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Flughafen Tempelhof: Die unendliche Geschichte

 

Mein Lieblingsflughafen Tempelhof, den ich gerne auch Teghafen Flumpelhof nenne, er ist eine 1a – Projektionsfläche. Für manche ist er Stätte einer Verschwörung, für andere – hauptsächlich Menschen, die in der Einflugschneise wohnen – ein Ärgernis, für viele Geschäftsreisende aber schlicht ein super erreichbarer, angenehm ruhiger, gemütlicher Kuschelpuschelflughafen. Nun heißt es, die Deutsche Bahn AG wolle den Flugbetrieb übernehmen und den Flughafen in Kooperation mit dem deutsch-amerikanischen Investor Fred Langhammer profitabel machen. Nun gut, das Risiko, dass Herr Mehdorn sich mit den historisch fragwürdigen Architekten nachträglich anlegt, ist gering. Auch hat es Tradition, dass man bei der Bahn in alles mögliche investiert, nur nicht in das Schienennetz. Insofern ist die Entscheidung zu begrüßen. Oder?

8 Kommentare


  1. Ha, Längstwellen! Schon wieder was gelernt. Und ich dachte immer, der Flughafen wäre ursprünglich für Herrn Hitlers UFOs gebaut worden, aber man lernt ja nie aus.
    Und jetzt wieder im Ernst: Gegen die Architektur ist aber wirklich nichts einzuwenden. Ich kenne keine angenehmere Abfertigungshalle nirgendwo.

  2.   Manaou

    Seit wann arrangiert sich Herr Mehdorn mit Architekten?
    Die Selbstgefälligkeit der Bahn würde sicherlich darunter leiden…


  3. Man mag zu dem Langhammer-Konzept sagen wollen was man will, der rot-rote Senat hat nicht annähernd vergleichbares anzubieten. Der Flughafen Tempelhof ist nicht irgendein x-beliebiger Flughafen, sondern er ist bedeutend für dieLuftfahrtgeschichte, hat großes für Berlin und Deutschland geleistet und war schnell nach Kriegsende Grundstein, für eine solide Freundschaft einstiger Kriegsgegener. Tempelhof ist Symbol für Solidarität und mit Sicherheit ein fester Teil der Identität dieser Stadt! Wer das nicht erkennt, hat aus meiner Sicht keinen Bezug zu dieser Stadt und seiner Geschichte!
    Tempelhof ist eine wirtschaftliche Chance für Berlin und innovativ ist dieses Konzept allemal. Einen Flughafen sollte Berlin als Hauptstadt ruhig behalten! Ich freue mich aber, dass das Thema diskutiert wird, denn jeder sollte wenigstens eine Meinung hierzu haben! Bürger-Initiative „Pro-Tempelhof“

  4.   captiosus

    Flughafen Tempelhof muß offenbleiben.

    Früher hat man sich über die 68er lustig gemacht, als sie den Marsch durch die Institutionen ankündigten.
    Da hat die PDS schnell gelernt, dass man nichts mit Revolution aber viel mit „Marsch durch die Institutionen“ erreicht.
    Und wieder einmal versucht sie einen alten „Stachel im Fleisch der DDR“ herauszureisen.

    Für Woworeit ist der Flughafen Tempelhof eh uninteressant, weil von Tempelhof keine Maschinen nach Californien fliegen.

    Und die DB und Flughafen Tempelhof geht das zusammen? Nein!
    Denn die erste Amtshandlung der DB wäre die Umbenennung [ Lehrter Stadtbahnhof in Hauptbahnhof] von Flughafen Tempelhof in DB-Flughafen-Berlin.

    Für viele Berliner [Ost und West] hat der Flughafen Tempelhof immer noch eine positive Ausstrahlung.
    Mit den richtigen Investoren und dem passenden Konzept, wäre das für Berlin in jeder Beziehung ein Gewinn.

    Flughafen Tempelhof muß offenbleiben.


  5. Schwarzer Freitag in Serie

    Seit dem 15.Okt. 2007 ist der Freitag für Wowereit kein normaler Wochentag mehr.

