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Kundgebung gegen Vermieter von Neonazikneipe

Von 28. Februar 2013 um 15:35 Uhr
Protest vor der Berliner Filiale der F&M Finanzierungs- und Mietgesellschaft mbH  © Theo Schneider

Protest vor der Berliner Filiale der F&M Finanzierungs- und Mietgesellschaft mbH © Theo Schneider

Proteste zum vierjährigen Bestehen des rechten Treffpunkts „Zum Henker“ in Berlin.

Seit nunmehr vier Jahren vermietet die F&M Finanzierungs- und Mietgesellschaft mbH die Räume der Brückenstraße 14 in Schöneweide an die stadtbekannte Neonazi-Kneipe „Zum Henker“. Diese Tatsache nahmen einige Antifaschisten heute zum Anlass, um vor der Berliner Filiale des Unternehmens in der Friedrichstraße zu protestieren.

Denn trotz diverser Hinweise und Aktionen, aber auch der Berichterstattung über den rechten Szenetreff und die Gewalttaten, die in und um den „Henker“ passieren, sieht sich das Tochterunternehmen der ZBI Gruppe mit Sitz in Erlangen offenbar nicht in der Lage, dem Treiben durch eine Kündigung des Mietvertrags ein Ende zu setzen.

Hans Erxleben, Sprecher des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick, suchte vor der Kundgebung den Kontakt mit Angestellten, die ihm gegenüber beteuerten, es fehlen ihnen die rechtlichen Möglichkeiten um dem „Henker“ zu kündigen. Um diese gemeinsam auszuloten hat sich nun auch die Bundestagsabgeordnete Halina Wawzyniak (Linke) mit einem Schreiben an die Firma gewandt. Denn das Berlin Büro der F&M befindet sich nur wenige hundert Meter entfernt von ihrem Wahlkreisbüro, dass schon mehrfach durch gezielte Attacken von Neonazis beschädigt wurde.  In ihrem Schreiben heißt es: „Es liegt in Ihrer Verantwortung, ob Sie den Nazis durch ein fortlaufendes Mietverhältnis weiterhin Raum für den Ausbau ihrer Infrastruktur bieten oder ob Sie mit einer Beendigung des Mietverhältnisses aktiv dazu beitragen, dass zumindest diese Kneipe keinen Raum mehr für rechtes, faschistisches und rassistisches Gedankengut bietet.“

Die Demonstranten kritisierten, dass die F&M durch ihr Nichtverhalten für die rechte Präsenz und Gewalt in Schöneweide mitverantwortlich sei. Der rechte Szenetreffpunkt „Zum Henker“ im Berliner Ortsteil Schöneweide ist seit Jahren eine zentrale Anlaufstelle für Berliner Neonazis. Hier trafen sich mittlerweile verbotene Gruppierungen, wurden rechte Vortragsveranstaltungen durchgeführt und immer wieder kommt es auch zu Gewalt. Am 30. April wollen linke und antifaschistische Gruppen durch Schöneweide ziehen und gegen den Treffpunkt protestieren. Im Anschluss ist ein Konzert mit Bands wie ZSK, Irie Revoltes und Berlin Boom Orchestra geplant.

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Kategorien: Berlin
Leser-Kommentare
  1. 1.

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    Peter Groner, Aufsichtsratsvorsitzender
    Peter Rath, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
    Bettina Groner, Aufsichtsratsmitglied

    • 28. Februar 2013 um 18:50 Uhr
    • klaus
  2. 2.

    [...] via störungsmelder: Kundgebung gegen Vermieter von Neonazikneipe [...]

  3. Kommentar zum Thema

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