US-Zinswende wird für China teuer

So weit ist es mit der Globalisierung gekommen. Obwohl es mit der US-Wirtschaft schon seit einiger Zeit rund läuft und die Notenbanker der Fed mehrfach angekündigt hatten, die Wende ihrer fast zehnjährigen Nullzinspolitik einzuläuten, blieb sie zumindest auf ihrer letzten Sitzung aus. Der Grund: In China war in den Sommermonaten eine gewaltige Aktienblase geplatzt. US-Notenbankchefin Janet Yellen befürchtete, eine Zinswende in den USA könnte noch mehr Unruhe in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verursachen. Yellen beließ den Leitzins daher vorerst bei nahe null Prozent.

Inzwischen haben sich die Turbulenzen in China gelegt und es gibt sogar Lichtblicke. Die Industrie in der Volksrepublik produzierte im November mehr als die Ökonomen erwartet hatten und auch im chinesischen Einzelhandel lief es zuletzt wieder etwas besser. Das dürfte den US-Notenbankern am Mittwoch die Entscheidung erleichtern, mit ihrer lang angekündigten Zinswende nun zu beginnen. Chinas wirtschaftlicher Zustand entscheidet über die Geldpolitik der Amerikaner. Weiter„US-Zinswende wird für China teuer“

 

Deutsche Autobauer setzen in China auf zu viel Protz

Kompakt, umweltschonend, sparsam – trotz des dichten Verkehrs und der völlig verpesteten Luft in den meisten chinesischen Großstädten spielten diese Eigenschaften für viele Autokäufer in der Volksrepublik lange Zeit kaum eine Rolle. Stattdessen galt die Devise: Je größer, luxuriöser und PS-stärker, desto besser. Die deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Daimler bieten daher seit Jahren Langversionen ihrer ohnehin geräumigen Limousinen speziell für den chinesischen Markt an. Und auch auf der Internationalen Autoausstellung (IAA) in Frankfurt setzen die deutschen Autobauer mit Blick auf den chinesischen Markt weiter auf Pomp und Protz. Ein Fehler.  Weiter„Deutsche Autobauer setzen in China auf zu viel Protz“

 

China verschießt sein Pulver

Derzeit steht es gar nicht gut um Chinas Wirtschaft. Die Exportzahlen brechen ein. Die Industrieproduktion geht zurück. Erzeugerpreise fallen gar auf den tiefsten Wert seit mehr als sechs Jahren – und schüren Ängste vor einer Deflation. Nach den heftigen Turbulenzen an den chinesischen Aktienmärkten der vergangenen Monate mehren sich weltweit die Zweifel, ob China das selbstgesteckte Ziel von sieben Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr wirklich noch erreichen wird. Dabei ist das bereits der niedrigste Wert seit mehr als 25 Jahren.

Und doch strahlt Premierminister Li Keqiang eine Zuversicht aus, die angesichts dieser Zahlen glatt Zweifel an seinem Verstand aufkommen lässt. In einer mehr als einstündigen Rede vor führenden Politikern und Wirtschaftskräften aus aller Welt auf dem chinesischen Ableger des Davoser Weltwirtschaftsforums in Dalian versicherte er am Donnerstag, sein Land werde alles dafür tun, dass es zu keiner harten Landung kommen werde. Die chinesische Wirtschaft stehe zwar vor „Herausforderungen“ und es gebe auch „Abwärtsrisiken“. Doch sollte die Abwärtsbewegung außer Kontrolle geraten, sei die Führung jederzeit in der Lage, die Wirtschaft zu stützen. Er zeigte sich zudem äußerst zuversichtlich, dass China seine Wachstumsziele in diesem Jahr sehr wohl erreichen werde.

Den versammelten Wirtschaftsvertretern ist das zwar Musik in den Ohren. Dennoch drängt sich der Verdacht auf, dass es sich bei diesen Worten um Wunschdenken oder gar Propaganda handelt. Oder ist an Lis Zuversicht doch etwas dran? Weiter„China verschießt sein Pulver“

 

Krise, welche Krise?

Die Aktienkurse stürzen ab. Der Yuan wird abgewertet. Die Exporte gehen zurück. Auch die Industrieproduktion sinkt. Außerdem sind die Schulden Chinas mittlerweile gigantisch. Von Geisterstädten mit unzähligen neu gebauten Appartmentblöcken ist die Rede, die allesamt leer stehen. Auch die angekündigten Zinssenkungen der chinesischen Notenbank werden derzeit gern als Negativbeispiel aufgezählt, um zu belegen, dass es mit Chinas Wirtschaft nicht mehr rund läuft.