    Auch heute muss Wowereit tapfer sein, da der Landeswahlleiter eben den Eingang von 177952 Unterschriften für den Erhalt des Flughafens Tempelhof gemeldet hat!

    Wer sich hier – im Hinblick von jetzt 177952 Berliner Bürgern arrogant und stur zurücklehnt, und sagt es sei schon alles in Sack und Tüten – ohne dass die Bevölkerung noch Einfluss hat – der stellt seine demokratische Legitimation in Frage.

    Berliner retten – parteiübergreifend- das Berliner Symbol der Freiheit!


  6. Diese Woche hat sich das „Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de“ gegründet. Zu den Initiatoren gehören die Initiativen „Pro Tempelhof“, „Tempelhof soll Weltkulturerbe werden“ und die Initiative „SPD-Wähler für den Flughafen Tempelhof!“

    Die Debatte um den Flughafen Tempelhof hat das Bündnis veranlasst, die Gründe für die Offenhaltung Tempelhofs auf sachlicher Ebene darzustellen. Das Aktionsbündnis unterstützt die Initiatorin des Volksentscheids, die Interessengemeinschaft City Airport e.V. – ICAT.

    Das überparteiliche Aktionsbündnis möchte auch deutlich machen, dass die Schließung des Flughafens eine sachpolitische Frage ist, dessen Auswirkungen alle Berliner in Ost und West betreffen.

    „Deshalb haben auch viele SPD-Wähler für Tempelhof unterschrieben“, so Michael Paul von der Initiative „SPD-Wähler für den Flughafen Tempelhof!“

    Michael Paul weiter: „Wir sind nicht rückwärtsgewandt, wir handeln zukunftsorientiert. Es ist im hohen Maße verantwortungslos, einen bundesweit einmaligen Standortvorteil ohne Not aufzugeben. So sichert man keine Optionen für die Zukunft. Klaus Wowereit und sein Senat verbauen durch Sturheit und ideologische Verblendung Zukunftschancen für Berlin. Wenn der Senat Investoren abweist und Vertreter der Regierungsparteien Geschäftsreisende als „Bonzen“ und „Steuerflüchtlinge“ bezeichnet, verprellt er nicht nur Interessenten – auch der Steuerzahler kann diese Haltung nicht verstehen.“

    „Unsere Stadt braucht einen handlungsfähigen Regierenden Bürgermeister – auch in den Fragen der Flughäfen. Es scheint im Moment so, dass er in diesem Punkt die Interessen des Bundeslandes Brandenburg besser vertritt, als die Belange Berlins. Die Hauptstadt Berlin hätte – vorausgesetzt BBI wird pünktlich fertigt – ab 2011 keinen eigenen Flughafen mehr“ erklärt Paul.

    be-4-tempelhof.de: Die so genannten Nachnutzungskonzepte können nicht ernst genommen werden, sie bestehen im Wesentlichen aus wagen Aussichten und grünen Schwärmereien. Über die erheblichen Kosten des Nachnutzungskonzeptes, schweigen sich der Senat und die Gegner des Flugshafens gänzlich aus. Die Rechnung wird den Bürgern, vergleichbar mit dem Verkauf der Berliner Wasserbetriebe, nachträglich präsentiert.

    „Der Flughafen Tempelhof könnte mit einer sinnvollen Nutzung rentabel arbeiten. Wird er geschlossen, kommen auf den Steuerzahler horrende Summen zu. Allein ein Umbau des Flughafengebäudes für Büronutzung wird vom Bund auf 450 Mio. geschätzt. Sollte eine Grünfläche entstehen, werden Bodensanierungen und Entsorgung von Altlasten in dreistelliger Millionenhöhe erforderlich. Berlin braucht das Geld für Kinder- und Jugendeinrichtungen, für den Erhalt und Ausbau unserer Schulen – nicht jedoch für ein weiteres – wie auch immer gestaltetes – Projekt von Wohnen und Gewerbe. Berlin hat genügend Leerstand auf dem Wohnungsmarkt und bei Gewerbeflächen. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass mit einer Bebauung des Flugfeldes der für die Innenstadt wichtige Klimafaktor ‚Luftaustausch’ zerstört wird“ so Eva Hornig, Mitglied bei be-4-tempelhof.de

