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Der Papst erklärt sich

 

Auf der Website des Vatikan ist jetzt die neue, kommentierte Version der Regensburger Vorlesung zu finden, die im September so heftige Reaktionen in der muslimischen Welt ausgelöst hatte.

Benedikt XVI. erläutert in den Fussnoten noch einmal die Absicht seines Zitats:

Dieses Zitat ist in der muslimischen Welt leider als Ausdruck meiner eigenen Position aufgefaßt worden und hat so begreiflicherweise Empörung hervorgerufen. Ich hoffe, daß der Leser meines Textes sofort erkennen kann, daß dieser Satz nicht meine eigene Haltung dem Koran gegenüber ausdrückt, dem gegenüber ich die Ehrfurcht empfinde, die dem heiligen Buch einer großen Religion gebührt. Bei der Zitation des Texts von Kaiser Manuel II. ging es mir einzig darum, auf den wesentlichen Zusammenhang zwischen Glaube und Vernunft hinzuführen. In diesem Punkt stimme ich Manuel zu, ohne mir deshalb seine Polemik zuzueignen.

Wird es zur Kenntnis genommen werden? Dieser Papst ist unverkennbar deutscher Professor: Kritik wird in Form eines Zitats gekleidet, Rechtfertigung erfolgt als Fussnote.

5 Kommentare

  1.   Gerhard Stenkamp

    Was mich jetzt interessiert:

    wird das veroeffentlicht?

    Die Bibel und der Koran triefen vor Gewalt!

    Sollen diese zwei sehr unheiligen Buecher Massstab sein unseres zukuenftigen Verhaltens?

    Hat die Welt nicht einmal etwas besseres verdient?

    Und ist es nicht an der Zeit, den Religionsvertretern der Bibel und des Korans mitzuteilen, dass ihre Buecher immer wieder zur Gewalt angestiftet haben und noch immer tun?

    Ich empoere mich darueber, dass man Buecher wie die Bibel und den Koran Kindern als Leitfaden fuers Leben aufdraengt!

    So wird unsere Welt nie besser werden!

  2.   Wachtmeister

    @Herr Stenkamp: Ich empfehle eine Lektüre der beiden Bücher. Danach könnten Sie differenziertere Aussagen treffen.

    Außerdem irren Sie sich, wenn Sie alle Formen von Gewalt gleichermaßen als illegitim bezeichnen. Ich nehme an, Sie verurteilen das Attentat auf Hitler oder das Tragen von Waffen durch die Polizei nicht? Es macht einen Unterschied, wie Gewalt eingesetzt wird. Gewalt zur Aufzwingung einer Religion ist falsch; Gewalt zur Abwehr solcher Versuche kann richtig sein. Das Problem am Koran ist m.E. nicht sein positives Verhältnis zur Gewalt sondern die Tatsache, daß er Gewalt als legitimes Mittel zur Verbreitung der Religion betrachtet.

  3.   Gerhard Stenkamp

    Sehr geehrter Herr Wachtmeister!

    Die Bibel ist mir gut vertraut, vom Koran koennte ich einige Suren zitieren, die Gewalt predigen!

    Welche Stellen sollte ich denn lesen?

    Aufzwingen von Gewalt: der Prophet Elia aus dem alten Testament liess etwa achthundert Priester ueber die Klinge springen!

    (…)
    Und das sollen unsere Kinder heute nachahmen!

    Na, kein Wunder!

    Auch kein Wunder, dass die Zeit mich bei den Textkommentaren gesperrt:

    unangenehm!

  4.   Wachtmeister

    @Gerhard Stenkamp: Das alte Testament ist sehr drastisch und realistisch in der Beschreibung der dort vorkommenden Menschen, aber als Vorbild wird das Verhalten Davids nun wirklich nicht dargestellt. Auch für David galt: „Du sollst nicht ehebrechen“. Was haben Sie gegen dieses Vorbild?

  5.   Gerhard Stenkamp

    Herr Wachtmeister!

    So wie die Dinge liegen, wuerde man jede Aeusserung zur Frage der Gewalt gegen mich verwenden!

    Ich habe Glueck, wenn ich mich selbst verteidigen darf, sollte es denn ein Deutscher, Nicht-Muslim sein!

    Ansonsten??!!

    Sollte ein islamischer Fundi mir ein Messer in den Ruecken stossen, bin ich wohl erstmal schuldig: der war beleidigt!

 

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