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Jetzt steht Samsung am Pranger

Der südkoreanische Elektronikhersteller Samsung wird dieser Tage mit Patentklagen überzogen. Klagen über die Arbeitsbedingungen im Unternehmen waren bisher selten. Das könnte sich ändern. Die in New York ansässige Arbeitnehmerorganisation China Labor Watch weist in einem neuen Report zum wiederholten Male auf die Zustände in den Werken von Samsung und seiner Zulieferfirmen in China hin. Weiter„Jetzt steht Samsung am Pranger“

 

China hat Angst vor dem Japan-Trauma Rezession

Wer die beiden Metropolen Peking und Tokio kennt, dem ist klar, wie groß der Abstand zwischen der Volksrepublik und dem hoch entwickelten Nachbarn noch immer ist. In Tokio locken unzählige Konsumtempel, das kulturelle Angebot ist riesig, die Stadt ist sauber und ordentlich. Japan ist nach wie vor ein wohlhabendes Land – und das trotz jahrzehntelanger Wirtschaftsflaute. Die Kanto-Region mit ihrem Zentrum Tokio bleibt eine der wirtschaftsstärksten Regionen der Welt.

Chinas Hauptstadt Peking ist zwar auch modern. Aber die Luft ist schlecht, der öffentliche Nahverkehr unzureichend ausgebaut, nach wie vor leben in Peking Millionen arme und sozial benachteiligte Wanderarbeiter.

Man könnte meinen: China schaut neidisch nach Japan. Doch das Gegenteil ist der Fall. Trotz des glitzernden Wohlstands ist Japan für chinesische Ökonomen vor allem eins: ein abschreckendes Beispiel. Weiter„China hat Angst vor dem Japan-Trauma Rezession“

 

Chinesen können auch S-Bahn

Chinesen stellen Kleidung, Spielzeug und iPads her. Aber können sie auch S-Bahn – und dann auch noch in Berlin? Das fragte vor wenigen Tagen die Berliner Zeitung. Sie will erfahren haben, dass sich eine Reihe ausländischer Verkehrsunternehmen um Anteile an der Berliner S-Bahn bemüht. Der Senat der Hauptstadt will den Betrieb des S-Bahn-Netzes in einem Wettbewerb ausschreiben, nachdem sich der bisherige Betreiber, die Deutsche Bahn, nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Weiter„Chinesen können auch S-Bahn“

 

Die neuen Betonköpfe im Politbüro

Chinas neues Staatsoberhaupt Xi Jinping ist ein Strahlemann, er lächelt viel und gern. Allein das ist wirklich erfrischend. Seine Vorgänger haben gerne ihre Reden stocksteif vom Blatt abgelesen, jedes Zucken der Mundwinkel war tabu.

Die neue Parteiführung (v.l.) Liu Yunshan, Zhang Dejiang, Xi Jinping, Li Keqiang, Zhang Gaoli, Yu Zhengsheng, Wang Qishan ©Mark Ralston/AFP/Getty Images
Die neue Parteiführung (v.l.) Liu Yunshan, Zhang Dejiang, Xi Jinping, Li Keqiang, Zhang Gaoli, Yu Zhengsheng, Wang Qishan ©Mark Ralston/AFP/Getty Images

Doch vielen war am Donnerstag, als China die neue Führung des Parteibüros bekanntgab, nicht zum Lachen zumute. Denn eines ist klar: Die konservativen Hardliner um den Altpräsidenden Jiang Zemin haben sich bei der Zusammensetzung durchgesetzt. Weiter„Die neuen Betonköpfe im Politbüro“

 

Chinas Finanzindustrie steht vor einer Revolution

Es passiert nicht oft, dass ausländische Journalisten gleich mehrere ranghohe chinesische Banker auf einmal zu Gesicht bekommen. Am Sonntag war das der Fall. Am Rande des Parteitags der Kommunistischen Partei, auf dem Chinas neue Führung abgesegnet werden soll, bat die Finanzwelt des Landes zur Pressekonferenz. Auf dem Podium saßen Chinas Zentralbankchef Zhou Xiaochuan, der Vorsitzende der Kommission für Bankregulierung sowie die Chefs der Bank of China, der Construction Bank, der ICBC sowie der Agricultural Bank – die inzwischen vier größten Banken der Welt. Was die Herren mit ihrem Auftritt zeigen wollten: China steht in den kommenden Jahren vor einem gigantischen Umbau seines Finanzsystems. Weiter„Chinas Finanzindustrie steht vor einer Revolution“

 

China könnte seinen Wohlstand bis 2020 verdoppeln

Die Rede von Chinas Noch-Staatschef Hu Jintao schien auf den ersten Eindruck recht langweilig. In alter Parteimanier betete er zum Auftakt des 18. Parteitags am Donnerstag in monotoner Stimme das theoretische Grundgerüst von Chinas KP herunter: das Festhalten am Marxismus-Leninismus, den Gedanken Mao Zedongs, den Deng Xiaoping-Theorien, dem Sozialismus chinesischer Prägung und so weiter. Hu hatte keine Viertelstunde gesprochen, da war der erste der 2.268 Delegierten in der Großen Halle des Volkes eingenickt. Weiter„China könnte seinen Wohlstand bis 2020 verdoppeln“