    „Tempelhof ist mit 85 Jahren ununterbrochenem Betrieb der älteste Verkehrsflughafen der Welt. Darüber hinaus steht er wie kaum ein anderes Bauwerk für die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts. Aufkommen der Luftfahrt, Nationalsozialismus, Krieg, Kalter Krieg und Überwindung der Teilung Europas – Tempelhof war ein Spiegelbild dieser Geschichte.“
    „Etwas so authentisches muss man der Nachwelt erhalten. Die Anlage steht unter Denkmalschutz. Mit der Schließung des Flughafens droht dem Gebäude Verwahrlosung und Verfall. Dafür gibt es in Berlin ausreichend Beispiele. Deshalb ist der ideale und wirkungsvollste Denkmalschutz, die Beibehaltung der ursprünglichen Nutzung, meint Volker Perplies von der Initiative „Tempelhof soll lebendiges Weltkulturerbe werden“

    Andreas Donati, von der „Initiative „Pro-Tempelhof“. In den letzten Monaten ist deutlich geworden, dass das Ziel Tempelhof zu schließen rein ideologisch gesteuert ist und mit Hilfe von Scheinargumenten verfolgt wird . Die Rechtslage scheint so eindeutig nicht zu sein und daher ist die Berliner Landespolitik längst aufgefordert, endlich auf die veränderten Rahmenbedingungen seit 1996 zu reagieren.

    Die herbeigesehnte Länderfusion ist nicht erfolgt und wird von Brandenburg auch weiterhin abgelehnt. Des weiteren sind die Fluggastzahlen entgegen jeder Berechnung „explodiert“ und Experten weisen heute schon daraufhin, dass der BBI einen Ergänzungsflughafen nötig haben wird. Dieser sollte vernünftiger Weise in der Hauptstadt dieser Republik liegen, eben mit kurzen Wegen in die Entscheidungszentren der Stadt.

    Natürlich gibt es unterschiedliche „Denkmodelle“ für solch eine Ergänzungsfunktion für den BBI – z.B. als eingeschränkter Verkehrsflughafen oder als reiner Geschäftsflughafen – selbst eine Zukunft als Sonderflughafen (Lauder/Langhammer-Konzept) würde eine sinnvolle und zweckmäßige Nutzung dieses einzigartigen Standorts darstellen. Daher in aller Deutlichkeit: Nur durch einen Erfolg des anstehenden Volksentscheids (Tempelhof bleibt Verkehrsflughafen) wird von dem Berliner Senat die gebotene Sachlichkeit in der Angelegenheit einzufordern sein. Und nur dann wird für den Wirtschaftsstandort Berlin und dem Flughafen Tempelhof die beste und nicht nur die einfachste Lösung erreicht werden können!

    be-4-tempelhof.de: Beim kommenden Volksentscheid können die Berlinerinnen und Berliner über die Zukunft ihres Zentralflughafens entscheiden. Es ist eine parteiübergreifende Angelegenheit aller Berliner. Die Berliner sollten sich dabei nicht von dem Getöse der Parteien instrumentalisieren lassen. Stimmen Sie deshalb für Tempelhof, stimmen Sie für Berlin!

  7.   J. Mangow

    Der Flughafen Tempelhof ist der Palast der Republik des Westberliners.
    Wie der Ostberliner am Palast klebte, nicht weil, sondern trotzdem dieser ein SED-Prestigebau war, die Volkskammer beherbergte und als Erichs Lampenladen verschrien war, ebenso klebt auch der Westberliner am Tempelhofer Zentralflughafen, nicht weil, sondern trotzdem er ein Prestigebau der Nazis war, endlos Lärm und Dreck verursacht und jährlich Millionenbeträge verschlingt. Und so wie der Republikpalast auch als Symbol der ostberliner Mentaliät abgerissen wird, so steht hoffentlich auch der Abriß Tempelhofs für das wirkliche Ende der westberliner Mentalität, die einst die Luftbrücke schuf: Sich ungeniert von anderen alimentieren zu lassen, hilflos die Hände zu heben und warten bis andere die Bonbons vom Himmel werfen, um dann richtig abzufeiern.
    Zwei große Begräbnisse also auf denen noch viel und lange geredet werden wird. Denn es kommt wie immer, die Christen glauben an Auferstehung und die Roten an Gedenkstätten.