Klingt alles höchst schauerlich, was sich derzeit in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt abzuspielen scheint. Dabei galt China bis vor Kurzem als wichtigster Antreiber für die Weltwirtschaft. Doch damit scheint es vorbei zu sein. Ökonomen und Wirtschaftsjournalisten aus aller Welt überschlagen sich derzeit mit Schreckensmeldungen. „Chinas großer Fall“ titelt der renommierte Economist in seiner aktuellen Ausgabe. Auch Der Spiegel befürchtet, China könnte zum Epizentrum einer neuen Wirtschafts- und Finanzkrise werden könnte.

Der Haken an diesen ganzen Hiobsbotschaften: China steckt derzeit in gar keiner Krise. Weiter„Krise, welche Krise?“

 

Chinas Abschwung trifft vor allem den Rest der Welt

China hustet – und der Rest der Welt hustet kräftig mit. Die Kurse an den chinesischen Aktienmärkten sind am Montag erneut deutlich gefallen. Der wichtige Shanghai Composite Index sackte um über acht Prozent ab. Auch der kleinere Shenzhen Component Index fiel um mehr als sieben Prozent. Und wahrscheinlich wäre der Absturz noch dramatischer ausgefallen, hätte die chinesische Börsenaufsicht nicht eingegriffen: Fast 2.200 Aktien, die mehr als zehn Prozent verloren, wurden vom Handel ausgesetzt. Zudem verpflichtete sie den staatlichen Pensionsfonds dazu, ebenfalls künftig in heimische Aktien zu investieren. Ohne Zweifel erlebt China einen „schwarzen Montag“. Weiter„Chinas Abschwung trifft vor allem den Rest der Welt“

 

IWF verzögert Chinas Yuan-Aufstieg

Es ist ein klarer Dämpfer für Chinas Währungspolitiker: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am Mittwochabend beschlossen, dass er die chinesische Landeswährung vorerst nicht in seinen Währungskorb aufnehmen wird. Damit gehört der Yuan auch weiter nicht dem erlauchten Kreis von US-Dollar, Euro, Yen und britischem Pfund an.

Der IWF betonte zwar, dass er noch in diesem Jahr anders entscheiden könnte. Sollte der Beschluss positiv ausfallen, würde die Aufnahme aber frühestens im Herbst 2016 erfolgen. Ranghohe chinesische Finanzpolitiker hatten mehrfach angekündigt, dass der Yuan bereits bis 2020 den US-Dollar als weltweite Leitwährung vom Thron stoßen werde. Dieses Ziel dürfte mit dieser jüngsten Entscheidung des IWF nicht mehr zu erreichen sein. Weiter„IWF verzögert Chinas Yuan-Aufstieg“

 

Billig, billiger, Yuan

Zum zweiten Mal in Folge hat Chinas Zentralbank den Yuan abgewertet. Im Verhältnis zum US-Dollar lag der Abschlag bei 1,6 Prozent. Bereits am Vortag hatte der Yuan 1,9 Prozent an Wert verloren.

Kritiker klagen nun, die chinesische Führung würde den Wechselkurs manipulieren und sich so Vorteile für die heimische Exportwirtschaft verschaffen. Denn ein billiger Yuan macht chinesische Produkte auf den Weltmärkten ebenfalls günstiger. Kritik kommt vor allem aus den USA, verschiedene US-Politiker warnen vor einem Rückfall in alte Reflexe. Doch so überraschend es klingen mag: Genau das Gegenteil ist der Fall. Die jüngste Abwertung ist Teil der anhaltenden Liberalisierung der chinesischen Währung. Weiter„Billig, billiger, Yuan“

 

Kein Vertrauen in Chinas Regierung

In der vergangenen Woche schien es noch, als hätten sich die chinesischen Aktienmärkte wieder beruhigt. Nach den Turbulenzen der vergangenen zwei Monate hatten die staatlichen Marktregulierer massiv eingegriffen, Aktien in großer Zahl gekauft und den Handel für eine Vielzahl von Papieren sogar komplett ausgesetzt. Das sollte die Kursschwankungen mildern, und nach den heftigen Abstürzen um fast 30 Prozent vom Höchststand Mitte Juni hatten sich die Kurse tatsächlich etwas erholt.

Doch seit Beginn dieser Woche geht es wieder drunter und drüber. Weiter„Kein Vertrauen in Chinas Regierung“

 

Chinas Börsencrash ist abgewendet, die Marktreform aber auch

Der Börsencrash in China stellt Griechenland in den Schatten“, „China vor dem Kollaps“ – die Katastrophenmeldungen aus Fernost klangen alarmierend. Zwei Wochen nach dem heftigen Kursrutsch in Shanghai zeigt sich nun jedoch das wahre Ausmaß der Schäden für die Wirtschaft. Sie sind: vernachlässigbar. Auch die Folgen für den Rest der Welt halten sich in Grenzen.
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