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Input für den Flüchtlingskampf

Von 27. Februar 2013 um 20:50 Uhr
Die Flüchtlinge kämpfen weiter - und das immer organisierter © Enno Lenze

Die Flüchtlinge kämpfen weiter – und das immer organisierter © Enno Lenze

Sie haben in vielen deutschen Städten protestiert, den langen Fußmarsch nach Berlin auf sich genommen und im Winter vor dem Brandenburger Tor gezeltet. Trotzdem wollen sie immer noch weiter für ihre Rechte kämpfen: die Flüchtlinge der „Refugee Tent Action“ aus ganz Europa. Dafür haben sie einen Flüchtlingskongress in München organisiert – zum Reflektieren und zur Planung der Zukunft.

Input, Diskussion, Workshops: Aus diesen drei Bausteinen besteht das Programm des „Refugee Struggle Congress“, der vom 1.-3.März in München stattfindet. Beteiligt sind nicht nur Flüchtlinge aus Deutschland, sondern auch Protestler aus anderen europäischen Ländern. Einerseits wollen die Flüchtlinge mit Vorträgen über die vergangenen Ereignisse der Protestwelle reflektieren und analysieren, andererseits mit der Präsentation von theoretischem Wissen informieren. Damit bilden sie eine Basis für Diskussionen der Flüchtlinge, Politiker, Unterstützer und Medienvertreter.

Den Slogan "We will rise" haben die Flüchtling für ihre Proteste beibehalten © refugeecongress

Den Slogan “We will rise” haben die Flüchtling für ihre Proteste beibehalten © refugeecongress

Denn zu dem Kongress ist jeder Interessierte eingeladen – Politiker, Journalisten und Unterstützer, die sich bei den Planungen einbringen möchten, können dazu kommen. In den Diskussionsphasen dürfen Medienvertreter allerdings nicht anwesend sein – so wollen die Organisatoren des Kongresses einen geschützten Rahmen für die Protestler schaffen. „Wir wollen, dass die Flüchtlinge frei sprechen können“, sagt eine der Unterstützerinnen.

Geplant ist „Input“ zu Themen wie dem Marsch der Flüchtlinge nach Berlin, den Protestcamps und Theorien über Widerstand. Zwischendurch diskutiert das Plenum dann über die Vorträge und sammelt Ideen für die Zukunft des Protests. Am Sonntag, dem letzten Kongresstag, fassen die Kongressteilnehmer dann die Ergebnisse zusammen und präsentieren sie am Nachmittag der Presse.

Für die unabhängig protestierenden Flüchtlinge ist das Ziel des Kongresses, die kommenden Aktionen zu beraten und sich stärker mit allen aktiven Flüchtlingen zu vernetzen. Wichtig ist den Aktivisten außerdem der Austausch mit protestierenden Flüchtlingen anderer Ländern Europas.

Das war der 2. Teil meiner Artikel-Serie über das Refugee Camp Berlin.

Kategorien: Berlin
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