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Es ist ein ze.tt!

 

Es ist ein ze.tt!
Sebastian Horn, Gina Schad, Isabell Prophet, Mark Heywinkel, Marieke Reimann (v.l.)

ZEIT ONLINE hat Nachwuchs: Ab heute finden Sie bei http://ze.tt, bei Facebook und Twitter ein neues Onlineangebot, das für Leserinnen und Leser zwischen Schulabschluss und erstem Jobwechsel gedacht ist.

Das erste Konzept für ze.tt ist bei ZEIT ONLINE entstanden – von vornherein mit der Prämisse, es auszugründen, um uns selbst abseits unserer Redaktionsräume Konkurrenz zu machen. Eine Aufgabe von ze.tt, meinten wir, könnte es sein, etwas Unordnung in unseren geordneten Onlinejournalismus zu bringen, unsere Selbstgewissheit zu stören, uns zu ärgern, zu verwirren, neue Wege zu beschreiten, sowohl journalistisch als auch technisch.

Mit dem Fahrrad sind es nur 20 Minuten vom ZEIT-ONLINE-Newsroom am Askanischen Platz zu den ze.tt-Räumen in einer alten Fabrik in Berlin-Mitte. Nun sind wir gespannt, wie weit unsere Medien sich voneinander entfernen werden. Das Redaktionsteam unter Leitung von Sebastian Horn will mit eigenen und kuratierten Inhalten für Gesprächsstoff in WhatsApp-Gruppen und WG-Küchen sorgen. Im ständigen Austausch mit den Leserinnen und Lesern wird ze.tt das Tagesgeschehen begleiten und sich ihren Fragen, Themen und Debatten widmen. Was ab sofort bei ze.tt zu sehen ist, hat allerdings noch experimentellen Charakter: Der öffentliche Beta-Test soll erst im September in den Regelbetrieb übergehen.

Ganz sicher werden wir viel von ze.tt lernen, und haben es auch schon: Wir sind sehr angetan von vielem, was das ze.tt-Team in den vergangenen Wochen journalistisch und technisch konzipiert und was es im geschlossenen Beta-Test publiziert hat. Bitte wundern Sie sich also nicht, wenn wir Sie, die Leserinnen und Leser von ZEIT ONLINE, in Zukunft gelegentlich auf ze.tt-Beiträge hinweisen. Ab kommender Woche werden wir ze.tt testweise auch tiefer auf zeit.de integrieren.

Nicht nur ze.tt, auch Teamleiter Sebastian Horn hat ZEIT-ONLINE-Wurzeln. Von 2010 bis 2013 hat er sehr erfolgreich unsere Community aufgebaut. Zuletzt hat er technische Expertise gesammelt, als Head of Business Development beim Berliner Start-up Sourcefabric, das neue Content-Management-Systeme herstellt.

Wir wünschen ihm und seinem Team nur das Beste – und freuen uns auf die Unordnung.

Fiat ze.tt!

13 Kommentare


  1. […] heute ist ze.tt online, das Onlinemagazin der ZEIT für hippe, junge Leute, die zu krass für Wochenzeitungen, aber zu klug für RTL II sind. „Vor […]

  2.   Tanja

    Eine Clickbait-Seite mit Unterstützung der ZEIT.
    Ich bin ein bisschen entsetzt.

  3.   Pui

    Wie Ernesto gehöre ich auch zur „Zielgruppe“. Als ich eben neugierig auf ze.tt ging, um mir das mal anzuschauen, begegneten mir Titel wie: „Kurvige Frauen sind zruück auf Instagram – wir haben trotzdem nichts gelernt“ und „Obdachloser Blogger wird Millionär, weil seine Mutter Selbstmord begeht“. Solche Titel bewegen sich zwischen Buzzfeed und Bild. Braucht die Zeit wirklich so ein Format? Wie schon im Titel angemerkt, ist das wirklich eine Beleidigung der Zielgruppe! Wer guten Journalismus für junge Menschen im Studium oder Berufsanfänger machen will, soll sie bitte ernstnehmen und mit qualitativ hochwertigen Beiträgen Debatten zu gesellschaftlich relevanten Themen anregen. Schade, dass die Zeit so etwas unterstützt!

