‹ Alle Einträge

Dortmunder Neonazis schmähen Anne Frank und NSU-Opfer Mehmet Kubaşık

 
Foto: Felix Huesmann
© Felix Huesmann

Am vergangenen Sonntag versuchten die Dortmunder Neonazis der Partei „Die Rechte“ ihre geplanten „Weihnachtskundgebungen“ durchzuführen. Nachdem sie auf dem Weg zu ihrer zweiten Kundgebung blockiert wurden, entlud sich ihr blanker Hass. Sie machten sich über Anne Frank, Mehmet Kubaşık und andere Opfer rechter Gewalt lustig und forderten, ihre politischen Gegner in Arbeitslager zu stecken.

Ursprünglich wollte die Partei „Die Rechte“ vor den Wohnhäusern zweier Politiker und eines Journalisten demonstrieren. Nachdem die Dortmunder Polizei dies untersagt hatte, sollten die Kundgebungen an anderen Stellen im Stadtgebiet stattfinden. Die erste der drei geplanten Kundgebungen fand mit ca. 40 Teilnehmern im Dortmunder Außenstadtteil Mengede statt. Auf dem Marktplatz standen die Neonazis hier den örtlichen Jusos gegenüber und forderten kaum hörbar das Verbot der SPD.

Die zweite geplante Kundgebung sollte in der Dortmunder Nordstadt stattfinden – ein Innenstadtviertel mit vielen Migranten und außerdem ein Schwerpunkt der Dortmunder Antifa. Das Blockade-Bündnis „Blockado“ hatte außerdem dazu aufgerufen, den Kundgebungsort der Neonazis zu blockieren und die Versammlung zu verhindern. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, die Anreise der Neonazis zu verhindern, sollte dies dann auch gelingen. Zwischen einer U-Bahn-Haltestelle und dem Kundgebungsort war plötzlich alles dicht. Von mehreren Seiten kamen Gruppen von Antifas auf die Straße und blockierten alle Zugänge. Die angereisten Neonazis standen bis zur Auflösung durch die Polizei mehrere Stunden abgeschottet auf dem Bürgersteig einer teilweise gesperrten Straße.

Sichtlich sauer auf Gegendemonstranten und Polizei begannen die Neonazis nun, ihrem Hass freien Lauf zu lassen. Sie hetzten nicht nur gegen politische Gegner und bezogen sich positiv auf den historischen Nationalsozialismus – sie schmähten auch die im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordete Anne Frank und mehrere Opfer neonazistischer Gewalt. Darunter auch Mehmet Kubaşık, der 2006 nur wenige hundert Meter entfernt vom NSU erschossen wurde.

Die volksverhetzenden Parolen sind in diesem Video zusammengefasst:

8 Kommentare


  1. und die polizei schaut zu. tolles land.

  2.   Friedensreich

    Sehr gut, dass Sie das festhalten, aber was hat denn die Antifa gerufen, das wäre auch interessant zu hören?

  3.   frank

    erschreckend, daß der einsatzleiter kann offensichtlich keinen grund zum eingreifen sieht… wie kann das sein? in welchem land leben wir denn?

  4.   Upanddown

    Meine Hoffnung liegt in allen vernünftigen Menschen. Lasst nicht zu, dass man uns, aufgrund unserer Herkunft, Religion oder Nicht-Religion oder sonstwas auseinander treibt und uns ein Feindbild aufsetzt. Die Methoden dazu werden immer subtiler und undurchschaubarer. Erst wenn solche Leute an die Macht kommen, wird sich ihr wahres Gesicht zeigen. Der Schlüssel zu einem Miteinander oder von mir aus nebeneinander liegt in gegenseitiger Achtung und Respekt. Das ist unabdingbar!

    Das Problem ist eigentlich der Konflikt zwischen Arm und Reich und dem Finanzkapitalismus. Da dies aber schwerer zu erkennen und zu durchschauen ist, wird natürlich auf ein Feindbild zurückgegriffen, das leichter zu verstehen ist und das kommt den Finanzkapitalisten sehr entgegen, wenn sie denn nicht selbst dafür gesorgt haben. Indem man Unruhen stiftet, achtet man nicht auf die wahren Hintergründe und so können die Verursacher ungestört weiter ihrer Ausbeutung nach dem Prinzip “Teile und herrsche”, nachgehen.

    Manchal denke ich auch, dass dieser Pegida-Verführer nicht vielleicht ein V-Mann ist. Dieser war ja in Südafrika und wurde nach dessen Identifizierung abgeschoben. Er wurde angeblich wegen guter Führung vorzeitig entlassen und aus der Geschichte wissen wir, dass viele V-Leute oder Spitzel, so einen Lebenslauf hinter sich haben. Und wenn ich noch lese wie Rechte, Zitate von Philosophen missbrauchen, die eigentlich für ihren Humanismus berühmtberüchtigt sind, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. So als wolle man dem geqiurllten Müll einen Touch Intelligenz anhauchen, damit es dadurch schmackhafter wird. Na, dann mal guten Appetit

  5.   kevin

    Ganz schlimm.Anne Frank war stelvertretent für uns alle.
    nazis raus

  6.   Irmela Mensah-Schramm

    Von den Dortmunder Nazis finde ich auch in Berlin den unerträglichen Scheiß, den ich sofort beseitige! Kann man es wirklich nicht mehr anders bezeichnen.
    Lt. Polizei darf ich den Ekelsticker von Giemsch “Israel war gestern” nicht abmachen.
    Wer weiß von wem, bekam ich auch schon Post mit einem Hitlerportrait und einer rassistischen Losung als Sprechblase. Der Absender: Reichsadler mit Hakenkreuz ! Poststempel war aus Dortmund…….

  7.   Friedensreich

    Genauso so schäbig diese Sprechchöre wie die Rufe ” Dein Opa liegt in Stalingrad” oder “Bomber Harris do it again” ,die die Antifa immer wieder skandiert..


  8. […] Wohnungen von antifaschistisch engagierten PolitkerInnen ab. Dieses Mal macht sie vor allem durch Schmähgesänge über Anne Frank und das NSU-Opfer Mehmet Kubaşık von sich […]