die nach wie vor nötige Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte. Wir haben auch Jörg Wanke mit auf das Podium eingeladen – er ist Sprecher von der Initiative “Zossen zeigt Gesicht”. Die Aktualität des Themas konnte er gleich mehrfach belegen: am vergangenen Wochenende gab es eine Morddrohung gegen ein Mitglied der Initiative und zahlreiche Hakenkreuz-Schmierereien im Stadtgebiet, unter anderem wurden die Stolpersteine in Zossen mit Hakenkreuzen beschmiert.

Kategorien: Berlin
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Guten Abend ,

    warum steht hier noch kein Kommentar – ?

    Weil einem die Worte fehlen . . . !!

    . . . plus zu viele Menschen in Deutschland

    schauen zu

    oder

    sehen weg ,

    welchen Grund jeder auch immer hat.

    Vergelte nicht gleiches mit Gleichem -

    wie komme ich in die Köpfe , in die Herzen ,

    in die Seelen dieser Menschen , die ihre

    ( vermeintliche , angebliche oder ein
    anderes Wort )

    Menschenverachtung ausleben ?

    DAS habe ich nicht gewußt – 149 Todesopfer und fühle mich mitschuldig.

    Antworten

    • 9. März 2010 um 01:48 Uhr
    • Leserin
  2. 2.

    Der Kommentar, der hier noch fehlt:

    Gratulation!
    Und Hochachtung vor eurer Arbeit.
    Gut, dass es euch gibt.

    Antworten

    • 10. März 2010 um 17:49 Uhr
    • chb
  3. Kommentar zum Thema

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