  4.   w00t

    Gibts da schon irgendwelche Inhalte?
    Habe bisher nur äußerst uninteressante Überschriften auf Höhe Springer-Niveau vernommen.

    Btw:
    Bin mitte-20, habe studiert und keine Lust mir etwas in Richtung „social-media“, Femnazis, 9gag etc. in solch einer Sammlung anzusehen – für den Kram habe ich mehr als ausreichend unverfälschtere Quellen, sollte Bedarf bestehen.

    WAS ICH SUCHE – schon seit langer Zeit (!sic) – sind REALE, UNVERFÄLSCHTE, GRUNDSÄTZLICHE DEBATTEN über z.B. Bildung, Verteilung, nationale vs./und internationale Politik, sowie natürlich dass, was viele unter dem Phänomen „Lügenpresse“ verstehen.

    KURZ: da hin, wo es wirklich WEH TUT!

  5.   Paul

    „zwischen Schulabschluss und erstem Jobwechsel“
    Was ist denn das für eine gequälte Spezifikation?

    Unter Online und Blog passen also immer noch Twitter, Facebook und „creative Unordung“, allerdings findet Journalismus da nur noch in Häppchenform statt, passend zur Generation youtube.
    Natürlich nur, falls überhaupt noch Journalismus stattfindet und nicht nur livebogmäßig „alle 5 Minuten eine Meinung abzusetzen ist“.
    Fiat ze.tt … ist wohl eher sowas wie Fiat money
    Da muss man nichts von lernen, auch wenn das Controlling sich natürlich freut, so rein kostenmäßig.

  6.   allesup

    Deutsche Zeitungen sind leider da etwas provinziell. Versuch’s mit The Guardian und das englische Financial Times.

  7.   Fabian

    Genau wie Ernesto würde auch ich mich zur Zielgruppe dieser neuen Seite zählen. Doch schon die erste Eindruck ist grauenhaft. Zudem ist alles knallbunt und es gibt keinen ersichtlichen thematischen Aufbau.

    Auch stört es mich, wenn in einem Artikel die persönliche Anrede verwendet wird. (http://ze.tt/manche-studenten-fliegen-in-den-semesterferien-nach-london-anna-reist-nach-syrien-um-ihre-familie-zu-besuchen/?08d8027c)

    Interessant wäre zu beobachten ob die Schwerpunkte der Seite sich so darstellen wie die momentanen Artikel (Alles mit Internet, Politik und Tipps für die Leser).

    Letztlich erscheint mir eine Nachrichtenseite ohne Sport und e-Sport Berichte Sinnlos, was allerdings auch an meinen persönlichen Präferenzen liegen kann. Gerade im US-Sport oder E-Sport sollte es allerdings ohne viel Aufwand möglich werden zu einer der ersten Anlaufstellen zu werden.

  8.   Kathrin

    Ich dachte, die ZEIT Campus sei die Plattform für jene Zielgruppe, wieso also nun ze.tt?

  9.   Gwerke

    Hallo Ernesto (#3), guten Journalismus gibt es bei BILD. Besseren Journalismus gibt es im immer besser recherchierten Forum von ZEIT-Online. Den besten Journalismus gibt es aber nur gegen Bares. Denn nur Bares wares! Auch braucht’s Geduld dazu!

  10.   zxz987

    seiten für die „jüngere zielgruppe“ scheinen sich vor allem durch eines auszuzeichnen: ein fehlendes navigationskonzept :-) – da macht ze.tt keine ausnahme

    macht ja nix, wenn ich weder weiß wo ich mich gerade befinde, noch auf den ersten blick sichtbare elemente, die mir orientierungshilfen geben.

    ein bisschen flat und kacheln nützt da auch nichts, wenn das handwerk einfach fehlt

 

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