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Mythos Hausverwaltung

 

Ich verstehe es nicht. Ich verstehe es wirklich nicht. Ich verstehe wirklich überhaupt nicht, dass Menschen sich als Hausverwalter betätigen, obwohl sie für ihren Beruf nur Abscheu und Hass aufbringen, und für die Menschen, die in den von ihnen verwalteten Häusern wohnen nur Desinteresse und Ekel. In der Wohnung, die wir glücklicherweise in Bälde verlassen, war mehr als drei Jahre der Balkon aufgrund von Baufälligkeit nicht nutzbar. Wir haben hierzu eine zweistellige Zahl freundlichstmöglicher Schreiben gefaxt und geschickt. Keine Antwort. Wir haben irgendwann höflich Mietminderung im weiteren Verzugsfall angekündigt. Keine Antwort. Wir haben die Miete gemindert. Keine Antwort. Wir haben dann und wann bei ernstzunehmenden Defekten (Gastherme) angerufen. „Jaja, ick kümmer mir drum“. Stunden passiert nix. Wieder angerufen: „Nu jehnse ma nî uff den Zeiga, ja? Dit is allet im Gang, ja? Ick hab schon beim Installateur Knott anjerufen. Nu machense mir nich fuchtig“. Kontrollanruf beim Installateur: „Wat? Nee, der hat hier nich anjerufen, abâ der ruft auch erst an, wenn die Bude schon explodiert ist, dit kennwa schôn“. Nun eine gerichtliche Zahlungsaufforderung über gut 2000 Euro erhalten. Gleich weiter an den Anwalt, dank güldener Rechtsschutzversicherung.

Ich frage nur mal so: Jeder, den ich kenne, stöhnt. „Berliner Hausverwaltungen, oh Gott“. Gibt es in Berlin auch nur eine einzige Hausverwaltung, die tut, was sie tun soll? Das wüsst ich jetzt mal gerne.

14 Kommentare

  1.   M

    Ja, meine tut, was sie tun soll. Prompt.
    http://www.gawehn.de


  2. sollte mein Weltbild nun wanken?


  3. Wozu? Der Berliner an sich ist wohnmäßig sowieso so bescheiden, da wäre das nur Perlen geworfen, wohin auch immer. Die Makler in Berlin sind auch so eine Sache.

  4.   Henrik

    Meine ist auch sehr zu empfehlen: „Heim- & Industriebau“

  5.   Susan

    … Hmmm – da fragt man sich glatt aus dem fernen München, wieso jemand im fernen Berlin drei!!!!! Jahre in einer Wohnung ohne begehbaren Balkon zur Miete bleibt 🙂 – die Gerüchteküche hier im schönen Bayern sagt, dass es in dieser unserer schönen Bundeshauptstadt schöne Wohnungen bis zum Abwinken gibt, die auch noch bezahlbar sind – ganz im Gegensatz zur bayrischen Landeshauptstadt – hier würd ich es ja noch verstehen, wenn jemand solange wohnungsmäßig leidet —— oder stimmt das Gerücht vielleicht nicht??? :-)))))

    Nochmal – hmmmm?

  6.   till

    Also hier (in Kreuzberg) tut meine Hausverwaltung auch was sie soll. Wohnt sogar mit im Haus. Und wenn ich was will, dann – wie gesagt – tut sie auch und zwar pronto. Nett sind die Leute auch. 😉

    Naja, wer weiss wo Du da wohnst…

  7.   portif

    Na wo wohl, in Reineckendorf! (der war jut, wa? Ha ick ooch lange druff jewartet, den Kalauer ma anbring‘ zu könn‘!)


  8. Ein köstlicher Spaß!

    😉


  9. Einen schönen guten Tag!

    Bitte bedenken Sie, dass jede Person die bisher legal in diesem Land gelebt hat sich ein Gewerbe als Hausverwalter anmelden darf! Es ist nicht nötig sich zu informieren, es müssen keine Ausbildungen oder Lehrgänge gemacht werden.

    Das bedeutet, in der Hausverwalterbranche befinden sich nunmal auch schwarze Schafe. Hier ist leicht Geld zu verdienen. Ein Anruf beim Heizungsmonteur muss allerdings von jedermann verlangt werden können.

    Ich selber bin Quereinsteiger, habe mir seit 10 Jahren vieles (wahrscheinlich sogar alles) angeeignet und nun den Schritt in die Selbstständigkeit „gewagt“.

    Es ist ein komplizierter Beruf, indem man sich mit vielem, immer wieder neuem, auseinandersetzen muss. Dürfen Stellplätze nach dem neuen WEG Gesetz gebaut werden? Welche Maßnahme stellt eine Modernisierung dar, welche nur eine Erhaltung? Wie hat sich eine Verwaltung (taktisch klug) zu verhalten wenn vom Vorgänger Fehler gemacht wurden?

    Das alles und noch vieles mehr ist nicht einfach nur so zu beantworten. Von Objekt zu Objekt sind es individuell verschiedene Probleme die früher oder später auftreten. Was dann? Reicht die Instandhaltungsrücklage? Wie ist diese ermittelt worden?

    Ein guter Immobilienverwalter ist Rechtsanwalt, Notar, Architekt, Statiker und Bauingenieur in einer Person. Ein Verwalter der ohne Ehrgeiz und Engagement an diese Aufgaben herangeht wird sich zuerst bei seinen Mietern, später aber auch bei seinen Besitzern unbeliebt machen. Und das bedeutet für alle Parteien einen viel zu seltenen Schritt: Verwalterwechsel!

    Vielleicht sollte man nicht immer nur gucken „wen man kennt der das machen könnte“ oder wer es für „10€ pro Wohnung und Monat“ macht. Qualität muss nicht teuer sein, ein Verwalter ist immer bezahlbar, ein guter Vermittler und rund um die Uhr für seine Aufgaben da!

    In diesem Sinne einen sonnigen Gruß in die wunderschöne Hauptstadt Berlin!

    Sven Paeslack

    http://www.Paeslack-Hausverwaltungen.de

 

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