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75 Kommentare

  1.   Fritzfernando

    Die Freunde und die Feinde des Islams, Menschenrechte
    Wir Araber müssen aufhören, Intellektuelle an den Galgen der Ideologie aufzuhängen

    Wer muss das nicht, Handke lässt grüssen 😉

  2.   Battlehner

    Alles schön und gut und auch ganz interessant.
    Nur, wenn ich lese MEMRI TV, dann kommt mir schon die Galle hoch. Fairerweise sollte selbst die ZEIT den Mut haben, ihren
    auch zu vermitteln, wer denn MEMRI eigentlich ist.
    Der GUARDIAN (Whittacker) hat schon vor Jahren nachgewiesen, wer sich hinter MEMRI eigentlich verbirgt. MOSAD: Finanziell und personell. Damit relativert sich die Sache doch einigermassen.


  3. @ Blattlehner: Warum? Der Gründer von Memri, Yigal Carmon, hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er für den israelischen Geheimdienst gearbeitet hatte. Nach seiner Pensionierung gründete er das Institut, das sich ausschließlich aus Spenden finanziert. Die Übersetzungen sind korrekt, wie auch Kritiker zugestehen müssen. Und Memri bringt viele arabische Liberale überhaupt erst im Westen an die Öffentlichkeit. Wie auch den Herrn hier oben. Wenn das nicht dem Abbau von Stereotypen dient! Die andere Seite allerdings wird auch nicht verschwiegen. Schauenn Sie doch mal, wie viele unterschiedliche Predigten von Al-Qaradawi Sie bei Memri finden können – von der Hetze bis zum vernünftigen, gemäßtigten Sermon.
    Ein fairer taz-Artilel über Memri hier: http://www.taz.de/pt/2004/04/30/a0223.1/text

  4.   Battlehner

    No immerhin haben die MEMRI-Leute damals den GUARDIAN und Whitaker heftig attackiert. Ich bekomme MEMRI seit Jahren täglich zugesandt, habe aber in all den Jahren nur eifrige Israel-Apologeten registrieren können. Ich lese MEMRI vor allem um meinen Blutdruck etwas in Schwung zu halten.
    Übrigens: Obwohl ZEIT-Abonnent – entdecke ich Ihr Blog heute erstmals.
    Nur aus Interesse. Was ist eigentlich Ihr background?
    Arabistik, Islamwissenschaft- tahak al-lugha arabiya?


  5. @ Battlehner: Na, willkommen! Mein Hintergrund ist derzeit ein Bücherregal.

  6.   Battlehner

    Der kürzliche Kommentar des (keineswegs US-feindlichen und auch nur sehr schwer als „Anti-semitisch zu bezeichnenden )indischen Massenblatts HINDU zum Iran-Konflikt.
    Die USA werden auf jeden Fall einen Grund finden, den Iran anzugreifen. Selbst wenn als Begründung die Verletzung von „animal rights“ im Iran herhalten müßte.
    (S´wär auch wirklich ein abscheulicher Höhepunkt des Anti-Semitismus wenn ein Land wie Iran sich erfrechen dürfte, die Israelis bei der Ermordung und Vertreibung der Palästinenser zu inkomodieren).


  7. @ Battlehner: Schauen Sie doch mal hier (https://blog.zeit.de/joerglau/2007/02/26/ein-gesprach-mit-dem-bekanntesten-iranischen-blogger_309).
    Und es geht dem Iran doch wohl um mehr als die „Inkommodierung“ Israels. Ich schreibe hier seit Wochen gegen evtl. Kriegspläne an, aber der offizielle iranische Antisemtismus ist wirklich widerlich. Wenn Sie mal dort waren, wissen Sie ja, wie das im Fernsehen ausschaut: „Zionisten“ all over the place.

  8.   Fritzfernando

    Herr Lau,

    sie wurden aber bereits über Falschübersetzungen bei memri informiert, in einem früheren Blog.

    Carmon war nicht ein einfacher Mossad Agend sondern ein extremer Likudnik, und auch GTerror Berater des wegen dem Mord an dem UNO Beauftragten Graf Bernadotte steckbrieflich gesuchten Yitzhak Shamir des späteren israelischen Ministerpräsidenten und früheren Anführer der Stern-Bande. Carmon ist leicht als Überzeugungstäter zu erkennen.

