Das Musik-Blog zwischen Disko und Diskurs

Stumpfer Faustkeil im Punkerherz

Von 23. Januar 2013 um 09:39 Uhr

Das 16. Album von Bad Religion ist druckbetankt mit allem, was den Punkrock antreibt. Nur leider klingt es knochentrocken und etwas zu glatt produziert.

© Indigo

© Indigo

Punk ist nicht tot. Er riecht inzwischen sogar ganz gut, meistens nach teurem Parfum. Das ungestüme Aufbegehren gegen das Gegebene ist selbst zu einer Ware geworden. Wie Bad Religion, die diesem inneren Widerspruch nun das 16. Album abgetrotzt haben.

Die Band gilt als Legende, seit sie das Punk-Revival der neunziger Jahre mit angeschoben hat. Und True North klingt wieder wie druckbetankt mit allem, was das Genre antreibt. Es sägen die Gitarren, es turnt der Bass, es hoppelt das Schlagzeug, alles im Dienst mitsummbarer Melodien.

Bad Religion – True North

Der Sänger Greg Graffin gibt diesen routinierten Wutausbrüchen eine Botschaft. Unerschrocken singt er an gegen das Böse in der Welt (Endless Greed, Crisis Time) und führt sein Publikum verlässlich zum Fäusterecken.

Das alles ist knochentrocken produziert, hart und glatt. Wie ein Faustkeil, der mit den Jahren doch ein wenig stumpf geworden ist.

“True North” von Bad Religion ist erschienen bei Epitaph Europe/Indigo.


Aus der ZEIT Nr.3/2013

Kategorien: Punk, Rock
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Toller Autor, 13 Zeilen, NULL Aussage und NULL Ahnung. Die CD haben Sie sich aber schon angehört? Oder doch nur jeden Titel 30 Sek. angespielt?

    • 23. Januar 2013 um 10:59 Uhr
    • chillhouse
  2. 2.

    Echt eine mieße Zusammenfassung. Auch wenn sie keine Journal für Musik sind, is das zu kurz.

    Lieber eine Kurzmeldung mit “Bad Religion – Neues Album” machen, wenn man keine Lust hat da reinzuhören.

    • 23. Januar 2013 um 11:52 Uhr
    • Hier Alex
  3. 3.

    Bad Religion sind sich in den über 30 Jahren auf jeden Fall treu geblieben.

    Wenn ich mir da im Vergleich die Toten Hosen mit ihrer Schlagermusik (an Tagen wie diesen) ansehe/anhöre, kommt mir das neue Album von Bad Religion doch um Längen besser rüber …

    Ahoi & Greg Graffin for President!

    • 23. Januar 2013 um 12:18 Uhr
    • Hephaitos
  4. 4.

    Für mich klingt das nach einem Albumkommentar nach dem Motto: “Über `ne Punk-Band, die schon so lange erfolgreich ist, muss man einfach was schlechtes sagen, sonst ist man kein echter Musikjournalist.”

    Darauf kann man an sich nur mit Liedtitel Nummer Fünf antworten! :)

    In diesem Sinne

    • 23. Januar 2013 um 15:25 Uhr
    • 21digitalChild
  5. 5.

    Für mich hört sich das Album genauso an wie die 15 davor… ;)

    Ansonsten schließe ich mich den Vorrednern an

  6. 6.

    Naja, jeder weiß doch dass Bad Religion seit Jahren immer nur “den schnellen” und “den langsamen” Song spielen. Ist halt einfach neuer Stoff des immer gleichen oder eben alt bewährten, je nach Sichtweise. Wenn man sie mag gefällt einem auch das neue Album, wenn nicht dann eben nicht. Was daran “trockener” als am letzten (oder vorletzten, oder vorvorletzten) Album sein soll erschließt sich mir nicht.

    • 24. Januar 2013 um 11:17 Uhr
    • EdoZ
  7. 7.

    Schlechtes Review. Der Autor hat keine Ahnung.

    Als Musiker und interessierter Mensch, der sich sehr gut in der gesamten Branche auskennt, bleibt kein anderes Fazit für dieses Review übrig.

    • 27. Januar 2013 um 21:31 Uhr
    • virusofthemind
  8. Kommentar zum Thema

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