 

Peking kämpft gegen Mikroblogger und Pingpongbälle

Die Bewohner von Peking sind es gewohnt, dass die Behörden alle paar Monate die Sicherheitsvorkehrungen verschärfen. Während des nationalen Volkskongresses im Frühjahr gelten strenge Sicherheitsregeln, ebenso wie zum Jahrestag des Tiananmen-Massakers am 4. Juni. Oft kommt es vor, dass die Polizei ohne größeren Anlass ihre Präsenz verstärkt. Dann stehen Soldaten auf jeder Brücke, an jeder Kreuzung und vor jedem großen Gebäude.

Das ist jetzt, kurz vor dem 18. Parteitag von Chinas regierenden Kommunisten am Donnerstag, nicht anders. Und dennoch toppt der Sicherheitsapparat alles bislang Dagewesene. Weiter„Peking kämpft gegen Mikroblogger und Pingpongbälle“

 

Chinas Premier kämpft um sein politisches Vermächtnis

Erstaunliche Dinge gehen wenige Tage vor Beginn des 18. Parteikongresses in China vor sich: Die New York Times berichtet am vergangenen Freitag über das angebliche Familienvermögen von Chinas Premierminister Wen Jiabao. Es soll rund 2,7 Milliarden Dollar betragen. Wen selbst wird zwar kein nennenswertes Vermögen nachgewiesen. Dafür aber seiner Frau, seinen beiden Kindern, seiner Mutter, und anderen Verwandten.

Die Meldung ist für jeden politisch Interessierten in China keine Überraschung. Dass die Gattin von Wen, Zhang Peili, als Vizepräsidentin der chinesischen Juweliervereinigung und als langjährige Monopolistin im Gold- und Diamantenhandel steinreich wurde, ist seit Langem bekannt. Aus den durchgesickerten Botschaftsdepeschen des amerikanischen Außenministeriums geht außerdem hervor, dass Wen sich sogar „angeekelt“ gezeigt haben soll, wie sich Zhang mithilfe seines Namens Vorteile verschafft hat. Wen hat demnach ernsthaft an Scheidung gedacht. Auch das ist in Peking lange bekannt.

Interessant ist: Wen lässt die jüngsten Anschuldigungen nicht auf sich sitzen. Am Samstag meldete er sich über seine Anwälte zu Wort. Weiter„Chinas Premier kämpft um sein politisches Vermächtnis“

 

Chinas neue Wutbürger begehren auf

Demonstranten in Ningbo © AFP/Getty Images
Demonstranten in Ningbo © AFP/Getty Images

Wütende Bürger, umgekippte Autos, ein Großaufmarsch der Polizei. Die Bilder, die dieser Tage tausendfach im Netz kursieren, sind auf den ersten Blick nichts Besonderes. Sie zeigen die Proteste in Ningbo, einer Hafenstadt im Osten des Landes, keine 100 Kilometer von Schanghai entfernt. Die Bürger gehen dort auf die Straße, um gegen den Bau einer neuen Raffinerie zu protestieren.

Solche Demonstrationen sind in China mittlerweile an der Tagesordnung. Jedes Jahr gibt es mehr als hunderttausend Demonstrationen, rechnete unlängst die Akademie für Sozialwissenschaften in Peking vor. Meist richtet sich der Volkszorn gegen Zwangsräumungen, umweltschädliche Großanlagen oder Behördenwillkür.

Was den Protest der vergangenen Tage besonders macht, ist der Ort: Ningbo ist eine besonders wohlhabende Stadt. Weiter„Chinas neue Wutbürger begehren auf“

 

Warum China den US-Wahlkampf dominiert

Sie würden ja gern. Aber irgendwie klappt es nicht so recht. Sowohl Präsident Barack Obama als auch sein Herausforderer Mitt Romney haben in diesem US-Präsidentschaftswahlkampf mehrmals versucht, China an den Pranger zu stellen. Bei der dritten und letzten Debatte vor den US-Wahlen kündigte Romney am Montagabend lautstark an, als Präsident werde er eine härtere Haltung im Handelskonflikt mit China einnehmen und die Volksrepublik ganz offiziell als „Währungsmanipulator“ brandmarken. Immerhin würden die USA Jobs verlieren, weil Peking „nicht nach den gleichen Regeln spielt“. Obama wollte ihm nacheifern. Ja, sagte er. China sei in der internationalen Gemeinschaft ein „Gegenspieler“. Zugleich aber relativierte er: China sei „ein Partner, sofern es sich an die Regeln hält“.

So angesagt China-Bashing in den Vereinigten Staaten derzeit ist – irgendwie klappt es mit der Volksrepublik als Feindbild nicht. Und das hat konkrete Gründe. Weiter„Warum China den US-Wahlkampf dominiert“