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Jetzt doch: Rechter Aufmarsch von Hooligans am Sonntag in Berlin

 
Auf Facebook wird der rechte Aufmarsch beworben
Auf Facebook wird der rechte Aufmarsch beworben

Für Sonntag planen rechte Hooligans und Neonazis einen Aufmarsch in Berlin-Mitte. Ab 11 Uhr wollen sich die Rechten am Alexanderplatz an der Weltzeituhr treffen, um dann vom Berliner Congress Centrum (BCC) zum Rosa-Luxemburg-Platz zu ziehen. Eine ursprünglich geplante Route zum Reichstag wurde dem Anmelder von der Polizei verwehrt. Motto der Veranstaltung ist „Das deutsche Volk wehrt sich“. Wogegen sich die Veranstaltung richtet, die für 80 Teilnehmer angemeldet wurde, wird im Internet deutlich: „gegen das System der Salafisten & Flüchtlinge.“

Anmelder Steven K. (mitte) mit Freunden beim Hitlergruß am Alexanderplatz. © YouTube
Anmelder Steven K. (mitte) mit Freunden beim Hitlergruß am Alexanderplatz. © YouTube

Zwar soll es nach eigenen Angaben keine „offizielle“ HoGeSa-Veranstaltung sein, dennoch handelt es sich um die gleiche Klientel von gewaltbereiten Fußballanhängern und Rechtsextremen aus Berlin und Brandenburg, die ihr Kommen angekündigt haben, wie vor zwei Wochen in Köln, als sich mehrere tausend Neonazis und Hooligans Straßenschlachten mit der Polizei lieferten. Derzeit wollen laut Facebook über 200 Menschen am Sonntag in Berlin auftauchen, darunter auch bekannte Rechtsextreme.

Sympathie für gewaltbereite Szenen: BFC Dynamo, Hells Angels und Neonazigruppen © Screenshot
Sympathie für gewaltbereite Szenen: BFC Dynamo, Hells Angels und Neonazigruppen © Screenshot

Organisator des Ganzen ist Steven K., seines Zeichens überzeugter Anhänger des BFC Dynamo und strammer Neonazi. Fotos im Internet zeigen K. beim Hitlergruß, auf seiner Facebook-Seite bezeichnet er sich selbst als Nationalist und bekundet offen seine Sympathie mit der NPD. Der als Security in der Diskothek Q-Dorf arbeitende K., versteht sich selbst als Hooligan, hat sogar eine „Hool“-Tätowierung im Gesicht und ist nach eigenen Angaben „Chef“ der BFC Ultra-Gruppierung „BlackBoys Dynamo“. Er macht zudem im Internet keinen Hehl aus seiner Zuneigung zur HoGeSa und den Hells Angels.

Zudem mobilisieren zum 9. November weiterhin Rechte zu Versammlungen im Regierungsviertel. Rechtsextreme aus dem sogenannten „Reichsbürger“-Spektrum wollen ab 13 Uhr auf dem Platz der Republik protestieren, vor dem Kanzleramt zur gleichen Zeit eine rechte Abspaltung der sogenannten „Friedensmahnwachen“ um Jürgen Elsässer.

Nach offiziellen Angaben gibt es derzeit 1554 gewaltbereite Fußballanhänger der Kategorie B und C in Berlin, wovon Hertha BSC 519, dem 1. FC Union Berlin 466 und dem  BFC Dynamo 471 Personen zugeordnet sind. Davon sind 86 Personen als „der rechten Szene zugehörig“ aufgeführt, mehrheitlich beim BFC (54 Personen).

30 Kommentare

  1.   Irmela Mensah-Schramm

    In Berlin-Rudow Neudecker Weg fand ich gestern Graffitis „9.11. 2.O“ und mein Verdacht hat sich somit bestätigt!
    Daher: Den Nazis den Marsch vermiesen!!!


  2. […] via störungsmelder: Jetzt doch: Rechter Aufmarsch von Hooligans am Sonntag in Berlin […]

  3.   gibs nicht

    Es wurde ein bild veröffentlicht was es eigentlich garnicht geben sollte löschen sie dieses bild (drei jungs die den hitlergruß zeigen) ansonsten werden wir rechtlich dagegen vor gehen

    Und alles was da drin steht über denn steven k. Ist alles verdammte scheisse die sich irgendein hirnloser ausgedacht hat

  4.   Jenny H.

    Unfassbar, was im Moment hier in Deutschland passiert…Extremisten gegen Extremisten prollen rum, schwingen böse Hetzreden, machen in der Öffentlichkeit einen auf „wir wollen ja nur Frieden“ oder ähnliches und im Endeffekt geht`s doch allen nur um die Verfolgung ihrer eigenen radikalen Ziele. Wir nicht radikalen Bürger sollten auf die Straße gehen, friedlich! Und den Salafisten und den Nazis und wie sie noch alle heißen zeigen, dass wir in unserem eigenen Land freie Menschen sind und weder das eine noch das andere Extrem von uns gewollt ist. Und unsere werten Herren und Damen Politiker da oben sollten vielleicht mal weniger an Steuergesetzen arbeiten und dafür mehr gegen solche Schwachmaten unternehmen!

  5.   Luise

    Ist schwierig, mit den „friedlichen Protesten“ – versuchen Sie`s mal. Zum Beispiel mit einer gewaltlosen Blockadeaktion einer Nazi-Demo.
    In Sachsen kann es einem da schon mal passieren, dass man wegen Landfriedensbruch angeklagt wird, siehe Lothar König, der gerade die Zweitauflage seines Prozesses erleben muss.
    Beim Rechtsextremismus ist die eigentliche Gefahr nicht bei den „Schwachmaten“ am äußersten Rand zu suchen. Nein, die Gefahr ist da, wo die den Anschluss finden – an die Mitte.

  6.   Mischling

    Jeden Tag erlebe ich Rassismus in Berlin! Von den jungen Nazis(Kinder) aber vor allem die alten die ihr geliebten Hitler so sehr vermissen. Zumindest wird jetzt mehr oder weniger öffentlich darüber diskutiert und dass gibt mir kraft! Sollten die Nazis morgen demonstrieren werden wir auch da sein um gegen dieses Dummheit vorzugehen. Es scheint als ob wir vergessen haben dass genau diese Verhalten zur WWII geführt haben!
    Nein zu Staat und Nazis Hand in Hand!

  7.   Marcus A.

    Liebe Kollegen,
    danke das ihr ebenfalls wie wir unermüdlich am „Ball“ bleibt und berichtet. Übrigens, sind solche Kommentare wie der von 02:06 Uhr nicht toll ? Wir sollten mal ein Buch etc nur mit Kommentaren, Leserbriefen usw. veröffentlichen.

    LG aus Berlin
    metronews24.org

  8.   ArticM0nk3y

    LOOOOOOOOOL @ gibs nicht

    Ihr seid echt so arm ihr Würste. Follow your leader!

  9.   nikevandike

    Sicher, dass das noch stattfinden wird? hab mal das Profil gecheckt und nirgends die Veranstaltung gefunden?!