    Erste Chefin von Memri war Meyrav Wurmser

    Zitat Wikipedia

    „“““““Meyrav Wurmser ist eine führende Mitarbeiterin rechtsgerichteter US-amerikanischer und israelischer Denkfabriken, darunter des Hudson Institute, des Ariel Center for Policy Research (Hebräisch: מרכז אריאל למחקרי מדיניות), des Institute for Advanced Strategic and Political Studies (םימדקתמ םייטילופו םייגטרטסא םידומילל ןוכמה) und unterrichtet an der United States Naval Academy. 1996 war sie an der Studie „A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm“ beteiligt.[2] Diese vielbeachtete und für die israelische wie die amerikanische Nahostpolitik unter Bush II richtungweisende Studie forderte die Entfernung Saddam Husseins von der Macht im Irak, die Beendigung der Umsetzung des Osloer Friedensprozesses, militärische Angriffe auf den Libanon und Syrien und dass Israel „eng mit der Türkei und Jordanien zusammenarbeiten“ solle, um regionale „Gefahren einzudämmen, zu destabilisieren und zurückzudrängen (rollback)“; Israel solle syrische Einrichtungen im Libanon und evtl. in Syrien selbst bombardieren. Weitere Autoren der Studie waren bekannte Neokonservative wie Richard Perle, Douglas Feith und David Wurmser. David Wurmser ist der Ehemann von Meyrav Wurmser und Nahost-Berater von US-Vizepräsident Dick Cheney, der seinerseits ein strikt proisraelischer Neokonservativer ist.““““““““

    Memri ist eine große internationale Organisation mit vielen Niederlassungen, da stellt sich auch die Frage der Finanzierung.

  9.   Fritzfernando

    Herr Lau,

    Zionismus ist eine europäische völkisch rassistische Raumordnungsideologie.

    Antisemitismus ist Ressentiments gegen Juden zu schüren, antijüdische Verschwörungstheorien zu erfinden, und Juden zum Sündenbock für alles und jedes zu machen ebenfalls eine christlich abendländische europäische Hassideologie.

    Einmal sind aber die wenigsten Juden Zionisten oder leben in Palästina, viele Juden sind selbst Antizionisten. Es gibt weltweit 40 Millionen Juden, davon lebt ein Zehntel in Palästina.

    Antizionismus der Betroffenen im der traditionell multikulturellen und vielfältigen Orient der europäischen Kolonie in Palästina ist erstmal Antikolonialismus und das einfordern rechtmässiger Zustände., das hat mit dem Antisemitismus abendlädischer christlicher Prägung nichts zu tun, selbst wenn Orientalen in Einzelfällen europäische Ressentiments und Verschwörungstheorien nachplappern, bleibt das trotzdem europäische Antisemitismus. Zwar verlockend für Europäer den eigenen Antisemitismus im Orient entsorgen zu wollen aber im Zionismus, vor allem im christlichen Zionismus liegt auch eine große Portion Antisemitismus, weil die einseitige Anstachelung extemer völkischer Zionisten, und das Schmierestehen bei deren gewaltsamen völkischer Kolonialpolitik, die Juden insgesamt verunglimpft, und Antisemitismus neue Nahrung gibt.

    Christliche Zionisten gibt es ein mehrfaches auf der Welt als es Juden gibt oder gar jüdische Zionisten, auch deshalb ist Antizionismus nicht gleich Antisemitismus.


  10. @ Fritzfernando: Und? Dass der Antisemitismus der Araber ein europäischer Import ist und mit der Gründung Israels an Fahrt gewinnt, ist allgemein bekannt und vor allem durch Bernard Lewis begründet worden. Wollen Sie mir vorhalten, europäischen Antisemitismus „entsorgen zu wollen“? Der christliche Zionismus der Evangelikalen in Amerika ist immer wieder Thema in unseren Medien.
    Das sind ja nun alles keine Geheimnisse.
    Aber was heisst den bitteschön: „Antizionismus der Betroffenen im der traditionell multikulturellen und vielfältigen Orient der europäischen Kolonie in Palästina ist erstmal Antikolonialismus und das einfordern rechtmässiger Zustände.“ Was wollen Sie? Eine Zweistaatenlösung, die „Auflösung“ Israels? Sagen Sie’s doch mal.

 

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