  8. Wowereit hat für den Flughafen Tempelhof kein Mandat

    Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de: Wowereit hat für den Flughafen Tempelhof kein Mandat
    Am Tag der Europawahlen haben die Anwohner ganz klar für den Flughafen Tempelhof votiert.

    (Berlin, 18. Juni 2009) Im Bürgerentscheid am 7. Juni, initiiert vom Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de stimmten von 91585 gültigen Stimmen 62054 (68%) für das Anliegen “Das Denkmal Flughafen Tempelhof erhalten – als Weltkulturerbe schützen”. Das ist ein eindeutiges Votum für den Erhalt der historischen Anlage und eine klare Absage an alle Pläne zur Umnutzung und Bebauung.

    Wowereit hat für den Flughafen Tempelhof kein Mandat
    Am 20. Juni soll eine öffentliche Massenbesetzung des Flughafen Tempelhofs stattfinden. Die Besetzer geben vor, die Interessen der Anwohner zu vertreten und fordern u.a. die Öffnung des Geländes um, „nach einer Öffnung soll es für die Menschen, welche das Gebiet nutzen wollen, die Möglichkeit geben, eigene Ideen ohne Vorgaben durch den Senat auf dem Gelände zu verwirklichen“. „Darunter z.B. Offene Wohnräume, Bauwagenplätze, interkulturelle Gärten, Parks, Freiluft-Theater, kulturelle Zentren, großzügige Hundeauslaufmöglichkeiten, Skateanlagen, Abenteuerspielplätze, offene Kunstwerkstätten, Museen, nicht-kommerzielle Landwirtschaft, Gärten für Kinderläden, Touristenführungen, frei zugängliche Sportflächen etc“.

    Michael Paul, vom Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de: Das sind alles Wünsche auf die die Anwohner bestimmt gewartet haben, während ihre Freizeitanlagen im Kiez verkommen, weil kein Geld da ist“.

    Eine empörte Anwohnerin pflichtet ihm bei: „Wenn die Chaoten zusammen mit Wowereit ins Grüne wollen, dann sollten sie in die gegenüberliegende Hasenheide gehen und auch eine Gießkanne und etwas Gartengerät mitbringen – zur Pflege des Volksparks Hasenheide. Der hätte es dringend nötig.

    Michael Paul weiter: „Es ist unglaublich, wer sich plötzlich berufen fühlt, Anwohnerinteressen zu vertreten.“ Weder die Autonomen, noch Rot/Rot, die Grünen noch der Berliner Senat und schon gar nicht Klaus Wowereit haben ein Mandat für ihre Flughafenpolitik oder was sie dafür halten“.

    Johann Müller, direkter Anwohner des Flughafens: Uns Anwohnern ist der Flughafen lieber, als die Krawallmacher vor Ort. Wir wollen nicht mit krimineller Energie beglückt werden. Über 74 % der Neuköllner haben beim Volksentscheid 2008 für Tempelhof gestimmt, schimpft Müller.

    Das Aktionsbündnis: Der Flughafens Tempelhof ist für viele Berliner noch immer ein Herzensangelegenheit. Das Votum vom 07. Juni ist dafür eindeutiger Beleg. Ein guter Bürgermeister, würde sich spätestens jetzt für einen gesellschaftlichen Konsens einsetzen, und den Bürgerwillen akzeptieren.

    Volker Perplies, ebenfalls vom Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de: „Es ist jetzt an der Zeit, endlich eine Lösung mit breiter Akzeptanz zu finden.

 

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