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Tag für Tag für Menschenrechte kämpfen

 

oplatz

Unsere Bildergalerie zum bundesweiten Flüchtlingsprotest „refugee tent action“.

Das war der 5. Teil meiner Artikel-Serie über das Refugee Camp Berlin.

6 Kommentare

  1.   Uli Ott aus Köln

    „Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.“ – Bertolt Brecht

    Ich schäme mich

    Ich schäme mich dafür in einem Land zu leben
    wo es möglich ist
    das Menschen in Lagern wohnen
    wo es möglich ist
    das Opfer zu Tätern gemacht werden
    wo es möglich ist
    das Menschen durch schlechte Unterbringung die Hoffnung genommen wird
    wo es möglich ist
    das Menschenrechte für Flüchtlinge nicht gelten
    wo es möglich ist
    das Menschen in den Tod getrieben werden
    wo es möglich ist
    das Flüchtlinge im Dreck leben
    wo es möglich ist
    das Polizisten bei der Feststellung der Identität Menschen
    bewusstlos schlagen
    wo es möglich ist
    das Menschen bei Nacht und Nebel deportiert werden
    wo es möglich ist
    das Menschenrechte mit Füssen getreten werden
    wo es möglich ist
    das Überleben nur in der Illegalität möglich ist
    wo es möglich ist
    das Menschen in die Illegalität getrieben werden
    wo es möglich ist
    das der Zutritt in Flüchtlingsheime denen, die dort niemanden kennen verboten ist
    wo es möglich ist
    das Bildung für Flüchtlinge nicht möglich ist
    wo es möglich ist
    das Bildung und Arbeit untersagt werden
    wo es möglich ist
    das Deutschland als einziges Land in der EU ein
    Gesetz zur sogenannten Residenzpflicht für Flüchtlinge hat
    wo es möglich ist
    das Flüchtlinge in Lagern über Jahre
    tagein tagaus das gleiche Essen vorgesetzt bekommen
    wo es möglich ist
    das die Masse der Bevölkerung wegsieht wenn Unrecht geschieht
    wo es möglich ist
    das dumme Serien im Fernsehen wichtiger sind als Menschen die aus Mülleimern Ihr Essen heraussuchen
    wo es möglich ist
    das Stadtteile verwahrlosen und Wirtschaftsflüchtlinge
    in Kellern leben müssen
    wo es möglich ist
    das rechten demonstrierenden Minderheiten 2000 Polizisten zum Schutz bereitgestellt werden
    wo es möglich ist
    das Flüchtlinge in Lagern ungeschützt rechten Angriffen ausgesetzt sind
    wo es möglich ist
    das ein Mensch nicht einfach ein Mensch ist

  2.   Caro Lobih

    Vielen Dank für diese ausführlichen und vor allem wahren Worte zu einer tatsächlich für uns blamablen Situation in einer sogenannten modernen Gesellschaft.


  3. […] So sieht der Berliner auch in der Bewegung des refugee protest ein großes Potenzial. „Die Selbstorganisation der Flüchtlinge sorgt für Bewunderung und hat meinen größten Respekt“, so der 45-Jährige. Die Flüchtlinge widersetzten sich bewusst ungerechten und rassistischen Gesetzen, trotz der möglichen Konsequenzen, weiß Stegemann. Er hat die Flüchtlinge seit ihrer Ankunft letzten Oktober in Berlin begleitet und weiß, dass ihr Protest keine bequeme Lösung ist: „Sie sitzen nicht hier und warten, sondern fordern ein, was ihnen zusteht: Ganz einfache Menschenrechte.“ […]


  4. […] Polizeieinsatzes gegen die Flüchtlinge ansprechen. Daher kamen ein paar Flüchtlinge vom refugee camp am Oranienplatz zum Abgeordnetenhaus, um sich das anzuhören. Die Haussicherheit wollte aber eine unangemeldete […]


  5. […] die Zustände für Flüchtlinge verbessern wollen. „Das ist die Intention aller Flüchtlinge vom Oranienplatz, und ich gehöre dazu“, sagt Khan. Er glaubt nicht, dass die Politiker die Forderungen der […]


  6. […] konnten dort bisher geschützt den Winter verbringen, während der andere Teil der Protestler am Oranienplatz campiert. Wie lange die Asylbewerber dort noch bleiben dürfen, ist bisher […]